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Zu diesem Zweck forderte mich die Staatliche Stelle für Naturdenkmalpflege auf, eine Untersuchung der Fauna des Gebietes auszuführen. Die Aufgabe, die ich damit übernahm, war eine keineswegs leichte. Es sind zwar in neuerer Zeit verschiedentlich Versuche gemacht worden, Gebiete faunistisch zu schildern. Keine der bisher vorliegenden Schilderungen kann aber als ausreichend gelten. Entweder sind sie einseitig, indem sie nur einzelne Tiergruppen berücksichtigen, oder sie sind unvollständig, indem sie nur das geben, was dem Sammler auf- gefallen und zufällig in die Hände gelangt war. Es liegt mir fern, meine Vorgänger tadeln zu wollen. Ich möchte nur hervorheben, daß ich ihnen nicht folgen kann, daß mir die von ihnen befolgte Methode ungeeignet erscheint. Gewöhnlich lehnte man sich an die Methode der Floristen an, ohne sich darüber klar zu werden, daß es ganz un- möglich ist, bei faunistischen Untersuchungen ebenso vorzugehen wie bei floristischen. In dreierlei Hinsicht stehen die Floristen einer solchen Aufgabe viel günstiger gegenüber als die Faunisten: Sie besitzen erstens in den Phanerogamen eine Pflanzengruppe, welche der Flora einer Gegend das Gepräge verleiht. Zweitens bilden die Phanerogamen eine Gruppe, deren Vertreter sämtlich verhältnismäßig leicht auffindbar, äußerst leicht erreichbar, sehr gut durchgearbeitet und deshalb bequem zu bestimmen ffl i fei INS — \^ 342 Tierwelt [4 sind. Drittens hat die Gruppe der Phanerogamen fast an allen biologisch wichtigen Punkten der Erde ihre charakteristischen Vertreter (nur die Hochsee, die Tiefsee und das Hochgebirge birgt keine Phanerogamen). Von ganz besonderer Wichtigkeit ist es, daß die drei genannten Vorteile sich bei einer und derselben Pflanzengruppe vereinigen. Die Floristen brauchen sich also nur der verhältnismäßig bequemen Arbeit zu unter- ziehen, ein Verzeichnis der Phanerogamen des Gebietes zusammenzu- stellen, um damit in den meisten Fällen ein brauchbares floristisches Bild von dem Gebiete entworfen zu haben. Daß ich Recht habe, beweist unter anderem die voraufgehende Arbeit des Herrn Dr. Ulbrich. Er hat darin auch die Kryptogamen berück- sichtigt, aber bei der Charakterisierung der verschiedenen Formationen würde er doch mit den Phanerogamen, auch ohne die Moose, aus- gekommen sein. Die Arbeit des Herrn Dr. Ulbrich beweist außerdem, daß die Botaniker uns Zoologen in systematischer Beziehung weit voraus sind. Ein Namensverzeichnis, wie er es gibt, und wie er es für den Fachmann als ausreichend ansehen darf, würde, wenn ich es von den mir vor- liegenden Tieren geben wollte, dem Fachzoologen ganz unverständlich sein. Meine Arbeit erfordert also, obgleich ich höchstens den fünften Teil der im Reservat vorkommenden Tiere berücksichtige, vielleicht ebenso- viel Raum wie seine Arbeit, welche sich auf alle von ihm gefundenen Pflanzen erstreckt. Der Zoologe hat keine Tiergruppe, welche auch nur einer der drei oben genannten Bedingungen in annähernd gleichem Maße wie die Phanerogamen genügte. Am ersten könnten noch die Tagvögel und die Tagfalter in Frage kommen; aber beide Gruppen zusammen haben bei uns eine im Verhältnis zur Gesamtfauna so geringe Zahl von Ver- tretern, daß mit der Erforschung aller Tagvögel und Tagfalter auch nicht annähernd ein Bild der Fauna gewonnen wäre. — Es kommt hinzu, daß die Vögel, die eher noch als die Tagfalter der Gegend einen ge- wissen Charakter verleihen, nur mit der Flinte in der Hand zuver- lässig erforschbar sind. Will man nicht schießen, um dadurch die ohne- dies in einer Gegend verhältnismäßig geringe Individuenzahl noch mehr zu reduzieren, so ist man auf das Gesicht und das Gehör angewiesen. Nun sind aber manche Vogelarten, und zwar gerade die faunistisch interessanteren, schon in geringer Entfernung nicht mit aller Sicherheit IN 5] Die Fauna im allgemeinen 343 ZU unterscheiden. Der Beobachtung mittels eines Fernglases entziehen sie sich durch ihre Beweglichkeit und Scheuheit. — Der Gesang, der als gutes Hilfsmittel bei der Unterscheidung der Arten hinzukommen kann, wird bei manchen Arten nur kurze Zeit im Jahre vernommen. Man muß also, um sicher alle Brutvögel einer Gegend — aber auch nur diese — nach Gesang oder Lockruf feststellen zu können, sich mindestens etwa zwei Monate ziemlich ununterbrochen zu ihrer Fest- stellung in einer Gegend aufhalten. Und auch dann sind Täuschungen nicht ausgeschlossen, da manche Vögel mit Vorliebe die Stimmen anderer wiedergeben. — Als Resultat ergibt sich also, daß die Vögel sich sehr wenig für den genannten Zweck eignen. — Genau dasselbe läßt sich für alle anderen Tiergruppen zeigen, ganz abgesehen davon, daß die Untersuchung einzelner Tiergruppen immer ein einseitigeres Bild der Fauna geben würde als die Untersuchung der Phanerogamen für die Flora. Man hat sich nun bei faunistischen Untersuchungen — namentlich auf Reisen in unbekannten Ländern — in der Weise an die floristischen Untersuchungen anlehnen wollen, daß man alles Auffallende fing und mitnahm. Eine Ausbeute, die in dieser Weise gewonnen ist, hat den Vorteil, daß sie diejenigen Tiere enthält, welche der Gegend äußer- lich das Gepräge geben und Gruppen angehören, welche besser durch- gearbeitet und deshalb leicht sicher zu bestimmen sind. Trotzdem hat sich dieser Weg als durchaus unbrauchbar erwiesen: Einerseits besitzen nämlich die offen lebenden, beweglichen und deshalb auffallenden Tiere — und dazu gehören auch die Vögel — gerade wegen ihrer Beweg- lichkeit eine verhältnismäßig sehr weite Verbreitung, so daß sie in tiergeographischer Beziehung, sobald es sich um engere Gebiete handelt, viel weniger wichtig sind als kleine, versteckt lebende Formen. Andererseits sind Untersuchungen dieser Art zu sehr vom Zufall abhängig: Manche verborgen lebenden Tiere kommen nämlich zur Paarungszeit auch bei Tage aus ihren Verstecken hervor, und da die Paarungs- (bezw. Schwärm-) Zeit oft nur wenige Tage dauert und je nach der Witterung sogar in einer und derselben Gegend zu etwas verschiedener Zeit im Jahre einzutreten pflegt, kann man eine Ausbeute fast niemals mit einer anderen unmittelbar vergleichen. Auch durch unregelmäßige Witterungsverhältnisse, wie starke Regengüsse, > ß 344 Tierwelt [6 ^ IN Überschwemmungen, Austrocknen des Wohnortes usw. werden ver- n; steckt lebende Tierarten oft in dem Maße unter die offen lebenden gemischt, daß sie der Fauna ein der Wahrheit gänzlich widersprechendes Gepräge geben und jeden Vergleich mit der Fauna anderer Gebiete un- möglich machen. — Da aber der Vergleich zweier Gebiete uns einzig und allein ein Urteil über den Charakter der Fauna einer Gegend ge- winnen läßt, wird der Wert der ganzen Untersuchung durch alle diese Unregelmäßigkeiten hinfällig. Der einzig mögliche Weg, zwei Gebiete in zuverlässiger Weise faunistisch zu vergleichen, scheint mir der zu sein, daß man nach Bio- cönosen vorgeht. — Seitdem wir Methoden besitzen, eine Biocönose in verhältnismäßig kurzer Zeit gründlich zu erforschen^), sind wir auch imstande, die einander entsprechenden Biocönosen verschiedener Gebiete miteinander zu vergleichen. Es fragt sich aber, welche Biocönosen besonders geeignet sind ein faunistisches Bild von einer Gegend zu geben. — Daß nicht alle in einem Gebiete vorkommenden Biocönosen gleichzeitig von einem Einzelnen erforscht werden können, wie dies Laien auf faunistischem Gebiete wohl für erwünscht halten, liegt für den Tierkenner auf der Hand: Die Zahl der in einer Gegend vorkommenden Tierarten ist so groß, daß ein Verzeichnis derselben mit genauen An- gaben über die Art des Vorkommens dicke Bände füllen und deshalb zu seiner Herstellung für einen Einzelnen Jahrzehnte angestrengtester Arbeit und natürlich auch sehr bedeutende Kosten erfordern würde. Eine Beschränkung ist also für den Faunisten, zumal da die Tierwelt der Heimat auch nicht annähernd so gut systematisch durchgearbeitet ist, wie die Pflanzenwelt und da die Tiere, z. B. die Vögel, die Säuge- I > tiere usw. auch nicht annähernd so leicht zu sammeln sind wie die - ' Pflanzen, durchaus geboten. Es müssen also einzelne Biocönosen aus- r l I gewählt werden, und man muß sich darüber klar zu werden suchen, welche t/5 ' am besten geeignet sind, eine Gegend faunistisch zu charakterisieren. — Lange habe ich hin- und hergeschwankt, welche Biocönosen zu wählen seien. Ich möchte hier meine Erwägungen kurz mitteilen. Das Plagefenngebict setzt sich zusammen aus Wasserflächen und ') Man vergleiche meine „Kurze Anleitung zum wissenschaftlichen Sammein und zum Konservieren von Tieren", 2. Aufl. Jena 1908. Ferner Zool. Anz. Bd. 31, 1907. S. 917 ff.. Bd. 32, S. 391 ff. und Bd. 33, 1908, S. 349 ff. ir 7] Die Fauna im allgemeinen 345 Landflächen. Es kam im vorlie^i^enden Falle für mich also zunächst in Frage, ob Wasserbiocönosen oder Landbiocönosen zum Entwurf eines ersten Bildes der Fauna zu verwenden seien. — Die Fauna der Ge- wässer ist entschieden weit individuenreicher als die des Landes. Die Lebensbedingungen sind nämlich im Wasser weit günstiger als auf dem Lande, die Temperaturen sind im Wasser gleichmäßiger, die Nahrung wird dauernd feucht erhalten und ein Austrocknen des Tier- körpers ist ausgeschlossen, soweit die Gewässer von dauerndem Be- stände sind. An Arten ist die Fauna der Gewässer weit ärmer als die Fauna des Landes, weil die Lebensbedingungen auf dem Lande weit wechselvoller sind als im Wasser. Gerade die Verschiedenheit der Lebensbedingungen ist es nämlich, welche zur Bildung der Arten den Anlaß gegeben haben dürfte. Der größere Individuenreichtum und die kleinere Artenzahl machen die Erforschung der Wasserfauna weit bequemer als die der Landfauna. Trotzdem mußte ich für meinen Zweck die Landfauna wählen. Gerade der größere Wechsel der Lebens- bedingungen auf dem Lande und der damit verbundene größere Arten- reichtum läßt den faunistischen Charakter einer Gegend viel schärfer hervortreten als die einförmigere Fauna der Gewässer. Es kommt hinzu, daß die Erforschung der Landfauna die der Gewässer keineswegs unberücksichtigt läßt; beide stehen nämlich in engster Beziehung. Einerseits machen manche Landtiere (Insekten und Amphibien) ihre ersten Entwicklungsstadien im Wasser durch. Andererseits sind sehr viele Tiere an die Ufer der Gewässer gebunden und zwar an die Ufer von Gewässern ganz bestimmter Art. Man kann also aus dem Charakter der Landfauna einer Gegend weitgehende Schlüsse auf den Charakter der Gewässer und ihrer Fauna machen. — Als weiteres Argument kommt hinzu, daß die Tiere der Gewässer, wenn man von den amphibiotisch lebenden absieht, sehr wenig in die Augen fallen und deshalb der Gesamtfauna weniger als die Tiere irgend einer Land- biocönose das eigentliche Gepräge verleihen. Wenden wir uns nun den Landbiocönosen des spezielleren zu, so kann man, wie aus meiner Sammelanleitung (S. 12) ersichtlich ist, die an Pflanzen und Tiere bestimmter Art gebundenen Biocönosen als Phyto- und Zoobiocönosen den Allobiocönosen gegenüberstellen und es fragt sich weiter, welcher dieser Biocönosengruppen man die Beispiele entnehmen soll. 346 Tierwelt [8 Zweifellos fallen die auf lebende Pflanzen, namentlich auf Phanero- gamen angewiesenen Tiere einer Gegend (d. i. die Tiere der Phytobio- cönosen) am meisten in die Augen und tragen deshalb am meisten dazu bei, der Gegend das Gepräge zu geben. Namentlich sind es unter den Insekten die Blumenbesucher, welche die Aufmerksamkeit in besonders hohem Maße auf sich ziehen, und ich hätte gerne einmal die strenge statistische Methode auf sie angewendet. — Trotzdem habe ich mich nicht entschließen können, sie zur Grundlage meiner ersten Untersuchungen in jener Gegend zu wählen und zwar aus folgenden Gründen nicht: Einerseits schließen sich die Tiere, welche auf bestimmte Pflanzenarten angewiesen sind, meist auch in ihrer Verbreitung in weitgehendem Maße an die betreffenden Pflanzenarten an. Da nun gleichzeitig mit meinen Untersuchungen floristische Untersuchungen in jener Gegend ausgeführt werden, würden meine Untersuchungen in chorologischer Beziehung nicht viel Neues liefern. Außerdem war zu erwägen, daß die Erforschung der Blumenbesucher, wenn man alle in Betracht kommenden Pflanzen systematisch vornehmen will, schon wegen der verschiedenen Blütezeit recht viel Zeit erfordert haben würde und auch besser nach Abschluß der floristischen Untersuchungen in Angriff genommen werden kann. Als Biocönosen, die vom Pflanzenwuchs am unabhängigsten sind, die also die aus den floristischen Untersuchungen sich ergebenden Resultate in besonders weitgehendem Maße ergänzen und vervollständigen können, sind die Bodenbiocönosen anzusehen und deshalb habe ich mich nach reiflicher Überlegung zunächst für diese entschieden. Die Bodenbiocönosen gehören faunistisch entschieden zu denallerwichtigsten, weil fast alle anderen mit ihnen irgendwie in Beziehung stehen. Sie bilden also gewissermaßen eine Grundlage, auf deren Erforschung weiter gebaut werden kann. Als Bodenbiocönosen im engeren Sinne — im weiteren Sinne sind ja die meisten Organismen auf den Boden angewiesen — fasse ich die- jenigen Vergesellschaftungen von Lebewesen zusammen, deren Nahrung in letzter Instanz zerfallende pflanzliche Stoffe sind. Da derartige Stoffe recht gleichmäßig über den Boden verteilt sind, pflegen auch die Tiere dieser Biocönosen, im Vergleich zu andern, gleichmäßig verteilt zu sein, und da für sie die Nahrungssuche nicht viel Bewegung erfordert, besitzen sie meist einen sehr geringen Grad von Beweglichkeit. Es kommt 9] Die Fauna im allgemeinen 347 hinzu, daß es sich fast durchweg um kleinere Formen handelt, da nur diese sich im Detritus, unter Steinen, im Moos usw. verstecken und fortbewegen können; da aber eine Gegend kleinere Formen in verhält- nismäßig größerer Zahl ernähren kann, pflegen diese sehr individuen- reich vorzukommen. — Wegen ihrer gleichmäßigen Verteilung, ihrer geringen Beweglichkeit und ihres häufigen Vorkommens sind sie äußerst leicht annähernd vollständig zu sammeln. Das ist einer der Hauptgründe, warum sie sich so vorzüglich dazu eignen, in kurzer Zeit ein Bild von den faunistischen Beziehungen einer Gegend zu geben. Die Artverschiedenheit ist bei den Tieren der Bodenbiocönosen weniger auf verschiedene Nährstoffe zurückzuführen als vielmehr auf ver- schiedene physikalische Eigenschaften des Bodens, d. i. auf verschiedene Feuchtigkeit, verschiedene Belichtung, verschiedene Gestaltung und Farbe der Bodenbestandteile usw. Sie stehen in dieser Beziehung in direktem Gegensatz zu den Tieren der Phytobiocönosen, bei denen die Nahrung als Artbiidner in den Vordergrund treten dürfte. 2. Die Methodik und die Art der Darstellung. Was die Methode der Untersuchung anbetrifft, so befolge ich genau die Vorschriften, welche ich in der neuen Auflage meiner Sammel- anleitung gegeben habe. Ich sammle zu verschiedenen Jahreszeiten im Detritus aller Art, unter Steinen und im Moos und zwar an Orten verschiedener Beschattung, verschiedener Feuchtigkeit und Boden- beschaffenheit je eine bestimmte Zeit. Im Moos sammle ich mittels der Sammelscheibe, z. T. auch mit dem Schirm. Zwischen Gras und niederen Pflanzen am Boden, unter Steinen, Laub, Kiefernnadeln und im sonstigen Detritus sammle ich liegend, indem ich die Teilchen aus- einander- bezw. beiseiteschiebe und dadurch das Getier freilege. Bei allen Fängen wird eine genau abgelesene Zeit innegehalten und während dieser Zeit alles eingesammelt, was an lebendem Getier sich zeigt. Es ist klar, daß bei diesem Sammeln nur diejenigen Tiere einiger- maßen vollständig eingesammelt werden können, welche unter eine bestimmte Größe nicht hinabgehen. Als unvollständig gesammelt können vor allem die kleineren Milben und die kleineren Collembolen betrachtet werden. Dann aber auch manche der kleineren Hymenopteren, Rhyn- choten und Oligochäten. — Die allerkleinsten Tierformen entgehen dem 348 Tierwelt [10 unbewaffneten Auge vollständig. Dahin gehören die Tardigraden, die Rädertierchen, die meisten Nematoden und die Protozoen. Will man das Vorkommen dieser kleinsten Formen feststellen, so muß man andere Methoden als die hier angegebenen anwenden. Diese Methoden würden aber wieder für die makroskopische Fauna unzureichend sein. Nachdem ich mich für die Untersuchung der Bodenbiocönosen als erste Grundlage einer faunistischen Untersuchung des Plagefenn- gebietes entschieden hatte, bot sich mir eine zweite Schwierigkeit, eine Schwierigkeit, welche die Botaniker, die uns in vielen Dingen mit ihren floristischen Untersuchungen weit voraus sind, nicht kennen: Die Phane- rogamen sind in ihren Hauptformen nicht nur jedem Botaniker, sondern sogar manchem gebildeten Laien dem Namen nach bekannt. Aus vielen Gegenden liegen außerdem ausführliche Floren vor, so daß ein ein- faches Namenverzeichnis mit einigen Angaben über Häufigkeit und Verbreitung der Arten in dem untersuchten Gebiete in den meisten Fällen genügt, um für den Leser die Eigenart des erforschten Ge- bietes hervortreten zu lassen. — Ganz anders auf faunistischem Gebiete. — Gibt man ein Verzeichnis von Art- und Gattungsnamen, so kann sich auch der Fachmann, d. h. der Zoologe moderner anatomisch-entwick- lungsgeschichtlicher Schulung nichts auch nur annähernd Bestimmtes unter diesen Namen vorstellen; ja, sogar die Familiennamen werden ihm größtenteils unbekannt sein. — Außerdem fehlen Landfaunen, die auf Vollständigkeit einen gewissen Anspruch erheben können, bisher vollkommen. Es liegt also nichts vor, mit dem man vergleichen könnte, um die Eigenart der untersuchten Fauna zeigen zu können^). Will ich ein faunistisches Bild von dem Plagefenngebiete entwerfen, ein Bild, das seinen Zweck erfüllen soll, so muß ich zu erreichen suchen, daß wenigstens der Fachmann, der Zoologe das Bild versteht. Ich muß es in einer Form geben, daß er in der Lage ist, einerseits sich unter den gegebenen Namen etwas Bestimmtes vorstellen zu können und anderseits die Eigenart des Gebietes zu erkennen. Die erste der genannten Bedingungen habe ich dadurch zu er- füllen gesucht, daß ich eine Übersicht der sämtlichen in der Arbeit ge- ') Die einzige Untersiidmnj^, die in Betracht kommen l<önnte, die Untersuchung des Ncuiinum- Moores in Wcstpreulkri durch Dr. KUHLGATZ, ist so umfangreich an- gelegt, d,iß sie bisher leider nocli nicht abgeschlossen werden konnte. 11] Die Fauna im aligemeinen 349 nannten Tierformen nach leicht und sicher erkennbaren Merkmalen gegeben habe; sie bildet den zweiten Teil meiner Arbeit. Ein Leser, der die wichtigsten der in der Arbeit genannten Formen durch Autopsie kennen lernen will, braucht nur in seiner Gegend nach meiner Vorschrift vier Stundenfänge zu machen, einen im Moos (Hyp- num) eines trockenen Nadelholzwaldes, einen zwischen den Ufer- pflanzen eines sumpfigen Gewässers (bezw. im nassen Torfmoos), einen im Detritus eines Sumpfwaldes (bezw. eines Erlengebüschs) und einen an einem recht dürren sonnigen Ort im Rasen. Er wird dann die gefangenen Tiere nach meinem Bestimmungsschlijssel leicht bis auf die Art bestimmen oder doch in die richtige Gruppe bringen können, vorausgesetzt, daß er im Gebrauche des Mikroskops bewandert ist. Von den andern im Verzeichnis genannten Tieren wird er sich an der Hand des so gewonnenen ihm vorliegenden Materials') eine annähernd rich- tige Vorstellung machen können. Um der zweiten der oben genannten Bedingungen zu genügen, d. h. um das Charakteristische des untersuchten Gebietes klar hervor- treten zu lassen, habe ich einige Vergleichsfänge aus einem — beliebigen — andern Gebiete der Arbeit angefügt. Ich habe dazu Fänge aus dem Grunewald bei Berlin gewählt und stelle die Funde den Funden im Plagefenngebiete gegenüber. Was beiden Fängen gemein ist, kann jeden- falls nicht als dem Plagefenngebiete speziell eigen gelten. Soviel steht fest. Gerne würde ich hier auf die Beziehungen der Tiere innerhalb der Biocönose zueinander ausführlich eingehen. Doch würde das von den faunistischen Gesichtspunkten der Arbeit zu weit abführen. Ich kann deshalb im folgenden nur einige ganz allgemeine Andeutungen machen. Wenn ich von Saprophagen, Nekrophagen, Zoophagen usw. spreche, so ergibt sich schon aus dem Namen, was ich meine. Des weitern verweise ich auf meine kleine Schrift „Anleitung zu zoologischen Beob- achtungen" -). Was die Benennung der Tiere anbetrifft, so habe ich die Gattungs- und Artnamen möglichst nach den internationalen Nomenklaturregeln ^) Das Material, das er bei dem oben genannten Sammeln gewinnt, etwa 200 Arten aus den verschiedensten Tiergruppen, kann ilim als Grundstock einer wenig- stens zum Teil sicher bestimmten Sammlung dienen. *) Wissenschaft und Bildung Heft 61. Leipzig 1910. 350 Tierwelt [12 gewälilt, d. h. nach dem Gesetz der absoluten Priorität. — Bei der oft sehr unsicheren Deutung älterer Namen habe ich mich jedoch fast immer dem Urteil der neueren Spezialisten angeschlossen. — Was mir nach den neueren Spezialarbeiten unbeschrieben erschien, habe ich neu benannt und als n. sp. gekennzeichnet. — Es mag sein, daß manche meiner neuen Namen bei einer gründlichen historischen Spezialforschung älteren Namen weichen müssen. Mir liegt vor allen Dingen daran, klar zu zeigen, welche Art ich vor mir habe, und deshalb durfte ich ganz unsichere ältere Namen nicht verwenden. Da neuere Spezialisten für mich in der Benennung in den aller- meisten Fällen maßgebend waren, wäre es natürlich sinnlos gewesen, die Namen der älteren Autoren den Tiernamen anzufügen, zumal in denjenigen Fällen, in denen zwischen den neueren Autoren Widersprüche gar nicht bestehen, während die älteren Beschreibungen sehr oft un- bestimmt sind. Ich habe den Namen eines Autors deshalb nur dann angehängt, wenn auch in neuerer Zeit verschiedene Autoren verschiedene Arten mit demselben Namen bezeichnet haben. Ich glaube damit den wissenschaftlichen Anforderungen an eine faunistische Arbeit in vollem Maße entsprochen zu haben. Wer sich für die Autoren und die Syn- onymie, überhaupt für die Literatur interessiert, wer also ein weiteres als faunistisches, wer ein historisches Interesse an der Entstehung der Namen hat, der mag in den von mir genannten Schriften nachschlagen. Für solche Untersuchungen ist in einer faunistischen Arbeit kein Raum und deshalb müssen auch die Autorennamen fortbleiben, wenn sie nicht zu einem sinnlosen Schema herabsinken sollen. Ich möchte hervor- heben, daß man häufig in faunistischen Arbeiten anders verfährt, daß man oft den Namen des ursprüngiiclien Autors dem Artnamen anhängt, ohne die ursprüngliche Beschreibung angesehen zu haben, daß man also häufig eine Gründlichkeit vortäuscht, die gar nicht vorhanden ist. Im Gegensatz zu diesem Verfahren habe ich diejenigen Schriften ge- nannt, die ich zur Bestimmung benutzt habe und halte ein solches Verfahren einzig und allein für korrekt und wissenschaftlich. Wie in meiner Arbeit über die Wolfspinnen Deutschlands') so habe ich auch in der vorliegenden Arbeit immer diejenigen Fänge, welche unter ') Nova Acta. Abliandlimj^cn der Kais. Leopoldinisch-Carolinisclicn Deutschen Akademie d. Naturforscher i^d. «« lieft ;5. Iiallel9()8. 13] Die Fauna im aligemeinen 351 ähnlichen äußeren Lebensbedingungen gemacht sind, zusammengefaßt und in Form tabellarischer Übersichten zur Darstellung gebracht. Aus den Tabellen kann man einerseits die Art des Vorkommens und ander- seits zahlenmäßig ihre Häufigkeit entnehmen. Künftige Forscher können also auf meinen Resultaten schrittweise weiterbauen und meine Über- sichten nicht nur für faunistische Vergleiche, sondern auch in ökolo- gischen Arbeiten verwenden. — Nur auf einen Punkt muß ich besonders aufmerksam machen. Ich hatte gehofft auch über das Vorkommen der Ameisen zuverlässige zahlenmäßige Angaben durch einfaches Sammeln gewinnen zu können. Allein alle meine Versuche in dieser Richtung sind bisher gescheitert. Man darf also in bezug auf die in Staaten lebenden Tiere den Zahlen in meinen Fangregistern keinen hohen Wert beimessen. Zum Schluß muß ich hervorheben, daß ich die Vergleichsfänge aus dem Grunewald, um sie sofort als nicht im Gebiete gemacht hervor- treten zu lassen, durch eine runde Klammer ausgezeichnet habe. — Durch eine eckige Klammer sind diejenigen Fänge ausgezeichnet, die zwar ebenfalls nicht innerhalb der Grenzen des Reservates, aber doch in dessen nächster Nähe gemacht sind. Die Tiere, welche diesen Fängen speziell eigen sind, werden wohl meistens, wenigstens vereinzelt, inner- halb des Reservates vorkommen. Ich machte die Fänge außerhalb des Reservates, weil sich entsprechende Bodenflächen innerhalb des Reservates nicht in hinreichender Ausdehnung fanden, um auch nur einen Halb- stundenfang möglich zu machen. 3. Das Ergebnis meiner Untersuchung. Der größte Teil des Plageseegebietes ist entweder dauernd mit Wasser bedeckt oder er erhebt sich doch nur so wenig über den nor- malen Wasserspiegel, daß seine Fauna in weitgehendem Maße vom Wasser beeinflußt wird, daß seine tierischen Bewohner in überwiegender Mehrzahl als feuchtigkeitliebend oder hygrophil bezeichnet werden können. Sehen wir zunächst von den Wasserflächen selbst ab, aus Gründen, die bereits oben hervorgehoben wurden, so kommt für unsere Betrach- tungen in erster Linie das sogenannte Fenn in Betracht. 352 Tierwelt [14 A. Diis Fonii. Als Fenn bezeichnet man denjenigen Teil des Reservats, der zeit- weise vom Wasser bedeckt ist, zur trockensten Jahreszeit aber mehr oder weniger gangbar und nur von kleinen, dauernd Wasser haltenden Einsenkungen durchzogen wird. Die Landtiere, welche in diesem Ge- biete vorkommen, müssen also fähig sein, sich auch zur Zeit des Hoch- wassers zu erhalten, sei es, daß sie an die auch zur Hochwasserzeit aus dem Wasser vorragenden Pflanzenteile sich begeben, sei es, daß sie ein zeitweises Untertauchen unter die Wasseroberfläche — vielleicht in einem gewissen Entwicklungsstadium — zu ertragen vermögen. Es mögen hier zunächst einige Tiere genannt werden, welche dem Fenn als Ganzem in erster Linie eigen sind. Ich wähle sie aus, be- sonders unter Zugrundelegung meiner weiter unten tabellarisch zu- sammengestellten Fänge I — XIX. Es sind fast ausschließlich individuen- reich vorkommende Arten, da häufige Arten ein Gebiet am besten charakterisieren. Jeder Besucher des Gebietes kann sie in kürzester Zeit beobachten. Nur die Sumpfschildkröte und der Kranich machen eine Ausnahme. Ich füge sie an, weil es größere Tiere sind. Die Charaktertiere des Plagefenns, nach diesen Grundsätzen aus- gewählt, sind folgende: 1. Eine Assel, Ligidium hypnorum, 2. ein Tausendfuß, Julus ligulifer, 3. ein Springschwanz, Tomocerus flavescens, 4. ein Blattkäfer, Galerucella sagittariae, 5. zwei Wolfspinnen, Dolomedes fimbriatus und Pirata hygrophilus, 6. eine Dickkieferspinne, Pachygnatha listeri, 7. eine Gehäuseschnecke, Cionella lubrica, 8. ein Frosch, der Moorfrosch, Rana arvalis, 9. die Sumpfschildkröte, Emys lutaria und 10. der Kranich, Grus grus. — Was den Kranich anbetrifft, so kann er als Charaktertier nur dann in Betracht kommen, wenn er Brutvogel ist. Als Zugvogel kann man ihn nämlich überall in der Provinz beob- achten. Ich selbst habe nun zwar sein Nest nicht gefunden. Da aber die im Gebiete tätigen Forstbeamten versichern, daß er dort brütet^), und da eine Verwechslung in diesem Falle ausgeschlossen ist, habe ich ihn unbedenklich aufgenommen, zumal die Lebensbedingungen im Gebiet für ihn durchaus geeignet sind. ') Herr Forstmeister MaNTEY in Darslub (Wcstpr.) teilte der Staatlichen Stelle für Naturdcnkmalpflege mit, daß auch Anfang der achtziger Jahre ein einzelnes Kranich- paar im Fenn regelmäßig gebrütet hat. lö] Die Fauna im allgemeinen 353 1. Die mit Torfmoos bestandenen Flächen. Große Flächen des Plagefenns, namentlich die mittleren Teile sind dicht mit Torfmoos bewachsen. Aus dem Torfmoos erheben sich, außer Wollgras und Seggen, meist nur vereinzelte kleine Birken oder Kiefern^). Um die Fauna dieser mit Torfmoos bewachsenen Flächen festzu- stellen, wurden folgende Fänge gemacht und in Tabelle I, S. 354—358 zusammengestellt: Fang 1 (1569)-). Am Rande des Plagefenns, im lockern hohen Torf- moos unter Erlenbüschen, neben einer freien Wasserfläche. 1 Std. 17. 4. 08. Fang II (1592). An derselben Stelle. 40 Min. 9. 6. 08. Fang III (1593). An einer sonnigen Stelle mitten im Fenn zwischen sehr zerstreuten kleinen Birkenbüschen, neben dem Übergang nach dem Heidereuterwerder; freie Wasserflächen fehlen. 1 Std. 8. 6. 08. Fang [IV] (1568). Am Bierpfuhl bei Brodowin im Walde, an einer sonnigen Stelle neben einer freien Wasserfläche. 30 Min. 26. 10. 07. Zum Vergleich sind diesen Fängen die folgenden Fänge aus dem Grunewald gegenübergestellt: Fang (I) (1570). Im Grunewaldfenn bei Hundekehle unter Krüppel- kiefern an ziemlich schattiger Stelle im grasdurchwachsenen Torf- moos. 30 Min. 8. 4. 08. Fang (II) (1571). Ebenda, aber an sonniger Stelle, in dicken Polstern von verschiedenen Moosen mit Porst usw. durchwachsen. 30 Min. 8. 4. 08. Fang (III) (1572). Im Fenn bei Paulsborn; das lockere Torfmoos ist von hohem Grase durchwachsen und enthält viel Erlenlaub, weil es unter kleinen Erlenbüschen (aber doch noch ziemlich sonnig) steht. 1 Std. 12. 4. 08. Fang (IV) (1596). Ebenda aber an sonnigerer Stelle im niedrigen dichten Torfmoos, mit Gras und Moosbeeren durchwachsen. 1 Std. 14. 6. 08. Bei allen vier Grunewaldfangplätzen fehlen freie Wasserflächen. ») Vergl. S. 81 und 195. -) Die eingeklammerten arabischen Zahlen geben die Nummer an, unter welcher die Tiere im Zoologischen Museum zu Berlin aufgehoben sind. Beiträge zur Naturdenkmalpfiege. ill 23 354 Tierwelt Tabelle 1. [16 Fänge im Torfmoos: I II m IIV] (I) ; (II) (UI) (IV) 1 Dendrocoelum lacteum . . — 1 - — — 2 Lumbriculus variegatus . . — — 2 1 — — — — 3 Helodrilus octaedrus . . . — — — — — — . — 2 4 Armadiliidium pictum . . — — — — — — 6 — 5 Porcellio conspersus . . 1 — — — — — 11 2 6 Ligidium hypnorum . . . 2 4 — — — — — — 7 Trichoniscus pusillus . . 3 1 — — — — 16 1 8 Lithobius curtipes . . . — — — 1 — — — — 9 L. calcaratus 1 — — ^ — — 1 — 10 L. erythrocephalus . . . — — — — — — — 3 11 Polydesmus illyricus . . , 4 3 — — — — 8 — 12 Polyzonium germanicum . — — — 1 — — — — 13 Craspedosoma simile . . — — — — — — 2 — 14 Nopoiulus pulchelius . . 1 — — — 7 26 — 1 15 Julus sabulosus .... — 2 — — — — — — 16 J. ligulifer 4 2 — — — — — 1 17 J. laeticollis 3 — — . — — ■ — - 2 18 Sminthurus insignis . . . — 3 — — — — — 19 Tomocerus flavescens . . 69 65 22 27 89 83 38 19 20 Isotoma palustris .... — 1 — — — — — — 21 I. viridis 7 1 2 2 4 2 8 — 22 Orchesella rufescens . . — 1 — . — 6 — 11 — 23 Lepidocyrtus albicans . . 2 3 — — — — 9 — 24 L. paradoxus — 2 — — — — 11 1 25 L. lanuginosus — — — 3 — — — 26 Entomobrya superba . . — — — — — — 5 — 27 E. nivalis — — — — 1 — — 28 E. nicoletii 1 — — — — — . — — 29 Achorutes armatus . . . — — 1 1 — — — — 30 Neanura muscorum . . . 10 2 — — 1 2 1 1 31 Apliorura armata .... — — — — 3 — — — 32 A. inermis 1 — — — — — — — 33 Aphis pruni — — — — — . — — 1 34 Phylloxera crassirostris . . — — 1 — — — 35 Tycheoides eragrostidis — — — — 1 — — 36 Stiroma albimarginata . . — — — 1 _— — 37 Liburnia forcipata . . . 2 — 1 38 L. flaveola 8 10 14 — — — 39 Cixius nervosus .... — — 1 40 Aphrophora alni (Larve) . — — — . — 1 41 Tettigonia viridis .... — — 1 — — —^ 42 Strongylocephalus agrestis . 1 — 2 — — 3 1 43 Athysanus brevipennis . . — — — — 1 4 44 Nabis ferus — — 1 1 45 Lygus pratensis .... — -- — 1 46 47 Plociomeriis luridiis . . . Lygaeiden-Larve .... 1 1 5 — — — ^^ 1 17] Die Fauna im allgemeinen 355 Fänge im Torfmoos: I II ! m [IV] (I) i (II) ! (ni) av) 48 Gerris odontogaster . . . — — — 1 — — 1 1 49 Hebrus rufescens . . . . 6 6 I 1 10 — — — 50 Salda elegantula . . . . 1 2 — — — — 1 — 51 Drosophila graminum . . — — — 1 — — — — 52 Notiphila major . . . . — — 1 — — — — — 53 Hyadina guttata . . . . — — ■ — — — — 1 — 54 Anthomyza gracilis . . . — — 1 — — — — — 55 Diplotoxa approximatonerv. 1 — — — — ~~ _ — 56 Phora pulicaria 6 — — 2 7 1 — — 57 Ph. minor — — — — 1 1 — — 58 Ph. pusilla — — — — — 1 — — 59 Stilpon graminum . . . — — — 1 1 1 — 60 Limosina nivalis .... — — — — — — 1 — 61 L. fontinalis — — — — — — 1 — 62 L. pullula 1 — 1 — — — — 63 L. longisetosa — — — — 1 — — — 64 L. parapusio 1 — — — — — — — 65 L. pumilio 1 — — — — — — 66 L. simplicimana .... — — — — 1 — — 67 L. glabra — 1 — — — — 68 L. septentrionalis .... — — 1 — — — 69 L. flavipes — — — — — — 1 — 70 L. coxata — 1 — — — — — — 71 iVlusciden-Larve II . . . — — — — — — 1 — 72 Tanypus melanops . . . — — 1 — — — — 73 Ciiironomus-Larve . . . — — — — — — 2 1 74 Cecidomyiden-Larve II . . — — — — 1 — — 75 Limnobiiden-Larve III . . — — — — — — 1 76 Crambus-Raupe .... — — — — 1 — 1 — 77 Epinepliele janira-Raupe 1 — — — — — 1 — 78 Calligenia miniata-Raupe . — — — — — — 2 — 79 Noia-Raupe — — — — — — 1 — 80 Spilosoma-Raupe .... — — — — — — 1 — 81 j Trichopteryx fascicularis — — — — — — 1 — 82 Bythinus puncticollis . . — — — — — — 1 — 83 B. bulbifer 1 — — — — — 1 1 84 Reiclienbachia fossulata 2 — — — — — 2 — 85 Cryptobium fracticorne . . — 1 — 1 2 — — — 86 Lathrobium rufipenne . . — — 1 — — 1 — — 87 Paederus riparius .... 2 — — — — — — — 88 Piiilontiius varians . . . — — — . — 1 — — — 89 Pii. aterrimus — 1 — — — 1 — 90 Piiilonthus-Larve .... — 1 1 — — — — 91 1 Quedius-Larve 1 . • . . ^ — 1 — — — 1 — 92 : Heterothops 4-pHnctula . . — — — 1 — — — — 93 Tachyporus hypnorum . . — — — 1 — ■) 4 — 94 T. chrysomelinus .... 1 — — 1 1 8 5 — 95 T. transversalis .... — 1 6 — — 1 — — 96 Stenus palustris .... — — — — — — 4 — 23* 356 Tierwelt [18 Fänge im Torfmoos 1 11 III i [IV| (IJ (11) (III) (IV) U7 Stenus impressus . . 1 , — — — — — — 98 S. juno — — — 1 — — — — 99 S. clavicornis . . . 1 — — — — — 1 ■ 100 S. nigritulus .... — — 1 — — — — 101 S. carbonarius . . . — ' — — 1 — — — — 102 S. pusillus .... — — — 1 — — — — 103 Oxytelus rugosus . . — — — — — — 1 — 104 Olophrum piceum — 1 — — — — — — 105 Hygronoma dimidiata — — — 1 — — — — 106 Myllaena dubia . . — — 1 1 — — 1 — 107 Atheta elongatula . . — — — — — — 1 — 108 Oxypoda opaca . . — — — — 1 — 2 — 109 Staphyliniden-Lar\'e {X\ . — — — — — — — 1 110 S.-Larve (XVII) . . — — — — — — — 1 111 Chaetocnema aridula — — — 1 — — — — 112 Haltica palustris . . — — — — 1 — 1 — 113 Lochmaea capreae — • — — — — 1 — — 114 Galerucella sagittariae — — '1 — — — — — 115 Chrysomeliden-Larve — — — — — — — 1 116 Stilbus atomarius . . — — — — — — 1 — 117. Lagria hirta-Larve — — — — — — 3 — 118 Cyphon padi . . . — 4 2 — — — — — 119 C. variabilis .... — 4 4 — — — . — 1 120 Telephorus rufus . . — 1 — — — — — 121 Telephoriden-Larve (XL ) • — — 1 — — — — — 122 T.-Larve (XLlll) . . 2 — — — — — 1 — 123 Lampyris-Larve . . — — — — — — 1 124 Helophorus tuberculatus — — — 1 — — 125 Anacaena limbata 3 — — — 126 Athous-Larve . . . -^ — — 1 — 127 Hydroporus-Larve — — 1 — 128 Larve XXXVllI . . . — — 1 129 Larve XXXIl . . . — — 1 — 130 Acupalpus flavicollis 2 — — 1 — 131 Pterostichus minor — — 1 132 Europhilus gracilis . — — 1 — _ 133 E. piceus 1 — — — — 134 Argutor diligens . . — 2 — — 135 Carabiden-Larve . . — 1 — 136 Myrmica rugulosa — — 1 — 3 3 2 137 M, laevinodis . . . — 5 — __ 138 Ceraphron fuscicornis — 1 — 139 Hoplogryon perminutus 1 — — — 140 H. pedestris — • — 1 141 Spilomicrus nigripes . 1 — — — 142 Diajnia dispar . . . . — — — 1 143 D. nigricornis . . . . — — 1 144 D. suspecta . . . . — — 2 .. 145 Blacus armalulus . . . — — — — — — 1 19] Die Fauna im allgemeinen 357 Fänge im Torfmoos: I II III [IVl (I) ai) (lU) av) 146 Thaumatotypus billupsi — 1 — — — — - 147 Pezomachus mediocris . . — — — — — 1 — 148 Tenthrediniden-Larve IV . — — 1 — — — ■~ 149 Obisium muscorum . . . 1 — — — — — — _ 150 O. brevifemoratum . . . — — 3 — 3 1 8 5 151 Smaris leegei 1 — 5 9 — — — — 152 Trombidium pusillum . . 6 4 — 2 1 — 1 2 153 T. purpureum 1 1 — — — — — 8 154 Thyas venusta — — — 1 — — — 155 Rhyncholophus regalis . . — — — — — 6 — 156 Rh. trimaculatus . . . . 2 6 — 1 — 1 1 157 Oribata dorsalis . . . . — — — — — — 1 1 158 0. globulus 6 4 — — — ir,9 Nothrus silvestris . . . — — — 1 — lÜO Bdella lapidaria . . . . — — 1 — — — — IUI Cyrtolaelaps nemorensis — — — — — — 1 ~ 16'2 Ologamasus calcaratus . . — — — — — 1 163 Pergamasus runciger . . — 1 — — — — 1 1 164 P. crassipes mediocris . . 3 4 5 — — — — — 165 Trochosa spinipalpis . . — — — — — 1 1 5 166 Lycosa riparia 2 — — 2 — — 1 — 167 L. sphagnicola . . 2 1 9 4 — — 5 — 168 L. puliata .... . 4 1 169 Pirata piccolo . . — — — — — — 6 170 P. hygrophilus . . 38 19 3 13 — — 1 2 171 P. latitans . . . 1 — 3 3 1 172 Zora spinimana 1 1 — — 5 2 173 Clubiona subtilis . — — — — — — 2 — 174 C. lutescens . . . — __ — _ 4 — 175 Agroeca brunnea . — — — — 1 — 1 — 176 Gnaphosa nigerrima — — 3 4 — — — 177 Sitticus caricis . . — — 1 — — — 1 178 Neon reticulatus 3 2 — — 2 3 1 1 179 Bianor aurocinctus — — — — - — — 1 180 Oxyptila trux . . — — 1 — — - 1 181 O. brevipes . 1 182 Xysticus pini . . — — — 1 2 — 183 X. ulmi .... I 1 2 ~~" : — 4 184 Hahnia elegans — 185 Phyllonethis redimita . . — — — — — 1 — 186 Pedanostethus lividus . . — — — 3 — — - 187 Theridiellum minutissimum — — — — — 1 188 Theridium bimaculatum — — — — — — 1 189 Walci-porus picipes . . . 113 Quedius fuliginosus . . 114 Q. maurorufus 115 Tachyporus hypnorum . . 116 T. macropterus .... 117 Mycetoporus splendldus . 118 Stilicus rufipes .... 119 Stenus impressus . . . 120 S. clavicornis 121 S. humilis 122 Omalium caesum . . . 123 Myllaena dubia .... 124 Astilbus canaliculatus . . 125 Tachyusa atra 126 Atheta fungi 127 A. graminicola 128 A. circellaris 129 A. pygmaea 130 Conosoma litoreum . . 131 Staphyliniden-Lar\e XI 132 Staphyl. -Larve XV . . . 133 Haltica palustris .... 131 Phyllotreta armoraciae . . 135 Galerucella lineola . . . 136 G. sagittariae 137 Meligethes brassicae . . 138 Stilbus atomarius . . . 139 Corticaria fuscula . . . 140 Microcara testacea . . . 141 Cyphon padi 142 C. coarctatus 143 Rhagonycha testacea . . 144 Telephorus rufus . . . . 145 Telephoriden-Larve XLI 146 T.- Larve XLll 1 1 1 4 1 1 1 1 1 1 1 1 2 1 1 1 2 3 1 1 4 — _ 2 1 1 1 1 1 - 1 2 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 - 1 1 1 4 2 1 1 1 1 3 1 1 1 ■ 3 1 1 2 1 _ i 1 - 1 1 1 1 1 ~l 1 2 — _ i 1 ~ 1 1 1 - 2 1 __ — 1 - ll \- 1 1 — - 3 1 1 ~ 366 Tierwelt [28 Fänge im Erlendetritus : \' i VI Vll VIII IX [X] [Xll'lXIIl xin XIV XV (V) (VI)'(VII)' (VIII) 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 180 181 182 183 184 185 186 187 188 189 190 191 192 193 194 195 190 Teleph.-Larve XLIII . . . Cercyon lugubris . . . Anacaena limbata . . . Philydrus frontalis . . . Nargus velox Lagria hirta-Larve . . . Athous-Larve Dolopius marginatus . . llybius obscurus .... Carabus nemoralis . . . Notiophilus aquaticus . . Dromius sigma .... Trechus 4-striatus . . . Calathus melanocephalus . Pterostichus minor . . . P. oblongopunctatus . . Europhilus gracilis . . . Anchus obscurus . . . Stomis pumicatus . . . Argutor strenuus .... A. diligens Leptothorax acervorum Myrmica laevinodis . . . M. ruginodis Lasius alienus L. fuliginosus Habrocytus simulans . . Spilomicrus compressus . Paramesius elongatus . . Blacus armatulus .... Aspilota ruficornis . . . Microgaster posticus . . Parapambolus rufigaster . Pezomachus tonsus . . . P. transfuga P. mediocris P. audax P. detritus P. integer Tenthrediniden-Larve II T.-Larve V T.- Larve VI Obisium muscorum . . . Nernastoma lugubre . . Acantholophus tridens . . A. palpinalis Liobunum blackwalli . . Platybunus corniger . . Smaris leegei Trombidium ) - ungul-4um 1 1 1 2 1 2 .2 1 1 2 2 8 3 5 1 1 3 1 1 3 1 1 1 1 1 1 2 2 1 1 1 1 4 1 •) 3 1 2 1 1 1 1 1 20 1 6 1 1 5 1 1 1 2 1 3 1 13 1 3 1 1 1 16 2 1 1 1 1 10 2 3 1 2 14 1 2 1 4 1 2 1 9 1 1 1 1 1 1 2 9 4 1 1 1 1 1 1 1 24 1 1 4 1 1 16 29] Die Fauna im allgemeinen 367 Fänge im Erlendetritus : V VI vn VIII IX [X] [XI] LXii] xni XIV XV (V) (VI) (VII) (vni) 197 Rhyncholophus regalis . - 1 — — — — — — — — — - 2 — — 198 Ixodes ricinus .... — — — — — — — — — 4 1 — — — — 199 Linopodes motatorius . — — — — — — — — 1 — — — — — — 200 Nothrus palustris . . . — — — — — — — — — — 1 — — — 201 Holostaspis tridentinus — — — — — 2 — — — — — - — — 202 Cyrtolaelaps nemorensis — — 1 — — — — 1 3 2 10 — — 1 1 203 Parasitus cornutus . . — — — — — — 1 — — — — — — — — 204 P. kempersi — — — — — — — — — — — 1 — — 20.') P. oudemansi .... — — — — — — — — — 1 — — — — 206 Pergamasus septentrionalis — 2 4 — — — 3 1 — 4 — 1 2 — 1 207 Dolomedes fimbriatus . — — — — — — — — 1 — — — — — — 208 Tarentula aculeata . . — 1 — — — — — — — — — — — — — 209 Trochosa ruricola . . — — — — — — 1 — — — — — — — — 210 T. spinipalpis .... — — — 1 — — — — — — — — — 2 — 211 T. terricola — — 4 — — — — — 1 — — — 2 — — 212 Lycosa chelata . . . — 6 — — — — — — — 3 — — — — 213 Pirata piraticus . . . — 1 — — — — — — — — — — — — 214 P. hygrophilus . . . 