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Zu diesem Zweck forderte mich die Staatliche Stelle für Naturdenkmalpflege auf, eine Untersuchung der Fauna des Gebietes auszuführen. Die Aufgabe, die ich damit übernahm, war eine keineswegs leichte. Es sind zwar in neuerer Zeit verschiedentlich Versuche gemacht worden, Gebiete faunistisch zu schildern. Keine der bisher vorliegenden Schilderungen kann aber als ausreichend gelten. Entweder sind sie einseitig, indem sie nur einzelne Tiergruppen berücksichtigen, oder sie sind unvollständig, indem sie nur das geben, was dem Sammler auf- gefallen und zufällig in die Hände gelangt war. Es liegt mir fern, meine Vorgänger tadeln zu wollen. Ich möchte nur hervorheben, daß ich ihnen nicht folgen kann, daß mir die von ihnen befolgte Methode ungeeignet erscheint. Gewöhnlich lehnte man sich an die Methode der Floristen an, ohne sich darüber klar zu werden, daß es ganz un- möglich ist, bei faunistischen Untersuchungen ebenso vorzugehen wie bei floristischen. In dreierlei Hinsicht stehen die Floristen einer solchen Aufgabe viel günstiger gegenüber als die Faunisten: Sie besitzen erstens in den Phanerogamen eine Pflanzengruppe, welche der Flora einer Gegend das Gepräge verleiht. Zweitens bilden die Phanerogamen eine Gruppe, deren Vertreter sämtlich verhältnismäßig leicht auffindbar, äußerst leicht erreichbar, sehr gut durchgearbeitet und deshalb bequem zu bestimmen ffl i fei INS — \^ 342 Tierwelt [4 sind. Drittens hat die Gruppe der Phanerogamen fast an allen biologisch wichtigen Punkten der Erde ihre charakteristischen Vertreter (nur die Hochsee, die Tiefsee und das Hochgebirge birgt keine Phanerogamen). Von ganz besonderer Wichtigkeit ist es, daß die drei genannten Vorteile sich bei einer und derselben Pflanzengruppe vereinigen. Die Floristen brauchen sich also nur der verhältnismäßig bequemen Arbeit zu unter- ziehen, ein Verzeichnis der Phanerogamen des Gebietes zusammenzu- stellen, um damit in den meisten Fällen ein brauchbares floristisches Bild von dem Gebiete entworfen zu haben. Daß ich Recht habe, beweist unter anderem die voraufgehende Arbeit des Herrn Dr. Ulbrich. Er hat darin auch die Kryptogamen berück- sichtigt, aber bei der Charakterisierung der verschiedenen Formationen würde er doch mit den Phanerogamen, auch ohne die Moose, aus- gekommen sein. Die Arbeit des Herrn Dr. Ulbrich beweist außerdem, daß die Botaniker uns Zoologen in systematischer Beziehung weit voraus sind. Ein Namensverzeichnis, wie er es gibt, und wie er es für den Fachmann als ausreichend ansehen darf, würde, wenn ich es von den mir vor- liegenden Tieren geben wollte, dem Fachzoologen ganz unverständlich sein. Meine Arbeit erfordert also, obgleich ich höchstens den fünften Teil der im Reservat vorkommenden Tiere berücksichtige, vielleicht ebenso- viel Raum wie seine Arbeit, welche sich auf alle von ihm gefundenen Pflanzen erstreckt. Der Zoologe hat keine Tiergruppe, welche auch nur einer der drei oben genannten Bedingungen in annähernd gleichem Maße wie die Phanerogamen genügte. Am ersten könnten noch die Tagvögel und die Tagfalter in Frage kommen; aber beide Gruppen zusammen haben bei uns eine im Verhältnis zur Gesamtfauna so geringe Zahl von Ver- tretern, daß mit der Erforschung aller Tagvögel und Tagfalter auch nicht annähernd ein Bild der Fauna gewonnen wäre. — Es kommt hinzu, daß die Vögel, die eher noch als die Tagfalter der Gegend einen ge- wissen Charakter verleihen, nur mit der Flinte in der Hand zuver- lässig erforschbar sind. Will man nicht schießen, um dadurch die ohne- dies in einer Gegend verhältnismäßig geringe Individuenzahl noch mehr zu reduzieren, so ist man auf das Gesicht und das Gehör angewiesen. Nun sind aber manche Vogelarten, und zwar gerade die faunistisch interessanteren, schon in geringer Entfernung nicht mit aller Sicherheit IN 5] Die Fauna im allgemeinen 343 ZU unterscheiden. Der Beobachtung mittels eines Fernglases entziehen sie sich durch ihre Beweglichkeit und Scheuheit. — Der Gesang, der als gutes Hilfsmittel bei der Unterscheidung der Arten hinzukommen kann, wird bei manchen Arten nur kurze Zeit im Jahre vernommen. Man muß also, um sicher alle Brutvögel einer Gegend — aber auch nur diese — nach Gesang oder Lockruf feststellen zu können, sich mindestens etwa zwei Monate ziemlich ununterbrochen zu ihrer Fest- stellung in einer Gegend aufhalten. Und auch dann sind Täuschungen nicht ausgeschlossen, da manche Vögel mit Vorliebe die Stimmen anderer wiedergeben. — Als Resultat ergibt sich also, daß die Vögel sich sehr wenig für den genannten Zweck eignen. — Genau dasselbe läßt sich für alle anderen Tiergruppen zeigen, ganz abgesehen davon, daß die Untersuchung einzelner Tiergruppen immer ein einseitigeres Bild der Fauna geben würde als die Untersuchung der Phanerogamen für die Flora. Man hat sich nun bei faunistischen Untersuchungen — namentlich auf Reisen in unbekannten Ländern — in der Weise an die floristischen Untersuchungen anlehnen wollen, daß man alles Auffallende fing und mitnahm. Eine Ausbeute, die in dieser Weise gewonnen ist, hat den Vorteil, daß sie diejenigen Tiere enthält, welche der Gegend äußer- lich das Gepräge geben und Gruppen angehören, welche besser durch- gearbeitet und deshalb leicht sicher zu bestimmen sind. Trotzdem hat sich dieser Weg als durchaus unbrauchbar erwiesen: Einerseits besitzen nämlich die offen lebenden, beweglichen und deshalb auffallenden Tiere — und dazu gehören auch die Vögel — gerade wegen ihrer Beweg- lichkeit eine verhältnismäßig sehr weite Verbreitung, so daß sie in tiergeographischer Beziehung, sobald es sich um engere Gebiete handelt, viel weniger wichtig sind als kleine, versteckt lebende Formen. Andererseits sind Untersuchungen dieser Art zu sehr vom Zufall abhängig: Manche verborgen lebenden Tiere kommen nämlich zur Paarungszeit auch bei Tage aus ihren Verstecken hervor, und da die Paarungs- (bezw. Schwärm-) Zeit oft nur wenige Tage dauert und je nach der Witterung sogar in einer und derselben Gegend zu etwas verschiedener Zeit im Jahre einzutreten pflegt, kann man eine Ausbeute fast niemals mit einer anderen unmittelbar vergleichen. Auch durch unregelmäßige Witterungsverhältnisse, wie starke Regengüsse, > ß 344 Tierwelt [6 ^ IN Überschwemmungen, Austrocknen des Wohnortes usw. werden ver- n; steckt lebende Tierarten oft in dem Maße unter die offen lebenden gemischt, daß sie der Fauna ein der Wahrheit gänzlich widersprechendes Gepräge geben und jeden Vergleich mit der Fauna anderer Gebiete un- möglich machen. — Da aber der Vergleich zweier Gebiete uns einzig und allein ein Urteil über den Charakter der Fauna einer Gegend ge- winnen läßt, wird der Wert der ganzen Untersuchung durch alle diese Unregelmäßigkeiten hinfällig. Der einzig mögliche Weg, zwei Gebiete in zuverlässiger Weise faunistisch zu vergleichen, scheint mir der zu sein, daß man nach Bio- cönosen vorgeht. — Seitdem wir Methoden besitzen, eine Biocönose in verhältnismäßig kurzer Zeit gründlich zu erforschen^), sind wir auch imstande, die einander entsprechenden Biocönosen verschiedener Gebiete miteinander zu vergleichen. Es fragt sich aber, welche Biocönosen besonders geeignet sind ein faunistisches Bild von einer Gegend zu geben. — Daß nicht alle in einem Gebiete vorkommenden Biocönosen gleichzeitig von einem Einzelnen erforscht werden können, wie dies Laien auf faunistischem Gebiete wohl für erwünscht halten, liegt für den Tierkenner auf der Hand: Die Zahl der in einer Gegend vorkommenden Tierarten ist so groß, daß ein Verzeichnis derselben mit genauen An- gaben über die Art des Vorkommens dicke Bände füllen und deshalb zu seiner Herstellung für einen Einzelnen Jahrzehnte angestrengtester Arbeit und natürlich auch sehr bedeutende Kosten erfordern würde. Eine Beschränkung ist also für den Faunisten, zumal da die Tierwelt der Heimat auch nicht annähernd so gut systematisch durchgearbeitet ist, wie die Pflanzenwelt und da die Tiere, z. B. die Vögel, die Säuge- I > tiere usw. auch nicht annähernd so leicht zu sammeln sind wie die - ' Pflanzen, durchaus geboten. Es müssen also einzelne Biocönosen aus- r l I gewählt werden, und man muß sich darüber klar zu werden suchen, welche t/5 ' am besten geeignet sind, eine Gegend faunistisch zu charakterisieren. — Lange habe ich hin- und hergeschwankt, welche Biocönosen zu wählen seien. Ich möchte hier meine Erwägungen kurz mitteilen. Das Plagefenngebict setzt sich zusammen aus Wasserflächen und ') Man vergleiche meine „Kurze Anleitung zum wissenschaftlichen Sammein und zum Konservieren von Tieren", 2. Aufl. Jena 1908. Ferner Zool. Anz. Bd. 31, 1907. S. 917 ff.. Bd. 32, S. 391 ff. und Bd. 33, 1908, S. 349 ff. ir 7] Die Fauna im allgemeinen 345 Landflächen. Es kam im vorlie^i^enden Falle für mich also zunächst in Frage, ob Wasserbiocönosen oder Landbiocönosen zum Entwurf eines ersten Bildes der Fauna zu verwenden seien. — Die Fauna der Ge- wässer ist entschieden weit individuenreicher als die des Landes. Die Lebensbedingungen sind nämlich im Wasser weit günstiger als auf dem Lande, die Temperaturen sind im Wasser gleichmäßiger, die Nahrung wird dauernd feucht erhalten und ein Austrocknen des Tier- körpers ist ausgeschlossen, soweit die Gewässer von dauerndem Be- stände sind. An Arten ist die Fauna der Gewässer weit ärmer als die Fauna des Landes, weil die Lebensbedingungen auf dem Lande weit wechselvoller sind als im Wasser. Gerade die Verschiedenheit der Lebensbedingungen ist es nämlich, welche zur Bildung der Arten den Anlaß gegeben haben dürfte. Der größere Individuenreichtum und die kleinere Artenzahl machen die Erforschung der Wasserfauna weit bequemer als die der Landfauna. Trotzdem mußte ich für meinen Zweck die Landfauna wählen. Gerade der größere Wechsel der Lebens- bedingungen auf dem Lande und der damit verbundene größere Arten- reichtum läßt den faunistischen Charakter einer Gegend viel schärfer hervortreten als die einförmigere Fauna der Gewässer. Es kommt hinzu, daß die Erforschung der Landfauna die der Gewässer keineswegs unberücksichtigt läßt; beide stehen nämlich in engster Beziehung. Einerseits machen manche Landtiere (Insekten und Amphibien) ihre ersten Entwicklungsstadien im Wasser durch. Andererseits sind sehr viele Tiere an die Ufer der Gewässer gebunden und zwar an die Ufer von Gewässern ganz bestimmter Art. Man kann also aus dem Charakter der Landfauna einer Gegend weitgehende Schlüsse auf den Charakter der Gewässer und ihrer Fauna machen. — Als weiteres Argument kommt hinzu, daß die Tiere der Gewässer, wenn man von den amphibiotisch lebenden absieht, sehr wenig in die Augen fallen und deshalb der Gesamtfauna weniger als die Tiere irgend einer Land- biocönose das eigentliche Gepräge verleihen. Wenden wir uns nun den Landbiocönosen des spezielleren zu, so kann man, wie aus meiner Sammelanleitung (S. 12) ersichtlich ist, die an Pflanzen und Tiere bestimmter Art gebundenen Biocönosen als Phyto- und Zoobiocönosen den Allobiocönosen gegenüberstellen und es fragt sich weiter, welcher dieser Biocönosengruppen man die Beispiele entnehmen soll. 346 Tierwelt [8 Zweifellos fallen die auf lebende Pflanzen, namentlich auf Phanero- gamen angewiesenen Tiere einer Gegend (d. i. die Tiere der Phytobio- cönosen) am meisten in die Augen und tragen deshalb am meisten dazu bei, der Gegend das Gepräge zu geben. Namentlich sind es unter den Insekten die Blumenbesucher, welche die Aufmerksamkeit in besonders hohem Maße auf sich ziehen, und ich hätte gerne einmal die strenge statistische Methode auf sie angewendet. — Trotzdem habe ich mich nicht entschließen können, sie zur Grundlage meiner ersten Untersuchungen in jener Gegend zu wählen und zwar aus folgenden Gründen nicht: Einerseits schließen sich die Tiere, welche auf bestimmte Pflanzenarten angewiesen sind, meist auch in ihrer Verbreitung in weitgehendem Maße an die betreffenden Pflanzenarten an. Da nun gleichzeitig mit meinen Untersuchungen floristische Untersuchungen in jener Gegend ausgeführt werden, würden meine Untersuchungen in chorologischer Beziehung nicht viel Neues liefern. Außerdem war zu erwägen, daß die Erforschung der Blumenbesucher, wenn man alle in Betracht kommenden Pflanzen systematisch vornehmen will, schon wegen der verschiedenen Blütezeit recht viel Zeit erfordert haben würde und auch besser nach Abschluß der floristischen Untersuchungen in Angriff genommen werden kann. Als Biocönosen, die vom Pflanzenwuchs am unabhängigsten sind, die also die aus den floristischen Untersuchungen sich ergebenden Resultate in besonders weitgehendem Maße ergänzen und vervollständigen können, sind die Bodenbiocönosen anzusehen und deshalb habe ich mich nach reiflicher Überlegung zunächst für diese entschieden. Die Bodenbiocönosen gehören faunistisch entschieden zu denallerwichtigsten, weil fast alle anderen mit ihnen irgendwie in Beziehung stehen. Sie bilden also gewissermaßen eine Grundlage, auf deren Erforschung weiter gebaut werden kann. Als Bodenbiocönosen im engeren Sinne — im weiteren Sinne sind ja die meisten Organismen auf den Boden angewiesen — fasse ich die- jenigen Vergesellschaftungen von Lebewesen zusammen, deren Nahrung in letzter Instanz zerfallende pflanzliche Stoffe sind. Da derartige Stoffe recht gleichmäßig über den Boden verteilt sind, pflegen auch die Tiere dieser Biocönosen, im Vergleich zu andern, gleichmäßig verteilt zu sein, und da für sie die Nahrungssuche nicht viel Bewegung erfordert, besitzen sie meist einen sehr geringen Grad von Beweglichkeit. Es kommt 9] Die Fauna im allgemeinen 347 hinzu, daß es sich fast durchweg um kleinere Formen handelt, da nur diese sich im Detritus, unter Steinen, im Moos usw. verstecken und fortbewegen können; da aber eine Gegend kleinere Formen in verhält- nismäßig größerer Zahl ernähren kann, pflegen diese sehr individuen- reich vorzukommen. — Wegen ihrer gleichmäßigen Verteilung, ihrer geringen Beweglichkeit und ihres häufigen Vorkommens sind sie äußerst leicht annähernd vollständig zu sammeln. Das ist einer der Hauptgründe, warum sie sich so vorzüglich dazu eignen, in kurzer Zeit ein Bild von den faunistischen Beziehungen einer Gegend zu geben. Die Artverschiedenheit ist bei den Tieren der Bodenbiocönosen weniger auf verschiedene Nährstoffe zurückzuführen als vielmehr auf ver- schiedene physikalische Eigenschaften des Bodens, d. i. auf verschiedene Feuchtigkeit, verschiedene Belichtung, verschiedene Gestaltung und Farbe der Bodenbestandteile usw. Sie stehen in dieser Beziehung in direktem Gegensatz zu den Tieren der Phytobiocönosen, bei denen die Nahrung als Artbiidner in den Vordergrund treten dürfte. 2. Die Methodik und die Art der Darstellung. Was die Methode der Untersuchung anbetrifft, so befolge ich genau die Vorschriften, welche ich in der neuen Auflage meiner Sammel- anleitung gegeben habe. Ich sammle zu verschiedenen Jahreszeiten im Detritus aller Art, unter Steinen und im Moos und zwar an Orten verschiedener Beschattung, verschiedener Feuchtigkeit und Boden- beschaffenheit je eine bestimmte Zeit. Im Moos sammle ich mittels der Sammelscheibe, z. T. auch mit dem Schirm. Zwischen Gras und niederen Pflanzen am Boden, unter Steinen, Laub, Kiefernnadeln und im sonstigen Detritus sammle ich liegend, indem ich die Teilchen aus- einander- bezw. beiseiteschiebe und dadurch das Getier freilege. Bei allen Fängen wird eine genau abgelesene Zeit innegehalten und während dieser Zeit alles eingesammelt, was an lebendem Getier sich zeigt. Es ist klar, daß bei diesem Sammeln nur diejenigen Tiere einiger- maßen vollständig eingesammelt werden können, welche unter eine bestimmte Größe nicht hinabgehen. Als unvollständig gesammelt können vor allem die kleineren Milben und die kleineren Collembolen betrachtet werden. Dann aber auch manche der kleineren Hymenopteren, Rhyn- choten und Oligochäten. — Die allerkleinsten Tierformen entgehen dem 348 Tierwelt [10 unbewaffneten Auge vollständig. Dahin gehören die Tardigraden, die Rädertierchen, die meisten Nematoden und die Protozoen. Will man das Vorkommen dieser kleinsten Formen feststellen, so muß man andere Methoden als die hier angegebenen anwenden. Diese Methoden würden aber wieder für die makroskopische Fauna unzureichend sein. Nachdem ich mich für die Untersuchung der Bodenbiocönosen als erste Grundlage einer faunistischen Untersuchung des Plagefenn- gebietes entschieden hatte, bot sich mir eine zweite Schwierigkeit, eine Schwierigkeit, welche die Botaniker, die uns in vielen Dingen mit ihren floristischen Untersuchungen weit voraus sind, nicht kennen: Die Phane- rogamen sind in ihren Hauptformen nicht nur jedem Botaniker, sondern sogar manchem gebildeten Laien dem Namen nach bekannt. Aus vielen Gegenden liegen außerdem ausführliche Floren vor, so daß ein ein- faches Namenverzeichnis mit einigen Angaben über Häufigkeit und Verbreitung der Arten in dem untersuchten Gebiete in den meisten Fällen genügt, um für den Leser die Eigenart des erforschten Ge- bietes hervortreten zu lassen. — Ganz anders auf faunistischem Gebiete. — Gibt man ein Verzeichnis von Art- und Gattungsnamen, so kann sich auch der Fachmann, d. h. der Zoologe moderner anatomisch-entwick- lungsgeschichtlicher Schulung nichts auch nur annähernd Bestimmtes unter diesen Namen vorstellen; ja, sogar die Familiennamen werden ihm größtenteils unbekannt sein. — Außerdem fehlen Landfaunen, die auf Vollständigkeit einen gewissen Anspruch erheben können, bisher vollkommen. Es liegt also nichts vor, mit dem man vergleichen könnte, um die Eigenart der untersuchten Fauna zeigen zu können^). Will ich ein faunistisches Bild von dem Plagefenngebiete entwerfen, ein Bild, das seinen Zweck erfüllen soll, so muß ich zu erreichen suchen, daß wenigstens der Fachmann, der Zoologe das Bild versteht. Ich muß es in einer Form geben, daß er in der Lage ist, einerseits sich unter den gegebenen Namen etwas Bestimmtes vorstellen zu können und anderseits die Eigenart des Gebietes zu erkennen. Die erste der genannten Bedingungen habe ich dadurch zu er- füllen gesucht, daß ich eine Übersicht der sämtlichen in der Arbeit ge- ') Die einzige Untersiidmnj^, die in Betracht kommen l<önnte, die Untersuchung des Ncuiinum- Moores in Wcstpreulkri durch Dr. KUHLGATZ, ist so umfangreich an- gelegt, d,iß sie bisher leider nocli nicht abgeschlossen werden konnte. 11] Die Fauna im aligemeinen 349 nannten Tierformen nach leicht und sicher erkennbaren Merkmalen gegeben habe; sie bildet den zweiten Teil meiner Arbeit. Ein Leser, der die wichtigsten der in der Arbeit genannten Formen durch Autopsie kennen lernen will, braucht nur in seiner Gegend nach meiner Vorschrift vier Stundenfänge zu machen, einen im Moos (Hyp- num) eines trockenen Nadelholzwaldes, einen zwischen den Ufer- pflanzen eines sumpfigen Gewässers (bezw. im nassen Torfmoos), einen im Detritus eines Sumpfwaldes (bezw. eines Erlengebüschs) und einen an einem recht dürren sonnigen Ort im Rasen. Er wird dann die gefangenen Tiere nach meinem Bestimmungsschlijssel leicht bis auf die Art bestimmen oder doch in die richtige Gruppe bringen können, vorausgesetzt, daß er im Gebrauche des Mikroskops bewandert ist. Von den andern im Verzeichnis genannten Tieren wird er sich an der Hand des so gewonnenen ihm vorliegenden Materials') eine annähernd rich- tige Vorstellung machen können. Um der zweiten der oben genannten Bedingungen zu genügen, d. h. um das Charakteristische des untersuchten Gebietes klar hervor- treten zu lassen, habe ich einige Vergleichsfänge aus einem — beliebigen — andern Gebiete der Arbeit angefügt. Ich habe dazu Fänge aus dem Grunewald bei Berlin gewählt und stelle die Funde den Funden im Plagefenngebiete gegenüber. Was beiden Fängen gemein ist, kann jeden- falls nicht als dem Plagefenngebiete speziell eigen gelten. Soviel steht fest. Gerne würde ich hier auf die Beziehungen der Tiere innerhalb der Biocönose zueinander ausführlich eingehen. Doch würde das von den faunistischen Gesichtspunkten der Arbeit zu weit abführen. Ich kann deshalb im folgenden nur einige ganz allgemeine Andeutungen machen. Wenn ich von Saprophagen, Nekrophagen, Zoophagen usw. spreche, so ergibt sich schon aus dem Namen, was ich meine. Des weitern verweise ich auf meine kleine Schrift „Anleitung zu zoologischen Beob- achtungen" -). Was die Benennung der Tiere anbetrifft, so habe ich die Gattungs- und Artnamen möglichst nach den internationalen Nomenklaturregeln ^) Das Material, das er bei dem oben genannten Sammeln gewinnt, etwa 200 Arten aus den verschiedensten Tiergruppen, kann ilim als Grundstock einer wenig- stens zum Teil sicher bestimmten Sammlung dienen. *) Wissenschaft und Bildung Heft 61. Leipzig 1910. 350 Tierwelt [12 gewälilt, d. h. nach dem Gesetz der absoluten Priorität. — Bei der oft sehr unsicheren Deutung älterer Namen habe ich mich jedoch fast immer dem Urteil der neueren Spezialisten angeschlossen. — Was mir nach den neueren Spezialarbeiten unbeschrieben erschien, habe ich neu benannt und als n. sp. gekennzeichnet. — Es mag sein, daß manche meiner neuen Namen bei einer gründlichen historischen Spezialforschung älteren Namen weichen müssen. Mir liegt vor allen Dingen daran, klar zu zeigen, welche Art ich vor mir habe, und deshalb durfte ich ganz unsichere ältere Namen nicht verwenden. Da neuere Spezialisten für mich in der Benennung in den aller- meisten Fällen maßgebend waren, wäre es natürlich sinnlos gewesen, die Namen der älteren Autoren den Tiernamen anzufügen, zumal in denjenigen Fällen, in denen zwischen den neueren Autoren Widersprüche gar nicht bestehen, während die älteren Beschreibungen sehr oft un- bestimmt sind. Ich habe den Namen eines Autors deshalb nur dann angehängt, wenn auch in neuerer Zeit verschiedene Autoren verschiedene Arten mit demselben Namen bezeichnet haben. Ich glaube damit den wissenschaftlichen Anforderungen an eine faunistische Arbeit in vollem Maße entsprochen zu haben. Wer sich für die Autoren und die Syn- onymie, überhaupt für die Literatur interessiert, wer also ein weiteres als faunistisches, wer ein historisches Interesse an der Entstehung der Namen hat, der mag in den von mir genannten Schriften nachschlagen. Für solche Untersuchungen ist in einer faunistischen Arbeit kein Raum und deshalb müssen auch die Autorennamen fortbleiben, wenn sie nicht zu einem sinnlosen Schema herabsinken sollen. Ich möchte hervor- heben, daß man häufig in faunistischen Arbeiten anders verfährt, daß man oft den Namen des ursprüngiiclien Autors dem Artnamen anhängt, ohne die ursprüngliche Beschreibung angesehen zu haben, daß man also häufig eine Gründlichkeit vortäuscht, die gar nicht vorhanden ist. Im Gegensatz zu diesem Verfahren habe ich diejenigen Schriften ge- nannt, die ich zur Bestimmung benutzt habe und halte ein solches Verfahren einzig und allein für korrekt und wissenschaftlich. Wie in meiner Arbeit über die Wolfspinnen Deutschlands') so habe ich auch in der vorliegenden Arbeit immer diejenigen Fänge, welche unter ') Nova Acta. Abliandlimj^cn der Kais. Leopoldinisch-Carolinisclicn Deutschen Akademie d. Naturforscher i^d. «« lieft ;5. Iiallel9()8. 13] Die Fauna im aligemeinen 351 ähnlichen äußeren Lebensbedingungen gemacht sind, zusammengefaßt und in Form tabellarischer Übersichten zur Darstellung gebracht. Aus den Tabellen kann man einerseits die Art des Vorkommens und ander- seits zahlenmäßig ihre Häufigkeit entnehmen. Künftige Forscher können also auf meinen Resultaten schrittweise weiterbauen und meine Über- sichten nicht nur für faunistische Vergleiche, sondern auch in ökolo- gischen Arbeiten verwenden. — Nur auf einen Punkt muß ich besonders aufmerksam machen. Ich hatte gehofft auch über das Vorkommen der Ameisen zuverlässige zahlenmäßige Angaben durch einfaches Sammeln gewinnen zu können. Allein alle meine Versuche in dieser Richtung sind bisher gescheitert. Man darf also in bezug auf die in Staaten lebenden Tiere den Zahlen in meinen Fangregistern keinen hohen Wert beimessen. Zum Schluß muß ich hervorheben, daß ich die Vergleichsfänge aus dem Grunewald, um sie sofort als nicht im Gebiete gemacht hervor- treten zu lassen, durch eine runde Klammer ausgezeichnet habe. — Durch eine eckige Klammer sind diejenigen Fänge ausgezeichnet, die zwar ebenfalls nicht innerhalb der Grenzen des Reservates, aber doch in dessen nächster Nähe gemacht sind. Die Tiere, welche diesen Fängen speziell eigen sind, werden wohl meistens, wenigstens vereinzelt, inner- halb des Reservates vorkommen. Ich machte die Fänge außerhalb des Reservates, weil sich entsprechende Bodenflächen innerhalb des Reservates nicht in hinreichender Ausdehnung fanden, um auch nur einen Halb- stundenfang möglich zu machen. 3. Das Ergebnis meiner Untersuchung. Der größte Teil des Plageseegebietes ist entweder dauernd mit Wasser bedeckt oder er erhebt sich doch nur so wenig über den nor- malen Wasserspiegel, daß seine Fauna in weitgehendem Maße vom Wasser beeinflußt wird, daß seine tierischen Bewohner in überwiegender Mehrzahl als feuchtigkeitliebend oder hygrophil bezeichnet werden können. Sehen wir zunächst von den Wasserflächen selbst ab, aus Gründen, die bereits oben hervorgehoben wurden, so kommt für unsere Betrach- tungen in erster Linie das sogenannte Fenn in Betracht. 352 Tierwelt [14 A. Diis Fonii. Als Fenn bezeichnet man denjenigen Teil des Reservats, der zeit- weise vom Wasser bedeckt ist, zur trockensten Jahreszeit aber mehr oder weniger gangbar und nur von kleinen, dauernd Wasser haltenden Einsenkungen durchzogen wird. Die Landtiere, welche in diesem Ge- biete vorkommen, müssen also fähig sein, sich auch zur Zeit des Hoch- wassers zu erhalten, sei es, daß sie an die auch zur Hochwasserzeit aus dem Wasser vorragenden Pflanzenteile sich begeben, sei es, daß sie ein zeitweises Untertauchen unter die Wasseroberfläche — vielleicht in einem gewissen Entwicklungsstadium — zu ertragen vermögen. Es mögen hier zunächst einige Tiere genannt werden, welche dem Fenn als Ganzem in erster Linie eigen sind. Ich wähle sie aus, be- sonders unter Zugrundelegung meiner weiter unten tabellarisch zu- sammengestellten Fänge I — XIX. Es sind fast ausschließlich individuen- reich vorkommende Arten, da häufige Arten ein Gebiet am besten charakterisieren. Jeder Besucher des Gebietes kann sie in kürzester Zeit beobachten. Nur die Sumpfschildkröte und der Kranich machen eine Ausnahme. Ich füge sie an, weil es größere Tiere sind. Die Charaktertiere des Plagefenns, nach diesen Grundsätzen aus- gewählt, sind folgende: 1. Eine Assel, Ligidium hypnorum, 2. ein Tausendfuß, Julus ligulifer, 3. ein Springschwanz, Tomocerus flavescens, 4. ein Blattkäfer, Galerucella sagittariae, 5. zwei Wolfspinnen, Dolomedes fimbriatus und Pirata hygrophilus, 6. eine Dickkieferspinne, Pachygnatha listeri, 7. eine Gehäuseschnecke, Cionella lubrica, 8. ein Frosch, der Moorfrosch, Rana arvalis, 9. die Sumpfschildkröte, Emys lutaria und 10. der Kranich, Grus grus. — Was den Kranich anbetrifft, so kann er als Charaktertier nur dann in Betracht kommen, wenn er Brutvogel ist. Als Zugvogel kann man ihn nämlich überall in der Provinz beob- achten. Ich selbst habe nun zwar sein Nest nicht gefunden. Da aber die im Gebiete tätigen Forstbeamten versichern, daß er dort brütet^), und da eine Verwechslung in diesem Falle ausgeschlossen ist, habe ich ihn unbedenklich aufgenommen, zumal die Lebensbedingungen im Gebiet für ihn durchaus geeignet sind. ') Herr Forstmeister MaNTEY in Darslub (Wcstpr.) teilte der Staatlichen Stelle für Naturdcnkmalpflege mit, daß auch Anfang der achtziger Jahre ein einzelnes Kranich- paar im Fenn regelmäßig gebrütet hat. lö] Die Fauna im allgemeinen 353 1. Die mit Torfmoos bestandenen Flächen. Große Flächen des Plagefenns, namentlich die mittleren Teile sind dicht mit Torfmoos bewachsen. Aus dem Torfmoos erheben sich, außer Wollgras und Seggen, meist nur vereinzelte kleine Birken oder Kiefern^). Um die Fauna dieser mit Torfmoos bewachsenen Flächen festzu- stellen, wurden folgende Fänge gemacht und in Tabelle I, S. 354—358 zusammengestellt: Fang 1 (1569)-). Am Rande des Plagefenns, im lockern hohen Torf- moos unter Erlenbüschen, neben einer freien Wasserfläche. 