11 13 2 1 20 — 2 1 1 6 9 7 7 1 215 P. latitans — 1 1 — — — — — — — — — — — 216 Zora spinimana . . . — — 1 — 5 — — — — 2 3 — — — 217 Clubiona holosericea . — 1 — — — — — — — — — — — 218 C. phragmitis .... -i 1 — — — — — — — — — — - — — 219 C. lutescens .... 2 — — — 13 2 2 4 — 1 1 6 4 — 4 220 Anyphaena accentuata . — — — — 1 — — — — 1 1 — — — — 221 Agroeca brunnea . . . — — 1 1 2 — — — — — — 1 1 3 — 222 Euophrys maculata . . — — — — — — — — — — — — 1 — — 223 Sitticus caricis .... — — — — 1 — — — — — — — — — 224 Neon reticulatus . . . — — 2 — — — — 1 1 — 1 1 2 1 225 Tibellus oblongus . . — 1 — — — — — — — — — — — 226 Philodromus aureolus . — — — — 1 — — — 1 — — — — — — 227 Oxyptila trux .... — — — — — — — — — — — 1 ■ 2 1 1 228 O. brevipes — — 1 — - — 2 — — — 1 — — — — 229 Xysticus ulmi .... 1 — — — — — — — — — — — — — — 230 X. lateralis — — — — — — — — — 1 — — — 231 Hahnia pusilla . . . — — — — — — — — — — 1 — — — — 232 Cicurina cicurea . . . — — 1 — — — — — — — — — — — 233 Episinus truncatus . . — — — — 6 — — — — — — — — — — 234 Phyllonetliis redimita . — — 1 1 — — 1 1 — 1 9 1 2- — 1 235 Pedanostethus lividus . — — — 2 — 1 — — 1 — 1 — 236 Gonatium isabellinum . 1 — — — 5 1 — — — 1 2 — — . — — 237 Walckenaera obtusa . . — — — — — 1 1 2 — — — — — 1 238 W. acuminata .... — — — — — — — — — — 2 1 2 — — 239 Dicymbium nigrum . . — — — — — — — — — — 1 — — 240 Gongylidium rufipes — — — 1 1 — 1 — — — 1 8 1 241 Minicia sundevalli . . — — — — — — — 2 — — — — — — 2 242 Peponocranium pumilus — — — — — — 2 1 — — — — 2 — 1 243 Metobobactrus brunneipes — — 1 — — — — — "- — — — — — 244 Micryphantes ovatus _ — — — — — — — — 2 — — — — — 245 Erigonella latifrons . . . - 2 — 1 — 1 2 — 1 5 12 — — — 240 E. hiemalis — I_ — — — — — — 8 2 — — — — 368 Tierwelt (30 Fänge im Erlendetritus: \' VI •V\l VIII IX |X] (XIllXII) XIII XIV XV (Vj (VI) (VII) (vni) 247 248 249 250 251 252 253 254 255 256 257 258 259 260 261 262 263 264 265 266 267 268 269 270 271 272 273 274 275 276 277 278 279 280 281 282 283 284 285 286 287 288 289 2f»0 291 292 293 294 295 296 Gongylidiellum murcidum Savignia frontata .... S. picina S. sulcifrons Micronetaria viaria . . . Leptorrhoptrum conigerum Anomalaria subtilis . . . Macrargus rufus .... Centromerus expertus . . C. sylvaticus C. pabulator Stemonyphantes lineatus . Floronia frenata .... Linyphia montana . . . L. resupina-domestica . . L. clathrata Tapinopa longidens . . . Leplithyphantes cruciger . L. cristatus L. tenebricola L. tenuis L. flavipes L. angulipalpis .... L. mansuetus ..... Bathyphantes concolor . . B. nigrinus B. parvulus Ero furcata Tetragnatha solandri . . T. extensa Pachygnatha clercki . . . P. listeri Meta reticulata .... Atea diodia Atea patagiata .... Arion ater A. subfuscus Limax laevis Zonitoides nitida . . • . Hyalina pura ... H radiatula H. nitidula Acanthinula aculeata . . Fruticicola fruticum . . . Conulus fulvus .... Helix nemoraiis .... Succinea putris .... Cionella lubrica .... Pupa edentula Carychium minimum . . 2 1 1 7 2 4 1_ 1 1 2 1 1 1 2 2 1 9 4 1 1 1 1 1 1 3 1 1 4 2 1 3 1 2 1 1 1 2 1 1 1 3 3 1 2 1 8 1 3 1 1 2 1 16 1 2 1 1 1 2 2 1 1 4 2 6 1 1 5 _ 1 2 3 1 4 2 1 1 1 1 1 3 1 2 2 1 2 1 1 1 17 1 1 1 6 1 1 5 1 1 9 1 1 1 1 2 9 1 12 1 1 2 5 2 1 3 2 1 1 "2 17 1 2 «-> 1 1 1 3 1 3 3 1 1 1 1 2 1 8 3 1 2 1 1 1 4 2 1 1 3 - 1 12 7 1 3 1 3 2 2 2 3 6 2 1 1 1 ~ 1 1 1 "~ 1 2 1 2 2 1 3 1 31] Die Fauna im allgemeinen 359 auch hier, daß einige Arten in den Erlenbeständen des Reservates häufig sind, die in denen des Grunewaldes fehlen und umgekehrt. Als Charakter- tiere der Erlenbestände des Plagefenns, denen des Grunewalds gegen- über, seien genannt: Ligidium hypnorum, Polyzonium germanicum, Actobius cinerascens, Omalium caesum, Nargus velox, Anchus obscurus, Gonatium isabellinum, Erigonella latifrons, Lephthyphantes cristatus, Bathyphantes nigrinus und Arion ater. Diesen stehen als Charaktertiere der Grunewalderlenbrüche gegenüber Penthetria holosericea, Gongy- lidium rufipes und Zonitoides nitida. Nicht alle hier genannten Charaktertiere sind für unsere Betrachtung gleich wichtig. Bisweilen ist nämlich das Fehlen oder Vorhandensein einer Tierart durch untergeordnete Nebenumstände bedingt. Als Beispiel sei die gemeine Wegschnecke, Arion ater genannt. Sie liebt, wie der deutsche Name besagt, besonders die Wege. Namentlich in Gegenden mit durchweg leichtem Boden, wie die Provinz Brandenburg es ist, wird sie fast nur auf Wegen gefunden. Lockeres Sandland ist für sie nämlich nicht passierbar. Es ist wahrscheinlich daß sie in den Erlen- brüchen des Grunewaldes nur deshalb fehlt, weil diese nicht von Wegen in ausgedehnterem Maße berührt werden. — Zonitoides nitida ist, wie die nächste Fangserie zeigen wird, im Plagefenn keineswegs selten. Sie kommt in den Erlenbrüchen des Grunewaldes im Gegensatz zu denen des Plagefenns wahrscheinlich nur deshalb vor, weil in ihnen niedere Pflanzen reichlicher vertreten sind. Der Gegensatz schrumpft also bei genauem Hinsehen erheblich zusammen. Immerhin bleibt ein solcher bestehen und dieser Gegensatz läßt sich wohl nur dadurch erklären, daß der Kalkgehalt an den Rändern des Plagefenns größer ist als in den Edenbrüchen des Grunewalds. Freilich fehlt der Kalkgehalt in dem Bruchgelände des Grunewaldes nicht ganz, wie das Vorkommen von Helix nemoralis beweist, und andererseits ist der Kalkgehalt der Plage- fennränder nicht sehr bedeutend, wie die schwarze Farbe der Weg- schnecke dies erkennen läßt^), ein Gegensatz im Kalkgehalt dürfte aber tiotzdem bestehen und sich aus der Lage des Plagefenns zwischen Endmoränen erklären. Von dem Kalk der Silurgesteine der Endmoränen wird entschieden ein Teil durch kohlensäurehaltiges Wasser dem Sumpf- ') Auf sehr kalkreichem Boden wird Arion ater rotbraun (Naturwissenschaftliche Wochenschrift N. F. Bd. 6, 1907, S. 607). Beiträge zur Naturdenknialpflege. III 24 370 Tierwelt [32 gelände zugeführt werden und es ist sehr wahrscheinlich, daß dieser Kalk es ist, der den oben genannten Tieren die Existenz ermöglicht. Die Erlenbruchbewohner kommen übrigens, wie die obige Tabelle zeigt, auch innerhalb desselben Erlenbestandes keineswegs überall gleich häufig vor. Manche lieben mehr die trockeneren Ränder, manche mehr die feuchtesten und nassen Teile. Von den beiden überall in Erlen- brüchen häufigen Asselarten findet sich Porcellio conspersus mehr in den höher gelegenen Teilen, Trichoniscus pusillus mehr in den tieferen Lagen, ja man trifft die letztere oft in kleinen Bodeneinsenkungen und zwischen den tieferen, dauernd nassen Laubschichten des Bodens an denselben Orten, wo Porcellio conspersus mehr die kleinen Erhöhungen neben den Stämmen und die oberflächlichen Laubschichten bewohnt. Zwei besonders im Plagefenn vertretene Spinnenarten Centromerus sylvaticus und Lephthyphantes cristatus lieben noch mehr als Porcellio conspersus die trockenen Teile. Die von ihnen zahlreich bewohnten Orte können schon als Übergang zu den trockenen Bodenflächen, auf die wir weiter unten zurückkommen müssen, betrachtet werden. Auch der Grad -der Beschattung ist von großem Einfluß. Während manche Formen, wie Polyzonium germanicum, Lephthyphantes cristatus und Pirata hygrophilus mehr den tieferen Schatten lieben und deshalb besonders in hohen Erlenbeständen zu finden sind, kommen andere Formen wie Anchus obscurus und Erigonella latifrons mehr im niedrigen Gebüsch vor. 3. Flächen, die mit niederen Sumpfpflanzen dicht bestanden sind. Niedere Sumpfpflanzen verlangen, ebenso wie Torfmoos, eine ziemlich starke Belichtung; deshalb kommen im Schatten hoher Erlen niedere Pflanzen niemals in so dichten Beständen vor, daß sie auf die Bodenfauna einen erheblichen Einfluß hätten. Nur am Ostrande des Plagewerders und an einigen anderen Stellen geringeren Umfangs kommen niedere Sumpfpflanzen in so dichten Beständen vor, daß sie eine besondere heliophile hygrophile Bodenfauna bergen'). — Drei Fänge wurden in derartigen dichten Beständen von *) Vergl. die Scliilderung der Übergangsmoorc, Wiesenmoore und Sumpfwiesen S. 84 und 181, die der Zoologe in anderer Weise unterscheiden muB nls der Botaniker.. 33] Die Fauna im allgemeinen 371 Sumpfpflanzen gemacht, zwei fern von allem höheren Sumpfgebüsch und einer in der Nähe höherer Erlen. Sie wurden mit einem im nassen Anspülicht am östlichen Ufer des Sees, an ebenfalls sonniger Stelle gemachten Fang in Tabelle 3, S. 372 — 373 zusammengestellt. Fang XVI (1657). Am Ostrande des Plagewerders zwischen hohen Sumpfgräsern am feuchten Boden. 40 Min. 20. 9. 08. Fang XVII (1658). An derselben Stelle, zwischen Sumpfgräsern mit ein- zelnen Schilfrohrhalmen. 1 Std. 2. 10. 08. Fang XVIII (1659). Am westlichen Rande des Plagefenns zwischen Sumpfgräsern mit Iris usw. in der Nähe von Erlenbüschen und (westlich) hohen Erlen. 1 Std. 3. 10. 08. Fang XIX (1660). Am Ostufer des Plagesees an einer kahlen ziemlich sandigen Stelle im nassen Anspülicht zwischen einzelnen Seggen- büscheln. 1 Std. 2. 10. 08. Als häufige Charaktertiere der Sumpfgrasbestände ergibt die Tabelle zwei Cicaden, Liburnia forcipata und Deltocephalus pascuellus, zwei Wanzen, Brachytropis calcaratus und Salda elegantula, zwei Käfer, Paederus riparius und Anacaena limbata , eine kleine Schlupfwespe Blacus armatulus, sieben Spinnen, Dolomedes fimbriatus, Xysticus ulmi, Stylothorax apicata, Lophomma punctatum, Centromerus expertus, Bathyphantes gracilis und Pachygnatha clercki und eine Schnecke, Succinea pfeifferi. Manche von den Sumpfgrasbewohnern sind so sciophob, daß sie auch die Nähe des Gebüsches meiden und sich deshalb nur in den beiden ersten Fängen finden. Dahin gehören zwei Cicaden, Conomelus limbatus und Dicraneura citrinella und fünf Spinnen, Pirata piraticus, Pirata piscatorius, Erigonella ignobilis, Bathyphantes pullatus und Tetra- gnatha extensa. Andere lieben umgekehrt den Halbschatten oder den Schatten in dem Maße, daß sie nur in der Nähe von Gesträuch oder Bäumen häufig auftreten und deshalb nur im dritten Fang in größerer Zahl sich finden. Dahin gehören eine Assel, Ligidium hypnorum, fünf Spinnen, Dicymbium nigrum, Stylothorax apicata, Mengea marchica, Bathyphantes approximatus und Tetragnatha solandri, und eine Schnecke, Trichia hispida. 372 Tierwelt Tabelle 3. [34 Fänge zwischen Sunipfgräsern lind iui Anspülicht: XVI XVII XVIII XIX 1 i 48: — 1 — 2 49 — — 1 — 50 ; 1 — 1 — 51 3 — — 1 52 — — 8 — 53 — — 3 — 54 8 2 37 — 55 — — 1 — 56 — — 2 — 57 — — 4 — 58 — — 1 — 59 — — 1 — 00! 1 — 1 — 61 8 12 18 —- 62 — — — 4 63 1 4 6 — 64, — 5 1 — 65 1 — — — 66' — 1 1 — 67 6 5 — — 68 1 7 5 — 69 2 — — — 70 1 1 1 — 71 1 1 1 — — 72: — — 1 — 73 i 5 1 — — 74! — — 1 — 75 7 — — — 76 — 1 — — 77 — 2 1 — 78 — — 1 — 79 — — 1 — 80 — — 1 — 81 1 7 — — 82 — — 1 fi 83 1 — — — 84 — — 1 — 85, 1 — — — 86 1 1 — — 87 1 — 1 — 88! — — 1 80 1 — — 90 — — — 1 91 — 1 — 92 — — — 1 94 Fänge zwischen Sumpfgräsern und im Anspülicht: XVI ' XVII XVIIl 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 Lumbriculus variegatus Henlea ventriculosa Octolasium lacteum Helodrilus octaedrus . Eiseniella tetraedra Allolobophora limicola Porcellio conspersus . Ligidium hypnorum . Trichoniscus pusillus . Craspedosoma simile Polydesmus illyricus . Polyzonlum germanicum Julus ligulifer . . . Papirius minutus . . Tomocerus flavescens Isotoma palustris . . Orchesella rufescens . Lepidocyrtus albicans Phorodon humuli . . Aphis brassicae . . . Conomelus limbatus . Liburnia forcipata . . L. flaveola .... Tettigonia viridis . . Strongyloceph. agrestis Acocephalus rivularis Dicraneura citrinella . Eupteryx aurata . . . Deltocephalus pascuellus Thamnotettix sulphurellus Brachytrophis calcaratus Monalocoris filicis . . Lygus pratensis . . . Plociomerus fracticollis Salda elegantula . . S. saltatoria .... Ascia 4-maculata . . Oscinella rugulosa Phora pulicaria . . . Ph. ciliata Limosina pullula . . L. pseudonivalis . . Musciden-Larve 1 . . M.-I.arve II .... Sciara pcctoralis . . Tanypus-I.arve . . . Cecidomyiden-Larve I Cecidomyiden-Larve II Tipula ochracea . . Tipula-Larve 11 . . Gonomyia-Larve Geometriden-Raupe I G.-Raupe V . . . Hadena-Raupe . . Polia chi-Raupe . . Leucania albipuncta-Raup Callimorpha dominula-R Lathrobium quadratum Philonthus quisquiliarius Actobius cinerascens Paederus riparius . Quedius fuliginosus Quedius-Larve IV . Tachyporus transversalis Stenus latifrons . . . S. bifoveolatus . . . S. juno S. carbonarius . . . S. buphthalmus . . . Myllaena dubia . . . Cyphon variabilis . . Telephoriden-Larve IX Coelostoma orbiculare Cercyon lugubris . . Chaetarthria seminulum Anacaena limbata . . Philydrus coarctatus . Helocharfcs griseus Chrysocharis viridicoxis Serphus calcar . . . Blacus armatulus . . HemiteICs solutus . . Phygadeuon trichops . Ph. rugipectus . . . Microcryptus gravipes Tenthrediniden-Larve I T.-Larve II .... T.-Larvelll .... T.-Larve IV ... . Acantholophus tridens A. palpinalis .... Liobunum blackwalli . Actineda vitis . . . Linopodes motatorius — 1 — 1 5 ! 1 j — ; 1 I 1 1 2 1 3 1 9 1 ! - 1 2 I 1 ; I 1 I 35] Die Fauna im allgemeinen 373 Fänge zwischen Sumpfgräsern und im Anspüliciit: XVI XVII XVIII XIX 1 — — — 1 — 2 — 5 1 — — — 11 2 — 15 — 3 20 1 2 2 — — 7 — 1 1 2 1 1 2 — 1 8 5 — 2 1 10 3 2 1 2 7 — 1 — — — 1 Fänge zwischen Sumpfgräsern und im Anspülicht XVI XVII Ixvm XIX 95 Bdella lapidaria . . . i)6 Parasitus oudemansi . 97 Pergamasus crassipes . 98 Dolomedes fitnbriatus 99 Trochosa spinipalpis . 100 Lycosa pullata . . . 1 101 Pirata hygrophilus . . 102 P. piraticus .... 103 P. piscatorius . . . 104 P. latitans .... 105 Zora spinimana . . . 106 Clubiona subtilis . . 107 C. phragmitis . . . 108 C. lutescens .... 109 Argyroneta aquatica . 110 Evarcha blancardi . . 111 Oxyptila trux . . . 112 I O. brevipes .... 113 Xysticus ulmi . . . 114 Theridium bimaculatum 115 Walckenaera obtusa . 116 Dicymbium nigrum 117 Tachygnatha dentata . 118 Styiothorax fusca . . 119 S. apicata 120 S. retusa 121 Lophomma punctatum 122 Erigonella ignobilis 123 Gongylidiellummurcidum 124 Savignia crassiceps . . 6 2 2 8 7 3 1 1 3 5 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 1.39 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 Erigone atra . . . E. dentipalpis . Centromerus expertus C. silvaticus . . . Floronia frenata Linyphia montana . L. clathrata . . . Lephthyphantes tenuis Lephth. cristatus Mengea marchica . } Sintula aeria . . . Bathyphantes nigrinus B. approximatus B. pullatus . . . B. dorsalis . . . B. gracilis .... Tetragnatha extensa T. solandri . . . Pachygnatha listeri P. clercki .... Atea cornuta . . . Limax laevis . . . Vitrina pellucida , Zonitoides nitida . I Trichia hispida . . t Limnaea truncatella Succinea pfeifferi Cionella lubrica . . Carychium minimum I ^^ 1 1 2 1 1 15 o 3 4 1 1 1 3 4 5 1 1 5 2 2 1 Welche von den genannten Formen dem Plagefenn spezieller eigen sind, läßt sich nicht erkennen, weil keine Parallelfänge aus anderen Gebieten vorliegen. 4. Freies Seeufer mit Anspülicht. Da die Ufer des Plagesees meist dicht mit Schilfrohr, Binsen usw. bewachsen sind, trifft man Tiere, die im Anspülicht leben, nur an wenigen Punkten. Ich habe nur einzelne derartige Punkte am Ostufer auffinden können und einen dort gemachten Fang der vorigen Tabelle als Fang XIX eingefügt. Von den vielen Tieren, die dem Anspülicht speziell eigen sind, seien hier nur die im Fange mehrfach vertretenen hervorgehoben: 374 Tierwelt [36 Ein Springschwanz, Isotoma palustris, eine Springwanze, Salda salta- toria, eine Mückenlarve, Tipula II, drei Käfer, Stenus buphthalmus, Philonthus quisquiliarius und Coelostoma orbiculare, eine Schlupfwespe, Phygadeuon rugipectus, und vier Spinnen, Trachygnatha dentata, Stylo- thorax fusca, Savignia crassiceps und Erigone atra. Auch hier läßt sich nicht erkennen, welche Arten dem Plagefenn- gebiete spezieller eigen sind. B. Die höheren Teile des Reservates. Als höher gelegene Teile des Reservates kommen folgende Punkte in Betracht: 1. die als Werder erscheinenden Erhebungen innerhalb des Fenns, der Heidereuterwerder, der Plagewerder und der Reiher- werder, 2. der Rand des Fenns, namentlich der Südwestrand und das Westufer des nördlichen Teils bezw. des Nordzipfels vom Plagesee und 3. der mit Buchen bestandene etwa 40 m über dem Spiegel des Sees sich erhebende Hügel, der als westlichster Ausläufer des Reservates erscheint. Die Fauna dieser höheren Teile wird am meisten beeinflußt durch den Grad der Beschattung und die mit der Beschattung in enger Be- ziehung stehende Dichtigkeit der niederen Pflanzendecke am Boden. 1, Stärker beschattete, fast vegetationslose Bodenflächen. In der folgenden Tabelle habe ich die auf stark beschattetem und fast vegetationslosem Boden gemachten Fänge zusammengestellt, obgleich noch ein scharfer Gegensatz besteht, je nachdem die Flächen von Nadel- holz oder von Buchen bestanden sind. Den auf Nadelwaldboden ge- machten Fängen konnten wieder einige Fänge aus dem Grunewald gegenübergestellt werden. Fang XX (1582). Im Buchenwalde, am Fuße des Hügels, unter Laub. 15. Min. 27. 10. 07. Fang XXI (1583). Ebenda. 30 Min. 16. 4. 08. Fang [XXII] (1584). Neben den Teufelskuten, am Wege nach Chorin, im Buchenwalde unter Steinen. 20 Min. 16. 4. 08. Fang XXIII (1587). An derselben Stelle wie Fang XX und XXI. 1 Std. 9. 6. 08. <37] Die Fauna im allgemeinen 375 Fang XXIV (1599). Neben einem Wassertümpel im Buchenwalde, unter nassem Laub. 1 Std. 21. 6. 08. Fang [XXV] (1670). Bei der Försterei Liepe, im hochstämmigen Kiefern- walde neben dem Wege, unter Steinen. 20 Min. 6. 10. 08. Fang XXVI (1573). Auf dem Plagewerder, zwischen älterem Kiefern- Stangenholz, in dünner Kiefernnadelschicht, neben den Stämmen. 30 Min. 27. 10. 07. Fang XXVII (1574). Ebenda. 30 Min. 17. 4. 08. Fang XXVIII (1591). Am Westrande des Plagefenns unter Fichten, in einer dicken Schicht von Nadeln, Tannenzapfen und Zweigen. 1 Std. 9. 6. 08. Fang (IX) (1575). Zwischen Kiefern-Stangenholz bei Dahlem im Grune- wald, in fast vegetationsloser dünner Nadelschicht. 30 Min. 16.2.08. Fang (X) (1576). Ebenda. 30 Min. 8. 3. 08. Fang (XI) (1577). Zwischen Kiefern-Stangenholz in der Nähe von Onkel Toms Hütte, im völlig vegetationslosen Boden. 30 Min. 5. 4. 08. Die Fänge sind in Tabelle 4, S. 376—379 zusammengestellt. Aus der Tabelle erkennt man zunächst, daß einige Formen in der Detritusschicht des Kiefern- und Buchenwaldes gleich häufig sind. Als solche Tiere seien genannt: Helodrilus octaedrus, Lithobius forficatus, Leptis-Larven und Pterostichus oblongopunctatus. • Größer als die Übereinstimmung ist der Gegensatz. Es ergibt sich das aus folgendem. a) Nadelwaldboden. Mehrere Tierarten kommen sowohl im Grunewald als im Plage- fenngebiet in der oberen Schicht des Nadelwaldbodens häufig vor. Da- hin gehören: Lithobius erythrocephalus, Orchesella cincta, Xantholinus linearis, Calathus micropterus, Clubiona erratica und Macrargus rufus. Ein Unterschied tritt schon bei den Springschwänzen zutage. Während im Grunewald Tomocerus vulgaris häufig ist, findet man im Reservat Tomocerus flavescens in größerer Zahl. Aus den früheren Fängen geht hervor, daß die letztere Art ein sehr hygrophiles Tier ist; deshalb dürfen wir wohl annehmen, daß ihr Vorwalten im Reservat auf einen größeren Feuchtigkeitsgehalt des Bodens zurückzuführen ist. Im Reservat sind 376 Tierwelt [38 Tabelle 4. Fänge unter Buchenlaub und Kiefernnadeln: XX XXI [XXII] XXIII XXIV ixxvi XXVI xxvnixxvm (IX) (X) (XI) 1 Mesenchytraeus setosus _ 4 _ 2 Henlea ventriculosa . . . — — — — 1 1 _ 3 Octolasium lacteum . . . — — 6 1 — — — — — _ 4 Eisenia rosea — — — 4 ^— _ 5 Helodrilus octaedrus . . 2 1 3 4 4 3 1 2 1 7 7 6 H. constrictus — 1 — 1 — — — 1 1 7 Lumbrlcus rubellus . . . 10 5 6 8 4 10 _ 8 Allolobophora caliginosa . — 2 4 — — — — — 9 Porcellio conspersus . . . — — — 1 — — — — 10 Ligidium hypnorum . . . — — — — 4 — — — — — . — 11 Trichoniscus pusillus . . — — — 1 18 — — __^ 12 Schendyla nemorensis . . — — — — — — — — 2 13 Lithoblus forficatus . . . 2 1 2 — — 6 1 2 1 1 2 14 L. curtipes — 1 2 1 — — — — — — 15 L. calcaratus — — — — — 1 — 1 2 1 1 2 16 L. erythrocephalus . . . — 3 — — — — 1 3 5 — — 3 17 L. mutabilis — — 3 10 2 — — — 2 1 1 18. Polyxenus lagurus . . . — — — — — — — — 1 — — 19 Polydesmus illyricus . . — — — — o — — 1 — — — 20 Leptophyllum nanum . . — 1 1 1 — — — — — — — 21 Julus sabulosus .... — — 2 __ _ 22 J. ligulifer . , . — — — 2 3 — — 2 — — 23 Tomocerus vulgaris 3 1 — — — — — — — 9 8 29 24 T. flavescens . . — 5 1 10 11 33 38 11 3 2 1 25 Isotoma viridis — — — _^ 1 2 26 Orchesella cincta . — — — — — 1 3 5 11 27 0. rufescens . . . — — — — — — 5 2 4 7 ^_ 28 0. bifasciata . . — — — 1 _ 29 0. 5-fasciata . . — — — 1 — 2 1 __ 30 Lepidocyrtus albicans . . — — — 1 1 — — — — 31 L. lanuginosus — — 1 — — — 5 — 2 1 32 Parentomobrya plagiensis . — — — — — — 2 — — — — 33 Entomobrya muscorum . . — 6 1 5 4 — — — 34 E. nivalis — 8 __ 35 E. nicoletii — — — — — - 1 36 Achorutes socialis . . . — — — — — — __ — — 2 37 Anurophorus laricis . . . — — — — — — — 3 38 Aphorura inermis .... — — — 1 _ _ 39 Chelidura acanthopygia 1 — — — - — — . — — _ 40 Caecilius flavidus . . . — — 2 41 Newsteadia floccosa . . . — 8 — 2 _ . 42 Gnathodus angustus . . — — — — — — 1 — 43 Ceraleptus lividus . . . — — — — __ 1 44 Peritrechus geniculatus . . — — — — — — 1 — 45 Nabis ferus -— 1 46 Anthomyia flaveola . . . — — — 1 — — — — 47 Phora lugubris . . 2 — — — — — — — 39] Die Fauna im allgemeinen 377 Fänge unter Buchenlaub und Kiefernnadeln: XX XXI [XXII] XXIII XXIV [xx^^ XXVI XXVII XXVIII (IX) (X) (XI) 48 Phora pulicaria 49 Ph. minor . . . 50 Ph. pleuralis . . 51 Bicellaria rufa . . 52 Platypalpus fagorum 53 Limosina crassimana 54 Borborus equinus 55 B. nigriceps . . 56 Leptis- Larve 57 Thereva- Larve . 58 Empis- Larve 59 Platyura bicolor 60 Boletina sciarina 61 Mycetophila punctata 62 Mycethophiliden- Larve 63 Sciara lutea . . . 64 S. fucata .... 65 S. 5-lineata . . . 66 S. spectrum . . . 67 S. lugubris . . . 68 Culex nemorosus . 69 1 Chironomus viridis 70 ■ Ch. pallidicollis 71 Chironomus -Larve 72 i Hormomyia lentipes 73 Dasyptera haemorrhoidali 74 Tipula nubeculosa 75 Tipula vernalis- Larve 76 Tipula -Larve 1 . . 77 ' Bibioniden- Larve 78 Cecidomyiden- Larve II 79 C- Larve lil . . . . 80 Lasiocampa pini- Raupe 81 Lathrobium brunnipes 82 , Xantholinus linearis . 83 Habrocerus capilJaricornis 84 Othius melanocephalus 85 O. punctulatus . . 86 Philonthus decorus 87 Ph. fuscipennis 88 Ph. varius . . 89 Quedius picipes 90 Q. fumatus . . 91 Q.- Larve I . . 92 Q.- Larve II . . 93 Q- Larve VI 94 Tachyporus obtusus 95 Stenus humilis 96 Omalium caesum . 3 1 1 1 8 3 I - 1 - 1 — 12 3 378 Tierwelt [40 Fänge unter Buchenlaub ^^ und Kiefernnadeln: XXI [XXII] XXIII XXIV [XXV XXVI XXVII XX VIII (IX) (X) |(XI) 97 Atheta circellaris .... — 1 1 _ 1 1 , — 98 A. pygmaea — — — — — — — 1 — — 99 Staphyliniden-Larve X . . — — — — ■:-) — — 1 1 100 S.-Larve XV — — — — 1 — 1 I 1 101 Halyzia conglobata . . . — — — 1 _ 102 Orchestes fagi — — — 2 1 — — j — 103 Strophosomus rufipes . . — — — — . 1 1 1 . _ 1 104 Haltica palustris .... — — — ^ — — — — — 1 — 105 Haplocnemus nigricornis . — — — — — — — — 1 — — — 1 106 Cyphon padi — — — — — — 1 — 107 C. variabilis — — — — 2 „ _ 108 Telephoriden-Larve XLIII . 1 — — — _ 1 _ 109 Geotrupes silvaticus . . . — — — — — — 1 . — 110 Nargus velox — — — -. O — — — — 111 Corymbites aeneus . . . — — — — — — 1 1 — — — — 112 Athous vittatus .... — — 1 — _ 113 Athous-Larve XXVIl . . . — _ — — - — — 1 114 Rhantus grapii — — — — - - 1 — — 115 Carabus violaceus . . . — — — 1 1 _ 116 C. nemoralis — — 1 1 _ 117 C. hortensis — _^ . 1 1 _ 118 Nebria brevicoUis .... — — 1 — 119 Leistus ferrugineus . . . — — — — _ 1 120 Notiophilus biguttatus . . — — — — - — 1 1 — — — 1 121 Trechus 4-striatus .... — — 4 — _ 122 Calathus micropterus . . — 1 — — 1 9 2 1 17 1 7 123 C. melanocephalus . . . — — — — — — — — 2 — 2 124 Pterostichus niger . . . — — 3 — — 125 P. oblongopunctatus . . — 2 2 — 3 5 4 4 2 — 126 Abax striola-Larve . . . 1 — 1 — — — — 127 Europhilus gracilis . . . — — — 1 __ — 1 — 128 Myrmica ruginodis . . . — — — — 8 — 129 M. laevinodis — — — — — — 1 — — 130 Lasius flavus — _ 1 _ i 131 Tenthrediniden-Larve VI . — — — — 3 — 132 Obisium niuscorum . . . — — 1 1 — 2 2 — 133 Nemastoma lugubre . . — — 1 — — — 134 Acantholophus tridens . . — — 4 4 1 — — 1 . — — 135 A. palpinalis — — — 1 1 3 — — 1 — 136 Platybunus corniger . . . — — — — — -- I 1 -' 1 — 137 Mitopus morio — — 2 1 — 2 _ 1 138 Trombidiuni philogeum — 1 1 — — — 1 — — — 139 Cyrtolaelaps ncmorensis — — 2 1 1 140 Parasitus oudemansi . . . — 1 — ' 141 Pergamasus septentrionalis — 3 1 3 5 142 Trochosa terricola . . . 1 1 4 2 1 143 Lycosa chelata — — — — 1 — 1 . — 144 Zora spinimana .... — — — 1 145 Anyphaena accentuata . . — 1 — — — — — — — — — 41] Die Fauna im allgemeinen 379 Fänge unter Buchenlaub und Kiefernnadeln: XX XXI [xxni XXIII XXIV [XXV] XXVI xxvii' xxvin ax) (■X)'(XI) 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 162 163 164 165 166 167 Clubiona holosericea C. erratica .... C. terrestris .... Agroeca brunnea . . Apostenus fuscus . . Drassodes troglodytes Euophrys maculata Neon reticulatus . . Dendryphantes rudis Philodromus dispar . Xysticus pini . Cicurina cicurea . . Segestria senoculata . Harpactes hombergi . Phyllonethis redimita Pedanostethus lividus Waickenaera obtusa . W. cucullata .... Minicia sundevalli Micryphantes ovatus Savignia frontata . . S. picina ... 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 3 1 1 1 3 2 1 1 1 2 2 3 1 -) 4 1 1 1 2 1 2 1 o *-> 1 1 1 1 1 1 2 1 1 1 1 • > '-> 6 1 1 1 1 1 1 1 _ 1 1 3 1 1 1 1 3 2 2 1 2 6 1 2 1 2 1 1 1 1 3 1 2 1 1 1 168 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 180 Ibl 182 183 184 185 186 187 188 189 19U 191 Micronetaria viaria Macrargus rufus Centromerus pabu C. incilium . . Parasintula balteat Centromeria bicok Tapinopa longiden Stemonyphantes li Bolyphantes altice Lephthyphantes fl< L. tenebricola . L. angulipalpis . L. mansuetus L. cristatus . . Meta reticulata . Arion ater . . A. subfuscus A. bourguinati . Lima.x laevis Conulus fulvus Hyalina pura . H. raJiatula . . H. nitidula . . Patula rotundata . ator a . )r . s . neatu ps. ivipes 4 380 Tierwelt [42 außerdem häufig: Carabus violaceus, Carabus hortensis, Centromerus incilium und Lephthyphantes flavipes. Im Grunewald sind iiäufiger Philonthus fuscipennis, Philonthus varius und Calathus melanocephalus. Die letztgenannte Art fehlt im Plagefenngebiet keineswegs. Sie kommt dort aber an trockenen, sonnigen Orten vor, wie sich aus einem späteren Fangregister ergeben wird. Die andern Unterschiede scheinen z. T. einen tieferen Grund zu haben. Vielleicht sind sie, wie andere Unter- schiede der Faunen, auf den verschiedenen Kalkgehalt des Bodens zurück- führbar. b) Buchenwaldboden. Sehr viele Tierarten sind speziell dem Buchenwalde eigen und da Buchenwälder in der Provinz Brandenburg nicht häufig sind, müssen wir diese typischen Buchenwaldtiere als Charaktertiere des Reservates hervorheben. Von Tieren allgemeinerer Verbreitung gedeiht unter der Buchenlaubdecke Lumbricus rubellus vorzüglich und liefert dem Maul- wurf reichliche Nahrung. Wenn in den Lehrbüchern angegeben wird, daß der Maulwurf sich überall durch das Aufwerfen von Haufen verrät, so ist das in dieser Allgemeinheit nicht richtig. Der Maulwurf wirft nur dann Haufen auf, wenn die Erde zu fest ist, als daß sie einfach zur Seite gedrückt werden könnte. Folgt der Maulwurf auf Wiesen im Winter den Würmern in die tieferen, festen Erdschichten, so muß er die Erde aus den Gängen entfernen und wirft dann besonders große Haufen auf. Unter dem Buchenlaub ist die Erde so locker, daß sie leicht zur Seite oder nach oben gedrückt werden kann. Man findet die Röhren des Maulwurfs überall im Buchenwaldboden, aber keine Erdhaufen. Außer dem Lumbricus rubellus sind unter Buchenlaub auch Octo- lasium lacteum und Allolobophora caliginosa nicht selten. Von Hundert- füßern tritt Lithobius mutabilis, von Springschwänzen Entomobrya muscorum, von Käfern Abax striola und Philonthus decorus, von Spinnen Cicurina cicurea, Micryphantes ovatus und Micronetaria viaria, von Schnecken Hyalina nitidula, Patula rotundata, Arion subfuscus und Limax maximus zahlreich auf. Manche der Buchenwaldbewohner hält man vielfach fälschlich für submontane Formen, weil in den Vorbergen der höheren Gebirge Buchenwälder häufig vorkommen. Wie vorsichtig man mit derartigen 43] Die Fauna im allgemeinen 381 Schlüssen sein muß, zeigt ein Käfer, Carabus cancellatus, der in manchen Gegenden Deutschlands, auch in Schleswig-Holstein, unter Steinen in Buchenwäldern sehr häufig ist. In meinen sämtlichen bei Chorin ge- machten Fängen findet er sich nicht und doch bin ich überzeugt, daß er auch in der Gegend von Chorin vorkommt und sogar häufig ist. Ich fand ihn in der Provinz Brandenburg nämlich nur in Kellern, weil er dort wie in den Bergen und im Küstenklima die nötige Feuchtigkeit findet. Auf keinen Fall ist er eine Bergform. — Andere Buchenwald- formen, die schon eher als Bergformen gelten könnten und die z. T. auch in Schleswig-Holstein des feuchten Klimas wegen häufig in Buchen- wäldern vorkommen, wie z. B. Coelotes atropus, Glomeris marginata, Philoscia muscorum usw. fehlen im Plagefenngebiet gänzlich. Recht viele Charakterformen enthält der Fang XXIV, der im feuchten Laub an einem Buchenwaldtümpel des Reservates gemacht wurde. Ich nenne aus ihm nur Eisenia rosea und Quedius fumatus. Außer den Charakterformen finden wir in diesem Fange freilich auch manche Formen, die wir schon im Erlenbruch als häufige Bewohner der Detri- tusschicht kennen lernten, so namentlich zwei der häufigsten Asselarten, Ligidium hypnorum und Trichoniscus pusillus. 2. Weniger beschatteter, mit Moos bewachsener Boden. Moosbewachsene Bodenflächen finden sich in den höheren Teilen des Reservats an verschiedenen Stellen, so im südwestlichen Teil und auf dem Plagewerder. Ganz trockene, beschattete Moosflächen sind aber innerhalb des Reservates nirgend in größerem Umfange vorhanden. Deshalb habe ich die Fänge im trockenen Moos etwas außerhalb des Reservates, namentlich westlich vom nördlichen Zipfel des Plagesees auf der Höhe gemacht. Man darf wohl als sicher annehmen, daß alle Tiere, die sich in diesen Fängen finden, stellenweise auch innerhalb des Reservates vorkommen. Zum Vergleich habe ich auch hier einige Fänge aus dem Grune- wald angefügt. Fang XXIX (1558). Am nördlichen Rande des Plagefenns zwischen hochstämmigen Kiefern mit Wacholdersträuchern; die Moos- schicht ist nicht sehr dicht und mit Gras durchwachsen. 30 Min. 27. 10. 07. 382 Tierwelt [44 Fang XXX (1559). An derselben Stelle; aber die Moosschicht ist noch dürftiger. 1 Std. 17. 4. 08. Fang [XXXI] (1560). In der Nähe der vorhergehenden Fänge, aber in höherer Lage, mit ziemlich reiner, dicker, trockener Moosschicht. 30 Min. 17. 4. 08. Fang [XXXII] (1561). Etwas nördlicher, am Wege Chorin — Oderberg; die Moosschicht ist etwas weniger trocken; dem hochstämmigen Kiefernwalde sind Buchenbüsche eingestreut. 30 Min. 17. 4. 08. Fang XXXIII (1594). Auf dem Plagewerder, zwischen älterem Kiefern- Stangenholz, z. T. in dünner, grasdurchwachsener Moosschicht, z. T, in dickeren Polstern zwischen abgefallenen Zweigen, 1 Std. 8. 6. 08. Fang [XXXIV] (1671). An derselben Stelle wie Fang [XXXI], aber die Moosschicht ist noch trockener. 1 Std. 3. 10. 08. Fang [XXXV] (1562). Zwischen Bahnhof Chorin und der Försterei Theerofen, an einem sehr lichten Platze, zwischen Eichen- und Kiefernbüschen; hochstämmige Kiefern sind in der Nähe. 30 Min. 26. 10. 07. Fang XXXVI (1673). Am Eingang zum Plagewerder in gemischter Schonung; in dickeren Moospolstern. 1 Std. 5. 10. 08. Fang XXXVII (1656 und 1672). Auf dem Gipfel des mit Buchen be- wachsenen Hügels, auf einer feuchten von Fichten umstandenen Lichtung; im Lebermoos zwischen Adlerfarn usw. Die beiden Hälften des Fanges wurden am 20. 9. 08 (40 Min.) und am 3. 10. 08 (1 Std.) gemacht. Fang (XII) (1564). Im Grunewald; im hochstämmigen Walde; die Moos- schicht unmittelbar am Fuße der Stämme, mit reichlichem Detritus gemischt. 30 Min. 5. 4. 08. Fang (XIII) (1565). Ebenda; in dichter, aber niedriger, mit Gras durch- wachsener Moosschicht. 30 Min. 8. 3. 08. Fang (XIV) (1566). Ebenda; aber zwischen noch älteren Stämmen, an feuchter Stelle mit Adlerfarn. 1 Std. 20. 4. 08. Fang (XV) (1567). Ebenda. 1 Std. 12. 4. 08. Fang (XVI) (1585). Ebenda; aber größtenteils in einer Bodeneinsen- kung. IV2 Std. 17. 5. 08. Fang (XVII) (1651). Ebenda; neben einer Schlucht am Nordhang. 1 Std. 16. 8. 08. 45] Die Fauna im allgemeinen 383 Fang (XVIII) (1653). Ebenda, aber alle Tiere unter der Moosdecke gesammelt. 80 Min. 6. 9. 08. Fang (XIX) (1563). Ebenda; zwischen dicken Stämmen in einer sehr spärlichen Moosschicht mit etwas Heidekraut. 30 Min. 16. 2. 08. Sämtliche Fänge sind in Tabelle 5, S. 384 — 390 zusammengestellt. Unter den Fängen dieser Serie nimmt nur der Fang XXXVII, wie wir weiter unten sehen werden, eine Sonderstellung ein. Im übrigen kann man nach dem Inhalt feuchtere und trockenere Bodenflächen ziemlich scharf unterscheiden. Die Zahl der in den Fängen vorkommen- den Individuen von Tomocerus flavescens gibt ziemlich genau den Grad der Feuchtigkeit an. Am feuchtesten war die Moosschicht in der kleinen Bodenvertiefung des Grunewaldes, Fang (XVI), und dement- sprechend ist in diesem Fange nicht nur Tomocerus flavescens, sondern auch Lumbricus rubellus und Helodrilus octaedrus in großer Zahl vor- handen. Als weitere hygrophile Tiere der Moosschicht nenne ich eine Cicade, einen Kurzflügler und eine Ameise, Stiroma albomarginata, Quedius nigriceps und Myrmica ruginodis. Als häufige Tiere gerade des trockenen Mooses seien hervorgehoben: Orchesella rufescens, Lepidocyrtus lanuginosus, die Larve von Cixius nervosus, Lygus pra- tensis, Tachyporus chrysomelinus und Tach. hypnorum, Atheta analis, Strophosomus rufipes, Amara lunicollis, Trochosa terricola, Minyriolus pusillus und Macrargus rufus. — Folgende Arten sind im trockenen und im feuchten Moos gleich häufig: Lithobius calcaratus, die Larve von Cylindrotoma glabrata, Xantholinus linearis, Stenus humilis, Atheta fungi und Ath. circellaris, Obisium muscorum, Cyrtolaelaps nemorensis, Zora spinimana, Euophrys maculata, Neon reticulatus, Walckenaera cucullata und Erigonella hiemalis. — Besonders an lichten Plätzen finden sich Neanura muscorum und Phora pulicaria. Schalten wir, wie in früheren Fangserien, die — genannten — allge- meiner verbreiteten Formen aus, so ergeben sich als dem Reservat eigen, dem Grunewald gegenüber, folgende Arten: Ein Tausendfüßer, Lep- tophyllum nanum, ein Käfer, Cyphon padi, eine Spinne, Anomalaria subtilis und eine kleine Schnecke, Pupa antivertigo. — Dafür finden sich im Grunewald, dem Reservat gegenüber, häufig: zwei Käfer, Philon- thus fuscipennis und Harpalus latus, eine Ameise, Myrmica lobicornis 384 Tierwelt Tabelle 5. [46 Fänge im Moos : X X X 1— 1 X X X X X 1— ( B X X X X X > X X 51 > X > X ^ X > X > X > X l-H > X 1— 1 a > X X X 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 Heiodrilus octaedrus . Lumbricus rubellus . Henlea ventriculosa . Ligidium hypnorum . Porceliio conspersus . P. rathkei .... Lithobius calcaratus . L. erythrocephalus . L. mutabilis .... Poiydesmus illyricus Julus ligulifer . . . J. sabulosus . . . Leptophyllutn nanum Papirius minutus . . P. fuscus . . , . Sminthurus fuscus S. viridis .... Tomocerus flavescens T. vulgaris .... Orchesella rufescens . 0. 5-fasciata . . . O. cincta .... Lepidocyrtus albicans L. lanuginosus . . Entomobrya nivalis •. E. nicoletii .... Schoettella inermis . Aciiorutes socialis Neanura muscorum . Ectobia livida . . . Caecilius flavidus-Larve Newsteadia floccosa . Phorodon humuli . . Glyphina aculeata Rhopalosiphon dianthi Stiroma albomarginata Liburnia forcipata L. distinguenda . . Cixius nervosus-Larve Megophthalmus scanicu Acocephalus rivularis Gnathodus angustus Athysanus brevipennis Nabis ferus .... Stenodema laevigatus Lygus pratensis . . Plociomerus fracticollis s 1 7 4 1 1 22 1 1 1 1 2 1 1 1 13 4 1 64 6 1 7 5 1 1 1 1 5 3 1 33 1 1 1 2 2 1 13 1 1 1 1 80 2 1 1 14 1 1 2 5 8 14 6 6 1 2 1 1 2 1 1 7 1 1 13 2 1 7 2 1 1 2 8 1 3 1 1 9 3 4 1 2 1 4 7 2 1 2 2 t 1 7 2 4 2 1 7 21 3 12 2 11 9 4 1 7 1 2 1 1 1 3 4 1 1 1 3 1 2 1 1 6 43 15 1 2 5 2 2 60 1 1 2 6 2 1 1 91 9 3 5 1 4 15 29 11 4 93 3 1 13 1 2 1 6 4 4 16 6 9 1 18 1 8 2 - 2 2 2 - 1 2 4 3 2 471 Die Fauna im allgemeinen 385 Fänge im Moos: X X X X X X ! _ X X X X X X > X X > X X > X X X > X X X X 1—« 1— < > X > X 1— ( > X 1— ' h— < > X > X X X ! ■"" 1 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 1 92 93 94 95 96 1 Elasmostethusinterstinctus Scolopostethus decoratus . Orthostira parvula . . . 0. macrophthaltna . . . Caenia palustris .... Trimerina nigella .... Homalomyia-Larve . . . Phora lugubris .... Ph. minor Ph. pulicaria Ph. pusilla Ph. pygmaea Platypalpus flavipalpis . . Limosina pullula .... L. nigrinervis L. scutellaris L. nivalis Leptis-Larve Bibio clavipes Cylindrotoma glabr.-Larve Cecidomyia-Larve . . . Tanypus melanops . . . Chironomus-Larve . . . Sciara umbratica .... S. fucata S. pectoralis Sciara-Larve Crambus-Raupe .... Geometriden-Raupe V . . Cidaria-Raupe Raupe I Noctuiden-Raupe IV . . Hadena-Raupe Trichopteryx fascicularis . Pselaphus heisei .... Bythinus bulbifer . . . Cryptobium fracticorne Lathrobium brunnipes . . L. terminatum Xantholinus linearis . . . Othius punctulatus . . . 0. melanocephalus . . . Philonthus vernalis . . . Euryporus picipes . . . Quedius fuliginosus . . . Q. molochinus .... Q. nigriceps Quedius-Larve I . . . . Quedius-Larve 11 ... . 1 4 1 2 1 1 1 7 1 3 1 2 1 1 1 1 1 1 2 1 8 1 1 1 1 3 1 4 1 5 1 2 1 1 1 14 5 1 1 1 1 3 1 21 6 1 1 1 1 1 1 4 18 3 1 6 3 1 1 1 1 1 1 1 1 2 1 1 1 1 9 1 1 2 1 1 2 1 — 1 1 1 1 1 2 1 3 1 2 1 7 2 1 1 1 2 1 3 1 1 3 2 1 1 1 2 8 1 1 2 1 1 1 4 2 6 3 Beiträge zur Naturdenkmalpflege. 111 25 386 Tierwelt [48 Fänge im Moos: X X X X X X X X X X > X X •CL X X X >< X ix! I ": ' > X X 97 Quedius-Larve 11! 98 Q. -Larve V . . . 99 Tachyporus obtusus 100 T. chrysomelinus 101 T. hypnorum . . 102 Mycetoporus splendidus 103 I M. brunneus . 104 ; Staphylinus erythropterus 105 I Stiiicus rufipes . . 106 Stenus impressus . . 107 S. humilis .... 108 Oxytelus rugosus 109 Omalium caesum . . 110 Olophrum assimile . 111 Myllaena dubia . . 112 Astilbus canaliculatus 113 ; Atheta fungi . . . 114 A. analis .... 115 ( A. circellaris . . . 116 A. pygmaea . . . 117 Staphyliniden-Larve XV 118 Apion pomonae . . 119 Strophosomus rufipes 120 Galerucella iineola . 121 Meligethes brassicae 122 Stilbus atomarius 123 Corticaria fuscula 124 Agathidium laevigatum 125 I Cyphon padi . . . 126 Telephoriden-Larve XLU 127 T.-Larve XLIII . . . 128 I Aphodius inquinatus 129 Philydrus coarctatus 130 ; Elater balteatus . . 131 I Notiophilus palustris 132 Loricera pilicornis 133 Amara lunicoUis . . 134 Trechus quadristriatus 135 Calatluis micropterus 136 C. melaiioceplialus 137 i Pterostichus niger 138 ' Agonum viduum . 139 Europliilus gracilis 140 i E. piceus . . . 141 ' Argutor strenuus . 142 I Coleopteren-Larve XXX 143 Leptothorax acervorurn 144 Myrmica laevinodis . . 145 M. ruginodis ... — 9 1 i 1 1 - ! 1 1 : 6 — ! 1 19 4 -i 1 1 - 1 1 1 ; - 3 I - 5 ! 1 1 1 - ' 4 -I 1 - 1 1 1 4 1 3 1 - - 1 - ' 1 2 5 2 I 1 2 1 18 1 - 49] Die Fauna im allgemeinen 387 Fänge im Moos; XXIX XXX 1— ( X X 1 ,_, h- 1 X X »— ( (— < X X X > X X x^ X X > 1 X X X *—* X 1— ( X (XIV) (XV) > X (XVII) (XVUI) X X 140 147 148 149 150 151 152 L53 154 L55 15G L57 L58 159 160 161 L62 163 164 L65 166 167 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 ' 93 94 Myrmica scabrinodis Belyta dorsalis Conostigmus norvegicus Acolus sexarticulatus . . Hemilexodes muscorum Ceraphron pedes .... Lagynodes pallidus . . . Blacus armatulus .... Eriplatys ardeicollis . . . Hemiteles pedestris . . . Pezomachus fasciatus . . Obisium muscorum . . . Nemastoma lugubre . . N. chrysomelas .... Acantholophus tridens . . A. palpinalis Platybunus corniger . . . Trombidium furdllatum Actineda vitis Rhyncholophus regalis . . Rh. trimaculatus .... Ixodes ricinus Linopodes motatorius . . Tritia decumana .... Nothrus spinifer .... N. bistriatus Noerneria pratensis . . . Bdella vulgaris Holostaspis tridentinus . . Cyrtolaelaps cervus . . . C. nemorensis Pergamasus crassipes . . P. decipiens P. septentrionalis .... Trochosa terricola . . . T. spinipalpis Lycosa chelata L. riparia Zora nemoralis .... Z. spinimana Z. silvestris Clubiona erratica .... C. terrestris Agroeca brunnea .... Drassodes troglodytes . . Euophrys callida .... E. maculata Neon reticulatus . . • . . Evarcha blancardi . . . 1 4 1 1 1 4 3 6 2 1 i 2 4 2 4 2 2 1 2 2 1 1 1 2 1 1 1 1 1 2 1 3 1 1 1 2 17 1 1 1 2 4 8 1 1 1 3 13 ■ 7 1 1 1 2 1 1 1 1 4 1 3 1 1 1 5 1 1 1 1 1 5 1 1 1 1 2 2 2 6 2 1 3 8 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 3 1 1 4 1 1 1 1 2 1 1 1 1 4 4 7 1 1 1 1 2 1 2 1 2 3 1 3 2 1 _ 3 _ 1 2 2 3 3 6 3 1 _ _ 7 7 1 1 1 2 6 4 4 25* 388 Tierwelt. [50 Fänge im Moos ; X X X X X [XXXI] i-h' >—* X X X X X X > X X X > X X rl > > X X X i-H t— 1 > X > X 1— 1 > X (XVII) > X X 1— < x^ 195 Oxyptila scabricuia . . . 1 __ „ _ 196 O. horticola — — — — — 2 1 — — — — — — — 197 Xysticus acerbus .... 2 — — — — — — — — — — — — — — 198 X. pini — 1 2 — 1 — — — 1 — 1 1 — 1 199 X. uimi 1 — — — — — — 1 1 — — — 2 — 200 Dictyna arundinacea . . . 1 — — 1 — — — — — — — — — — — 201 Phyllonethis redimita . . — — 1 — — — 1 1 1 — 2 6 1 — — — 202 Pedanostetiius lividus . . — — 3 — — — — 2 1 — 3 2 _ 3 203 Pholcomma gibbum . . . — — — — — — 1 — — — — — — — — 204 Euryopis flavo-maculata 1 — — — — — — — — — — — — — 205 Crustuiina guttata . . . — — — 1 — — — — — — — — . — 206 Gonatium rubens .... 1 — — — — — — — — — — — 207 Walckenaera obtusa . . . — 1 — 1 — — — — — — — — — 208 W. acuminata — — — 1 — — 3 — 5 — — — — — 209 W. antica — — — — — — — 1 — — — — . — — — 210 W. cucuUata 2 — 2 2 1 1 1 — 1 2 2 3 2 1 — 211 Minicia sundevalli . . . — — — — — — 1 — — — — 212 Peponocranium pumilus 2 6 — — — — 2 — 9 9 4 5 — — 213 Trichopterna blackwalli — — — 1 — — . — — — — — — — 214 Micryphantes ovatus . . 1 — — — — 2 — 1 1 — 1 — 1 — — 1 215 Pelecopsis thoracata . . . — — — — — — 1 — ? — — — — — — 216 Minyriolus pusillus . . . 8 4 1 2 14 8 8 18 5 1 1 2 1 — 3 — — 217 Erigonella hiemalis . . . — — — — 1 — — 3 28 — 4 10 14 3 — 1 1 218 Savignia frontata .... — — — 1 — — — — — 1 — — — — 219 Notioscopus sarcinatus . . — — — — — — — 1 — — — — . — — 220 Micronetaria viaria . . . — — — 1 — _ — — — 221 Anomalaria subtilis . . . 14 7 2 9 5 1 15 6 — — — — — — 222 Microneta rurestris . . . — — — — — 2 2 — — — — 3 223 Macrargus rufus .... 4 2 3 9 5 1 1 — 1 1 2 — — 4 2 — 224 Centromerus sylvaticus . . 1 — 1 — 3 3 6 5 — — 1 — — — 225 C. pabulator 6 — — — 1 — — — — — 1 2 — — 2 4 — 226 C. incilium — — — — 2 — — — — — — — 227 Stemonypliantes iineatus . — 1 — 1 — — — — 1 — — — — 1 — 228 Linyphia clathrata . . . — — — — — 1 — — — — — — — — — 229 Tapinopa longidens . . . — — — — — 1 — — — — — — 1 — — 230 Centromeria bicolor . . . 2 — — — 2 — — — — 1 — — 231 Bolyphanthes alticeps . . — — — — 1 — — — — — — — — — 232 Lephthyphantes cristatus . — — — — — — 4 — — — — — — 233 L. tenuis — — — — 3 — — 2 2 2 — — 4 — 234 L. mansuetus — 1 . — 3 _- — — — — — 235 Bathyphantes nigrinus . . — — — 1 — — — — — 236 Ero furcata — , — 1 — 1 — — — — 237 Tetragnatha solandri . . — — - — ^ 1 _ — — — — 238 T. extensa — 1 _ — 1 — 239 Pachygnatha listeri . . . — 1 9 1 _ 1 — — 1 — 240 Meta reticulata . — 1 — 1 1 1 — — — 241 Atea acalypha — — — — 1 — — — — — 242 Arion subfuscus .... — — — 1 ^_ 1 3 — — 243 Limax laevis — — — — — — 1 — — ■ 1 — — — 51] Die Fauna im allgemeinen 389 Fänge im Moos : X! P7 X CT X X X 1— 1 X X X > h-t X X X > X X X > X X X > X X l-H X HH X > H-f X > X HH > X > X HH > X X 244 245 ' 246 247 248 249 250 251 252 253 254 ' 255 256 257 258 259 260 261 262 263 264 265 266 267 268 269 270 271 272 273 274 275 276 277 278 279 280 281 282 283 284 285 286 287 288 289 290 291 Vitrina pellucida .... Hyalina radiatula .... Conulus fulvus Succinea oblonga .... Cionella lubrica .... Pupa antiVertigo .... Schendyla nemorensis . . Nopoiulus pulchellus . . Isotoma viridis I. tridenticulata .... Entomobrya corticalis . . E. muscorum Tycheoides longisetosa. . Dicraneura mollicula . . . Deltocephaius distinguendus Stracliia oleracea .... Aelia acuminata .... Anthocoris nemorum . . Peritrechus geniculatus . . Salda saltatoria .... Balioptera tripunctata . . Phora ciliata Drapetis pusilla .... Limosina pusio .... L. tristis Allodia ornaticollis . . . Sciara spectrum .... S. autiimnalis Sciara-Larve Ceratopogon-Larve . . . Agrotis xanthographa-Raupe Noctuiden-Raupe II . . . N.-Raupe III Zyras collaris Philonthus varius .... Pli. fuscipennis Ph. aterrimus Ph. varians Ph. concinnus Quedius tristis Q.-Larve VII Mycetoporus punctus . . Stenus clavicornis . . . Atheta palustris .... A. longicornis Novius cruentatus . . . Brachonyx pineti .... Lochmaea capreae . . . 4 1 _ — — 1 2 3 2 1 1 33 4 1 2 15 1 16 5 19 2 1 1 2 1 6 2 1 1 _ _ 1 1 1 1 1 O o 5 1 4 1 ~1 1 1 1 1 1 1 1 3 3 1 22 1 1^ 1 1 1 1 3 1 1 3 1 2 X 1 1 1 1 1 20 1 2 1 2 4 1 1 390 Tierwelt [52 Fänge im Moos : M X X X X s X X X t— 1 ß X X X t X X X F X X X > X X X > X X X 1— ( X a i— 1 X > X > X > X > X a > X X X 292 293 294 295 296 297 298 299 300 301 302 303 304 305 306 307 308 309 310 311 312 313 314 315 316 317 318 819 320 321 322 323 Chrysomeliden-Larve . . Agriotes aterrimus . . . Dolopius marginatus . . D.-Larve Bradycellus harpalinus . . Harpalus latus Amara familiaris .... Metabletus truncatellus . . Pterostichus oblongopunct. P.-Larve Myrmica rugulosa . . . M. lobicornis Serphus parvulus .... Diapria compressa . . . D. nigricornis Phaneromeris fragilis . . Phygadeuon trichops . . Microcryptus gravipes . . Phaeogenes limatus . . . Pezomachus silvicola . . Tenthrediniden-Larve I . . T.-Lar\'e III Rhyncholophus quisquiliar. Parasitus kempersi . . . Laelaps tumidulus . . . Lycosa pullata Prosthesima petivieri . . Asagena phalerata . . . Ceratinella brevis .... Dicymbiutn nigrum . . . Linyphia pusilla .... Pachygnatha degeeri . . — — — — — — — — 1 1 1 3 1 5 3 2 1 1 1 3 1 1 1 1 1 3 2 3 1 5 1 2 7 2 1 1 1 8 1 1 1 1 5 5 1 1 1 3 1 1 1 1 1 1 • 1 und eine Spinne, Ceratinella brevis. — Der Unterschied mag wieder auf dem größeren Kalkgehalt des Bodens im Reservat beruhen. Namentlich die Häufigkeit der Schnecken läßt dies mit großer Wahrscheinlichkeit schließen. Die dickschalige Pupa antivertigo wurde im Moos des Grune- waldes gar nicht gefunden und die im Moos des Reservates, z. T. auch an trockeneren Stellen gefundene Hyalina radiatula wurde im Grunewald nur an der feuchtesten Stelle und auch dort nur in drei Individuen gefunden. Ein besonderes Interesse verdient der lichte, mit Lebermoosen bewachsene Gipfel des Buchenwaldhügels. — Sechs Tierarten: Limosina 53] Die Fauna im allgemeinen 391 nigrinervis, Ceraphron pedes, Pezomachus fasciatus, Nemastoma chryso- melas, Trombidium furcillatum und Holostaspis tridentinus fand ich nur an diesem Punkte des Reservates und zwei von diesen Arten mußte ich erst benennen, weil sie bisher überhaupt noch nirgend aufgefunden zu sein scheinen. Die Weberknechtart Nemastoma chrysomelas wurde ebenfalls in ganz Norddeutschland bisher noch nicht gefunden. \n den Berggegenden Süddeutschlands scheint sie nicht selten zu sein. Man darf sie also wohl für eine Bergform halten und in der Tat dürfte die trotz der hohen Lage feuchte Beschaffenheit des Bodens auf jener Lich- tung wohl geeignet sein, einer Bergform die geeigneten Lebensbedin- gungen zu bieten. 3. Sonnige, mit höheren Gräsern oder mit Heidekraut bestandene Bodenflächen. Grasbewachsene fruchtbare Flächen trockenerer Lage gibt es in kultivierten Gegenden nur sehr wenige und auch diese meist nur sehr vorübergehend. Nur manche Wiesen höherer Lage mögen lange Zeit- räume hindurch mit höheren Gräsern bestanden sein. Das Gras wird dann aber regelmäßig geschnitten und außerdem tritt oft auch Be- weidung ein. Im Reservat kommen Flächen der genannten Art nur sehr wenige vor. Einerseits sind es schmale Striche am Rande des Fenns, die mit hohen Gräsern dicht bestanden sind; dann ist es eine junge Eichenpflanzung auf dem südlichen Teil des Reiherwerders und endlich ist es der mittlere Teil des Heidereuterwerders, auf dem eben- falls junge Eichen und Ahorn angepflanzt sind. Ich machte an diesen Punkten 5 Fänge und füge diesen Fängen in der folgenden Tabelle noch einen weiteren Fang hinzu, den ich im höheren Heidekraut machte. Obgleich der letztere faunistisch stark von den andern abweicht und den Übergang zur nächsten Fangserie bildet, schließt er sich den Fängen dieser Serie vielleicht doch noch näher an als denen der nächsten Serie. Fang XXXVIII (1661). Am Rande des Plagefenns an einer sandigen aber nicht dürren Stelle zwischen hohen Gräsern. 30 Min. 7. 10. 08. Fang XXXIX (1663). Auf dem Plagewerder, am sonnigen Rande, neben Fichten, in hohem aber trockenem Grase, auf sandigem Boden mit Detritus. 1 Std. 5. 10. 08. 392 Tierwelt [54 Fang XL (1595). Auf dem Heidereuterwerder im Moos zwischen hohem Grase, auf schwerem Boden, zwischen angepflanzten jungen Bäumen. 1 Std. 8. 6. 08. Fang XLI (1664). Fast an derselben Stelle aber im Grase mit wenig Moos, am Boden. 1 Std. 2. 10. 08. Fang XLII (1682). Auf dem südlichen Teil des Reiherwerders in einer ganz jungen Eichenpflanzung, im dichten hohen Grase, auf san- digem, ziemlich trockenem Boden. 1 Std. 5. 5. 10. Fang [XLIII] (1668). Neben dem Bierpfuhl bei Brodowin im sonnig stehenden, ziemlich dichten und hohen Heidekraut, in einer sehr jungen gemischten Schonung am Boden. 1 Std. 7. 10. 08. Die Fänge sind in Tabelle 6, S. 393—397 zusammengestellt. Die in den hier tabellarisch zusammengestellten Fängen enthalte- nen Tiere sind teils echte Waldlichtungstiere. Ihr Vorkommen erklärt sich sehr einfach. Standen doch Bäume und Sträucher immer in nächster Nähe der Fangorte und waren die Fangorte doch teilweise neu mit jungen Bäumen bepflanzt, bezw. vor nicht gar vielen Jahren mit Bäumen bestanden. Andererseits enthalten die Fänge Sumpftiere, weil sie alle, mit Ausnahme von Fang [XLIII], entweder in nächster Nähe des Fenns oder doch nicht fern vom Sumpfgelände gemacht wurden. Wir müssen also, um das Eigenartige zu erkennen, zunächst die Wald- und die Sumpfformen, die wir bereits in den früheren Fangserien kennen ge- lernt haben, ausschalten. Als Formen des lichten Waldes mögen ausscheiden: Lithobius calcaratus, Orchesella rufescens, Tachyporus chrysomelinus und Tach. hypnorum, Myrmica ruginodis, Pergamasus septentrionalis, Trochosa terricola, Zora spinimana, Erigonella hiemalis, Centromerus sylvaticus, Lephthyphantes tenuis und Lephth. mansuetus, Conulus fulvus und Hyalina radiatula. Als Formen, die dem Sumpf und z. T. zugleich der Waldlichtung eigen sind, müssen ausgeschaltet werden: Henlea ventri- culosa, Polydesmus illyricus, Julus ligulifer, Tomocerus flavescens, Lepidocyrtus albicans, Myrmica rugulosa, Clubiona lutescens, Xysticus ulmi, Peponocranium pumilus, Pachygnatha listeri und Cionella lubrica. Es erscheinen dann als häufigere Charaktertiere für das offene, nicht sumpfige aber auch nicht dürre, mit hohem Grase bewachsene 55] Die Fauna im allgemeinen 393 Tabelle 6. Fänge zwischen höher« Gräsern und Kräutern ;n xxxvm ; XXXIX XL XLI XLII fSLIII] 1 Henlea ventriculosa . . 3 _ . 1 2 2 Helodrilus octaedrus — — 1 — 2 — 3 Lumbricus rubellus . — — — 3 — — 4 Porcellio rathkei . . . — 6 3 9 — — 5 P. conspersus . . . . 3 — — — — — 6 Lithobius curtipes — — — — 6 — 7 L. calcaratus . . . 3 4 15 6 5 — 8 L. erythrocephalus — — — _ 1 — 9 Schendyla nemorensis 2 — — — — — 10 Polydesmus illyricus 1 — — 1 — 2 11 Julus ligulifer . . . 1 ■ > 1 5 1 2 12 J. sabulosus .... — — — 1 6 — 13 Papirius minutus . . 1 — 2 f — 14 Tomocerus flavescens B — 79 6 27 3 15 Orchesella rufescens . 2 5 — — 1 2 16 0. .')-fasciata . . . 2 — — — — — 17 Lepidocyrtus albicans — 5 6 — - — 9 18 Aphorura inermis . . — — 5 — — 19 Neanura muscorum . — — 2 — — — 20 Ectobia lapponica — — 1 1 — 21 E. livida — . — 1 — 22 Aleurodes brassicae . — — — — — 1 23 Newsteadia floccosa . — — 1 — 1 — 24 Rhopalosiphon dianthi — — — — — 1 25 Glyphina pilosa . . 1 — — — — — 26 Stiroma albomarginata — 2 — — — •2' Liburnia fairmairi . . — — 2 1 — — 28 L. forcipata .... — — 3 — 29 Aphrophora alni . . — — — 1 — 30 Megophthalmus scanicu 5 . — 1 — 4 — — 31 Ulopa reticulata . . — — — — — 12 32 Agallia brachyptera . — — — 1 — — 33 Tettigonia viridis . . — — 1 — — 34 Acocephalus rivularis — 2 1 — ' — 35 Athysanus brevipennis — — 1 — — 1 36 Nabis ferus .... 1 — — — — — 37 Lygus pratensis . . — — — — — 4 38 Scolopostethus decoratu s . — — — 2 37 39 Drymus sylvaticus — — — 1 — 40 Peritrechus geniculatus 2 — 1? — — — 41 Monanthia ampliata . — 2 — — — — 42 Ascia 4-punctata . . — — 1 — — — 43 Sciomyza glabricula . — — 1 — — — 44 Balioptera opaca . . — — 1 — — — 45 Trimerina nigella . . — — — — 1 — 46 Ephygrobia nitidula . — — — — — 1 47 Tephritis cometa . . — — — — — 1 394 Tierwelt Fänge zwischen höheren Gräsern und Kräutern: XXXVIII XXXIX XL XLI XLII [XLTII] 48 : Sepsis cynipsea . . . 49 Diplotoxa approximaton, 50 i Oscinella frit .... 51 Notonaulax trilineata 52 Phora pulicaria . . . 5o Stilpon graminum . . 54 Liinosina iimosa . . . 55 ! L. nivahs 56 [ L. pullula 57 I L. ochripes 58 JMusciden-Larve II . . 59 Cylindrotoniaglabrata-Larv 60 ' Sciara lugubris .... 61 S. umbratica .... 62 , Geometriden-Raupe V . 63 ! Ciambus-Raupe . . . 64 I Hadena-Raupe .... 65 i Agrotis strigula-Raupe . 66 A. cursoria-Raupe . . . 67 Spilosoma Raupe . . . 68 Trichopteiyx fascicularis 39 Reichenbachia juncorum 70 ; R. fossulata 71 Paederus riparius . . . 72 I Tachypoius hypnorum . 73 j T. chrysomelinus . . 74 ; Mycetoporus splendidus 75 Stilicus erichsoni ... 76 Stenus similis .... 77 ' St, juno 78 St. clavicornis .... 79 [ Omalium caesum . . . 80 I Hygronoma dimidiata . 81 j Myllaena dubia . . . 82 I Astilbus canaliculatus . 83 ! Atheta fungi .... 84 ! A. circellaris 85 Tachyusa brevicollis . . 86 Conosonia pubescens 87 Staphyliniden-Larve (XVII) 88 Coccinella 5-punctata 89 Apion elongatum . . . 90 A. craccae 91 Ceuthorhynchidius troglod 92 Strophosomus rufipes 93 Sitona sukifrons . . . 94 Hypera punctata . . . 95 Haltica palustris . . . 96 : Cassida flaveola . . . 1 2 1? 4 2 1 1 3 1 571 Die Fauna im allgemeinen 395 Fänge zwischen höheren Gräsern und Kräutern: XXXVIIT XXXIX XL XLT XLII [XLIII] 97 Lochmaea capreae . . . 1 98 Chrysomela staphylea — — — 1 — — 99 C. marginalis . . . — — — 1 — 100 Stilbus atomarius . . . 1 — — — 101 Corticaria fuscula . . — 1 — — 102 Cyphon padi . . . — 1 -- — — 103 Thelephoriden-Larve (X L) — 2 — — — 104 Thel.-Larve (XLIII) . — — 1 — — 105 Philydrus frontalis 1 — — — — 106 Agriotes obscurus 1 — — — 107 Notiophihis palustris — 2 1 — — 108 Bradycellus collaris . — — — — ^ 109 B. harpalinus . . . — — 1 — — 110 B. similis 1 — — ^ — 1 111 Metabletus truncatellus 112 Dromius sigma . . — — — 3 — 113 Larve VIII .... — — 4 1 5 — 114 Myrniica rugulosa 115 M. laevinodis . . . 1 — — — — 116 M. ruginodis . . . 3 3 — 1 — 117 M. scabrinodis . . . . — — — — 4 118 Lasius niger .... 6 119 i CS L. alienus .... 2 1 — 1 120 Baeotomus pyrrhogaster 121 Gonostigmus norvegicus — 1 — — — 122 Paramesius belytoides . — 1 — — 123 Gonatopus kienitzi . 1 — — — 124 Hormius nioniliatus . — 1 1 — — 125 Hemiteles pullator ~ 1 — — — 126 H nanodes .... — 1 — — — 127 Phygadeuon liogaster — 1 — — — 128 Tenthrediniden-Larve III 1 — 1 — 129 Obisium muscorum . 1 — — — 130 Acantholophus tridens 1 — — 1 — — 131 A. palpinalis . . . 1 2 — 5 — 1 132 Platybunus corniger . — 2 — — — — 133 Rhyncholophus regalis — 2 — 1 — — 134 Rh. tiimaculatus . . — — — 1 — — 135 Ixodes ricinus . . . — — — 1 — 136 Oribata dorsalis . . — — 5 1 — — 137 Damaeus tecticola — 2 — — — — 138 Bdella lapidaria . . — — 1 — — — 139 Cyrtolaelaps cervus . — — 1 — — — 140 C. nemorensis . . . — — 3 — — — 141 Laelaps tumidulus — — 1 — — — 142 Ologamasus calcaratus — 1 — — — 143 Pergamasus mediocris — 6 — — — 144 P. septentrionalis . . 1 — 3 1 1 — 145 Pisaura listeri . . . — — — 1 — — 396 Tierwelt [58 1 Fänge zwischen höheren Gräsern und Kräutern: XXX VIII XXXIX XL XLI XLII [XLIIIJ 146 Dolomedes fimbriatus . . i 2 147 Tricca lutetiana . . 1 1 ■ 1 _ 148 Tarentula aculeata 1 _ _ 149 150 T. pulverulenta . . Trochosa terricola 3 — 1 2 1 1 4 151 152 153 Lycosa pullata . L. riparia . . . Pirata latitans . 1 1 13 8 1 1 154 155 P. hygrophilus . Zora silvestris . — 1 1 — — 8 156 157 Z. spinimana Clubiona subtiHs 2 1 2 1 1 2 3 — 158 C. trivialis . . — 3 159 C. lutescens . . — 1 1 _ 160 Agroeca brunnea — 1 _ 161 162 163 Drassodes troglodytes Euophrys maculata . Evarcha blancardi . . — 1 1 "~~ — — 1 164 165 Oxyptila pusio . . . O. horticola. . . . — 1 2 1 3 6 — — 166 Xysticus ulmi . . . 2 8 — 7 — 167 X. viaticus . . . 1 1 _ 1 168 X. pini — 1 _ 169 X. erraticus .... 4 _ 170 171 Tibellus oblongus Hahnia pusilla? . . — 7 — 1 1 1 1 172 173 174 Lathys puta .... Dictyna arundinacea . Pedanostethus lividus — 2 ""* 1 1 1 8 175 Theridium simile . . _ _ 1 176 Th. bimaculatum . . — 8 177 Gonatium rubens . . — 1 178 Walckenaera antica . — 1 _ 179 W. obtusa .... — — 1 _ 180 W. cucullata .... — 2 181 W. acuminata . . . — — 5 , 182 183 Dicymbium nigrum . Ceratinella brevis . . — — 2 2 — — 184 185 Peponocranium piimilus Trichopterna blackwalli 1 4 8 9 2 3 1 186 187 188 189 190 Metobobactrus prominu Micryphantes ovatus Pelecopsis thoracata Erigonella hiemalis . Microneta rurestris lus 1 1 7 1 3 1 10 3 — 1 1 191 Centromerus expertus — 1 __ 192 193 194 C. sylvaticus C. pabulator . . Stemonyphantes li neatui > 1 1 9 4 1 = 5 4 1 1 59] Die Fauna im allgemeinen 397 Fänge zwischen höheren Gräsern und Kräutern: XXXVIII ! XXXIX XL XLI XLTI [XLIIIl 195 Linyphia montana 196 L. clathrata . . . 197 L. pusilla .... 198 1 Lephthyphantes tenuis 199 j L. mansuetus . . 200 ; Sintula aeria . . 201 I Ero furcata . . . 202 I Pachygnatha clercki 203 P. listeri .... 204 P. degeeri . . . 205 Singa pygmaea 206 Cercidia prominens 207 ; Arion ater . . . 208 ' Limax laevis . . 209 '■ Vitrina pellucida . 210 Zonitoides nitida . 211 { Hyalina radiatula 212 j Fruticicola fruticum 213 i Conulus fulvus . . 214 Succinea oblonga . 215 : Cionella lubrica 216 i Pupa antivertigo . 217 i Carychium minimum 1 4 — 3 2 1 — 1 1 1 5 — 3 — 1 — I 1 1 1 2 1 16 3 2 1 9 8 3 3 2 1 3 1 Gelände: Porcellio rathkei, Lithobius curtipes, Acantholophus palpinalis, Clubiona subtilis, Oxyptila horticola, Tibellus oblongus und Succinea oblonga. Eine ganz besondere Stellung nehmen in dieser Fangserie die beiden Fänge vom Heidereuterwerder ein. Während die andern Fänge der Serie durch die oben genannten Tierarten hinreichend charakterisiert sind, enthalten die beiden Fänge vom Heidereuterwerder eine große Anzahl weiterer Arten, die in den sämtlichen andern innerhalb des Re- servates gemachten Fängen fehlen. — Eine von diesen Formen, eine flügellose Schlupfwespe, war sogar noch unbeschrieben. Ich habe dieses Tier nach Herrn Forstmeister Dr. Kienitz benannt, der zuerst auf das so interessante Naturdenkmal am Plagesee hingewiesen hat. Aber auch abgesehen von dieser neuen Art bieten die genannten Fänge des Interessanten sehr viel. Es mögen deshalb alle Tiere, die nur auf dem Werder, an andern Orten des Reservates aber bisher nicht gefunden wurden, genannt werden, obgleich einige von ihnen keineswegs selten, auf humusreichem Wiesenboden sogar z. T. häufig 398 Tierwelt [60 sind: Aphorura inermis, Liburnia fairmairi, Agallia brachyptera, Ascia 4-punctata, Sciomyza glabricula, Balioptera opaca, Chloropisca circum- scripta, Oscinella frit, Reiciienbachia juncorum und Reich, fossulata, Stilicus erichsonii, Apion elongatum und A. craccae, Hypera punc- tata, Sitona sulcifrons, Chrysomela staphylea, Bradycellus harpa- linus, Baeotomus pyrrhogaster, Gonostigmus norvegicus, Paramesius belytoides, Gonatopus kienitzi, Hormius moniliatus, Hemiteles pullator und H. nanodes, Phygadeuon liogaster, Oribata dorsalis, Tricca lute- tiana, Lycosa pullata, Metobobactrus prominulus, Cercidia prominens und Fruticicola fruticum. Für mich von ganz besonderem Interesse war Tricca lutetiana, eine bisher erst an sehr wenigen Punkten gefundene Wolfspinne. Ich selbst hatte nach dieser keineswegs kleinen und deshalb kaum zu übersehen- den Spinnenart schon in den verschiedensten Teilen Deutschlands ganz speziell gesucht, bis ich sie endlich auf dem Heidereuterwerder auffand. Man fragt sich unwillkürlich, auf welcher Eigenschaft des kleinen Werders wohl die Eigenart der Fauna beruhen möge und muß, um der Lösung der Frage näherzutreten, die Lokalität mit allen Punkten der Nachbarschaft, auf welchen die genannten Tiere nicht gefunden wurden, vergleichen. Zunächst ist hervorzuheben, daß der Boden auf dem Heidereuterwerder ein besonders guter, ein humusreicher schwerer Boden ist. Dadurch unterscheidet sich der Werder von allen anderen Fangorten, die ihm an offener Lage und üppigem Graswuchs nichts nachgeben. Es kommt aber noch die schwere Zugänglichkeit des Werders hinzu. Wegen der inselartigen Lage wurde der Boden wahr- scheinlich niemals intensiv beweidet und das ist sehr wichtig, da durch intensives Beweiden erfahrungsgemäß sehr viele Tiere zugrunde gehen. Auch für ein Beackern und für eine intensive Beforstung war die Lage des Werders in einem fast unpassierbaren Sumpf wenig günstig. So mag es zu erklären sein, daß auf dem Werder sonnige Plätze von be- deutender Ausdehnung sich dauernd erhalten konnten. Dichter, ja, auch nur mäßig dichter Wald würde den sämtlichen genannten Tieren die Existenz unmöglich machen. Herr Forstmeister Dr. Kienitz teilt mir freilich freundlichst mit, daß der Werder früher bewaldet war; es sei dort nachweislich Holz geschlagen und zwar in ziemlich bedeutendem Umfange. Ob aber nicht etwa dauernd ein lichter Platz von bedeuten- 61] Die Fauna im allgemeinen 399 dem Umfange vorhanden war, wie z. B. auf dem mit Buchen bestandenen Hügel, läßt sich nicht mehr feststellen. Die eigenartige, heliophile Tierwelt verlangt diese Annahme, da es sich um Arten handelt, die von der Nachbarschaft nicht eingeschleppt sein können. Auch für die Vogelwelt ist der Heidereuterwerder ein Dorado. Der- artige Punkte ohne dichten Waldbestand, von Wasser umgeben, bieten zahlreichen Vögeln geeignete Nistplätze. Ich konnte dort an einem schönen Vorsommertage von einem Punkte aus gleichzeitig die Stimmen von etwa zehn verschiedenen Vogelarten vernehmen. Es ist sicher, daß alle die genannten Tiere, da sie heliophil sind, verschwinden müssen, wenn die amerikanischen Eichen und die Ahorn- bäume, welche auf dem Werder gepflanzt sind, heranwachsen. Ich möchte deshalb im Interesse der Erhaltung der so eigenartigen Fauna auch an dieser Stelle die Bitte aussprechen, daß die angepflanzten Bäume wieder fortgenommen werden. Bewaldetes Gelände in mehr oder weniger ursprünglicher Form ist in Deutschland bei weitem nicht so selten wie unbewaldete fruchtbare Landflächen. Man sollte die letzteren also vor allem als Naturdenkmal zu erhalten suchen, wo man sie findet^). 4. Trockenes sonniges Gelände. Trockene sonnige Bodenflächen kommen innerhalb des Reservates nur hart am Rande des Fenns vor. Dieselben sind meist aber so klein, daß sich auf ihnen vollwertige Fänge nur in sehr geringem Umfange machen ließen. Die in der nachfolgenden Tabelle 7, S. 401 — 406 zu- sammengestellten Fänge sind deshalb fast alle außerhalb der Grenzen des Reservates, teilweise allerdings in dessen nächster Nähe gemacht worden. Wir dürfen wohl annehmen, daß die meisten Tiere, die in ihnen sich finden, wenigstens vereinzelt auch im Reservat vorkommen. Doch bedarf es in allen Fällen einer sichern Feststellung. Fang XLIV (1654). Am Westufer des Nordzipfels vom Plagesee an einem dürren, sonnigen Hange zwischen zerstreuten Kiefernstämmen am fast vegetationslosen, mit Detritus bedeckten Boden. 40 Min. 20. 9. 08. ^) Die Ausführungen im botanischen Teil S. 101 scheinen sich in allen wesent- lichen Punkten mit den meinigen zu decken. 400 Tierwelt [62 Fang XLV (1655). An dem sandigen Wege am Westrande des Fenns im sonnig liegenden Detritus. 40 Min. 20. 9. 08. Fang [XLVl] (1662). Am Westrande des Plagefenns aber außerhalb des Weges im sehr dürren kurzen Rasen mit Hieracium pilosella. 1 Std. 3. 10. 08. Fang [XLVII] (1665). Am Osthange des Krugberges bei Brodowin, neben Salbeipflanzen, im Rasen mit spärlichem Moos. 30 Min. 6. 10. 08. Fang [XLVIII] (1666). Auf einem höheren, unbebauten Hügel bei Brodo- win im kurzen Rasen auf grandigem Boden. 40 Min. 2. 10. 08. Fang [IL] (1667). Nahe dem Nordufer des Plagesees auf rein sandigem, sehr dürftig bewachsenem Boden. 1 Std. 7. 10. 08. Fang [L] (1669). In einer alten Steingrube bei Liepe, auf grandigem Boden, zwischen und unter kleinen Steinen, fern von allem Ge- büsch. 1 Std. 6. 10. 08. Fang [LI] (1679). Auf dem Herrscherberg bei Brodowin, an sonniger Stelle, aber in der Nähe kleiner Kiefern, unter einem Haufen kleiner Steine. 1 Std. 2. 7. 08. Fang [LH] (1681). An derselben Stelle, im dürren Rasen. 1 Std. 2. 7. 08. Fang [LIII] (1680). Auf dem Plageberg unter ziemlich frei liegenden Steinen aber in der Nähe hoher Bäume. 30 Min. am 13. 6. und 30 Min. am 2. 7. 08. Die Tiere dieser Fangserie unterscheiden sich scharf von denen aller vorhergehenden. Nur in den Fängen XLV und [IL] hat offenbar die Nähe des Sumpfgeländes noch einen gewissen Einfluß ausgeübt und in dem Fange [LIII] die Nähe hoher Bäume. Im allgemeinen aber haben wir fast ausschließlich xerophile Tiere vor uns. Schon das Vorwalten und Zurücktreten bestimmter Tiergruppen läßt den Gegen- satz sofort erkennen. Würmer fehlen fast ganz und auch die in früheren Fängen so häufigen Springschwänze treten ganz zurück. Die wenigen Tiere der letztgenannten Gruppe, die in den Fängen vorkommen, ge- hören besonderen, xerophilen Arten an. An Stelle der Würmer und Springschwänze erscheinen als saprophage Tiere die Käfer und zwar hart- schalige Arten, die durch ihren Panzer offenbar gegen das Austrocknen gesichert sind. Als Räuber oder Zoophagen treten die weicheren Kurz- fö] Die Fauna im allgemeinen Tabelle 7. 401 Fänge auf trockenem sonnigem Boden: XLIV XLV XLVI] [XLVn] [XLvin] [IL] [L] LI LH Lin 1 Helodrilus octaedrus . . _ 1 2 Armadillidium vulgare — — — — — — 1 — — 4 3 Poicellio rathkei . . — — — 6 — — 1 4 — 13 4 P. scaber — — ■ — — — — — 2 — — 5 Cylisticus convexus . — — — — — — 2 — — — 6 Geophilus ferrugineus — — — — — — — 1 — 2 7 Lithobius forficatus . — — — — — — 3 2 — 5 8 L. cakaratus .... — . 4 1 — 6 — — 1 1 — 9 L. erythrocephalus — — — — — — — 2 — — 10 Julus sabulosus . . — — — — — — 1 7 1 2 11 J. londinensis . . . — — — 19 9 — — 2 1 — 12 Leptophyllum nanum — — — 2 — — 5 — — — 13 Brachyiulus unilineatus — — — — — — 1 — — — 14 Sminthurus viridis . 1 — — — . — — — — 1 — 15 Tomocerus vulgaris . — — — 1 — — — — — — 16 Orchesella cincta . . — 1 — — — — — — — 2 17 0. 5-fasciata . . . — — — — — — — 1 — 2 18 Lepidocyrtus paradoxus — — — 8 — — — — — — 19 Entomobrya multifasciata . 1 — 1 — — — — — 1 — 20 Forficula auricularia . . . — — — — — — 6 1 1 — 21 Ectobia lapponica . . . — — — — — — 1 — — — 22 Caecilius flavidus . . . — — ^ — — — — — — 1 23 Tettix subuiatus .... — — — — 1 — — ■ — — — 24 T. bipunctatus — — — — — — — 1 — 25 Newsteadia floccosa . . — — — — — — — — 1 26 Macrosiphum millefolii — — — — — — — 2 — 27 Glyphina aculeata . . . 2 — — — — — — — — — 28 Stiroma albomarginata . . 1 — — — — 2 — — — — 29 Philaenus spumarius . . — — — 1 — — — — — — 30 Eupelix cuspidata . . . — 1 — — — — — — 1 — 31 Acocephalus bifasciatus — — — — — — — — 3 — 32 Eupteryx germari . . . 1 — — — — — — — — — 33 Thamnotettix guttulatus . — — 1 — — — — — — — 34 Nabis ferus — — — — 1 3 2 — — 1 35 Miris ferrugatus . . . . — — — — — — — — 2 — 36 Stenodema virens . . . 1 — — — — — — — — — 37 1 Notostira erratica . . . . — — — — — 1 1 — — — 38 Macrotylus paykuli . . . — — — — — — — 2 — 39 ' Plagiognathus albipennis . — — — — — — — — 1 — 40 Lygus pratensis . . . . 3 — — — — — 3 — — — 41 Camptobrochis punctulatus — — — — — 5 — — — — 42 Aelia rostrata — — — — — 1 — — — — 43 A. acuminata — — — 1 — — — — — — 44 Carpocoris verbasci . . . — — — — — — 1 — — — 45 Sciocoris terreus . . . . — — 2 — 1 — — — — — 46 Plinthisus brevipennis . . 1 3 — — — — — - — — 47 Geocoris grylloides . . . — — — — — — — — 4 — Beiträge zur Naturdenkm alpfl ege. I 11 26 402 Tierwelt [64 Fänge auf trockenem sonnigem Boden: XLIV XLV [XLVI] [XLVII] [XLVIII] [IL] [L] 1 " 1 LH LIII 48 Tropidostethus holosericeus 1 1 49 1 Scolopostetlius decoratus . — 1 — — — — — 1 — 2 ■)0 Paciiymerus quadratus . . — — — — — 4 — — — — 51 Peritrechus geniculatus — — 1 — — — — — — — 52 Trapezonotus agrestis 1 — — — 3 — — — — — 53 Rhyparochromus ciiirag ra . — 1 — — — 1 — — — — — 54 Nysius tliymi . . . — — — — — 1 — 2 6 — 55 Macrodema micropterur n . — — — 1 _ — — 1 — — 56 Stygnus arenarius . . 3 — — — — — — — — 57 Orttiostira parvuia 1 — — — — — — — — — 58 O. macrophtlialma . — — — — — — — — 1 — 59 Tephritis marginata . — 1 — — — — — — 60 Oscinella frontella. . — — — 1 61 Phora lugubris . . . — — 1 — — — — — — . 62 Pli. pulicaria . . . — — — — 1 — — — — — 63 Ph. pusiila .... — — — — — 1 — 1 — — — 64 Drapetis ioewi . . . — — 5 — 2 — — — — — 65 Thereva-Larve . . . — — — — 1 — — — — 66 Geometriden-Raupe III 1 — — — — — — 67 Geom. -Raupe IV . . — — — _ 1 — — — 68 Crambus-Raupe . . 2 — — — — — — 2 — 69 Agrotis cursoria-Raupe — — — — — 1 — — — — 70 Noctuiden-Raupe IV . — — — — _ 1 — — 71 Arctia caja-Raupe . . — — — — — 1 — — — 72 Claviger longicornis . . — — — — — — — — 1 73 Chennium bituberculatu m . — — — — — — 1 — — 74 Xantholinus linearis . . — — 1 — — 75 Philonthus varius . . . — — — — 2 — — 76 Ph. sordidus .... — — — — 1 — — — — 77 Ph. concinnus .... — — — — 1 — — — — 78 Tachyporus hypnorum . — — 1 — 2 — — — — 79 : T. chrysomelinus . . . — — — — ■ 1 1 — — — 80 Staphylinus similis . . — — — — — _ — — 2 81 Astenus angustatus . . — — — 1 — — — — 82 Scopaeus sulcicollis . . — — — — — 1 — 1 — 83 Stenus carbonarius . . — — — — — 1 — — — 84 Bledius pygmaeus . . — — — — __ — 1 — 85 1 Atheta fungi .... 3 — _ — — — — 86 Epilachna 24-punctata . — — — 7 — — — — — 87 Micraspis 16-punctata — — — 1 — — — — — 88 Adonia 9-notata . . . — — — — 5 — — 89 Coccinella 14-pustulata . — 1 — — — — — — — — 90 C. 7-punctata .... — — — — — — 1 — — — <)1 C. '»-punctata .... — — — — 1 1 — — — — 92 Anthicus antherinus . . — — — — 1 — — — — — 93 Apion anonis .... — — — — — — — 1 — 94 A. trifolii — 1 — — 95 A. gyllenhalii .... — — — 1 — — <)(; Tychius haematopus . . — — — — — — . — — 1 — 65] Die Fauna im allgemeinen 403 1 Fänge auf trockenem, sonnigem Boden: XLIV XLV [XLVI] [XLVII] ![XLVni] [IL] 1 [L] 1 LI Ln LIII 97 Tychius picirostris . . — 1 — _ _ _ 98 Rhinoncus castor . . . — — _ 1 99 Sitona griseus .... — 1 — 1 — — — — 100 S. lateralis — — — 2 1 101 S. lineatus : 6 1 1 3 3 102 Phyllobius argentatus . — 1 103 Trachyphloeus scabriculus — — 5 — — — — 1 — _ 104 Strophosomus rufipes 1 — — — — — — — — 1 105 Hypera punctata . . . — — — — — — 1 — 106 H. arator _ 5 2 107 H. murina — _ 6 _ _ 108 Longitarsus luridus . . — — ■ — 1 109 Chaetocnema aridula — — — 1 _ 110 Cassida denticollis . . — — — 5 111 Galeruca rustica . . . — — — 1 112 Crioceris 12-punctata — — — — 1 — 113 Lema cyanella .... — — 1 — — 114 Corticaria fuscula . . . 1 — — 1 1 _ 115 Opatrum sabulosum . . — — — 2 — — 116 Crypticus quisquilius — — — — 2 — 117 Orthocerus muticus . . — — — . — 1 118 Anaspis pulicaria . . . — — — — 2 119 Mordellistena parvula . — — — 1 120 Lampyris-Larve . . . — — — 1 121 Lameiücornier-Larve . . — — — . 1 _ 122 Melanotus rufipes . . — — — — 1 123 Athous-Larve — — — _ 3 124 Cardiophorus-Larve . . . 1 — — 125 Elateriden-Larve (XXXII bis) — — — — — . 1 126 Bembidium lampros . . . — — — _ 2 127 B. 4-maculatum . . . . — — — — 3 128 Harpalus servus — — — — 3 7 129 Amara curta . — 1 _ ^ 130 , A. familiaris. . — — — 1 _ 131 ' A. lunicollis . — 1 — — — — — — 1 132 Masoreus wetterhalii . . I 133 Metabletus foveatus . . 3 — 4 1 2 134 M. trunctatellns . . . . — 5 1 _ 1 135 , Calathus fuscipes . . . . — — 1 1 136 : C. erratus — — 1 — 18 2 137 C. melanocephalus . . . — 1 1 2 138 Badister bipustulatus . . — — — 1 139 Pterostichus niger . . . — 2 140 P. nigritus — — 1 141 Poecilus iepidus . . . . — 1 142 Cicindela campestris . . . — 1 143 Coleopteren-Larve (XXXV) 1 — — .^- 144 Rhaphidia-Larve . . . . 3 — — 145 Solenopsis fugax . . . — — — — — — 6" 2 — 404 Tierwelt [66 Fänge auf trockenem sonnigem Boden: XLIV XLV [XLVI] [XLVII] [XL VIII] [IL] [L] LI LII LIII 146 Leptothorax acervorum . . _ _ 2 147 Tetramorium caespitum — 3 — 3 20 6 — 148 Myrmica laevinodis . . . — 1 149 M. ruginodis . . — 3 — 150 M. scabrinodis 1 : 151 Lasius niger . . — — — 3 4 4 4 1 5 152 L. alienus . . . — 2 8 7 153 L. flavus .... — — — — — — 1 154 Formica rufibarbis — — 3 3 5 3 155 Cecidostiba collaris — — — 1 — — — — 156 Eubadizon nigripennis . . — — — 1 — — . — — 157 Rhogas circumscriptus . . — — . — . 1 — — — — 158 Pezomachus vagans . . . — — — 1 — — — — — 159 P. anthracinus — — 1 — — — 160 P. fallax 1 — 161 Lophyrus pini-Larve . . . — — 1 — — — — 162 Acantholophus hispidus . — — — — 1 — — — 163 Platybunus corniger . . . — — — — — 1 1 164 Phalangium opilio . . . — — • — — 2 4 — — 165 Rhyncholophus regalis . . — 1 — — — — — — 166 Rh. quisquiliarum .... — — -_ 1 — — 167 Ixodes ricinus , 1 168 Bdella lapidaria .... — 2 — — — 169 B. longirostris — 1 — — 1 — 170 Cosmolaelaps cuneifer . . . — . — 1 171 Iphidosoma fimetarium . . 2 — 172 Sphaerolaelaps holothyroid. — — — 7 173 Pisaura listeri 1 __ — — — 174 Tarentula mariae .... __ 3 175 T. inquilina 1 — . — _ — — 176 T. barbipes — 1 — 2 1 — 177 T. aculeata 1 _ 178 Arctosa perita . 1 179 Trochosa ruricola . . . 1 1 180 T. terricola 6 181 Lycosa agrestis .... 2 1 1 — 182 L. tarsalis — . 5 . 183 L. riparia — 1 184 Xerolycosa nemoralis . . 4 2 9 — — 1 185 X. miniata — — — — 2 — 186 Zora spinimana . . . . — — — — — 1 187 Chiracanthium erraticum — — 1 — — — 188 Ch. oncognathum .... — — — 3 — 3 189 Phrurolithus festivus . . — 14 1 5 190 Micariolepis dives . . . — — — 1 191 Clubiona diversa . . . . — — — — 1 — 1 — 192 Agroeca brunnea . . . . — — — — 1 193 A. gracilipes — — — 1 — — — — — — 194 A. chrysea . . . — — 2 — — — — — — — 671 Die Fauna im allgemeinen 405 Fänge auf trockenem sonnigem Boden: XLIV XLV [XLVI]'[XLVII] [XLVIII] PL] [L] LI LU Lm 195 Prosthesima nigrita . . __ 1 196 P. petivieri — — — — — 3 2 2 197 Drassodes troglodytes . 2 1 — — 4 1 198 D. pubescens .... — — 1 — 1 1 2 199 Euophrys aequipes . . — — 1 — 1 200 Sitticus littoralis . . . — 2 — — _ _ 201 Aelurillus litera-v-insignitus — 1 — . _ 202 Heliophanus auratus . . — 1 — — . _ 203 Pellenes tripunctatus — — — — ~1 __ 204 Attulus helveolus . . . — — — ^_ 1 205 Phlegra fasciata . . . — — — — _ 1 206 Evarcha biancardi . . — — — ^ 1 207 Thanatos formicinus . . 4 — — — 6 1 208 Tibellus oblongus . . — — — 2 3 209 Philodromus aureolus . — 1 -^ ^ __ _ , 210 Oxyptila scabricula . . — — — — 1 5 __ 211 0. horticola .... — — — 1 . ^_ _ 212 Xysticus robustus 1 — — — — . 213 X. viaticus . . — 1 2 2 — 5 7 , 214 X. striatipes . . — — — — — — 2 215 X. sabulosus — — — — — 1 216 Hahnia nava — — — — 2 — 217 Cicurina cicurea — — — — — ., . 2 218 Lathys puta . . — — — — 1 — 219 Dictyna arundinacea . . 6 4 3 6 — — 4 220 Phyllonethis redimita . — — 1 — — — 221 Crustulina guttata . . — — — — — 3 . — 222 Asagena phaierata . . 1 — 2 — — — _ 223 Euryopis laeta .... — — — — — — ' X 224 Theridium notatum . . — 1 — — . — — 1 225 Th. denticulatum . . . — — — — 1 — ^ .^ 226 Ceratinella brevis . . . — — — — — — 1 227 Minicia sundevalli . . — — — — — — — 1 228 Tigellinus saxicola . . — — — — — — 1 229 Metobobactrus prominulus — — — — — — 1 230 Trichiopterna blacla. ß) Das 1. Rückensegment ragt nicht vor; die Kopfplatte ist mehr oder weniger schräg nach vorn gerichtet; die Grundfarbe des Körpers ist weißlich; das 3, Fühlerglied ist unmittelbar am Ende am dun- kelsten und niemals nach der Basis hin mit einem dunklen Ringe gezeichnet; der Körper ist 2 — 3 mm lang. 87] Analytische Übersicht der Tiere 425 aa) An den Seiten der beiden Thorakalsegmente und der '.\ ersten Hinterleibssegmente stehen die dunklen Zeichnungen in zwei scharf gesonderten Längslinien, die auch auf dem Rücken nie durch dunkle Querzeichnungen verbunden sind; die Fühler sind so lang wie der Rumpf, ihr erstes Glied ist gewöhnlich fast so lang wie der Endteil der Vorderbeine vom Knie bis zum Ende der Kralle; 2^2 — 372 ^T^'' unter Laub in feuchten Wäldern Eiitomobrya iiiuscorum Nie. (orcheselloides Schaff er). ßß) Die dunklen Zeichnungen bilden an den Körpersegmenten nie zwei an den Seiten und oben scharf getrennte Längslinien; die Fühler sind weit kürzer als der Körper; Größe 1 — 2 mm. * Auf dem 4. Hinterleibssegmente verlaufen dorsal, vom Hinterrande aus, zwei ununterbrochene dunkle Linien fast parallel bis etwa in die Mitte des Segmentes nach vorn, um sich hier etwas nach außen zu erweitern, hinten sind dieselben durch eine feine dunkle Randlinie verbunden; weiter findet sich dorsal keine Spur einer dunklen Querbinde: in Wäldern, auf niederen Wacholderbüschen und in dicker Detritusschicht Eiitomobrya nivalis. ** Auf dem 4. Hinterleibssegmente befindet sich entweder eine, auch auf der Mitte des Rückens nicht unterbrochene dunkle Querbinde oder es stehen dicht nebeneinander am Hinterrande 2 oder 3 dunkle Flecke, die aber nicht ununterbrochen über \ 3 des Gliedes nach vorn reichen. Y Am Hinterrande des 1. Thorakalsegmentes (des Mesothorax) und auf der Mitte des 4. Hinterleibssegmentes befinden sich mehr oder weniger scharfe dunkle Querbinden; die erstere ist in der Mitte des Rückens gleich breit und die letztere ist auch auf der IVIitte niemals ganz unterbrochen; bisweilen ist der Körper fast ganz dunkel; Länge bis P/3 mm. O Das 3. Hinterleibssegment ist fast ganz einfarbig dunkel; dafür sind das L und 2. Hinterleibssegment oben bis zum Hinterrande hell; unter Rinde Eiitomobrya cortiealis. QO -Die 3 ersten Hinterleibssegmente sind ebenso wie die beiden Thorakalsegmente gefärbt, oben am Hinterrande mit einer dunklen Querbinde oder Randlinie versehen oder ganz verdunkelt. Die Grundfarbe ist (in Spiritus) bläulich oder rötlich, mehr oder weniger dunkel marmoriert; die dunklen Randlinien der Segmente sind querüber gleich schmal; auf Fichten und Wacholderbüschen Eiiloniol»rya iiiar^iiiata. 