1 Std. 17. 4. 08. Fang II (1592). An derselben Stelle. 40 Min. 9. 6. 08. Fang III (1593). An einer sonnigen Stelle mitten im Fenn zwischen sehr zerstreuten kleinen Birkenbüschen, neben dem Übergang nach dem Heidereuterwerder; freie Wasserflächen fehlen. 1 Std. 8. 6. 08. Fang [IV] (1568). Am Bierpfuhl bei Brodowin im Walde, an einer sonnigen Stelle neben einer freien Wasserfläche. 30 Min. 26. 10. 07. Zum Vergleich sind diesen Fängen die folgenden Fänge aus dem Grunewald gegenübergestellt: Fang (I) (1570). Im Grunewaldfenn bei Hundekehle unter Krüppel- kiefern an ziemlich schattiger Stelle im grasdurchwachsenen Torf- moos. 30 Min. 8. 4. 08. Fang (II) (1571). Ebenda, aber an sonniger Stelle, in dicken Polstern von verschiedenen Moosen mit Porst usw. durchwachsen. 30 Min. 8. 4. 08. Fang (III) (1572). Im Fenn bei Paulsborn; das lockere Torfmoos ist von hohem Grase durchwachsen und enthält viel Erlenlaub, weil es unter kleinen Erlenbüschen (aber doch noch ziemlich sonnig) steht. 1 Std. 12. 4. 08. Fang (IV) (1596). Ebenda aber an sonnigerer Stelle im niedrigen dichten Torfmoos, mit Gras und Moosbeeren durchwachsen. 1 Std. 14. 6. 08. Bei allen vier Grunewaldfangplätzen fehlen freie Wasserflächen. ») Vergl. S. 81 und 195. -) Die eingeklammerten arabischen Zahlen geben die Nummer an, unter welcher die Tiere im Zoologischen Museum zu Berlin aufgehoben sind. Beiträge zur Naturdenkmalpfiege. ill 23 354 Tierwelt Tabelle 1. [16 Fänge im Torfmoos: I II m IIV] (I) ; (II) (UI) (IV) 1 Dendrocoelum lacteum . . — 1 - — — 2 Lumbriculus variegatus . . — — 2 1 — — — — 3 Helodrilus octaedrus . . . — — — — — — . — 2 4 Armadiliidium pictum . . — — — — — — 6 — 5 Porcellio conspersus . . 1 — — — — — 11 2 6 Ligidium hypnorum . . . 2 4 — — — — — — 7 Trichoniscus pusillus . . 3 1 — — — — 16 1 8 Lithobius curtipes . . . — — — 1 — — — — 9 L. calcaratus 1 — — ^ — — 1 — 10 L. erythrocephalus . . . — — — — — — — 3 11 Polydesmus illyricus . . , 4 3 — — — — 8 — 12 Polyzonium germanicum . — — — 1 — — — — 13 Craspedosoma simile . . — — — — — — 2 — 14 Nopoiulus pulchelius . . 1 — — — 7 26 — 1 15 Julus sabulosus .... — 2 — — — — — — 16 J. ligulifer 4 2 — — — — — 1 17 J. laeticollis 3 — — . — — ■ — - 2 18 Sminthurus insignis . . . — 3 — — — — — 19 Tomocerus flavescens . . 69 65 22 27 89 83 38 19 20 Isotoma palustris .... — 1 — — — — — — 21 I. viridis 7 1 2 2 4 2 8 — 22 Orchesella rufescens . . — 1 — . — 6 — 11 — 23 Lepidocyrtus albicans . . 2 3 — — — — 9 — 24 L. paradoxus — 2 — — — — 11 1 25 L. lanuginosus — — — 3 — — — 26 Entomobrya superba . . — — — — — — 5 — 27 E. nivalis — — — — 1 — — 28 E. nicoletii 1 — — — — — . — — 29 Achorutes armatus . . . — — 1 1 — — — — 30 Neanura muscorum . . . 10 2 — — 1 2 1 1 31 Apliorura armata .... — — — — 3 — — — 32 A. inermis 1 — — — — — — — 33 Aphis pruni — — — — — . — — 1 34 Phylloxera crassirostris . . — — 1 — — — 35 Tycheoides eragrostidis — — — — 1 — — 36 Stiroma albimarginata . . — — — 1 _— — 37 Liburnia forcipata . . . 2 — 1 38 L. flaveola 8 10 14 — — — 39 Cixius nervosus .... — — 1 40 Aphrophora alni (Larve) . — — — . — 1 41 Tettigonia viridis .... — — 1 — — —^ 42 Strongylocephalus agrestis . 1 — 2 — — 3 1 43 Athysanus brevipennis . . — — — — 1 4 44 Nabis ferus — — 1 1 45 Lygus pratensis .... — -- — 1 46 47 Plociomeriis luridiis . . . Lygaeiden-Larve .... 1 1 5 — — — ^^ 1 17] Die Fauna im allgemeinen 355 Fänge im Torfmoos: I II ! m [IV] (I) i (II) ! (ni) av) 48 Gerris odontogaster . . . — — — 1 — — 1 1 49 Hebrus rufescens . . . . 6 6 I 1 10 — — — 50 Salda elegantula . . . . 1 2 — — — — 1 — 51 Drosophila graminum . . — — — 1 — — — — 52 Notiphila major . . . . — — 1 — — — — — 53 Hyadina guttata . . . . — — ■ — — — — 1 — 54 Anthomyza gracilis . . . — — 1 — — — — — 55 Diplotoxa approximatonerv. 1 — — — — ~~ _ — 56 Phora pulicaria 6 — — 2 7 1 — — 57 Ph. minor — — — — 1 1 — — 58 Ph. pusilla — — — — — 1 — — 59 Stilpon graminum . . . — — — 1 1 1 — 60 Limosina nivalis .... — — — — — — 1 — 61 L. fontinalis — — — — — — 1 — 62 L. pullula 1 — 1 — — — — 63 L. longisetosa — — — — 1 — — — 64 L. parapusio 1 — — — — — — — 65 L. pumilio 1 — — — — — — 66 L. simplicimana .... — — — — 1 — — 67 L. glabra — 1 — — — — 68 L. septentrionalis .... — — 1 — — — 69 L. flavipes — — — — — — 1 — 70 L. coxata — 1 — — — — — — 71 iVlusciden-Larve II . . . — — — — — — 1 — 72 Tanypus melanops . . . — — 1 — — — — 73 Ciiironomus-Larve . . . — — — — — — 2 1 74 Cecidomyiden-Larve II . . — — — — 1 — — 75 Limnobiiden-Larve III . . — — — — — — 1 76 Crambus-Raupe .... — — — — 1 — 1 — 77 Epinepliele janira-Raupe 1 — — — — — 1 — 78 Calligenia miniata-Raupe . — — — — — — 2 — 79 Noia-Raupe — — — — — — 1 — 80 Spilosoma-Raupe .... — — — — — — 1 — 81 j Trichopteryx fascicularis — — — — — — 1 — 82 Bythinus puncticollis . . — — — — — — 1 — 83 B. bulbifer 1 — — — — — 1 1 84 Reiclienbachia fossulata 2 — — — — — 2 — 85 Cryptobium fracticorne . . — 1 — 1 2 — — — 86 Lathrobium rufipenne . . — — 1 — — 1 — — 87 Paederus riparius .... 2 — — — — — — — 88 Piiilontiius varians . . . — — — . — 1 — — — 89 Pii. aterrimus — 1 — — — 1 — 90 Piiilonthus-Larve .... — 1 1 — — — — 91 1 Quedius-Larve 1 . • . . ^ — 1 — — — 1 — 92 : Heterothops 4-pHnctula . . — — — 1 — — — — 93 Tachyporus hypnorum . . — — — 1 — ■) 4 — 94 T. chrysomelinus .... 1 — — 1 1 8 5 — 95 T. transversalis .... — 1 6 — — 1 — — 96 Stenus palustris .... — — — — — — 4 — 23* 356 Tierwelt [18 Fänge im Torfmoos 1 11 III i [IV| (IJ (11) (III) (IV) U7 Stenus impressus . . 1 , — — — — — — 98 S. juno — — — 1 — — — — 99 S. clavicornis . . . 1 — — — — — 1 ■ 100 S. nigritulus .... — — 1 — — — — 101 S. carbonarius . . . — ' — — 1 — — — — 102 S. pusillus .... — — — 1 — — — — 103 Oxytelus rugosus . . — — — — — — 1 — 104 Olophrum piceum — 1 — — — — — — 105 Hygronoma dimidiata — — — 1 — — — — 106 Myllaena dubia . . — — 1 1 — — 1 — 107 Atheta elongatula . . — — — — — — 1 — 108 Oxypoda opaca . . — — — — 1 — 2 — 109 Staphyliniden-Lar\'e {X\ . — — — — — — — 1 110 S.-Larve (XVII) . . — — — — — — — 1 111 Chaetocnema aridula — — — 1 — — — — 112 Haltica palustris . . — — — — 1 — 1 — 113 Lochmaea capreae — • — — — — 1 — — 114 Galerucella sagittariae — — '1 — — — — — 115 Chrysomeliden-Larve — — — — — — — 1 116 Stilbus atomarius . . — — — — — — 1 — 117. Lagria hirta-Larve — — — — — — 3 — 118 Cyphon padi . . . — 4 2 — — — — — 119 C. variabilis .... — 4 4 — — — . — 1 120 Telephorus rufus . . — 1 — — — — — 121 Telephoriden-Larve (XL ) • — — 1 — — — — — 122 T.-Larve (XLlll) . . 2 — — — — — 1 — 123 Lampyris-Larve . . — — — — — — 1 124 Helophorus tuberculatus — — — 1 — — 125 Anacaena limbata 3 — — — 126 Athous-Larve . . . -^ — — 1 — 127 Hydroporus-Larve — — 1 — 128 Larve XXXVllI . . . — — 1 129 Larve XXXIl . . . — — 1 — 130 Acupalpus flavicollis 2 — — 1 — 131 Pterostichus minor — — 1 132 Europhilus gracilis . — — 1 — _ 133 E. piceus 1 — — — — 134 Argutor diligens . . — 2 — — 135 Carabiden-Larve . . — 1 — 136 Myrmica rugulosa — — 1 — 3 3 2 137 M, laevinodis . . . — 5 — __ 138 Ceraphron fuscicornis — 1 — 139 Hoplogryon perminutus 1 — — — 140 H. pedestris — • — 1 141 Spilomicrus nigripes . 1 — — — 142 Diajnia dispar . . . . — — — 1 143 D. nigricornis . . . . — — 1 144 D. suspecta . . . . — — 2 .. 145 Blacus armalulus . . . — — — — — — 1 19] Die Fauna im allgemeinen 357 Fänge im Torfmoos: I II III [IVl (I) ai) (lU) av) 146 Thaumatotypus billupsi — 1 — — — — - 147 Pezomachus mediocris . . — — — — — 1 — 148 Tenthrediniden-Larve IV . — — 1 — — — ■~ 149 Obisium muscorum . . . 1 — — — — — — _ 150 O. brevifemoratum . . . — — 3 — 3 1 8 5 151 Smaris leegei 1 — 5 9 — — — — 152 Trombidium pusillum . . 6 4 — 2 1 — 1 2 153 T. purpureum 1 1 — — — — — 8 154 Thyas venusta — — — 1 — — — 155 Rhyncholophus regalis . . — — — — — 6 — 156 Rh. trimaculatus . . . . 2 6 — 1 — 1 1 157 Oribata dorsalis . . . . — — — — — — 1 1 158 0. globulus 6 4 — — — ir,9 Nothrus silvestris . . . — — — 1 — lÜO Bdella lapidaria . . . . — — 1 — — — — IUI Cyrtolaelaps nemorensis — — — — — — 1 ~ 16'2 Ologamasus calcaratus . . — — — — — 1 163 Pergamasus runciger . . — 1 — — — — 1 1 164 P. crassipes mediocris . . 3 4 5 — — — — — 165 Trochosa spinipalpis . . — — — — — 1 1 5 166 Lycosa riparia 2 — — 2 — — 1 — 167 L. sphagnicola . . 2 1 9 4 — — 5 — 168 L. puliata .... . 4 1 169 Pirata piccolo . . — — — — — — 6 170 P. hygrophilus . . 38 19 3 13 — — 1 2 171 P. latitans . . . 1 — 3 3 1 172 Zora spinimana 1 1 — — 5 2 173 Clubiona subtilis . — — — — — — 2 — 174 C. lutescens . . . — __ — _ 4 — 175 Agroeca brunnea . — — — — 1 — 1 — 176 Gnaphosa nigerrima — — 3 4 — — — 177 Sitticus caricis . . — — 1 — — — 1 178 Neon reticulatus 3 2 — — 2 3 1 1 179 Bianor aurocinctus — — — — - — — 1 180 Oxyptila trux . . — — 1 — — - 1 181 O. brevipes . 1 182 Xysticus pini . . — — — 1 2 — 183 X. ulmi .... I 1 2 ~~" : — 4 184 Hahnia elegans — 185 Phyllonethis redimita . . — — — — — 1 — 186 Pedanostethus lividus . . — — — 3 — — - 187 Theridiellum minutissimum — — — — — 1 188 Theridium bimaculatum — — — — — — 1 189 Walci-porus picipes . . . 113 Quedius fuliginosus . . 114 Q. maurorufus 115 Tachyporus hypnorum . . 116 T. macropterus .... 117 Mycetoporus splendldus . 118 Stilicus rufipes .... 119 Stenus impressus . . . 120 S. clavicornis 121 S. humilis 122 Omalium caesum . . . 123 Myllaena dubia .... 124 Astilbus canaliculatus . . 125 Tachyusa atra 126 Atheta fungi 127 A. graminicola 128 A. circellaris 129 A. pygmaea 130 Conosoma litoreum . . 131 Staphyliniden-Lar\e XI 132 Staphyl. -Larve XV . . . 133 Haltica palustris .... 131 Phyllotreta armoraciae . . 135 Galerucella lineola . . . 136 G. sagittariae 137 Meligethes brassicae . . 138 Stilbus atomarius . . . 139 Corticaria fuscula . . . 140 Microcara testacea . . . 141 Cyphon padi 142 C. coarctatus 143 Rhagonycha testacea . . 144 Telephorus rufus . . . . 145 Telephoriden-Larve XLI 146 T.- Larve XLll 1 1 1 4 1 1 1 1 1 1 1 1 2 1 1 1 2 3 1 1 4 — _ 2 1 1 1 1 1 - 1 2 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 - 1 1 1 4 2 1 1 1 1 3 1 1 1 ■ 3 1 1 2 1 _ i 1 - 1 1 1 1 1 ~l 1 2 — _ i 1 ~ 1 1 1 - 2 1 __ — 1 - ll \- 1 1 — - 3 1 1 ~ 366 Tierwelt [28 Fänge im Erlendetritus : \' i VI Vll VIII IX [X] [Xll'lXIIl xin XIV XV (V) (VI)'(VII)' (VIII) 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 180 181 182 183 184 185 186 187 188 189 190 191 192 193 194 195 190 Teleph.-Larve XLIII . . . Cercyon lugubris . . . Anacaena limbata . . . Philydrus frontalis . . . Nargus velox Lagria hirta-Larve . . . Athous-Larve Dolopius marginatus . . llybius obscurus .... Carabus nemoralis . . . Notiophilus aquaticus . . Dromius sigma .... Trechus 4-striatus . . . Calathus melanocephalus . Pterostichus minor . . . P. oblongopunctatus . . Europhilus gracilis . . . Anchus obscurus . . . Stomis pumicatus . . . Argutor strenuus .... A. diligens Leptothorax acervorum Myrmica laevinodis . . . M. ruginodis Lasius alienus L. fuliginosus Habrocytus simulans . . Spilomicrus compressus . Paramesius elongatus . . Blacus armatulus .... Aspilota ruficornis . . . Microgaster posticus . . Parapambolus rufigaster . Pezomachus tonsus . . . P. transfuga P. mediocris P. audax P. detritus P. integer Tenthrediniden-Larve II T.-Larve V T.- Larve VI Obisium muscorum . . . Nernastoma lugubre . . Acantholophus tridens . . A. palpinalis Liobunum blackwalli . . Platybunus corniger . . Smaris leegei Trombidium ) - ungul-4um 1 1 1 2 1 2 .2 1 1 2 2 8 3 5 1 1 3 1 1 3 1 1 1 1 1 1 2 2 1 1 1 1 4 1 •) 3 1 2 1 1 1 1 1 20 1 6 1 1 5 1 1 1 2 1 3 1 13 1 3 1 1 1 16 2 1 1 1 1 10 2 3 1 2 14 1 2 1 4 1 2 1 9 1 1 1 1 1 1 2 9 4 1 1 1 1 1 1 1 24 1 1 4 1 1 16 29] Die Fauna im allgemeinen 367 Fänge im Erlendetritus : V VI vn VIII IX [X] [XI] LXii] xni XIV XV (V) (VI) (VII) (vni) 197 Rhyncholophus regalis . - 1 — — — — — — — — — - 2 — — 198 Ixodes ricinus .... — — — — — — — — — 4 1 — — — — 199 Linopodes motatorius . — — — — — — — — 1 — — — — — — 200 Nothrus palustris . . . — — — — — — — — — — 1 — — — 201 Holostaspis tridentinus — — — — — 2 — — — — — - — — 202 Cyrtolaelaps nemorensis — — 1 — — — — 1 3 2 10 — — 1 1 203 Parasitus cornutus . . — — — — — — 1 — — — — — — — — 204 P. kempersi — — — — — — — — — — — 1 — — 20.') P. oudemansi .... — — — — — — — — — 1 — — — — 206 Pergamasus septentrionalis — 2 4 — — — 3 1 — 4 — 1 2 — 1 207 Dolomedes fimbriatus . — — — — — — — — 1 — — — — — — 208 Tarentula aculeata . . — 1 — — — — — — — — — — — — — 209 Trochosa ruricola . . — — — — — — 1 — — — — — — — — 210 T. spinipalpis .... — — — 1 — — — — — — — — — 2 — 211 T. terricola — — 4 — — — — — 1 — — — 2 — — 212 Lycosa chelata . . . — 6 — — — — — — — 3 — — — — 213 Pirata piraticus . . . — 1 — — — — — — — — — — — — 214 P. hygrophilus . . . 11 13 2 1 20 — 2 1 1 6 9 7 7 1 215 P. latitans — 1 1 — — — — — — — — — — — 216 Zora spinimana . . . — — 1 — 5 — — — — 2 3 — — — 217 Clubiona holosericea . — 1 — — — — — — — — — — — 218 C. phragmitis .... -i 1 — — — — — — — — — — - — — 219 C. lutescens .... 2 — — — 13 2 2 4 — 1 1 6 4 — 4 220 Anyphaena accentuata . — — — — 1 — — — — 1 1 — — — — 221 Agroeca brunnea . . . — — 1 1 2 — — — — — — 1 1 3 — 222 Euophrys maculata . . — — — — — — — — — — — — 1 — — 223 Sitticus caricis .... — — — — 1 — — — — — — — — — 224 Neon reticulatus . . . — — 2 — — — — 1 1 — 1 1 2 1 225 Tibellus oblongus . . — 1 — — — — — — — — — — — 226 Philodromus aureolus . — — — — 1 — — — 1 — — — — — — 227 Oxyptila trux .... — — — — — — — — — — — 1 ■ 2 1 1 228 O. brevipes — — 1 — - — 2 — — — 1 — — — — 229 Xysticus ulmi .... 1 — — — — — — — — — — — — — — 230 X. lateralis — — — — — — — — — 1 — — — 231 Hahnia pusilla . . . — — — — — — — — — — 1 — — — — 232 Cicurina cicurea . . . — — 1 — — — — — — — — — — — 233 Episinus truncatus . . — — — — 6 — — — — — — — — — — 234 Phyllonetliis redimita . — — 1 1 — — 1 1 — 1 9 1 2- — 1 235 Pedanostethus lividus . — — — 2 — 1 — — 1 — 1 — 236 Gonatium isabellinum . 1 — — — 5 1 — — — 1 2 — — . — — 237 Walckenaera obtusa . . — — — — — 1 1 2 — — — — — 1 238 W. acuminata .... — — — — — — — — — — 2 1 2 — — 239 Dicymbium nigrum . . — — — — — — — — — — 1 — — 240 Gongylidium rufipes — — — 1 1 — 1 — — — 1 8 1 241 Minicia sundevalli . . — — — — — — — 2 — — — — — — 2 242 Peponocranium pumilus — — — — — — 2 1 — — — — 2 — 1 243 Metobobactrus brunneipes — — 1 — — — — — "- — — — — — 244 Micryphantes ovatus _ — — — — — — — — 2 — — — — — 245 Erigonella latifrons . . . - 2 — 1 — 1 2 — 1 5 12 — — — 240 E. hiemalis — I_ — — — — — — 8 2 — — — — 368 Tierwelt (30 Fänge im Erlendetritus: \' VI •V\l VIII IX |X] (XIllXII) XIII XIV XV (Vj (VI) (VII) (vni) 247 248 249 250 251 252 253 254 255 256 257 258 259 260 261 262 263 264 265 266 267 268 269 270 271 272 273 274 275 276 277 278 279 280 281 282 283 284 285 286 287 288 289 2f»0 291 292 293 294 295 296 Gongylidiellum murcidum Savignia frontata .... S. picina S. sulcifrons Micronetaria viaria . . . Leptorrhoptrum conigerum Anomalaria subtilis . . . Macrargus rufus .... Centromerus expertus . . C. sylvaticus C. pabulator Stemonyphantes lineatus . Floronia frenata .... Linyphia montana . . . L. resupina-domestica . . L. clathrata Tapinopa longidens . . . Leplithyphantes cruciger . L. cristatus L. tenebricola L. tenuis L. flavipes L. angulipalpis .... L. mansuetus ..... Bathyphantes concolor . . B. nigrinus B. parvulus Ero furcata Tetragnatha solandri . . T. extensa Pachygnatha clercki . . . P. listeri Meta reticulata .... Atea diodia Atea patagiata .... Arion ater A. subfuscus Limax laevis Zonitoides nitida . . • . Hyalina pura ... H radiatula H. nitidula Acanthinula aculeata . . Fruticicola fruticum . . . Conulus fulvus .... Helix nemoraiis .... Succinea putris .... Cionella lubrica .... Pupa edentula Carychium minimum . . 2 1 1 7 2 4 1_ 1 1 2 1 1 1 2 2 1 9 4 1 1 1 1 1 1 3 1 1 4 2 1 3 1 2 1 1 1 2 1 1 1 3 3 1 2 1 8 1 3 1 1 2 1 16 1 2 1 1 1 2 2 1 1 4 2 6 1 1 5 _ 1 2 3 1 4 2 1 1 1 1 1 3 1 2 2 1 2 1 1 1 17 1 1 1 6 1 1 5 1 1 9 1 1 1 1 2 9 1 12 1 1 2 5 2 1 3 2 1 1 "2 17 1 2 «-> 1 1 1 3 1 3 3 1 1 1 1 2 1 8 3 1 2 1 1 1 4 2 1 1 3 - 1 12 7 1 3 1 3 2 2 2 3 6 2 1 1 1 ~ 1 1 1 "~ 1 2 1 2 2 1 3 1 31] Die Fauna im allgemeinen 359 auch hier, daß einige Arten in den Erlenbeständen des Reservates häufig sind, die in denen des Grunewaldes fehlen und umgekehrt. Als Charakter- tiere der Erlenbestände des Plagefenns, denen des Grunewalds gegen- über, seien genannt: Ligidium hypnorum, Polyzonium germanicum, Actobius cinerascens, Omalium caesum, Nargus velox, Anchus obscurus, Gonatium isabellinum, Erigonella latifrons, Lephthyphantes cristatus, Bathyphantes nigrinus und Arion ater. Diesen stehen als Charaktertiere der Grunewalderlenbrüche gegenüber Penthetria holosericea, Gongy- lidium rufipes und Zonitoides nitida. Nicht alle hier genannten Charaktertiere sind für unsere Betrachtung gleich wichtig. Bisweilen ist nämlich das Fehlen oder Vorhandensein einer Tierart durch untergeordnete Nebenumstände bedingt. Als Beispiel sei die gemeine Wegschnecke, Arion ater genannt. Sie liebt, wie der deutsche Name besagt, besonders die Wege. Namentlich in Gegenden mit durchweg leichtem Boden, wie die Provinz Brandenburg es ist, wird sie fast nur auf Wegen gefunden. Lockeres Sandland ist für sie nämlich nicht passierbar. Es ist wahrscheinlich daß sie in den Erlen- brüchen des Grunewaldes nur deshalb fehlt, weil diese nicht von Wegen in ausgedehnterem Maße berührt werden. — Zonitoides nitida ist, wie die nächste Fangserie zeigen wird, im Plagefenn keineswegs selten. Sie kommt in den Erlenbrüchen des Grunewaldes im Gegensatz zu denen des Plagefenns wahrscheinlich nur deshalb vor, weil in ihnen niedere Pflanzen reichlicher vertreten sind. Der Gegensatz schrumpft also bei genauem Hinsehen erheblich zusammen. Immerhin bleibt ein solcher bestehen und dieser Gegensatz läßt sich wohl nur dadurch erklären, daß der Kalkgehalt an den Rändern des Plagefenns größer ist als in den Edenbrüchen des Grunewalds. Freilich fehlt der Kalkgehalt in dem Bruchgelände des Grunewaldes nicht ganz, wie das Vorkommen von Helix nemoralis beweist, und andererseits ist der Kalkgehalt der Plage- fennränder nicht sehr bedeutend, wie die schwarze Farbe der Weg- schnecke dies erkennen läßt^), ein Gegensatz im Kalkgehalt dürfte aber tiotzdem bestehen und sich aus der Lage des Plagefenns zwischen Endmoränen erklären. Von dem Kalk der Silurgesteine der Endmoränen wird entschieden ein Teil durch kohlensäurehaltiges Wasser dem Sumpf- ') Auf sehr kalkreichem Boden wird Arion ater rotbraun (Naturwissenschaftliche Wochenschrift N. F. Bd. 6, 1907, S. 607). Beiträge zur Naturdenknialpflege. III 24 370 Tierwelt [32 gelände zugeführt werden und es ist sehr wahrscheinlich, daß dieser Kalk es ist, der den oben genannten Tieren die Existenz ermöglicht. Die Erlenbruchbewohner kommen übrigens, wie die obige Tabelle zeigt, auch innerhalb desselben Erlenbestandes keineswegs überall gleich häufig vor. Manche lieben mehr die trockeneren Ränder, manche mehr die feuchtesten und nassen Teile. Von den beiden überall in Erlen- brüchen häufigen Asselarten findet sich Porcellio conspersus mehr in den höher gelegenen Teilen, Trichoniscus pusillus mehr in den tieferen Lagen, ja man trifft die letztere oft in kleinen Bodeneinsenkungen und zwischen den tieferen, dauernd nassen Laubschichten des Bodens an denselben Orten, wo Porcellio conspersus mehr die kleinen Erhöhungen neben den Stämmen und die oberflächlichen Laubschichten bewohnt. Zwei besonders im Plagefenn vertretene Spinnenarten Centromerus sylvaticus und Lephthyphantes cristatus lieben noch mehr als Porcellio conspersus die trockenen Teile. Die von ihnen zahlreich bewohnten Orte können schon als Übergang zu den trockenen Bodenflächen, auf die wir weiter unten zurückkommen müssen, betrachtet werden. Auch der Grad -der Beschattung ist von großem Einfluß. Während manche Formen, wie Polyzonium germanicum, Lephthyphantes cristatus und Pirata hygrophilus mehr den tieferen Schatten lieben und deshalb besonders in hohen Erlenbeständen zu finden sind, kommen andere Formen wie Anchus obscurus und Erigonella latifrons mehr im niedrigen Gebüsch vor. 3. Flächen, die mit niederen Sumpfpflanzen dicht bestanden sind. Niedere Sumpfpflanzen verlangen, ebenso wie Torfmoos, eine ziemlich starke Belichtung; deshalb kommen im Schatten hoher Erlen niedere Pflanzen niemals in so dichten Beständen vor, daß sie auf die Bodenfauna einen erheblichen Einfluß hätten. Nur am Ostrande des Plagewerders und an einigen anderen Stellen geringeren Umfangs kommen niedere Sumpfpflanzen in so dichten Beständen vor, daß sie eine besondere heliophile hygrophile Bodenfauna bergen'). — Drei Fänge wurden in derartigen dichten Beständen von *) Vergl. die Scliilderung der Übergangsmoorc, Wiesenmoore und Sumpfwiesen S. 84 und 181, die der Zoologe in anderer Weise unterscheiden muB nls der Botaniker.. 33] Die Fauna im allgemeinen 371 Sumpfpflanzen gemacht, zwei fern von allem höheren Sumpfgebüsch und einer in der Nähe höherer Erlen. Sie wurden mit einem im nassen Anspülicht am östlichen Ufer des Sees, an ebenfalls sonniger Stelle gemachten Fang in Tabelle 3, S. 372 — 373 zusammengestellt. Fang XVI (1657). Am Ostrande des Plagewerders zwischen hohen Sumpfgräsern am feuchten Boden. 40 Min. 20. 9. 08. Fang XVII (1658). An derselben Stelle, zwischen Sumpfgräsern mit ein- zelnen Schilfrohrhalmen. 1 Std. 2. 10. 08. Fang XVIII (1659). Am westlichen Rande des Plagefenns zwischen Sumpfgräsern mit Iris usw. in der Nähe von Erlenbüschen und (westlich) hohen Erlen. 1 Std. 3. 10. 08. Fang XIX (1660). Am Ostufer des Plagesees an einer kahlen ziemlich sandigen Stelle im nassen Anspülicht zwischen einzelnen Seggen- büscheln. 1 Std. 2. 10. 08. Als häufige Charaktertiere der Sumpfgrasbestände ergibt die Tabelle zwei Cicaden, Liburnia forcipata und Deltocephalus pascuellus, zwei Wanzen, Brachytropis calcaratus und Salda elegantula, zwei Käfer, Paederus riparius und Anacaena limbata , eine kleine Schlupfwespe Blacus armatulus, sieben Spinnen, Dolomedes fimbriatus, Xysticus ulmi, Stylothorax apicata, Lophomma punctatum, Centromerus expertus, Bathyphantes gracilis und Pachygnatha clercki und eine Schnecke, Succinea pfeifferi. Manche von den Sumpfgrasbewohnern sind so sciophob, daß sie auch die Nähe des Gebüsches meiden und sich deshalb nur in den beiden ersten Fängen finden. Dahin gehören zwei Cicaden, Conomelus limbatus und Dicraneura citrinella und fünf Spinnen, Pirata piraticus, Pirata piscatorius, Erigonella ignobilis, Bathyphantes pullatus und Tetra- gnatha extensa. Andere lieben umgekehrt den Halbschatten oder den Schatten in dem Maße, daß sie nur in der Nähe von Gesträuch oder Bäumen häufig auftreten und deshalb nur im dritten Fang in größerer Zahl sich finden. Dahin gehören eine Assel, Ligidium hypnorum, fünf Spinnen, Dicymbium nigrum, Stylothorax apicata, Mengea marchica, Bathyphantes approximatus und Tetragnatha solandri, und eine Schnecke, Trichia hispida. 372 Tierwelt Tabelle 3. [34 Fänge zwischen Sunipfgräsern lind iui Anspülicht: XVI XVII XVIII XIX 1 i 48: — 1 — 2 49 — — 1 — 50 ; 1 — 1 — 51 3 — — 1 52 — — 8 — 53 — — 3 — 54 8 2 37 — 55 — — 1 — 56 — — 2 — 57 — — 4 — 58 — — 1 — 59 — — 1 — 00! 1 — 1 — 61 8 12 18 —- 62 — — — 4 63 1 4 6 — 64, — 5 1 — 65 1 — — — 66' — 1 1 — 67 6 5 — — 68 1 7 5 — 69 2 — — — 70 1 1 1 — 71 1 1 1 — — 72: — — 1 — 73 i 5 1 — — 74! — — 1 — 75 7 — — — 76 — 1 — — 77 — 2 1 — 78 — — 1 — 79 — — 1 — 80 — — 1 — 81 1 7 — — 82 — — 1 fi 83 1 — — — 84 — — 1 — 85, 1 — — — 86 1 1 — — 87 1 — 1 — 88! — — 1 80 1 — — 90 — — — 1 91 — 1 — 92 — — — 1 94 Fänge zwischen Sumpfgräsern und im Anspülicht: XVI ' XVII XVIIl 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 Lumbriculus variegatus Henlea ventriculosa Octolasium lacteum Helodrilus octaedrus . Eiseniella tetraedra Allolobophora limicola Porcellio conspersus . Ligidium hypnorum . Trichoniscus pusillus . Craspedosoma simile Polydesmus illyricus . Polyzonlum germanicum Julus ligulifer . . . Papirius minutus . . Tomocerus flavescens Isotoma palustris . . Orchesella rufescens . Lepidocyrtus albicans Phorodon humuli . . Aphis brassicae . . . Conomelus limbatus . Liburnia forcipata . . L. flaveola .... Tettigonia viridis . . Strongyloceph. agrestis Acocephalus rivularis Dicraneura citrinella . Eupteryx aurata . . . Deltocephalus pascuellus Thamnotettix sulphurellus Brachytrophis calcaratus Monalocoris filicis . . Lygus pratensis . . . Plociomerus fracticollis Salda elegantula . . S. saltatoria .... Ascia 4-maculata . . Oscinella rugulosa Phora pulicaria . . . Ph. ciliata Limosina pullula . . L. pseudonivalis . . Musciden-Larve 1 . . M.-I.arve II .... Sciara pcctoralis . . Tanypus-I.arve . . . Cecidomyiden-Larve I Cecidomyiden-Larve II Tipula ochracea . . Tipula-Larve 11 . . Gonomyia-Larve Geometriden-Raupe I G.-Raupe V . . . Hadena-Raupe . . Polia chi-Raupe . . Leucania albipuncta-Raup Callimorpha dominula-R Lathrobium quadratum Philonthus quisquiliarius Actobius cinerascens Paederus riparius . Quedius fuliginosus Quedius-Larve IV . Tachyporus transversalis Stenus latifrons . . . S. bifoveolatus . . . S. juno S. carbonarius . . . S. buphthalmus . . . Myllaena dubia . . . Cyphon variabilis . . Telephoriden-Larve IX Coelostoma orbiculare Cercyon lugubris . . Chaetarthria seminulum Anacaena limbata . . Philydrus coarctatus . Helocharfcs griseus Chrysocharis viridicoxis Serphus calcar . . . Blacus armatulus . . HemiteICs solutus . . Phygadeuon trichops . Ph. rugipectus . . . Microcryptus gravipes Tenthrediniden-Larve I T.-Larve II .... T.-Larvelll .... T.-Larve IV ... . Acantholophus tridens A. palpinalis .... Liobunum blackwalli . Actineda vitis . . . Linopodes motatorius — 1 — 1 5 ! 1 j — ; 1 I 1 1 2 1 3 1 9 1 ! - 1 2 I 1 ; I 1 I 35] Die Fauna im allgemeinen 373 Fänge zwischen Sumpfgräsern und im Anspüliciit: XVI XVII XVIII XIX 1 — — — 1 — 2 — 5 1 — — — 11 2 — 15 — 3 20 1 2 2 — — 7 — 1 1 2 1 1 2 — 1 8 5 — 2 1 10 3 2 1 2 7 — 1 — — — 1 Fänge zwischen Sumpfgräsern und im Anspülicht XVI XVII Ixvm XIX 95 Bdella lapidaria . . . i)6 Parasitus oudemansi . 97 Pergamasus crassipes . 98 Dolomedes fitnbriatus 99 Trochosa spinipalpis . 100 Lycosa pullata . . . 1 101 Pirata hygrophilus . . 102 P. piraticus .... 103 P. piscatorius . . . 104 P. latitans .... 105 Zora spinimana . . . 106 Clubiona subtilis . . 107 C. phragmitis . . . 108 C. lutescens .... 109 Argyroneta aquatica . 110 Evarcha blancardi . . 111 Oxyptila trux . . . 112 I O. brevipes .... 113 Xysticus ulmi . . . 114 Theridium bimaculatum 115 Walckenaera obtusa . 116 Dicymbium nigrum 117 Tachygnatha dentata . 118 Styiothorax fusca . . 119 S. apicata 120 S. retusa 121 Lophomma punctatum 122 Erigonella ignobilis 123 Gongylidiellummurcidum 124 Savignia crassiceps . . 6 2 2 8 7 3 1 1 3 5 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 1.39 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 Erigone atra . . . E. dentipalpis . Centromerus expertus C. silvaticus . . . Floronia frenata Linyphia montana . L. clathrata . . . Lephthyphantes tenuis Lephth. cristatus Mengea marchica . } Sintula aeria . . . Bathyphantes nigrinus B. approximatus B. pullatus . . . B. dorsalis . . . B. gracilis .... Tetragnatha extensa T. solandri . . . Pachygnatha listeri P. clercki .... Atea cornuta . . . Limax laevis . . . Vitrina pellucida , Zonitoides nitida . I Trichia hispida . . t Limnaea truncatella Succinea pfeifferi Cionella lubrica . . Carychium minimum I ^^ 1 1 2 1 1 15 o 3 4 1 1 1 3 4 5 1 1 5 2 2 1 Welche von den genannten Formen dem Plagefenn spezieller eigen sind, läßt sich nicht erkennen, weil keine Parallelfänge aus anderen Gebieten vorliegen. 4. Freies Seeufer mit Anspülicht. Da die Ufer des Plagesees meist dicht mit Schilfrohr, Binsen usw. bewachsen sind, trifft man Tiere, die im Anspülicht leben, nur an wenigen Punkten. Ich habe nur einzelne derartige Punkte am Ostufer auffinden können und einen dort gemachten Fang der vorigen Tabelle als Fang XIX eingefügt. Von den vielen Tieren, die dem Anspülicht speziell eigen sind, seien hier nur die im Fange mehrfach vertretenen hervorgehoben: 374 Tierwelt [36 Ein Springschwanz, Isotoma palustris, eine Springwanze, Salda salta- toria, eine Mückenlarve, Tipula II, drei Käfer, Stenus buphthalmus, Philonthus quisquiliarius und Coelostoma orbiculare, eine Schlupfwespe, Phygadeuon rugipectus, und vier Spinnen, Trachygnatha dentata, Stylo- thorax fusca, Savignia crassiceps und Erigone atra. Auch hier läßt sich nicht erkennen, welche Arten dem Plagefenn- gebiete spezieller eigen sind. B. Die höheren Teile des Reservates. Als höher gelegene Teile des Reservates kommen folgende Punkte in Betracht: 1. die als Werder erscheinenden Erhebungen innerhalb des Fenns, der Heidereuterwerder, der Plagewerder und der Reiher- werder, 2. der Rand des Fenns, namentlich der Südwestrand und das Westufer des nördlichen Teils bezw. des Nordzipfels vom Plagesee und 3. der mit Buchen bestandene etwa 40 m über dem Spiegel des Sees sich erhebende Hügel, der als westlichster Ausläufer des Reservates erscheint. Die Fauna dieser höheren Teile wird am meisten beeinflußt durch den Grad der Beschattung und die mit der Beschattung in enger Be- ziehung stehende Dichtigkeit der niederen Pflanzendecke am Boden. 1, Stärker beschattete, fast vegetationslose Bodenflächen. In der folgenden Tabelle habe ich die auf stark beschattetem und fast vegetationslosem Boden gemachten Fänge zusammengestellt, obgleich noch ein scharfer Gegensatz besteht, je nachdem die Flächen von Nadel- holz oder von Buchen bestanden sind. Den auf Nadelwaldboden ge- machten Fängen konnten wieder einige Fänge aus dem Grunewald gegenübergestellt werden. Fang XX (1582). Im Buchenwalde, am Fuße des Hügels, unter Laub. 15. Min. 27. 10. 07. Fang XXI (1583). Ebenda. 30 Min. 16. 4. 08. Fang [XXII] (1584). Neben den Teufelskuten, am Wege nach Chorin, im Buchenwalde unter Steinen. 20 Min. 16. 4. 08. Fang XXIII (1587). An derselben Stelle wie Fang XX und XXI. 1 Std. 9. 6. 08. <37] Die Fauna im allgemeinen 375 Fang XXIV (1599). Neben einem Wassertümpel im Buchenwalde, unter nassem Laub. 1 Std. 21. 6. 08. Fang [XXV] (1670). Bei der Försterei Liepe, im hochstämmigen Kiefern- walde neben dem Wege, unter Steinen. 20 Min. 6. 10. 08. Fang XXVI (1573). Auf dem Plagewerder, zwischen älterem Kiefern- Stangenholz, in dünner Kiefernnadelschicht, neben den Stämmen. 30 Min. 27. 10. 07. Fang XXVII (1574). Ebenda. 30 Min. 17. 4. 08. Fang XXVIII (1591). Am Westrande des Plagefenns unter Fichten, in einer dicken Schicht von Nadeln, Tannenzapfen und Zweigen. 1 Std. 9. 6. 08. Fang (IX) (1575). Zwischen Kiefern-Stangenholz bei Dahlem im Grune- wald, in fast vegetationsloser dünner Nadelschicht. 30 Min. 16.2.08. Fang (X) (1576). Ebenda. 30 Min. 8. 3. 08. Fang (XI) (1577). Zwischen Kiefern-Stangenholz in der Nähe von Onkel Toms Hütte, im völlig vegetationslosen Boden. 30 Min. 5. 4. 08. Die Fänge sind in Tabelle 4, S. 376—379 zusammengestellt. Aus der Tabelle erkennt man zunächst, daß einige Formen in der Detritusschicht des Kiefern- und Buchenwaldes gleich häufig sind. Als solche Tiere seien genannt: Helodrilus octaedrus, Lithobius forficatus, Leptis-Larven und Pterostichus oblongopunctatus. • Größer als die Übereinstimmung ist der Gegensatz. Es ergibt sich das aus folgendem. a) Nadelwaldboden. Mehrere Tierarten kommen sowohl im Grunewald als im Plage- fenngebiet in der oberen Schicht des Nadelwaldbodens häufig vor. Da- hin gehören: Lithobius erythrocephalus, Orchesella cincta, Xantholinus linearis, Calathus micropterus, Clubiona erratica und Macrargus rufus. Ein Unterschied tritt schon bei den Springschwänzen zutage. Während im Grunewald Tomocerus vulgaris häufig ist, findet man im Reservat Tomocerus flavescens in größerer Zahl. Aus den früheren Fängen geht hervor, daß die letztere Art ein sehr hygrophiles Tier ist; deshalb dürfen wir wohl annehmen, daß ihr Vorwalten im Reservat auf einen größeren Feuchtigkeitsgehalt des Bodens zurückzuführen ist. Im Reservat sind 376 Tierwelt [38 Tabelle 4. Fänge unter Buchenlaub und Kiefernnadeln: XX XXI [XXII] XXIII XXIV ixxvi XXVI xxvnixxvm (IX) (X) (XI) 1 Mesenchytraeus setosus _ 4 _ 2 Henlea ventriculosa . . . — — — — 1 1 _ 3 Octolasium lacteum . . . — — 6 1 — — — — — _ 4 Eisenia rosea — — — 4 ^— _ 5 Helodrilus octaedrus . . 2 1 3 4 4 3 1 2 1 7 7 6 H. constrictus — 1 — 1 — — — 1 1 7 Lumbrlcus rubellus . . . 10 5 6 8 4 10 _ 8 Allolobophora caliginosa . — 2 4 — — — — — 9 Porcellio conspersus . . . — — — 1 — — — — 10 Ligidium hypnorum . . . — — — — 4 — — — — — . — 11 Trichoniscus pusillus . . — — — 1 18 — — __^ 12 Schendyla nemorensis . . — — — — — — — — 2 13 Lithoblus forficatus . . . 2 1 2 — — 6 1 2 1 1 2 14 L. curtipes — 1 2 1 — — — — — — 15 L. calcaratus — — — — — 1 — 1 2 1 1 2 16 L. erythrocephalus . . . — 3 — — — — 1 3 5 — — 3 17 L. mutabilis — — 3 10 2 — — — 2 1 1 18. Polyxenus lagurus . . . — — — — — — — — 1 — — 19 Polydesmus illyricus . . — — — — o — — 1 — — — 20 Leptophyllum nanum . . — 1 1 1 — — — — — — — 21 Julus sabulosus .... — — 2 __ _ 22 J. ligulifer . , . — — — 2 3 — — 2 — — 23 Tomocerus vulgaris 3 1 — — — — — — — 9 8 29 24 T. flavescens . . — 5 1 10 11 33 38 11 3 2 1 25 Isotoma viridis — — — _^ 1 2 26 Orchesella cincta . — — — — — 1 3 5 11 27 0. rufescens . . . — — — — — — 5 2 4 7 ^_ 28 0. bifasciata . . — — — 1 _ 29 0. 5-fasciata . . — — — 1 — 2 1 __ 30 Lepidocyrtus albicans . . — — — 1 1 — — — — 31 L. lanuginosus — — 1 — — — 5 — 2 1 32 Parentomobrya plagiensis . — — — — — — 2 — — — — 33 Entomobrya muscorum . . — 6 1 5 4 — — — 34 E. nivalis — 8 __ 35 E. nicoletii — — — — — - 1 36 Achorutes socialis . . . — — — — — — __ — — 2 37 Anurophorus laricis . . . — — — — — — — 3 38 Aphorura inermis .... — — — 1 _ _ 39 Chelidura acanthopygia 1 — — — - — — . — — _ 40 Caecilius flavidus . . . — — 2 41 Newsteadia floccosa . . . — 8 — 2 _ . 42 Gnathodus angustus . . — — — — — — 1 — 43 Ceraleptus lividus . . . — — — — __ 1 44 Peritrechus geniculatus . . — — — — — — 1 — 45 Nabis ferus -— 1 46 Anthomyia flaveola . . . — — — 1 — — — — 47 Phora lugubris . . 2 — — — — — — — 39] Die Fauna im allgemeinen 377 Fänge unter Buchenlaub und Kiefernnadeln: XX XXI [XXII] XXIII XXIV [xx^^ XXVI XXVII XXVIII (IX) (X) (XI) 48 Phora pulicaria 49 Ph. minor . . . 50 Ph. pleuralis . . 51 Bicellaria rufa . . 52 Platypalpus fagorum 53 Limosina crassimana 54 Borborus equinus 55 B. nigriceps . . 56 Leptis- Larve 57 Thereva- Larve . 58 Empis- Larve 59 Platyura bicolor 60 Boletina sciarina 61 Mycetophila punctata 62 Mycethophiliden- Larve 63 Sciara lutea . . . 64 S. fucata .... 65 S. 5-lineata . . . 66 S. spectrum . . . 67 S. lugubris . . . 68 Culex nemorosus . 69 1 Chironomus viridis 70 ■ Ch. pallidicollis 71 Chironomus -Larve 72 i Hormomyia lentipes 73 Dasyptera haemorrhoidali 74 Tipula nubeculosa 75 Tipula vernalis- Larve 76 Tipula -Larve 1 . . 77 ' Bibioniden- Larve 78 Cecidomyiden- Larve II 79 C- Larve lil . . . . 80 Lasiocampa pini- Raupe 81 Lathrobium brunnipes 82 , Xantholinus linearis . 83 Habrocerus capilJaricornis 84 Othius melanocephalus 85 O. punctulatus . . 86 Philonthus decorus 87 Ph. fuscipennis 88 Ph. varius . . 89 Quedius picipes 90 Q. fumatus . . 91 Q.- Larve I . . 92 Q.- Larve II . . 93 Q- Larve VI 94 Tachyporus obtusus 95 Stenus humilis 96 Omalium caesum . 3 1 1 1 8 3 I - 1 - 1 — 12 3 378 Tierwelt [40 Fänge unter Buchenlaub ^^ und Kiefernnadeln: XXI [XXII] XXIII XXIV [XXV XXVI XXVII XX VIII (IX) (X) |(XI) 97 Atheta circellaris .... — 1 1 _ 1 1 , — 98 A. pygmaea — — — — — — — 1 — — 99 Staphyliniden-Larve X . . — — — — ■:-) — — 1 1 100 S.-Larve XV — — — — 1 — 1 I 1 101 Halyzia conglobata . . . — — — 1 _ 102 Orchestes fagi — — — 2 1 — — j — 103 Strophosomus rufipes . . — — — — . 1 1 1 . _ 1 104 Haltica palustris .... — — — ^ — — — — — 1 — 105 Haplocnemus nigricornis . — — — — — — — — 1 — — — 1 106 Cyphon padi — — — — — — 1 — 107 C. variabilis — — — — 2 „ _ 108 Telephoriden-Larve XLIII . 1 — — — _ 1 _ 109 Geotrupes silvaticus . . . — — — — — — 1 . — 110 Nargus velox — — — -. O — — — — 111 Corymbites aeneus . . . — — — — — — 1 1 — — — — 112 Athous vittatus .... — — 1 — _ 113 Athous-Larve XXVIl . . . — _ — — - — — 1 114 Rhantus grapii — — — — - - 1 — — 115 Carabus violaceus . . . — — — 1 1 _ 116 C. nemoralis — — 1 1 _ 117 C. hortensis — _^ . 1 1 _ 118 Nebria brevicoUis .... — — 1 — 119 Leistus ferrugineus . . . — — — — _ 1 120 Notiophilus biguttatus . . — — — — - — 1 1 — — — 1 121 Trechus 4-striatus .... — — 4 — _ 122 Calathus micropterus . . — 1 — — 1 9 2 1 17 1 7 123 C. melanocephalus . . . — — — — — — — — 2 — 2 124 Pterostichus niger . . . — — 3 — — 125 P. oblongopunctatus . . — 2 2 — 3 5 4 4 2 — 126 Abax striola-Larve . . . 1 — 1 — — — — 127 Europhilus gracilis . . . — — — 1 __ — 1 — 128 Myrmica ruginodis . . . — — — — 8 — 129 M. laevinodis — — — — — — 1 — — 130 Lasius flavus — _ 1 _ i 131 Tenthrediniden-Larve VI . — — — — 3 — 132 Obisium niuscorum . . . — — 1 1 — 2 2 — 133 Nemastoma lugubre . . — — 1 — — — 134 Acantholophus tridens . . — — 4 4 1 — — 1 . — — 135 A. palpinalis — — — 1 1 3 — — 1 — 136 Platybunus corniger . . . — — — — — -- I 1 -' 1 — 137 Mitopus morio — — 2 1 — 2 _ 1 138 Trombidiuni philogeum — 1 1 — — — 1 — — — 139 Cyrtolaelaps ncmorensis — — 2 1 1 140 Parasitus oudemansi . . . — 1 — ' 141 Pergamasus septentrionalis — 3 1 3 5 142 Trochosa terricola . . . 1 1 4 2 1 143 Lycosa chelata — — — — 1 — 1 . — 144 Zora spinimana .... — — — 1 145 Anyphaena accentuata . . — 1 — — — — — — — — — 41] Die Fauna im allgemeinen 379 Fänge unter Buchenlaub und Kiefernnadeln: XX XXI [xxni XXIII XXIV [XXV] XXVI xxvii' xxvin ax) (■X)'(XI) 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 162 163 164 165 166 167 Clubiona holosericea C. erratica .... C. terrestris .... Agroeca brunnea . . Apostenus fuscus . . Drassodes troglodytes Euophrys maculata Neon reticulatus . . Dendryphantes rudis Philodromus dispar . Xysticus pini . Cicurina cicurea . . Segestria senoculata . Harpactes hombergi . Phyllonethis redimita Pedanostethus lividus Waickenaera obtusa . W. cucullata .... Minicia sundevalli Micryphantes ovatus Savignia frontata . . S. picina ... 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 3 1 1 1 3 2 1 1 1 2 2 3 1 -) 4 1 1 1 2 1 2 1 o *-> 1 1 1 1 1 1 2 1 1 1 1 • > '-> 6 1 1 1 1 1 1 1 _ 1 1 3 1 1 1 1 3 2 2 1 2 6 1 2 1 2 1 1 1 1 3 1 2 1 1 1 168 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 180 Ibl 182 183 184 185 186 187 188 189 19U 191 Micronetaria viaria Macrargus rufus Centromerus pabu C. incilium . . Parasintula balteat Centromeria bicok Tapinopa longiden Stemonyphantes li Bolyphantes altice Lephthyphantes fl< L. tenebricola . L. angulipalpis . L. mansuetus L. cristatus . . Meta reticulata . Arion ater . . A. subfuscus A. bourguinati . Lima.x laevis Conulus fulvus Hyalina pura . H. raJiatula . . H. nitidula . . Patula rotundata . ator a . )r . s . neatu ps. ivipes 4 380 Tierwelt [42 außerdem häufig: Carabus violaceus, Carabus hortensis, Centromerus incilium und Lephthyphantes flavipes. Im Grunewald sind iiäufiger Philonthus fuscipennis, Philonthus varius und Calathus melanocephalus. Die letztgenannte Art fehlt im Plagefenngebiet keineswegs. Sie kommt dort aber an trockenen, sonnigen Orten vor, wie sich aus einem späteren Fangregister ergeben wird. Die andern Unterschiede scheinen z. T. einen tieferen Grund zu haben. Vielleicht sind sie, wie andere Unter- schiede der Faunen, auf den verschiedenen Kalkgehalt des Bodens zurück- führbar. b) Buchenwaldboden. Sehr viele Tierarten sind speziell dem Buchenwalde eigen und da Buchenwälder in der Provinz Brandenburg nicht häufig sind, müssen wir diese typischen Buchenwaldtiere als Charaktertiere des Reservates hervorheben. Von Tieren allgemeinerer Verbreitung gedeiht unter der Buchenlaubdecke Lumbricus rubellus vorzüglich und liefert dem Maul- wurf reichliche Nahrung. Wenn in den Lehrbüchern angegeben wird, daß der Maulwurf sich überall durch das Aufwerfen von Haufen verrät, so ist das in dieser Allgemeinheit nicht richtig. Der Maulwurf wirft nur dann Haufen auf, wenn die Erde zu fest ist, als daß sie einfach zur Seite gedrückt werden könnte. Folgt der Maulwurf auf Wiesen im Winter den Würmern in die tieferen, festen Erdschichten, so muß er die Erde aus den Gängen entfernen und wirft dann besonders große Haufen auf. Unter dem Buchenlaub ist die Erde so locker, daß sie leicht zur Seite oder nach oben gedrückt werden kann. Man findet die Röhren des Maulwurfs überall im Buchenwaldboden, aber keine Erdhaufen. Außer dem Lumbricus rubellus sind unter Buchenlaub auch Octo- lasium lacteum und Allolobophora caliginosa nicht selten. Von Hundert- füßern tritt Lithobius mutabilis, von Springschwänzen Entomobrya muscorum, von Käfern Abax striola und Philonthus decorus, von Spinnen Cicurina cicurea, Micryphantes ovatus und Micronetaria viaria, von Schnecken Hyalina nitidula, Patula rotundata, Arion subfuscus und Limax maximus zahlreich auf. Manche der Buchenwaldbewohner hält man vielfach fälschlich für submontane Formen, weil in den Vorbergen der höheren Gebirge Buchenwälder häufig vorkommen. Wie vorsichtig man mit derartigen 43] Die Fauna im allgemeinen 381 Schlüssen sein muß, zeigt ein Käfer, Carabus cancellatus, der in manchen Gegenden Deutschlands, auch in Schleswig-Holstein, unter Steinen in Buchenwäldern sehr häufig ist. In meinen sämtlichen bei Chorin ge- machten Fängen findet er sich nicht und doch bin ich überzeugt, daß er auch in der Gegend von Chorin vorkommt und sogar häufig ist. Ich fand ihn in der Provinz Brandenburg nämlich nur in Kellern, weil er dort wie in den Bergen und im Küstenklima die nötige Feuchtigkeit findet. Auf keinen Fall ist er eine Bergform. — Andere Buchenwald- formen, die schon eher als Bergformen gelten könnten und die z. T. auch in Schleswig-Holstein des feuchten Klimas wegen häufig in Buchen- wäldern vorkommen, wie z. B. Coelotes atropus, Glomeris marginata, Philoscia muscorum usw. fehlen im Plagefenngebiet gänzlich. Recht viele Charakterformen enthält der Fang XXIV, der im feuchten Laub an einem Buchenwaldtümpel des Reservates gemacht wurde. Ich nenne aus ihm nur Eisenia rosea und Quedius fumatus. Außer den Charakterformen finden wir in diesem Fange freilich auch manche Formen, die wir schon im Erlenbruch als häufige Bewohner der Detri- tusschicht kennen lernten, so namentlich zwei der häufigsten Asselarten, Ligidium hypnorum und Trichoniscus pusillus. 2. Weniger beschatteter, mit Moos bewachsener Boden. Moosbewachsene Bodenflächen finden sich in den höheren Teilen des Reservats an verschiedenen Stellen, so im südwestlichen Teil und auf dem Plagewerder. Ganz trockene, beschattete Moosflächen sind aber innerhalb des Reservates nirgend in größerem Umfange vorhanden. Deshalb habe ich die Fänge im trockenen Moos etwas außerhalb des Reservates, namentlich westlich vom nördlichen Zipfel des Plagesees auf der Höhe gemacht. Man darf wohl als sicher annehmen, daß alle Tiere, die sich in diesen Fängen finden, stellenweise auch innerhalb des Reservates vorkommen. Zum Vergleich habe ich auch hier einige Fänge aus dem Grune- wald angefügt. Fang XXIX (1558). Am nördlichen Rande des Plagefenns zwischen hochstämmigen Kiefern mit Wacholdersträuchern; die Moos- schicht ist nicht sehr dicht und mit Gras durchwachsen. 30 Min. 27. 10. 07. 382 Tierwelt [44 Fang XXX (1559). An derselben Stelle; aber die Moosschicht ist noch dürftiger. 1 Std. 17. 4. 08. Fang [XXXI] (1560). In der Nähe der vorhergehenden Fänge, aber in höherer Lage, mit ziemlich reiner, dicker, trockener Moosschicht. 30 Min. 17. 4. 08. Fang [XXXII] (1561). Etwas nördlicher, am Wege Chorin — Oderberg; die Moosschicht ist etwas weniger trocken; dem hochstämmigen Kiefernwalde sind Buchenbüsche eingestreut. 30 Min. 17. 4. 08. Fang XXXIII (1594). Auf dem Plagewerder, zwischen älterem Kiefern- Stangenholz, z. T. in dünner, grasdurchwachsener Moosschicht, z. T, in dickeren Polstern zwischen abgefallenen Zweigen, 1 Std. 8. 6. 08. Fang [XXXIV] (1671). An derselben Stelle wie Fang [XXXI], aber die Moosschicht ist noch trockener. 1 Std. 3. 10. 08. Fang [XXXV] (1562). Zwischen Bahnhof Chorin und der Försterei Theerofen, an einem sehr lichten Platze, zwischen Eichen- und Kiefernbüschen; hochstämmige Kiefern sind in der Nähe. 30 Min. 26. 10. 07. Fang XXXVI (1673). Am Eingang zum Plagewerder in gemischter Schonung; in dickeren Moospolstern. 1 Std. 5. 10. 08. Fang XXXVII (1656 und 1672). Auf dem Gipfel des mit Buchen be- wachsenen Hügels, auf einer feuchten von Fichten umstandenen Lichtung; im Lebermoos zwischen Adlerfarn usw. Die beiden Hälften des Fanges wurden am 20. 9. 08 (40 Min.) und am 3. 10. 08 (1 Std.) gemacht. Fang (XII) (1564). Im Grunewald; im hochstämmigen Walde; die Moos- schicht unmittelbar am Fuße der Stämme, mit reichlichem Detritus gemischt. 30 Min. 5. 4. 08. Fang (XIII) (1565). Ebenda; in dichter, aber niedriger, mit Gras durch- wachsener Moosschicht. 30 Min. 8. 3. 08. Fang (XIV) (1566). Ebenda; aber zwischen noch älteren Stämmen, an feuchter Stelle mit Adlerfarn. 1 Std. 20. 4. 08. Fang (XV) (1567). Ebenda. 1 Std. 12. 4. 08. Fang (XVI) (1585). Ebenda; aber größtenteils in einer Bodeneinsen- kung. IV2 Std. 17. 5. 08. Fang (XVII) (1651). Ebenda; neben einer Schlucht am Nordhang. 1 Std. 16. 8. 08. 45] Die Fauna im allgemeinen 383 Fang (XVIII) (1653). Ebenda, aber alle Tiere unter der Moosdecke gesammelt. 80 Min. 6. 9. 08. Fang (XIX) (1563). Ebenda; zwischen dicken Stämmen in einer sehr spärlichen Moosschicht mit etwas Heidekraut. 30 Min. 16. 2. 08. Sämtliche Fänge sind in Tabelle 5, S. 384 — 390 zusammengestellt. Unter den Fängen dieser Serie nimmt nur der Fang XXXVII, wie wir weiter unten sehen werden, eine Sonderstellung ein. Im übrigen kann man nach dem Inhalt feuchtere und trockenere Bodenflächen ziemlich scharf unterscheiden. Die Zahl der in den Fängen vorkommen- den Individuen von Tomocerus flavescens gibt ziemlich genau den Grad der Feuchtigkeit an. Am feuchtesten war die Moosschicht in der kleinen Bodenvertiefung des Grunewaldes, Fang (XVI), und dement- sprechend ist in diesem Fange nicht nur Tomocerus flavescens, sondern auch Lumbricus rubellus und Helodrilus octaedrus in großer Zahl vor- handen. Als weitere hygrophile Tiere der Moosschicht nenne ich eine Cicade, einen Kurzflügler und eine Ameise, Stiroma albomarginata, Quedius nigriceps und Myrmica ruginodis. Als häufige Tiere gerade des trockenen Mooses seien hervorgehoben: Orchesella rufescens, Lepidocyrtus lanuginosus, die Larve von Cixius nervosus, Lygus pra- tensis, Tachyporus chrysomelinus und Tach. hypnorum, Atheta analis, Strophosomus rufipes, Amara lunicollis, Trochosa terricola, Minyriolus pusillus und Macrargus rufus. — Folgende Arten sind im trockenen und im feuchten Moos gleich häufig: Lithobius calcaratus, die Larve von Cylindrotoma glabrata, Xantholinus linearis, Stenus humilis, Atheta fungi und Ath. circellaris, Obisium muscorum, Cyrtolaelaps nemorensis, Zora spinimana, Euophrys maculata, Neon reticulatus, Walckenaera cucullata und Erigonella hiemalis. — Besonders an lichten Plätzen finden sich Neanura muscorum und Phora pulicaria. Schalten wir, wie in früheren Fangserien, die — genannten — allge- meiner verbreiteten Formen aus, so ergeben sich als dem Reservat eigen, dem Grunewald gegenüber, folgende Arten: Ein Tausendfüßer, Lep- tophyllum nanum, ein Käfer, Cyphon padi, eine Spinne, Anomalaria subtilis und eine kleine Schnecke, Pupa antivertigo. — Dafür finden sich im Grunewald, dem Reservat gegenüber, häufig: zwei Käfer, Philon- thus fuscipennis und Harpalus latus, eine Ameise, Myrmica lobicornis 384 Tierwelt Tabelle 5. [46 Fänge im Moos : X X X 1— 1 X X X X X 1— ( B X X X X X > X X 51 > X > X ^ X > X > X > X l-H > X 1— 1 a > X X X 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 Heiodrilus octaedrus . Lumbricus rubellus . Henlea ventriculosa . Ligidium hypnorum . Porceliio conspersus . P. rathkei .... Lithobius calcaratus . L. erythrocephalus . L. mutabilis .... Poiydesmus illyricus Julus ligulifer . . . J. sabulosus . . . Leptophyllutn nanum Papirius minutus . . P. fuscus . . , . Sminthurus fuscus S. viridis .... Tomocerus flavescens T. vulgaris .... Orchesella rufescens . 0. 5-fasciata . . . O. cincta .... Lepidocyrtus albicans L. lanuginosus . . Entomobrya nivalis •. E. nicoletii .... Schoettella inermis . Aciiorutes socialis Neanura muscorum . Ectobia livida . . . Caecilius flavidus-Larve Newsteadia floccosa . Phorodon humuli . . Glyphina aculeata Rhopalosiphon dianthi Stiroma albomarginata Liburnia forcipata L. distinguenda . . Cixius nervosus-Larve Megophthalmus scanicu Acocephalus rivularis Gnathodus angustus Athysanus brevipennis Nabis ferus .... Stenodema laevigatus Lygus pratensis . . Plociomerus fracticollis s 1 7 4 1 1 22 1 1 1 1 2 1 1 1 13 4 1 64 6 1 7 5 1 1 1 1 5 3 1 33 1 1 1 2 2 1 13 1 1 1 1 80 2 1 1 14 1 1 2 5 8 14 6 6 1 2 1 1 2 1 1 7 1 1 13 2 1 7 2 1 1 2 8 1 3 1 1 9 3 4 1 2 1 4 7 2 1 2 2 t 1 7 2 4 2 1 7 21 3 12 2 11 9 4 1 7 1 2 1 1 1 3 4 1 1 1 3 1 2 1 1 6 43 15 1 2 5 2 2 60 1 1 2 6 2 1 1 91 9 3 5 1 4 15 29 11 4 93 3 1 13 1 2 1 6 4 4 16 6 9 1 18 1 8 2 - 2 2 2 - 1 2 4 3 2 471 Die Fauna im allgemeinen 385 Fänge im Moos: X X X X X X ! _ X X X X X X > X X > X X > X X X > X X X X 1—« 1— < > X > X 1— ( > X 1— ' h— < > X > X X X ! ■"" 1 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 1 92 93 94 95 96 1 Elasmostethusinterstinctus Scolopostethus decoratus . Orthostira parvula . . . 0. macrophthaltna . . . Caenia palustris .... Trimerina nigella .... Homalomyia-Larve . . . Phora lugubris .... Ph. minor Ph. pulicaria Ph. pusilla Ph. pygmaea Platypalpus flavipalpis . . Limosina pullula .... L. nigrinervis L. scutellaris L. nivalis Leptis-Larve Bibio clavipes Cylindrotoma glabr.-Larve Cecidomyia-Larve . . . Tanypus melanops . . . Chironomus-Larve . . . Sciara umbratica .... S. fucata S. pectoralis Sciara-Larve Crambus-Raupe .... Geometriden-Raupe V . . Cidaria-Raupe Raupe I Noctuiden-Raupe IV . . Hadena-Raupe Trichopteryx fascicularis . Pselaphus heisei .... Bythinus bulbifer . . . Cryptobium fracticorne Lathrobium brunnipes . . L. terminatum Xantholinus linearis . . . Othius punctulatus . . . 0. melanocephalus . . . Philonthus vernalis . . . Euryporus picipes . . . Quedius fuliginosus . . . Q. molochinus .... Q. nigriceps Quedius-Larve I . . . . Quedius-Larve 11 ... . 1 4 1 2 1 1 1 7 1 3 1 2 1 1 1 1 1 1 2 1 8 1 1 1 1 3 1 4 1 5 1 2 1 1 1 14 5 1 1 1 1 3 1 21 6 1 1 1 1 1 1 4 18 3 1 6 3 1 1 1 1 1 1 1 1 2 1 1 1 1 9 1 1 2 1 1 2 1 — 1 1 1 1 1 2 1 3 1 2 1 7 2 1 1 1 2 1 3 1 1 3 2 1 1 1 2 8 1 1 2 1 1 1 4 2 6 3 Beiträge zur Naturdenkmalpflege. 111 25 386 Tierwelt [48 Fänge im Moos: X X X X X X X X X X > X X •CL X X X >< X ix! I ": ' > X X 97 Quedius-Larve 11! 98 Q. -Larve V . . . 99 Tachyporus obtusus 100 T. chrysomelinus 101 T. hypnorum . . 102 Mycetoporus splendidus 103 I M. brunneus . 104 ; Staphylinus erythropterus 105 I Stiiicus rufipes . . 106 Stenus impressus . . 107 S. humilis .... 108 Oxytelus rugosus 109 Omalium caesum . . 110 Olophrum assimile . 111 Myllaena dubia . . 112 Astilbus canaliculatus 113 ; Atheta fungi . . . 114 A. analis .... 115 ( A. circellaris . . . 116 A. pygmaea . . . 117 Staphyliniden-Larve XV 118 Apion pomonae . . 119 Strophosomus rufipes 120 Galerucella iineola . 121 Meligethes brassicae 122 Stilbus atomarius 123 Corticaria fuscula 124 Agathidium laevigatum 125 I Cyphon padi . . . 126 Telephoriden-Larve XLU 127 T.-Larve XLIII . . . 128 I Aphodius inquinatus 129 Philydrus coarctatus 130 ; Elater balteatus . . 131 I Notiophilus palustris 132 Loricera pilicornis 133 Amara lunicoUis . . 134 Trechus quadristriatus 135 Calatluis micropterus 136 C. melaiioceplialus 137 i Pterostichus niger 138 ' Agonum viduum . 139 Europliilus gracilis 140 i E. piceus . . . 141 ' Argutor strenuus . 142 I Coleopteren-Larve XXX 143 Leptothorax acervorurn 144 Myrmica laevinodis . . 145 M. ruginodis ... — 9 1 i 1 1 - ! 1 1 : 6 — ! 1 19 4 -i 1 1 - 1 1 1 ; - 3 I - 5 ! 