00 Die Grundfarbe ist rein hellgelblich; die dunklen Rand- binden der Segmente sind stets stellenweise erweitert, nament- lich am 2. und :». Hinterleibssegment, oder die dunklen Zeich- nungen breiten sich über den größten Teil der Segmente aus. 426 Tierwelt [88 ^- Bis zum o. Hinterleibssegmente sind nur Querbinden vor- handen ; dieselben sind namentlich auf dem 2. und 3. Hinter- leibssegmente an den Seiten des Rückens erweitert und nehmen bisweilen den größten Teil des Segmentes ein; an dürren Orten auf und zwischen Gras . Entoniobrya iiiultifasciata. '^ Bis zum 3. Hinterleibssegraente erscheinen die dunklen Zeichnungen vom Rücken gesehen wie drei dunkle Flecken- reihen: auf kalkhaltigem Boden zwischen Steinen Eiitomobrya disjuiicta. yy Das 1. Thorakalsegment (der Mesothorax) ist mit Einschluß des Hinterrandes hell; auf dem Hinterrande des 4. Hinterleibs- segmentes befinden sich nebeneinander dorsal immer 2 dunkle Längsflecke; im Moos und Detritus trockener Waldstellen Eiitoniobry« nicoletii Lubb. (muscorum aut.). B) Die Springgabel fehlt entweder vollkommen oder sie ist' kürzer als der Kopf, an der Bauchseite etwas nach vorn gerückt und am 4. Hinterleibs- segment befestigt. a) Am 4. Hinterleibssegmente, d. i. am 4. Segmente hinter demjenigen, welches das 3. Beinpaar trägt, ragt am Bauch ein SpringschAvanz trichter- förmig nach unten vor; die Farbe ist immer blau. aa) Unmittelbar unter der Fußkralle steht eine an der Basis plötzlich stark verdickte Borste; auf den Papillen am hinteren Körperende befindet sich je eine dicke Kralle. «) Über der Fußkralle steht ein Haar, das ebenso lang ist wie die Kralle und am Ende verdickt; die Kralle auf den Papillen des hinteren Körper- endes ist nicht halb so lang wie die Fußkralle; auf den beiden Ästen der Springgabel stehen einige dicke Zähne; 1^/4 mm: im Moos und Detritus trockener Wälder Achorutes socialis. (i) Über der Fußkralle befindet sich kein Haar, das auch nur annähernd so lang wäre wie die Kralle; die nach oben gerichtete Kralle auf den Papillen am hinteren Körperende ist so lang wie die Fußkralle; auf der Springgabel befinden sich keine Zähne; 1^4 ram; im Torfmoos Achorutes aruiatiis. bb) Unter der Fußkralle befindet sich kein an der Basis stark verdicktes Haar (keine Unterkralle); auf den Papillen am hinteren Körperende steht keine dorsale Kralle. a) Über der Fußkralle befinden sich zwei Haare fast von der Länge der Kralle, die am äußersten feinen Ende eine deutliche Verdickung zeigen; die Endklauen der Schwanzgabel sind dünn und gerade, über halb so lang wie das ebenfalls schlanke Gabelglied; 1 mm: im Moos eines trockenen Kiefernwaldes Sclioetlella liiermis. 89] Analytische Übersicht der Tiere 427 ß) Über der Fußkralle stehen keine längeren Haare: die Krallen der Springgabel sind gebogen und ventral bis fast zum Ende mit einer Haut umgeben; 1 mm; im Detritus eines Erlenwaldes Pseu(lach<)rutos diibius. b) Die Springgabel fehlt gänzlich; aber am hinteren Körperende befinden sich bisweilen zwei Krallen. aa) Die Körperfarbe ist dunkelblau; unter der Fußkralle befindet sich keine an der Basis stark erweiterte Borste (keine Unterkralle). «) Der Körper ist nicht dreimal so lang wie breit, höckerig und mit langen Borsten versehen; die Borsten auf dem Kopfe sind so lang wie das Endglied der dreigliedrigen Fühler; das vorletzte Glied der Fühler ist breiter als lang; über der Fußkralle stehen keine Keulenhaare: 2 mm; im Moos an lichten Stellen Xcaniira iiiu.scoriiiii. (i) Der Körper ist mindestens viermal so lang wie breit; die Borsten auf dem Kopfe sind nicht halb so lang wie das Endglied des viergliedrigen Fühlers; das vorletzte Fühlerglied ist länger als breit; über der Fußkralle stehen 2 — 3 Borsten, die etwa ebenso lang sind wie die Kralle und die am Ende mit einer sehr schwachen Erweiterung versehen sind: Länge unter 1^2 mm; unter lockerer Rinde und am Fuße der Stämme im Detritus Aiiuropliorus laricis. bb) Die Körperfarbe ist weiß: unter der Fußkralle befindet sich eine an der Basis stai'k erweiterte Borste (eine Unterkralle): über der Kralle be- finden sich keine Keulenhaare. u) Der Körper ist etwa viermal so lang wie an der breitesten Stelle breit: am hinteren Körperende befinden sich zwei Krallen fast von der Länge der Fußkrallen ; 1 mm : in faulenden Vegetabilien und im Torfmoos Aphorura ariiiata. ß) Der Körper ist etwa dreimal so lang wie breit: am hinteren Körper- ende befinden sich keine Krallen; 1 mm: in dicker Schicht vom Detritus und im feuchten Moos Aphorura iiierinis, Ohrwürmer, Dermatoptera. C. Brunner v. Wattenwyl, Prodromus der europäischen Orthopteren. Leipzig 1882. S. 1 -26. I. Das reife Tier ist mit Flügeldecken versehen, die, einzeln gemessen, länger sind als breit und (unter diesen) mit gefalteten Flügeln: die Zange ist nur bei jungen ungeflügelten Tieren lang und dünn, bei erwachsenen Tieren vom ersten bis zum zweiten Drittel stark verjüngt, beim cf immer an der Basis erweitert und gezähnt; das kleine Plättchen zwischen den Zangen am letzten Hinterleibssegment (das Pygidium) ist immer schwarzbraun, nicht heller als die dunkleren Körperteile; der Hinterleib ist nicht gefleckt; der Körper ist mit Zange 20 mm lang; unter loser Rinde, zwischen Steinen usw. an lichten Orten Forlicula auriciilaria. 428 Tierwelt [90 II. Die Flügel fehlen auch beim reifen Tier gänzlich, die Flügeldecken fehlen fast ganz; sie sind viel breiter als lang: die Zange ist auch beim reifen Tier lang und dünn, vom ersten bis zum zweiten Drittel kaum ver- jüngt; das Pygidium ist hellbraun, heller als die dunkelsten Körperteile; der Hinterleib ist bei jungen Tieren hell und dunkel gefleckt (entweder in der Mitte hell gefleckt oder an den Seiten dunkel gefleckt); Körper mit Zange 15 mm; die jungen Tiere unter Laub, die erwachsenen auf Sträuchern Chelidiira acaiithopygia. Schaben, Blattodea. C. Brunner v. Wattenwyl, Prodomus der europäischen Orthopteren. Leipzig 1882. S. 26—54. I. Der Pro thoraxrücken (das Rückensegment hinter dem Kopfe) ist ganz hellgelblich: die Schwanzanhänge sind an der Wurzel hellgelblich, nur im Endteil schwarz : 8 — 9 mm : im Moos und Gras an lichten Orten Ectobia livida. IL Der Prothoraxrücken ist in der Mitte schwarz, seltener rostrot, am Rande immer hellgelblich: die Schwanzanhänge sind ganz schwarz oder schwarz- braun: 8 — ^10 mm: an sonnigen Plätzen auf und zwischen Pflanzen Eftobia lappoiiiea. Geradflügler, Orthoptera. C. Brunner V. Wattenwyl, Prodromus der europäischen Orthopteren. Leipzig 1882. R. Tümpel, Die Geradflügler Mitteleuropas. Eisenach 1901. Psociden S. 144—157. I. Der Hinterleib ist am Hinterende mit zwei weit vorragenden, geraden Schwanzanhängen versehen: die Fühler bestehen aus mehr als oO Gliedern. A. Die Vorderbeine sind sehr breit, schauf eiförmig, der Rücken des Pro- thorax ist länger als breit: 35 — 50 mm lang: in Gärten, grabend (Jr.yilotalpa viiliiaris. B. Die Vorderbeine sind nicht breit schaufeiförmig: der Prothorax ist, vom Rücken gesehen, breiter als lang: 20 — 25 mm: auf sandigem Boden im Rasen Röhren grabend (frylliis campostri.s. H. Der Hinterleib ist hinten nicht mit langen dünnen Schwanzfäden versehen; die Fühler bestehen aus weniger als 30 Gliedern. A. Die Vorderschenkel sind wenig kürzer und dünner als die Hinter- schenkel: die Fühlerglieder sind, abgesehen von den beiden Grundgliedern, fein fadenförmig: die Flügel sind beim ausgebildeten Tiei- dünnhäutig und mit wenigen Queradern versehen 27:{— 3 mm (Psoridac). ("aocilius flavidiis. 91] Analytische Übersicht der Tiere 429 B. Die Vorderschenkel sind nicht halb so lang und nicht halb so dick wie die Hinterschenkel: die Fühlerglieder sind gegen das Ende der Fühler z.T. fast so breit oder breiter als lang: die Vorderflügel sind fest und mit vielen Queradern versehen. AA. Der Prothoraxrücken (das Segment hinter dem Kopfe) endet hinten sehr spitzwinklig und ragt beim ausgebildeten Tier bis ans Ende des Hinterleibes oder noch weiter vor: zwischen den Fußkrallen befindet sich kein Haftballen Tettix. a. Der Prothorax ragt mit seinem fast stabförmig ausgezogenen Hinter- ende beim ausgebildeten Tier weit über das Ende der Hinterschenkel hinaus: der Prothorax ist dann bei 11 mm Länge nur 2^/2 mm breit: der Rumpf ist 7 10 mm lang: an unbebauten, sonnigen, spärlich bewach- senen Orten . . . , Tettix subiilatus. b. Die Hinterschenkel reichen mit ihrem Ende auch beim ausgebildeten Tier bis ans Hinterende des Prothorax oder noch weiter: der Prothorax ist bei 9 mm Länge 3 mm breit, der Rumpf 7 — 10 mm lang: an dürren, sonnigen Orten mit Detritus, an nackten Bodenstellen Tettix bipiiiietatiis. BB. Der Prothorax ist hinten in der Mitte mehr oder weniger gerundet: abgesehen von der Rundung ist der Winkel, den der Hinterrand in der Mitte bildet, ein rechter oder stumpfer und reicht bei weitem nicht bis ans Ende des Hinterleibes. a) Zwischen dem Auge und der Fühlerwurzel befindet sich, über dem kleinen glänzenden (dem Auge vorn anliegenden) Nebenauge stets eine Grube, die nicht länger ist als breit: der Hinterrand des Prothorax bildet in der Mitte einen abgerundeten rechten Winkel: beim ausgebildeten Tiere sind die Hinterflügel schön himmelblau und mit einer schwarzen Binde versehen: der Rumpf ist lö 30 mm lang: auf nacktem, sandigem Humusboden, namentlich in Sandwegen. . . Oedipoda eoerulescons. b) Über dem kleinen (dem Auge vorn anliegenden) Nebenauge befindet sich am vordem Seitenrande des Scheitels fast immer eine langgestreckte Grube oder die Grube fehlt gänzlich: der Hinterrand des Prothorax ist in der Mitte bogig stumpf Avinklig: die Hinterflügel sind fast wasserhell oder schwach gefärbt. aa) Die etwas flachgedrückten Fühlerglieder sind im Enddrittel beim 9 über lY4tnal so breit, beim cf über doppelt so breit wie die Fühler- glieder des ersten Drittels in ihrem breitesten Endteil: der Rumpf ist beim cT 11, beim 9 15 mm lang: an dürren baumlosen Stellen im spär- lichen Rasen (ioinpliocerus iiia<-iilatiis. bb) Die etwas flachgedrückten Fühler sind im Endteil nicht oder kaum breiter als der Endteil der Glieder im ersten Drittel der Fühler: der Körper ist beim reifen -f über 12, beim ^ über l-'i mm lang. 430 Tierwelt [92 a) Die Seitenkiele auf dem Prothorax sind nur schwach einwärts gebogen: der Raum zwischen dem Mittelkiel und dem Seitenkiel ist hinten nicht \^/2Tinsi\ so breit wie an der schmälsten Stelle: die Farbe des Prothorax ist entweder grünlich oder hellbraun, niemals ist der Seiten kiel vorn außen und hinten innen scharf dunkel begrenzt: die Flügel reichen beim reifen 9 oft nicht bis zur Mitte des Hinterleibes: der Rumpf des r ist etwa 14, des 9 etwa 20 mm lang; besonders auf feuchten moorigen Wiesen im Grase . . Stüiiobotlirus paralloliis. fi) Die Seitenkiele des Prothorax sind am Ende des vordersten Drittels immer stärker einwärts gebogen und oft vorn außen und hinten innen scharf dunkel begrenzt, oder der Prothorax ist oben und an den Seiten dunkel graubraun: die Flügel reichen beim reifen 9 stets über die Mitte des Hinterleibes hinaus. (vt) Vorn oben auf dem Scheitel des Kopfes ist wenigstens der Anfang eines mittleren Längskieles vorhanden, dieser Kiel glänzt ebenso stark, wie die nach hinten im Winkel auseinander tretenden Scheitel- ränder: beim cf dasselbe ist an dem unten gerundeten Hinter- leibsende erkennbar ist die hinter der vordersten (bei anliegen- den Flügeldecken untersten) aus der Wurzel entspringenden stärkeren Längsader liegende Zelle schmaler als die breiteste Zelle auf der mittleren Flügelfläche. * Auf den Vorderflügeln befindet sich die breiteste Zelle zwischen der 3. und 4. aus der AVurzel entspringenden stärkeren Längsader von hinten (bei anliegenden Flügeldecken von der Älitte des Rückens aus) gezählt: die hinterste derselben mündet meist schon vor der Mitte der Flügellänge in die zweite ein: ein stets vor- handener scharfer weißer Fleck befindet sich der Hauptmasse nach zwischen der Verlängerung dieser 8. und 4. Ader: der Rumpf ist beim cf etwa 20, beim 9 fast 80 mm lang: im stärkeren Grase an unbebauten Stellen Steiiobothrus liiie«atus. ** Die breiteste Zelle befindet sich auf den Vorderflügeln (wenn man, wie oben, die verkürzte Ader mitrechnet) zwischen der 4. und 5. stärkeren Längsader von hinten: ist ein weißer Fleck deutlich, so befindet er sich nie zwischen der Verlängerung der 3. und 4. Ader: die Flügeldecken sind auf dem Rücken lebhaft grün, an den Seiten häutig rauchbraun: der Rumpf des cf ist etwa 15, der des 9 etwa 20 mm lang: auf trockenen grasreichen Wiesen Stenobotliriis viridiiliis. fifi) Auf dem Kopfe ist vorn bisweilen eine helle Mittellinie erkennbar, die aber niemals glänzt wie die Scheitelränder: beim o' ist die nahe dem Vorderrande (bei anliegenden Flügeldecken Unterrande) liegende Zelle die breiteste: auf der Flügelmitte ist das Geäder ähnlich wie bei St. viridulus, nicht wie bei St. lineatus. 93] Analytisciie Übersicht der Tiere 431 * Die Brust zwischen den Vorderhüften ist spärlich und kurz behaart: die Oberseite des Kopfes ist fast bis vorn hin gewölbt: noch vor dem Vorderrande der Augen ragt die Wölbung bei genauer Profil- ansicht des Kopfes über die glänzenden Scheitelränder vor: der Rumpf ist beim ^ etwa 14, beim Q etwa 20 mm lang: auf gras- reichen Waldlichtungen .... Stenobothrus liaeiiiorrhoidalis. ** Die Brust ist dicht und lang, fast wollig weili behaart: die Ober- seite des Kopfes ist vor dem Vorderrande der Augen deutlich flach gedrückt und nicht gewölbt. Y Beim 9 — dasselbe ist an den zwei nach oben und zwei nach unten gerichteten Skelettstücken am Hinterleibsende erkennbar ist zwischen der ersten und der zweiten aus der Wurzel der Flügel- decke entspringenden stärkeren Ader (bei aufliegenden Decken von unten gezählt) eine überzählige Längsader vorhanden: beim cf ist das zwischen der vierten und sechsten Längsader liegende Doppel- feld fast P/gmal so breit wie die zwischen der ersten und zweiten liegende Zelle: der Rumpf ist beim cf etwa 16, beim 9 etwa 22 mm lang: an sehr trockenen, sonnigen Plätzen Stenobothrus bieolor. •;■;- Beim 9 sind zwischen der ersten und zweiten Längsader höch- stens einige Queradern in der Längsrichtung miteinander ver- bunden: beim cf ist die Zelle zwischen der ersten und zw'eiten Längsader etwa so breit wie die Doppelzelle zwischen der \'ierten und sechsten Längsader: durchschnittlich etwas kleiner als vorige: auf trockenen Wiesen und auf Waldlichtungen Stenobothrus bi^uttulus. Schnabelkerfe, Rhynchota. I. Der Rüssel ist am Hinterrande der unteren Kopfseite eingelenkt Heuiiptera Homoptera. A) Am Ende der Hinterschienen befinden sich keine dicken Stacheln oder Sporen: die Beine sind vielmehr (wie der ganze Körper) zart gebaut und meist nur mit zarten Haaren besetzt: die Vorderflügel sind, wenn sie ent- wickelt sind, stets feinhäutig und liegen nicht dachartig dem Hinterleibe auf: die Fühler bestehen niemals aus 2 — 3 kurzen, dicken Grundgliedern mit einer feinen Endborste: sie sind vielmehr bis zur Mitte oder bis zum Ende deutlich gegliedert. a) Auf den Schenkel und die Schiene der Beine folgen zwei fast gleich lange Tarsenglieder: die vier Flügel sind etwa gleich groß und nur mit einer einzigen Längsader versehen I. Aleurodina S. 432. b) Auf Schenkel und Schiene der Beine folgt entweder gleich die Fuß- kralle oder ein einziges Tarsenglied oder gewöhnlich ein sehr kurzes und 432 Tierwelt [94 dann ein größeres Tarsenglied : die Flügel fehlen entweder ganz oder es sind nur zwei vorhanden oder es sind vier vorhanden und dann sind die Vorderflügel reich geädert. (a) die Füße sind mit einer einzigen Kralle versehen: die Flügel fehlen entweder gänzlich oder es sind (beim rf) deren zwei vorhanden II. (Joociiia S. 432. ß) Die Füße sind mit zwei Krallen versehen, von denen beim jungen Tiere die eine oft viel größer ist als die andere; die Flügel fehlen ent- weder ganz oder es sind deren vier vorhanden III. ApIiidiiiH S. 432. B) Am Ende der kräftigen Hinterschienen befinden sich stets kräftige Sjjoren: die Vorderflügel liegen, wenn sie vorhanden sind, dachartig dem Hinterleibe auf und sind fest und steif: die kurzen Fühler bestehen aus 2 — 3 dicken Grundgliedern und einer feinen, feingeringelten Endborste ly. Cicadiiia S. 435. H. Die Einlenkung des Rüssels ist vom hinteren Kopfrande entfernt: der Rüssel legt sich aber oft der Bauchseite des Körpers an und ist dann in der hinteren Hälfte der Kopfunterseite bisweilen in eine tiefe Rinne mit parallelen Rändern eingesenkt . . . Y. Heiiiiptera Heteroptera S. 441. I. Aleurodiiia. C. L. Koch, Die Pflanzenläuse. Nürnberg 1857. 1^/4 mm: am Ende der Flügellängsader befindet sich ein dunkler Schatten- fleck: an einem sonnigen Hange zwischen Heidekraut Aleurodcs brassicae. II. Schildläuse, Cocciiia. R. Newstead, Monograph of the Coccidae of the British Isles. 2 Vol. London 11)01 1903. Das "^T ist 2 mm lang und P/^ mm breit mit weißen Wachsschu})pen mehr oder weniger bedeckt: auch die Eier werden in Wachs eingehüllt: unter Laub und Moos Newstead ia floeeosa. in. Blatt- und Wurzelläuse, viphidina. Gr. B. Buckton, Monograph of the British Aphides. 4 Vol. London 1876--83. H. ScHOUTEDEN, Catalogue des Aphides de Belgique in: Mem. Soc. ent. Belg. Vol. 12. 1906, p. 189— 246. I. Am Hinterleib befindet sich im hinteren Drittel oder Viertel jederseits eine dünne Röhre, die mindestens doppelt so lang ist wie an der Basis dick. A) Die Höcker, auf deren Außenseite oder an deren Ende die Fühler ein- gelenkt sind, ragen, wenn man den Kopf von oben sieht, viel weiter nach vorn vor, als die Mitte der Stirn, welche die mittlere Ocelle, das Stirn- auge (oft ebenfalls auf einem Höcker stehend) trägt. 95] Analytische Übersicht der Tiere 433 a) Die Schiene der Hinterbeine ist bis weit über die Mitte hinaus fast ausschließlich, in der Wurzelhälfte ausschließlich mit Kolbenhaaren besetzt, nur vor dem distalen Ende treten mehrere spitz auslaufende Haare auf; die Fühler sind sehr lang, beim ungeflügelten Tier etwa so lang wie der Körper oder länger, beim geflügelten Tier etwa so lang wie der Flügel, aa) Die Farbe des Körpers ist grünlich, nur das Ende der Hinterleibs- röhren, der Beine und der Fühlerglieder ist dunkel gefärbt; die Kolben- haare auf dem 3. (dem 1. dünnen) Fühlergliede sind äußerst kurz, nicht halb so lang wie die Dicke des Gliedes; P/^ mm; an nassen Orten auf Spiraea, auf verschiedenen Schmetterlingsblütern usw. Macrosiphum ulmariae (Siphonophora pisi). bb) Nur die Farbe des Rumpfes ist dunkelgrünlich, schwarz gefleckt; die Fühler, die Beine, die Hinterleibsröhren und der Schwanzanhang sind schwarz, höchstens die Wurzelhälfte der Schenkel und des 3. Fühlergliedes hell; die Kolbenhaare auf dem 3. Fühlergliede sind etwa so lang wie die Dicke des Gliedes; 2 — 2Y2 nim; im sonnigen Rasen auf Achillea Macrosiphuiii uiillefolii. b) Die Schiene der Hinterbeine ist nur in der Wurzelhälfte mit vereinzelten sehr kurzen Kolbenhaaren, sonst nur mit spitz auslaufenden Haaren besetzt; die Fühler sind beim ungeflügelten Tier viel kürzer als der Körper, beim geflügelten viel kürzer als die Flügel. «) Beim geflügelten Tier sind die Hinterleibsröhren stets an der Wurzel am dicksten, um sich gegen das Ende allmählich zu verjüngen; beim ungeflügelten Tier sind die Innenränder der weit vorragenden seitlichen Stirnhöcker entweder nach vorn einander zugeneigt oder einander parallel; der Körper ist 1^/4 mm lang, auch beim geflügelten Tier grün- lich, wenig dunkel gezeichnet; auf Hopfen usw. . Phorodoii humuli. ß) Beim geflügelten Tier sind die Hinterleibsröhren vor dem Ende stets etwas bauchig erweitert; beim ungeflügelten Tier ragen die seitlichen Stirnhöcker weniger weit vor und ihre Innenränder treten nach vorn sehr stark auseinander; der Hinterleib ist beim geflügelten Tier, ebenso wie der Kopf und der Thorax, scharf dunkel gezeichnet; l^/2Toarü; auf verschiedenen Pflanzen, Nasturtium, Potentilla, Ranunculus usw. Rhopalosiphoii dianthi. B) Auf der Stirn ragen die Seitenhöcker, welche die Fühler tragen, wenn man den Kopf von oben sieht, entweder nicht merklich weiter oder gar weniger weit nach vorn vor als die Mitte der Stirn (mit dem Stirnauge); die Hinterleibsröhren sind schwärzlich gefärbt; die Fühler sind viel kürzer als der Körper Apliis. a) die Hinterleibsröhren sind nur etwa viermal so lang wde in der Mitte dick; die Fühler und die Enden der Beinglieder, die Rückenseite des Beiträge zur Naturdenkmalpflege. III 28 434 Tierwelt [96 Vorderkörpers und Flecke auf dem Hinterleibe sind dunkel gefärbt: 2\.j mm: auf verschiedenen Kreuzblütern usw Aphis brassicae. b) Die Hinterleibsröhren sind mindestens sechsmal so lang wie in der Mitte dick: P/^ mm: die Färbung ist ähnlich wie bei der vorhergehenden Art: auf Schlehen usw Aphis priiiii. H. Am Hinterleibe befinden sich entweder keine vorstehenden Röhren oder die hinten an jeder Seite stehende Röhre ist nicht länger als dick. A) Es ist hinten auf dem Hinterleibe jederseits eine deutlich über die Haut vortretende Röhre vorhanden: dieselbe ist aber bisweilen, wenn mit Stachel- borsten besetzte Höcker vorhanden sind, schwer erkennbar; von dem geringelten 5. Fühlergliede (dem Endgliede der Fühler) ist der verschmälerte Endteil lang ausgezogen: der verjüngte Endteil ist fast ebenso lang wie dick: die Augen sind mit mehr als zehn Facetten versehen: der Körper ist dreimal so lang wie dick (ilypliina. a) Der Körper ist mit Höckern und auf diesen mit je einer Stachelborste dicht besetzt: die Stachelborsten sind am längsten an den Seiten des Hinterleibes: auch auf der Stirn stehen jederseits vom Stirnauge einige Borstenhöcker, die höher sind als der Augenhöcker: das dunkle Endglied der Fühler ist doppelt so lang wie das vorletzte Glied: der Körper ist 1^/5 mm lang und dunkel gefärbt: an trockenen Orten im Moos und zwischen Gras (Jlyphiiia aeuleata n. sp. b) Die Haare sind sehr fein und stehen auf äußerst kleinen Höckerchen: sie sind am längsten am hinteren Körperende und auf der Stirn: das End- glied der Fühler ist dreimal so lang wie das vorletzte Glied: der Körper ist 1^/4 mm lang und hell gefärbt: an Ufern zwischen Detritus (ilyphiiia pilosa n. sp. B) Am Hinterleibe sind keine über die Oberfläche vorragenden Röhren und niemals Borstenhöcker vorhanden: das Fühlerendgiied ist nicht in einen langen dünnen Endteil ausgezogen: der verjüngte Endteil ist nicht doppelt so lang wie dick: die Augen sind wenig entwickelt, nur mit wenigen Facetten versehen. a) Die Fühler sind fünf gliederig : die drei Endglieder sind zusammen über P/gmal so lang wie die beiden Grundglieder zusammen. a) Das dritte Fühlerglied ist mindestens doppelt so lang wie jedes der andern Glieder: der graugrünliche Körper ist 3 mm lang und 2 mm breit: in dem Neste einer Ameise (Lasius flavus) . Forda foniiicaria. ß) Das dritte Fühlerglied ist nicht doppelt so lang wie das größte der andern Glieder. (tu) Das letzte Fühlerglied ist so lang wie die beiden vorhergehenden Glieder zusammen: der dünne Endfortsatz desselben ist etwa so lang wie das 4. Glied; das 4. Glied ist fast kugelig, dicker als das 3.; der Körper ist unbehaart, ^/^ mm lang und ^4 tu"^ breit: im durchwachsenen nassen Torfmoos unter Krüppelkiefern Tyclieoides (Tychea) eraf:;rosli(lis. i 97] Analytische Übersicht der Tiere 435 ßß) Das 4. Fühlerglied ist viel länger als das 5., doppelt so lang wie breit; das Endglied ist am Ende nur in eine schiefe Spitze ausgezogen; die Hinterleibssegmente sind mit Querreihen langer, mehr oder weniger gebogener Haare besetzt; diese Haare sind so lang wie die beiden End- glieder der Fühler zusammen: der Körper ist V/^ mm lang und ^/g mm breit; im Moos eines Kiefernwaldes . Tycheoides loiigisetosa n. sp. b) Die Fühler sind dreigbederig; das dritte Glied ist mehr oder weniger geringelt, aber kaum länger als die beiden Basalglieder zusammen; das 2. Rüsselglied (zwischen dem dicken Basalgliede und dem dünnen End- gliede liegend) ist, wenn man den Körper von der Bauchseite sieht, kaum länger als dick; das Endglied der Fühler ist kürzer als das Endglied des Rüssels; der Körper ist l^/g mm lang und '^/j mm dick; im nassen Torf- moos zwischen Birken Phylloxera crassirostris n. sp. IT. Zikaden, Cicadiiia. G. Flor, Die Rhynchoten Livlands, Bd. H, Dorpat 1861. L. Meliciiar, Cicadinen (Hemiptera-Homoptera) von Mittel -Europa, Berlin 1896. I. Die Fühler stehen unter den Augen meist in einer Einbuchtung derselben und ragen weit zur Seite vor; ihre beiden verdicken Grundglieder sind etwa halb so lang wie der Kopf mit den Augen breit ist; das dicke zweite Glied ist mit auffallenden napfförmigen, am Rande behaarten Sinnesorganen ver- sehen ; am Ende der Schiene des dritten Beinpaares befindet sich (abgesehen von ganz jungen Larven) aulier den Dornen ein beweglicher, am Rande gesägter Sporn, der so lang ist wie das Endglied der Tarsen; vorne am Kopfe befinden sich Längskiele; zwischen den Seitenkielen und an andern Körperstellen befinden sich beim jungen Tier stets kleine Näpfchen; die Flügeldecken sind, auch beim reifen Tier, nicht halb so lang wie der Hinter- leib; (die jungen Tiere sind z. T. noch nicht der Art nach unterscheidbar). A) Vorn am Kopfe sind, auch beim reifen Tier, stets vier getrennte Kiele (also kein Mittelkiel) vorhanden; die kurzen, einfarbig dunkelbraunen Flügel- decken sind hinten breit weiß gerandet; bei (ausgefärbten) jungen Tieren ist der Vorderkörper oben scharf hell und dunkel marmoriert und an den dunklen Hinterleibsringen befinden sich dorsal zu jeder Seite am Hinter- rande oder unmittelbar vor dem Hinterrande kleine helle Punkte; 2^/3 bis 3^2 mm; im Moos hochstämmiger Kiefernwälder Stiroma alboinargiiiata. B) Vorn am Kopfe sind beim reifen Tier stets drei Kiele (also ein Mittelkiel) vorhanden ; die Flügeldecken sind nicht dunkel und hinten weiß gerandet; die jungen Tiere besitzen vier Kiele, aber sie sind (abgesehen von Libumia forcipata) anders gefärbt als unter A angegeben wurde. 28'^ 436 Tierwelt [98 a) Das erste Fühlerglied ist am Ende fast doppelt so dick wie an der Wurzel; die kurzen Flügeldecken sind auf dem Geäder mit mehreren schwarzen Flecken versehen; auf den Seiten der einzelnen Hinterleibs- segmente befindet sich dorsal eine gebogene Reihe rundlicher, heller Flecke; der Raum zwischen den Kielen vorn am Kopfe ist querüber hellgelblich; 3 — 3^2 mm; an sumpfigen Stellen zwischen dichtem hohen Grase Conoiiiplus iimbatus. b) Das Grundglied der Fühler ist vor dem Ende nicht 1^ o i^^^ so dick wie an der Wurzel; die Flügeldecken sind auf den Adern nicht schwarz gefleckt: der Raum zwischen den Kielen vorn am Kopfe ist oft mehr oder weniger dunkel gezeichnet; auf den Hinterleibsringen befinden sich helle Flecke allenfalls unmittelbar vor dem Hinterrande . . Libiirnia. aa) Das reife Tier ist, abgesehen von den weichen Teilen zwischen den Hinterleibssegmenten, fast ganz schwarz oder schwarzbraun, der Vorder- körper ist kaum heller als die Hinterleibssegmente; beim jungen Tier ist der Körper ebenfalls verhältnismäliig dunkel, aber stets hell gezeichnet; stets befindet sich eine Reihe heller Punkte an oder vor dem Hinterrande der Hinterleibssegmente; 2 — 2^2 «im; an lichten, feuchten Stellen im Moos Liburnia forcipata. bb) Beim reifen Tier sind stets ausgedehnte Teile auch des festen Panzers hell braungelblich oder weißlich gefärbt; auch die jungen Tiere sind sehr hell gefärbt. a) Der mittlere der drei Stirn kiele ist, wenn man den Kopf genau von vorn sieht, schon unter der Augenmitte bis oben hin gegabelt; auf den Rückenschildern des Hinterleibes befinden sich, auch bei jungen Tieren, dunkelbraune Zeichnungen, namentlich zu beiden Seiten der Mittellinie. aa) Über den Rücken des Körpers verläuft von der Stirn bis zum Hinter- leibsende eine helle Längsbinde, die jederseits dunkel eingefaßt ist; der Raum zwischen den Kielen vorn am Kopfe ist querüber dunkel, mehr oder weniger hell gefleckt; die verkürzten Flügeldecken sind am Ende abgerundet ; 9 ^^^j^ mm ; an sonnigen Stellen im Gras und Moos Liburnia fairmairei. ßß) Nur der Vorderkörper (der Scheitel, der Vorderteil des Pronotum und das Schildchen) ist dorsal hell gefärbt; auf dem Hinterleibe tritt nur eine helle Mittellinie hervor; vorn am Kopfe sind nur die Ränder der Kiele dunkel gefärbt; die verkürzten Flügeldecken sind hinten etwas gestutzt; 9 2^/4 mm; im Moos eines jungen Kiefernwaldes Liburnia (listinj^ncnda. ß) Vorn am Kopfe ist der Mittelkiel oben nicht gegabelt: der Kcirper ist fast ganz hellbraungelb, auch der Rücken des Hinterleibes ist nur stellenweise, namentlich an den Rändern der Segmente, etwas dunkler; die verkürzten Flügeldecken sind gelblich; am inneren Endwinkel beim 99] Analytische Übersicht der Tiere 437 cT mit einem dunklen Winkelfleck versehen ; 1^/^ — 2^4 mm ; im nassen Torfmoos Liburiiia flaveola. II. Die Fühler stehen mehr oder weniger verborgen am vordem Innenwinkel des Auges; die beiden dicken Basalglieder derselben sind zusammen nicht viertel so lang wie der Kopf mit den Augen breit ist; das zweite Glied ist nicht mit dornrandigen Grübchen versehen; am Ende der Schiene des dritten Beinpaares befindet sich nie ein beweglicher Sporn. A) Die Hinterschiene ist dorsal — wenn man die Beugeseite die Ventral- seite nennt — höchstens mit einer oder mit zwei Reihen von sechs Stacheln versehen, von denen keiner über dreiviertel so lang ist, wie unter ihm die Schiene dick ist. a) An der Vorderschiene ist die Ventralseite nicht mit stärkeren Stacheln versehen als die Dorsalseite; die Hinterschiene ist vollkommen gerundet; Kanten sind nur bisweilen durch äußerst feine Stachelreihen angedeutet, aa) Der Rüssel besteht aus zwei Gliedern; das zweite Glied der Fühler ist fast kugelig, über viermal so dick wie das dritte, das sich als Borste fortsetzt; es ist mit äußerst feinen zarten Anhängen dicht besetzt; an der Vorderseite des Kopfes und an andern Körperteilen befinden sich zahlreiche hellfarbige Grübchen; 3 mm lang; unter Moos und Detritus Cixius nervosus-Larve (?). bb) Der Rüssel besteht aus drei gesonderten Gliedern; das zweite Fühler- glied ist zylindrisch, nicht dreimal so dick wde das dritte, welches sich als Borste fortsetzt, nicht mit feinen zarten Anhängen dicht besetzt; an der Vorderseite des Kopfes befinden sich niemals helle Grübchen, a) Das dritte Rüsselglied ist nicht oder kaum länger als das zweite; Flügel und Flügeldecken sind vorhanden und reichen bis ans Ende des Hinterleibes; 6mm; auf niederen Pflanzen. . Philaeiius spumarius. ß) Das dritte Rüsselglied ist über P/g mal so lang wie das zweite; es sind höchstens Ansätze von Flügeln und Flügeldecken vorhanden : dieselben reichen nicht bis zur Mitte des Hinterleibes; ßVo ^i^i: im Moos und De- tritus auf feuchtem Waldboden Apliropiiora alni-Larve. b) Die Vorderschienen sind an der Ventralseite (im Gegensatz zur Dorsal- seite) stets mit kräftigen Dornen bewaffnet; die Hinterschienen sind kantig. aa) Der Kopf ist schaufeiförmig dünn, doppelt bis dreimal so lang wie der Prothorax, er ragt wagerecht nach vorn vor; die flache Verlängerung ist oben und unten in der Mitte mit einem Längskiel versehen und der Rand setzt sich von vorn bis fast zum Hinterrande über das Auge fort; 7 bis 9 mm lang, 2 mm breit; an sonnigen Stellen im Detritus (bei der Var. depressa ist der Kopf länger als breit) .... Eupelix cuspidata. bb) Der Kopf ist nicht schauf eiförmig nach vorn verlängert; a) Die Fühler stehen vor den Augen in einer Grube, die oben und unten von einem Kiel begrenzt ist; die dorsalen Dornen der Hinterschienen 438 Tierwelt [100 sind ebenso kräftig und ebenso lang wie die ventralen; der Rücken ist, so weit er von den Flügeln bedeckt ist, gerade; 4 mm lang, V/^ mm breit; an sonnigen Stellen zwischen Gras und Moos Megophthaliiiiis scaiiicus. ß) Die Vorderseite des Kopfes ist nur über den Fühlern querüber scharf gekielt; an den Hinterschienen sind die ventralen Dornen viel länger und stärker als die dorsalen; die auf den Hinterleib gelegten Flügel- decken bilden oben eine stark gebogene Linie ; 3^/^ mm lang, P/^ mm breit; auf und zwischen Heidekraut Ulopa reticulata. B) Die Hinterschienen sind dorsal mindestens mit einer Reihe von 7 Stacheln versehen, die bei Tieren, deren Flügeldecken annähernd bis zum Ende des Hinterleibes reichen, z. T. fast ebenso lang sind wie der Durchmesser der Schiene unter ihnen dick ist, bei Tieren mit unentwickelten Flügeldecken wenigstens halb so lang. AA) Die Vorderschiene ist genau am Dorsalrande höchstens vor dem Ende mit einem längeren Stachel versehen, oft dagegen mit zahlreichen abstehen- den Haaren besetzt. a) Die Vorderschiene ist ventral entweder mit zwei Reihten von mindestens 3 — 4 Stacheln versehen oder sie ist (bei jungen ungeflügelten Tieren) fast ganz stachellos, aa) Der Kopf ragt, von oben gesehen, in der Mitte sehr wenig vor; der Scheitel ist zwischen den Augen etwa dreimal so breit wie in der Mitte lang, mit zwei großen schwarzen Flecken versehen; der Hinterleib ist hellgelblich und schwärzlich quergebändert; die oft verkürzten Flügel- decken sind hell und schwärzlich längsgestreift; die beim reifen Tier vorhandenen punktförmigen Nebenaugen befinden sich auf dem Über- gang zur Vorderseite des Kopfes; 3^3 mm lang, IY3 mm breit; zwischen Gras auf trockenen Wiesen Ag^allia braehyptora. bb) Der Kopf ist, von oben gesehen, namentlich in der Mitte immer stärker nach vorn vorgezogen, zwischen den Augen nicht 2^2 mal so breit wie lang und anders gezeichnet; die beim reifen Tier stets vor- handenen Nebenaugen befinden sich auf der Oberseite des Kopfes, oft nahe an dessen Vorderrande. «) Die beim reifen Tier vorhandenen Nebenaugen stehen, wenn man den Kopf von oben sieht, dessen Hinterrande näher als dessen Vorderrande; die Farbe ist beim reifen Tier schön grün, beim jungen Tier schön gelb; der Kopf zeigt auf der Oberseite zwei schwarze Flecke; 8 mm lang, 2 mm breit; im feuchten Wiesengras Tetti^oiiia viridis. ß) Die beim reifen Tier vorhandenen Nebenaugen stehen nahe am Vorder- rande des Scheitels; die Farbe ist nicht schön grün oder gelb. u mal so lang wie der zweitlängste; meist sind beide fast gleich lang; die dritte Längs- ader der Flügel ist meist völlig gerade und mündet sehr nahe dem Flügelende; die Verdickung der Randader geht nicht um die Hälfte der hinteren Querader über ihre Mündung hinaus. ««) Von den dorsalen Stacheln der Basalhälfte der Mittelschiene ist der längste höchstens etwa l^^ mal so lang- wie der zweitlängste; oft sind beide fast gleich lang. * Auf der Dorsalseite der Mittelschiene stehen die beiden Stacheln der Distalhälfte bei Profilansicht der Schiene soweit voneinander entfernt, daß der distale vom Ende nicht doppelt so weit entfernt ist wie von dem andern (proximalen) Stachel; die Flügel sind ver- kürzt; die Farbe des Tieres ist schmutzig gelbbräunlich, die Fühler sind am dunkelsten; 2 mm; zwischen hohen Sumjjfpflanzen Liinosiiia pseudoiiivalis. ** Auf der Dorsalseite der Mittelschiene stehen die beiden großen Stacheln der Distalhälfte entweder gleichweit vom Ende entfernt oder der eine kaum hinter dem andern, so daß der distale bei Profil- ansicht der Schiene vom Ende derselben über zweimal so weit ent- fernt ist wie vom proximalen; der Körper ist größtenteils schwarz. t Der distale dorsale Stachel auf der Distalhälfte der Mittelschiene ist weiter als die Länge des ventralen Endstachels vom distalen Ende der Schiene entfernt; die Beine sind mit Ausschluß der hell- gelblichen Vorderhüfte dunkelbraun; der Kopf ist unter den Augen gelblich; 2^/4mm; an schattiger Stelle im durchwachsenen nassen Torfmoos Limosiiia loiii'isetosa. •;t Der distale dorsale Stachel der Mittelschiene ist nicht um die Länge des ventralen Endstachels vom Ende der Schiene entfernt; die Beine sind mit Ausschluß der Gelenke und Tarsen dunkel; der Kopf ist unter den Augen von schwarzer Grundfarbe. O Der zweite x\bschnitt des Flügelvorderrandes ist kürzer als der dritte Abschnitt; die Schwinger sind braun, Aveißlich gestielt; auf der Mittelschiene befindet sich in der Mitte zwischen dem dorsalen Stachelpaar der distalen Hälfte und dem Stachelpaar der Wurzel- hälfte ein kleiner Dorsalstachel; 2 mm; unter Moos im Kiefern- walde Limosiiia pusio. 131] Analytische Übersicht der Tiere 469 QO Der zweite Abschnitt des Flügel vorderran des ist etwas länger als der dritte; die Schwinger sind ganz weißlich; den dorsalen Stacheln der distalen Schienenhälfte der Mittelbeine gehen nur zwei kleine Stacheln kurz vorher Liinosiiia parapusio. jiß) Von den dorsalen Stacheln der Wurzelhälfte der Mittelschiene ist der eine mindestens 1^/2 mal so lang wie der andere oder es ist nur ein Dorsalstachel in der Basalhälfte vorhanden. * Von den dorsalen Stacheln auf der Distalhälfte der Mittelschiene ist der längste nur l^/g mal so lang wie der nächstgrößte; auf der Basalhälfte ist nur ein einziger eigentlicher Stachel vorhanden: der zweite und dritte Abschnitt des Flügelvorderrandes sind fast genau gleich lang; 2 mm; im feuchten lockeren Torfmoos zwischen Gebüsch Limosiiia piimilio. ** Von den dorsalen Stacheln der Endhälfte der Mittelschiene sind die beiden längsten einander fast gleich; in der Basalhälfte geht dem Hauptstachel stets wenigstens ein kleiner, abstehender, kurz zugespitzter Stachel vorher; der zweite Abschnitt des Flügelvorder- randes ist immer merklich länger als der dritte. Y Die beiden dorsalen Stacheln auf der Endhälfte der Mittelschiene sind gleichweit vom distalen Ende derselben entfernt; der größte der ihnen unmittelbar vorangehenden Stacheln ist ziemlich genau halb so lang wie der größte der größeren; l^/g — 2 mm; im schattig- stehenden, nassen, durchwachsenen Torfmoos Liinosiiia simpiieiiiiana. tt Die beiden Dorsalstacheln auf der Endhälfte der Mittelschiene stehen, wenn man die Schiene im Profil sieht, soweit hintereinander, daß die Entfern vmg beider voneinander über halb so groß ist, wie die des distalen vom Ende der Schiene: der eine der diesen beiden Stacheln wurzelwärts voraufgehenden kleineren Stacheln ist weit über halb so lang wie der längste Schienenstachel. O Die Schwinger sind ganz schwarz; die Vorderschiene des d' ist weit dicker als die Hinterschiene: 2^/2 mm; unter nassem abge- fallenen Buchenlaub Liinosiiia crassiinaiia. 00 Die Schwinger sind weißlich, nur der Knopf ist bräunlich; die Vorderschiene des o ist nicht dicker als die Hinterschiene. ( Dem größeren dorsalen Stachel auf der Wurzelhälfte der Mittel- schiene geht nur ein kleiner, kurz zugespitzter Stachel basalwärts voraus; das Untergesicht ist dunkelbraun; 273 mm; im lockeren aber nicht durchwachsenen, sonnig stehenden Torfmoos zwischen Büschen Limosina glabra. ( l Dem größeren dorsalen Stachel auf der W^urzelhälfte der Mittel- schiene gehen basalwärts zwei kleine Stacheln voran; das Unter- gesicht ist schwarz, der Körper 8 mm lang. 470 Tierwelt [132 '--y Das zweite Glied der Hintertarsen ist, am Ventralrande ge- messen, nur 1^/3 mal so lang wie das erste Glied; die Flügeladern sind alle gleich hell gefärbt; 3 mm; im Moos eines trockenen Kiefernwaldes Limosiua tristis. ^ Das zweite Glied der Hintertarsen ist, am Ventralrande ge- messen, fast doppelt so lang wie das erste; der Endteil der dritten Flügellängsader und der Vorderrandader ist schwarz; 3 mm; im Moos einer feuchten Fichten-Buchenwaldlichtung Limosiua iiigriiiervis. Bß) An der Schiene der Mittelbeine befindet sich etwas distal von der Mitte kein bei Profilansicht des Beines ventral vorragender Stachel. a) Am Metatarsus der Mittelbeine befindet sich entweder in der Nähe der Wurzel oder etwas wurzelwärts von der Mitte ein ventraler Stachel, der nicht küi'zer ist als der ventrale Endstachel des Metatarsus. aa) Der ventrale Stachel am Metatarsus der Mittelbeine befindet sich wenig vor der Mitte des Gliedes; die beiden großen dorsalen Stacheln auf der Endhälfte der Schiene der Mittelbeine sind fast gleichweit vom distalen Ende der Schiene entfernt, so daß sie sich bei Frofilansicht der Schiene an der Wurzel berühren oder fast berühren; das Schildchen ist matt, sammetschwarz ; 1^/^ mm; im Moos einer Schonung Liiiiosiiia seutellaris. bb) Der ventrale Stachel des Metatarsus der Mittelbeine steht nahe an der Wurzel des Gliedes; die beiden großen Dorsalstacheln der Endhälfte der Schiene sind bei Profilansicht der Schiene halb so weit vonein- ander entfernt wie der hintere vom Ende des Gliedes entfernt ist; in der basalen Schienenhälfte ist nur ein Stachel vorhanden; das Schild- chen ist nicht sammetschwarz. «) An der Ventralseite der Mittelschiene befindet sich eine Reihe von etwa IG kurzen Stacheln; der Körper ist schwarz, 2 mm lang; im nicht sehr nassen, dichten, sonnigstehenden Torfmoos Liinosiua scptoiitrioiialis. ß) An der Ventralseite der Mittelschiene befinden sich nur vor dem distalen Ende drei kurze Stacheln; dann folgen bis zur Wurzel ge- wöhnliche Haare; der Körper ist hellbraun, nur die Fühler sind ganz schwarz ; V'/^ mm ; im Detritus eines Erlenbruchs Liiiiosina iiif»Ticoriiis. b) Am Metatarsus der Mittelbeine befindet sich in der Wurzelhälfte kein ventraler Stachel, der dem ventralen Endstachel des Gliedes auch nur annähernd gleich wäre. aa) Die Stacheln auf der Dorsalseite der Schiene der Mittelbeine sind nicht länger als die Dicke der Schiene an der dicksten Stelle; auf der Wurzelhälfte derselben ist nur ein dorsaler Stachel vorhanden; der zweite 133] , Analytische Übersicht der Tiere 471 Abschnitt des Flügelvorderrandes ist V ^ mal so lang wie der dritte; 1^/4 mm; im Detritus eines Erlenbruchs . . . Liinosiiia brevispiiia. bb) Der längste Stachel auf der Dorsalseite der Mittelschiene ist minde- stens doppelt so lang wie die Dicke der Schiene; in der Wurzelhälfte ist die Schiene mit zwei dorsalen Stacheln versehen; der zweite Ab- schnitt des Flügel Vorderrandes ist etwas kürzer als der dritte; «) Die Mittelschiene ist ventral mit einer Reihe von 16 — 18 kurzen dicken Stacheln versehen; diesen gegenüber stehen, wenn das Bein gebogen ist, am Schenkel etwa 10 abstehende Borsten; die beiden Stacheln auf der Wurzelhälfte der Mittelschiene sind nicht gleich weit vom Wurzelende der Schiene entfernt, stehen also bei Profilansicht der Schiene hintereinander. ««) Die beiden kleinen Stacheln, welche den beiden großen dorsalen Stacheln der Schienenendhälfte der Mittelbeine wurzelwärts vorauf- gehen, stehen bei Profilansicht der Schiene genau in Deckung, sind also gleich weit vom distalen Ende der Schiene entfernt; an den Vorderbeinen ist das Ende der Schiene und das erste Tarsenglied fast schwarz: die Fühler sind ebenfalls schwarz; 2^3 mm; zwischen Heide- kraut in einer sehr jungen Schonung .... Liiuosiua ochripes. (iß) Die vier dorsalen Stacheln auf der Endhälfte der Mittelschiene stehen bei Profilansicht der Schiene getrennt in einer Reihe; an den Vorderbeinen ist das Ende der Schiene und das erste Tarsenglied kaum verdunkelt; die Fühler sind braungelb, nur das Ende des dritten Gliedes ist dunkler; 1^ ^ mm; im lockern, durchwachsenen und mit abgefallenem Laub gemischten Torfmoos unter kleinen Erlenbüschen Liniosiiia flavipes. ß) Die Mittelschiene ist ventral nur mit einem langen Endstachel ver- sehen, sonst fein behaart und ebenso die Ventralseite der Schenkel nur anliegend behaart; auf der Wurzelhälfte der Mittelschiene stehen, ebenso wie auf der Endhälfte die beiden größeren Stacheln gleichweit vom Ende entfernt; die Beine sind braun z. T. fast schwarz, nur die Vorderhüfte ist hellgelblich; P/^ mm; im sonnigen, lockeren, nicht durchwachsenen Torfmoos unter Büschen . . Limosina coxata. Bb) Wenn die Flügel vorhanden sind, so reicht die vierte Längsader bis zum Rande und verbindet sich hier mit der verdickten Randader; oder die Flügel sind so stark verkürzt, daß sie nicht bis zur Wurzel des Hinter- leibes reichen: die Hinterschiene ist am Ende mit einem ventralen Sporn versehen, der mindestens so dick ist wie die Fußkrallen. Aa) Die Hinterschienen sind allerseits, auch ventral, mit senkrechten Borsten versehen, welche so lang sind wie die Schiene dick ist; die Mittelschienen sind nur im Enddrittel mit Stacheln versehen; die Flügel sind so stark verkümmert, daß sie nicht bis auf die Wurzel des Hinterleibes reichen; 3^4 mm; unter Laub in einem Erlenbruch . . . Apleriiia pcdostrls. 472 Tierwelt [134 Bß) Die Hinterschienen sind ventral nicht mit langen senkrechten Haaren versehen; die Mittelschienen sind mindestens an einer Seite bis über die Älitte nach der Wurzel hin mit Stacheln versehen; die Flügel sind wohl entwickelt und reichen mindestens bis ans Ende des Hinterleibes. a) Die Vorderschiene ist dorsal mit zahlreichen Borstenhaaren besetzt, die länger sind als der Durchmesser der Schiene; die Mittelschiene ist in der Wurzelhälfte mit mindestens drei Stacheln versehen, die so lang sind oder länger als die Dicke der Schiene unter ihnen; auf der dritten Längsader der Flügel ist die hintere Querader von der vorderen etwas weiter entfernt als vom Rande; der Thoraxrücken ist etwas metallisch schwarz; ebenso sind der Kopf und die Beine ganz schwarz; 5 mm; unter nassem Buchenlaub IJorborus iiij»Tieeps. (C. RoNDAXi, Copromyzinae, in: Bull. Soc. ent. Ital. A. 12, 1880 p. 9.) b) Die Vorderschiene ist dorsal nur vor dem Ende mit einer längeren Borste versehen ; die Mittelschiene in der Wurzelhälfte mit höchstens zwei Stacheln, die solang sind, wie die Dicke der Schiene unter ihnen; auf der dritten Längsader der Flügel ist die hintere Querader der vorderen Querader näher als dem Rande; der Thoraxrücken ist matt bestäubt und längsgestreift; der Kopf und die Beine sind z. T. rot- bräunlich; ö mm; zwischen Kiefernnadeln . . . Borboriis eqiiiinis. BB) Das Wurzelglied der Hintertarsen ist länger als das zweite Tarsen- glied und dicker als die Schiene; die fünfte Längsader der Flügel reicht ganz oder fast ganz bis zum Rande. a) Die Beine sind ganz schwarz; die Mündung der dritten Flügellängsader in den Rand ist (in gerader Linie gemessen) ebensoweit von der Mündung der vierten Längsader wie von der der zweiten entfernt: 3 mm: unter Himbeergestrüpp im Kiefernwalde .... Spliaerocera deiiticulata. b) Die Beine sind mehr oder weniger braungelb, immer sind die Vorder- hüften hell gefärbt; die Mündung der dritten Flügellängsader in den Rand ist P/o mal so weit von der Mündung der zweiten wie von der der vierten entfernt; 2^/2 mm; unter Erlenlaub . . . Spliaerocera piisilla. n. Die Fühler bestehen aus einer grölieren Zahl von Gliedern, von denen das erste oder die beiden ersten oft dicker sind. A) Die Fühlerglieder sind, wenigstens vom vierten Gliede ab, zylindrisch, länger als dick und dabei zugleich kurz und dicht behaart; oft durch einen kurzen Stiel voneinander getrennt. AA) Die erste zarte Flügellängsader hinter den beiden kräftigen Adern in der Nähe des Vorderrandes ist so lang gegabelt, daß der Gabelstiel nicht halb so lang ist, wie die kürzere Gabelzinke; auf der Dorsalseite der Hinterschiene befindet sich eine mehr oder weniger regelmäßige Längsreihe von 3 — 6 stärkeren Stacheln i>IycetopIiiIiiieae. (J. WiNNERTZ, Beitrag zur Monographie der Pilzmücken in: Abhandl. zool. bot. Ges. Wien Bd. 13, 18G3, S. 637 ff.). 135] ' Analytische Übersicht der Tiere 473 Aa) Auf der Flügelfläche befindet sich eine größere, am Ende geschlossene Zelle, die von vorn bis hinten vier Adern entsendet; die zweite von diesen Adern ist doppelt gegabelt; die Schiene der Vorderbeine ist, abgesehen von dem Endsporn, nur mit Haaren bekleidet; 8^/4 mm; unter trockenen Fichtenzweigen und Fichtennadeln Platyura bicolor. Bb) Die einzige größere, allseitig geschlossene Zelle auf der Flügel- fläche entsendet drei Adern, von denen die dritte einfach gegabelt . ist; die Schiene der Vorderbeine ist stets, abgesehen von den End- spornen und der feinen Behaarung, mit wenigstens 2 — 8 kleineren Stacheln versehen. A«) Zwischen der geschlossenen Flügelzelle und dem Vorderrande be- findet sich eine schwächere Ader, die mindestens ebenso lang ist wie die geschlossene Zelle; sie mündet in den Flügelvorderrand ein und ist mit der geschlossenen Zelle durch eine kleine Querader verbunden; die Schiene der Vorderbeine ist, abgesehen von dem Endsporn und den Endstacheln, mit etwa zehn mehr oder weniger großen Stacheln ver- sehen; die Schienensporne sind viel heller als die Schienen. a) Die den Flügelvorderrand bildende dicke Ader bricht etwa auf ein Drittel zwischen der Mündung der dritten und vierten Längsader in den Rand ab; die Hinterhüfte ist außen bis zum Ende dunkel gefärbt; 6 mm ; im abgefallenen Erlenlaub Boletiiia nig'ricoxa. b) Die verdickte Vorderrandader der Flügel bricht etwa auf der Mitte zwischen der Mündung der dritten und vierten Längsader ab; die Hinterhüften sind in der Endhälfte hell gefärbt; 3^2 — 4^/o mm; unter Buchenlaub Boletina sciariiia. Bj») Zwischen der geschlossenen Flügelzelle und dem Vorderrande be- findet sich keine längere, zarte Ader, sondern nur ein Rudiment; die Vorderschiene ist, abgesehen vom Endsporn und von den Endstacheln, nur mit 2 — 3 kleinen Stacheln versehen. a) Der Stiel der gegabelten dritten (aus der geschlossenen Flügelzelle entspringenden) Ader ist länger als die Ader, welche die Wurzel des Stieles mit der kleinen Querader des Flügels verbindet; die Stachelchen an den Mittel- und Hinterschienen sind wenig länger als die Dicke der Schiene; 3 mm; im Moos eines Kiefernwaldes . Allodia oriiatieollis. b) Der Stiel der gegabelten dritten Flügellängsader ist kürzer als die Verbindung seiner Wurzel mit der kleinen Querader; die Stacheln der Mittel- und Hinterschienen sind z. T. mindestens dreimal so lang wie die Dicke der Schiene. u) Der Flügel ist auf der Querader mit einem großen dunklen Fleck versehen; der kürzeste Endsporn der Mittel- und Hinterschienen ist mindestens P/.j mal so lang wie der längste Stachel; 3 mm; im abgefallenen Laube eines Erlengebüsches . . Myceloidiila liiioola. 474 Tierwelt [136 ß) Der Flügel ist nicht mit einem dunklen Fleck versehen ; der kürzeste Sporn der Hinter- und Mittelschiene ist höchstens P/5 mal so lang- wie der längste Stachel: 5 mm; zwischen abgefallenen Kiefernnadeln Mycetophila punctata. BB) Die erste zarte Flügellängsader zwaschen der zweiten, kräftigen Längs- ader (in der Nähe des Flügelvorderrandes) und dem Hinterrande der Flügel ist kürzer gegabelt, so daß der (oft undeutliche) Gabel stiel länger oder fast so lang ist wie die kürzere Gabelzinke; auf der Dorsalseite der Hinter- schiene befinden sich oft zahlreiche kurze Stachelhaare, aber nie Reihen von 3—6 stärkeren Stacheln • . . Sciariiiae. J. WiNNERTz, Beitrag zur Monographie der Sciarinen. Wien 1867. Aa) Die dünnen Längsadern auf der Flügelfläche sind, ebenso wie die beiden dicken Adern, mit stärkeren Haaren besetzt; diese Haare brechen freilich auf den zarten Adern leicht ab ; ihre Einlenkungsstellen sind dann aber als Punktreihen mikroskopisch erkennbar. A«) Das Ende des vorderen Gabelastes der dritten Längsader ist dem Ende der zweiten Längsader ein wenig näher als dem Ende des hinteren Gabelastes; die Verdickung der Flügelrandader reicht nicht um zwei- drittel der Entfernung des Endes der zweiten Längsader und des Vorder- astes der Gabel über die zweite Längsader hinaus; 3^3 mm; unter Erlen- laub auf kalkfreiem Boden Sciara flavipes. Bß) Das Ende des vorderen Gabelastes der dritten Längsader ist dem Ende des hinteren Gabelastes etwas näher als dem der zweiten Längs- ader: die Randaderverdickung geht über zwei drittel der Entfernung des Endes der zweiten Längsader von der des vorderen Gabelastes der dritten Längsader über das Ende der zweiten Längsader hinaus. a) Der Körper ist größtenteils dunkel gefärbt, auch der Thorax und die Fühlerwurzel; 3 mm; im Moos und Gras und unter Laub in trockenen Wäldern mit kalkhaltigem Boden Sciara iimbratica. b) Der Körper ist größtenteils hellbraungelb gefärbt, auch der Thoi'ax und die beiden Wurzelglieder der Fühler, nur der Kopf, der größte Teil der Fühler und die Tarsen sind dunkel; 2^4 — 2^/9 mm; unter Buchenlaub Sciara lutea. Bb) Nur die beiden dickeren Adern der Flügel sind behaart; allenfalls ist noch der Stiel der Gabel der dritten Längsader mit einzelnen Haaren versehen. Aa) Der Teil der Vorderrandader zwischen dem Ende der ersten und zweiten stärkeren Längsader ist länger als die Entfernung des Endes der ersten Längsader von der Mündung einer sehr blassen Querader in der Nähe der Flügelwurzel in den Vorderrand; die zweite Längsader ist gegen das Ende sehr stark gebogen. a) Die Mündung des vorderen Gabelastes der dritten Flügellängsader in den Rand ist vom Ende der zweiten Längsader nicht I-/7 mal so weit 137] Analytische Übersicht der Tiere 475 entfernt wie vom Ende des hinteren Gabelastes (in gerader Linie ge- messen); das 9 ist mindestens 2\/o mm lang. aa) Auf der zweiten dicken Längsader ist die Entfernung des Ursprungs des undeutlichen Stieles der Gabel der dritten Längsader von dem ge- meinschaftlichen Ursprung der vierten und fünften Längsader nicht größer als die Entfernung des Ursprungs des Stieles der dritten Längsader von der Querader; 2^2 — 3 mm; unter nassem Laub und im Moos Sciara fucata. bb) Auf der zweiten Flügellängsader ist die Entfernung des gemein- schaftlichen Ursprungs der vierten und fünften Längsader vom Ursprung des Gabelstiels der dritten Längsader viel größer als die Entfernung des Ursprungs dieses Gabelstieles von der kleinen, dicken Querader; 1^/^ (cf) bis 3\ 2 (?) ^^^^ ) besonders unter Laub im Sumpf walde Sciara quinqueliiieata. b) Die Mündung des Vorderastes der Gabel der dritten Längsader in den Flügelrand ist von der Mündung der zweiten Längsader über l'-/- mal so weit entfernt wie von der Mündung des hinteren Gabelastes in den Rand; 9 1^^ mm; in einem Erlengebüsch .... Sciara silvatica. Bß) Die Entfernung der Mündung der schwachen Wurzelquerader der Flügel in den Vorderrand von der Mündung der ersten starken Längsader ist größer oder doch so groß wie die Entfernung der Mündung der ersten Längsader von der der zweiten Längsader; die zweite Längsader ist weniger gebogen, ihr Ende mindestens etwa 1^/^ mal so weit vom Ende des vordem Astes der dritten Längsader als dieser vom Ende des hinteren Gabelastes entfernt (die Entfernungen alle in gerader Linie gemessen). a) Die Schwinger sind weißlich, ihr Kolben ist nur an der Basis bisweilen sehr schwach gelblich; auch die Taster sind hellgelblich, bisweilen der ganze Körper; die Körpergröße geht beim 9 kaum über 2 mm, beim cf nicht über 1^/^ mm hinaus. aa) Die Hüften und Schenkel der Beine sind so bleich wie die Schwinger; oft ist der ganze Körper mit Ausschluß der Augen, Fühler und Tarsen gelb ; das Endglied der vorstehenden Hinterleibsanhänge ist beim 9 lang- gestreckt; unter feuchtem Laub und im Moos . . Sciara spcctruin. bb) Die Hüften und Schenkel der Mittel- und Hinterbeine sind gelblich, viel dunkler als die Schwinger; das Endglied der Hinterleibsanhänge des 9 ist fast kugelig; im feuchten Moos .... Sciara autuniiialis. b) Die Schwinger sind stets größtenteils bräunlich oder grau ; die Körper- größe ist oft viel bedeutender; die des 9 niemals unter 2 mm. aa) Das r^ ist 2—23/4 mm lang, das 9 3— 4 mm lang; die Flügel sind sehr dunkel getrübt; die Kopulationsorgane des cT sind viel dicker als das vorhergehende Hinterleibssegment: in Laubwäldern Sciara Iiiiiubris. 476 Tierwelt [138 bb) Das d' ist P/^, das 9 2— 2V2 mm lang; die Flügel sind wenig ge- trübt; die Kopulationsorgane des cf sind nicht dicker als das vorher- gehende Hinterleibssegment; im feuchten Moos und Detritus Sciara pectoralis. B) Die Fühlerglieder sind nicht zugleich lang zylindrisch und kurz und dicht behaart, sondern entweder in der Mitte bauchig erweitert oder mit ringförmig stehenden Borsten versehen, die viel länger sind als die Dicke der Fühler. AA) Die Fühler sind kurz und dick, !) — 10-gliedrig; das vorletzte Glied ist dicker als lang; die Augen sind auf der Fläche lang und dicht be- haart; die Hinterschienen sind vor dem Ende dicker als die Schenkel; die Vorderschienen laufen am Ende in einen spitzen Dorn aus; die Flügel sind hinter dem Ende der ersten Längsader mit einem dunklen Fleck versehen; eVamm; im feuchten Kiefern walde Bibio clavipes. BB) Die Fühler sind schlanker und die letzten Glieder immer länger als dick: die Augen sind nie lang und dichtbehaart; die Hinterschienen sind am Ende nie dicker als die Schenkel, die Vorderschienen sind oft mit einem Endspovn versehen aber nicht in einen Dorn verlängert. A a) Das erste Glied der Fühler ist etwa doppelt so dick wie das zweite Glied oder noch dicker, entweder scheibenförmig oder kugelig, niemals länger als dick, bisweilen so dick wie das Auge. A«) Die Flügeladern und die Beine sind mit fein längsstreifigen, etwas flächenförmig ausgebreiteten Schuppen besetzt; die mittleren Fühlerglieder sind entweder lang zylindrisch oder gegen das Ende gleichmäßig verjüngt, nur an der Basis mit langen Wirtelhaaren besetzt; die Fußkrallen sind an der Wurzel mit einem langen Zahn versehen. a) Die Tarsenglieder sind an iler Wurzel scharf abgesetzt hell gefärbt, so daß die Tarsen weiß geringelt erscheinen; 6 mm; in Erlenbrüchen Culex aiiiiuli|»es. b) Die Tarsen sind nicht weiß geringelt; 4 — 5' g mm; in Wäldern Culex iieiiiorosus. B/!^) Die Flügeladern und die Beine sind entweder mit feinen Haaren be- setzt oder ganz unbehaart und unbeschu]ipt; die mittleren Fühlerglieder sind entweder von der Wurzel bis zum Ende lang behaart oder sie sind in der Mitte stark verdickt und deshalb nicht zylindrisch, a) Auf der Flügelfläche befinden sich zwei am Ende geschlossene Zellen; dieselben liegen im basalen Flügeldrittel zwischen der zweiten und vierten Längsader; die Fühler des rf besitzen distal vom Haarbusch ein kurz behaartes Glied, die des 9 ein entsprechendes (längeres) Endglied als zwölftes Glied; die Körperfarbe ist hellgelblich, mit dunklen Rücken- streifen und schwarzen Augen; P/o — 2^/^ mm; im feuchten ^ioos Tauyinis nielanops var. minutus. 139] Analytische Übersicht der Tiere 477 b) Auf der Flügelfläche befindet sich nur zwischen der zweiten und dritten Längsader eine am Ende geschlossene Zelle; die Fühler des cf sind überall gleich lang büschelartig behaart; gegen das Ende werden die Haare der- selben aber allmählich kürzer; im Basalteil sind die Fühler gegliedert, im Endteil kaum quergeringelt; die Fühler des 9 sind (i- bis 7-gliedrig Chiroiiomus. aa) An den Vorderbeinen ist das erste Tarsenglied viel länger als die Schiene; der Körper ist 6 mm lang, größtenteils grün gefärbt; die End- glieder der Tarsen und das Ende der Schiene sind dunkel; die Flügelfläche ist ganz unbehaart; in feuchten Laubwäldern . Chirononius viridis. bb) An den Vorderbeinen ist die Schiene viel länger als das erste Tarsen- glied; der Körper ist P/., — 3 mm lang; die Endglieder der Tarsen sind nicht dunkler als die Schiene. ö) Die Flügel sind auch auf der Fläche und sogar zwischen den Adern behaart, aber nicht gefleckt; die Vorderschiene ist nicht l^o mal so lang wie das erste Tarsenglied: der Thorakalrücken ist auf hellerem Grunde dunkel aber nicht schwarz gezeichnet: der Körper ist 2- ., mm lang: im feuchten Kiefernwalde Cliiroiioiiius pallidicollis. ß) Die Flügel sind nur am Rande fein behaart oder bewimpert; die Vorderschiene ist fast doppelt so lang wie der Metatarsus; der Thorakal- rücken ist beim 9 mit schwarzen Längsflecken versehen, beim cf fast ganz schwarz: der Körper ist kaum 2 mm lang: an sonniger Stelle Chiroiioiiius atomarius. Bb) Das Grundglied der Fühler ist weder kugelig noch scheibenförmig, wenig dicker als das zweite Glied und meist länger als dick. A«) Das erste Tarsenglied ist nicht halb so lang wie das zweite Glied; auf der Flügelfläche ist nur eine in das Flügelende auslaufende Ader deut- lich: die Fühlerglieder sind mit einem blassen Stiel versehen, der über halb so lang ist wie das Glied selbst; l^/, mm: im Detritus der Wälder Hormoniyia loiitipes. Bß) Das erste Tarsenglied der Füße ist länger als das zweite Glied; auf der Flügelfläche sind mehrere deutliche Längsadern vorhanden. a) Die Flügel sind distal von der Mitte ganz frei von Queradern; die Augen zeigen eine sehr tiefe Einbuchtung für die Einlenkung der Fühler: das langgestreckte erste Fühlerglied ist in der Mitte kaum über halb so dick wie das zweite Glied; im Laub eines Erlengebüschs Pericoiiia occllaris Meig. (Vergl. A. E. Eaton, A Synopsis of the British Psychodidae in: Ent. monthly Mag. Vol. 29, 1898, p. 125). b) Die Flügel sind auch jenseits der Mitte mit Queradern versehen : die Augen sind fast kreisrund, nicht merklich eingebuchtet; das erste Fühler- glied ist in der Mitte niclit oder kaum dünner als das zweite Glied. 478 Tierwelt [HO aa) Das Endglied der Taster ist nicht so lang wie die beiden vorher- gehenden Glieder zusammen; die Schienen der Beine sind am Ende nicht mit Spornen versehen; die zarte erste Längsader der Flügel mündet in den Vorderrand. «) Das Endglied der Taster ist länger als das vorhergehende Glied; die Flügel sind auf der ganzen Fläche gleich stark behaart, (wenn die Haare nicht abgerieben sind); von den drei am Ende geschlossenen Zellen auf der Flügelfläche sind die zweite und dritte gleich lang, die erste ist länger; von der mittleren läuft eine einfache und eine ge- gabelte Ader aus; .S^/o mm; unter Detritus im Walde Dasyptera haeinorrhoidalis. . ß) Das Endglied der Taster ist kürzer als das vorhergehende Glied; die Flügel sind nur auf den Adern stark behaart; von den drei am Ende geschlossenen Zellen ist die hintere viel kürzer als die mittlere; von der mittleren laufen drei ungegabelte Adern aus; 8^/3 mm; unter Erlen- laub Molophiliis jj-riseus. (Vergl. G. H. Verrall, List of British Tipulidae in: Ent. monthly Mag. Vol. 23, 1887, p. 207.) bb) Das Endglied der Taster ist so lang oder länger als die di-ei vorher- gehenden Glieder zusammen; die Schienen der Beine sind am Ende mit Spornen versehen; die zarte erste Längsader der Flügel mündet in die erste stärkere Längsader hinter ihr Tiyula. a) Auf der Flügelfläche befinden sich dunkle Flecke, besonders ein größerer im Endteil einer geschlossenen Zelle nahe dem VordeiTande und zwei kleinere mitten auf der Flügelfläche; 20 mm; im feuchten Walde Tipula iiubecHlosa. ß) Die Flügelfläche zeigt keine dunkleren Flecke; 18 mm; zwischen Pflanzen in einem Sumpfe Tipula ochracea. Zweiflügler, Diptera. B) Larven. Fr. Brauer, Systematische Studien auf Grundlage der Dipteren-Larven in: Denkschr. math.-nat. Kl. Akad. Wiss. Wien Bd. 47, 1883. L Jedes Körpersegment ist wenigstens an beiden Seiten, oft auch oben mit einem dicken langen Anhang versehen; die Reihen dieser Anhänge lassen den Körper wie längsgekielt erscheinen. A) Die Anhänge auf dem Rücken der Körj)ersegmente (welche zwei Rücken- kiele bilden), sind etwa ebenso lang oder länger als die Anhänge, welche die Seitenkiele bilden. a) Die Farbe des Körpers ist grünlich; der hinterste Anhang auf der Rückenseite eines jeden Segmentes ist mehr als doppelt so lang wie die 141] Analytische Übersicht der Tiere 479 Seitenanhänge und meist verästelt; bis 12 mm lang und 2^/o mm breit; im feuchten Moos; dem Moos sehr ähnlich Larve von Cyliiidrotoma glabrata. (F. H. MüGGENBURG, in: Arch. f. Naturg. Bd. ()7, Beilieft Taf. 5 Fig. 1.) b) Die Farbe des Körpers ist schwärzlich ; die Anhänge der beiden Rücken- reihen sind nicht oder kaum länger als die Anhänge der Seitenreihen und nie verästelt; bis ' 14 mm lang und 3^2 mna breit; im abgefallenen Laube eines Erlensumpfes .... Larve von Peiithetria holosericea. B) Die Rückenanhänge fehlen auf dem Körper entweder ganz oder sie sind sehr viel kürzer als die Seiten anhänge; die letzteren sind an der Wurzel nach vorn und hinten lang gefiedert, am Ende ungefiedert; bis 5 mm lang- und 1^/4 mm breit; im Moos und unter Laub . Larve von Honialoiiiyia. n. Der Körper ist entweder walzig oder etwas flach gedrückt, aber niemals an den Seiten mit so starken Anhängen versehen, daß er gekielt erscheint. A) Das letzte Körpersegment ist mit neun tiefen Längsrillen versehen. a) Am Vorderende der Körpersegmente befinden sich ventral jederseits Querreihen kleiner Höckerchen; die beiden kleinen Stigmen befinden sich unmittelbar am Ende des letzten Körpersegmentes ; 12 mm lang, 2^2 imn breit; unter abgefallenen Kiefernnadeln Larve von Einpis. b) Am Vorderende der Körpersegmente befinden sich ventral jederseits feine Längsrillen; die beiden großen Stigmenplatten am hinteren Körper- ende befinden sich zwischen vier klappenartig zusammenlegbaren, hinten spitz auslaufenden Zipfeln; bis 20 mm lang und 2-/3 mm breit; unter Laub und Detritus Larve von Leptis. B) Das letzte Körpersegment ist nicht mit deutlichen Längsrillen versehen. AA) Der Körper ist höchstens am hintern Ende, am Kopfe und am ersten Segment hinter dem Kopfe mit Haaren, Borsten, längeren Anhängen oder Hautfortsätzen versehen; dagegen kommen Falten und dichtstehende niedrige Höckerchen oft vor. Aa) Am letzten Körpersegment, meist auch am ersten Segment hinter dem Kopfe befinden sich zwei mehr oder weniger einziehbare und vor- stülpbare, am Ende mit vielen Krallenborsten versehene, fußartige An- hänge; der Kopf ist eine feste, dunkelgefärbte längliche, vorn mit deut- lichen Augen versehene Kapsel, von der nur der hinterste Teil in das zweite Körpersegment zurückgezogen werden kann. a) Auf dem vorletzten Körpersegment stehen dorsal zwei Höcker, die mit mehreren sehr langen Haaren versehen sind; diese Haare sind viel länger als zwei dünne Dorsalanhänge am letzten Köi*persegment; im Anspülicht Larve von Tanypiis. (Vergl. C. DE Geer, Gesch. d. Insekten Bd. 6. Taf. 24, Fig. 1.) b) Die Haare und Höcker auf dem vorletzten Körpersegment sind sehr klein, nicht so lang wie die Anhänge auf dem letzten Segment oder sje 480 Tierwelt [142 fehlen gänzlich; im Moos, auch im ziemlich trockenen Moos. (Vergl. Brauer, a. a. 0. Fig. 16) Larve von Cliiroiiomiis. Bb) Am zweiten und letzten Körj^ersegment befinden sich keine vorstülp- baren, am Ende mit vielen Krallenborsten versehenen Fuüanhänge; der Kopf ist nicht mit deutlichen Augen versehen; er ist mehr oder weniger in das nachfolgende Körpersegment einziehbar. a) Der Körper ist nach hinten wenigstens ebenso stark verjüngt wie nach vorn und am Hinterende nicht mit zwei großen dunklen Stigmen- platten, wohl aber oft mit Schwanzanhängen versehen; der Kopf ist wohl entwickelt. «) Der Kopf ist eine feste, mehr oder weniger geschlossene dunkle Kapsel; bei den vorliegenden Arten sind vorragende Fühler am Kopfe nicht vorhanden. (oil) Der Körper ist nach hinten viel stärker verjüngt als nach vorn und läuft hinten in zwei Schwanzanhänge aus; er ist sehr dehnbar, 20 mm lang und 1 mm dick; im Detritus unter Fichten Larve einer Mycetophilide. ßß) Der Körper ist nach hinten nicht stärker verjüngt als nach vorn und endet hinten stumpf, schwanzlos Larve von Soiara. (DuFOUR in: Ann. Sei. nat. Zool. (2) T. 12, PL 1 Fig. 23.) ß) Der Kopf ist keine längliche feste Kapsel; wenn er vorgestreckt ist, ist er mit zwei vorragenden dünnen Fühlern versehen; bis 4 mm lang und ^/;. mm dick; im Moos und Detritus . Larve einer Cecidoiiiyide (I). b) Der Körper ist nach vorn viel stärker verjüngt als nach hinten; statt der Mundwerkzeuge sind zwei Haken vorhanden, hinten sind zwei große dunkle Stigmenplatten (und sechs Höcker) vorhanden; 8 mm lang und 1^/2 mm dick; zwischen nassem Detritus . . Larve einer Museide (I). BB) Der Körper ist, auch abgesehen vom Kopfsegment, vom ersten Körper- segment hinter dem Kopfe und vom hinteren Ende, w'enigstens an einzelnen Segmenten entweder mit einzelnen Borsten oder Haaren oder mit einzelnen sehr kleinen, schwer wahrnehmbaren, auf kleinen Höckern stehenden Zäpf- chen, oder mit Anhängen oder endlich mit einer sehr feinen dichten Be- haarung, bisweilen nur an einzelnen Stellen, versehen. Aa) Nur die drei ersten Segmente hinter dem dunklen Kopfe sind an den Seiten und ventral mit je einer langen Borste versehen; der Körper ist sehr lang und dünn, 80 mm lang und Vj., mm dick, fest und glänzend; unter Laub oder Kiefernnadeln im trockenen Sandboden Larve von Therova. (Vergl. Ann. Soc. ent. France 4. T. 10 PI. 3 Fig. 97.) Bb) Der Körper ist auf allen Segmenten entweder mit Borsten oder mit Hautanhängen oder mit einzelnen feinen Zäpfchen versehen oder wenigstens . am Hinterrande der Segmente fein und dicht behaart. 143] Analytische Übersicht der Tiere 481 A«) Auf dem Rücken des Körpers befinden sich außer anderen Haaren zwei Reihen von Haaranhängen, die vor dem Ende spießförmig verdickt sind; der Kopf ist durch eine tiefe Einschnürung vom Körper getrennt; 4 mm lang, Ys ^^^ breit; im Moos .... Larve von Ceratopog-oii. (Vergl. C. DE Geer, Gesch. d. Insekten Bd. 6, Tal 18 Fig. 9.) B/?) Der Körper ist nicht mit spießförmigen Anhängen versehen, a) Am hinteren Körperende sind zwei große braune oder schwarze Stigmen- platten von vier oder sechs Anhängen oder größeren Höckern umgeben; wenn sechs vorhanden sind, so stehen die vier oberen meist in einer geraden oder gebogenen Querreihe. aa) Vier Anhänge am hinteren Körperende bilden eine gerade Querreihe und die beiden seitlichen sind viel länger als- die beiden mittleren. «) Die beiden mittleren Anhänge der Querreihe sind unten querüber sehr dunkel gefärbt und krallenf örmig ; die äußeren sind nur mit einem dunklen Längsstrich versehen; bis 19 mm lang und 3 mm dick; unter abgefallenem Laub Larve von Tipiila verualis. (Vergl. Th. Beling in: Verh. zool. bot. Ges. Wien Bd. 36, 1886, S. 209.) ß) Die beiden mittleren Anhänge der Querreihe sind nicht dunkel ge- färbt und nicht krallenf örmig. an) Die der Querreihe gegenüberstehenden beiden Höcker (unterhalb der Stigmenplatten) sind bis fast zum Ende querüber dunkel gefärbt; 10 mm lang, IV3 mm dick; unter Erlenlaub Larve von Tipula liorteiisis. (Vergl. Beling a. a. 0. S. 210.) ßß) Die unterhalb der Stigmenplatte stehenden beiden Zapfenhöcker sind nicht dunkel gefärbt; der Körper ist 20 mm lang und 4 mm dick; unter abgefallenen Kiefernnadeln Larve einer Tipula -Art (I). bb) Von den Anhängen am hinteren Körperende stehen nicht vier in einer geraden Reihe; die beiden über den Stigmenplatten stehenden sind nicht merklich kleiner als die seitlich mehr neben den Stigmenplatten stehenden. «) Es sind am hinteren Körperende nur vier am Ende mit rückwärts- gerichteten Borsten versehene, um die beiden Stigmenplatten herum- stehende Anhänge vorhanden; 6 mm lang, -/g mm dick; im nassen Anspülicht Larve von (ioiiomyia. ß) Es stehen um die Stigmenplatten sechs fast gleichlange, beborstete Anhänge; außerdem sind noch weitere, nicht beborstete Anhänge vor- handen; bis 22 mm lang und 2^/^ mm dick; im nassen Anspülicht Larve einer Tipula -Art (TL). b) Am hinteren Körperende stehen niemals 4 — 6 Anhänge um zwei große dunkle Stigmenplatten ; sind Stigmenplatten und Anhänge vorhanden, so sind erstere von letzteren getrennt. Beiträge zur Naturdenkmaipflege. III -31 482 Tierwelt [144 aa) Alle Körpersegmente sind mit kleinen dornförmigen Hautanhängen lind an den Seiten je mit einer kleinen Stigmenplatte versehen; die Stigmenplatten des langen vorletzten Körpersegmentes sind freilich die größten; der Kopf ist eine vorstehende feste Chitinkapsel; 10 mm lang, 1^2 iiii^ dick; unter abgefallenem Laub und abgefallenen Nadeln Larve einer Bibionide» (Vergl. C. DE Geeh, Gesch. d. Insekten Bd. G, Taf. 27 Fig. 13 u. 14.) bb) An den mittleren Körpersegmenten sind keine Stigmen erkennbar; statt der Hautanhänge sind allenfalls feine Haare oder kleine auf Warzen stehende Zäpfchen vorhanden; der Kopf ist keine allseitig geschlossene feste Chitinkapsel. «) Der Körper ist vom Hinterende des ersten Segmentes hinter dem Kopfe bis zum vorletzten Segment fast gleich dick, nach vorn nicht oder kaum verjüngt. ««) Am hinteren Körperende befinden sich außer den beiden großen dunklen Stigmen platten zwei dreieckige dunkle Flecke; die Bauchseite des Endsegmentes ist mit Hautanhängen versehen ; der Körper ist überall äußerst fein und dicht behaart; !) mm lang, ^/^ mm dick; unter Erlen- laub am Boden Larve von Limiiophila. (Vergl. Beling a. a. 0. S. 206.) ßß) Am hinteren Körperende befinden sich keine dunklen Flecke; die Körperhaut ist nur vor dem Hinterende der Segmente fein und dicht behaart; 12 mm lang, -/.. mm dick; im Torfmoos an einer sonnigen Stelle Larve einer Liiniiobiide. ß) Das Segment hinter dem Kopfe ist am Hinterende nicht oder kaum über halb so dick wie der Körper an der dicksten Stelle; der Körper ist also nach vorn stark verjüngt. aa) Auf dem Körper befinden sich vereinzelte sehr feine Zäpfchen, die auf kleinen Höckern stehn; die Stigmenplatten vor dem hintern Körper- ende stehen auf einem braunen Doppelhöcker; 8 mm lang, P/^ mm dick; im feuchten Moos und Detritus . . . Larve einer Museide (?) (II). ßß) Auf den Körpersegmenten stehen Haare, nicht feine Zäpfchen; vor dem hinteren Körperende befindet sich kein brauner Doppelhöcker. * Das Hinterende des Körpers ist dick und gerundet; 3 mm lang, 1 mm dick; im Moos Larve einer Ameise. ** Der Körper ist schlanker, nach hinten etwas verjüngt und hinten nicht vollkommen gerundet .... Larve einer Ceeidomyide (II). Schmetterlinge, Lepidoptera, Raupen. A. V. DoBENECK, Die Raupen der Tagfalter, Schwärmer und Spinner des mitteleuropäischen Faunengebietes. Stuttgart 1891). E. Hofmann, Die Raupen der Großschmetterlinge Europas. Stuttgart 1893. 145] Analytische Übersicht der Tiere 483 I. Außer den drei vorderen Beinpaaren sind nnr noch zwei Paare unechter mit vielen Krallen versehener Beine (am hinteren Körperende) vorhanden, das eine Paar unmittelbar am Ende, das zweite Paar etwas vom Ende ent- fernt («conietridae. A) Die Mittellinie des Rückens ist, wenigstens am Vorderende der Segmente, hell, jederseits dunkel begrenzt; vor dem Stigma an den Seiten der bein- freien Segmente stehen zwei kleine stumpfe oder kolbige Börstchen, eins etwas schräg nach oben und eins sehr schräg nach unten ; hinter dem Stigma stehen, kaum tiefer als dieses, in einer Längsreihe auf dem Segment zwei der artige Börstchen, weit voneinander entfernt; die Börstchen sind nie doppelt so lang- wie der größte Durchmesser der Stigmen . . Acidalia (usw.). a) Die dunkle Begrenzung der hellen Mittellinie des Rückens ist die deut- lichste dunkle Längslinie des Körpers. «) Die Stigmen sind viel dunkler als die Punkte, in denen die Börstchen stehen; unter dem Stigma steht am Rande einer dunklen, bauchständigen Längsbinde ein noch größerer dunkler Fleck; das aus dem schwarz umringten Punktgrübchen an den Seiten der Thorakalsegmente hervor- stehende feine Härchen ist schwarz; zwischen Sumpfgräsern Geoiuetriden- Raupe I. ß) Die Stigmen sind heller als die Punkte, in denen die Börstchen stehn ; das aus dem schwarzumringten Grübchen an den Seiten des zweiten und dritten Thorakalsegmentes vorragende Härchen ist hell gefärbt; unter Erlenlaub Geoiiietritleii-Raupe TL. b) Außer der dunklen Begrenzung der hellen Mittellinie des Rückens ist an jeder Seite ein sehr breites dunkles Rückenband vorhanden; am Ufer eines Sumpfes im Detritus Geoiuetriden -Raupe IH. B) Die Mittellinie des Rückens hebt sich nicht als helle Linie aus einer dunklen- Umgebung ab, oft ist es eine dunkle Linie; die Körpersegmente sind kürzer; außer den beiden Börstchen vor dem Stigma (schräg nach oben und unten) steht hinter ihm, aber ein wenig tiefer, ein Börstchen (nicht zwei in einer Linie); die Börstchen sind länger, mindestens dreimal so lang wie der Längsdurchmesser der Stigmen, aber stets bis zum Ende fast gleich dick und stumpf oder schwach kolbig endend (im Gegensatz zu den meisten, ganz freilebenden Geometridenlarven , deren Börstchen spitz auslaufen) Cidaria (usw.). a) Der Körper ist mit mehr oder weniger deutlichen dunklen Längslinien oder Längsbinden versehen, wenigstens an der Seite des Rückens. «) In der Mitte des Rückens befinden sich, wenigstens auf den mittleren Körpersegmenten, größere fleckenartige dunkle Zeichnungen: jederseits neben der Rückenlinie sind dunkle Längslinien oder je eine dunkle Längsbinde vorhanden; im feuchten Moos einer Buchen-Fichtenlichtung Raupe von Cidaria inontaiiata. 31^= 484 Tierwelt [146 ß) Der Rücken ist mit 3 — 5 fast gleichweit voneinander entfernten dunklen Längslinien gezeichnet: unter den Stigmen verläuft jederseits ein dunkles, oben scharf hell begrenztes Längsband Oometrldeu- Raupe IV. b) Der Körj^er zeigt keine Spur von dunklen Längslinien oder Längs- binden; jedes Segment ist nur mit vier im Trapez stehenden dunklen Flecken »der Punkten versehen ; zwischen hohen Gräsern usw. an feuchten Orten (ieoinetriden- Raupe V. n. Außer den drei vorderen, echten Beinpaaren sind stets vier Paar unechter Bauchfüße und am Hinterende des Körpers ein Paar Nachschieber vorhanden. A) Auf jedem der mittleren Körpersegmente befinden sich in der oberen Hälfte d. h. oberhalb der durch die Stigmen gegebenen beiderseitigen Längslinie nur acht deutlich mit der Lupe erkennbare Härchen, Börstchen oder kurze Kölbchen, nämlich vier auf dem Rücken im Trapez oder Recht- eck stehende, eins jederseits über dem Stigma, oft eins schräg nach hinten über der Stigmenlinie, seltener noch ein äußerst kleines schräg nach vorn über dem Stigma; außer diesen Börstchen ist bisweilen eine, nur mikro- skopisch sichtbare, dichte feine Behaarung vorhanden. AA) Unter dem Stigma stehen zwei Börstchen oder Haare (von denen das eine oft viel kleiner ist als das andere) meist dicht nebeneinander (sie sind meist nicht halb so weit voneinander als von dem Stigma entfernt, seltener ist das eine weit nach hinten gerückt, es steht dann aber etwa eben so tief unter der Stigmenlinie wie das vordere); hinter dem Stigma (und mit diesem fast in gleicher Höhe) steht kein Haar, über dem Stigma, abgesehen von dem Rückentrapez, meist nur eins: (hierher ge- hören die Mikrolepidopteren, die Sesien und die Psychiden). a) Die beiden vorderen Haare des Rückentrapezes und die beiden Haare unter dem Stigma sind am Ende gestutzt und mit äußerst feinen, Spitzchen versehen; das letzte Hinterleibssegment und das Segment hinter dem Kopfe ist mit einem festen dunklen Rückenschilde versehen; die Haare stehen in großen dunklen Punkten; im Moos der Kiefernwälder Raupe I. b) Die Haare laufen alle in eine feine Spitze aus und stehen in mehr oder weniger deutlichen dunklen Punkten; im Moos und Detritus, be- sonders im Moos Raupe von Crcinibus und Seoparia. BB) Das Stigma ist von 3 — 4 Haaren oder Kölbchen umgeben, von denen das eine über ihm, das zweite unter ihm und das dritte hinter ihm steht (das letztere steht entweder höher als das Stigma oder doch viel weniger tief als das unter diesem stehende Haar) (hierher wohl nur Noc- tuidenraupen). a) Die das Stigma umgebenden und die auf dem Rücken der Segmente stehenden vier Haare oder Börstchen laufen alle entweder in eine feine Spitze aus oder sind doch bis zum Ende stark verjüngt. 147] Analytische Übersicht der Tiere 485 aa) Das Haar über dem Stigma steht, im Gegensatz zu den anderen und zum Stigma selbst, in einem größeren dunklen Fleck: über den Rücken verlaufen drei helle Längsbinden, von denen die mittelste immer deut- lich ist; im Moos, das von Gras durchwachsen ist . Hadeiia- Raupe. bb) Das Haar über dem Stigma steht wie die anderen Haare und wie das Stigma in einem kleinen dunklen Punkt. a) Die durch die Stigmen gehende Längslinie bildet eine scharfe Grenze zwischen einer dunkleren, oberen und einer helleren, unteren Körperhälfte. aa) Die Körperfarbe ist grün; neben der Mittellinie des Rückens verlaufen keine dunklen Längsbinden; zwischen Sumpfpflanzen Raupe von Polia chi. ßß) Die Körperfarbe ist nicht grün; die helle Rückenlinie wird wenigstens am hinteren Körperende jederseits entweder von einer dimklen Längslinie oder von dunklen Flecken begrenzt. * Die breite helle Rückenlinie ist, namentlich nach dem hinteren Körperende hin, breit dunkel umgeben, so daß hier auf den ein- zelnen Ringen scharf helle Längsflecke auf dunklem Grunde lieg-en; auf und zwischen Heidekraut . . . Raupe von AgTOtis strig'ula. '^* Die feine helle Rückenlinie ist auf den Körperringen nicht in dunkle Flecke eingelagert, sie wird vielmehr von einer feinen dunklen Linie begrenzt. t Mitten zwischen der hellen Rückenlinie und der Stigmenlinie be- findet sich, namentlich nach dem hinteren Körperende hin, eine Längsreihe dunkler Längsflecke; im Moos eines Kiefernwaldes Raupe von Agrotis xanthograplia. •;-■;- Die Rückenseite des Körpers ist nur von feinen hellen und dunklen Längslinien durchzogen; die Stigmen treten sehr scharf hervor; auf nassem Sumpfboden zmschen Pflanzen Raupe von Leucania albipuiicta. ß) Die Stigmenreihe bildet keine scharfe Scheide zwischen hell und dunkel. au) Der Körper ist rötlich marmoriert, so dai3 die dunklen Punkte, in denen die Haare stehen, wenig hervortreten; im Detritus eines Kiefernwaldes Raupe von Agrotis baja. ßß) Der Körper ist nicht marmoriert; die dunklen Punkte, in denen die Haare stehn, treten scharf hervor; auf sandigem Boden Raupe von Agrotis cursoria. b) Die das Stigma umstehenden und auf dem Rücken der Segmente be- findlichen vier Börstchen sind entweder kolbig oder doch gegen das Ende kaum merklich verjüngt und enden stumpf. aa) Die Börstchen sind kurze Kölbchen, nicht oder nicht viel länger als der größte Durchmesser der Stigmen. 