1 1 1 - ' 4 -I 1 - 1 1 1 4 1 3 1 - - 1 - ' 1 2 5 2 I 1 2 1 18 1 - 49] Die Fauna im allgemeinen 387 Fänge im Moos; XXIX XXX 1— ( X X 1 ,_, h- 1 X X »— ( (— < X X X > X X x^ X X > 1 X X X *—* X 1— ( X (XIV) (XV) > X (XVII) (XVUI) X X 140 147 148 149 150 151 152 L53 154 L55 15G L57 L58 159 160 161 L62 163 164 L65 166 167 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 ' 93 94 Myrmica scabrinodis Belyta dorsalis Conostigmus norvegicus Acolus sexarticulatus . . Hemilexodes muscorum Ceraphron pedes .... Lagynodes pallidus . . . Blacus armatulus .... Eriplatys ardeicollis . . . Hemiteles pedestris . . . Pezomachus fasciatus . . Obisium muscorum . . . Nemastoma lugubre . . N. chrysomelas .... Acantholophus tridens . . A. palpinalis Platybunus corniger . . . Trombidium furdllatum Actineda vitis Rhyncholophus regalis . . Rh. trimaculatus .... Ixodes ricinus Linopodes motatorius . . Tritia decumana .... Nothrus spinifer .... N. bistriatus Noerneria pratensis . . . Bdella vulgaris Holostaspis tridentinus . . Cyrtolaelaps cervus . . . C. nemorensis Pergamasus crassipes . . P. decipiens P. septentrionalis .... Trochosa terricola . . . T. spinipalpis Lycosa chelata L. riparia Zora nemoralis .... Z. spinimana Z. silvestris Clubiona erratica .... C. terrestris Agroeca brunnea .... Drassodes troglodytes . . Euophrys callida .... E. maculata Neon reticulatus . . • . . Evarcha blancardi . . . 1 4 1 1 1 4 3 6 2 1 i 2 4 2 4 2 2 1 2 2 1 1 1 2 1 1 1 1 1 2 1 3 1 1 1 2 17 1 1 1 2 4 8 1 1 1 3 13 ■ 7 1 1 1 2 1 1 1 1 4 1 3 1 1 1 5 1 1 1 1 1 5 1 1 1 1 2 2 2 6 2 1 3 8 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 3 1 1 4 1 1 1 1 2 1 1 1 1 4 4 7 1 1 1 1 2 1 2 1 2 3 1 3 2 1 _ 3 _ 1 2 2 3 3 6 3 1 _ _ 7 7 1 1 1 2 6 4 4 25* 388 Tierwelt. [50 Fänge im Moos ; X X X X X [XXXI] i-h' >—* X X X X X X > X X X > X X rl > > X X X i-H t— 1 > X > X 1— 1 > X (XVII) > X X 1— < x^ 195 Oxyptila scabricuia . . . 1 __ „ _ 196 O. horticola — — — — — 2 1 — — — — — — — 197 Xysticus acerbus .... 2 — — — — — — — — — — — — — — 198 X. pini — 1 2 — 1 — — — 1 — 1 1 — 1 199 X. uimi 1 — — — — — — 1 1 — — — 2 — 200 Dictyna arundinacea . . . 1 — — 1 — — — — — — — — — — — 201 Phyllonethis redimita . . — — 1 — — — 1 1 1 — 2 6 1 — — — 202 Pedanostetiius lividus . . — — 3 — — — — 2 1 — 3 2 _ 3 203 Pholcomma gibbum . . . — — — — — — 1 — — — — — — — — 204 Euryopis flavo-maculata 1 — — — — — — — — — — — — — 205 Crustuiina guttata . . . — — — 1 — — — — — — — — . — 206 Gonatium rubens .... 1 — — — — — — — — — — — 207 Walckenaera obtusa . . . — 1 — 1 — — — — — — — — — 208 W. acuminata — — — 1 — — 3 — 5 — — — — — 209 W. antica — — — — — — — 1 — — — — . — — — 210 W. cucuUata 2 — 2 2 1 1 1 — 1 2 2 3 2 1 — 211 Minicia sundevalli . . . — — — — — — 1 — — — — 212 Peponocranium pumilus 2 6 — — — — 2 — 9 9 4 5 — — 213 Trichopterna blackwalli — — — 1 — — . — — — — — — — 214 Micryphantes ovatus . . 1 — — — — 2 — 1 1 — 1 — 1 — — 1 215 Pelecopsis thoracata . . . — — — — — — 1 — ? — — — — — — 216 Minyriolus pusillus . . . 8 4 1 2 14 8 8 18 5 1 1 2 1 — 3 — — 217 Erigonella hiemalis . . . — — — — 1 — — 3 28 — 4 10 14 3 — 1 1 218 Savignia frontata .... — — — 1 — — — — — 1 — — — — 219 Notioscopus sarcinatus . . — — — — — — — 1 — — — — . — — 220 Micronetaria viaria . . . — — — 1 — _ — — — 221 Anomalaria subtilis . . . 14 7 2 9 5 1 15 6 — — — — — — 222 Microneta rurestris . . . — — — — — 2 2 — — — — 3 223 Macrargus rufus .... 4 2 3 9 5 1 1 — 1 1 2 — — 4 2 — 224 Centromerus sylvaticus . . 1 — 1 — 3 3 6 5 — — 1 — — — 225 C. pabulator 6 — — — 1 — — — — — 1 2 — — 2 4 — 226 C. incilium — — — — 2 — — — — — — — 227 Stemonypliantes iineatus . — 1 — 1 — — — — 1 — — — — 1 — 228 Linyphia clathrata . . . — — — — — 1 — — — — — — — — — 229 Tapinopa longidens . . . — — — — — 1 — — — — — — 1 — — 230 Centromeria bicolor . . . 2 — — — 2 — — — — 1 — — 231 Bolyphanthes alticeps . . — — — — 1 — — — — — — — — — 232 Lephthyphantes cristatus . — — — — — — 4 — — — — — — 233 L. tenuis — — — — 3 — — 2 2 2 — — 4 — 234 L. mansuetus — 1 . — 3 _- — — — — — 235 Bathyphantes nigrinus . . — — — 1 — — — — — 236 Ero furcata — , — 1 — 1 — — — — 237 Tetragnatha solandri . . — — - — ^ 1 _ — — — — 238 T. extensa — 1 _ — 1 — 239 Pachygnatha listeri . . . — 1 9 1 _ 1 — — 1 — 240 Meta reticulata . — 1 — 1 1 1 — — — 241 Atea acalypha — — — — 1 — — — — — 242 Arion subfuscus .... — — — 1 ^_ 1 3 — — 243 Limax laevis — — — — — — 1 — — ■ 1 — — — 51] Die Fauna im allgemeinen 389 Fänge im Moos : X! P7 X CT X X X 1— 1 X X X > h-t X X X > X X X > X X X > X X l-H X HH X > H-f X > X HH > X > X HH > X X 244 245 ' 246 247 248 249 250 251 252 253 254 ' 255 256 257 258 259 260 261 262 263 264 265 266 267 268 269 270 271 272 273 274 275 276 277 278 279 280 281 282 283 284 285 286 287 288 289 290 291 Vitrina pellucida .... Hyalina radiatula .... Conulus fulvus Succinea oblonga .... Cionella lubrica .... Pupa antiVertigo .... Schendyla nemorensis . . Nopoiulus pulchellus . . Isotoma viridis I. tridenticulata .... Entomobrya corticalis . . E. muscorum Tycheoides longisetosa. . Dicraneura mollicula . . . Deltocephaius distinguendus Stracliia oleracea .... Aelia acuminata .... Anthocoris nemorum . . Peritrechus geniculatus . . Salda saltatoria .... Balioptera tripunctata . . Phora ciliata Drapetis pusilla .... Limosina pusio .... L. tristis Allodia ornaticollis . . . Sciara spectrum .... S. autiimnalis Sciara-Larve Ceratopogon-Larve . . . Agrotis xanthographa-Raupe Noctuiden-Raupe II . . . N.-Raupe III Zyras collaris Philonthus varius .... Pli. fuscipennis Ph. aterrimus Ph. varians Ph. concinnus Quedius tristis Q.-Larve VII Mycetoporus punctus . . Stenus clavicornis . . . Atheta palustris .... A. longicornis Novius cruentatus . . . Brachonyx pineti .... Lochmaea capreae . . . 4 1 _ — — 1 2 3 2 1 1 33 4 1 2 15 1 16 5 19 2 1 1 2 1 6 2 1 1 _ _ 1 1 1 1 1 O o 5 1 4 1 ~1 1 1 1 1 1 1 1 3 3 1 22 1 1^ 1 1 1 1 3 1 1 3 1 2 X 1 1 1 1 1 20 1 2 1 2 4 1 1 390 Tierwelt [52 Fänge im Moos : M X X X X s X X X t— 1 ß X X X t X X X F X X X > X X X > X X X 1— ( X a i— 1 X > X > X > X > X a > X X X 292 293 294 295 296 297 298 299 300 301 302 303 304 305 306 307 308 309 310 311 312 313 314 315 316 317 318 819 320 321 322 323 Chrysomeliden-Larve . . Agriotes aterrimus . . . Dolopius marginatus . . D.-Larve Bradycellus harpalinus . . Harpalus latus Amara familiaris .... Metabletus truncatellus . . Pterostichus oblongopunct. P.-Larve Myrmica rugulosa . . . M. lobicornis Serphus parvulus .... Diapria compressa . . . D. nigricornis Phaneromeris fragilis . . Phygadeuon trichops . . Microcryptus gravipes . . Phaeogenes limatus . . . Pezomachus silvicola . . Tenthrediniden-Larve I . . T.-Lar\'e III Rhyncholophus quisquiliar. Parasitus kempersi . . . Laelaps tumidulus . . . Lycosa pullata Prosthesima petivieri . . Asagena phalerata . . . Ceratinella brevis .... Dicymbiutn nigrum . . . Linyphia pusilla .... Pachygnatha degeeri . . — — — — — — — — 1 1 1 3 1 5 3 2 1 1 1 3 1 1 1 1 1 3 2 3 1 5 1 2 7 2 1 1 1 8 1 1 1 1 5 5 1 1 1 3 1 1 1 1 1 1 • 1 und eine Spinne, Ceratinella brevis. — Der Unterschied mag wieder auf dem größeren Kalkgehalt des Bodens im Reservat beruhen. Namentlich die Häufigkeit der Schnecken läßt dies mit großer Wahrscheinlichkeit schließen. Die dickschalige Pupa antivertigo wurde im Moos des Grune- waldes gar nicht gefunden und die im Moos des Reservates, z. T. auch an trockeneren Stellen gefundene Hyalina radiatula wurde im Grunewald nur an der feuchtesten Stelle und auch dort nur in drei Individuen gefunden. Ein besonderes Interesse verdient der lichte, mit Lebermoosen bewachsene Gipfel des Buchenwaldhügels. — Sechs Tierarten: Limosina 53] Die Fauna im allgemeinen 391 nigrinervis, Ceraphron pedes, Pezomachus fasciatus, Nemastoma chryso- melas, Trombidium furcillatum und Holostaspis tridentinus fand ich nur an diesem Punkte des Reservates und zwei von diesen Arten mußte ich erst benennen, weil sie bisher überhaupt noch nirgend aufgefunden zu sein scheinen. Die Weberknechtart Nemastoma chrysomelas wurde ebenfalls in ganz Norddeutschland bisher noch nicht gefunden. \n den Berggegenden Süddeutschlands scheint sie nicht selten zu sein. Man darf sie also wohl für eine Bergform halten und in der Tat dürfte die trotz der hohen Lage feuchte Beschaffenheit des Bodens auf jener Lich- tung wohl geeignet sein, einer Bergform die geeigneten Lebensbedin- gungen zu bieten. 3. Sonnige, mit höheren Gräsern oder mit Heidekraut bestandene Bodenflächen. Grasbewachsene fruchtbare Flächen trockenerer Lage gibt es in kultivierten Gegenden nur sehr wenige und auch diese meist nur sehr vorübergehend. Nur manche Wiesen höherer Lage mögen lange Zeit- räume hindurch mit höheren Gräsern bestanden sein. Das Gras wird dann aber regelmäßig geschnitten und außerdem tritt oft auch Be- weidung ein. Im Reservat kommen Flächen der genannten Art nur sehr wenige vor. Einerseits sind es schmale Striche am Rande des Fenns, die mit hohen Gräsern dicht bestanden sind; dann ist es eine junge Eichenpflanzung auf dem südlichen Teil des Reiherwerders und endlich ist es der mittlere Teil des Heidereuterwerders, auf dem eben- falls junge Eichen und Ahorn angepflanzt sind. Ich machte an diesen Punkten 5 Fänge und füge diesen Fängen in der folgenden Tabelle noch einen weiteren Fang hinzu, den ich im höheren Heidekraut machte. Obgleich der letztere faunistisch stark von den andern abweicht und den Übergang zur nächsten Fangserie bildet, schließt er sich den Fängen dieser Serie vielleicht doch noch näher an als denen der nächsten Serie. Fang XXXVIII (1661). Am Rande des Plagefenns an einer sandigen aber nicht dürren Stelle zwischen hohen Gräsern. 30 Min. 7. 10. 08. Fang XXXIX (1663). Auf dem Plagewerder, am sonnigen Rande, neben Fichten, in hohem aber trockenem Grase, auf sandigem Boden mit Detritus. 1 Std. 5. 10. 08. 392 Tierwelt [54 Fang XL (1595). Auf dem Heidereuterwerder im Moos zwischen hohem Grase, auf schwerem Boden, zwischen angepflanzten jungen Bäumen. 1 Std. 8. 6. 08. Fang XLI (1664). Fast an derselben Stelle aber im Grase mit wenig Moos, am Boden. 1 Std. 2. 10. 08. Fang XLII (1682). Auf dem südlichen Teil des Reiherwerders in einer ganz jungen Eichenpflanzung, im dichten hohen Grase, auf san- digem, ziemlich trockenem Boden. 1 Std. 5. 5. 10. Fang [XLIII] (1668). Neben dem Bierpfuhl bei Brodowin im sonnig stehenden, ziemlich dichten und hohen Heidekraut, in einer sehr jungen gemischten Schonung am Boden. 1 Std. 7. 10. 08. Die Fänge sind in Tabelle 6, S. 393—397 zusammengestellt. Die in den hier tabellarisch zusammengestellten Fängen enthalte- nen Tiere sind teils echte Waldlichtungstiere. Ihr Vorkommen erklärt sich sehr einfach. Standen doch Bäume und Sträucher immer in nächster Nähe der Fangorte und waren die Fangorte doch teilweise neu mit jungen Bäumen bepflanzt, bezw. vor nicht gar vielen Jahren mit Bäumen bestanden. Andererseits enthalten die Fänge Sumpftiere, weil sie alle, mit Ausnahme von Fang [XLIII], entweder in nächster Nähe des Fenns oder doch nicht fern vom Sumpfgelände gemacht wurden. Wir müssen also, um das Eigenartige zu erkennen, zunächst die Wald- und die Sumpfformen, die wir bereits in den früheren Fangserien kennen ge- lernt haben, ausschalten. Als Formen des lichten Waldes mögen ausscheiden: Lithobius calcaratus, Orchesella rufescens, Tachyporus chrysomelinus und Tach. hypnorum, Myrmica ruginodis, Pergamasus septentrionalis, Trochosa terricola, Zora spinimana, Erigonella hiemalis, Centromerus sylvaticus, Lephthyphantes tenuis und Lephth. mansuetus, Conulus fulvus und Hyalina radiatula. Als Formen, die dem Sumpf und z. T. zugleich der Waldlichtung eigen sind, müssen ausgeschaltet werden: Henlea ventri- culosa, Polydesmus illyricus, Julus ligulifer, Tomocerus flavescens, Lepidocyrtus albicans, Myrmica rugulosa, Clubiona lutescens, Xysticus ulmi, Peponocranium pumilus, Pachygnatha listeri und Cionella lubrica. Es erscheinen dann als häufigere Charaktertiere für das offene, nicht sumpfige aber auch nicht dürre, mit hohem Grase bewachsene 55] Die Fauna im allgemeinen 393 Tabelle 6. Fänge zwischen höher« Gräsern und Kräutern ;n xxxvm ; XXXIX XL XLI XLII fSLIII] 1 Henlea ventriculosa . . 3 _ . 1 2 2 Helodrilus octaedrus — — 1 — 2 — 3 Lumbricus rubellus . — — — 3 — — 4 Porcellio rathkei . . . — 6 3 9 — — 5 P. conspersus . . . . 3 — — — — — 6 Lithobius curtipes — — — — 6 — 7 L. calcaratus . . . 3 4 15 6 5 — 8 L. erythrocephalus — — — _ 1 — 9 Schendyla nemorensis 2 — — — — — 10 Polydesmus illyricus 1 — — 1 — 2 11 Julus ligulifer . . . 1 ■ > 1 5 1 2 12 J. sabulosus .... — — — 1 6 — 13 Papirius minutus . . 1 — 2 f — 14 Tomocerus flavescens B — 79 6 27 3 15 Orchesella rufescens . 2 5 — — 1 2 16 0. .')-fasciata . . . 2 — — — — — 17 Lepidocyrtus albicans — 5 6 — - — 9 18 Aphorura inermis . . — — 5 — — 19 Neanura muscorum . — — 2 — — — 20 Ectobia lapponica — — 1 1 — 21 E. livida — . — 1 — 22 Aleurodes brassicae . — — — — — 1 23 Newsteadia floccosa . — — 1 — 1 — 24 Rhopalosiphon dianthi — — — — — 1 25 Glyphina pilosa . . 1 — — — — — 26 Stiroma albomarginata — 2 — — — •2' Liburnia fairmairi . . — — 2 1 — — 28 L. forcipata .... — — 3 — 29 Aphrophora alni . . — — — 1 — 30 Megophthalmus scanicu 5 . — 1 — 4 — — 31 Ulopa reticulata . . — — — — — 12 32 Agallia brachyptera . — — — 1 — — 33 Tettigonia viridis . . — — 1 — — 34 Acocephalus rivularis — 2 1 — ' — 35 Athysanus brevipennis — — 1 — — 1 36 Nabis ferus .... 1 — — — — — 37 Lygus pratensis . . — — — — — 4 38 Scolopostethus decoratu s . — — — 2 37 39 Drymus sylvaticus — — — 1 — 40 Peritrechus geniculatus 2 — 1? — — — 41 Monanthia ampliata . — 2 — — — — 42 Ascia 4-punctata . . — — 1 — — — 43 Sciomyza glabricula . — — 1 — — — 44 Balioptera opaca . . — — 1 — — — 45 Trimerina nigella . . — — — — 1 — 46 Ephygrobia nitidula . — — — — — 1 47 Tephritis cometa . . — — — — — 1 394 Tierwelt Fänge zwischen höheren Gräsern und Kräutern: XXXVIII XXXIX XL XLI XLII [XLTII] 48 : Sepsis cynipsea . . . 49 Diplotoxa approximaton, 50 i Oscinella frit .... 51 Notonaulax trilineata 52 Phora pulicaria . . . 5o Stilpon graminum . . 54 Liinosina iimosa . . . 55 ! L. nivahs 56 [ L. pullula 57 I L. ochripes 58 JMusciden-Larve II . . 59 Cylindrotoniaglabrata-Larv 60 ' Sciara lugubris .... 61 S. umbratica .... 62 , Geometriden-Raupe V . 63 ! Ciambus-Raupe . . . 64 I Hadena-Raupe .... 65 i Agrotis strigula-Raupe . 66 A. cursoria-Raupe . . . 67 Spilosoma Raupe . . . 68 Trichopteiyx fascicularis 39 Reichenbachia juncorum 70 ; R. fossulata 71 Paederus riparius . . . 72 I Tachypoius hypnorum . 73 j T. chrysomelinus . . 74 ; Mycetoporus splendidus 75 Stilicus erichsoni ... 76 Stenus similis .... 77 ' St, juno 78 St. clavicornis .... 79 [ Omalium caesum . . . 80 I Hygronoma dimidiata . 81 j Myllaena dubia . . . 82 I Astilbus canaliculatus . 83 ! Atheta fungi .... 84 ! A. circellaris 85 Tachyusa brevicollis . . 86 Conosonia pubescens 87 Staphyliniden-Larve (XVII) 88 Coccinella 5-punctata 89 Apion elongatum . . . 90 A. craccae 91 Ceuthorhynchidius troglod 92 Strophosomus rufipes 93 Sitona sukifrons . . . 94 Hypera punctata . . . 95 Haltica palustris . . . 96 : Cassida flaveola . . . 1 2 1? 4 2 1 1 3 1 571 Die Fauna im allgemeinen 395 Fänge zwischen höheren Gräsern und Kräutern: XXXVIIT XXXIX XL XLT XLII [XLIII] 97 Lochmaea capreae . . . 1 98 Chrysomela staphylea — — — 1 — — 99 C. marginalis . . . — — — 1 — 100 Stilbus atomarius . . . 1 — — — 101 Corticaria fuscula . . — 1 — — 102 Cyphon padi . . . — 1 -- — — 103 Thelephoriden-Larve (X L) — 2 — — — 104 Thel.-Larve (XLIII) . — — 1 — — 105 Philydrus frontalis 1 — — — — 106 Agriotes obscurus 1 — — — 107 Notiophihis palustris — 2 1 — — 108 Bradycellus collaris . — — — — ^ 109 B. harpalinus . . . — — 1 — — 110 B. similis 1 — — ^ — 1 111 Metabletus truncatellus 112 Dromius sigma . . — — — 3 — 113 Larve VIII .... — — 4 1 5 — 114 Myrniica rugulosa 115 M. laevinodis . . . 1 — — — — 116 M. ruginodis . . . 3 3 — 1 — 117 M. scabrinodis . . . . — — — — 4 118 Lasius niger .... 6 119 i CS L. alienus .... 2 1 — 1 120 Baeotomus pyrrhogaster 121 Gonostigmus norvegicus — 1 — — — 122 Paramesius belytoides . — 1 — — 123 Gonatopus kienitzi . 1 — — — 124 Hormius nioniliatus . — 1 1 — — 125 Hemiteles pullator ~ 1 — — — 126 H nanodes .... — 1 — — — 127 Phygadeuon liogaster — 1 — — — 128 Tenthrediniden-Larve III 1 — 1 — 129 Obisium muscorum . 1 — — — 130 Acantholophus tridens 1 — — 1 — — 131 A. palpinalis . . . 1 2 — 5 — 1 132 Platybunus corniger . — 2 — — — — 133 Rhyncholophus regalis — 2 — 1 — — 134 Rh. tiimaculatus . . — — — 1 — — 135 Ixodes ricinus . . . — — — 1 — 136 Oribata dorsalis . . — — 5 1 — — 137 Damaeus tecticola — 2 — — — — 138 Bdella lapidaria . . — — 1 — — — 139 Cyrtolaelaps cervus . — — 1 — — — 140 C. nemorensis . . . — — 3 — — — 141 Laelaps tumidulus — — 1 — — — 142 Ologamasus calcaratus — 1 — — — 143 Pergamasus mediocris — 6 — — — 144 P. septentrionalis . . 1 — 3 1 1 — 145 Pisaura listeri . . . — — — 1 — — 396 Tierwelt [58 1 Fänge zwischen höheren Gräsern und Kräutern: XXX VIII XXXIX XL XLI XLII [XLIIIJ 146 Dolomedes fimbriatus . . i 2 147 Tricca lutetiana . . 1 1 ■ 1 _ 148 Tarentula aculeata 1 _ _ 149 150 T. pulverulenta . . Trochosa terricola 3 — 1 2 1 1 4 151 152 153 Lycosa pullata . L. riparia . . . Pirata latitans . 1 1 13 8 1 1 154 155 P. hygrophilus . Zora silvestris . — 1 1 — — 8 156 157 Z. spinimana Clubiona subtiHs 2 1 2 1 1 2 3 — 158 C. trivialis . . — 3 159 C. lutescens . . — 1 1 _ 160 Agroeca brunnea — 1 _ 161 162 163 Drassodes troglodytes Euophrys maculata . Evarcha blancardi . . — 1 1 "~~ — — 1 164 165 Oxyptila pusio . . . O. horticola. . . . — 1 2 1 3 6 — — 166 Xysticus ulmi . . . 2 8 — 7 — 167 X. viaticus . . . 1 1 _ 1 168 X. pini — 1 _ 169 X. erraticus .... 4 _ 170 171 Tibellus oblongus Hahnia pusilla? . . — 7 — 1 1 1 1 172 173 174 Lathys puta .... Dictyna arundinacea . Pedanostethus lividus — 2 ""* 1 1 1 8 175 Theridium simile . . _ _ 1 176 Th. bimaculatum . . — 8 177 Gonatium rubens . . — 1 178 Walckenaera antica . — 1 _ 179 W. obtusa .... — — 1 _ 180 W. cucullata .... — 2 181 W. acuminata . . . — — 5 , 182 183 Dicymbium nigrum . Ceratinella brevis . . — — 2 2 — — 184 185 Peponocranium piimilus Trichopterna blackwalli 1 4 8 9 2 3 1 186 187 188 189 190 Metobobactrus prominu Micryphantes ovatus Pelecopsis thoracata Erigonella hiemalis . Microneta rurestris lus 1 1 7 1 3 1 10 3 — 1 1 191 Centromerus expertus — 1 __ 192 193 194 C. sylvaticus C. pabulator . . Stemonyphantes li neatui > 1 1 9 4 1 = 5 4 1 1 59] Die Fauna im allgemeinen 397 Fänge zwischen höheren Gräsern und Kräutern: XXXVIII ! XXXIX XL XLI XLTI [XLIIIl 195 Linyphia montana 196 L. clathrata . . . 197 L. pusilla .... 198 1 Lephthyphantes tenuis 199 j L. mansuetus . . 200 ; Sintula aeria . . 201 I Ero furcata . . . 202 I Pachygnatha clercki 203 P. listeri .... 204 P. degeeri . . . 205 Singa pygmaea 206 Cercidia prominens 207 ; Arion ater . . . 208 ' Limax laevis . . 209 '■ Vitrina pellucida . 210 Zonitoides nitida . 211 { Hyalina radiatula 212 j Fruticicola fruticum 213 i Conulus fulvus . . 214 Succinea oblonga . 215 : Cionella lubrica 216 i Pupa antivertigo . 217 i Carychium minimum 1 4 — 3 2 1 — 1 1 1 5 — 3 — 1 — I 1 1 1 2 1 16 3 2 1 9 8 3 3 2 1 3 1 Gelände: Porcellio rathkei, Lithobius curtipes, Acantholophus palpinalis, Clubiona subtilis, Oxyptila horticola, Tibellus oblongus und Succinea oblonga. Eine ganz besondere Stellung nehmen in dieser Fangserie die beiden Fänge vom Heidereuterwerder ein. Während die andern Fänge der Serie durch die oben genannten Tierarten hinreichend charakterisiert sind, enthalten die beiden Fänge vom Heidereuterwerder eine große Anzahl weiterer Arten, die in den sämtlichen andern innerhalb des Re- servates gemachten Fängen fehlen. — Eine von diesen Formen, eine flügellose Schlupfwespe, war sogar noch unbeschrieben. Ich habe dieses Tier nach Herrn Forstmeister Dr. Kienitz benannt, der zuerst auf das so interessante Naturdenkmal am Plagesee hingewiesen hat. Aber auch abgesehen von dieser neuen Art bieten die genannten Fänge des Interessanten sehr viel. Es mögen deshalb alle Tiere, die nur auf dem Werder, an andern Orten des Reservates aber bisher nicht gefunden wurden, genannt werden, obgleich einige von ihnen keineswegs selten, auf humusreichem Wiesenboden sogar z. T. häufig 398 Tierwelt [60 sind: Aphorura inermis, Liburnia fairmairi, Agallia brachyptera, Ascia 4-punctata, Sciomyza glabricula, Balioptera opaca, Chloropisca circum- scripta, Oscinella frit, Reiciienbachia juncorum und Reich, fossulata, Stilicus erichsonii, Apion elongatum und A. craccae, Hypera punc- tata, Sitona sulcifrons, Chrysomela staphylea, Bradycellus harpa- linus, Baeotomus pyrrhogaster, Gonostigmus norvegicus, Paramesius belytoides, Gonatopus kienitzi, Hormius moniliatus, Hemiteles pullator und H. nanodes, Phygadeuon liogaster, Oribata dorsalis, Tricca lute- tiana, Lycosa pullata, Metobobactrus prominulus, Cercidia prominens und Fruticicola fruticum. Für mich von ganz besonderem Interesse war Tricca lutetiana, eine bisher erst an sehr wenigen Punkten gefundene Wolfspinne. Ich selbst hatte nach dieser keineswegs kleinen und deshalb kaum zu übersehen- den Spinnenart schon in den verschiedensten Teilen Deutschlands ganz speziell gesucht, bis ich sie endlich auf dem Heidereuterwerder auffand. Man fragt sich unwillkürlich, auf welcher Eigenschaft des kleinen Werders wohl die Eigenart der Fauna beruhen möge und muß, um der Lösung der Frage näherzutreten, die Lokalität mit allen Punkten der Nachbarschaft, auf welchen die genannten Tiere nicht gefunden wurden, vergleichen. Zunächst ist hervorzuheben, daß der Boden auf dem Heidereuterwerder ein besonders guter, ein humusreicher schwerer Boden ist. Dadurch unterscheidet sich der Werder von allen anderen Fangorten, die ihm an offener Lage und üppigem Graswuchs nichts nachgeben. Es kommt aber noch die schwere Zugänglichkeit des Werders hinzu. Wegen der inselartigen Lage wurde der Boden wahr- scheinlich niemals intensiv beweidet und das ist sehr wichtig, da durch intensives Beweiden erfahrungsgemäß sehr viele Tiere zugrunde gehen. Auch für ein Beackern und für eine intensive Beforstung war die Lage des Werders in einem fast unpassierbaren Sumpf wenig günstig. So mag es zu erklären sein, daß auf dem Werder sonnige Plätze von be- deutender Ausdehnung sich dauernd erhalten konnten. Dichter, ja, auch nur mäßig dichter Wald würde den sämtlichen genannten Tieren die Existenz unmöglich machen. Herr Forstmeister Dr. Kienitz teilt mir freilich freundlichst mit, daß der Werder früher bewaldet war; es sei dort nachweislich Holz geschlagen und zwar in ziemlich bedeutendem Umfange. Ob aber nicht etwa dauernd ein lichter Platz von bedeuten- 61] Die Fauna im allgemeinen 399 dem Umfange vorhanden war, wie z. B. auf dem mit Buchen bestandenen Hügel, läßt sich nicht mehr feststellen. Die eigenartige, heliophile Tierwelt verlangt diese Annahme, da es sich um Arten handelt, die von der Nachbarschaft nicht eingeschleppt sein können. Auch für die Vogelwelt ist der Heidereuterwerder ein Dorado. Der- artige Punkte ohne dichten Waldbestand, von Wasser umgeben, bieten zahlreichen Vögeln geeignete Nistplätze. Ich konnte dort an einem schönen Vorsommertage von einem Punkte aus gleichzeitig die Stimmen von etwa zehn verschiedenen Vogelarten vernehmen. Es ist sicher, daß alle die genannten Tiere, da sie heliophil sind, verschwinden müssen, wenn die amerikanischen Eichen und die Ahorn- bäume, welche auf dem Werder gepflanzt sind, heranwachsen. Ich möchte deshalb im Interesse der Erhaltung der so eigenartigen Fauna auch an dieser Stelle die Bitte aussprechen, daß die angepflanzten Bäume wieder fortgenommen werden. Bewaldetes Gelände in mehr oder weniger ursprünglicher Form ist in Deutschland bei weitem nicht so selten wie unbewaldete fruchtbare Landflächen. Man sollte die letzteren also vor allem als Naturdenkmal zu erhalten suchen, wo man sie findet^). 4. Trockenes sonniges Gelände. Trockene sonnige Bodenflächen kommen innerhalb des Reservates nur hart am Rande des Fenns vor. Dieselben sind meist aber so klein, daß sich auf ihnen vollwertige Fänge nur in sehr geringem Umfange machen ließen. Die in der nachfolgenden Tabelle 7, S. 401 — 406 zu- sammengestellten Fänge sind deshalb fast alle außerhalb der Grenzen des Reservates, teilweise allerdings in dessen nächster Nähe gemacht worden. Wir dürfen wohl annehmen, daß die meisten Tiere, die in ihnen sich finden, wenigstens vereinzelt auch im Reservat vorkommen. Doch bedarf es in allen Fällen einer sichern Feststellung. Fang XLIV (1654). Am Westufer des Nordzipfels vom Plagesee an einem dürren, sonnigen Hange zwischen zerstreuten Kiefernstämmen am fast vegetationslosen, mit Detritus bedeckten Boden. 40 Min. 20. 9. 08. ^) Die Ausführungen im botanischen Teil S. 101 scheinen sich in allen wesent- lichen Punkten mit den meinigen zu decken. 400 Tierwelt [62 Fang XLV (1655). An dem sandigen Wege am Westrande des Fenns im sonnig liegenden Detritus. 40 Min. 20. 9. 08. Fang [XLVl] (1662). Am Westrande des Plagefenns aber außerhalb des Weges im sehr dürren kurzen Rasen mit Hieracium pilosella. 1 Std. 3. 10. 08. Fang [XLVII] (1665). Am Osthange des Krugberges bei Brodowin, neben Salbeipflanzen, im Rasen mit spärlichem Moos. 30 Min. 6. 10. 08. Fang [XLVIII] (1666). Auf einem höheren, unbebauten Hügel bei Brodo- win im kurzen Rasen auf grandigem Boden. 40 Min. 2. 10. 08. Fang [IL] (1667). Nahe dem Nordufer des Plagesees auf rein sandigem, sehr dürftig bewachsenem Boden. 1 Std. 7. 10. 08. Fang [L] (1669). In einer alten Steingrube bei Liepe, auf grandigem Boden, zwischen und unter kleinen Steinen, fern von allem Ge- büsch. 1 Std. 6. 10. 08. Fang [LI] (1679). Auf dem Herrscherberg bei Brodowin, an sonniger Stelle, aber in der Nähe kleiner Kiefern, unter einem Haufen kleiner Steine. 1 Std. 2. 7. 08. Fang [LH] (1681). An derselben Stelle, im dürren Rasen. 1 Std. 2. 7. 08. Fang [LIII] (1680). Auf dem Plageberg unter ziemlich frei liegenden Steinen aber in der Nähe hoher Bäume. 30 Min. am 13. 6. und 30 Min. am 2. 7. 08. Die Tiere dieser Fangserie unterscheiden sich scharf von denen aller vorhergehenden. Nur in den Fängen XLV und [IL] hat offenbar die Nähe des Sumpfgeländes noch einen gewissen Einfluß ausgeübt und in dem Fange [LIII] die Nähe hoher Bäume. Im allgemeinen aber haben wir fast ausschließlich xerophile Tiere vor uns. Schon das Vorwalten und Zurücktreten bestimmter Tiergruppen läßt den Gegen- satz sofort erkennen. Würmer fehlen fast ganz und auch die in früheren Fängen so häufigen Springschwänze treten ganz zurück. Die wenigen Tiere der letztgenannten Gruppe, die in den Fängen vorkommen, ge- hören besonderen, xerophilen Arten an. An Stelle der Würmer und Springschwänze erscheinen als saprophage Tiere die Käfer und zwar hart- schalige Arten, die durch ihren Panzer offenbar gegen das Austrocknen gesichert sind. Als Räuber oder Zoophagen treten die weicheren Kurz- fö] Die Fauna im allgemeinen Tabelle 7. 401 Fänge auf trockenem sonnigem Boden: XLIV XLV XLVI] [XLVn] [XLvin] [IL] [L] LI LH Lin 1 Helodrilus octaedrus . . _ 1 2 Armadillidium vulgare — — — — — — 1 — — 4 3 Poicellio rathkei . . — — — 6 — — 1 4 — 13 4 P. scaber — — ■ — — — — — 2 — — 5 Cylisticus convexus . — — — — — — 2 — — — 6 Geophilus ferrugineus — — — — — — — 1 — 2 7 Lithobius forficatus . — — — — — — 3 2 — 5 8 L. cakaratus .... — . 4 1 — 6 — — 1 1 — 9 L. erythrocephalus — — — — — — — 2 — — 10 Julus sabulosus . . — — — — — — 1 7 1 2 11 J. londinensis . . . — — — 19 9 — — 2 1 — 12 Leptophyllum nanum — — — 2 — — 5 — — — 13 Brachyiulus unilineatus — — — — — — 1 — — — 14 Sminthurus viridis . 