486 Tierwelt [148 «) Die Pünktchen, in denen die Kölbchen stehen, sind so groß wie die Stigmen; im Moos eines Kiefernwaldes . . . Noctuideii- Raupe II. ß) Die Pünktchen, in denen die Kölbchen stehen, sind iaii Durchmesser nicht halb so groß wie die Stigmen; im Moos eines Kiefernwaldes Noctuidoii- Raupe III. bb) Die stumpfen oder kolbigen Börstchen sind viele mal länger als der Längsdurchmesser der Stigmen; sie stehen alle in einem großen dunklen Fleck. a) Die Börstchen sind wenig gebogen, am Ende etwas kolbig erweitert, kaum länger als die Schrägseiten des durch sie gebildeten Rücken- trapezes; im trockenen Moos und Detritus . Noctuiden- Raupe IV. ß) Die Borsten sind stark gebogen, am Ende stumpf, über doppelt so lang wäe die Schrägseiten des Rückentrapezes; im Moos einer ge- mischten Waldlichtung Noctiiiden- Raupe V. B) Auf den mittleren Körpersegmenten sind oberhalb der beiderseitigen Stigmenreihe meist zahlreiche mit der Lupe leicht erkennbare Haare vor- handen; ist oben nur ein Rückentrapez — wde unter A — vorhanden, so stehen über dem Stigma jederseits zwei Borsten so dicht nebeneinander, daß sie nicht halb so weit voneinander wie vom Stigma entfernt sind; außer- dem stehen zwei schräg nach hinten und oben; es sind also in der oberen Körperhälfte der Segmente mindestens zehn deutliche Borsten vorhanden, außer einer sehr feinen dichten Behaarung. AA) Es sind auf den mittleren Körpersegmenten in der Rückenhälfte, d. h. über der beiderseitigen Stigmenlinie, nur zehn mit der Lupe sichtbare Borsten vorhanden, außer einer nur mikroskopisch sichtbaren äußerst feinen und dichten Behaarung; im Moos eines Kiefernw^aldes Raupe von Hopiohis sylvaiiiis. BB) Auf den mittleren Körpersegmenten befinden sich in der Rückenhälfte stets mehr als zehn mit der Lupe deutlich erkennbare Haare, Borsten oder Plättchen. a) Auf der Rückenseite derjenigen Körpersegmente, welche unten das zweite und dritte Beinpaar tragen, befinden sich breite blauschwarze Querbinden, die meist mit stahlblauen Plättchen besetzt sind; stets be- finden sich stahlblaue Plättchen auf dem elften Körpersegment und oft auch auf den andern; im Winter unter abgefallenen Kiefernnadeln Raupe von Lasioeainpa piiil. b) Auf dem Körpersegment des zweiten und dritten Beinpaares befindet sich nie eine scharf abgesetzte blauschwarze Querbinde und ebenso be- finden sich auf dem Körper nie stahlblaue Blättchen. aa) Es sind wenigstens am hinteren Körperende zw'ei mit Stachelhaaren besetzte größere Höckerfortsätze vorhanden, die so lang oder länger sind als an der Basis dick; die Haare des Körpers stehen nie in Strahlenbüscheln, 149] Analytische Übersicht der Tiere 487 «) Es sind auf allen Körpersegmenten spitze helle, mit schwarzen Dornen besetzte Hautfortsätze vorhanden; zwei derartige Fortsätze hinter dem Kopfe sind länger als die andern; über den ganzen Eücken verläuft eine dunkel geteilte helle Mittelbinde; zwischen abgefallenem Erlenlaub Raupe von Ar^yiinis paphia. ß) Nur am hinteren Körperende sind zwei beborstete Zäpfchen vorhanden; auf den andern Körpersegmenten sind die Haare, größere und kleinere, fast gleichmäßig verteilt: eine dunkle Mittellinie befindet sich wenig- stens auf der hinteren Körperhälfte; im Moos und Detritus Raupe von Epiuephele jaiiira. bb) Die Haare oder Borsten stehen über den ganzen Körper auf nie- drigen Wärzchen in strahlen- oder pinselförmigen Büscheln. «) Die Haare oder Borsten der Rückenhälfte des Körpers sind z. T. mit langen dichtstehenden Seitenfasern versehen, so daß sie gegen das Ende verdickt erscheinen; die Beine sind fast schwarz; im Torf- moos mit abgefallenem Laub und Gras gemischt Raupe von Callij>eiiia iiiiiiiata. Man vergl. hier die Raupe von Setina mesomella und Syntomis phegea. ß) Es sind niemals dichtbehaarte Haarborsten vorhanden; die Haare sind allenfalls mit zerstreuten kleinen Seitenhärchen sägeartig besetzt. ««) Aus den auf kleinen Wärzchen strahlenförmig stehenden Haaren oder Borsten ragen einige feine einfache, nicht mit Sägezähnchen versehene, Haare weit vor; im lockeren Torfmoos mit abgefallenem Laub und Gras Nola- Raupe. ßß) Ragen aus den strahlenförmig auf Wärzchen stehenden Haaren oder Borsten einzelne weit und fein vor, so sind diese stets mit feinen mikroskopisch sichtbaren Sägezähnchen versehen. * Auf dem Körper hebt sich von der schwarzen Grundfarbe auf dem Rücken vmd an den Seiten eine leuchtend helle Fleckenlängsbinde sehr scharf ab; zwischen Sumpfpflanzen Raupe von ('alliuiorpha (lominiila. ** Der Körper ist nicht mit leuchtend hellen Fleckenlängsbinden versehen. ■;- Die längeren Haarborsten enden, wenigstens in der vorderen Körperhälfte, ebenso dick wie die kurzen; sie sind gegen das Ende nicht in ein feines Härchen ausgezogen; die Behaarung ist nie dicht pelzartig; zwischen Gras und Moos .... Spilosoiiia- Raupe. •\"\- Die längeren Haarborsten sind auch vor der Körpermitte in ein langes feines Härchen ausgezogen, während die kürzeren kurz zugespitzt sind; die Behaarung ist dicht, pelzartig: zwischen Pflanzen an trockenen Orten .... Raupe von Aretia eaja. 488 Tierwelt [150 Käfer, Coleoptera. Übersieht der Faniilieii. I. Die mit langen Fiederhaaren besetzten schmalen Hinterflügel ragen immer nach hinten unter den Flügeldecken vor; die Fiederhaare der Flügel sind so lang wie die ganzen Fühler; der Körper ist stets unter 1^2 nmi l^^^g' I. Trichopterygidae S. 492. II. Die Hinterflügel sind nicht lang gefiedert und stehen nicht dauernd unter den Flügeldecken vor. A) Die Flügeldecken sind hinten abgestutzt und lassen einen großen Teil des Hinterleibes — die 3 — 5 hintersten Ringe — frei. a) Die Fühler sind 5- bis 6-gliedrig; das letzte Glied ist sehr groß und am Ende breit gestutzt II. Clavigeridae S. 492. b) Die Fühler sind 9- bis llgliedrig; das Endglied ist nicht allein er- weitert und nicht breit abgestutzt. u) Die Fühler sind so stark keulenförmig, daß das viertletzte Glied doppelt so breit ist wie das fünftletzte; die Vorderschiene ist vor dem Ende außen mit einem spitzen Fortsatz versehen vergl. XXI. Silphidae (Necrophorus) S. 525. ß) Es sind nicht zwei aufeinanderfolgende Glieder der Fühler so sehr in Größe verschieden; die Vorderschiene ist am Ende oft mit ein ge- lenkten Spornen, aber niemals mit einem spitzen Fortsatz am Außen- rande versehen. aa) Der Hinterleib ist über P/3 mal so breit wie der Halsschild und wie der Kopf; die Tarsen sind stets dreigliedrig, ihr erstes Glied ist sehr kurz, das zweite und dritte sind fast gleich lang und etwa doppelt so lang wie das erste Glied, meist ist nur eine Kralle an den Füßen vor- handen III. Pselapliidao S. 492. ßß) Der Hinterleib ist nicht P/., mal so breit wie der Halsschild und der Kopf; die Tarsen bestehen meist aus 4 — 5 Gliedern (wenn sie aus drei Gliedern bestehen, so ist das zweite Glied nicht oder kaum länger als das erste Glied); jeder Fuß ist stets mit zwei Krallen versehen IT. Stapliylinidae S. 493. B) Die Flügeldecken sind am Hinterende selten quer abgestutzt; dann be- decken sie aber den Hinterleib fast ganz, höchstens bleibt das Endsegment ganz, das vorletzte halb frei, nur wenn sie vom Außenrande bis zur Naht gleichmäßig gerundet sind, lassen sie gelegentlich drei Segmente frei. AA) Das zweite oder dritte Tarsenglied der Hinterbeine ist breit, herz- förmig oder zweilappig, an der Sohle meist dicht mit kolbigen Hafthaaren besetzt; das erweiterte Glied ragt um die Hälfte seiner Länge unter oder neben der Wurzel des schmalen Endgliedes bezw. der beiden schmalen Endglieder vor. 151] .Analytische Übersicht der Tiere 489 a) Es ist das zweite Glied der dreigliedrigen oder scheinbar dreigliedrigen Tarsen, welches stark verbreitert oder zweilappig ist; das Endglied bezw. die beiden Endglieder sind sehr schmal . . A". Cocciiiellidae S. 511. b) Es ist das dritte Glied der Tarsen, welches tief herzförmig ausge- schnitten oder zweilappig über das schmale Endglied bezw. die beiden schmalen Endglieder übergreift. aa) Die Vorderfüße besitzen ein Tarsenglied mehr als die Hinterfüße und das vierte Tarsenglied ist zweilappig; der Kopf ist breiter als der Halsschild VI. Aiitliicidae S. 513. bb) An den Vorderfüßen ist, ebenso wie an den Hinterfüßen, das dritte Glied zweilappig oder tief herzförmig ausgeschnitten. a) Der Kopf ist vorn mehr oder weniger rüsselartig verlängert; ist der Rüssel kurz und dick, so ist das erste Fühlerglied immer so lang wie die fünf nächsten Glieder zusammen YII. Curculionidae S. 513. ß) Der Kopf ist nie rüsselartig verlängert, das erste Fühlerglied ist nie so lang wie die fünf folgenden Glieder zusammen. «(/) Die Fühler sind gegen das Ende nicht oder kaum keulenförmig verdickt; das drittletzte Glied ist nicht oder kaum merklich dicker als das viertletzte Till. Clirysoinelidae S. 518. ßß) Die Fühler sind am Ende stark keulenförmig verdickt; das dritt- letzte Glied ist mindestens 1^/., mal so dick wie das viertletzte. * Die Hinterhüften sind um mehr als die halbe Schenkellänge von- einander entfernt; die Flügeldecken sind behaart, die Haare stehen in Punktgruben IX. Nitidulidae S. 520. ** Die beiden Hüften des dritten Beinpaares stehen dicht neben- einander; die Flügeldecken sind unbehaart, mit einem vertieften Streif neben der Naht und mit sehr feinen Punktreihen versehen X. Phalacridae S. 520. BB) Ist eins der Tarsenglieder der Hinterbeine breit herzförmig oder zweilappig und mit Hafthaaren besetzt, so ist es stets das vierte, nicht das zweite oder dritte Glied: bisweilen ist das vierte Tarsenglied so tief zweilappig, daß die Lappen leicht für die Endlai)pen des dritten Gliedes gehalten werden können; sie sind dann aber stets durch eine deutliche Einschnürung vom dritten Gliede getrennt; meist aber sind die Hinter- tarsen nicht erweitert. Aa) Die Tarsen der Hinterfüße sind ;J- oder 4-gliedrig. a) Die Tarsen der Hinterfüße sind dreigliedrig XI. Lathridiidae S. 520. b) Die Tarsen der Hinterfüße sind viergliedrig. aa) Das erste Tarsenglied der Hinterbeine ist, am Ventralrande (dem Rande der Beugeseite) gemessen, nicht halb so lang wie die Schiene: 490 Tierwelt [152 der Körper ist entweder von oben sehr flachgedrückt oder fast kugel- förmig. a) Der dicke Teil des viertletzten Fühlergliedes — das Glied ohne den dünnen Gelenk- oder Stielteil gemessen — ist nur halb so lang wie der dicke Teil des drittletzten Gliedes ; der Körper ist klein und glänzend, 1 — -172 nim lang, kugelig zusammenrollbar XII. Aiiisotomidae S. 521. ß) Das viertletzte Fühlerglied ist nicht oder kaum merklich kürzer als das drittletzte Glied; der Körper besitzt niemals starken Glanz und ist nicht kugelig einrollbar. ««) Die Vorder- und Mitteltarsen sind fünfgliedrig ; die Fühlergiieder sind nicht mit dicken, stumpfen, abstehenden Haaren besetzt XIII. Teiiebrioniclae S. 521. ßß) Die Tarsen aller Beine sind viergliedrig ; die Fühlerglieder sind mit abstehenden, langen, dicken, stumpfen, gebogenen Haaren dicht besetzt XIV. Ortlioceridae S. 521. bb) Das erste Tarsenglied der Hinterbeine ist, am Ventralrande ge- messen, über halb so lang wie die Schiene; der Körper ist fast etwas flohförmig zusammengedrückt, nach vorne und hinten verschmälert XV. Mordellidae S. 521. Bb) Die Tarsen der Hinterbeine sind fünfgliedrig. Aa) Unter den Krallen der Füße befinden sich an jedem Fuße zwei breite Lappen, die viel dicker und etwa so lang sind wie die Krallen XYI. Melyi-idae S. 521. 'Bß) Unter den Krallen befinden sich keine Läppchen; höchstens ist an der Wurzel der Krallen ein Höcker vorhanden. a) Das vorletzte Tarsenglied der Hinterfüße ist so tief zweilappig, daß die über die Wurzel des Endgliedes vorragenden Seitenteile bei Seitenansicht des Fußes etwa ebenso lang sind wie der Grundteil des Gliedes. aa) Hinter den eng aneinanderliegenden Hinterhüften sind in der Mittellinie des Bauches fünf Segmente erkennbar: der Körper ist dreimal so lang wie breit XVII. Dascillidao S. 522. bb) In der Mittellinie des Bauches sind sechs Segmente erkennbar, das erste zwischen den zapfenartig nach hinten vorstehenden Enden der Hinterhüften, das letzte hinten gerundet; der Körper ist über dreimal so lang wie breit .... XVIII. Thclophoridae S. 522. b) Das vorletzte Tai'senglied der Hinterbeine ist höchstens am Ende schwach ausgerandet; in diesem Falle sind aber bei Seitenansicht des Fußes die über den Grundteil des Endgliedes vorragenden Seiten- lappen höchstens etwa hall) so lang wie der Grundteil dieses vorletzten Gliedes. 153] Analytische Übersicht der Tiere 491 aa) Das vierte Fühlerglied ist nicht oder kaum halb so dick wie das Endglied oder wie das vorletzte Glied; die Fühler sind also deutlich keulenförmig; oft sind sie schwer erkennbar, weil sie der Unterseite des Kopfes anliegen: dann pflegen die viergliedrigen Taster weit vorzuragen. «) Die (drei) Endglieder der Fühler sind blattartig stark nach einer Seite erweitert XIX. Scarabaeitlao S. 523. ß) Die Endglieder der Fühler sind niemals blattartig nach einer Seite erweitert; oft sind die Fühler sehr versteckt. au) Die Fühler sind kurz und meist sehr versteckt, bisweilen kaum auffindbar; sie sind niemals doppelt so lang wie die drei End- glieder der großen Kiefertaster . . XX. Hydropliilidae S. 523. ßß) Die Fühler sind stets leicht auffindbar und weit über doppelt so lang wie die drei Endglieder des Kiefertaster. XXI. Sil|)lii(lae S. 524. bb) Das vierte Glied der immer leicht erkennbaren 11- bis 12-gliedrigen Fühler ist wenigstens etwa ebenso dick wie das letzte und vorletzte Glied, niemals viel dünner als diese; die Fühler sind also nicht keulen- förmig. «) Die Dorsalhaare des vorletzten Tarsengliedes der Hinterbeine ragen weit über das Ende des Endgliedes hinaus, bisweilen noch über das Ende der Krallen, von denen bei den vorliegenden Arten die eine bedeutend länger ist als die andere . XXIII. Dytiscidae S. 526. ß) Die Dorsalhaare am vorletzten Tarsengliede der Hinterbeine reichen nicht bis ans Ende des Endgliedes: die beiden Krallen sind fast genau gleich lang. au) Das große Grundglied der Fühler ist der Länge nach dicht behaart (mit wenigstens 30 feinen Härchen versehen): die Hinter- ecken des Halsschildes ragen nach hinten vor und sind am Ende entAveder spitz oder scharfkantig . . XXII. Elateridae S. 525. ßß) Das große Grundglied der Fühler ist mit nur vereinzelten Haaren (wohl selten mehr als 10) besetzt; erst vom dritten, vierten oder fünften Gliede an sind die Fühler dicht behaart; die Hinter- ecken des Halsschildes sind entweder abgerundet oder spitz: im letzteren Falle sind sie aber nicht nach hinten vorgezogen. * Die Fühler sind an der Wurzel eines Längseindruckes, der sich am Außenrande der Oberkiefer befindet, eingelenkt; über der Einlenkung befindet sich eine schwache Längswulst oder Längs- ripi)e, die vom Oberrande des Auges wagerecht nach vorn ver- läuft XXIV. Carabidae S. 52(3. ** Die Fühler sind weit über der Wurzel der Oberkiefer ein- gelenkt — nicht unter einer Längsrippe oder Längswulst — auf den Seiten der Stirn XXV. Cicindelidae S. 534, 492 Tierwelt [154 G. Seidlitz, Fauna Baltica, die Käfer der deutschen Ostseeprovinzen Rußlands, Königsberg 1891. J. G. EvERTS, Coleoptera Neerlandica, De schildvleugelige Insekten van Nederland. 'Sgravenhage 1899 — 1903. E. Reitter, Fauna Germanica, Die Käfer des Deutschen Reiches, Stuttgart 1908 ff. I. Trielioptery^idae. Der Halsschild ist etwas breiter als die Flügeldecken zusammen, an den Seiten nicht mit einer abstehenden Borste versehen; 1 mm; im Moos an lichten Orten Trichopteryx faseicularis. II. Clavigeridae. Das dritte Fühlerglied ist viel länger als breit: 2^/^ mm: unter Steinen bei Lasius niger auf einer Waldlichtung Claviger loiig'icoriiis. III. Pselaphidae. L. Ganglbauer, Die Käfer von Mitteleuropa, Bd. 2, Staphylinidae und Pselaphidae, Wien 1895. I. Die Füße sind mit zwei gleich langen Krallen versehen; vor jedem Auge steht ein spitzer Höcker schräg nach außen vor; der Körper ist rotbraun, 3^4 mm lang; unter Steinen an sandiger, lichter Stelle, bei Tetramorium caespitum Clieiiiiiiiiu bituboreulatuiu. n. Die Füße sind mit nur einer Kralle (oder mit zwei sehr ungleichen Krallen) versehen; vor dem Auge befindet sich kein spitzer Höcker. A) Vor dem Hinterrande des Halsschildes befinden sich weder Grübchen noch eine Querfurche: zwischen der Hüfte und dem Schenkelgliede der Beine befindet sich ein überzähliges Beinglied (der verlängerte Schenkel- ring), welches an den Mittelbeinen über halb so lang ist wie der Schenkel; der Kör}3er ist 1,6 mm lang, braun; der Kopf, der Halsschild und die Flügeldecken sind glänzend schwarz; im Moos einer Schonung Pselapluis lieisei. B) Vor dem Hinterrande des Halsschildes befindet sich entweder eine Querfurche oder einzelne eingedrückte Grübchen, wenigstens an jeder Seite eins; die Schenkelringe sind kurz, so daß das Wurzelende der Schenkel wenig von den Hüften entfernt ist. a) Vor dem Hinterrande des Halsschildes befindet sich eine Querfurche, die sich an beiden Seiten (nicht aber in der Mitte) zu einem Grübchen erweitert. aa) Der Halsschild ist oben dicht und tief pimktiert; die Beine und die Fühlerwurzel sind hell rotbraun wie die Taster; P 4 mm; im lockeren mit trockenen Laubblättern und Grashalmen gemengten Torfmoos By t liiiiiis puiic'tieollis. 155] Analytische Übersicht der Tiere 493 bb) Die Haare des Halsschildes stehen in zerstreuten, äußerst feinen Punktgrübchen; die Beine und die beiden Enden der Fühler sind schwarz, nur die Taster und die Mitte der Fühler sind heller; l^/o mm; im feuchten Moos an lichten Stellen Bytliiiiiis bulbiiVr. h) Vor dem Hinterrande des Halsschildes befinden sich drei Gruben (eine in der Mitte), die bisweilen durch eine Querfurche verbunden sind. aa) Die drei Gruben vor dem Hinterrande des Halsschildes sind durch eine Querfurche miteinander verbunden; die Flügeldecken sind in der Mitte braunrot, viel heller als der Halsschild und der Hinterleib; l^/g mm; unter dem abgefallenen Laub eines großen Dornbusches Bryaxis sanjjuiiioa. bb) Die drei Gruben vor dem Hinterrande des Halsschildes sind nicht durch eine Furche verbunden. u) Die mittlere Grube vor dem Hinterrande des Halsschildes ist \-iel kleiner als die beiden seitlichen; der Halsschild ist oben dicht und tief punktiert; der Körper ist P/^ — ^2 mm lang, dunkelpechbraun, nur die Mitte jeder Flügeldecke ist heller rot; im Moos zwischen höherem Gras an sonniger Stelle Reiclieubacliia juiieoruui. ß) Die mittlere Grube vor dem Hinterrande des Halsschildes ist nicht kleiner als die seitlichen: die Haare des Halsschildes stehen in äußerst feinen, zerstreuten Grübchen: der Körper ist l^o — l^/^ mm lang, fast schwarz ; an feuchten Orten, im Moos und unter Laub Reicheiibachia fossulata. IT. Stapliyliiiidae. L. Ganglbauer, Die Käfer von Mitteleuropa, Bd. 2, Staphylinidae und Pselaphidae, Wien 1895, I. Auf dem Halsschilde ist wenigstens in der Mitte eine von vorn bis hinten durchlaufende Längsbinde stark glänzend, punkt- und haarlos; auch zu den Seiten sind die Punktgrübchen auf der Rückenseite des Halsschildes größtenteils um mehr als ihren Durchmesser voneinander entfernt. A) Der Halsschild ist wenigstens an den Seiten dorsal mit zahlreichen (mehr als 20) eingestochenen Punkten versehen; an der Grenze des punkt- losen mittleren Teils zählt man mindestens 8 Punkte, die oft in einer mehr oder weniger regelmäßigen Reihe stehen. AA) Der Halsschild ist nicht rot oder braunrot, die Stirn ragt höchstens als Spitzchen zwischen die Fühlerwm-zeln vor. a) Das letzte Glied der größeren Taster (der Kiefertaster) ist an der Wurzel nicht halb so dick wie das vorletzte Glied an der dicksten Stelle. aa) Auf dem Halsschild ist eine Längsreihe von eingestochenen Piinkten neben dem punktfreien Mittelteil der Länge nach von den übrigen Punktgrübchen der Dorsalseite getrennt; an den Hinterbeinen ist das 494 Tierwelt [156 erste Tarsenglied l\'omal so lang wie das zweite; an der Ventral- seite des Halsschildes springt dessen unterer Seitenrand hinter der Vorderhüfte nicht tief Avinklig nach innen vor; öYo — 6Vo mm lang, ^/^ mm breit; im feuchten Moos, besonders im Torfmoos Cryptobiuiii fracticonie. bb) Auf dem Halsschilde ist keine getrennte Reihe von Punkten vor- handen; an den Hinterbeinen ist das erste Tarsenglied nicht länger als das zweite: der untere Seitenrand des Halsschildes springt hinter der Vorderhüfte im abgerundeten rechten oder spitzen Winkel nach unten vor. aa) Der Kopf ist viel breiter als der Halsschild, durch dichte Punk- tierung matt; 372 — "^ ynm; im Moos an sonniger Stelle Stilicus erichsoiii. hß) Der Kopf ist nicht merklich breiter als der Halsschild, glänzend. «) Das drittletzte Fühlerglied ist (mit seinem kurzen Stielchen gemessen) doppelt so lang wie breit; der punktfreie Raum mitten auf dem Hals- schild ist nur hinten breit, vorn oft undeutlich; (i — 7 mm lang, 1 mm breit; zwischen nassem Gras und im nassen Moos Lathrobium teriiiiiiatum. ß) Das drittletzte Fühlerglied ist mit dem Stielchen nicht 1^/^ mal so lang wie breit. Die unpunktierte Mittelbinde des Halsschildes ist bis vorn hin fast gleich breit; 8 — 10 mm lang. au) Die Flügeldecken sind ganz schwarz; der Körper ist 10 — 12 mm lang und fast l^/g mm breit; die fünfte Bauchplatte des Hinterleibes ist beim cf in der Hinterhälfte, die sechste von vorn bis hinten tief eingedrückt; im Moos und Detritus der Wälder Latlirobiuin briiimipes. ßß) Mindestens die Hinterhälfte der Flügeldecken ist rotbraun; der Körper ist nicht 10 mm lang; die fünfte Bauchplatte des o^ ist in der Mitte kaum merklich eingedrückt. * Die Flügeldecken sind mindestens bis zum Ende des ersten Drittels ganz schwarz, zusammen 1 — V/^ mm breit; der Körper ist 8Y2 bis 9^/2 mm lang; die sechste Bauchplatte des cf ist in der Hinter- hälfte tief eingedrückt und die Haare neigen jederseits zu einem Kiel zusammen; unter nassem Erlenlaub Laihrobiuiii oloiif»atuin. ** Die Flügeldecken sind nicht bis zum Ende des ersten Drittels ganz schwarz, zusammen '^/^ mm breit; der Körper ist 7 — 8 mm lang; die sechste Bauchplatte des cf ist, wie die fünfte, kaum ein- « gedrückt; im nassen Torfmoos .... Latlirobiiiiii rulipciiiio. b) Das letzte Glied der Kiefertaster ist an der Basis über halb so dick wie das vorletzte Glied. 157] Analjtische Übersicht der Tiere 495 aa) Der Körper ist mindestens 15 mm lang und 3 mm breit; die glatte Mittellinie des Halsschildes ist nicht so breit wie die Fühler an ihrer Wurzel dick sind und meist mehr oder weniger unterbrochen vergl. Stapliyliiius unter IIA, S. 503. bb) Der Körper ist höchstens 10 mm lang und kaum über 1 mm breit; die glatte Mittelbinde des Halsschildes ist so breit wie die Fühler an ihrer Wurzel dick sind und nie unterbrochen. u) Das letzte Glied der Kiefertaster ist kürzer als das vorletzte; das drittletzte Fühlerglied ist viel breiter als lang; die Körperoberseite besitzt einen schwach metallischen Glanz; 8 — 9 mm lang, 1 mm breit; auf trockenem sandigen Boden im Moos und Detritus Xcintholiniis linearis. ji) Das letzte Glied des Kiefertaster ist länger als das vorletzte; das drittletzte Fülilerglied ist länger als breit; die Körperoberseite besitzt keinen metallischen Glanz; der Körper ist 5 — 6 mm lang und '^/^ mm breit; an nassen Orten unter Laub und zwischen Pflanzen. (Die Fühler- basis ist nicht hell) Actobius cinerasceiis. BB) Der Halsschild ist rot oder braunrot; die glänzende Stirn ragt deutlich etwas über die Basis der Fühler nach vorn oder unten vor, wenigstens in der Mitte. a) Vor dem Hinterrande des Halsschildes befindet sich in der Mitte eine tiefe Grube; die beiden braunschwarzen Flügeldecken sind zusammen breiter als lang (unter 1 mm lang und über 1 mm breit); der schwarze Kopf ist schmaler als der Halsschild; die Fühler sind am Ende gelb; das letzte Glied der Kiefertaster ist etwa halb so lang wie das vor- letzte; Körper 5 — 6 mm lang; im Moos eines sandigen Hochwaldes Zyras (Myrmedonia) coUaris. b) Vor dem Hinterrande des Halsschildes sind nur eingestochene Punkte vorhanden wie anderswo; die beiden blauglänzenden Flügeldecken sind zusammen länger als breit (über 1^/^ mm lang, unter 1^2 nim breit); der schwarze Kopf ist (mit den Augen) etwas breiter als der Hals- schild; die Fühler sind an der Wurzel heller; das Endglied der Kiefer- taster ist nicht ^/^ so lang wie das vorletzte Glied; Körper 7 — 10 mm lang; an nassen, lichten Orten Paederus riparius. B) Auf dem Halsschilde befinden sich entweder nur vor den Rändern ein- gestochene Punkte, aus denen senkrechte Tasthaare vorragen, oder es ist jederseits der Mitte eine Längsreihe von höchstens acht Haarpunkten vor- handen und auch außerhalb dieser Punktreihen stehen höchstens acht zer- streute Haai'punkte. AA) Das vorletzte Glied der längeren Taster (der Kiefertaster) ist in der Mitte höchstens 1^2 '^^■l so dick wie das letzte Glied an der Wurzel. 496 Tierwelt [158 Aa) Das dritte Fühlerglied ist nur etwa halb so dick wie das zweite; der Körper ist 3 — 4 mm lang und ^/^ mm breit, schwarz, die Ränder, der Halsschild und namentlich die Beine heller: unter feuchtem Laub Habroeeriis Ctipillaricoriiis. Bb) Das zweite Fühlergiied ist nicht P/2 mal so dick wie das dritte. Aa) Auf dem Halsschilde sind zwei Längsreihen von eingestochenen Punkten vorhanden, die bis hinter die Mitte desselben reichen, d. h. der letzte Punkt der beiden Reihen steht hinter der Mitte des Hals- schildes. a) Mitten auf der vorderen Kopfhälfte stehen zwei eingestochene Punkte und weiter nach vorn, mit den beiden Punkten ein Rechteck bildend, zwei Gruben mit je 2 — 3 Haarpunkten; die Punktreihen auf dem Halsschilde sind dessen Seitenrande näher als einander; das End- glied der Kiefertaster ist etwas kürzer als das vorhergehende Glied: die Flügeldecken sind mit zerstreuten, tiefen Punkten versehen Othius. «) Der Halsschild ist heller rotbraun als die Flügeldecken: nur der Kopf ist schwarz oder fast schwarz; der Körper ist 5 — G mm lang, die Flügeldecken sind hinten zusammen nicht 1 mm breit; im Moos und unter Kiefernnadeln an trockenen Waldstellen Othius uielaiioceplialus. ß)- Der Halsschild ist wie der Kopf glänzend schwarz, selten mit einem rötlichen Ton versehen; die Flügeldecken aber sind stets heller; der Körper ist 9 — 13 mm lang, die Flügeldecken sind hinten zusammen mindestens 1^/2 mm breit; unter Moos und Steinen in Wäldern Othius punctulatus (fuhdpennis). b) Vorn auf dem Kopfe stehen nur jederseits am Augenrande zwei eingestochene Punkte in gerader oder schräger Querreihe; die punk- tierten Grübchen fehlen; die mittleren Punktreihen des Halsschildes stehen auf dem vorderen Drittel desselben einander viel näher, als sie dem Seitenrande stehen; das Endglied der Kiefertaster ist länger als das vorletzte Glied Philouthus aa) Wenn man von den Punkten unmittelbar am Hinterrande des Halsschildes absieht, so ist zu jeder Seite der Mitte eine gerade oder gebogene Längsreihe von 3 — 4 Punkten vorhanden; der erste Punkt steht oft dem Vorderrande sehr nahe und yon den andern weiter entfernt. a) Der Körper ist O^o — 12 mm lang und die Flügeldecken sind hinten zusammen 2— 27^ mm breit; der Halsschild ist (bei starker Ver- größerung) mit feinen Rillen versehen, die entweder netzartig zu- sammenschließen oder unregelmäßig gebogen verlaufen: der Kopf, der Halsschild und die FlüQeldecken schimmern metallisch sfrün. 159] Analytische Übersicht der Tiere 497 uu) Der Körper ist etwa 12 mm lang, die Flügeldecken sind hinten zu- sammen 2^4 mi^Tt breit; der Halsschild ist sehr fein netzartig gerillt und deshalb weniger stark glänzend; das erste Fühlerglied ist, wie die folgenden, ganz schwarz; unter Buchenlaub Philoiithus decorus. ßß) Der Körper ist etwa 10 mm lang und die Flügeldecken sind hinten zusammen etwa 2 mm breit; der Halsschild ist bei sehr starker Vergrößerung mit sehr feinen Rillen und Punkten versehen, stärker glänzend; das erste Fühlergiied ist vorn und unten rot- braun; im Kiefern walde unter Moos und Nadeln Pliiloiitlius fuscipeuiiis (politus). ß) Der Körper ist bis 8 mm lang und die Flügeldecken sind hinten zusammen bis I-/3 mm breit; der Kopf und der Halsschild sind glänzend schwarz ohne metallischen Schimmer und (auch bei starker Ver- größerung) ohne feine vertiefte Rillen. au) Der Körper ist ist 7 — 8 mm lang; die Flügeldecken sind hinten zusammen IV2 — 1"/3 ™iii breit; das Wurzelglied der Hintertarsen ist etwa IV5 mal so lang wie das Endglied (ohne Krallen); zwischen dem Vorderteil der Augen sind die beiden mittleren der vier Punkte über doppelt so weit voneinander entfernt wie von den beiden seitlichen; die Beine sind schwarz, nicht heller als die Fühler; das vorletzte Fühlergiied ist länger als breit; an lichten sandigen Orten im Moos und Detritus Philoiithus varius. ßß) Der KörjDer ist 5 — 6 mm lang, die Flügeldecken sind hinten zusammen ^/^ mm breit; das erste Tarsenglied der Hinterbeine ist fast IVo mal so lang wie das Endglied; von den vier Punkten vorn zwischen den Augen sind die beiden mittleren wenig weiter von- einander als von den seitlichen entfernt; die Beine sind rotbraun, weit heller als die Fühler; das vorletzte Fühlerglied ist breiter als lang; an einem sonnigen grandigen Orte im kurzen Rasen Pliiloiitlius sordidus. bb) Wenn man von den Punkten unmittelbar am Hinterrande des Halsschildes absieht, so ist jederseits eine gerade oder gebogene Reihe von 5 — 6 Punkten vorhanden; der erste Punkt steht oft nahe am Vorderrande und von den andern weiter entfernt, au) Die Rückenreihe jederseits auf dem Halsschilde besteht aus sechs Punkten; der Kopf ist kaum schmaler als der Halsschild: die Seitenränder des Halsschildes laufen vom ersten bis zum zweiten Drittel fast parallel; der Kopf und der Halsschild sind glänzend schwarz, die andern Teile sind etwas heller, namentlich die Beine; der Körper ist 4 — 5 mm lang, die Flügeldecken sind hinten zu- sammen % mm breit; im feuchten lockeren Moos Philoiithus aterriiiius (nigritulus). Beiträge zur Naturdenkmalpflege. III 32 498 Tierwelt [16(> hß) Die beiden Rückenreihen des Halsschildes bestehen aus fünf Punkten, der vorderste steht oft hart am 'Vorderrande und etwas nach außen gerückt. a) Die Beine sind gelbbraun, die Flügeldecken pechbraun; zwischen den Augen steht jederseits eine Schrägreihe von drei Punkten, der äußerste dieser Punkte steht immer am Hinterrande der (kleinen) Augen, die beiden andern schließen sich in einer Reihe schräg nach innen und vorn an; in jeder der beiden Rückenreihen des Halsschildes sind die beiden hinteren Punkte nicht halb so weit voneinander getrennt wie die andern; 7 mm lang, Flügeldecken hinten zusammen IV4 mm breit; im Moos einer Waldlichtung Pliiloiithus vernalis. ß) Die Beine sind größtenteils schwarz oder dunkelbraun; vorn zwischen den Augen stehen jederseits zwei Punkte und bilden zu- sammen eine einzige gerade oder gebogene Querreihe; die beiden hinteren Punkte in jeder der beiden Reihen auf dem Halsschilde sind einander nicht oder kaum näher als die andern. na) Das Wurzelglied der Hintertarsen ist etwas kürzer als das Endglied ohne die Krallen; der Kopf ist mit den Augen kaum kleiner als der Halsschild; hinter dem großen Punkt vorn am Innenwinkel des Auges stehen am Innenrande des Auges bis zu dessen Hinterrande drei Punkte in einer gebogenen Reihe und innerhalb dieser Punkte, neben ihnen auf dem Kopfe jederseits einzelne weitere Punkte, von denen der eine schon neben dem zweiten Punkte steht; die Fühlerwurzel und die vier Vorderbeine sind ein wenig heller; fast 8 mm lang, die Flügeldecken hinten zusammen etwas über 1 mm breit; im nassen Anspülicht Pliiloutlms quisqiiiliarius. ßß) Das Wurzelglied der Hintertarsen ist V/^ — V/o mal so lang wie das Endglied; die Kopffläche ist immer viel kleiner als die des Halsschildes; hinter dem großen Punkt am Innenrande des Auges (der mit einem andern die Querreihe bildet), stehen nach hinten am hintern Innenrande des Auges nur noch zwei Punkte und von diesen schräg nach hinten und innen 3 — 4 weitere Punkte, meist in einer Reihe. * Die Vorderhüften sind wenigstens an der Innenseite rotbraun, der zweite Punkt am Innenrande des Auges (der erste Punkt hinter der Querreihe) ist dem dritten näher als dieser dem schräg nach innen und hinten stehenden: auf den Flügeldecken ist oft ein dunkelrotbrauner Wisch vorhanden, die Fühlerglieder vor dem Endgliede sind länger als am Ende breit: 7 — 8 mm lang, Flügeldecken hinten IV2 mm breit; im Moos der Wälder Pliil(»utlnis varians^ 161] Analytische Übersicht der Tiere 499 ** Die Vorderhüften sind ganz schwarz; der zweite Punkt am Innenrande des Auges ist vom dritten weiter entfernt als dieser von dem ihm zunächst, nach hinten und innen stehenden kleinen Punkt; die Fühlergiieder vor dem Endgliede sind am Ende ebenso breit wie lang; die Flügeldecken besitzen einen grünen Metall- schimmer; 672 — 8 nim lang, die Flügeldecken hinten P/s nim breit; im Moos der Wälder .... Pliiloiithus coiicinnus. Bß) Auf der Fläche des Halsschildes stehen, abgesehen von den Punkten unmittelbar am Hinterrande, hinter der Mitte keine Punkte. a) Auf der Fläche des Halsschildes steht nur ein stärkerer Punkt jeder- seits und zwar unmittelbar an dessen Vorderrande, außerdem sind sehr feine zerstreute Punkte vorhanden, die aber nicht stärker sind als die feine Netzaderung; das erste und zweite Hinterleibssegment hinter dem Ende der Flügeldecken ist vorn mit je zwei kleinen dicht be- haarten Flecken versehen; der Körper ist 5 — 8 mm lang, schwarz, die Ränder zum Teil heller, namentlich ein Fleck an der Schulter der Flügeldecken, diese hinten IV4 — 1^ 4 mm breit; unter Detritus an feuchten schattigen Stellen Tachiiiiis rufipes. b) Oben auf dem Halsschilde befindet sich jederseits eine Längsreihe von drei Punkten, von denen der erste oft nicht in der geraden Ver- längerung der beiden andern steht. aa) Das Endglied der kürzeren, hinteren Taster ist, von der breiten Seite gesehen, doppelt so dick wie das Endglied der längeren (Kiefer-) Taster; der Halsschild ist über IV2 mal so breit ^^^e der Kopf; das hinterste der drei Punktpaare auf dem Halsschilde ist ebenso weit getrennt wie das mittelste; 10 mm lang, die Flügeldecken hinten 2 mm breit: im Moos und Detritus an lichten Waldstellen, auf nicht kalkfreiem Boden Euryporus picipes. bb) Das Endglied der (kürzeren) Lippentaster ist nicht oder kaum breiter als das Endglied der (längeren) Kiefertaster; der Halsschild ist nicht 1^/2 mal so breit wie der Kopf; das hinterste Punktpaar auf dem Halsschilde ist weniger weit getrennt als das mittlere; die Punktreihen sind fast gerade . . Quedius. u) Vorn zwischen den Augen stehn jederseits 3 — -i Punkte in einer Querreihe. au) Außer der Querreihe von 3 — 4 Punkten vorn jederseits zwischen den Augen steht nur noch zwischen deren Hinterrändern eine vom Auge schräg nach hinten und innen verlaufende Reihe; das Schildchen ist bis zum Ende unbehaart; 10— L5 mm lang, die Flügeldecken hinten 2 — 2-/3 mm breit; an feuchten und nassen Orten im Detritus und Moos (^iicdiiis fiilif»iiiosus. 500 Tierwelt [162 ßß) Außer den 3 — 4 Punkten jederseits zwischen den Vorderrändern der Augen und der Schrägreihe zwischen den Hinterrändern kommt zwischen beiden Reihen jederseits noch ein Punkt vor; das Schihlchen ist in der hintern Hälfte behaart; 13 — 15 mm lang, die Flügeldecken hinten zusammen etwa 2V2 nim breit; im Moos der Kiefernwälder (|iiodius tristis. ß) Vorn zwischen den Augen steht jederseits nur ein Punkt und zwar am Augenrande. ««) Das Schildchen ist nach hinten dicht behaart; hinter dem Auge befindet sich ein tiefer Punkt und von diesem aus verläuft eine Reihe feiner Haarpunkte schräg nach unten und vorn ; hinten steht jederseits auf dem Kopfe ein weiterer großer Punkt, begleitet von zwei kleinen Punkten, einem vor ihm und einem innen schräg nach hinten; die Beine sind pechschwarz; 12 mm lang, die Flügeldecken hinten 2V^ mm breit; im Moos trockener Kiefernwälder (Juodiiis inolofhiiius. ßß) Das Schildchen ist unbehaart; die sehr feinen Haarpunkte, die hinter dem Auge und dem größeren Punkt an dessen Hinterende stehen und sich nach unten ausbreiten, bilden keine einfache Reihe, sondern dichte Gruppen; die Beine, auch die Vorderhüften sind größtenteils rotbraun; der Körper ist höchstens 11 mm lang. * Die Flügeldecken sind rotbraun, in der Mitte viel heller gefärbt als die hellsten Teile des Halsschildes, hinten sind beide zusammen etwas über 2 mm breit; der Halsschild ist meist glänzend schwarz, fast etwas metallisch; der Körper ist 10 mm lang; unter Steinen im Kiefernwalde Queilius picipes. ** Die Flügeldecken sind in der Mitte stets dunkler als die helleren Teile des Halsschildes, hinten sind sie zusammen I74 — 1% nim breit. f Der Halsschild ist nicht IV3 mal so breit wie der Kopf: in der Nähe des hinteren Innenwinkels der Augen steht ein großer Punkt und hinter diesem, schräg nach innen stehen zwei sehr kleine Punkte; das erste Tarsenglied der Hinterbeine ist, am Dorsalrande gemessen, IV4 nial so lang wie das Endglied ohne Krallen; das dritte Fühlerglied ist wenigstens IV4 nial so lang wie das Endglied der Kiefertaster; das zweite Fühlerglied ist in der Endhälfte nicht merklich dunkler als das erste; 8 — 10 mm lang, die Flügeldecken hinten zusammen 1 ^, o mm breit ; im Moos trockener Kiefernwälder (Jiiedius iii^rieeps. ff Der Halsschild ist über l^s mal so breit wie der Kopf: schräge nach innen und hinten von dem groikn Punkt am hinteren Innen- winkel der Augen steht gewöhnlich nur ein einzelner Punkt: das 163] Analytische Übersicht der Tiere 501 erste Glied der Hintertarsen ist nicht länger als das letzte; das dritte Fühlerglied ist nicht oder kaum länger als das Endglied der Kiefertaster; das zweite Fühlerglied ist wenigstens in der Endhälfte viel dunkler als das erste. O Die Flügeldecken sind hinten zusammen P/4 mm* breit, zwischen den wenig dichten Haarpunkten mit feinen Quer- runzeln versehen (chagriniert); am zweiten Fühlergliede ist der kürzere Wurzelteil, von oben gesehen, scharf abgesetzt hell und durch eine schwache Einschnürung von dem längeren dunklen Endteil getrennt: der Halsschild ist breiter als lang, in der Mitte am breitesten: 7 — 8 mm lang: unter feuchtem Buchenlaub (^iiedius ruinatus (peltatus). 