1 — — — . — — — — 1 — 15 Tomocerus vulgaris . — — — 1 — — — — — — 16 Orchesella cincta . . — 1 — — — — — — — 2 17 0. 5-fasciata . . . — — — — — — — 1 — 2 18 Lepidocyrtus paradoxus — — — 8 — — — — — — 19 Entomobrya multifasciata . 1 — 1 — — — — — 1 — 20 Forficula auricularia . . . — — — — — — 6 1 1 — 21 Ectobia lapponica . . . — — — — — — 1 — — — 22 Caecilius flavidus . . . — — ^ — — — — — — 1 23 Tettix subuiatus .... — — — — 1 — — ■ — — — 24 T. bipunctatus — — — — — — — 1 — 25 Newsteadia floccosa . . — — — — — — — — 1 26 Macrosiphum millefolii — — — — — — — 2 — 27 Glyphina aculeata . . . 2 — — — — — — — — — 28 Stiroma albomarginata . . 1 — — — — 2 — — — — 29 Philaenus spumarius . . — — — 1 — — — — — — 30 Eupelix cuspidata . . . — 1 — — — — — — 1 — 31 Acocephalus bifasciatus — — — — — — — — 3 — 32 Eupteryx germari . . . 1 — — — — — — — — — 33 Thamnotettix guttulatus . — — 1 — — — — — — — 34 Nabis ferus — — — — 1 3 2 — — 1 35 Miris ferrugatus . . . . — — — — — — — — 2 — 36 Stenodema virens . . . 1 — — — — — — — — — 37 1 Notostira erratica . . . . — — — — — 1 1 — — — 38 Macrotylus paykuli . . . — — — — — — — 2 — 39 ' Plagiognathus albipennis . — — — — — — — — 1 — 40 Lygus pratensis . . . . 3 — — — — — 3 — — — 41 Camptobrochis punctulatus — — — — — 5 — — — — 42 Aelia rostrata — — — — — 1 — — — — 43 A. acuminata — — — 1 — — — — — — 44 Carpocoris verbasci . . . — — — — — — 1 — — — 45 Sciocoris terreus . . . . — — 2 — 1 — — — — — 46 Plinthisus brevipennis . . 1 3 — — — — — - — — 47 Geocoris grylloides . . . — — — — — — — — 4 — Beiträge zur Naturdenkm alpfl ege. I 11 26 402 Tierwelt [64 Fänge auf trockenem sonnigem Boden: XLIV XLV [XLVI] [XLVII] [XLVIII] [IL] [L] 1 " 1 LH LIII 48 Tropidostethus holosericeus 1 1 49 1 Scolopostetlius decoratus . — 1 — — — — — 1 — 2 ■)0 Paciiymerus quadratus . . — — — — — 4 — — — — 51 Peritrechus geniculatus — — 1 — — — — — — — 52 Trapezonotus agrestis 1 — — — 3 — — — — — 53 Rhyparochromus ciiirag ra . — 1 — — — 1 — — — — — 54 Nysius tliymi . . . — — — — — 1 — 2 6 — 55 Macrodema micropterur n . — — — 1 _ — — 1 — — 56 Stygnus arenarius . . 3 — — — — — — — — 57 Orttiostira parvuia 1 — — — — — — — — — 58 O. macrophtlialma . — — — — — — — — 1 — 59 Tephritis marginata . — 1 — — — — — — 60 Oscinella frontella. . — — — 1 61 Phora lugubris . . . — — 1 — — — — — — . 62 Pli. pulicaria . . . — — — — 1 — — — — — 63 Ph. pusiila .... — — — — — 1 — 1 — — — 64 Drapetis ioewi . . . — — 5 — 2 — — — — — 65 Thereva-Larve . . . — — — — 1 — — — — 66 Geometriden-Raupe III 1 — — — — — — 67 Geom. -Raupe IV . . — — — _ 1 — — — 68 Crambus-Raupe . . 2 — — — — — — 2 — 69 Agrotis cursoria-Raupe — — — — — 1 — — — — 70 Noctuiden-Raupe IV . — — — — _ 1 — — 71 Arctia caja-Raupe . . — — — — — 1 — — — 72 Claviger longicornis . . — — — — — — — — 1 73 Chennium bituberculatu m . — — — — — — 1 — — 74 Xantholinus linearis . . — — 1 — — 75 Philonthus varius . . . — — — — 2 — — 76 Ph. sordidus .... — — — — 1 — — — — 77 Ph. concinnus .... — — — — 1 — — — — 78 Tachyporus hypnorum . — — 1 — 2 — — — — 79 : T. chrysomelinus . . . — — — — ■ 1 1 — — — 80 Staphylinus similis . . — — — — — _ — — 2 81 Astenus angustatus . . — — — 1 — — — — 82 Scopaeus sulcicollis . . — — — — — 1 — 1 — 83 Stenus carbonarius . . — — — — — 1 — — — 84 Bledius pygmaeus . . — — — — __ — 1 — 85 1 Atheta fungi .... 3 — _ — — — — 86 Epilachna 24-punctata . — — — 7 — — — — — 87 Micraspis 16-punctata — — — 1 — — — — — 88 Adonia 9-notata . . . — — — — 5 — — 89 Coccinella 14-pustulata . — 1 — — — — — — — — 90 C. 7-punctata .... — — — — — — 1 — — — <)1 C. '»-punctata .... — — — — 1 1 — — — — 92 Anthicus antherinus . . — — — — 1 — — — — — 93 Apion anonis .... — — — — — — — 1 — 94 A. trifolii — 1 — — 95 A. gyllenhalii .... — — — 1 — — <)(; Tychius haematopus . . — — — — — — . — — 1 — 65] Die Fauna im allgemeinen 403 1 Fänge auf trockenem, sonnigem Boden: XLIV XLV [XLVI] [XLVII] ![XLVni] [IL] 1 [L] 1 LI Ln LIII 97 Tychius picirostris . . — 1 — _ _ _ 98 Rhinoncus castor . . . — — _ 1 99 Sitona griseus .... — 1 — 1 — — — — 100 S. lateralis — — — 2 1 101 S. lineatus : 6 1 1 3 3 102 Phyllobius argentatus . — 1 103 Trachyphloeus scabriculus — — 5 — — — — 1 — _ 104 Strophosomus rufipes 1 — — — — — — — — 1 105 Hypera punctata . . . — — — — — — 1 — 106 H. arator _ 5 2 107 H. murina — _ 6 _ _ 108 Longitarsus luridus . . — — ■ — 1 109 Chaetocnema aridula — — — 1 _ 110 Cassida denticollis . . — — — 5 111 Galeruca rustica . . . — — — 1 112 Crioceris 12-punctata — — — — 1 — 113 Lema cyanella .... — — 1 — — 114 Corticaria fuscula . . . 1 — — 1 1 _ 115 Opatrum sabulosum . . — — — 2 — — 116 Crypticus quisquilius — — — — 2 — 117 Orthocerus muticus . . — — — . — 1 118 Anaspis pulicaria . . . — — — — 2 119 Mordellistena parvula . — — — 1 120 Lampyris-Larve . . . — — — 1 121 Lameiücornier-Larve . . — — — . 1 _ 122 Melanotus rufipes . . — — — — 1 123 Athous-Larve — — — _ 3 124 Cardiophorus-Larve . . . 1 — — 125 Elateriden-Larve (XXXII bis) — — — — — . 1 126 Bembidium lampros . . . — — — _ 2 127 B. 4-maculatum . . . . — — — — 3 128 Harpalus servus — — — — 3 7 129 Amara curta . — 1 _ ^ 130 , A. familiaris. . — — — 1 _ 131 ' A. lunicollis . — 1 — — — — — — 1 132 Masoreus wetterhalii . . I 133 Metabletus foveatus . . 3 — 4 1 2 134 M. trunctatellns . . . . — 5 1 _ 1 135 , Calathus fuscipes . . . . — — 1 1 136 : C. erratus — — 1 — 18 2 137 C. melanocephalus . . . — 1 1 2 138 Badister bipustulatus . . — — — 1 139 Pterostichus niger . . . — 2 140 P. nigritus — — 1 141 Poecilus iepidus . . . . — 1 142 Cicindela campestris . . . — 1 143 Coleopteren-Larve (XXXV) 1 — — .^- 144 Rhaphidia-Larve . . . . 3 — — 145 Solenopsis fugax . . . — — — — — — 6" 2 — 404 Tierwelt [66 Fänge auf trockenem sonnigem Boden: XLIV XLV [XLVI] [XLVII] [XL VIII] [IL] [L] LI LII LIII 146 Leptothorax acervorum . . _ _ 2 147 Tetramorium caespitum — 3 — 3 20 6 — 148 Myrmica laevinodis . . . — 1 149 M. ruginodis . . — 3 — 150 M. scabrinodis 1 : 151 Lasius niger . . — — — 3 4 4 4 1 5 152 L. alienus . . . — 2 8 7 153 L. flavus .... — — — — — — 1 154 Formica rufibarbis — — 3 3 5 3 155 Cecidostiba collaris — — — 1 — — — — 156 Eubadizon nigripennis . . — — — 1 — — . — — 157 Rhogas circumscriptus . . — — . — . 1 — — — — 158 Pezomachus vagans . . . — — — 1 — — — — — 159 P. anthracinus — — 1 — — — 160 P. fallax 1 — 161 Lophyrus pini-Larve . . . — — 1 — — — — 162 Acantholophus hispidus . — — — — 1 — — — 163 Platybunus corniger . . . — — — — — 1 1 164 Phalangium opilio . . . — — • — — 2 4 — — 165 Rhyncholophus regalis . . — 1 — — — — — — 166 Rh. quisquiliarum .... — — -_ 1 — — 167 Ixodes ricinus , 1 168 Bdella lapidaria .... — 2 — — — 169 B. longirostris — 1 — — 1 — 170 Cosmolaelaps cuneifer . . . — . — 1 171 Iphidosoma fimetarium . . 2 — 172 Sphaerolaelaps holothyroid. — — — 7 173 Pisaura listeri 1 __ — — — 174 Tarentula mariae .... __ 3 175 T. inquilina 1 — . — _ — — 176 T. barbipes — 1 — 2 1 — 177 T. aculeata 1 _ 178 Arctosa perita . 1 179 Trochosa ruricola . . . 1 1 180 T. terricola 6 181 Lycosa agrestis .... 2 1 1 — 182 L. tarsalis — . 5 . 183 L. riparia — 1 184 Xerolycosa nemoralis . . 4 2 9 — — 1 185 X. miniata — — — — 2 — 186 Zora spinimana . . . . — — — — — 1 187 Chiracanthium erraticum — — 1 — — — 188 Ch. oncognathum .... — — — 3 — 3 189 Phrurolithus festivus . . — 14 1 5 190 Micariolepis dives . . . — — — 1 191 Clubiona diversa . . . . — — — — 1 — 1 — 192 Agroeca brunnea . . . . — — — — 1 193 A. gracilipes — — — 1 — — — — — — 194 A. chrysea . . . — — 2 — — — — — — — 671 Die Fauna im allgemeinen 405 Fänge auf trockenem sonnigem Boden: XLIV XLV [XLVI]'[XLVII] [XLVIII] PL] [L] LI LU Lm 195 Prosthesima nigrita . . __ 1 196 P. petivieri — — — — — 3 2 2 197 Drassodes troglodytes . 2 1 — — 4 1 198 D. pubescens .... — — 1 — 1 1 2 199 Euophrys aequipes . . — — 1 — 1 200 Sitticus littoralis . . . — 2 — — _ _ 201 Aelurillus litera-v-insignitus — 1 — . _ 202 Heliophanus auratus . . — 1 — — . _ 203 Pellenes tripunctatus — — — — ~1 __ 204 Attulus helveolus . . . — — — ^_ 1 205 Phlegra fasciata . . . — — — — _ 1 206 Evarcha biancardi . . — — — ^ 1 207 Thanatos formicinus . . 4 — — — 6 1 208 Tibellus oblongus . . — — — 2 3 209 Philodromus aureolus . — 1 -^ ^ __ _ , 210 Oxyptila scabricula . . — — — — 1 5 __ 211 0. horticola .... — — — 1 . ^_ _ 212 Xysticus robustus 1 — — — — . 213 X. viaticus . . — 1 2 2 — 5 7 , 214 X. striatipes . . — — — — — — 2 215 X. sabulosus — — — — — 1 216 Hahnia nava — — — — 2 — 217 Cicurina cicurea — — — — — ., . 2 218 Lathys puta . . — — — — 1 — 219 Dictyna arundinacea . . 6 4 3 6 — — 4 220 Phyllonethis redimita . — — 1 — — — 221 Crustulina guttata . . — — — — — 3 . — 222 Asagena phaierata . . 1 — 2 — — — _ 223 Euryopis laeta .... — — — — — — ' X 224 Theridium notatum . . — 1 — — . — — 1 225 Th. denticulatum . . . — — — — 1 — ^ .^ 226 Ceratinella brevis . . . — — — — — — 1 227 Minicia sundevalli . . — — — — — — — 1 228 Tigellinus saxicola . . — — — — — — 1 229 Metobobactrus prominulus — — — — — — 1 230 Trichiopterna blacla. ß) Das 1. Rückensegment ragt nicht vor; die Kopfplatte ist mehr oder weniger schräg nach vorn gerichtet; die Grundfarbe des Körpers ist weißlich; das 3, Fühlerglied ist unmittelbar am Ende am dun- kelsten und niemals nach der Basis hin mit einem dunklen Ringe gezeichnet; der Körper ist 2 — 3 mm lang. 87] Analytische Übersicht der Tiere 425 aa) An den Seiten der beiden Thorakalsegmente und der '.\ ersten Hinterleibssegmente stehen die dunklen Zeichnungen in zwei scharf gesonderten Längslinien, die auch auf dem Rücken nie durch dunkle Querzeichnungen verbunden sind; die Fühler sind so lang wie der Rumpf, ihr erstes Glied ist gewöhnlich fast so lang wie der Endteil der Vorderbeine vom Knie bis zum Ende der Kralle; 2^2 — 372 ^T^'' unter Laub in feuchten Wäldern Eiitomobrya iiiuscorum Nie. (orcheselloides Schaff er). ßß) Die dunklen Zeichnungen bilden an den Körpersegmenten nie zwei an den Seiten und oben scharf getrennte Längslinien; die Fühler sind weit kürzer als der Körper; Größe 1 — 2 mm. * Auf dem 4. Hinterleibssegmente verlaufen dorsal, vom Hinterrande aus, zwei ununterbrochene dunkle Linien fast parallel bis etwa in die Mitte des Segmentes nach vorn, um sich hier etwas nach außen zu erweitern, hinten sind dieselben durch eine feine dunkle Randlinie verbunden; weiter findet sich dorsal keine Spur einer dunklen Querbinde: in Wäldern, auf niederen Wacholderbüschen und in dicker Detritusschicht Eiitomobrya nivalis. ** Auf dem 4. Hinterleibssegmente befindet sich entweder eine, auch auf der Mitte des Rückens nicht unterbrochene dunkle Querbinde oder es stehen dicht nebeneinander am Hinterrande 2 oder 3 dunkle Flecke, die aber nicht ununterbrochen über \ 3 des Gliedes nach vorn reichen. Y Am Hinterrande des 1. Thorakalsegmentes (des Mesothorax) und auf der Mitte des 4. Hinterleibssegmentes befinden sich mehr oder weniger scharfe dunkle Querbinden; die erstere ist in der Mitte des Rückens gleich breit und die letztere ist auch auf der IVIitte niemals ganz unterbrochen; bisweilen ist der Körper fast ganz dunkel; Länge bis P/3 mm. O Das 3. Hinterleibssegment ist fast ganz einfarbig dunkel; dafür sind das L und 2. Hinterleibssegment oben bis zum Hinterrande hell; unter Rinde Eiitomobrya cortiealis. QO -Die 3 ersten Hinterleibssegmente sind ebenso wie die beiden Thorakalsegmente gefärbt, oben am Hinterrande mit einer dunklen Querbinde oder Randlinie versehen oder ganz verdunkelt. Die Grundfarbe ist (in Spiritus) bläulich oder rötlich, mehr oder weniger dunkel marmoriert; die dunklen Randlinien der Segmente sind querüber gleich schmal; auf Fichten und Wacholderbüschen Eiiloniol»rya iiiar^iiiata. 00 Die Grundfarbe ist rein hellgelblich; die dunklen Rand- binden der Segmente sind stets stellenweise erweitert, nament- lich am 2. und :». Hinterleibssegment, oder die dunklen Zeich- nungen breiten sich über den größten Teil der Segmente aus. 426 Tierwelt [88 ^- Bis zum o. Hinterleibssegmente sind nur Querbinden vor- handen ; dieselben sind namentlich auf dem 2. und 3. Hinter- leibssegmente an den Seiten des Rückens erweitert und nehmen bisweilen den größten Teil des Segmentes ein; an dürren Orten auf und zwischen Gras . Entoniobrya iiiultifasciata. '^ Bis zum 3. Hinterleibssegraente erscheinen die dunklen Zeichnungen vom Rücken gesehen wie drei dunkle Flecken- reihen: auf kalkhaltigem Boden zwischen Steinen Eiitomobrya disjuiicta. yy Das 1. Thorakalsegment (der Mesothorax) ist mit Einschluß des Hinterrandes hell; auf dem Hinterrande des 4. Hinterleibs- segmentes befinden sich nebeneinander dorsal immer 2 dunkle Längsflecke; im Moos und Detritus trockener Waldstellen Eiitoniobry« nicoletii Lubb. (muscorum aut.). B) Die Springgabel fehlt entweder vollkommen oder sie ist' kürzer als der Kopf, an der Bauchseite etwas nach vorn gerückt und am 4. Hinterleibs- segment befestigt. a) Am 4. Hinterleibssegmente, d. i. am 4. Segmente hinter demjenigen, welches das 3. Beinpaar trägt, ragt am Bauch ein SpringschAvanz trichter- förmig nach unten vor; die Farbe ist immer blau. aa) Unmittelbar unter der Fußkralle steht eine an der Basis plötzlich stark verdickte Borste; auf den Papillen am hinteren Körperende befindet sich je eine dicke Kralle. «) Über der Fußkralle steht ein Haar, das ebenso lang ist wie die Kralle und am Ende verdickt; die Kralle auf den Papillen des hinteren Körper- endes ist nicht halb so lang wie die Fußkralle; auf den beiden Ästen der Springgabel stehen einige dicke Zähne; 1^/4 mm: im Moos und Detritus trockener Wälder Achorutes socialis. (i) Über der Fußkralle befindet sich kein Haar, das auch nur annähernd so lang wäre wie die Kralle; die nach oben gerichtete Kralle auf den Papillen am hinteren Körperende ist so lang wie die Fußkralle; auf der Springgabel befinden sich keine Zähne; 1^4 ram; im Torfmoos Achorutes aruiatiis. bb) Unter der Fußkralle befindet sich kein an der Basis stark verdicktes Haar (keine Unterkralle); auf den Papillen am hinteren Körperende steht keine dorsale Kralle. a) Über der Fußkralle befinden sich zwei Haare fast von der Länge der Kralle, die am äußersten feinen Ende eine deutliche Verdickung zeigen; die Endklauen der Schwanzgabel sind dünn und gerade, über halb so lang wie das ebenfalls schlanke Gabelglied; 1 mm: im Moos eines trockenen Kiefernwaldes Sclioetlella liiermis. 89] Analytische Übersicht der Tiere 427 ß) Über der Fußkralle stehen keine längeren Haare: die Krallen der Springgabel sind gebogen und ventral bis fast zum Ende mit einer Haut umgeben; 1 mm; im Detritus eines Erlenwaldes Pseu(lach<)rutos diibius. b) Die Springgabel fehlt gänzlich; aber am hinteren Körperende befinden sich bisweilen zwei Krallen. aa) Die Körperfarbe ist dunkelblau; unter der Fußkralle befindet sich keine an der Basis stark erweiterte Borste (keine Unterkralle). «) Der Körper ist nicht dreimal so lang wie breit, höckerig und mit langen Borsten versehen; die Borsten auf dem Kopfe sind so lang wie das Endglied der dreigliedrigen Fühler; das vorletzte Glied der Fühler ist breiter als lang; über der Fußkralle stehen keine Keulenhaare: 2 mm; im Moos an lichten Stellen Xcaniira iiiu.scoriiiii. (i) Der Körper ist mindestens viermal so lang wie breit; die Borsten auf dem Kopfe sind nicht halb so lang wie das Endglied des viergliedrigen Fühlers; das vorletzte Fühlerglied ist länger als breit; über der Fußkralle stehen 2 — 3 Borsten, die etwa ebenso lang sind wie die Kralle und die am Ende mit einer sehr schwachen Erweiterung versehen sind: Länge unter 1^2 mm; unter lockerer Rinde und am Fuße der Stämme im Detritus Aiiuropliorus laricis. bb) Die Körperfarbe ist weiß: unter der Fußkralle befindet sich eine an der Basis stai'k erweiterte Borste (eine Unterkralle): über der Kralle be- finden sich keine Keulenhaare. u) Der Körper ist etwa viermal so lang wie an der breitesten Stelle breit: am hinteren Körperende befinden sich zwei Krallen fast von der Länge der Fußkrallen ; 1 mm : in faulenden Vegetabilien und im Torfmoos Aphorura ariiiata. ß) Der Körper ist etwa dreimal so lang wie breit: am hinteren Körper- ende befinden sich keine Krallen; 1 mm: in dicker Schicht vom Detritus und im feuchten Moos Aphorura iiierinis, Ohrwürmer, Dermatoptera. C. Brunner v. Wattenwyl, Prodromus der europäischen Orthopteren. Leipzig 1882. S. 1 -26. I. Das reife Tier ist mit Flügeldecken versehen, die, einzeln gemessen, länger sind als breit und (unter diesen) mit gefalteten Flügeln: die Zange ist nur bei jungen ungeflügelten Tieren lang und dünn, bei erwachsenen Tieren vom ersten bis zum zweiten Drittel stark verjüngt, beim cf immer an der Basis erweitert und gezähnt; das kleine Plättchen zwischen den Zangen am letzten Hinterleibssegment (das Pygidium) ist immer schwarzbraun, nicht heller als die dunkleren Körperteile; der Hinterleib ist nicht gefleckt; der Körper ist mit Zange 20 mm lang; unter loser Rinde, zwischen Steinen usw. an lichten Orten Forlicula auriciilaria. 428 Tierwelt [90 II. Die Flügel fehlen auch beim reifen Tier gänzlich, die Flügeldecken fehlen fast ganz; sie sind viel breiter als lang: die Zange ist auch beim reifen Tier lang und dünn, vom ersten bis zum zweiten Drittel kaum ver- jüngt; das Pygidium ist hellbraun, heller als die dunkelsten Körperteile; der Hinterleib ist bei jungen Tieren hell und dunkel gefleckt (entweder in der Mitte hell gefleckt oder an den Seiten dunkel gefleckt); Körper mit Zange 15 mm; die jungen Tiere unter Laub, die erwachsenen auf Sträuchern Chelidiira acaiithopygia. Schaben, Blattodea. C. Brunner v. Wattenwyl, Prodomus der europäischen Orthopteren. Leipzig 1882. S. 26—54. I. Der Pro thoraxrücken (das Rückensegment hinter dem Kopfe) ist ganz hellgelblich: die Schwanzanhänge sind an der Wurzel hellgelblich, nur im Endteil schwarz : 8 — 9 mm : im Moos und Gras an lichten Orten Ectobia livida. IL Der Prothoraxrücken ist in der Mitte schwarz, seltener rostrot, am Rande immer hellgelblich: die Schwanzanhänge sind ganz schwarz oder schwarz- braun: 8 — ^10 mm: an sonnigen Plätzen auf und zwischen Pflanzen Eftobia lappoiiiea. Geradflügler, Orthoptera. C. Brunner V. Wattenwyl, Prodromus der europäischen Orthopteren. Leipzig 1882. R. Tümpel, Die Geradflügler Mitteleuropas. Eisenach 1901. Psociden S. 144—157. I. Der Hinterleib ist am Hinterende mit zwei weit vorragenden, geraden Schwanzanhängen versehen: die Fühler bestehen aus mehr als oO Gliedern. A. Die Vorderbeine sind sehr breit, schauf eiförmig, der Rücken des Pro- thorax ist länger als breit: 35 — 50 mm lang: in Gärten, grabend (Jr.yilotalpa viiliiaris. B. Die Vorderbeine sind nicht breit schaufeiförmig: der Prothorax ist, vom Rücken gesehen, breiter als lang: 20 — 25 mm: auf sandigem Boden im Rasen Röhren grabend (frylliis campostri.s. H. Der Hinterleib ist hinten nicht mit langen dünnen Schwanzfäden versehen; die Fühler bestehen aus weniger als 30 Gliedern. A. Die Vorderschenkel sind wenig kürzer und dünner als die Hinter- schenkel: die Fühlerglieder sind, abgesehen von den beiden Grundgliedern, fein fadenförmig: die Flügel sind beim ausgebildeten Tiei- dünnhäutig und mit wenigen Queradern versehen 27:{— 3 mm (Psoridac). ("aocilius flavidiis. 91] Analytische Übersicht der Tiere 429 B. Die Vorderschenkel sind nicht halb so lang und nicht halb so dick wie die Hinterschenkel: die Fühlerglieder sind gegen das Ende der Fühler z.T. fast so breit oder breiter als lang: die Vorderflügel sind fest und mit vielen Queradern versehen. AA. Der Prothoraxrücken (das Segment hinter dem Kopfe) endet hinten sehr spitzwinklig und ragt beim ausgebildeten Tier bis ans Ende des Hinterleibes oder noch weiter vor: zwischen den Fußkrallen befindet sich kein Haftballen Tettix. a. Der Prothorax ragt mit seinem fast stabförmig ausgezogenen Hinter- ende beim ausgebildeten Tier weit über das Ende der Hinterschenkel hinaus: der Prothorax ist dann bei 11 mm Länge nur 2^/2 mm breit: der Rumpf ist 7 10 mm lang: an unbebauten, sonnigen, spärlich bewach- senen Orten . . . , Tettix subiilatus. b. Die Hinterschenkel reichen mit ihrem Ende auch beim ausgebildeten Tier bis ans Hinterende des Prothorax oder noch weiter: der Prothorax ist bei 9 mm Länge 3 mm breit, der Rumpf 7 — 10 mm lang: an dürren, sonnigen Orten mit Detritus, an nackten Bodenstellen Tettix bipiiiietatiis. BB. Der Prothorax ist hinten in der Mitte mehr oder weniger gerundet: abgesehen von der Rundung ist der Winkel, den der Hinterrand in der Mitte bildet, ein rechter oder stumpfer und reicht bei weitem nicht bis ans Ende des Hinterleibes. a) Zwischen dem Auge und der Fühlerwurzel befindet sich, über dem kleinen glänzenden (dem Auge vorn anliegenden) Nebenauge stets eine Grube, die nicht länger ist als breit: der Hinterrand des Prothorax bildet in der Mitte einen abgerundeten rechten Winkel: beim ausgebildeten Tiere sind die Hinterflügel schön himmelblau und mit einer schwarzen Binde versehen: der Rumpf ist lö 30 mm lang: auf nacktem, sandigem Humusboden, namentlich in Sandwegen. . . Oedipoda eoerulescons. b) Über dem kleinen (dem Auge vorn anliegenden) Nebenauge befindet sich am vordem Seitenrande des Scheitels fast immer eine langgestreckte Grube oder die Grube fehlt gänzlich: der Hinterrand des Prothorax ist in der Mitte bogig stumpf Avinklig: die Hinterflügel sind fast wasserhell oder schwach gefärbt. aa) Die etwas flachgedrückten Fühlerglieder sind im Enddrittel beim 9 über lY4tnal so breit, beim cf über doppelt so breit wie die Fühler- glieder des ersten Drittels in ihrem breitesten Endteil: der Rumpf ist beim cT 11, beim 9 15 mm lang: an dürren baumlosen Stellen im spär- lichen Rasen (ioinpliocerus iiia<-iilatiis. bb) Die etwas flachgedrückten Fühler sind im Endteil nicht oder kaum breiter als der Endteil der Glieder im ersten Drittel der Fühler: der Körper ist beim reifen -f über 12, beim ^ über l-'i mm lang. 430 Tierwelt [92 a) Die Seitenkiele auf dem Prothorax sind nur schwach einwärts gebogen: der Raum zwischen dem Mittelkiel und dem Seitenkiel ist hinten nicht \^/2Tinsi\ so breit wie an der schmälsten Stelle: die Farbe des Prothorax ist entweder grünlich oder hellbraun, niemals ist der Seiten kiel vorn außen und hinten innen scharf dunkel begrenzt: die Flügel reichen beim reifen 9 oft nicht bis zur Mitte des Hinterleibes: der Rumpf des r ist etwa 14, des 9 etwa 20 mm lang; besonders auf feuchten moorigen Wiesen im Grase . . Stüiiobotlirus paralloliis. fi) Die Seitenkiele des Prothorax sind am Ende des vordersten Drittels immer stärker einwärts gebogen und oft vorn außen und hinten innen scharf dunkel begrenzt, oder der Prothorax ist oben und an den Seiten dunkel graubraun: die Flügel reichen beim reifen 9 stets über die Mitte des Hinterleibes hinaus. (vt) Vorn oben auf dem Scheitel des Kopfes ist wenigstens der Anfang eines mittleren Längskieles vorhanden, dieser Kiel glänzt ebenso stark, wie die nach hinten im Winkel auseinander tretenden Scheitel- ränder: beim cf dasselbe ist an dem unten gerundeten Hinter- leibsende erkennbar ist die hinter der vordersten (bei anliegen- den Flügeldecken untersten) aus der Wurzel entspringenden stärkeren Längsader liegende Zelle schmaler als die breiteste Zelle auf der mittleren Flügelfläche. * Auf den Vorderflügeln befindet sich die breiteste Zelle zwischen der 3. und 4. aus der AVurzel entspringenden stärkeren Längsader von hinten (bei anliegenden Flügeldecken von der Älitte des Rückens aus) gezählt: die hinterste derselben mündet meist schon vor der Mitte der Flügellänge in die zweite ein: ein stets vor- handener scharfer weißer Fleck befindet sich der Hauptmasse nach zwischen der Verlängerung dieser 8. und 4. Ader: der Rumpf ist beim cf etwa 20, beim 9 fast 80 mm lang: im stärkeren Grase an unbebauten Stellen Steiiobothrus liiie«atus. ** Die breiteste Zelle befindet sich auf den Vorderflügeln (wenn man, wie oben, die verkürzte Ader mitrechnet) zwischen der 4. und 5. stärkeren Längsader von hinten: ist ein weißer Fleck deutlich, so befindet er sich nie zwischen der Verlängerung der 3. und 4. Ader: die Flügeldecken sind auf dem Rücken lebhaft grün, an den Seiten häutig rauchbraun: der Rumpf des cf ist etwa 15, der des 9 etwa 20 mm lang: auf trockenen grasreichen Wiesen Stenobotliriis viridiiliis. fifi) Auf dem Kopfe ist vorn bisweilen eine helle Mittellinie erkennbar, die aber niemals glänzt wie die Scheitelränder: beim o' ist die nahe dem Vorderrande (bei anliegenden Flügeldecken Unterrande) liegende Zelle die breiteste: auf der Flügelmitte ist das Geäder ähnlich wie bei St. viridulus, nicht wie bei St. lineatus. 93] Analytisciie Übersicht der Tiere 431 * Die Brust zwischen den Vorderhüften ist spärlich und kurz behaart: die Oberseite des Kopfes ist fast bis vorn hin gewölbt: noch vor dem Vorderrande der Augen ragt die Wölbung bei genauer Profil- ansicht des Kopfes über die glänzenden Scheitelränder vor: der Rumpf ist beim ^ etwa 14, beim Q etwa 20 mm lang: auf gras- reichen Waldlichtungen .... Stenobothrus liaeiiiorrhoidalis. ** Die Brust ist dicht und lang, fast wollig weili behaart: die Ober- seite des Kopfes ist vor dem Vorderrande der Augen deutlich flach gedrückt und nicht gewölbt. Y Beim 9 — dasselbe ist an den zwei nach oben und zwei nach unten gerichteten Skelettstücken am Hinterleibsende erkennbar ist zwischen der ersten und der zweiten aus der Wurzel der Flügel- decke entspringenden stärkeren Ader (bei aufliegenden Decken von unten gezählt) eine überzählige Längsader vorhanden: beim cf ist das zwischen der vierten und sechsten Längsader liegende Doppel- feld fast P/gmal so breit wie die zwischen der ersten und zweiten liegende Zelle: der Rumpf ist beim cf etwa 16, beim 9 etwa 22 mm lang: an sehr trockenen, sonnigen Plätzen Stenobothrus bieolor. •;■;- Beim 9 sind zwischen der ersten und zweiten Längsader höch- stens einige Queradern in der Längsrichtung miteinander ver- bunden: beim cf ist die Zelle zwischen der ersten und zw'eiten Längsader etwa so breit wie die Doppelzelle zwischen der \'ierten und sechsten Längsader: durchschnittlich etwas kleiner als vorige: auf trockenen Wiesen und auf Waldlichtungen Stenobothrus bi^uttulus. Schnabelkerfe, Rhynchota. I. Der Rüssel ist am Hinterrande der unteren Kopfseite eingelenkt Heuiiptera Homoptera. A) Am Ende der Hinterschienen befinden sich keine dicken Stacheln oder Sporen: die Beine sind vielmehr (wie der ganze Körper) zart gebaut und meist nur mit zarten Haaren besetzt: die Vorderflügel sind, wenn sie ent- wickelt sind, stets feinhäutig und liegen nicht dachartig dem Hinterleibe auf: die Fühler bestehen niemals aus 2 — 3 kurzen, dicken Grundgliedern mit einer feinen Endborste: sie sind vielmehr bis zur Mitte oder bis zum Ende deutlich gegliedert. a) Auf den Schenkel und die Schiene der Beine folgen zwei fast gleich lange Tarsenglieder: die vier Flügel sind etwa gleich groß und nur mit einer einzigen Längsader versehen I. Aleurodina S. 432. b) Auf Schenkel und Schiene der Beine folgt entweder gleich die Fuß- kralle oder ein einziges Tarsenglied oder gewöhnlich ein sehr kurzes und 432 Tierwelt [94 dann ein größeres Tarsenglied : die Flügel fehlen entweder ganz oder es sind nur zwei vorhanden oder es sind vier vorhanden und dann sind die Vorderflügel reich geädert. (a) die Füße sind mit einer einzigen Kralle versehen: die Flügel fehlen entweder gänzlich oder es sind (beim rf) deren zwei vorhanden II. (Joociiia S. 432. ß) Die Füße sind mit zwei Krallen versehen, von denen beim jungen Tiere die eine oft viel größer ist als die andere; die Flügel fehlen ent- weder ganz oder es sind deren vier vorhanden III. ApIiidiiiH S. 432. B) Am Ende der kräftigen Hinterschienen befinden sich stets kräftige Sjjoren: die Vorderflügel liegen, wenn sie vorhanden sind, dachartig dem Hinterleibe auf und sind fest und steif: die kurzen Fühler bestehen aus 2 — 3 dicken Grundgliedern und einer feinen, feingeringelten Endborste ly. Cicadiiia S. 435. H. Die Einlenkung des Rüssels ist vom hinteren Kopfrande entfernt: der Rüssel legt sich aber oft der Bauchseite des Körpers an und ist dann in der hinteren Hälfte der Kopfunterseite bisweilen in eine tiefe Rinne mit parallelen Rändern eingesenkt . . . Y. Heiiiiptera Heteroptera S. 441. I. Aleurodiiia. C. L. Koch, Die Pflanzenläuse. Nürnberg 1857. 