00 Die Flügeldecken sind hinten zusammen nur U^ mm breit, zwischen den dichtstehenden Haarpunkten nicht fein chagriniert, sondern etwas glänzend: am zweiten Fühlergliede ist kein scharf abgesetzter heller Grundteil abgeschnürt; der Halsschild ist so lang wie breit, hinter der Mitte am breitesten ; 7 mm lang ; neben Erlenstümpfen im trockenen Detritus (|iiedius maurorufus. BB) Das vorletzte Glied der Kiefertaster ist in der Mitte etwa doppelt so dick, wie das dünne Endglied an der Wurzel oder die beiden Glieder sind noch mehr an Dicke verschieden. a) Die obere Kopffläche ist vorn querüber gerade abgeschnitten und die Fühler sind vor deren Vorderrande eingelenkt; auf dem Halsschilde stehen zwischen dem ersten Viertel und dem ersten Drittel seiner Länge zwei Punkte, einander viel näher als dem Seitenrande; auf dem Kopfe stehen jederseits neben dem Auge 3 — 4 Punkte in einer Längsreihe; der Körper ist 4V2 mni lang und -/g mm breit, schwarz, besonders der Kopf und der Halsschild, die Beine sind heller; im nassen Torfmoos Heterothops (luadripuiictula. b) Zwischen den Fühlerwurzeln ragt die glänzende Stirn in der Mitte gerundet nach vorn bezw. nach unten umbiegend vor, zwischen dem ersten Viertel und dem ersten Drittel des Halsschildes stehen oben auf dessen mittlerem Teil keine Punkte. aa) Die Flügeldecken sind mit feinen anliegenden Härchen dicht besetzt, auf der Mitte derselben befinden sich keine in einer Längsfurche stehenden Punkte, aus denen aufrechte Tasthaare vorragen Tachyporus. a) Der Halsschild ist ganz rotgelb und ebenso gefärbt sind die Vorder- hüften; die Flügeldecken sind an der Naht (zusammen mit dem Schildchen gemessen) etwa P - mal so lang Avie der Halsschild in der Mitte; der Köriier ist 3^2 — •'> nini lang. 502 Tierwelt [164 au) Der Kopf ist lotgelb wie der Halsschild, die Flügeldecken sind in der Vorderhälfte querüber schwarz: im Moos und Detritus, besonders neben Stämmen Tachyporiis obtusus. ßß) Der Kopf ist schwarz, auf den Flügeldecken ist einerseits ein Dreieck, welches das Schildchen umschließt und anderseits ein Längs- fleck vorn am Seitenrande schwarz oder schwärzlich; im feuchten Moos, sehr eurytop Tacliyporus chrysomelimis. ß) Der Halsschild ist ganz oder z. T. schwarz bezw. dunkelbraun, auch die Vorderhüften sind rotbraun bis schwarz: die Flügeldecken sind kürzer, ihre Naht ist (zusammen mit dem Schildchen gemessen) l^/^ bis wenig über P/g mal so lang wie der Halsschild. Mf-c) Der Halsschild ist in der Hinterhälfte querüber rotbraun bis rot- gelb, oben kaum dunkler als an den Seiten, in der Vorderhälfte da- gegen, namentlich an beiden Seiten, dunkel; an den Kiefertastern ist das dicke vorletzte Glied auf der Rückenseite viel dunkler als die Wurzelglieder derselben; die Flügeldecken sind bis fast zur Mitte rotgelb, nur P/^ — 1^/^ mal so lang wie der Halsschild; der Körper ist 3 — 4 mm lang; im nassen Torfmoos und zwischen nassem Gras Taeliyporus transversalis. ßß) Der Halsschild ist entweder ganz dunkelbraun und nur in den Hinterecken etwas heller oder an den Seiten, namentlich hinten breit hellgelblich; die Flügeldecken sind etwa P'., mal so lang wie der Halsschild. * Der Halsschild ist in der Mitte tief schwarz, an den Seiten vorn schmal, hinten breit hellbraungelb; die Flügeldecken sind am Schildchen und am Seitenrande schwärzlich, sonst braun; S^', — ^^'g^^im; im Moos und Detritus, eurytop .... Tacliyporus hypuorum. ** Der Halsschild ist auch in der Mitte viel heller als der Kopf, dunkelbraun, nach den Hinterecken hin allmählich etwas heller, die Flügeldecken sind nur am Hinterrande braim; SV^ mm; im trockenen Erlendetritus und neben einem Sumpfrande T.acliyporus uiaeroptcrus. bb) Die Flügeldecken sind nicht mit anliegenden Haaren, nur mit ver- einzelten, abstehenden Tasthaaren versehen: diese stehen in der Mitte jeder Flügeldecke meist in einer Längsfurche .... Mycetoporus. «) Die dem Fühlerendgliede voraufgehenden Glieder sind länger als breit; auf dem Halsschilde befinden sich eingestochene Punkte nur in der Nähe der Ränder, kaum um mehr als ihren Durchmesser vom Rande entfernt; der Koi)f ist vorn heller oder dunkler gelbbraun: 4 — 5 mm lang, die Flügeldecken sind hinten zusammen -/;; mm breit: zwischen Moos und Detritus an trockenen Stellen Mycetoporus splciidiiliis. 165] Analytische Übersicht der Tiere 503 ß) Die dem Endgliede der Fühler voraufgehenden Glieder sind breiter als lang; außer den eingestochenen Punkten in der Nähe der Ränder des Halsschildes stehen stets 1 — 3 Punkte seitlich auf der Fläche, weit vom Rande entfernt; der Kopf ist bis zur Fühlerwurzel glänzend schwarz. aa) Das vorletzte Glied der Kiefertaster ist etwas dünner als das erste Fühlerglied: auf der Fläche des Halsschildes stehen jederseits zwei eingestochene Punkte hintereinander; auf den Flügeldecken sind außer den Punktreihen an den Rändern und einer Reihe auf der Fläche noch weitere in einer Reihe stehende Punkte vorhanden; 5 mm lang, Flügeldecken hinten zusammen 1^4 ^^^ breit; im Moos eines Kiefernwaldes Mycetoporus puiictus. ßß) Das vorletzte Kiefertasterglied ist etwas dicker als das Grundglied der Fühler: auf dem Halsschilde stehen die Punkte mehr oder weniger in einer Querreihe; auf den Flügeldecken sind außer den drei Punkt- reihen höchstens 1 — 2 einzelne Punkte vorhanden; 3V2 — -4}/^ ^^^^^ lang, ^/g — 1 mm breit, im Moos der Kiefernwälder Mycetoporus bruniieiis (lepidus). II. Auf dem Halsschilde ist die Mitte nicht der Länge nach stark glänzend, punkt- und haarlos; die ganze Oberfläche ist vielmehr entweder anliegend (aus Punkten) fein behaart, oder tief und dicht punktiert, so daß die Durch- messer der Punktgruben größer sind als die Entfernung derselben von- einander, oder endlich ist sie matt und glanzlos. A) Der Körper ist über 13 mm lang: die Mittellinie des Halsschildes ist mehr oder weniger punktfrei aber nicht stark glänzend. AA) Der Körper ist ganz schwarz, 20 — 23 mm lang; die Behaarung des Schildchens ist nicht dichter und nicht anders gefärbt als die der Flügel- decken: hinter den Mittelhüften verläuft eine geschwungene Rinne (|uer über die Brust; das Endglied der Kiefertaster ist so lang und nicht dünner als das vorhergehende Glied; unter Steinen an sehr lichter Wald- stelle Stapliyliiiiis siinilis. BB) Der Körper ist ebenfalls fast 20 mm lang; die Flügeldecken sind rot- braun, die Beine und die Fühlerenden braunrot: das Schildchen ist sehr dicht goldgelb behaart ebenso wie je zwei Flecke auf den letzten Hinter- leibssegmenten; die Flügeldecken dagegen sind weniger dicht, dunkel behaart; das Endglied der Kiefertaster ist kürzer und am Ende kaum über halb so dick wie das vorletzte Glied; im Moos eines Kiefernwaldes auf kalkhaltigem Boden Slaphyliiiii.s erytliroplenis. B) Der Körper ist nicht 1) mm lang. AA) Der Kopf ist mit den Augen stets breiter als der Halsschild. Aa) Der Kopf ist auch hinter den Augen breiter als der Halsschild. 504 Tierwelt [166 a) Die Haarpunkte auf dem Kopfe und dem Halsschilde sind von er- habener feiner Umwallung umgeben; die Umwallungen stellen eine Netzaderung dar; das Auge ist nicht um seinen doppelten Längsdurch- messer vom Hinterrande des Kopfes entfernt. aa) Der Halsschild ist in der Mitte wenigstens teilweise mit einer glatten, unpunktierten Längslinie versehen; das vorletzte Tarsenglied der Hinterfüße ist nicht zweilappig. u) Der Körper ist 6^2 — '^V2 ^^ lang; die glatte Mittellinie des Hals- schildes verschwindet nach vorn vollkommen; die Hüften sind immer ziemlich dunkel ; im Moos und Detritus der Wälder Stilieus riifipes. ß) Der Körper ist 372 — ^ mm lang; die glatte Mittellinie des Hals- schildes geht gleichbreit bis zum Vorderrande; die Beine sind, mit Einschluß der Hüften rotbraun; im Moos an einem sonnigen, unbe- bauten Platze (vergl, unter I.) Stilieus orichsoiii. bb) Der Halsschild ist nicht mit einer unpunktierten glatten Mittel- linie versehen; das vorletzte Tarsenglied der Hinterbeine ist so tief zweilappig, daß die Seitenlappen bis zur Mitte des Endgliedes reichen; die Flügeldecken sind hinten breit braungelb gefärbt; 3,5 mm; an sonnigen Orten auf kalkhaltigem Boden . . Astemis aii^'ustatus. b) Die Haarpunkte auf dem Kopfe und Halsschilde stehen nicht in erhabenen Netzmaschen; das Auge ist um seinen doppelten Längs- durchmesser vom Hinterrande des Kopfes entfernt; der Körper ist 2^/^ bis 372 nim lang, heller oder dunkler braun ; die Fühler und Beine sind rotgelblich; an kalkhaltigen, sonnigen, steinigen Orten Scopaeiis sulcicollis. Bb) Der Kopf ist hinter den Augen nicht breiter als der Halsschild, er setzt sich überhaupt hinter den Augen nicht oder kaum nach hinten fort Stenus. A«) Das vorletzte Tarsenglied der Hinterfüße ist von oben gesehen tief zweilappig; die beiden das Endglied fast bis zur Mitte umfassenden Lappen sind länger als der einfache Wurzelteil des Gliedes, a) Der Hinterleib ist an den Seiten vollkommen gerundet, nur am ersten Segment mit einem schwachen Längskiel oder mit einer Längs- wulst an den Seiten versehen. aa) Die Beine, Taster und Fühler sind braungelb, nur die Knie und das erste Fühlerglied sind dunkel; der Körper ist fast 6 mm lang, die Flügeldecken sind zusammen fast 1 mm breit; zwischen hohem Gras auf Sand am Ufer eines Sumpfes . Stenus siiiiilis (oculatus). bb) Die Beine, Taster und Fühler sind fast schwarz; nur die Fühler vom dritten Gliede bis zur Keule, die Schenkel und die Tarsen sind etwas heller und das Wurzelglied der Kiefertaster ist braungelb; dei- 167] Analytische Übersicht der Tiere 505 Körper ist 4^4; ^^^^^ ^^^^g^ <^ie Flügeldecken sind zusammen nicht -/g mm breit; auf nassem sumpfigen Boden zwischen hohen Pflanzen Stenus latifroiis. b) Der Hinterleib ist an den Seiten der Länge nach mit einer schwachen Rinne und unter der Rinne mit einem etwas vortretenden Rande versehen. aa) Das erste Glied der Hintertarsen ist kürzer als das letzte Glied (ohne die Krallen); die Beine sind fast schwarz; auch die Wurzel- hälfte der Schenkel ist nicht heller; von den Tastern sind die beiden Wurzelglieder hellgelblich, von den Fühlern nur das erste und die drei Endglieder schwarz; 5 mm; zwischen Sumpfgräsern Stenus bifoveohitus (plancus). bb) Das erste Glied der Hintertarsen ist länger als das letzte; an den Beinen ist wenigstens die Wurzelhälfte der Schenkel braungelb. «) Das dritte Fühlerglied ist etwa 1^2 ni^l so lang wie das vierte; das verdickte Glied der Taster, die Endhälfte der Schenkel und die Schienen sind schwärzlich; die Oberseite des Körpers ist schwarz; 3 ^/a — ö mm ; im lockeren Torfmoos unter Gebüsch Stenus palustris. ß) Das dritte Fühlerglied ist etwa doppelt so lang wie das vierte; die Taster und Beine sind ganz hellgelblich, nur die Knie sind ein wenig dunkler; die Oberseite des Körpers schimmert etwas metallisch grün: 4 — 6 mm; im Moos und Detritus an feuchten Wald- stellen Stenus impressus. Bß) Das vorletzte Tarsenglied der Hinterbeine ist nicht zweilappig, nur bisweilen am Ende ausgerandet; dann sind aber die Endlappen nicht so lang wie der Basalteil des Gliedes und ragen nur wenig über die Basis des Tarsenendgliedes vor. a) Das erste Glied der Hintertarsen ist etwa doppelt so lang wie das Endglied (ohne die Krallen); der Körper ist 4^/^ — 7 mm lang; auf den Hinterleibssegmenten ragt von dem punktierten Vorderteil in der Mitte immer ein erhabenes Spitzchen nach hinten vor. aa) Die Fühler und Beine sind schwarz, nur die Basalglieder der Kiefertaster sind heller; die Oberseite des Körpers ist fast bläulich- schwarz; die Flügeldecken sind vorn an der Naht etwas eingedrückt; 6 — 7 mm; besonders zwischen hohem Gras .... Stenus juno. bb) Die Kiefertaster und die Beine, mit Ausschluß der Hüften, Schenkelringe und Knie, sind braungelb; die Oberseite des Körpers besitzt einen schwachen Bronzeschimmer; die Naht der Flügeldecken ist im Vorderdrittel nicht tiefer eingedrückt; 4^4 — 6 mm: besonders im lockern feuchten Detritus Stenus elavieornis. b) Das erste Tarsenglied der Hinterbeine ist nicht oder kaum länger als das Endglied (ohne die Krallen); der Körper ist 2^4 — 5 mm lang. 506 Tierwelt [168 aa) Die Hinterleibssegmente sind an den Seiten vollkommen gerundet; die Fühler sind ganz schwarz, die Kiefertaster bis auf das Basalglied schwarz; die Beine und die Flügeldecken sind bisweilen dunkelbraun; 2^4 — 3^/r, mm ; an einer sonnigen Stelle im nassen Torfmoos Steiiiis iii<>Titulus. bb) Die Hinterleibssegmente, wenigstens die vier ersten hinter dem Ende der Flügeldecken sind an beiden Seiten mit einer oder zwei Längsfurchen versehen und über jeder Furche mit einer erhabenen Leiste; 3—5 mm. a) Die Naht der Flügeldecken ist immer ein wenig kürzer als der erhabene, punktierte Teil des Halsschildes in der Mitte des Rückens: die Schenkel sind dunkelrotbraun, namentlich die Vorderschenkel an der Unterseite; von den Kiefertastern sind zwei Basalglieder ganz gelbbräunlich; 3^2 — 5 mm; im Moos und Detritus der Wälder Steniis huiiiilis. ß) Die Naht der Flügeldecken ist stets ein wenig, bisweilen viel länger als der erhabene, punktierte Teil des Halsschildes; die Schenkel sind ganz schwarz; von den Kiefertastern ist nur das Basalglied hell. au) Auf den ersten Hinterleibssegmenten hinter dem Ende der Flügeldecken ragt von dem erhabenen punktlosen Basalteil in der Mitte des Rückens ein kleines Spitzchen vor; das vorletzte Tarsen- glied, besonders der Vorderfüße ist tief herzförmig ausgeschnitten, so daß die seitlichen Endlappen an den Vorderfüßen so lang sind wie der einfache Basalteil; 3^2 — ■> mm: an sonnigen nassen Stellen zwischen Moos und andern Pflanzen . . Stemis carboiiarius. ßß) Auf den Hinterleibssegmenten ragt niemals genau in der Mitte des Rückens ein Spitzchen von dem erhabenen Basalteil vor, wohl aber ragen oft zwei oder vier Spitzchen, etwas seitlich von der Mitte, vor. * Auf den ersten Hinterleibssegmenten hinter dem Hinterende der Flügeldecken ragen vier Spitzchen von dem erhabenen Basal- teil nach hinten vor; 3'/.^ — 4^,., mm: im nassen Anspülicht an unbeschatteter Stelle Steiius buphtlialiiiii.s. ** Auf den ersten Hinterleibssegmenten ragen nicht vier Spitzchen von dem erhabenen Basalteil stärker vor; 3 mm: im dichten un- beschatteten Torfmoos Slcniis piisilliis. BB) Der Kopf mit den Augen ist nicht breiter als der Halsschild. Aa) Auf der Oberseite des Halsschildes und der Flügeldecken ragen nur sehr zerstreute, senkrechte, schwarze Tasthärchen deutlich vor; die Härchen in den zahlreichen Punkten ragen kaum vor, wenigstens nicht so weit wie die eingestochenen Punkte breit sind: das vorletzte Glied 169] Analytische Übersicht der Tiere 507 der Kiefertaster ist in seiner Mitte nicht dreimal so dick wie das End- glied in seiner Mitte. a) Das Endglied der Kiefertaster ist nur halb so dick und nicht länger als das vorletzte Glied: der Seitenrand des Halsschildes ist gekerbt: auf der Mitte des Halsschildes sind drei vertiefte Längsfurchen vor- handen, von denen sich die mittlere nach vorn erweitert; die Tarsen sind dreigliedrig; 4^/2 — ö^o mm: im Moos usw. . Oxytolus rug'osus. b) Das Endglied der Kiefertaster ist viel länger und nicht merklich dünner als das vorletzte Glied; die Tarsen sind fünfgliedrig: der Seiten- rand des Halsschildes ist nicht gekerbt; zwischen den Augen hinten auf dem Kopfe steht jederseits ein Punktauge. aa) Das Endglied der Hintertarsen ist etwa so lang wie die vorher- gehenden Glieder zusammen; auf der Mitte des Halsschildes befinden sich zwei Längseindrücke ; der Körper ist pechschwarz, nur die Beine sind heller: 2^2 — 4 mm lang, die Flügeldecken zusammen - A. — ^/^ mm breit; besonders unter Laub an nassen Waldstellen . . Omaliuni caesuni. bb) Das Krallenglied der Hintertarsen ist nur etwa halb so lang wie die vorhergehenden Glieder zusammen; der Halsschild ist auf der Mitte nicht mit zwei Längseindrücken nebeneinander versehen: die Flügeldecken sind zusammen 1^4 — 1^/4 mm breit. «) Der Körper ist 3 — 4 mm lang, rostbräunlich, der Kopf dunkler; die Hinterecken des Halsschildes sind stumpfwinklig: vor dem Seiten- rande des Halsschildes befindet sich in der Mitte ein Grübchen; im Moos einer Waldlichtung Olophriiiii assiiiiile. ß) Der Körper ist 4V2 — 0^/2 ^^^^ l^i^gr dunkel rotbraun, der Kopf und der Halsschild dunkler; die Hinterecken des Halsschildes sind abge- rundet, vor dem Seitenrande befindet sich in der Mitte kein Grübchen: im lockeren, durchwachsenen Torfmoos . . . Oiopliriiin pieeinn. Bb) Die gewöhnlichen Haare auf der Oberseite des Halsschildes und der Flügeldecken sind länger und meist hell gefärbt; das vorletzte Glied der Kiefertaster ist in seiner Mitte meist über dreimal so dick wie das Endglied in seiner Mitte; das letztere ist bisweilen sehr klein, bei starker Vergrößerung aber immer deutlich erkennbar. A«) Die Tarsen der Mittelbeine sind o- bis 4 gliedrig. a) Die Tarsen aller Beine sind dreigliedrig, das Endglied ist (auch an den Hinterbeinen) etwa so lang wie die beiden Wurzelglieder zusammen: die Schiene der Mittel- und Vorderbeine ist, im Gegensatz zu der der Hinterbeine, mit Reihen kräftiger Dornen versehen: das vorletzte Fühlerglied ist IVsmal so breit wie lang; der Halsschild ist sehr grob netzaderig gerunzelt, so daß die zerstreuten Haarjiunkte kaum erkennbar sind; der Körper ist fast 2 mm lang: auf grandigem sonnigen Boden HhMliiis pyg-iiiaciis. 508 Tierwelt [170 b) Die Tarsen der Hinterbeine sind 4- bis 5-giiedrig; das Endglied derselben ist nicht länger als das Wurzelglied; die Schiene der Vorder- beine ist höchstens vor dem Ende mit zwei Stacheln oder Dornen versehen; das vorletzte Fühlerglied ist etwa so lang wie dick oder länger. aa) Auch die Tarsen der Hinterbeine sind viergliedrig, das Endglied derselben ist nicht doppelt so lang wie breit, das vorletzte Glied der Kiefertaster ist nur etwa doppelt so lang und fünfmal so dick wie das Endglied; der Halsschild ist grob und dicht eingestochen punktiert; die Beine, die Fühlerwurzel und der größere Endteil der Flügeldecken sind braungelb; 2\Aj mm; im Torfmoos und im hohen Gras am Sumpfrande Hygroiiouia (liiiiidiata. bb) Die Tarsen der Hinterbeine sind fünfgliedrig, das Endglied min- destens viermal so lang wie breit; das vorletzte Glied der Kiefer- taster ist über fünfmal so lang und siebenmal so dick wie das sehr kleine Endglied, der Halsschild ist sehr fein gerunzelt und sehr dicht behaart; der Körper ist 2 — 3 mm lang, größtenteils schwarz oder schwärzlich, nur die Beine, die Fühlerwurzel und die Taster sind heller; im Moos und Detritus an feuchten Stellen Myllaena dubia. Bß) Die Tarsen der Mittelbeine sind fünfgliedrig. a) Die Tarsen der Vorderbeine sind viergliedrig. aa) Das erste Tarsenglied (der Metatarsus) der Hinterbeine ist etwa so lang wie die drei folgenden Glieder zusammen ; der Halsschild ist auf der Rückenseite bis über die Mitte nach vorn mit einer Furche oder mit einem Eindruck versehen ; der Körper ist über 5 mm lang, rotbräunlich, nur der Kopf und die mittleren Hinterleibssegmente sind dunkler; an feuchten Orten im Moos und Detritus Astilbus (Drusilla) oaiiaiiculatus. bb) Das erste Tarsenglied der Hinterbeine ist nicht länger, oft viel kürzer als die beiden folgenden Glieder zusammen; die Körpergröße ist geringer. «) Das erste Tarsenglied der Hinterbeine ist, am Ventralrande ge- messen, mindestens doppelt so lang wie das Endglied, ebenfalls am Ventralrande von der äußersten Basis bis zum Ende des festen Chitins d. i. bis zur ventralen Gelenkhaut der Kralle gemessen; die Fühlerglieder sind alle gestreckt, der verdickte Hauptteil des vor- letzten Gliedes (ohne Stiel und Aufsatz) ist etwa IV4 nial so lang wie breit; der Halsschild besitzt eine hinten grubig vertiefte Längs- furche; fast 4 mm; unter Laub in einem Erlenbruch Tachyusa atra. ß) Das erste Tarsenglied der Hinterbeine ist, am Ventralrande ge- messen, höchstens P 2 ^'^^^ so lang wie das Endglied, bis zur Gelenk, haut der Kralle gemessen AtJiela (Horaalota). 1 Analjtische Übersicht der Tiere 509 ««) Auf der Schiene der Hinterbeine ist eine der abstehenden Borsten, die etwas hinter der Mitte des Gliedes steht, so lang- A\ae ihre Entfernung vom Ende des Gliedes; das erste Tarsenglied der Hinterbeine ist, am Ventralrande gemessen, nur etwa halb so lang wie das Endglied bis zur Gelenkhaut der Kralle : 4 mm ; im Moos eines Kiefernwaldes Atheta loiisicornis. ßß) Das größere abstehende Härchen auf der Dorsalseite der Hinter- schiene, etwas hinter der ]\Iitte, ist sehr kurz, nicht halb so lang wie seine Entfernung vom Ende der Schiene; das Wurzelglied der Hintertarsen ist meist weit über halb so lang wie das Endglied. a«) Das erste Glied der Hintertarsen ist am Ventralrande gemessen höchstens dreiviertel so lang wie das Endglied (ebenfalls am Ventralrande von der äußersten Basis bis zum Ende des festen Teils, d. i. bis zur Gelenkhaut der Kralle gemessen). * Der Hinterleib ist nach hinten sehr stark verschmälert, das erste von der Bauchseite sichtbare Hinterleibssegment ist am Hinterrande (in voller Breite gemessen) etwa P/g — IV5 mal so breit wie das vierte (von der Bauchseite sichtbare) Segment am Ende und etwa V-jo, mal so breit wie das fünfte Segment am Ende; die Dorsalborste vor der Mitte der Schiene des zweiten Beinpaares ist etwa so lang wie die Schiene an dieser Stelle dick ist; der Körper ist schwarz, die Beine und die Flügeldecken sind heller; 2-/3 — Sy^ nim; im Moos und Detritus an nicht zu feuchten und nicht zu schattigen Orten . . . Atheta f'uiigi. ** Der Hinterleib ist nach hinten wenig verengt, das erste von der Bauchseite sichtbare Hinterleibssegment ist am Hinterrande nicht IVs ™al so breit wie das vierte Segment am Hinterrande und nicht l-Zjmal so breit wie das fünfte Segment am Hinter- rande. O Der Körper des im Spiritus aufgehobenen Tieres ist nicht 3V2 mm lang; die dorsale Borste auf der Schiene der Mittel- beine, etwas distal von der Mitte ist sehr kurz und fein, nur etwa halb so lang wie die Dicke der Schiene an dieser Stelle; im feuchten Moos eines Kiefernwaldes . . Atheta palustris. 00 Der Körper des im Spiritus aufgehobenen Tieres ist über 3V2 nim lang: die Dorsalborste auf der Mitte der Mittelschiene ist länger als die Dicke der Schiene an derselben Stelle. -;• Der Halsschild ist vorn gestutzt, sein Vorderrand geht recht- winklig in den Seitenrand über: die Oberfläche des Halsschildes ist sehr dicht behaart und stark netzaderig, so daß ihr Glanz viel schwächer ist als der des vorletzten Hinterleibssegmentes; im lockeren Torfmoos Atheta eloiig-atiila. Tierwelt [172 ■J-f Der Vorderrand des Halsschildes geht gerundet in den Seiten- rand über; die Oberfläche des Halsschildes ist spärlicher be- haart und sehr zart netzadei^ig so daß ihr Glanz etwa dem des vorletzten Hinterleibssegmentes gleichkommt; zwischen Laub und Detritus an feuchten Stellen . . Atheta jyrainiiiicola. hß) Das erste Glied der Hintertarsen ist, an seinem Ventralrande gemessen, so lang oder länger, wenigstens nicht merklich kürzer als das Endglied ebenfalls am Ventralrande von der äußersten Basis bis zum Ende des festen Chitins, d. i. bis zur Gelenkhaut der Kralle gemessen; das abstehende dorsale Haar etwa auf der Mitte der Mittelschiene ist kurz und zart, nicht über dreiviertel so lang wie die Dicke der Schiene an dieser Stelle. * Das Endglied der Kiefertaster ist sehr klein, das vorletzte Glied sehr groß, etwa viermal so lang wie das Endglied und fast doppelt so dick wie das drittletzte Glied: gestreckte Spiritus- exemplare erreichen nie ganz eine Länge von 3 mm; im Moos der Kiefernwälder Atheta analis. ** Das vorletzte Glied der Kiefertaster ist nicht dreimal so lang wie das Endglied und höchstens etwa 1^/2 mal so dick wie das drittletzte Glied: gestreckte Spiritusexemplare sind stets über 3 mm lang. t Der Halsschild ist nicht merklich breiter als lang, nicht V/^ mal so breit wie der Kopf; der Kopf ist mit den geschlossenen Kiefern eiförmig, bedeutend länger als breit; der Körper ist braun, nur der Kopf und die vorletzten Hinterleibssegmente sind schwarz; im Moos und Detritus, besonders in Wäldern Atlieta eircellaris. tt Der Halsschild ist wenigstens l^/^mal so breit wie lang, über 1^3 mal so breit wie der Kopf; der Kopf ist mit den geschlossenen Kiefern gerundet dreieckig, nicht länger als breit; der Körper ist ähnlich gefärbt wie bei der vorhergehenden Art, nur die braunen Teile sind dunkler; unter Laub und Kiefernnadeln Atlieta pygiiiaea. b) Die Tarsen der Vorderbeine sind fünfgliedrig. aa) Das erste Tarsenglied der Hinterbeine ist viel kürzer als das Endglied, nur etwa halb so lang wie dieses, auch etwas kürzer als das zweite Glied; der Körper ist etwa 6 mm lang, glänzend schwarz, nur die Beine und die Eühlerwurzel sind rotbraun vergl. oben Lathrobium teriiiiiiatiuii. bb) Das erste Tarsenglied der Hinterbeine ist sehr viel länger als das Endglied, es ist etwa doppelt so lang wie dieses oder noch länger und mindestens so lang wie das zweite und dritte Glied zusammen. 173] Analytische Übersicht der Tiere 511 «) Die Schienen der Beine sind nur am Ende mit kleinen Stacheln (Spornen) versehen; der dicke Hauptteil des vierten Fühlergliedes (ohne Stiel und Aufsatz) ist nicht länger als dick; der Körper ist etwa 4 mm lang, die Flügeldecken sind zusammen kaum ^/^ mm breit; im nassen Torfmoos Oxypoda opaca. ß) Die Schienen der Mittel- und Hinterbeine sind auch nach der Basis hin mit einzelnen dicken Stachelchen versehen; der dicke Hauptteil des vierten Fühlergliedes ist fast doppelt so lang Avie dick oder noch länger; die Flügeldecken sind zusammen etwa l'^/g mm breit oder noch breiter; der Körper ist 4 — 7 mm lang. aa) Das vorletzte Tasterglied ist mindestens fünfmal so lang wie das kleine Endglied; der Kopf ist oben sehr zerstreut punktiert und glänzt deshalb sehr stark; das dritte Fühlerglied ist kürzer als das zweite Glied; der Körper wird bis 7 mm lang und ist fast ganz schwarz, nur das erste Fühlerglied und die Tarsen sind rötlich; zwischen Heidekraut Tacliyiisa brevicollis. ßß) Das vorletzte Tasterglied ist nur VU mal so lang wie das End- glied; der Kopf ist dicht punktiert und behaart, aber dennoch glänzend; das dritte Fühlerglied ist länger als das zweite Glied; der Dorsalrand der Vorderschienen ist mit dichtstehenden stumpfen Dornen besetzt; der Körper ist 4 — 5 mm lang. * Die Flügeldecken sind an der Basis kaum heller und ebenso der Halsschild im hinteren Außenwinkel nicht aufgehellt; das erste Glied der Hintertarsen ist nicht halb so lang wie die Schiene und das vorletzte Tarsenglied der Vorderbeine, am Dorsalrande ge- messen, kaum halb so lang wie das drittletzte Glied; an lichter Stelle im hohen Gras .... Coiiosoma (Conurus) pubescens. ** Die Flügeldecken besitzen an der Basis einen großen hellen Fleck und ebenso sind die Hinterwinkel des Halsschildes hell ge- färbt; das erste Glied der Hintertarsen ist über halb so lang wie- die Hinterschiene und das vorletzte Glied der Vordertarsen ist, dorsal gemessen, etwa dreiviertel so lang wie das drittletzte Glied; unter Erlenlaub Coiiosonia littoreum. y. Cocciiiellidae. I. Die Schienen aller Beine sind am Ende spornlos; zwischen dem breiten zweiten Tarsengliede und dem Endgliede befindet sich kein kurzes schmales Glied; die Oberseite ist dicht und kurz behaart; die Flügeldecken sind mehr oder weniger rot gefleckt; 3 — 4 mm; im Moos eines Kiefernwaldes Noviiis erueiitatus. n. Wenigstens die Hinterschienen sind am Ende mit zwei Spornen versehen, die fast ebenso dick sind wie die Enden der Krallen; zwischen dem breiten^ 512 Tierwelt [174 zweiten Tarsengliede und dem Krallengliede befindet sich stets ein kurzes schmales, kaum sichtbares Glied. A) Auch die Vorderschiene ist mit einem Endsporne versehen, der fast so kräftig ist wie das Ende der Kralle; die Oberseite des Körpers ist dicht, kurz behaart, indem aus jedem Punktgrübchen ein Härchen vorragt; die Flügeldecken sind meist auf rotem Grunde schwarz gefleckt, seltener um- gekehrt oder einfarbig ; 8^/2 — 4 mm ; an sonnigen Stellen Epilaehna vigiiitiquatuorpunctata (globosa). B) Die Vorderschiene ist am Ende spornlos; der Körj^er ist oben nicht dicht behaart. a) Das Schildchen ist sehr klein, in der Längsrichtung des Körpers ge- messen nur etwa halb so lang v^äe die Kralle der Hinterbeine; die Körper- oberseite ist gelblich; der Halsschild ist mit sechs, jede Flügeldecke mit acht schwarzen Flecken versehen; die Beine sind, mit Ausschluß der Hinterschenkel, ganz gelb; etwa 3 mm; an sonniger Stelle Micraspis sedeciiiipuiictata. b) Das Schildchen ist etwa so lang wie die Kralle der Hinterbeine oder länger; die Schenkel der Vorderbeine sind wenigstens mit einem dunklen Rückenstreif versehen. aa) Das drittletzte Fühlerglied ist mindestens 1^/3 mal so lang wie am Ende breit; der Schenkel der Vorderbeine und die Schiene der Hinter- beine sind größtenteils gelb; die Flügeldecken sind schwarz gefärbt, mit mehr oder weniger zusammenfließenden gelben Flecken versehen; 4 mm; zwischen Kiefernnadeln am Boden Halyzia conglobata. bb) Das dritte Fühlerglied ist nicht merklich länger, oft kürzer als am Ende breit; der Schenkel der Vorderbeine und die Schiene der Hinter- beine sind größtenteils schwarz. a) Eine erhabene Rippe, die auf der Ventralseite des ersten Hinterleibs- segmentes von innen um die Hinterhüfte herum läuft, dringt kaum über die Mitte dieses Hinterleibssegmentes nach hinten vor; die helle Zeich- nung auf dem Seitenrande des Halsschildes verläuft in fast gleicher Breite bis zu dessen Hinterecke: die Flügeldecken sind rot, schwarz gefleckt; 4 — 5 mm; auf Sandland Adoiiia noveiiiiiotata (variegata, mutabilis). ß) Die erhabene Rippe, welche auf dem ersten Bauchsegmente von innen hinter der Hinterhüfte schräg nach außen läuft, dringt fast oder ganz bis zum Hinterrande des Segmentes vor ; die helle Zeichnung auf dem Seiten- rande des Halsschildes füllt nur die Vorderecken aus, um nach hinten ent- weder schmal auszulaufen oder plötzlich aufzuhören . . Cocciiiolla. ««) Die Flügeldecken sind auf schwarzem Grunde jede mit sieben gelblichen Flecken versehen; der hinterste Fleck ist hinten ausgerandet; die Vorderschiene ist hell gefärbt ; fast 4 mm ; an lichten Orten Cocciiiolla qiiatiiordocinipustulata. 175] Analytische Übersicht der Tiere 513 ßß) Die Flügeldecken sind auf rotem Grunde schwarz gefleckt; die Vorderschiene ist schwarz. * Jede Flügeldecke ist, abgesehen von einem Fleck am Schildchen, mit drei schwarzen Flecken versehen; der weißliche Fleck vorn am ventralen Seitenrande des Halsschildes nimmt nicht die Hälfte des Seitenrandes ein und läuft hinten spitz aus; 6 — 6% mm; an lichten Orten Cocciiiella septempuiictata. ** Jede Flügeldecke ist, abgesehen vom Schildchenfleck, mit zwei schwarzen Flecken versehen (selten fehlt der eine): der weißliche Fleck vorn am ventralen Seitenrande' des Halsschildes ist breit vier- eckig und nimmt die Hälfte des Seitenrandes ein; an lichten Orten Cocciiiella quiiiquepuuctata. VI. Anthicldae. Der Körper ist 3 mm lang, schwarz, dicht und fein grau behaart; die Flügeldecken sind an der Schulter mit einem braunen Fleck, meist auch hinter der Mitte mit einer Querbinde versehen; auf einem sonnigen, grandigen Hügel Aiithicus aiitheriiius. TU. Curcuiioiiidae. I. Der Schenkelring der Hinterbeine trennt den Schenkel oben und unten fast gleich weit von der Hüfte; das erste Fühlerglied ist nicht oder kaum so lang wie die drei folgenden Glieder zusammen. A) Der Rüssel ist vor den Augen nicht oder kaum dicker als vor seinem Ende, der Länge nach also etwa gleich dick. AA) Der Rüssel ist an der Ventralseite mit ebenso langen, aber mehr abstehenden, Haaren besetzt wie die Vorderschiene: eine feine mittlere Längsrinne auf dem Halsschilde, die bei seitlich auffallendem Lichte unter dem IVlikroskop leicht erkennbar ist, reicht bis an den Vorderrand; das Tier ist mit Einschluß der Fühler und Beine schwarz, weiß behaart, mit dem Rüssel 3 mm lang; im kurzen Rasen Apiou ouoiiis. BB) Die Haare an der Ventralseite des Rüssels fehlen entweder ganz oder sie sind sehr spärlich und nicht halb so lang wie die Haare der Vorder- schiene ; der Halsschild besitzt dorsal, wenigstens auf dem vorderen Viertel seiner Länge keine Längsrinne. a) Die Schenkel aller Beine und die Vorderhüften sind gelb, die Hinter- schienen und die Fühler aber immer ganz schwarz; auf dem Halsschild verläuft eine Längsrinne vom Hinterrande bis über die Mitte nach vorn: die Fühler sind etwas wurzelwärts von der Mitte dem langen Rüssel eingelenkt; 2-/3 mm; an sonniger Stelle auf kalkhaltigem Boden Apioii trifolii. Beiträge zur Naturdenkmalpflege. III 33 514 Tierwelt [176 b) Die Beine sind ganz schwarz; auf dem Halsschilde befindet sich nur vor der Mitte des Hinterrandes ein Grübchen. u) Die Einlenkung der Fühler ist vom Rüsselende fast zehnmal so weit entfernt wie vom Augenrande; die dicken Haare auf den Längsrippen der Flügeldecken legen sich zu weißen Längslinien zusammen; 1^/^ bis 2^4^111; an sonniger Stelle im Moos Apion elon^atuiiu ß) Die Einlenkungsstelle der Fühler ist vom vordem Augenrande etwa halb so weit entfernt wie vom Ende des Rüssels; die Haare auf den Flügeldecken sind feiner, mehr zerstreut gestellt und nicht rein weiß; 2^2 mni; an sonniger Stelle auf kalkhaltigem Boden Apion gylleiilialii» B) Der Rüssel ist am vordem Augenrand etwa doppelt so dick wie im Endteil; entweder wird er nach vorn allmählich schmäler oder er wird vor der Mitte plötzlich schmäler. a) Die Flügeldecken sind dunkel blauglänzend; 4 mm; im Moos lichter Wälder Apion ponionae. b) Die Flügeldecken sind schwarz, fein grau behaart; 2^/^ mm; im sonnigen Rasen Apion craccae. n. Der Schenkelring der Hinterbeine trennt den Schenkel an der Ventral- seite mindestens doppelt so weit von der Hüfte wie an der Dorsalseite; das erste Fühlerglied ist länger als die drei folgenden Glieder zusammen. A) Beide Fußkrallen sind an der Wurzel innen mit einem stark entwickelten Zahn oder mit einer inneren Nebenkralle versehen; diese beiden Zähne oder Nebenkrallen stoßen meist in der Mitte des Fußes aneinander. AA) Der Hinterschenkel ist etwa doppelt so dick wie der Vorderschenkel; alle Schenkel sind ventral mit einzelnen, je auf einem Höcker stehenden, kurzen Dornen versehen; die drei letzten Bauchsegmente des Hinterleibes sind in der Mitte etwa gleich breit; 2^J2'i^Ta: in Buchenwäldern Orcliestla fagi. BB) Die Schenkel sind wenig an Dicke verschieden, ventral, hinter der Mitte höchstens mit einem Zahn versehen; das letzte Bauchsegment ist in der Mitte etwa so breit wie die beiden schmalen, vorhergehenden Seg- mente zusammen. a) Das zweite hinter den Hinterhüften sichtbare Bauchsegment tritt an jeder Seite als spitze Ecke bis an den Vorderrand des vierten Segmentes heran (der Rand wird aber durch Schuppen undeutlich); die Schenkel sind hinter der Mitte stark vorgewölbt, aber nicht mit einem Zahn ver- sehen; die Vorderhüften berühren einander. aa) Zwischen der dicht gegliederten Endkeule der Fühler und dem dem Rüssel anliegenden langen Grundgliede befinden sich sechs Glieder; der Rüssel ist distal von der Einlenkung der Fühler nicht stärker verjüngt und nicht heller gefärbt; die Schui^penhaare der Flügeldecken sind 177] Analytische Übersicht der Tiere 515 schmal und laufen spitz aus; nur die Schienen, die Tarsen und der Fühlerschaft sind bräunlich gefärbt; 2 mm lang und unter 1 mm breit; an einem dürren sonnigen Hange Tyehiu.s picirostris. bb) Zwischen der Fühlerkeule und dem Fühlerschaft befinden sich sieben Glieder; der Rüssel ist von der Einlenkung der Fühler an stärker ver- jüngt und braun gefärbt; die Schuppen sind alle am Ende gerundet oder gestutzt, an der Dorsalseite des Körpers mehr gelblich als au der Ventralseite: die Ginindfarbe der ganzen Fühler und Beine ist braun; der Körper ist über 2 mm lang und über 1 mm breit; an sonniger Stelle im kurzen Rasen Tycliius haematoiuis. b) Das zweite Bauchsegment tritt am Seitenrande des Hinterleibes nicht an das vierte Segment heran, das dritte ist also am Seitenrande nicht schmaler als in der Mitte ; die Vorderhüften sind mehr oder weniger von- einander entfernt. «) Der Rüssel ist, von der Seite gesehen, vom Vorderrande des Auges bis zum Ende gemessen nicht dreimal so lang wie dick; die Ausrandung am Vorderrande der Vorderbrust (hinter dem Kopfe) ist etwa doppelt so breit wie die Vorderhüfte; die Schenkel sind ventral nicht mit einem Zahn versehen; die Flügeldecken sind auf den erhabenen Längsstreifen hinten mit Höckerchen versehen; die Oberseite zeigt nur am Schildchen einen scharf hervortretenden weißen Fleck; 2V2 mm: auf kahlem Sande Rhiiioucus castor. ß) Der Rüssel ist mindestens fünfmal so lang wie dick : die Ausrandung vorn an der Vorderbrust ist nicht breiter als die Vorderhüfte; die Schenkel sind ventral, hinter der Mitte, mit einem Zahn versehen; die Flügeldecken sind nicht höckerig; auf der Oberseite tritt kein Schildchen- fleck stärker hervor als andere. ««) Das achte Fühlerglied ist fest mit der Keule verschmolzen; die Flügeldecken sind auf den erhabenen Längsstreifen mit einer Reihe abstehender, weißer Borsten versehen ; ein weißer Seitenfleck ist nicht vorhanden; der Halsschild ist an den Seiten gerundet; 2V2 mm; im hohen trockenen Gras Ceuthorhj iichidiiis troglodytes. (iß) Das achte Fühlerglied ist ebenso scharf von der Keule wie vom siebenten Gliede getrennt; jede Flügeldecke ist neben der Mitte des Seitenrandes mit einem hellen Schuppenfleck versehen; aufrechte Borsten sind nicht vorhanden; der Halsschild ist jederseits mit einem Höcker versehen; 2^/^ mm; an feuchten Orten zwischen Pflanzen Cidnorrhiiius (luadriinaculatus. B) Die Fußkrallen sind innen an der Basis nicht mit einem Zahn oder einer Nebenkralle versehen ; bisweilen befindet sich aber unter jeder Kralle eine verbreiterte Borste, die bis zu deren Ende reicht. 33* 516 Tierwelt [178 AA) Unter jeder Fußkralle befindet sich eine blattartig- verbreiterte Borste, die wie die Kralle gebogen ist und bis zu deren Ende reicht Sitoiia (Sitones). a) Die Schuppen auf dem Schildchen sind vorn nach beiden Seiten ge- richtet (gescheitelt); der Körper ist (i — 9 mm lang; auf dürrem sonnigen Boden Sitoiia griseus. b) Die Schuppen auf dem kleinen Schildchen divergieren vorn nicht; der Körper ist 3 — 5 mm lang. aa) Die Ventralseite des Kopfes vor der Vorderbrust ist nur mit Haaren besetzt; ein dichter heller Schuppenstreif läuft nur an jeder Seite des Thorax hin und setzt sich am Rande des Hinterleibes fort ; 3 — 3% mm ; auf humusreichem sonnigen Boden Sitoiia sulcifrons. bb) Die Ventralseite des Kopfes ist mit rundlichen Schuppen, bisweilen untermischt mit einigen länglichen Schuppen, bekleidet; ebenso sind alle anderen Teile der Unterseite ziemlich dicht beschuppt. «) Der Vorderkopf ist mit den Augen nicht oder kaum so breit wie der Kopf am Hinterrande; 3^/^ — 4 mm; auf grandigem sonnigen Boden Sitoiia lateralis. ß) Der Vorderkopf mit den Augen ist breiter als der Kopf am Hinter- rande; 4 — 5 mm; an sonnigen, besonders an sandigen Stellen Sitoiia lineatus. BB) Unter den Fußkrallen befindet sich keine lange gebogene, bis zum Ende blattartig verbreiterte Borste; die Borsten unter den Krallen sind nicht dicker als andere, a) Der Rüssel ist sehr lang und dünn, fünfmal so lang wie vorn (von oben gesehen) breit; die Fühler sind dem Auge näher als dem Rüssel- ende eingelenkt; der Körper ist 2V2 mm lang, dunkelbraun; die Flügel- decken sind heller gefärbt, dicht gelbgrau behaart; nur der Rüssel ist schwärzlich Braclionyx piiieti (indigena). b) Der Rüssel ist, vom Vorderende bis zum Augenrande gemessen, nicht dreimal so lang wie vorn (von oben gesehen) breit. aa) Der Rüssel ist sehr dick, kaum oder nicht länger als am Vorder- rande der Augen breit; die Flügeldecken sind mit Schuppen nicht scharf fleckig besetzt; die Augen sind oft sehr klein und dann um das Doppelte oder Dreifache ihres größten Durchmessers voneinander entfernt. a) Die Flügeldecken sind etwa doppelt so lang wie zusammen breit; mit grünen, blauen oder goldenen Schuppen und feinen weißen Haaren besetzt; die Augen sind kaum weiter als um ihren größten Durchmesser voneinander entfernt; die Schenkel sind alle mit einem starken Zahn versehen; die Schienen, Tarsen und Fühler sind rotbraun; 4 — 6V2 mm; auf Laubholzbüschen, nur zufällig am Boden . Phyllobius argonfatus. 