1^/4 mm: am Ende der Flügellängsader befindet sich ein dunkler Schatten- fleck: an einem sonnigen Hange zwischen Heidekraut Aleurodcs brassicae. II. Schildläuse, Cocciiia. R. Newstead, Monograph of the Coccidae of the British Isles. 2 Vol. London 11)01 1903. Das "^T ist 2 mm lang und P/^ mm breit mit weißen Wachsschu})pen mehr oder weniger bedeckt: auch die Eier werden in Wachs eingehüllt: unter Laub und Moos Newstead ia floeeosa. in. Blatt- und Wurzelläuse, viphidina. Gr. B. Buckton, Monograph of the British Aphides. 4 Vol. London 1876--83. H. ScHOUTEDEN, Catalogue des Aphides de Belgique in: Mem. Soc. ent. Belg. Vol. 12. 1906, p. 189— 246. I. Am Hinterleib befindet sich im hinteren Drittel oder Viertel jederseits eine dünne Röhre, die mindestens doppelt so lang ist wie an der Basis dick. A) Die Höcker, auf deren Außenseite oder an deren Ende die Fühler ein- gelenkt sind, ragen, wenn man den Kopf von oben sieht, viel weiter nach vorn vor, als die Mitte der Stirn, welche die mittlere Ocelle, das Stirn- auge (oft ebenfalls auf einem Höcker stehend) trägt. 95] Analytische Übersicht der Tiere 433 a) Die Schiene der Hinterbeine ist bis weit über die Mitte hinaus fast ausschließlich, in der Wurzelhälfte ausschließlich mit Kolbenhaaren besetzt, nur vor dem distalen Ende treten mehrere spitz auslaufende Haare auf; die Fühler sind sehr lang, beim ungeflügelten Tier etwa so lang wie der Körper oder länger, beim geflügelten Tier etwa so lang wie der Flügel, aa) Die Farbe des Körpers ist grünlich, nur das Ende der Hinterleibs- röhren, der Beine und der Fühlerglieder ist dunkel gefärbt; die Kolben- haare auf dem 3. (dem 1. dünnen) Fühlergliede sind äußerst kurz, nicht halb so lang wie die Dicke des Gliedes; P/^ mm; an nassen Orten auf Spiraea, auf verschiedenen Schmetterlingsblütern usw. Macrosiphum ulmariae (Siphonophora pisi). bb) Nur die Farbe des Rumpfes ist dunkelgrünlich, schwarz gefleckt; die Fühler, die Beine, die Hinterleibsröhren und der Schwanzanhang sind schwarz, höchstens die Wurzelhälfte der Schenkel und des 3. Fühlergliedes hell; die Kolbenhaare auf dem 3. Fühlergliede sind etwa so lang wie die Dicke des Gliedes; 2 — 2Y2 nim; im sonnigen Rasen auf Achillea Macrosiphuiii uiillefolii. b) Die Schiene der Hinterbeine ist nur in der Wurzelhälfte mit vereinzelten sehr kurzen Kolbenhaaren, sonst nur mit spitz auslaufenden Haaren besetzt; die Fühler sind beim ungeflügelten Tier viel kürzer als der Körper, beim geflügelten viel kürzer als die Flügel. «) Beim geflügelten Tier sind die Hinterleibsröhren stets an der Wurzel am dicksten, um sich gegen das Ende allmählich zu verjüngen; beim ungeflügelten Tier sind die Innenränder der weit vorragenden seitlichen Stirnhöcker entweder nach vorn einander zugeneigt oder einander parallel; der Körper ist 1^/4 mm lang, auch beim geflügelten Tier grün- lich, wenig dunkel gezeichnet; auf Hopfen usw. . Phorodoii humuli. ß) Beim geflügelten Tier sind die Hinterleibsröhren vor dem Ende stets etwas bauchig erweitert; beim ungeflügelten Tier ragen die seitlichen Stirnhöcker weniger weit vor und ihre Innenränder treten nach vorn sehr stark auseinander; der Hinterleib ist beim geflügelten Tier, ebenso wie der Kopf und der Thorax, scharf dunkel gezeichnet; l^/2Toarü; auf verschiedenen Pflanzen, Nasturtium, Potentilla, Ranunculus usw. Rhopalosiphoii dianthi. B) Auf der Stirn ragen die Seitenhöcker, welche die Fühler tragen, wenn man den Kopf von oben sieht, entweder nicht merklich weiter oder gar weniger weit nach vorn vor als die Mitte der Stirn (mit dem Stirnauge); die Hinterleibsröhren sind schwärzlich gefärbt; die Fühler sind viel kürzer als der Körper Apliis. a) die Hinterleibsröhren sind nur etwa viermal so lang wde in der Mitte dick; die Fühler und die Enden der Beinglieder, die Rückenseite des Beiträge zur Naturdenkmalpflege. III 28 434 Tierwelt [96 Vorderkörpers und Flecke auf dem Hinterleibe sind dunkel gefärbt: 2\.j mm: auf verschiedenen Kreuzblütern usw Aphis brassicae. b) Die Hinterleibsröhren sind mindestens sechsmal so lang wie in der Mitte dick: P/^ mm: die Färbung ist ähnlich wie bei der vorhergehenden Art: auf Schlehen usw Aphis priiiii. H. Am Hinterleibe befinden sich entweder keine vorstehenden Röhren oder die hinten an jeder Seite stehende Röhre ist nicht länger als dick. A) Es ist hinten auf dem Hinterleibe jederseits eine deutlich über die Haut vortretende Röhre vorhanden: dieselbe ist aber bisweilen, wenn mit Stachel- borsten besetzte Höcker vorhanden sind, schwer erkennbar; von dem geringelten 5. Fühlergliede (dem Endgliede der Fühler) ist der verschmälerte Endteil lang ausgezogen: der verjüngte Endteil ist fast ebenso lang wie dick: die Augen sind mit mehr als zehn Facetten versehen: der Körper ist dreimal so lang wie dick (ilypliina. a) Der Körper ist mit Höckern und auf diesen mit je einer Stachelborste dicht besetzt: die Stachelborsten sind am längsten an den Seiten des Hinterleibes: auch auf der Stirn stehen jederseits vom Stirnauge einige Borstenhöcker, die höher sind als der Augenhöcker: das dunkle Endglied der Fühler ist doppelt so lang wie das vorletzte Glied: der Körper ist 1^/5 mm lang und dunkel gefärbt: an trockenen Orten im Moos und zwischen Gras (Jlyphiiia aeuleata n. sp. b) Die Haare sind sehr fein und stehen auf äußerst kleinen Höckerchen: sie sind am längsten am hinteren Körperende und auf der Stirn: das End- glied der Fühler ist dreimal so lang wie das vorletzte Glied: der Körper ist 1^/4 mm lang und hell gefärbt: an Ufern zwischen Detritus (ilyphiiia pilosa n. sp. B) Am Hinterleibe sind keine über die Oberfläche vorragenden Röhren und niemals Borstenhöcker vorhanden: das Fühlerendgiied ist nicht in einen langen dünnen Endteil ausgezogen: der verjüngte Endteil ist nicht doppelt so lang wie dick: die Augen sind wenig entwickelt, nur mit wenigen Facetten versehen. a) Die Fühler sind fünf gliederig : die drei Endglieder sind zusammen über P/gmal so lang wie die beiden Grundglieder zusammen. a) Das dritte Fühlerglied ist mindestens doppelt so lang wie jedes der andern Glieder: der graugrünliche Körper ist 3 mm lang und 2 mm breit: in dem Neste einer Ameise (Lasius flavus) . Forda foniiicaria. ß) Das dritte Fühlerglied ist nicht doppelt so lang wie das größte der andern Glieder. (tu) Das letzte Fühlerglied ist so lang wie die beiden vorhergehenden Glieder zusammen: der dünne Endfortsatz desselben ist etwa so lang wie das 4. Glied; das 4. Glied ist fast kugelig, dicker als das 3.; der Körper ist unbehaart, ^/^ mm lang und ^4 tu"^ breit: im durchwachsenen nassen Torfmoos unter Krüppelkiefern Tyclieoides (Tychea) eraf:;rosli(lis. i 97] Analytische Übersicht der Tiere 435 ßß) Das 4. Fühlerglied ist viel länger als das 5., doppelt so lang wie breit; das Endglied ist am Ende nur in eine schiefe Spitze ausgezogen; die Hinterleibssegmente sind mit Querreihen langer, mehr oder weniger gebogener Haare besetzt; diese Haare sind so lang wie die beiden End- glieder der Fühler zusammen: der Körper ist V/^ mm lang und ^/g mm breit; im Moos eines Kiefernwaldes . Tycheoides loiigisetosa n. sp. b) Die Fühler sind dreigbederig; das dritte Glied ist mehr oder weniger geringelt, aber kaum länger als die beiden Basalglieder zusammen; das 2. Rüsselglied (zwischen dem dicken Basalgliede und dem dünnen End- gliede liegend) ist, wenn man den Körper von der Bauchseite sieht, kaum länger als dick; das Endglied der Fühler ist kürzer als das Endglied des Rüssels; der Körper ist l^/g mm lang und '^/j mm dick; im nassen Torf- moos zwischen Birken Phylloxera crassirostris n. sp. IT. Zikaden, Cicadiiia. G. Flor, Die Rhynchoten Livlands, Bd. H, Dorpat 1861. L. Meliciiar, Cicadinen (Hemiptera-Homoptera) von Mittel -Europa, Berlin 1896. I. Die Fühler stehen unter den Augen meist in einer Einbuchtung derselben und ragen weit zur Seite vor; ihre beiden verdicken Grundglieder sind etwa halb so lang wie der Kopf mit den Augen breit ist; das dicke zweite Glied ist mit auffallenden napfförmigen, am Rande behaarten Sinnesorganen ver- sehen ; am Ende der Schiene des dritten Beinpaares befindet sich (abgesehen von ganz jungen Larven) aulier den Dornen ein beweglicher, am Rande gesägter Sporn, der so lang ist wie das Endglied der Tarsen; vorne am Kopfe befinden sich Längskiele; zwischen den Seitenkielen und an andern Körperstellen befinden sich beim jungen Tier stets kleine Näpfchen; die Flügeldecken sind, auch beim reifen Tier, nicht halb so lang wie der Hinter- leib; (die jungen Tiere sind z. T. noch nicht der Art nach unterscheidbar). A) Vorn am Kopfe sind, auch beim reifen Tier, stets vier getrennte Kiele (also kein Mittelkiel) vorhanden; die kurzen, einfarbig dunkelbraunen Flügel- decken sind hinten breit weiß gerandet; bei (ausgefärbten) jungen Tieren ist der Vorderkörper oben scharf hell und dunkel marmoriert und an den dunklen Hinterleibsringen befinden sich dorsal zu jeder Seite am Hinter- rande oder unmittelbar vor dem Hinterrande kleine helle Punkte; 2^/3 bis 3^2 mm; im Moos hochstämmiger Kiefernwälder Stiroma alboinargiiiata. B) Vorn am Kopfe sind beim reifen Tier stets drei Kiele (also ein Mittelkiel) vorhanden ; die Flügeldecken sind nicht dunkel und hinten weiß gerandet; die jungen Tiere besitzen vier Kiele, aber sie sind (abgesehen von Libumia forcipata) anders gefärbt als unter A angegeben wurde. 28'^ 436 Tierwelt [98 a) Das erste Fühlerglied ist am Ende fast doppelt so dick wie an der Wurzel; die kurzen Flügeldecken sind auf dem Geäder mit mehreren schwarzen Flecken versehen; auf den Seiten der einzelnen Hinterleibs- segmente befindet sich dorsal eine gebogene Reihe rundlicher, heller Flecke; der Raum zwischen den Kielen vorn am Kopfe ist querüber hellgelblich; 3 — 3^2 mm; an sumpfigen Stellen zwischen dichtem hohen Grase Conoiiiplus iimbatus. b) Das Grundglied der Fühler ist vor dem Ende nicht 1^ o i^^^ so dick wie an der Wurzel; die Flügeldecken sind auf den Adern nicht schwarz gefleckt: der Raum zwischen den Kielen vorn am Kopfe ist oft mehr oder weniger dunkel gezeichnet; auf den Hinterleibsringen befinden sich helle Flecke allenfalls unmittelbar vor dem Hinterrande . . Libiirnia. aa) Das reife Tier ist, abgesehen von den weichen Teilen zwischen den Hinterleibssegmenten, fast ganz schwarz oder schwarzbraun, der Vorder- körper ist kaum heller als die Hinterleibssegmente; beim jungen Tier ist der Körper ebenfalls verhältnismäliig dunkel, aber stets hell gezeichnet; stets befindet sich eine Reihe heller Punkte an oder vor dem Hinterrande der Hinterleibssegmente; 2 — 2^2 «im; an lichten, feuchten Stellen im Moos Liburnia forcipata. bb) Beim reifen Tier sind stets ausgedehnte Teile auch des festen Panzers hell braungelblich oder weißlich gefärbt; auch die jungen Tiere sind sehr hell gefärbt. a) Der mittlere der drei Stirn kiele ist, wenn man den Kopf genau von vorn sieht, schon unter der Augenmitte bis oben hin gegabelt; auf den Rückenschildern des Hinterleibes befinden sich, auch bei jungen Tieren, dunkelbraune Zeichnungen, namentlich zu beiden Seiten der Mittellinie. aa) Über den Rücken des Körpers verläuft von der Stirn bis zum Hinter- leibsende eine helle Längsbinde, die jederseits dunkel eingefaßt ist; der Raum zwischen den Kielen vorn am Kopfe ist querüber dunkel, mehr oder weniger hell gefleckt; die verkürzten Flügeldecken sind am Ende abgerundet ; 9 ^^^j^ mm ; an sonnigen Stellen im Gras und Moos Liburnia fairmairei. ßß) Nur der Vorderkörper (der Scheitel, der Vorderteil des Pronotum und das Schildchen) ist dorsal hell gefärbt; auf dem Hinterleibe tritt nur eine helle Mittellinie hervor; vorn am Kopfe sind nur die Ränder der Kiele dunkel gefärbt; die verkürzten Flügeldecken sind hinten etwas gestutzt; 9 2^/4 mm; im Moos eines jungen Kiefernwaldes Liburnia (listinj^ncnda. ß) Vorn am Kopfe ist der Mittelkiel oben nicht gegabelt: der Kcirper ist fast ganz hellbraungelb, auch der Rücken des Hinterleibes ist nur stellenweise, namentlich an den Rändern der Segmente, etwas dunkler; die verkürzten Flügeldecken sind gelblich; am inneren Endwinkel beim 99] Analytische Übersicht der Tiere 437 cT mit einem dunklen Winkelfleck versehen ; 1^/^ — 2^4 mm ; im nassen Torfmoos Liburiiia flaveola. II. Die Fühler stehen mehr oder weniger verborgen am vordem Innenwinkel des Auges; die beiden dicken Basalglieder derselben sind zusammen nicht viertel so lang wie der Kopf mit den Augen breit ist; das zweite Glied ist nicht mit dornrandigen Grübchen versehen; am Ende der Schiene des dritten Beinpaares befindet sich nie ein beweglicher Sporn. A) Die Hinterschiene ist dorsal — wenn man die Beugeseite die Ventral- seite nennt — höchstens mit einer oder mit zwei Reihen von sechs Stacheln versehen, von denen keiner über dreiviertel so lang ist, wie unter ihm die Schiene dick ist. a) An der Vorderschiene ist die Ventralseite nicht mit stärkeren Stacheln versehen als die Dorsalseite; die Hinterschiene ist vollkommen gerundet; Kanten sind nur bisweilen durch äußerst feine Stachelreihen angedeutet, aa) Der Rüssel besteht aus zwei Gliedern; das zweite Glied der Fühler ist fast kugelig, über viermal so dick wie das dritte, das sich als Borste fortsetzt; es ist mit äußerst feinen zarten Anhängen dicht besetzt; an der Vorderseite des Kopfes und an andern Körperteilen befinden sich zahlreiche hellfarbige Grübchen; 3 mm lang; unter Moos und Detritus Cixius nervosus-Larve (?). bb) Der Rüssel besteht aus drei gesonderten Gliedern; das zweite Fühler- glied ist zylindrisch, nicht dreimal so dick wde das dritte, welches sich als Borste fortsetzt, nicht mit feinen zarten Anhängen dicht besetzt; an der Vorderseite des Kopfes befinden sich niemals helle Grübchen, a) Das dritte Rüsselglied ist nicht oder kaum länger als das zweite; Flügel und Flügeldecken sind vorhanden und reichen bis ans Ende des Hinterleibes; 6mm; auf niederen Pflanzen. . Philaeiius spumarius. ß) Das dritte Rüsselglied ist über P/g mal so lang wie das zweite; es sind höchstens Ansätze von Flügeln und Flügeldecken vorhanden : dieselben reichen nicht bis zur Mitte des Hinterleibes; ßVo ^i^i: im Moos und De- tritus auf feuchtem Waldboden Apliropiiora alni-Larve. b) Die Vorderschienen sind an der Ventralseite (im Gegensatz zur Dorsal- seite) stets mit kräftigen Dornen bewaffnet; die Hinterschienen sind kantig. aa) Der Kopf ist schaufeiförmig dünn, doppelt bis dreimal so lang wie der Prothorax, er ragt wagerecht nach vorn vor; die flache Verlängerung ist oben und unten in der Mitte mit einem Längskiel versehen und der Rand setzt sich von vorn bis fast zum Hinterrande über das Auge fort; 7 bis 9 mm lang, 2 mm breit; an sonnigen Stellen im Detritus (bei der Var. depressa ist der Kopf länger als breit) .... Eupelix cuspidata. bb) Der Kopf ist nicht schauf eiförmig nach vorn verlängert; a) Die Fühler stehen vor den Augen in einer Grube, die oben und unten von einem Kiel begrenzt ist; die dorsalen Dornen der Hinterschienen 438 Tierwelt [100 sind ebenso kräftig und ebenso lang wie die ventralen; der Rücken ist, so weit er von den Flügeln bedeckt ist, gerade; 4 mm lang, V/^ mm breit; an sonnigen Stellen zwischen Gras und Moos Megophthaliiiiis scaiiicus. ß) Die Vorderseite des Kopfes ist nur über den Fühlern querüber scharf gekielt; an den Hinterschienen sind die ventralen Dornen viel länger und stärker als die dorsalen; die auf den Hinterleib gelegten Flügel- decken bilden oben eine stark gebogene Linie ; 3^/^ mm lang, P/^ mm breit; auf und zwischen Heidekraut Ulopa reticulata. B) Die Hinterschienen sind dorsal mindestens mit einer Reihe von 7 Stacheln versehen, die bei Tieren, deren Flügeldecken annähernd bis zum Ende des Hinterleibes reichen, z. T. fast ebenso lang sind wie der Durchmesser der Schiene unter ihnen dick ist, bei Tieren mit unentwickelten Flügeldecken wenigstens halb so lang. AA) Die Vorderschiene ist genau am Dorsalrande höchstens vor dem Ende mit einem längeren Stachel versehen, oft dagegen mit zahlreichen abstehen- den Haaren besetzt. a) Die Vorderschiene ist ventral entweder mit zwei Reihten von mindestens 3 — 4 Stacheln versehen oder sie ist (bei jungen ungeflügelten Tieren) fast ganz stachellos, aa) Der Kopf ragt, von oben gesehen, in der Mitte sehr wenig vor; der Scheitel ist zwischen den Augen etwa dreimal so breit wie in der Mitte lang, mit zwei großen schwarzen Flecken versehen; der Hinterleib ist hellgelblich und schwärzlich quergebändert; die oft verkürzten Flügel- decken sind hell und schwärzlich längsgestreift; die beim reifen Tier vorhandenen punktförmigen Nebenaugen befinden sich auf dem Über- gang zur Vorderseite des Kopfes; 3^3 mm lang, IY3 mm breit; zwischen Gras auf trockenen Wiesen Ag^allia braehyptora. bb) Der Kopf ist, von oben gesehen, namentlich in der Mitte immer stärker nach vorn vorgezogen, zwischen den Augen nicht 2^2 mal so breit wie lang und anders gezeichnet; die beim reifen Tier stets vor- handenen Nebenaugen befinden sich auf der Oberseite des Kopfes, oft nahe an dessen Vorderrande. «) Die beim reifen Tier vorhandenen Nebenaugen stehen, wenn man den Kopf von oben sieht, dessen Hinterrande näher als dessen Vorderrande; die Farbe ist beim reifen Tier schön grün, beim jungen Tier schön gelb; der Kopf zeigt auf der Oberseite zwei schwarze Flecke; 8 mm lang, 2 mm breit; im feuchten Wiesengras Tetti^oiiia viridis. ß) Die beim reifen Tier vorhandenen Nebenaugen stehen nahe am Vorder- rande des Scheitels; die Farbe ist nicht schön grün oder gelb. u mal so lang wie der zweitlängste; meist sind beide fast gleich lang; die dritte Längs- ader der Flügel ist meist völlig gerade und mündet sehr nahe dem Flügelende; die Verdickung der Randader geht nicht um die Hälfte der hinteren Querader über ihre Mündung hinaus. ««) Von den dorsalen Stacheln der Basalhälfte der Mittelschiene ist der längste höchstens etwa l^^ mal so lang- wie der zweitlängste; oft sind beide fast gleich lang. * Auf der Dorsalseite der Mittelschiene stehen die beiden Stacheln der Distalhälfte bei Profilansicht der Schiene soweit voneinander entfernt, daß der distale vom Ende nicht doppelt so weit entfernt ist wie von dem andern (proximalen) Stachel; die Flügel sind ver- kürzt; die Farbe des Tieres ist schmutzig gelbbräunlich, die Fühler sind am dunkelsten; 2 mm; zwischen hohen Sumjjfpflanzen Liinosiiia pseudoiiivalis. ** Auf der Dorsalseite der Mittelschiene stehen die beiden großen Stacheln der Distalhälfte entweder gleichweit vom Ende entfernt oder der eine kaum hinter dem andern, so daß der distale bei Profil- ansicht der Schiene vom Ende derselben über zweimal so weit ent- fernt ist wie vom proximalen; der Körper ist größtenteils schwarz. t Der distale dorsale Stachel auf der Distalhälfte der Mittelschiene ist weiter als die Länge des ventralen Endstachels vom distalen Ende der Schiene entfernt; die Beine sind mit Ausschluß der hell- gelblichen Vorderhüfte dunkelbraun; der Kopf ist unter den Augen gelblich; 2^/4mm; an schattiger Stelle im durchwachsenen nassen Torfmoos Limosiiia loiii'isetosa. •;t Der distale dorsale Stachel der Mittelschiene ist nicht um die Länge des ventralen Endstachels vom Ende der Schiene entfernt; die Beine sind mit Ausschluß der Gelenke und Tarsen dunkel; der Kopf ist unter den Augen von schwarzer Grundfarbe. O Der zweite x\bschnitt des Flügelvorderrandes ist kürzer als der dritte Abschnitt; die Schwinger sind braun, Aveißlich gestielt; auf der Mittelschiene befindet sich in der Mitte zwischen dem dorsalen Stachelpaar der distalen Hälfte und dem Stachelpaar der Wurzel- hälfte ein kleiner Dorsalstachel; 2 mm; unter Moos im Kiefern- walde Limosiiia pusio. 131] Analytische Übersicht der Tiere 469 QO Der zweite Abschnitt des Flügel vorderran des ist etwas länger als der dritte; die Schwinger sind ganz weißlich; den dorsalen Stacheln der distalen Schienenhälfte der Mittelbeine gehen nur zwei kleine Stacheln kurz vorher Liinosiiia parapusio. jiß) Von den dorsalen Stacheln der Wurzelhälfte der Mittelschiene ist der eine mindestens 1^/2 mal so lang wie der andere oder es ist nur ein Dorsalstachel in der Basalhälfte vorhanden. * Von den dorsalen Stacheln auf der Distalhälfte der Mittelschiene ist der längste nur l^/g mal so lang wie der nächstgrößte; auf der Basalhälfte ist nur ein einziger eigentlicher Stachel vorhanden: der zweite und dritte Abschnitt des Flügelvorderrandes sind fast genau gleich lang; 2 mm; im feuchten lockeren Torfmoos zwischen Gebüsch Limosiiia piimilio. ** Von den dorsalen Stacheln der Endhälfte der Mittelschiene sind die beiden längsten einander fast gleich; in der Basalhälfte geht dem Hauptstachel stets wenigstens ein kleiner, abstehender, kurz zugespitzter Stachel vorher; der zweite Abschnitt des Flügelvorder- randes ist immer merklich länger als der dritte. Y Die beiden dorsalen Stacheln auf der Endhälfte der Mittelschiene sind gleichweit vom distalen Ende derselben entfernt; der größte der ihnen unmittelbar vorangehenden Stacheln ist ziemlich genau halb so lang wie der größte der größeren; l^/g — 2 mm; im schattig- stehenden, nassen, durchwachsenen Torfmoos Liinosiiia simpiieiiiiana. tt Die beiden Dorsalstacheln auf der Endhälfte der Mittelschiene stehen, wenn man die Schiene im Profil sieht, soweit hintereinander, daß die Entfern vmg beider voneinander über halb so groß ist, wie die des distalen vom Ende der Schiene: der eine der diesen beiden Stacheln wurzelwärts voraufgehenden kleineren Stacheln ist weit über halb so lang wie der längste Schienenstachel. O Die Schwinger sind ganz schwarz; die Vorderschiene des d' ist weit dicker als die Hinterschiene: 2^/2 mm; unter nassem abge- fallenen Buchenlaub Liinosiiia crassiinaiia. 00 Die Schwinger sind weißlich, nur der Knopf ist bräunlich; die Vorderschiene des o ist nicht dicker als die Hinterschiene. ( Dem größeren dorsalen Stachel auf der Wurzelhälfte der Mittel- schiene geht nur ein kleiner, kurz zugespitzter Stachel basalwärts voraus; das Untergesicht ist dunkelbraun; 273 mm; im lockeren aber nicht durchwachsenen, sonnig stehenden Torfmoos zwischen Büschen Limosina glabra. ( l Dem größeren dorsalen Stachel auf der W^urzelhälfte der Mittel- schiene gehen basalwärts zwei kleine Stacheln voran; das Unter- gesicht ist schwarz, der Körper 8 mm lang. 470 Tierwelt [132 '--y Das zweite Glied der Hintertarsen ist, am Ventralrande ge- messen, nur 1^/3 mal so lang wie das erste Glied; die Flügeladern sind alle gleich hell gefärbt; 3 mm; im Moos eines trockenen Kiefernwaldes Limosiua tristis. ^ Das zweite Glied der Hintertarsen ist, am Ventralrande ge- messen, fast doppelt so lang wie das erste; der Endteil der dritten Flügellängsader und der Vorderrandader ist schwarz; 3 mm; im Moos einer feuchten Fichten-Buchenwaldlichtung Limosiua iiigriiiervis. Bß) An der Schiene der Mittelbeine befindet sich etwas distal von der Mitte kein bei Profilansicht des Beines ventral vorragender Stachel. a) Am Metatarsus der Mittelbeine befindet sich entweder in der Nähe der Wurzel oder etwas wurzelwärts von der Mitte ein ventraler Stachel, der nicht küi'zer ist als der ventrale Endstachel des Metatarsus. aa) Der ventrale Stachel am Metatarsus der Mittelbeine befindet sich wenig vor der Mitte des Gliedes; die beiden großen dorsalen Stacheln auf der Endhälfte der Schiene der Mittelbeine sind fast gleichweit vom distalen Ende der Schiene entfernt, so daß sie sich bei Frofilansicht der Schiene an der Wurzel berühren oder fast berühren; das Schildchen ist matt, sammetschwarz ; 1^/^ mm; im Moos einer Schonung Liiiiosiiia seutellaris. bb) Der ventrale Stachel des Metatarsus der Mittelbeine steht nahe an der Wurzel des Gliedes; die beiden großen Dorsalstacheln der Endhälfte der Schiene sind bei Profilansicht der Schiene halb so weit vonein- ander entfernt wie der hintere vom Ende des Gliedes entfernt ist; in der basalen Schienenhälfte ist nur ein Stachel vorhanden; das Schild- chen ist nicht sammetschwarz. «) An der Ventralseite der Mittelschiene befindet sich eine Reihe von etwa IG kurzen Stacheln; der Körper ist schwarz, 2 mm lang; im nicht sehr nassen, dichten, sonnigstehenden Torfmoos Liinosiua scptoiitrioiialis. ß) An der Ventralseite der Mittelschiene befinden sich nur vor dem distalen Ende drei kurze Stacheln; dann folgen bis zur Wurzel ge- wöhnliche Haare; der Körper ist hellbraun, nur die Fühler sind ganz schwarz ; V'/^ mm ; im Detritus eines Erlenbruchs Liiiiosina iiif»Ticoriiis. b) Am Metatarsus der Mittelbeine befindet sich in der Wurzelhälfte kein ventraler Stachel, der dem ventralen Endstachel des Gliedes auch nur annähernd gleich wäre. aa) Die Stacheln auf der Dorsalseite der Schiene der Mittelbeine sind nicht länger als die Dicke der Schiene an der dicksten Stelle; auf der Wurzelhälfte derselben ist nur ein dorsaler Stachel vorhanden; der zweite 133] , Analytische Übersicht der Tiere 471 Abschnitt des Flügelvorderrandes ist V ^ mal so lang wie der dritte; 1^/4 mm; im Detritus eines Erlenbruchs . . . Liinosiiia brevispiiia. bb) Der längste Stachel auf der Dorsalseite der Mittelschiene ist minde- stens doppelt so lang wie die Dicke der Schiene; in der Wurzelhälfte ist die Schiene mit zwei dorsalen Stacheln versehen; der zweite Ab- schnitt des Flügel Vorderrandes ist etwas kürzer als der dritte; «) Die Mittelschiene ist ventral mit einer Reihe von 16 — 18 kurzen dicken Stacheln versehen; diesen gegenüber stehen, wenn das Bein gebogen ist, am Schenkel etwa 10 abstehende Borsten; die beiden Stacheln auf der Wurzelhälfte der Mittelschiene sind nicht gleich weit vom Wurzelende der Schiene entfernt, stehen also bei Profilansicht der Schiene hintereinander. ««) Die beiden kleinen Stacheln, welche den beiden großen dorsalen Stacheln der Schienenendhälfte der Mittelbeine wurzelwärts vorauf- gehen, stehen bei Profilansicht der Schiene genau in Deckung, sind also gleich weit vom distalen Ende der Schiene entfernt; an den Vorderbeinen ist das Ende der Schiene und das erste Tarsenglied fast schwarz: die Fühler sind ebenfalls schwarz; 2^3 mm; zwischen Heide- kraut in einer sehr jungen Schonung .... Liiuosiua ochripes. (iß) Die vier dorsalen Stacheln auf der Endhälfte der Mittelschiene stehen bei Profilansicht der Schiene getrennt in einer Reihe; an den Vorderbeinen ist das Ende der Schiene und das erste Tarsenglied kaum verdunkelt; die Fühler sind braungelb, nur das Ende des dritten Gliedes ist dunkler; 1^ ^ mm; im lockern, durchwachsenen und mit abgefallenem Laub gemischten Torfmoos unter kleinen Erlenbüschen Liniosiiia flavipes. ß) Die Mittelschiene ist ventral nur mit einem langen Endstachel ver- sehen, sonst fein behaart und ebenso die Ventralseite der Schenkel nur anliegend behaart; auf der Wurzelhälfte der Mittelschiene stehen, ebenso wie auf der Endhälfte die beiden größeren Stacheln gleichweit vom Ende entfernt; die Beine sind braun z. T. fast schwarz, nur die Vorderhüfte ist hellgelblich; P/^ mm; im sonnigen, lockeren, nicht durchwachsenen Torfmoos unter Büschen . . Limosina coxata. Bb) Wenn die Flügel vorhanden sind, so reicht die vierte Längsader bis zum Rande und verbindet sich hier mit der verdickten Randader; oder die Flügel sind so stark verkürzt, daß sie nicht bis zur Wurzel des Hinter- leibes reichen: die Hinterschiene ist am Ende mit einem ventralen Sporn versehen, der mindestens so dick ist wie die Fußkrallen. Aa) Die Hinterschienen sind allerseits, auch ventral, mit senkrechten Borsten versehen, welche so lang sind wie die Schiene dick ist; die Mittelschienen sind nur im Enddrittel mit Stacheln versehen; die Flügel sind so stark verkümmert, daß sie nicht bis auf die Wurzel des Hinterleibes reichen; 3^4 mm; unter Laub in einem Erlenbruch . . . Apleriiia pcdostrls. 472 Tierwelt [134 Bß) Die Hinterschienen sind ventral nicht mit langen senkrechten Haaren versehen; die Mittelschienen sind mindestens an einer Seite bis über die Älitte nach der Wurzel hin mit Stacheln versehen; die Flügel sind wohl entwickelt und reichen mindestens bis ans Ende des Hinterleibes. a) Die Vorderschiene ist dorsal mit zahlreichen Borstenhaaren besetzt, die länger sind als der Durchmesser der Schiene; die Mittelschiene ist in der Wurzelhälfte mit mindestens drei Stacheln versehen, die so lang sind oder länger als die Dicke der Schiene unter ihnen; auf der dritten Längsader der Flügel ist die hintere Querader von der vorderen etwas weiter entfernt als vom Rande; der Thoraxrücken ist etwas metallisch schwarz; ebenso sind der Kopf und die Beine ganz schwarz; 5 mm; unter nassem Buchenlaub IJorborus iiij»Tieeps. (C. RoNDAXi, Copromyzinae, in: Bull. Soc. ent. Ital. A. 12, 1880 p. 9.) b) Die Vorderschiene ist dorsal nur vor dem Ende mit einer längeren Borste versehen ; die Mittelschiene in der Wurzelhälfte mit höchstens zwei Stacheln, die solang sind, wie die Dicke der Schiene unter ihnen; auf der dritten Längsader der Flügel ist die hintere Querader der vorderen Querader näher als dem Rande; der Thoraxrücken ist matt bestäubt und längsgestreift; der Kopf und die Beine sind z. T. rot- bräunlich; ö mm; zwischen Kiefernnadeln . . . Borboriis eqiiiinis. BB) Das Wurzelglied der Hintertarsen ist länger als das zweite Tarsen- glied und dicker als die Schiene; die fünfte Längsader der Flügel reicht ganz oder fast ganz bis zum Rande. a) Die Beine sind ganz schwarz; die Mündung der dritten Flügellängsader in den Rand ist (in gerader Linie gemessen) ebensoweit von der Mündung der vierten Längsader wie von der der zweiten entfernt: 3 mm: unter Himbeergestrüpp im Kiefernwalde .... Spliaerocera deiiticulata. b) Die Beine sind mehr oder weniger braungelb, immer sind die Vorder- hüften hell gefärbt; die Mündung der dritten Flügellängsader in den Rand ist P/o mal so weit von der Mündung der zweiten wie von der der vierten entfernt; 2^/2 mm; unter Erlenlaub . . . Spliaerocera piisilla. n. Die Fühler bestehen aus einer grölieren Zahl von Gliedern, von denen das erste oder die beiden ersten oft dicker sind. A) Die Fühlerglieder sind, wenigstens vom vierten Gliede ab, zylindrisch, länger als dick und dabei zugleich kurz und dicht behaart; oft durch einen kurzen Stiel voneinander getrennt. AA) Die erste zarte Flügellängsader hinter den beiden kräftigen Adern in der Nähe des Vorderrandes ist so lang gegabelt, daß der Gabelstiel nicht halb so lang ist, wie die kürzere Gabelzinke; auf der Dorsalseite der Hinterschiene befindet sich eine mehr oder weniger regelmäßige Längsreihe von 3 — 6 stärkeren Stacheln i>IycetopIiiIiiieae. (J. WiNNERTZ, Beitrag zur Monographie der Pilzmücken in: Abhandl. zool. bot. Ges. Wien Bd. 13, 18G3, S. 637 ff.). 135] ' Analytische Übersicht der Tiere 473 Aa) Auf der Flügelfläche befindet sich eine größere, am Ende geschlossene Zelle, die von vorn bis hinten vier Adern entsendet; die zweite von diesen Adern ist doppelt gegabelt; die Schiene der Vorderbeine ist, abgesehen von dem Endsporn, nur mit Haaren bekleidet; 8^/4 mm; unter trockenen Fichtenzweigen und Fichtennadeln Platyura bicolor. Bb) Die einzige größere, allseitig geschlossene Zelle auf der Flügel- fläche entsendet drei Adern, von denen die dritte einfach gegabelt . ist; die Schiene der Vorderbeine ist stets, abgesehen von den End- spornen und der feinen Behaarung, mit wenigstens 2 — 8 kleineren Stacheln versehen. A«) Zwischen der geschlossenen Flügelzelle und dem Vorderrande be- findet sich eine schwächere Ader, die mindestens ebenso lang ist wie die geschlossene Zelle; sie mündet in den Flügelvorderrand ein und ist mit der geschlossenen Zelle durch eine kleine Querader verbunden; die Schiene der Vorderbeine ist, abgesehen von dem Endsporn und den Endstacheln, mit etwa zehn mehr oder weniger großen Stacheln ver- sehen; die Schienensporne sind viel heller als die Schienen. a) Die den Flügelvorderrand bildende dicke Ader bricht etwa auf ein Drittel zwischen der Mündung der dritten und vierten Längsader in den Rand ab; die Hinterhüfte ist außen bis zum Ende dunkel gefärbt; 6 mm ; im abgefallenen Erlenlaub Boletiiia nig'ricoxa. b) Die verdickte Vorderrandader der Flügel bricht etwa auf der Mitte zwischen der Mündung der dritten und vierten Längsader ab; die Hinterhüften sind in der Endhälfte hell gefärbt; 3^2 — 4^/o mm; unter Buchenlaub Boletina sciariiia. Bj») Zwischen der geschlossenen Flügelzelle und dem Vorderrande be- findet sich keine längere, zarte Ader, sondern nur ein Rudiment; die Vorderschiene ist, abgesehen vom Endsporn und von den Endstacheln, nur mit 2 — 3 kleinen Stacheln versehen. a) Der Stiel der gegabelten dritten (aus der geschlossenen Flügelzelle entspringenden) Ader ist länger als die Ader, welche die Wurzel des Stieles mit der kleinen Querader des Flügels verbindet; die Stachelchen an den Mittel- und Hinterschienen sind wenig länger als die Dicke der Schiene; 3 mm; im Moos eines Kiefernwaldes . Allodia oriiatieollis. b) Der Stiel der gegabelten dritten Flügellängsader ist kürzer als die Verbindung seiner Wurzel mit der kleinen Querader; die Stacheln der Mittel- und Hinterschienen sind z. T. mindestens dreimal so lang wie die Dicke der Schiene. u) Der Flügel ist auf der Querader mit einem großen dunklen Fleck versehen; der kürzeste Endsporn der Mittel- und Hinterschienen ist mindestens P/.j mal so lang wie der längste Stachel; 3 mm; im abgefallenen Laube eines Erlengebüsches . . Myceloidiila liiioola. 474 Tierwelt [136 ß) Der Flügel ist nicht mit einem dunklen Fleck versehen ; der kürzeste Sporn der Hinter- und Mittelschiene ist höchstens P/5 mal so lang- wie der längste Stachel: 5 mm; zwischen abgefallenen Kiefernnadeln Mycetophila punctata. BB) Die erste zarte Flügellängsader zwaschen der zweiten, kräftigen Längs- ader (in der Nähe des Flügelvorderrandes) und dem Hinterrande der Flügel ist kürzer gegabelt, so daß der (oft undeutliche) Gabel stiel länger oder fast so lang ist wie die kürzere Gabelzinke; auf der Dorsalseite der Hinter- schiene befinden sich oft zahlreiche kurze Stachelhaare, aber nie Reihen von 3—6 stärkeren Stacheln • . . Sciariiiae. J. WiNNERTz, Beitrag zur Monographie der Sciarinen. Wien 1867. Aa) Die dünnen Längsadern auf der Flügelfläche sind, ebenso wie die beiden dicken Adern, mit stärkeren Haaren besetzt; diese Haare brechen freilich auf den zarten Adern leicht ab ; ihre Einlenkungsstellen sind dann aber als Punktreihen mikroskopisch erkennbar. A«) Das Ende des vorderen Gabelastes der dritten Längsader ist dem Ende der zweiten Längsader ein wenig näher als dem Ende des hinteren Gabelastes; die Verdickung der Flügelrandader reicht nicht um zwei- drittel der Entfernung des Endes der zweiten Längsader und des Vorder- astes der Gabel über die zweite Längsader hinaus; 3^3 mm; unter Erlen- laub auf kalkfreiem Boden Sciara flavipes. Bß) Das Ende des vorderen Gabelastes der dritten Längsader ist dem Ende des hinteren Gabelastes etwas näher als dem der zweiten Längs- ader: die Randaderverdickung geht über zwei drittel der Entfernung des Endes der zweiten Längsader von der des vorderen Gabelastes der dritten Längsader über das Ende der zweiten Längsader hinaus. a) Der Körper ist größtenteils dunkel gefärbt, auch der Thorax und die Fühlerwurzel; 3 mm; im Moos und Gras und unter Laub in trockenen Wäldern mit kalkhaltigem Boden Sciara iimbratica. b) Der Körper ist größtenteils hellbraungelb gefärbt, auch der Thoi'ax und die beiden Wurzelglieder der Fühler, nur der Kopf, der größte Teil der Fühler und die Tarsen sind dunkel; 2^4 — 2^/9 mm; unter Buchenlaub Sciara lutea. Bb) Nur die beiden dickeren Adern der Flügel sind behaart; allenfalls ist noch der Stiel der Gabel der dritten Längsader mit einzelnen Haaren versehen. Aa) Der Teil der Vorderrandader zwischen dem Ende der ersten und zweiten stärkeren Längsader ist länger als die Entfernung des Endes der ersten Längsader von der Mündung einer sehr blassen Querader in der Nähe der Flügelwurzel in den Vorderrand; die zweite Längsader ist gegen das Ende sehr stark gebogen. a) Die Mündung des vorderen Gabelastes der dritten Flügellängsader in den Rand ist vom Ende der zweiten Längsader nicht I-/7 mal so weit 137] Analytische Übersicht der Tiere 475 entfernt wie vom Ende des hinteren Gabelastes (in gerader Linie ge- messen); das 9 ist mindestens 2\/o mm lang. aa) Auf der zweiten dicken Längsader ist die Entfernung des Ursprungs des undeutlichen Stieles der Gabel der dritten Längsader von dem ge- meinschaftlichen Ursprung der vierten und fünften Längsader nicht größer als die Entfernung des Ursprungs des Stieles der dritten Längsader von der Querader; 2^2 — 3 mm; unter nassem Laub und im Moos Sciara fucata. bb) Auf der zweiten Flügellängsader ist die Entfernung des gemein- schaftlichen Ursprungs der vierten und fünften Längsader vom Ursprung des Gabelstiels der dritten Längsader viel größer als die Entfernung des Ursprungs dieses Gabelstieles von der kleinen, dicken Querader; 1^/^ (cf) bis 3\ 2 (?) ^^^^ ) besonders unter Laub im Sumpf walde Sciara quinqueliiieata. b) Die Mündung des Vorderastes der Gabel der dritten Längsader in den Flügelrand ist von der Mündung der zweiten Längsader über l'-/- mal so weit entfernt wie von der Mündung des hinteren Gabelastes in den Rand; 9 1^^ mm; in einem Erlengebüsch .... Sciara silvatica. Bß) Die Entfernung der Mündung der schwachen Wurzelquerader der Flügel in den Vorderrand von der Mündung der ersten starken Längsader ist größer oder doch so groß wie die Entfernung der Mündung der ersten Längsader von der der zweiten Längsader; die zweite Längsader ist weniger gebogen, ihr Ende mindestens etwa 1^/^ mal so weit vom Ende des vordem Astes der dritten Längsader als dieser vom Ende des hinteren Gabelastes entfernt (die Entfernungen alle in gerader Linie gemessen). a) Die Schwinger sind weißlich, ihr Kolben ist nur an der Basis bisweilen sehr schwach gelblich; auch die Taster sind hellgelblich, bisweilen der ganze Körper; die Körpergröße geht beim 9 kaum über 2 mm, beim cf nicht über 1^/^ mm hinaus. aa) Die Hüften und Schenkel der Beine sind so bleich wie die Schwinger; oft ist der ganze Körper mit Ausschluß der Augen, Fühler und Tarsen gelb ; das Endglied der vorstehenden Hinterleibsanhänge ist beim 9 lang- gestreckt; unter feuchtem Laub und im Moos . . Sciara spcctruin. bb) Die Hüften und Schenkel der Mittel- und Hinterbeine sind gelblich, viel dunkler als die Schwinger; das Endglied der Hinterleibsanhänge des 9 ist fast kugelig; im feuchten Moos .... Sciara autuniiialis. b) Die Schwinger sind stets größtenteils bräunlich oder grau ; die Körper- größe ist oft viel bedeutender; die des 9 niemals unter 2 mm. aa) Das r^ ist 2—23/4 mm lang, das 9 3— 4 mm lang; die Flügel sind sehr dunkel getrübt; die Kopulationsorgane des cT sind viel dicker als das vorhergehende Hinterleibssegment: in Laubwäldern Sciara Iiiiiubris. 476 Tierwelt [138 bb) Das d' ist P/^, das 9 2— 2V2 mm lang; die Flügel sind wenig ge- trübt; die Kopulationsorgane des cf sind nicht dicker als das vorher- gehende Hinterleibssegment; im feuchten Moos und Detritus Sciara pectoralis. B) Die Fühlerglieder sind nicht zugleich lang zylindrisch und kurz und dicht behaart, sondern entweder in der Mitte bauchig erweitert oder mit ringförmig stehenden Borsten versehen, die viel länger sind als die Dicke der Fühler. AA) Die Fühler sind kurz und dick, !) — 10-gliedrig; das vorletzte Glied ist dicker als lang; die Augen sind auf der Fläche lang und dicht be- haart; die Hinterschienen sind vor dem Ende dicker als die Schenkel; die Vorderschienen laufen am Ende in einen spitzen Dorn aus; die Flügel sind hinter dem Ende der ersten Längsader mit einem dunklen Fleck versehen; eVamm; im feuchten Kiefern walde Bibio clavipes. BB) Die Fühler sind schlanker und die letzten Glieder immer länger als dick: die Augen sind nie lang und dichtbehaart; die Hinterschienen sind am Ende nie dicker als die Schenkel, die Vorderschienen sind oft mit einem Endspovn versehen aber nicht in einen Dorn verlängert. A a) Das erste Glied der Fühler ist etwa doppelt so dick wie das zweite Glied oder noch dicker, entweder scheibenförmig oder kugelig, niemals länger als dick, bisweilen so dick wie das Auge. A«) Die Flügeladern und die Beine sind mit fein längsstreifigen, etwas flächenförmig ausgebreiteten Schuppen besetzt; die mittleren Fühlerglieder sind entweder lang zylindrisch oder gegen das Ende gleichmäßig verjüngt, nur an der Basis mit langen Wirtelhaaren besetzt; die Fußkrallen sind an der Wurzel mit einem langen Zahn versehen. a) Die Tarsenglieder sind an iler Wurzel scharf abgesetzt hell gefärbt, so daß die Tarsen weiß geringelt erscheinen; 6 mm; in Erlenbrüchen Culex aiiiiuli|»es. b) Die Tarsen sind nicht weiß geringelt; 4 — 5' g mm; in Wäldern Culex iieiiiorosus. B/!^) Die Flügeladern und die Beine sind entweder mit feinen Haaren be- setzt oder ganz unbehaart und unbeschu]ipt; die mittleren Fühlerglieder sind entweder von der Wurzel bis zum Ende lang behaart oder sie sind in der Mitte stark verdickt und deshalb nicht zylindrisch, a) Auf der Flügelfläche befinden sich zwei am Ende geschlossene Zellen; dieselben liegen im basalen Flügeldrittel zwischen der zweiten und vierten Längsader; die Fühler des rf besitzen distal vom Haarbusch ein kurz behaartes Glied, die des 9 ein entsprechendes (längeres) Endglied als zwölftes Glied; die Körperfarbe ist hellgelblich, mit dunklen Rücken- streifen und schwarzen Augen; P/o — 2^/^ mm; im feuchten ^ioos Tauyinis nielanops var. minutus. 139] Analytische Übersicht der Tiere 477 b) Auf der Flügelfläche befindet sich nur zwischen der zweiten und dritten Längsader eine am Ende geschlossene Zelle; die Fühler des cf sind überall gleich lang büschelartig behaart; gegen das Ende werden die Haare der- selben aber allmählich kürzer; im Basalteil sind die Fühler gegliedert, im Endteil kaum quergeringelt; die Fühler des 9 sind (i- bis 7-gliedrig Chiroiiomus. aa) An den Vorderbeinen ist das erste Tarsenglied viel länger als die Schiene; der Körper ist 6 mm lang, größtenteils grün gefärbt; die End- glieder der Tarsen und das Ende der Schiene sind dunkel; die Flügelfläche ist ganz unbehaart; in feuchten Laubwäldern . Chirononius viridis. bb) An den Vorderbeinen ist die Schiene viel länger als das erste Tarsen- glied; der Körper ist P/., — 3 mm lang; die Endglieder der Tarsen sind nicht dunkler als die Schiene. ö) Die Flügel sind auch auf der Fläche und sogar zwischen den Adern behaart, aber nicht gefleckt; die Vorderschiene ist nicht l^o mal so lang wie das erste Tarsenglied: der Thorakalrücken ist auf hellerem Grunde dunkel aber nicht schwarz gezeichnet: der Körper ist 2- ., mm lang: im feuchten Kiefernwalde Cliiroiioiiius pallidicollis. ß) Die Flügel sind nur am Rande fein behaart oder bewimpert; die Vorderschiene ist fast doppelt so lang wie der Metatarsus; der Thorakal- rücken ist beim 9 mit schwarzen Längsflecken versehen, beim cf fast ganz schwarz: der Körper ist kaum 2 mm lang: an sonniger Stelle Chiroiioiiius atomarius. Bb) Das Grundglied der Fühler ist weder kugelig noch scheibenförmig, wenig dicker als das zweite Glied und meist länger als dick. A«) Das erste Tarsenglied ist nicht halb so lang wie das zweite Glied; auf der Flügelfläche ist nur eine in das Flügelende auslaufende Ader deut- lich: die Fühlerglieder sind mit einem blassen Stiel versehen, der über halb so lang ist wie das Glied selbst; l^/, mm: im Detritus der Wälder Hormoniyia loiitipes. Bß) Das erste Tarsenglied der Füße ist länger als das zweite Glied; auf der Flügelfläche sind mehrere deutliche Längsadern vorhanden. a) Die Flügel sind distal von der Mitte ganz frei von Queradern; die Augen zeigen eine sehr tiefe Einbuchtung für die Einlenkung der Fühler: das langgestreckte erste Fühlerglied ist in der Mitte kaum über halb so dick wie das zweite Glied; im Laub eines Erlengebüschs Pericoiiia occllaris Meig. (Vergl. A. E. Eaton, A Synopsis of the British Psychodidae in: Ent. monthly Mag. Vol. 29, 1898, p. 125). b) Die Flügel sind auch jenseits der Mitte mit Queradern versehen : die Augen sind fast kreisrund, nicht merklich eingebuchtet; das erste Fühler- glied ist in der Mitte niclit oder kaum dünner als das zweite Glied. 478 Tierwelt [HO aa) Das Endglied der Taster ist nicht so lang wie die beiden vorher- gehenden Glieder zusammen; die Schienen der Beine sind am Ende nicht mit Spornen versehen; die zarte erste Längsader der Flügel mündet in den Vorderrand. «) Das Endglied der Taster ist länger als das vorhergehende Glied; die Flügel sind auf der ganzen Fläche gleich stark behaart, (wenn die Haare nicht abgerieben sind); von den drei am Ende geschlossenen Zellen auf der Flügelfläche sind die zweite und dritte gleich lang, die erste ist länger; von der mittleren läuft eine einfache und eine ge- gabelte Ader aus; .S^/o mm; unter Detritus im Walde Dasyptera haeinorrhoidalis. . ß) Das Endglied der Taster ist kürzer als das vorhergehende Glied; die Flügel sind nur auf den Adern stark behaart; von den drei am Ende geschlossenen Zellen ist die hintere viel kürzer als die mittlere; von der mittleren laufen drei ungegabelte Adern aus; 8^/3 mm; unter Erlen- laub Molophiliis jj-riseus. (Vergl. G. H. Verrall, List of British Tipulidae in: Ent. monthly Mag. Vol. 23, 1887, p. 207.) bb) Das Endglied der Taster ist so lang oder länger als die di-ei vorher- gehenden Glieder zusammen; die Schienen der Beine sind am Ende mit Spornen versehen; die zarte erste Längsader der Flügel mündet in die erste stärkere Längsader hinter ihr Tiyula. a) Auf der Flügelfläche befinden sich dunkle Flecke, besonders ein größerer im Endteil einer geschlossenen Zelle nahe dem VordeiTande und zwei kleinere mitten auf der Flügelfläche; 20 mm; im feuchten Walde Tipula iiubecHlosa. ß) Die Flügelfläche zeigt keine dunkleren Flecke; 18 mm; zwischen Pflanzen in einem Sumpfe Tipula ochracea. Zweiflügler, Diptera. B) Larven. Fr. Brauer, Systematische Studien auf Grundlage der Dipteren-Larven in: Denkschr. math.-nat. Kl. Akad. Wiss. Wien Bd. 47, 1883. L Jedes Körpersegment ist wenigstens an beiden Seiten, oft auch oben mit einem dicken langen Anhang versehen; die Reihen dieser Anhänge lassen den Körper wie längsgekielt erscheinen. A) Die Anhänge auf dem Rücken der Körj)ersegmente (welche zwei Rücken- kiele bilden), sind etwa ebenso lang oder länger als die Anhänge, welche die Seitenkiele bilden. a) Die Farbe des Körpers ist grünlich; der hinterste Anhang auf der Rückenseite eines jeden Segmentes ist mehr als doppelt so lang wie die 141] Analytische Übersicht der Tiere 479 Seitenanhänge und meist verästelt; bis 12 mm lang und 2^/o mm breit; im feuchten Moos; dem Moos sehr ähnlich Larve von Cyliiidrotoma glabrata. (F. H. MüGGENBURG, in: Arch. f. Naturg. Bd. ()7, Beilieft Taf. 5 Fig. 1.) b) Die Farbe des Körpers ist schwärzlich ; die Anhänge der beiden Rücken- reihen sind nicht oder kaum länger als die Anhänge der Seitenreihen und nie verästelt; bis ' 14 mm lang und 3^2 mna breit; im abgefallenen Laube eines Erlensumpfes .... Larve von Peiithetria holosericea. B) Die Rückenanhänge fehlen auf dem Körper entweder ganz oder sie sind sehr viel kürzer als die Seiten anhänge; die letzteren sind an der Wurzel nach vorn und hinten lang gefiedert, am Ende ungefiedert; bis 5 mm lang- und 1^/4 mm breit; im Moos und unter Laub . Larve von Honialoiiiyia. n. Der Körper ist entweder walzig oder etwas flach gedrückt, aber niemals an den Seiten mit so starken Anhängen versehen, daß er gekielt erscheint. A) Das letzte Körpersegment ist mit neun tiefen Längsrillen versehen. a) Am Vorderende der Körpersegmente befinden sich ventral jederseits Querreihen kleiner Höckerchen; die beiden kleinen Stigmen befinden sich unmittelbar am Ende des letzten Körpersegmentes ; 12 mm lang, 2^2 imn breit; unter abgefallenen Kiefernnadeln Larve von Einpis. b) Am Vorderende der Körpersegmente befinden sich ventral jederseits feine Längsrillen; die beiden großen Stigmenplatten am hinteren Körper- ende befinden sich zwischen vier klappenartig zusammenlegbaren, hinten spitz auslaufenden Zipfeln; bis 20 mm lang und 2-/3 mm breit; unter Laub und Detritus Larve von Leptis. B) Das letzte Körpersegment ist nicht mit deutlichen Längsrillen versehen. AA) Der Körper ist höchstens am hintern Ende, am Kopfe und am ersten Segment hinter dem Kopfe mit Haaren, Borsten, längeren Anhängen oder Hautfortsätzen versehen; dagegen kommen Falten und dichtstehende niedrige Höckerchen oft vor. Aa) Am letzten Körpersegment, meist auch am ersten Segment hinter dem Kopfe befinden sich zwei mehr oder weniger einziehbare und vor- stülpbare, am Ende mit vielen Krallenborsten versehene, fußartige An- hänge; der Kopf ist eine feste, dunkelgefärbte längliche, vorn mit deut- lichen Augen versehene Kapsel, von der nur der hinterste Teil in das zweite Körpersegment zurückgezogen werden kann. a) Auf dem vorletzten Körpersegment stehen dorsal zwei Höcker, die mit mehreren sehr langen Haaren versehen sind; diese Haare sind viel länger als zwei dünne Dorsalanhänge am letzten Köi*persegment; im Anspülicht Larve von Tanypiis. (Vergl. C. DE Geer, Gesch. d. Insekten Bd. 6. Taf. 24, Fig. 1.) b) Die Haare und Höcker auf dem vorletzten Körpersegment sind sehr klein, nicht so lang wie die Anhänge auf dem letzten Segment oder sje 480 Tierwelt [142 fehlen gänzlich; im Moos, auch im ziemlich trockenen Moos. (Vergl. Brauer, a. a. 0. Fig. 16) Larve von Cliiroiiomiis. Bb) Am zweiten und letzten Körj^ersegment befinden sich keine vorstülp- baren, am Ende mit vielen Krallenborsten versehenen Fuüanhänge; der Kopf ist nicht mit deutlichen Augen versehen; er ist mehr oder weniger in das nachfolgende Körpersegment einziehbar. a) Der Körper ist nach hinten wenigstens ebenso stark verjüngt wie nach vorn und am Hinterende nicht mit zwei großen dunklen Stigmen- platten, wohl aber oft mit Schwanzanhängen versehen; der Kopf ist wohl entwickelt. «) Der Kopf ist eine feste, mehr oder weniger geschlossene dunkle Kapsel; bei den vorliegenden Arten sind vorragende Fühler am Kopfe nicht vorhanden. (oil) Der Körper ist nach hinten viel stärker verjüngt als nach vorn und läuft hinten in zwei Schwanzanhänge aus; er ist sehr dehnbar, 20 mm lang und 1 mm dick; im Detritus unter Fichten Larve einer Mycetophilide. ßß) Der Körper ist nach hinten nicht stärker verjüngt als nach vorn und endet hinten stumpf, schwanzlos Larve von Soiara. (DuFOUR in: Ann. Sei. nat. Zool. (2) T. 12, PL 1 Fig. 23.) ß) Der Kopf ist keine längliche feste Kapsel; wenn er vorgestreckt ist, ist er mit zwei vorragenden dünnen Fühlern versehen; bis 4 mm lang und ^/;. mm dick; im Moos und Detritus . Larve einer Cecidoiiiyide (I). b) Der Körper ist nach vorn viel stärker verjüngt als nach hinten; statt der Mundwerkzeuge sind zwei Haken vorhanden, hinten sind zwei große dunkle Stigmenplatten (und sechs Höcker) vorhanden; 8 mm lang und 1^/2 mm dick; zwischen nassem Detritus . . Larve einer Museide (I). BB) Der Körper ist, auch abgesehen vom Kopfsegment, vom ersten Körper- segment hinter dem Kopfe und vom hinteren Ende, w'enigstens an einzelnen Segmenten entweder mit einzelnen Borsten oder Haaren oder mit einzelnen sehr kleinen, schwer wahrnehmbaren, auf kleinen Höckern stehenden Zäpf- chen, oder mit Anhängen oder endlich mit einer sehr feinen dichten Be- haarung, bisweilen nur an einzelnen Stellen, versehen. Aa) Nur die drei ersten Segmente hinter dem dunklen Kopfe sind an den Seiten und ventral mit je einer langen Borste versehen; der Körper ist sehr lang und dünn, 80 mm lang und Vj., mm dick, fest und glänzend; unter Laub oder Kiefernnadeln im trockenen Sandboden Larve von Therova. (Vergl. Ann. Soc. ent. France 4. T. 10 PI. 3 Fig. 97.) Bb) Der Körper ist auf allen Segmenten entweder mit Borsten oder mit Hautanhängen oder mit einzelnen feinen Zäpfchen versehen oder wenigstens . am Hinterrande der Segmente fein und dicht behaart. 