179] Analytische Übersicht der Tiere 517 ß) Die Flügeldecken sind nicht 1^/3 mal so lang wie zusammen breit, mit grauen und bräunlichen Schuppen und mit stumpfen oder kolbigen Borsten besetzt; die Augen sind sehr klein um das Doppelte oder Dreifache ihres größten Durchmessers voneinander entfernt. ««) Die Vorderschiene ist am Ende, außer dem großen gebogenen Sporn, mit etwa fünf in einer Reihe stehenden und einigen davor stehenden dicken Dornen versehen; wenig hinter der Mitte steht an deren Ventralseite ein einzelner Dorn; die Flügeldecken sind zwischen vertieften Streifen mit je einer Reihe schwach kolbiger, aufrechter Borsten versehen ; 3 — 3 Vo mm : an sehr dürrer, sonniger Stelle Tracliyphloeus scabriculus. ßß) Die Vorderschiene ist am Ende, außer dem wenig entwickelten Sporn, mit einer Reihe von mindestens 15 kleinen Dornen versehen, an der Ventralseite, nahe der Mitte dornlos; die Flügeldecken sind nur in den vertieften Längsstreifen mit je einer Reihe kurzer, stumpfer, aufrechter Borsten besetzt; 4 — ö^/oTcitci; im Moos und Detritus der Kiefernwälder Strophosomiis rufipes (obesus). bb) Der Rüssel ist am Vorderrande der Augen nur halb so breit wie lang oder noch schmaler; die Dorsalseite der Flügeldecken ist wenigstens an der Naht scharf dunkel gefleckt; die Augen sind groß, ihr größter Durchmesser ist so groi^ wie ihre Entfernung voneinander oder noch größer, «) Der Rüssel ist vom Vorderrande der Augen bis zum Ende der (ge- schlossenen) Kiefer gemessen 1^/4 — 2 mal so lang wie am vorderen Augen- rande breit; die breiteren Schuppen auf dem Halsschilde sind am Ende nicht oder kaum merklich ausgerandet; auf den Flügeldecken ist der fünfte erhabene Streif zwischen den Punktreihen, vom Nahtrande an gezählt, hinten weißlich beschuppt, viel heller als alle andern Teile der Flügeldecken ; 7 — 8 mm ; an lichten Plätzen auf kalkhaltigem Boden Hypera punctata. ß) Der Rüssel ist mindestens dreimal so lang wie an der etwas ein- geschnürten Wurzel vor den Augen breit; die Schuppen auf dem Halsschilde sind zweizipfelig, bis zur Mitte oder noch weiter geteilt; der fünfte erhabene Streif der Flügeldecken ist hinten nicht heller als andere Teile; 4V2 — 6V2 nam. ««) Auf den Flügeldecken ist der dritte erhabene Längsstreif (zwischen dem Nahtrand und den Punktstreifen) im vorderen Viertel schwarz, dann bis zum Hinterrande der Flügeldecken weiß; die Vorderschiene ist hinter der Mitte des Ventralrandes beim cf mit einem Zahn, beim 2 mit einem etwas vorspringenden stumpfen Winkel versehen; ö bis 6 mm; an lichten Stellen im Detritus . Hypera arator (polygoni). ßß) Der dritte erhabene Streif der Flügeldecken ist hinten rötlichgrau, dunkel gefleckt; der Ventralrand der Vorderschiene ist weder mit 518 Tierwelt [180 einer stumpfen Ecke noch mit einem Zahn versehen: -tVo — 6V2 nim; an grandiger, sonniger Stelle im kurzen Rasen . Hypera iniiriiia. Till. Clirysoiuelidae. I. Der Schenkel der Hinterbeine ist etwa doppelt so dick wie der Schenkel der Vorderbeine : die Hinterschiene ist am Ende mit einem Sporn versehen, der dicker ist als die Kralle und mindestens dreiviertel so lang wie diese; kleine, nicht über 4 mm lange Käfer mit Sprungvermögen. A) Das erste Glied der Hintertarsen ist länger als die folgenden Glieder zusammen mit Einschluß der Krallen; an der Hinterschiene befindet sich außer der Stachelreihe eine Reihe kurzer dicker Zähne, die sich in einzelnen Zähnen bis auf die Wurzelhälfte des Gliedes fortsetzt: der Körper ist dunkelbraun gefärbt; die Fühlerbasis und die Beine mit Ausschluß der Hinterschenkel sind heller; 2 mm; an sonnigen Plätzen auf kalkhaltigem Boden Loiig,itarsiis luridus. B) Das erste Glied der Hintertarsen ist stets etwas kürzer als die übrigen Glieder zusammen; an der Hinterschiene befinden sich dicke Zähnchen höchstens im Endteil. a) Die Mittel- und Hinterschiene ist im Enddrittel dorsal leicht ausge- schweift; auf dem Vorsprung am Wurzelende der Ausschweifung stehen Borsten, die länger sind als diejenigen, die sich ihnen distalwärts an- schließen; die Oberseite des Körpers ist bronzeschwarz; die Basis der Fühler, die Schienen und die Tarsen sind mehr oder weniger hell gefärbt; 2 — 2^/4 mm; an sonnigen Plätzen Cliaetociiema aridula. b) Die Mittel- und Hinterschiene ist im Enddrittel dorsal nicht ausge- schweift und am Ende des zweiten Drittels nicht mit stärkeren Borsten versehen. «) Vor dem Hinten-ande des Halsschildes befindet sich eine vertiefte Querlinie ; die Oberseite des Körpers ist metallischgrün ; die Flügeldecken sind verworren mit eingestochenen Punkten besetzt; die Beine und die Fühler sind schwarz : die Krallen sind heller aber an der Basis mit einem dicken schwarzen Zahn versehen; :} — 4 mm: im Moos Haltlca palustris. (i) Der Halsschild ist nicht mit einer vertieften Querlinie versehen: die schwarzen Flügeldecken sind mit einem gelblichen Längsbande versehen, das in der Mitte außen etwas ausgeschweift ist, vorn aber die Schulter- beule nicht bedeckt; die Schienen, Füße und die Fühlerwurzel sind mehr oder weniger gelb: 2^/4mm; im abgefallenen Erlenlaub Pliy I lotreta armoraciae. n. Der Schenkel der Hinterbeine ist an der breitesten Stelle höchstens V/^msd so dick wie der der Vorderbeine; die Hinterschiene ist entweder 181[ Analytische Übersicht der Tiere 519 spornlos, oder der Sporn ist nur halb so lang bezw. halb so dick wie die Fußkralle; die Käfer besitzen kein Sprungvermögen. A) Der Halsschild ist sehr breit schildförmig, hinten ebenso breit wie die Flügeldecken zusammen, vorn vollkommen gerundet, den Kopf weit über- ragend, mit gerundeten Hinterecken; die Oberseite ist hell gefärbt, eben- so die Beine und die Fühlerwurzel, die Brust und der Bauch sind schwarz. a) Die Flügeldecken sind jede mit zehn regelmäßigen Punktreihen ver- sehen: der ausgebreitete Seitenrand außerhalb der letzten Reihe ist glatt; der Hinterrand des Halsschildes ist zahnlos; 4 — 5 mm Cassida flaveola. b) Die Flügeldecken sind, namentlich in der äußeren Hälfte unregelmäßig eingestochen punktiert; der ausgebreitete Seitenrand ist gerunzelt; der Halsschild ist am Hinterrande innerhalb der gerundeten Außenecke mit einem kleinen, besonders von unten sichtbaren, Zahn versehen; 5 — 6 mm Cassida denticollis. B) Der Halsschild ragt nicht schildförmig weit über den Kopf vor und ist vorn (also hinter dem Kopfe) mehr oder weniger gestutzt oder ausgerandet. AA) Die Fußkrallen sind an der Innenseite mit einem Zahn versehen, der etwa halb so lang ist wie das Ende der Kralle. a) Der Körper ist 7 — 12 mm lang; die Flügeldecken sind nicht gi'au be- haart; der Seitenrand des Halsschildes ist, wenigstens nach vorn, blatt- artig erweitert und aufgebogen. «) Die vordere Seitenecke des Halsschildes springt nicht vor, sondern ist stumpfwinklig und gerundet; die Flügeldecken sind schwarz, kaum mit Andeutungen von Längsrippen versehen; an lichten Waldstellen (Jaleruca taiiaceti. ß) Die vordere Seitenecke des Halsschildes springt vor und ist deshalb rechtwinklig; die Flügeldecken sind meist hell gefärbt und mit deut- lichen Längsrippen versehen; an lichten sandigen Stellen Galeruca rustica. b) Der Körper ist nicht 7 mm lang; der Seitenrand ist nicht blattartig erweitert und aufgebogen. aa) Die Flügeldecken sind nicht dicht grau behaart; der Kopf, die Brust, der Bauch, die Hüften und der größte Teil der Schenkel sind schwarz: die anderen Teile sind mehr oder weniger gelblich: 5 — (i mm; an lichten Plätzen im Moos usw Loclmiaea eapreae. bb) Die Flügeldecken sind dicht grau behaart; die Beine sind ganz braungelb, rt) Der Halsschild ist in der Mitte glänzend glatt und unbehaart; 4 bis 5 mm; im Erlenbruch tralenicella sa^ittariae. ß) Der Halsschild ist in der Mitte überall dicht behaart; 5 — 6 mm; im Moos Galerucella liiieola. BB) Die Fußkrallen sind innen nicht mit einem Zahn versehen. 520 Tierwelt [182 a) Der Körper ist plump, bei 8 mm Länge 5 mm breit; der Halsschild ist am Hinterrande etwa dreiviertel so breit wie die Flügeldecken im vorderen Drittel zusammen, an den Seiten scharfkantig, aber über der Kante wulstig und in der Vertiefung, welche die Wulst innen begrenzt, tief punktiert. a) Der Körper ist ganz rotbraun gefärbt und dabei mit schwachem Bronzeglanz versehen ; das Schildchen ist so breit oder breiter als lang, zerstreut eingestochen punktiert, wie der Halsschild vor ihm, nur etwas schwächer; zwischen Gras an sonniger Stelle Clirysoiiiela stapliylea. ß) Der Körper ist blauschwarz, nur der Seitenrand der Flügeldecken ist rot; das Schildchen ist länger als breit, ganz unpunktiert, im Gegen- satz zum Halsschild, der hinten stets deutlich punktiert ist; im hohen, dichten Gras Clirysoiiiela margiualis. b) Der Körper ist gestreckt, über doppelt so lang wie breit; der Hals- schild ist am Hinterrande kaum über halb so breit wie die Flügeldecken am Ende des ersten Drittels zusammen ; an den Seiten ist er gerundet, nicht mit Längskante versehen und vor dem Hinterrande querüber ein- geschnürt. «) Der Körper ist 6 mm lang; der Kopf, der Halsschild, die Schenkel und die Schienen mit Ausschluß der Enden sind rot; die Flügeldecken sind gelblich, jede mit sechs schwarzen Flecken versehen; die Augen sind sehr tief ausgeschnitten; neben einem Spargelfeld Crioceris duodecimpunctata. ß) Der Körper ist 4 mm lang, ganz grünblau; die Augen sind kaum merklich ausgerandet; zwischen Gras Leiiia eyanella. IX. Nitidulidae. Der Körper ist P/^ — 2^2 mm lang, schwarz, die Oberseite mit einem schwachen grünlichen Metallglanz versehen; vom Herbst bis zum Frühling unter Moos und Laub Meli^'etlies brassicae (aeneus). X. Plialacridae. Der KöT^per ist 1^/^ — 2^/2 mm lang, schwarz; die Beine und das Hinter- ende der Flügeldecken sind mehr oder weniger braun ; der vertiefte Nahtstreif der Flügeldecken ist vorn verkürzt: im Moos . Stilbiis atoinariiis (piceus). XI. Latliridiidae. Der Körper ist P/4 mm lang, dunkelbraun bis schwarz; die Fühlerwurzel und Beine sind heller braun; die Flügeldecken sind tief punktiert gestreift; der Seitenrand des Halsschildes ist deutlich gekerbt, namentlich hinten ; unter Laub und im Moos Corticarla (Melanophthalma) fusciila. 183] Analytische Übersicht der Tiere 521 XII. Aiiisotomidae. Der kugelig zusammengerollte glänzendschwarze Körper ist 1^/3 — l^/o mm lang; im Moos der Kiefernwälder Agathidiiim laeTig'atiiui. XIII, Teiiebrioiiidae. I. Das Ende der Vorderschienen ist breiter als die Länge der vier ersten Tarsen glieder zusammen; das erste Bauchsegment des Hinterleibes entsendet zwischen die Hinterhüften nach vorn einen breit gerundeten Fortsatz; die Augen sind durch den Seitenrand des Kopfes in zwei Teile geteilt; die Flügeldecken sind mit schwach glänzenden Höckerchen versehen; 7 — H mm; matt grauschwarz; auf grandigem Boden im Gras . Opatriim sabulosuiii. n. Das Ende der Vorderschienen ist nicht so breit wie das verlängerte erste Tarsenglied; das erste Bauchsegment endet vorn zwischen den Hinterhüften spitz; die Augen sind nicht geteilt; die Oberseite des Körpers ist schwarz, fein punktiert, sie besitzt einen schwachen Glanz; 5 — 7 mm; an sonnigen Orten unter Steinen Crypticus quisquilius. XIV. Orthoceridae. Der Körper ist matt schwärzlich, 3 — 4 mm lang, mit stumpfen Längs- rippen versehen und mit Hakenhaaren besetzt; im sonnigen kurzen Rasen, unter Ameisen Orthoceriis muticus. XV. 3Iordellidae. I. Die Vorderschiene ist am Ende mit einem gelblichen Sporn versehen der länger ist als die Dicke der Schiene; mit zwei ebensolchen, ebenfalls spitz auslaufenden Spornen ist die Hinterschiene versehen, nicht aber mit Schräg- reihen kleiner Stachelchen auf der Fläche; das drittletzte Glied der Vorder- tarsen ist zweilappig und schließt das kleine vorletzte Glied vollkommen ein; das vorletzte Fühlerglied ist fast so dick wie lang: der Körper ist schwarz, 2^/o — 3 mm lang; an sonniger Stelle im kurzen Rasen Aiiaspis luilicaria. n. Die Vorderschiene trägt keinen deutlichen Sporn; die Hinterschiene ist mit einem am Ende stumpfen und behaarten Sporn versehen und auf der Außenfläche vor dem Ende mit drei Schrägreihen kurzer Stachelchen; die basale Reihe ist die längste; das drittletzte Tarsenglied der Vorderbeine ist nicht zweilappig, das vorletzte Fühlerglied doppelt so lang Avie dick: der Körper ist schwarz, 2 — 3 mm lang; mit vorigem . Mordellisteiia parvula. XAI. Molyridae. Der Körper ist 5 mm lang, dorsal dunkel metallischglänzend und mit gelblichen abstehenden Haaren besetzt; die Schienen sind braun; im Winter unter Kiefernnadeln Haplociioniiis iii^rifornis. 522 Tierwelt [184 XVII. Dascillidae. I. Das Endglied der kleinen Lippentaster (bei einem aufgehellten Präparat des Kopfes immer deutlich sichtbar) ist an der Wurzel des vorletzten Gliedes eingelenkt, so daß dessen Endteil viel länger ist als die Hälfte des End- gliedes : das dritte Fühlerglied ist nicht kürzer als das zweite mit Einschluß des abgeschnürten Wurzelteils; der Körper ist (i mm lang, ganz gelbbraun; im Laub eines feuchten Erlengebüsches Microcara testaeea. IL Das Endglied der Lippentaster ist am Ende des vorletzten Gliedes ein- gelenkt, ebenso wie das der größeren Kiefertaster; der bisweilen etwas über die Basis des Endgliedes vorragende Endzipfel des vorletzten Gliedes ist bei weitem nicht halb so lang wie das Endglied; das dritte Fühlerglied ist oft etwas kürzer als das zweite mit Einschluß des abgeschnürten Basalteiles; der Körper ist 2 — 4 mm lang. A) Die Flügeldecken sind, wenn man sie seitlich bei reflektiertem Lichte sieht, mit sehr schwachen aber doch erkennbaren Längskanten versehen; sie sind einfarbig braun bis schwarz ; 3 — 4 mm ; im abgefallenen Erlenlaub C.yplioii coarctatiis. B) Die Flügeldecken sind, auch seitlich gegen Licht gesehen, vollkommen gerundet. a) Das dritte Fühlerglied ist nicht länger als der bauchig erweiterte Hauptteil des zweiten Gliedes; die Flügeldecken sind schwarz, am Ende meist mit einem gelben Mittelfleck versehen, der sich bisweilen fast bis zur Wurzel der Flügeldecke ausdehnt; 2 — 2-/3 mm; im Laub und Moos besonders an trockenen Orten Cyplion padi. b) Das dritte Fühlerglied ist etwas länger als der bauchig erweiterte Haupt- teil des zweiten Gliedes ; die Flügeldecken sind entweder ganz gelbbraun oder an der Basis querüber dunkel gefärbt; selten ist nur ein Nahtstreif dunkel; 2^/^ — 4 mm: im nassen Moos oder Anspülicht Cyphoii variabilis. XYIII. Thelephoridae. I. Die beiden Fußklauen sind gleich geformt und zwar in zwei ungleiche Hälften gespalten; der ganze Kopf, die Mitte des Halsschildes der Länge nach und das Schildchen sind schwarz ; die anderen Teile der Oberseite sind mehr oder weniger gelbbraun, ebenso die Beine; 5 — ß mm; neben einem Erlenbruch Rhagoiiycha testaeea. n. Die Vorderkralle der Füße ist an der Wurzel mit einem starken Zahn versehen; die Hinterkralle ist einfach; auf der Oberseite des Körpers ist nur der Hinterrand des Kopfes mehr oder weniger schwärzlich; die Enden der Fühler und die Flügeldecken sind dunkler, der Halsschild und die ganzen Beine sind hellgelbbraun; 8 — 9 mm: in einem Erlenbruch Caiitharis (Thelephorus) nifiis. 185] Analytische Übersicht der Tiere 523 XIX. Scarabaeidae. I. Unter dem vorn verschmälert vorragenden Kopfschilde stehen die Ober- lippe und die Kiefer weit vor; das Auge wird von dem Seitenrande des Kopfes in ein oberes und ein unteres Auge vollkommen geteilt ; der Außen- rand der Vorderschiene ist mit 6 — 7 nach der Basis allmählich kleiner werdenden Zähnchen versehen. A) Der Halsschild ist vor dem Hinterrande querüber mit einer sehr deut- lichen Rinne versehen, vorn in der JMitte sehr zerstreut punktiert; die fast schwarzen Flügeldecken sind mit ziemlich regelmäßigen, undeutlich punk- tierten Längsrillen versehen; 12 — 20 mm: in Wäldern Ueotrupes sjivaticus. B) Der Halsscliild ist am Hinterrande nur in der Mitte und dann wieder vor den Seitenwinkeln mit einer deutlichen Rinne versehen, überall dicht mit feinen und groben Punkten besetzt; die mehr blau schillernden Flügel- decken sind mit Reihen feiner, dichter Punkte versehen : in Wäldern (ireotrupes veriialis. n. Unter dem vorn schw'ach ausgerandeten breiten Kopfschilde ragen höch- stens die Fühler und Taster vor; das Auge ist nicht in zwei Hälften geteilt; der Außenrand der Vorderschiene ist mit drei fast gleich großen Zähnen versehen, an der W^urzelhälfte nur noch schwach gekerbt; die Flügeldecken sind zwischen den Punktreihen sehr fein eingestochen punktiert; die Flügel- decken sind gelbbraun, zwischen dem 6. und 7. Punktstreifen befindet sich ein langer schwarzer Fleck, zwischen dem 4. und 5. ein Fleck ganz vorn und zwischen dem 2. und 4. bezw. 2. und 5. einer vor und einer hinter der Mitte; die Flecke können verschmelzen; 4 — 5V2 mm; im Walde Aphodius iiKiuiuatiis. XX. Hydrophilidae. I. Der Halsschild ist mit 5 Längsfurchen versehen; auf den Flügeldecken befinden sich 8 — 10 zerstreute glänzende Längshöcker; S^;, mm: im Torf- moos Helopliorus tiiberculatus. IL Der Halsschild ist nicht mit Längsfurchen versehen : auf den Flügeldecken befinden sich keine Längshöcker. A) Das erste Glied der Hintertarsen ist deutlich länger als das zweite Glied. a) Die Flügeldecken sind nur oben, neben der Naht mit einem vertieften, nicht ganz bis zum Schildchen gehenden Streifen versehen, sonst fein punktiert; SVa — 4 mm; im nassen Anspülicht . Coelostoma orbiculare. b) Die Flügeldecken sind querüber mit vertieften mehr oder weniger punk- tierten Längsstreifen versehen. n) Der Körper ist 2Vo — 3 mm lang; die Flügeldecken sind glänzend glatt, vorn ebenso dicht und ebenso stark punktiert wie der Halsscliild, zwischen 524 Tierwelt 186] den Punkten nicht netzaderig, hinten rotgelb gefärbt, mit dunkler Naht; unter Erlenlaub Cercyoii ustulatus. ß) Der Körper ist P/o — 2 mm lang; die Flügeldecken sind viel matter als der Halsschild, weniger dicht und feiner punktiert als dieser, aber zwischen den Punkten fein netzaderig, nach hinten allmählich heller; auf Sumpfboden zwischen lebenden Pflanzen und unter Erlenlaub Cereyoii lugubris (convexiusculus). B) Das erste Glied der Hintertarsen ist deutlich kürzer als das zweite Glied, am Dorsalrande nur halb so lang wie dieses oder noch kürzer; die Flügeldecken sind vorn auf der Fläche nicht deutlich punktiert gestreift, aber oft mit einem vertieften Nahtstreifen versehen. a) Das Endglied der Kiefertaster ist viel länger als das vorletzte Glied; der Körper ist 1 — 2^/^ mm lang, nicht doppelt so lang wie breit. «) Der Körper ist 1^/^ mm lang, fast halbkugelig; die Hintertarsen sind mit den Krallen etwa % so lang wie die Hinterschiene; zwischen Gras auf Sumpfboden Chaetartliria seniinulum. ß) Der Körper ist 2V4 — 2^/^ mm lang; die Hintertarsen sind mit den Krallen mindestens dreiviertel so lang wie die Hinterschiene; zwischen Gras, Moos und Laub auf sumpfigem Boden . . Aiiacaeiia limbata. b) Das Endglied der Kiefertaster ist viel kürzer als das vorletzte Glied; der Körper ist gestreckter, doppelt so lang wie breit, 4 — (i mm lang. u) Die Flügeldecken sind mit einem vertieften Streifen oben neben der Naht versehen ; dieser Streifen ist hinter der Mitte der Flügeldecken viel tiefer als alle Andeutungen von Längsstreifen auf der hinteren Hälfte der Flügeldecken; die Taster sind an der Spitze nicht verdunkelt. * Die Flügeldecken sind zwischen dem Nahtstreifen und der Naht viel dunkler als außerhalb des Nahtstreifens; der Körper ist 3V2 — 4 mm lang; im Moos und zwischen Sumpfgräsern . Philydrus coarctatus. ** Die Flügeldecken sind innerhalb des Nahtstreifens nicht dunkler als außerhalb desselben; der Körper ist 4^5 mm lang; im Gras und unter Erlenlaub Philydrus frontalis. ß) Die Flügeldecken sind auf der Hinterhälfte neben der Naht nicht mit einem stärkeren, vertieften Längsstreifen versehen; das Endglied der Kiefertaster ist an der Spitze dunkel; 6 mm; im nassen Anspülicht Helocliares griseus. XXI. Silphidao. L Das Endglied der Kiefertaster ist von der Wurzel an zugespitzt; das dritt- letzte Fühlerglied ist kleiner als das viertletzte; die Schienen der Beine sind nicht auf Längskanten reiheuAveise bedornt; der Kopf ist zwischen den Hinterrändern der beiden Augen mit einer Querkante versehen; der Hals- schild und die Flügeldecken sind äußerst fein und gleichmäßig behaart; der 187] Analytische Übersicht der Tiere 525 Körper ist 2V2 — 3 mm lang, schwarzbraun, der Halsschild heller; unter feuchtem Laub Nargus velox. n. Das Endglied der Kiefertaster ist nur im Enddrittel zugespitzt, bis dahin nicht verschmälert ; das drittletzte Fühlerglied ist größer als das viertletzte ; die Schienen sind mit Längskanten und auf diesen mit Dorureihen versehen. A) Das erste Fühlerglied ist nicht so lang wie die beiden folgenden zu- sammen; der Halsschild ist rot, in der Mitte dicht behaart und nicht glänzend: die schwarzen Flügeldecken sind mit drei Längsrippen versehen, von denen die äußerste sehr stark entwickelt ist; 15 mm; an einem toten Frosch im Walde Silpha tlioraciea. B) Das erste Fühlerglied ist länger als die drei folgenden zusammen; der Halsscliild ist in der Mitte unbehaart, glänzend glatt; die Flügeldecken sind mit zwei gelbbraunen Querbinden versehen. a) der Halsschild ist oben ganz kahl; die Fühlerkeule ist ganz schwarz; 16 mm; an einem toten Frosch im Kiefern walde Neerophorus vespilloides. b) Der Halsschild ist an allen Rändern goldgelb behaart; die Fühlerkeule ist mit Ausnahme des ersten Gliedes rotbraun; 17mm; an einem toten Frosch im "Walde Neerophoriis vestig^ator. XXII. Elateridae. I. Die Fußkrallen sind an der Ventralseite mit 5 — 7 Sägezähnen besetzt; der 14 — 18 mm lange Körper ist fast schwarz, fein gelblich behaart; die Beine und Fühler sind heller oder dunkler bravm; auf Strauch ern und am Boden Melanotus ruftpes (castanipes). n. Die Fußkrallen sind ventral nicht gezähnt. A) Das dritte Fühlerglied ist länger als das zweite Glied. AA) Der ganze Körper ist nicht behaart, sondern dunkel, metallisch glänzend; nur die Beine sind rotbraun; 12 — 15 mm zwischen Kiefern- nadeln am Boden Corymbites aeiieus. BB) Der Körper ist deutlich hell behaart, nicht metallisch glänzend: die Beine und die Flügeldecken sind mehr oder weniger rotbraun; 8 — 11 mm; unter Buchenlaub Athous Aittatus. B) Das dritte Fühlerglied ist nicht länger, meist etwas kürzer als das zweite Glied. A) Die Seitenkante des Halsschildes tritt vorn soweit auf die Unterseite über, daß dieselbe bei Ansicht des Halsschildes genau von unten nicht den Seitenrand bildet; die Flügeldecken sind einfarbig. a) Die Behaarung des Halsschildes und der Flügeldecken ist graugelblich : ein glänzender kleiner Kiel über der Fühlerwurzel tritt nicht an den Vorderrand des Kopfes heran; 9 mm; auf einem sonnigen Grasplatz Agriotes obseurus. 526 Tierwelt [188 b) Die Behaarung der Oberseite ist schwarz; der glänzende kleine Kiel über der Fühlerwurzel tritt gebogen an den Vorderrand des Kopfes heran ; im Moos eines Kiefernwaldes Afj^riotes aterriiiius. B) Die Seitenkante des Halsschildes bildet bis vorn hin den äußersten Seitenrand; die Flügeldecken sind nicht einfarbig. a) Die beiden glänzenden Kielchen jederseits über der Fühlerwurzel hängen vorn in einem gleichmäßigen Bogen zusammen; die Flügeldecken sind rotbraun, im hinteren Drittel schwarz; der Kopf und der Halsschild sind schwarz behaart; 9 mm; im Moos eines Kiefernwaldes Elater balteatus. b) Die beiden glänzenden Kielchen über der Fühlerwurzel treten senkrecht an den Vorderrand des Kopfschildes heran und enden da; die Flügel- decken sind außen mehr oder weniger rotbraun, am Nahtrande immer schwarz; der Kopf und der Halsschild sind hell behaart; 6 — T^omm; im Moos der Kiefernwälder Doloplus marg'inatus. XXIII. Dytiscidao. I. Der Hinterrand des Halsschildes ist jederseits innerhalb der Außenecke deutlich nach vorn eingezogen, so daß die Seitenecke deutlich nach hinten vorragt; die Flügeldecken sind ganz schwarz; 11 — 12 mm: im Herbst unter abgefallenen Kiefernadeln Rhaiitus g-rapi. n. Der Hinterrand des Halsschildes ist an den Seiten nicht nach vom ein- gezogen: jede Flügeldecke ist hinten mit einem kleinen roten Fleck ver- sehen; im Herbst unter abgefallenem Laub .... Ilybius obscurus. XXIY. Carabidae. I. Keiner der beiden langen Endstacheln der Vorderschienen ist um mehr als seine eigene Länge vom Ende der Schiene entfernt, beide reichen in der Längsrichtung der Schiene gedacht wenigstens bis an deren Ende. A) Der Körper ist über 16 mm lang; der Hinterrand des Halsschildes ist an jeder Seite meist mehr oder- weniger nach hinten vorgezogen; die Flügeldecken sind nicht mit acht regelmäßigen Punktstreifen versehen. a) Das vorletzte Glied der kurzen Lippentaster ist mit mehr als zwei kleinen Borsten versehen: auf den Flügeldecken befinden sich keine deut- lichen in Reihen stehenden Grübchen oder Höckerchen, ihre Außenränder sind violett; 25 — 30 mm; unter abgefallenen Kiefernnadeln Carabus violaceiis. b) Das vorletzte GHed der Lippentaster ist mit nur zwei Borsten ver- sehen; auf den Flügeldecken befinden sich drei Reihen deutlicher Grüb- chen oder Längshöckerchen. aa) Auf den Flügeldecken wechseln 3—4 Reihen von Längshöckern mit 3 — 4 erhabenen Längsrippen ab; der Körper ist. bisweilen mit Ausschluß der Schenkel schwarz, die Oberseite besitzt einen kupferigen Schimmer, 18 189] Analytische Übersicht der Tiere 527 bis 24 mm, in feuchten Gegenden unter Steinen; in der Provinz Branden- burg in Kellern Carabus caiicellatus. bb) Auf den Flügeldecken befinden sich nur Reihen kleiner Grübchen. u) Die Grübchen der Flügeldecken sind rot metallisch glänzend: zwischen den Grübchenreihen verlaufen regelmäßige Punktstreifen; 22 — 30 mm; unter abgefallenen Fichten- und Kiefernnadeln Carabus horteiisis. ß) Die Grübchen besitzen höchstens an einer kleinen Stelle rötlichen Metallglanz; zwischen den Grübchenreihen befinden sich keine regel- mäßigen Punktstreifen; 20 — 26 mm; unter abgefallenen Kiefernnadeln und Steinen Carabus ueinoralis. B) Der Körper ist nicht 16 mm lang; der Hinterrand des Halsschildes ist an den beiden Außenwinkeln nicht nach hinten vorgezogen; die Flügel- decken sind mit acht regelmäßigen Punktstreifen versehen. a) Das 3. und 4. Fühlerglied sind dorsal mit zwei Borsten versehen, die länger sind als die Hälfte des Gliedes; das Haar auf dem 1. Fühlergliede ist viel kürzer als das Glied; 12 mm; unter Steinen im Buchenwalde Nebria brevicoUis. b) Die Haare auf dem 3. und 4. Fühlergliede sind viel kürzer als die halbe Länge des Gliedes; das Haar auf dem 1. Glied ist so lang v,^e das Glied; 7 mm; unter abgefallenen Kiefernnadeln . Leistus ferruginous. n. Der eine der beiden langen dicken Sporne der Vorderschienen ist um mindestens seine Länge vom Ende der Schiene entfernt und steht vor einem Ausschnitt, der zum Reinigen der Fühler dient. A) Der Kopf ist mit den Augen mindestens ^s so breit wie die Flügel- decken an ihrer breitesten Stelle zusammen: er ist zwischen' den Augen mit 6 ( — 8) Längsfalten versehen; der 2. Punktstreifen auf den Flügeldecken (von der Naht ab gerechnet) ist vom 4. Streifen nicht so weit entfernt wie vom 1. Streifen, derbreite Zwischenraum zwischen dem 1. und 2. Punktstreifen ist glänzend glatt. a) Der Raum zwischen dem 1. und 2. Punktstreifen der Flügeldecken ist etwas schmaler als der Raum zA^dschen dem 2. und 5, Punktstreifen; hinten neben dem Innenrande der Augen befinden sich keine Schrägfalten; die Flügeldecken sind bis hinten hin einfarbig; die Hinterschienen sind dunkler als die Vorderschienen und als die Fühlerwurzel, mitunter ganz schwarz; ö mm; im Gras und Moos an lichten Stellen Notiophiliis palustris. b) Der Raum zwischen dem 1. und 2. Punktstreifen ist etwas breiter als der Raum zwischen dem 2. und 5. Punktstreifen; hinten, neben dem Innenrande der Augen befinden sich Schrägfalten; die Flügeldecken sind vor dem Hinterrande gelblich gefärbt; die Schienen aller Beine sind in ihrer Mitte gleich hell; ÖV2 mm; unter abgefallenen Kiefernnadeln an schattigen Stellen Notiophilus biguttatus. 528 Tierwelt 1190 B) Der Kopf ist nicht "/g so breit wie die Flügeldecken zusammen; die Stirn ist nicht mit 6—8 Längsfurchen versehen ; der zweite Zwischenraum zwischen den Puuktstreifen der Flügeldecken ist nicht doppelt so breit wie die andern. AA) Das Endglied der Kiefertaster ist nicht halb so lang und nicht halb so dick wie das vorletzte Glied derselben. a) Die Hinterecke des Halsschildes legt sich einer stumpfwinkligen Ecke an, welche sich an der Wurzel der Flügeldecken befindet; der Körper ist schwarz, stärker oder schwächer metallisch glänzend, von den Beinen sind wenigstens die Schienen rötlich ; der Körper ist etwa 4 mm lang ; an grandigen Orten im kurzen Rasen .... Beuibidiuui lampros. b) Die Wurzel der Flügeldecken geht vollkommen gerundet in den Seiten- rand über; der Körper ist an der Oberseite metallisch glänzend schwarz; jede Flügeldecke ist vorn und hinten mit einem braungelben Fleck ver- sehen; die Beine sind ganz braungelb; der Körper ist etwa 8 mm lang; auf dürrem Sandboden Bembirtiuiii quadrimaculatuin. BB) Das Endglied der Kiefertaster ist nicht oder kaum kürzer und dünner als das vorletzte Glied. Aa) Am Innenrande der Augen oder in dessen Verlängerung nach hinten steht nvir ein Borstenhaar; auch hinter dem Auge ist kein zweites vor- handen. a) Die Borstenhaare auf dem 3, und 4. Fühlergliede sind viel länger als das Glied; die Oberseite des Körpers besitzt einen metallisch grünen Glanz; jede Flügeldecke ist mit drei tiefen Punktgruben versehen; beim cT sind an den Vordertarsen nur drei Glieder erweitert; 7 mm; im Moos Lorocera piliconiis. b) Die Haare an dem 3. und 4. Fühlergliede sind nicht oder kaum halb so lang wie das Glied, nur am 1. Gliede ist ein längeres Borstenhaar vorhanden; die Oberseite des Körpers ist schwarz bezw. mehr oder weniger braun gefäi'bt; beim rf sind an den Vorderbeinen vier Tarsen- glieder stark erweitert. aa) Das vorletzte Glied der kleineren hinteren Taster (der Lippentaster) ist nur mit zwei Borstenhaaren versehen; auf der Unterseite des End- gliedes der Hintertarsen stehen hinter der Mitte nur zwei Haare und zwar nebeneinander (d. h. gleich weit vom Ende des Gliedes entfernt); der Körper ist 3 — 5 mm lang, a) Am Unterrande der Mundöffnung ragt zwischen die Wurzelglieder der beiden Lippentaster ein spitzer Zahn weit nach vorne vor (am trockenen Tier bei auffallendem Lichte unter dem Mikroskop leicht sichtbar). 4)i.u) Der Körper ist, vom vorderen Kopfende bis zum Hinterende der Flügeldecken gemessen, nicht über 3 mm lang, auf der Rückenseite Analytische Übersicht der Tiere 529 sehr dunkel, fast schwarz gefärbt, der Halsschild kaum heller, nur die Naht der Flügeldecken ist braun; unter Heidekraut Bradycellus similis. ßß) Der Körper ist bis zum Ende der Flügeldecken mindestens 3^/2 mm lang; die Oberseite des Körpers, namentlich der Halsschild ist mehr oder weniger rotbraun. * Die Hinterflügel fehlen; der Körper ist bis zum Ende der Flügel- decken nicht 4 mm lang; der Halsschild ist hellrotbraun; unter Heidekraut Bradycellus collaris. ** Die Hinterflügel sind wohl entwickelt; der Körper ist bis zum Ende der Flügeldecken mindestens 4 mm lang; der Halsschild ist nicht oder kaum merklich heller als die Flügeldecken; im Moos an lichten Stellen Bradycellus harpalinus. ß) Der hintere Mundrand, der die Wurzelglieder der Lippentaster hinten begrenzt, ist in der Mitte nicht zahnartig nach vorn aus- gezogen; der Körper ist höchstens 372 "^^ lang; der Kopf ist schwarz, der Halsschild rotgelb ; die Flügeldecken sind wenigstens an der Naht heller, sonst mehr oder weniger dunkel; im Torfmoos AcupaliJus flavicoUis. bb) Das vorletzte Glied der Lippentaster ist außer den zwei meist größeren Haarborsten noch mit einigen kleineren Borsten (z. T. unmittel- bar an der Wurzel des Gliedes) versehen; an der Unterseite des Tarsenendgliedes der Hinterbeine stehen 2 — 4 Borsten- oder Haarpaare hintereinander; der Körper ist 8 — 10 mm lang. «) Der Halsschild ist hinten querüber eingestochen punktiert, am Seitenrande bis über die IVIitte nach vorn; die Hinterwinkel sind etwas stumpf und schwach gerundet; die Oberseite des Körpers ist glänzend schwarz; auch der Bauch ist schwarz; nur die ganzen Beine und Fühler sind braunrot, der Seitenrand des Halsschildes rötlich; 9 — 10 mm; im Moos der Kiefernwälder .... Harpalus latus. ß) Der Halsschild ist unpunktiert oder nur in einem Eindruck punk- tiert; die Hinterwinkel sind ein wenig spitz, nicht abgerundet; die Oberseite besitzt einen schwächeren Glanz, namentlich die Flügel- decken des 9 ; die Unterseite ist mit den Beinen pechbraun ; die Schenkel sind nicht heller als der Bauch; 8 — 9 mm; auf kahlem Sand- boden und im kurzen Rasen Harpalus servus. Bb) Am Innenrande des Auges und in dessen Verlängerung nach hinten stehen zwei Haare, das eine meist vor der Mitte des Auges, das andere oft etwas hinter dem Auge. A«) Das vorletzte Glied der kleinen hinteren Taster (der Lippentaster) ist mit mehr als zwei Borstenhaaren versehen; der Halsschild ist am Hinterrande sehr viel breiter als am Vorderrande, etwa so breit wie die Beiträge zur Naturdenkmalpflege. III 34 530 Tierwelt [192 Flügeldecken vorn; die Oberseite des Körpers besitzt oft metallischen Glanz Ainani. a) Die Beine sind rotbraun gefärbt, ebenso die 3 — 4 Wurzelglieder der Fühler; der kurze zweite Streifen auf dem Vorderende der Flügel- decken (von der Naht an gezählt) ist an seinem Ende ebensoweit vom 1. wie vom 3. Streifen entfernt; 5 — 6 mm,- an lichten Stellen im Moos Amara familiaris. b) Die Beine sind dunkel, höchstens die Schienen heller; von den Fühlern sind höchstens zwei Basalglieder hell; der kurze Streifen zwischen dem 1. und 2. Längsstreifen der Flügeldecken nähert sich am Ende mehr dem 1. als dem 3., geht sogar oft in diesen über, und dann kann der 1. vor der Verbindungsstelle unterbrochen sein; G — 9 mm. «) Der Körper ist 6 — 7 mm lang, dorsal wenig glänzend; die Beine sind, namentlich an den Schienen, heller gefärbt; im Detritus an einem Sumpfrande Amara curta. ß) Der Körper ist 7 — 9 mm lang, dorsal stark glänzend; die Beine sind schwarz; im Moos der Kiefernwälder . . . Aiiiara lunicollis. Bß) Das vorletzte Glied der Lippentaster ist mit nur 1 — 2 Borstenhaaren versehen; der Halsschild ist nach hinten weniger, oft gar nicht ver- breitert oder gar verengt, meist schmaler als die Flügeldecken an der Wurzel. a) Die Fußkrallen sind in der Mitte des Ventralrandes mit einem oder mit mehreren Zähnchen versehen. aa) Die Flügeldecken sind hinten mehr oder w'eniger gestutzt, indem der Außenrand vor dem Hinterende im stumpfen, gerundeten Winkel umbiegt; der Körper ist stets unter 6 mm lang. «) Die Mittelschiene ist über halb so dick wie der Schenkel desselben Beinpaares, an der Dorsalseite mit zahlreichen dicken Stacheln besetzt; die Flügeldecken sind glänzend schwarz bis rotbraim, mit tiefen Längsrillen versehen; der Halsschild ist über l^/'omal so breit wie der Kopf mit den Augen; 4V2 — ^^U nim lang; an einem sonnigen Ort im kurzen Rasen Masoreus wetterliali. ß) Die Mittelschiene ist nur an der Ventralseite reihenw'eise mit dünnen Stacheln besetzt vmd nicht halb so dick "wie der Schenkel; die ver- tieften Längsstreifen auf den Flügeldecken sind wenig deutlich, durch eine feine Netzaderung erscheinen die Flügeldecken matt; der Hals- schild ist kaum breiter als der Kopf mit den Augen; 3 — 37-2 nmi lang. aa) Der Hinterrand des Halsschildes setzt sich vom Schildchen aus um die Länge der Vorderseite des Schildchens in gerader Richtung nach der Seite fort; die Rückenseite des Körpers ist größtenteils gelbbraun gefärbt; der Kopf ist schwarz; eine Querbinde der Flügeldecken mit Ausschluß der Seitenrandlinie ist dunkelbraun; besonders zwischen hohem, dichtem Gras . . . Droiiiius sifjina» Analytische Übersicht der Tiere 531 ßß) Der Hinterrand des Halsschildes biegt wenig außerhalb der Vorderecken des Schildchens im Bogen nach vorn um; der Körper ist schwarz, mehr oder weniger mit Metallschimmer versehen. * Auf jeder Flügeldecke befinden sich zwei sehr deutliche ein- gedrückte Punkte; die Rückenseite des Körpers besitzt einen stärkeren, auf dem Halsschild meist mehr oder w^eniger grünlichen oder bläulichen Metallschimmer; an sehr dürren sonnigen Stellen 3Ietabletus foyeatus. ** Auf den Flügeldecken sind keine deutlichen Grübchen bemerk- bar; die Rückenseite des Körpers besitzt einen sehr schwachen kupferigen Metallschimmer: an lichten Stellen im Moos und Detritus Metabletus truiicatellus. bb) Der Außenrand der Flügeldecken setzt sich im gleichmäßigen Bogen bis zum hinteren Innenwinkel derselben fort; der Körper ist über 6 mm lang. «) Auf den Flügeldecken stehen im 3. und 5. vertieften Längsstreifen (von der Naht aus gezählt) eingestochene Punkte, im 5. etwa 7 — 10; die Schenkel sind sehr dunkel braun; 11 — 12 mm; unter Steinen an sonnigen Orten Calatliiis fuscipes. ß) Auf den Flügeldecken sind nur im 3. Längsstreifen, nicht im 5., eingestochene Punkte vorhanden; die Beine sind braungelb bis rot- braun gefärbt. ««) Die Hinterecken des Halsschildes sind scharf rechtwinklig; 9 — 11 Va nini; an sonnigen Orten unter Steinen und Detritus Calathus erratus. ßß) Die Hinterecken des Halsschildes sind etwas stumpf und etwas gerundet; der Körper ist 6^/3 — 879 «im lang. * Der Halsschild ist oben und unten rotbraun, von der Mitte nach hinten nicht deutlich verschmälert; an lichten Orten unter Steinen, Moos und Detritus .... Calatlius iiielaiioceplialiis. ** Der Halsschild ist schwarz, nur hart am Rande etwas röt- lich, von der Mitte nach hinten deutlich verschmälert; im Moos und namentlich im Detritus der Kiefernwälder Calatliiis microplenis. b) Die Fußkrallen sind am Unterrande ungezähnt; nur hart an der Wurzel ist oft ein kleiner Höcker bemerkbar. aa) Die Grube außen am Oberkiefer ist vor ihrem distalen Ende mit einer kleinen Haarborste versehen (bei auffallendem Lichte des auf die Seite gelegten Käfers unter dem Mikroskop sichtbar) ; der Körper des in Spiritus aufbewahrten Tieres ist nicht oder kaum 4 mm lang, pechbraun, der Kopf dunkler, die Fühler und Beine heller; an feuchten Stellen unter Laub . Troelius ([iiadristriatus (minutus). 34* 532 Tierwelt [194 bb) Die Grube außen am Oberkiefer ist nicht mit einer kleinen Haar- borste versehen; der Körper des in Spiritus aufbewahrten Tieres ist mindestens 5 mm lang. «) Die Oberkiefer sind am Ende schräg abgestutzt; die riügeldecken sind in der Grundfarbe rotgelb, jede ist mit einer dicken C-förmigen schwarzen Zeichnung versehen; der Halsschild, die Fühlerwurzel und die Beine sind ebenfalls rotgelb, der Kopf schwarz; 6 — 7 mm; auf steinigen, kalkreichen, sonnigen Bodenstellen Badister bipustulatiis. ß) Die Oberkiefer enden spitz; die Flügeldecken sind einfarbig. aa) An der Ventralseite des letzten Tarsengliedes der Hinterbeine befinden sich keine Haare; meist größere Arten. * Die Zwischenräume zwischen den Längsstreifen der Flügeldecken sind (bei starker Vergrößerung) mit feinen Querrillen versehen; 7 — 7^/2 mm; an sumpfigen Stellen im Detritus und Moos Pterosticlius minor. ** Die Zwischenräume zwischen den Längsstreifen der Flügeldecken sind mit feiner Netzaderung versehen; der Körper ist 9 — 20 mm lang. f Der Längseindruck jederseits hinten auf dem Halsschilde ist vorne mehr oder weniger zweiteilig; er tritt nahe an den Seiten- rand heran und ist von diesem durch eine schmale Längswulst getrennt; die Schienen sind ebenso schwarz wie die Schenkel. X Der Längseindruck jederseits auf dem Halsschilde ist nur vorn etwas verdoppelt; der Körper ist 9 — 11 mm lang; unter Steinen auf kalkhaltigem Boden, an sonniger Stelle Pterosticlius iiigritus. X X Der Längseindruck hinten auf den Seiten des Halsschildes ist deutlich verdoppelt; der Körper ist 16 — 20 mm lang; unter Steinen und Moos im Walde .... Pterosticlius uig^er. ff Der Längseindruck jederseits auf dem Halsschilde läuft nach vorne durchaus einfach aus und ist durch eine breite Erhöhung von dem Seitenrande getrennt; die Schienen und Tarsen sind mehr oder weniger braun; 10 — 12 mm; in Wäldern, besonders unter Laub und Detritus . . Pterosticlius obloiigo|iuiictatus. ßß) An der Ventralseite des Krallengliedes der Hinterbeine stehen 2 — 4 Paar Borstenhaare. * Auf dem Halsschilde befindet sich hinten jederseits ein doppelter Längseindruck; der Körper ist 12 — 20 mm lang. f Das 2. und das 3. Fühlerglied sind zusammengedrückt und dorsal mit einem Kiel versehen; der Körper ist 12 — 13 mm lang, dorsal stark metallisch glänzend; an sonniger, sandiger Stelle, unter Steinen Poecilus lepidus. Analytische Übersicht der Tiere 533 .LJ. Das 2. und das 3. Fühlerglied sind (wie die folgenden Glieder) oben gerundet ; der Körper ist etwa 20 mm lang, schwarz gefärbt ; im schattigen Buchenwalde unter Steinen . . Abax striolä. ** Auf dem Halsschilde ist hinten jederseits nur ein einfacher Ein- druck vorhanden; alle Fühlerglieder sind dorsal vollkommen gerundet; der Körper ist nicht über 9 mm lang. •f Die Hinterecken des Halsschildes sind so vollkommen ab- gerundet, daß von Ecken keine Spur vorhanden ist; die Längs- rillen auf den Flügeldecken sind sehr undeutlich punktiert, nur einzelne gröbere Punkte sind vorhanden. X Das 3. Fühlerglied ist nur am Ende mit einigen Wirtelborsten, nicht auf der Endhälfte mit feiner Behaarung versehen; der Köi*per ist schwarz, 7 — 8 mm lang; im feuchten Moos Agoiiuiii vitluum. XX Das 3. Fühlerglied ist, abgesehen von den Wirtelborsten am Ende, in der Endhälfte fast ebenso dicht behaart wie das 4. Glied; die Flügeldecken sind zusammen etwa um die Hälfte länger als breit. O Das 1. Fühlerglied ist, von der Außenseite gesehen, nicht heller, oft sogar etwas dunkler als die beiden folgenden Glieder; an feuchten Plätzen im Moos und Detritus Europhilus gracilis. 0O Das 1. Fühlerglied ist, von außen gesehen, stets viel heller gefärbt als die beid