143] Analytische Übersicht der Tiere 481 A«) Auf dem Rücken des Körpers befinden sich außer anderen Haaren zwei Reihen von Haaranhängen, die vor dem Ende spießförmig verdickt sind; der Kopf ist durch eine tiefe Einschnürung vom Körper getrennt; 4 mm lang, Ys ^^^ breit; im Moos .... Larve von Ceratopog-oii. (Vergl. C. DE Geer, Gesch. d. Insekten Bd. 6, Tal 18 Fig. 9.) B/?) Der Körper ist nicht mit spießförmigen Anhängen versehen, a) Am hinteren Körperende sind zwei große braune oder schwarze Stigmen- platten von vier oder sechs Anhängen oder größeren Höckern umgeben; wenn sechs vorhanden sind, so stehen die vier oberen meist in einer geraden oder gebogenen Querreihe. aa) Vier Anhänge am hinteren Körperende bilden eine gerade Querreihe und die beiden seitlichen sind viel länger als- die beiden mittleren. «) Die beiden mittleren Anhänge der Querreihe sind unten querüber sehr dunkel gefärbt und krallenf örmig ; die äußeren sind nur mit einem dunklen Längsstrich versehen; bis 19 mm lang und 3 mm dick; unter abgefallenem Laub Larve von Tipiila verualis. (Vergl. Th. Beling in: Verh. zool. bot. Ges. Wien Bd. 36, 1886, S. 209.) ß) Die beiden mittleren Anhänge der Querreihe sind nicht dunkel ge- färbt und nicht krallenf örmig. an) Die der Querreihe gegenüberstehenden beiden Höcker (unterhalb der Stigmenplatten) sind bis fast zum Ende querüber dunkel gefärbt; 10 mm lang, IV3 mm dick; unter Erlenlaub Larve von Tipula liorteiisis. (Vergl. Beling a. a. 0. S. 210.) ßß) Die unterhalb der Stigmenplatte stehenden beiden Zapfenhöcker sind nicht dunkel gefärbt; der Körper ist 20 mm lang und 4 mm dick; unter abgefallenen Kiefernnadeln Larve einer Tipula -Art (I). bb) Von den Anhängen am hinteren Körperende stehen nicht vier in einer geraden Reihe; die beiden über den Stigmenplatten stehenden sind nicht merklich kleiner als die seitlich mehr neben den Stigmenplatten stehenden. «) Es sind am hinteren Körperende nur vier am Ende mit rückwärts- gerichteten Borsten versehene, um die beiden Stigmenplatten herum- stehende Anhänge vorhanden; 6 mm lang, -/g mm dick; im nassen Anspülicht Larve von (ioiiomyia. ß) Es stehen um die Stigmenplatten sechs fast gleichlange, beborstete Anhänge; außerdem sind noch weitere, nicht beborstete Anhänge vor- handen; bis 22 mm lang und 2^/^ mm dick; im nassen Anspülicht Larve einer Tipula -Art (TL). b) Am hinteren Körperende stehen niemals 4 — 6 Anhänge um zwei große dunkle Stigmenplatten ; sind Stigmenplatten und Anhänge vorhanden, so sind erstere von letzteren getrennt. Beiträge zur Naturdenkmaipflege. III -31 482 Tierwelt [144 aa) Alle Körpersegmente sind mit kleinen dornförmigen Hautanhängen lind an den Seiten je mit einer kleinen Stigmenplatte versehen; die Stigmenplatten des langen vorletzten Körpersegmentes sind freilich die größten; der Kopf ist eine vorstehende feste Chitinkapsel; 10 mm lang, 1^2 iiii^ dick; unter abgefallenem Laub und abgefallenen Nadeln Larve einer Bibionide» (Vergl. C. DE Geeh, Gesch. d. Insekten Bd. G, Taf. 27 Fig. 13 u. 14.) bb) An den mittleren Körpersegmenten sind keine Stigmen erkennbar; statt der Hautanhänge sind allenfalls feine Haare oder kleine auf Warzen stehende Zäpfchen vorhanden; der Kopf ist keine allseitig geschlossene feste Chitinkapsel. «) Der Körper ist vom Hinterende des ersten Segmentes hinter dem Kopfe bis zum vorletzten Segment fast gleich dick, nach vorn nicht oder kaum verjüngt. ««) Am hinteren Körperende befinden sich außer den beiden großen dunklen Stigmen platten zwei dreieckige dunkle Flecke; die Bauchseite des Endsegmentes ist mit Hautanhängen versehen ; der Körper ist überall äußerst fein und dicht behaart; !) mm lang, ^/^ mm dick; unter Erlen- laub am Boden Larve von Limiiophila. (Vergl. Beling a. a. 0. S. 206.) ßß) Am hinteren Körperende befinden sich keine dunklen Flecke; die Körperhaut ist nur vor dem Hinterende der Segmente fein und dicht behaart; 12 mm lang, -/.. mm dick; im Torfmoos an einer sonnigen Stelle Larve einer Liiniiobiide. ß) Das Segment hinter dem Kopfe ist am Hinterende nicht oder kaum über halb so dick wie der Körper an der dicksten Stelle; der Körper ist also nach vorn stark verjüngt. aa) Auf dem Körper befinden sich vereinzelte sehr feine Zäpfchen, die auf kleinen Höckern stehn; die Stigmenplatten vor dem hintern Körper- ende stehen auf einem braunen Doppelhöcker; 8 mm lang, P/^ mm dick; im feuchten Moos und Detritus . . . Larve einer Museide (?) (II). ßß) Auf den Körpersegmenten stehen Haare, nicht feine Zäpfchen; vor dem hinteren Körperende befindet sich kein brauner Doppelhöcker. * Das Hinterende des Körpers ist dick und gerundet; 3 mm lang, 1 mm dick; im Moos Larve einer Ameise. ** Der Körper ist schlanker, nach hinten etwas verjüngt und hinten nicht vollkommen gerundet .... Larve einer Ceeidomyide (II). Schmetterlinge, Lepidoptera, Raupen. A. V. DoBENECK, Die Raupen der Tagfalter, Schwärmer und Spinner des mitteleuropäischen Faunengebietes. Stuttgart 1891). E. Hofmann, Die Raupen der Großschmetterlinge Europas. Stuttgart 1893. 145] Analytische Übersicht der Tiere 483 I. Außer den drei vorderen Beinpaaren sind nnr noch zwei Paare unechter mit vielen Krallen versehener Beine (am hinteren Körperende) vorhanden, das eine Paar unmittelbar am Ende, das zweite Paar etwas vom Ende ent- fernt («conietridae. A) Die Mittellinie des Rückens ist, wenigstens am Vorderende der Segmente, hell, jederseits dunkel begrenzt; vor dem Stigma an den Seiten der bein- freien Segmente stehen zwei kleine stumpfe oder kolbige Börstchen, eins etwas schräg nach oben und eins sehr schräg nach unten ; hinter dem Stigma stehen, kaum tiefer als dieses, in einer Längsreihe auf dem Segment zwei der artige Börstchen, weit voneinander entfernt; die Börstchen sind nie doppelt so lang- wie der größte Durchmesser der Stigmen . . Acidalia (usw.). a) Die dunkle Begrenzung der hellen Mittellinie des Rückens ist die deut- lichste dunkle Längslinie des Körpers. «) Die Stigmen sind viel dunkler als die Punkte, in denen die Börstchen stehen; unter dem Stigma steht am Rande einer dunklen, bauchständigen Längsbinde ein noch größerer dunkler Fleck; das aus dem schwarz umringten Punktgrübchen an den Seiten der Thorakalsegmente hervor- stehende feine Härchen ist schwarz; zwischen Sumpfgräsern Geoiuetriden- Raupe I. ß) Die Stigmen sind heller als die Punkte, in denen die Börstchen stehn ; das aus dem schwarzumringten Grübchen an den Seiten des zweiten und dritten Thorakalsegmentes vorragende Härchen ist hell gefärbt; unter Erlenlaub Geoiiietritleii-Raupe TL. b) Außer der dunklen Begrenzung der hellen Mittellinie des Rückens ist an jeder Seite ein sehr breites dunkles Rückenband vorhanden; am Ufer eines Sumpfes im Detritus Geoiuetriden -Raupe IH. B) Die Mittellinie des Rückens hebt sich nicht als helle Linie aus einer dunklen- Umgebung ab, oft ist es eine dunkle Linie; die Körpersegmente sind kürzer; außer den beiden Börstchen vor dem Stigma (schräg nach oben und unten) steht hinter ihm, aber ein wenig tiefer, ein Börstchen (nicht zwei in einer Linie); die Börstchen sind länger, mindestens dreimal so lang wie der Längsdurchmesser der Stigmen, aber stets bis zum Ende fast gleich dick und stumpf oder schwach kolbig endend (im Gegensatz zu den meisten, ganz freilebenden Geometridenlarven , deren Börstchen spitz auslaufen) Cidaria (usw.). a) Der Körper ist mit mehr oder weniger deutlichen dunklen Längslinien oder Längsbinden versehen, wenigstens an der Seite des Rückens. «) In der Mitte des Rückens befinden sich, wenigstens auf den mittleren Körpersegmenten, größere fleckenartige dunkle Zeichnungen: jederseits neben der Rückenlinie sind dunkle Längslinien oder je eine dunkle Längsbinde vorhanden; im feuchten Moos einer Buchen-Fichtenlichtung Raupe von Cidaria inontaiiata. 31^= 484 Tierwelt [146 ß) Der Rücken ist mit 3 — 5 fast gleichweit voneinander entfernten dunklen Längslinien gezeichnet: unter den Stigmen verläuft jederseits ein dunkles, oben scharf hell begrenztes Längsband Oometrldeu- Raupe IV. b) Der Körj^er zeigt keine Spur von dunklen Längslinien oder Längs- binden; jedes Segment ist nur mit vier im Trapez stehenden dunklen Flecken »der Punkten versehen ; zwischen hohen Gräsern usw. an feuchten Orten (ieoinetriden- Raupe V. n. Außer den drei vorderen, echten Beinpaaren sind stets vier Paar unechter Bauchfüße und am Hinterende des Körpers ein Paar Nachschieber vorhanden. A) Auf jedem der mittleren Körpersegmente befinden sich in der oberen Hälfte d. h. oberhalb der durch die Stigmen gegebenen beiderseitigen Längslinie nur acht deutlich mit der Lupe erkennbare Härchen, Börstchen oder kurze Kölbchen, nämlich vier auf dem Rücken im Trapez oder Recht- eck stehende, eins jederseits über dem Stigma, oft eins schräg nach hinten über der Stigmenlinie, seltener noch ein äußerst kleines schräg nach vorn über dem Stigma; außer diesen Börstchen ist bisweilen eine, nur mikro- skopisch sichtbare, dichte feine Behaarung vorhanden. AA) Unter dem Stigma stehen zwei Börstchen oder Haare (von denen das eine oft viel kleiner ist als das andere) meist dicht nebeneinander (sie sind meist nicht halb so weit voneinander als von dem Stigma entfernt, seltener ist das eine weit nach hinten gerückt, es steht dann aber etwa eben so tief unter der Stigmenlinie wie das vordere); hinter dem Stigma (und mit diesem fast in gleicher Höhe) steht kein Haar, über dem Stigma, abgesehen von dem Rückentrapez, meist nur eins: (hierher ge- hören die Mikrolepidopteren, die Sesien und die Psychiden). a) Die beiden vorderen Haare des Rückentrapezes und die beiden Haare unter dem Stigma sind am Ende gestutzt und mit äußerst feinen, Spitzchen versehen; das letzte Hinterleibssegment und das Segment hinter dem Kopfe ist mit einem festen dunklen Rückenschilde versehen; die Haare stehen in großen dunklen Punkten; im Moos der Kiefernwälder Raupe I. b) Die Haare laufen alle in eine feine Spitze aus und stehen in mehr oder weniger deutlichen dunklen Punkten; im Moos und Detritus, be- sonders im Moos Raupe von Crcinibus und Seoparia. BB) Das Stigma ist von 3 — 4 Haaren oder Kölbchen umgeben, von denen das eine über ihm, das zweite unter ihm und das dritte hinter ihm steht (das letztere steht entweder höher als das Stigma oder doch viel weniger tief als das unter diesem stehende Haar) (hierher wohl nur Noc- tuidenraupen). a) Die das Stigma umgebenden und die auf dem Rücken der Segmente stehenden vier Haare oder Börstchen laufen alle entweder in eine feine Spitze aus oder sind doch bis zum Ende stark verjüngt. 147] Analytische Übersicht der Tiere 485 aa) Das Haar über dem Stigma steht, im Gegensatz zu den anderen und zum Stigma selbst, in einem größeren dunklen Fleck: über den Rücken verlaufen drei helle Längsbinden, von denen die mittelste immer deut- lich ist; im Moos, das von Gras durchwachsen ist . Hadeiia- Raupe. bb) Das Haar über dem Stigma steht wie die anderen Haare und wie das Stigma in einem kleinen dunklen Punkt. a) Die durch die Stigmen gehende Längslinie bildet eine scharfe Grenze zwischen einer dunkleren, oberen und einer helleren, unteren Körperhälfte. aa) Die Körperfarbe ist grün; neben der Mittellinie des Rückens verlaufen keine dunklen Längsbinden; zwischen Sumpfpflanzen Raupe von Polia chi. ßß) Die Körperfarbe ist nicht grün; die helle Rückenlinie wird wenigstens am hinteren Körperende jederseits entweder von einer dimklen Längslinie oder von dunklen Flecken begrenzt. * Die breite helle Rückenlinie ist, namentlich nach dem hinteren Körperende hin, breit dunkel umgeben, so daß hier auf den ein- zelnen Ringen scharf helle Längsflecke auf dunklem Grunde lieg-en; auf und zwischen Heidekraut . . . Raupe von AgTOtis strig'ula. '^* Die feine helle Rückenlinie ist auf den Körperringen nicht in dunkle Flecke eingelagert, sie wird vielmehr von einer feinen dunklen Linie begrenzt. t Mitten zwischen der hellen Rückenlinie und der Stigmenlinie be- findet sich, namentlich nach dem hinteren Körperende hin, eine Längsreihe dunkler Längsflecke; im Moos eines Kiefernwaldes Raupe von Agrotis xanthograplia. •;-■;- Die Rückenseite des Körpers ist nur von feinen hellen und dunklen Längslinien durchzogen; die Stigmen treten sehr scharf hervor; auf nassem Sumpfboden zmschen Pflanzen Raupe von Leucania albipuiicta. ß) Die Stigmenreihe bildet keine scharfe Scheide zwischen hell und dunkel. au) Der Körper ist rötlich marmoriert, so dai3 die dunklen Punkte, in denen die Haare stehen, wenig hervortreten; im Detritus eines Kiefernwaldes Raupe von Agrotis baja. ßß) Der Körper ist nicht marmoriert; die dunklen Punkte, in denen die Haare stehn, treten scharf hervor; auf sandigem Boden Raupe von Agrotis cursoria. b) Die das Stigma umstehenden und auf dem Rücken der Segmente be- findlichen vier Börstchen sind entweder kolbig oder doch gegen das Ende kaum merklich verjüngt und enden stumpf. aa) Die Börstchen sind kurze Kölbchen, nicht oder nicht viel länger als der größte Durchmesser der Stigmen. 486 Tierwelt [148 «) Die Pünktchen, in denen die Kölbchen stehen, sind so groß wie die Stigmen; im Moos eines Kiefernwaldes . . . Noctuideii- Raupe II. ß) Die Pünktchen, in denen die Kölbchen stehen, sind iaii Durchmesser nicht halb so groß wie die Stigmen; im Moos eines Kiefernwaldes Noctuidoii- Raupe III. bb) Die stumpfen oder kolbigen Börstchen sind viele mal länger als der Längsdurchmesser der Stigmen; sie stehen alle in einem großen dunklen Fleck. a) Die Börstchen sind wenig gebogen, am Ende etwas kolbig erweitert, kaum länger als die Schrägseiten des durch sie gebildeten Rücken- trapezes; im trockenen Moos und Detritus . Noctuiden- Raupe IV. ß) Die Borsten sind stark gebogen, am Ende stumpf, über doppelt so lang wäe die Schrägseiten des Rückentrapezes; im Moos einer ge- mischten Waldlichtung Noctiiiden- Raupe V. B) Auf den mittleren Körpersegmenten sind oberhalb der beiderseitigen Stigmenreihe meist zahlreiche mit der Lupe leicht erkennbare Haare vor- handen; ist oben nur ein Rückentrapez — wde unter A — vorhanden, so stehen über dem Stigma jederseits zwei Borsten so dicht nebeneinander, daß sie nicht halb so weit voneinander wie vom Stigma entfernt sind; außer- dem stehen zwei schräg nach hinten und oben; es sind also in der oberen Körperhälfte der Segmente mindestens zehn deutliche Borsten vorhanden, außer einer sehr feinen dichten Behaarung. AA) Es sind auf den mittleren Körpersegmenten in der Rückenhälfte, d. h. über der beiderseitigen Stigmenlinie, nur zehn mit der Lupe sichtbare Borsten vorhanden, außer einer nur mikroskopisch sichtbaren äußerst feinen und dichten Behaarung; im Moos eines Kiefernw^aldes Raupe von Hopiohis sylvaiiiis. BB) Auf den mittleren Körpersegmenten befinden sich in der Rückenhälfte stets mehr als zehn mit der Lupe deutlich erkennbare Haare, Borsten oder Plättchen. a) Auf der Rückenseite derjenigen Körpersegmente, welche unten das zweite und dritte Beinpaar tragen, befinden sich breite blauschwarze Querbinden, die meist mit stahlblauen Plättchen besetzt sind; stets be- finden sich stahlblaue Plättchen auf dem elften Körpersegment und oft auch auf den andern; im Winter unter abgefallenen Kiefernnadeln Raupe von Lasioeainpa piiil. b) Auf dem Körpersegment des zweiten und dritten Beinpaares befindet sich nie eine scharf abgesetzte blauschwarze Querbinde und ebenso be- finden sich auf dem Körper nie stahlblaue Blättchen. aa) Es sind wenigstens am hinteren Körperende zw'ei mit Stachelhaaren besetzte größere Höckerfortsätze vorhanden, die so lang oder länger sind als an der Basis dick; die Haare des Körpers stehen nie in Strahlenbüscheln, 149] Analytische Übersicht der Tiere 487 «) Es sind auf allen Körpersegmenten spitze helle, mit schwarzen Dornen besetzte Hautfortsätze vorhanden; zwei derartige Fortsätze hinter dem Kopfe sind länger als die andern; über den ganzen Eücken verläuft eine dunkel geteilte helle Mittelbinde; zwischen abgefallenem Erlenlaub Raupe von Ar^yiinis paphia. ß) Nur am hinteren Körperende sind zwei beborstete Zäpfchen vorhanden; auf den andern Körpersegmenten sind die Haare, größere und kleinere, fast gleichmäßig verteilt: eine dunkle Mittellinie befindet sich wenig- stens auf der hinteren Körperhälfte; im Moos und Detritus Raupe von Epiuephele jaiiira. bb) Die Haare oder Borsten stehen über den ganzen Körper auf nie- drigen Wärzchen in strahlen- oder pinselförmigen Büscheln. «) Die Haare oder Borsten der Rückenhälfte des Körpers sind z. T. mit langen dichtstehenden Seitenfasern versehen, so daß sie gegen das Ende verdickt erscheinen; die Beine sind fast schwarz; im Torf- moos mit abgefallenem Laub und Gras gemischt Raupe von Callij>eiiia iiiiiiiata. Man vergl. hier die Raupe von Setina mesomella und Syntomis phegea. ß) Es sind niemals dichtbehaarte Haarborsten vorhanden; die Haare sind allenfalls mit zerstreuten kleinen Seitenhärchen sägeartig besetzt. ««) Aus den auf kleinen Wärzchen strahlenförmig stehenden Haaren oder Borsten ragen einige feine einfache, nicht mit Sägezähnchen versehene, Haare weit vor; im lockeren Torfmoos mit abgefallenem Laub und Gras Nola- Raupe. ßß) Ragen aus den strahlenförmig auf Wärzchen stehenden Haaren oder Borsten einzelne weit und fein vor, so sind diese stets mit feinen mikroskopisch sichtbaren Sägezähnchen versehen. * Auf dem Körper hebt sich von der schwarzen Grundfarbe auf dem Rücken vmd an den Seiten eine leuchtend helle Fleckenlängsbinde sehr scharf ab; zwischen Sumpfpflanzen Raupe von ('alliuiorpha (lominiila. ** Der Körper ist nicht mit leuchtend hellen Fleckenlängsbinden versehen. ■;- Die längeren Haarborsten enden, wenigstens in der vorderen Körperhälfte, ebenso dick wie die kurzen; sie sind gegen das Ende nicht in ein feines Härchen ausgezogen; die Behaarung ist nie dicht pelzartig; zwischen Gras und Moos .... Spilosoiiia- Raupe. •\"\- Die längeren Haarborsten sind auch vor der Körpermitte in ein langes feines Härchen ausgezogen, während die kürzeren kurz zugespitzt sind; die Behaarung ist dicht, pelzartig: zwischen Pflanzen an trockenen Orten .... Raupe von Aretia eaja. 488 Tierwelt [150 Käfer, Coleoptera. Übersieht der Faniilieii. I. Die mit langen Fiederhaaren besetzten schmalen Hinterflügel ragen immer nach hinten unter den Flügeldecken vor; die Fiederhaare der Flügel sind so lang wie die ganzen Fühler; der Körper ist stets unter 1^2 nmi l^^^g' I. Trichopterygidae S. 492. II. Die Hinterflügel sind nicht lang gefiedert und stehen nicht dauernd unter den Flügeldecken vor. A) Die Flügeldecken sind hinten abgestutzt und lassen einen großen Teil des Hinterleibes — die 3 — 5 hintersten Ringe — frei. a) Die Fühler sind 5- bis 6-gliedrig; das letzte Glied ist sehr groß und am Ende breit gestutzt II. Clavigeridae S. 492. b) Die Fühler sind 9- bis llgliedrig; das Endglied ist nicht allein er- weitert und nicht breit abgestutzt. u) Die Fühler sind so stark keulenförmig, daß das viertletzte Glied doppelt so breit ist wie das fünftletzte; die Vorderschiene ist vor dem Ende außen mit einem spitzen Fortsatz versehen vergl. XXI. Silphidae (Necrophorus) S. 525. ß) Es sind nicht zwei aufeinanderfolgende Glieder der Fühler so sehr in Größe verschieden; die Vorderschiene ist am Ende oft mit ein ge- lenkten Spornen, aber niemals mit einem spitzen Fortsatz am Außen- rande versehen. aa) Der Hinterleib ist über P/3 mal so breit wie der Halsschild und wie der Kopf; die Tarsen sind stets dreigliedrig, ihr erstes Glied ist sehr kurz, das zweite und dritte sind fast gleich lang und etwa doppelt so lang wie das erste Glied, meist ist nur eine Kralle an den Füßen vor- handen III. Pselapliidao S. 492. ßß) Der Hinterleib ist nicht P/., mal so breit wie der Halsschild und der Kopf; die Tarsen bestehen meist aus 4 — 5 Gliedern (wenn sie aus drei Gliedern bestehen, so ist das zweite Glied nicht oder kaum länger als das erste Glied); jeder Fuß ist stets mit zwei Krallen versehen IT. Stapliylinidae S. 493. B) Die Flügeldecken sind am Hinterende selten quer abgestutzt; dann be- decken sie aber den Hinterleib fast ganz, höchstens bleibt das Endsegment ganz, das vorletzte halb frei, nur wenn sie vom Außenrande bis zur Naht gleichmäßig gerundet sind, lassen sie gelegentlich drei Segmente frei. AA) Das zweite oder dritte Tarsenglied der Hinterbeine ist breit, herz- förmig oder zweilappig, an der Sohle meist dicht mit kolbigen Hafthaaren besetzt; das erweiterte Glied ragt um die Hälfte seiner Länge unter oder neben der Wurzel des schmalen Endgliedes bezw. der beiden schmalen Endglieder vor. 151] .Analytische Übersicht der Tiere 489 a) Es ist das zweite Glied der dreigliedrigen oder scheinbar dreigliedrigen Tarsen, welches stark verbreitert oder zweilappig ist; das Endglied bezw. die beiden Endglieder sind sehr schmal . . A". Cocciiiellidae S. 511. b) Es ist das dritte Glied der Tarsen, welches tief herzförmig ausge- schnitten oder zweilappig über das schmale Endglied bezw. die beiden schmalen Endglieder übergreift. aa) Die Vorderfüße besitzen ein Tarsenglied mehr als die Hinterfüße und das vierte Tarsenglied ist zweilappig; der Kopf ist breiter als der Halsschild VI. Aiitliicidae S. 513. bb) An den Vorderfüßen ist, ebenso wie an den Hinterfüßen, das dritte Glied zweilappig oder tief herzförmig ausgeschnitten. a) Der Kopf ist vorn mehr oder weniger rüsselartig verlängert; ist der Rüssel kurz und dick, so ist das erste Fühlerglied immer so lang wie die fünf nächsten Glieder zusammen YII. Curculionidae S. 513. ß) Der Kopf ist nie rüsselartig verlängert, das erste Fühlerglied ist nie so lang wie die fünf folgenden Glieder zusammen. «(/) Die Fühler sind gegen das Ende nicht oder kaum keulenförmig verdickt; das drittletzte Glied ist nicht oder kaum merklich dicker als das viertletzte Till. Clirysoinelidae S. 518. ßß) Die Fühler sind am Ende stark keulenförmig verdickt; das dritt- letzte Glied ist mindestens 1^/., mal so dick wie das viertletzte. * Die Hinterhüften sind um mehr als die halbe Schenkellänge von- einander entfernt; die Flügeldecken sind behaart, die Haare stehen in Punktgruben IX. Nitidulidae S. 520. ** Die beiden Hüften des dritten Beinpaares stehen dicht neben- einander; die Flügeldecken sind unbehaart, mit einem vertieften Streif neben der Naht und mit sehr feinen Punktreihen versehen X. Phalacridae S. 520. BB) Ist eins der Tarsenglieder der Hinterbeine breit herzförmig oder zweilappig und mit Hafthaaren besetzt, so ist es stets das vierte, nicht das zweite oder dritte Glied: bisweilen ist das vierte Tarsenglied so tief zweilappig, daß die Lappen leicht für die Endlai)pen des dritten Gliedes gehalten werden können; sie sind dann aber stets durch eine deutliche Einschnürung vom dritten Gliede getrennt; meist aber sind die Hinter- tarsen nicht erweitert. Aa) Die Tarsen der Hinterfüße sind ;J- oder 4-gliedrig. a) Die Tarsen der Hinterfüße sind dreigliedrig XI. Lathridiidae S. 520. b) Die Tarsen der Hinterfüße sind viergliedrig. aa) Das erste Tarsenglied der Hinterbeine ist, am Ventralrande (dem Rande der Beugeseite) gemessen, nicht halb so lang wie die Schiene: 490 Tierwelt [152 der Körper ist entweder von oben sehr flachgedrückt oder fast kugel- förmig. a) Der dicke Teil des viertletzten Fühlergliedes — das Glied ohne den dünnen Gelenk- oder Stielteil gemessen — ist nur halb so lang wie der dicke Teil des drittletzten Gliedes ; der Körper ist klein und glänzend, 1 — -172 nim lang, kugelig zusammenrollbar XII. Aiiisotomidae S. 521. ß) Das viertletzte Fühlerglied ist nicht oder kaum merklich kürzer als das drittletzte Glied; der Körper besitzt niemals starken Glanz und ist nicht kugelig einrollbar. ««) Die Vorder- und Mitteltarsen sind fünfgliedrig ; die Fühlergiieder sind nicht mit dicken, stumpfen, abstehenden Haaren besetzt XIII. Teiiebrioniclae S. 521. ßß) Die Tarsen aller Beine sind viergliedrig ; die Fühlerglieder sind mit abstehenden, langen, dicken, stumpfen, gebogenen Haaren dicht besetzt XIV. Ortlioceridae S. 521. bb) Das erste Tarsenglied der Hinterbeine ist, am Ventralrande ge- messen, über halb so lang wie die Schiene; der Körper ist fast etwas flohförmig zusammengedrückt, nach vorne und hinten verschmälert XV. Mordellidae S. 521. Bb) Die Tarsen der Hinterbeine sind fünfgliedrig. Aa) Unter den Krallen der Füße befinden sich an jedem Fuße zwei breite Lappen, die viel dicker und etwa so lang sind wie die Krallen XYI. Melyi-idae S. 521. 'Bß) Unter den Krallen befinden sich keine Läppchen; höchstens ist an der Wurzel der Krallen ein Höcker vorhanden. a) Das vorletzte Tarsenglied der Hinterfüße ist so tief zweilappig, daß die über die Wurzel des Endgliedes vorragenden Seitenteile bei Seitenansicht des Fußes etwa ebenso lang sind wie der Grundteil des Gliedes. aa) Hinter den eng aneinanderliegenden Hinterhüften sind in der Mittellinie des Bauches fünf Segmente erkennbar: der Körper ist dreimal so lang wie breit XVII. Dascillidao S. 522. bb) In der Mittellinie des Bauches sind sechs Segmente erkennbar, das erste zwischen den zapfenartig nach hinten vorstehenden Enden der Hinterhüften, das letzte hinten gerundet; der Körper ist über dreimal so lang wie breit .... XVIII. Thclophoridae S. 522. b) Das vorletzte Tai'senglied der Hinterbeine ist höchstens am Ende schwach ausgerandet; in diesem Falle sind aber bei Seitenansicht des Fußes die über den Grundteil des Endgliedes vorragenden Seiten- lappen höchstens etwa hall) so lang wie der Grundteil dieses vorletzten Gliedes. 153] Analytische Übersicht der Tiere 491 aa) Das vierte Fühlerglied ist nicht oder kaum halb so dick wie das Endglied oder wie das vorletzte Glied; die Fühler sind also deutlich keulenförmig; oft sind sie schwer erkennbar, weil sie der Unterseite des Kopfes anliegen: dann pflegen die viergliedrigen Taster weit vorzuragen. «) Die (drei) Endglieder der Fühler sind blattartig stark nach einer Seite erweitert XIX. Scarabaeitlao S. 523. ß) Die Endglieder der Fühler sind niemals blattartig nach einer Seite erweitert; oft sind die Fühler sehr versteckt. au) Die Fühler sind kurz und meist sehr versteckt, bisweilen kaum auffindbar; sie sind niemals doppelt so lang wie die drei End- glieder der großen Kiefertaster . . XX. Hydropliilidae S. 523. ßß) Die Fühler sind stets leicht auffindbar und weit über doppelt so lang wie die drei Endglieder des Kiefertaster. XXI. Sil|)lii(lae S. 524. bb) Das vierte Glied der immer leicht erkennbaren 11- bis 12-gliedrigen Fühler ist wenigstens etwa ebenso dick wie das letzte und vorletzte Glied, niemals viel dünner als diese; die Fühler sind also nicht keulen- förmig. «) Die Dorsalhaare des vorletzten Tarsengliedes der Hinterbeine ragen weit über das Ende des Endgliedes hinaus, bisweilen noch über das Ende der Krallen, von denen bei den vorliegenden Arten die eine bedeutend länger ist als die andere . XXIII. Dytiscidae S. 526. ß) Die Dorsalhaare am vorletzten Tarsengliede der Hinterbeine reichen nicht bis ans Ende des Endgliedes: die beiden Krallen sind fast genau gleich lang. au) Das große Grundglied der Fühler ist der Länge nach dicht behaart (mit wenigstens 30 feinen Härchen versehen): die Hinter- ecken des Halsschildes ragen nach hinten vor und sind am Ende entAveder spitz oder scharfkantig . . XXII. Elateridae S. 525. ßß) Das große Grundglied der Fühler ist mit nur vereinzelten Haaren (wohl selten mehr als 10) besetzt; erst vom dritten, vierten oder fünften Gliede an sind die Fühler dicht behaart; die Hinter- ecken des Halsschildes sind entweder abgerundet oder spitz: im letzteren Falle sind sie aber nicht nach hinten vorgezogen. * Die Fühler sind an der Wurzel eines Längseindruckes, der sich am Außenrande der Oberkiefer befindet, eingelenkt; über der Einlenkung befindet sich eine schwache Längswulst oder Längs- ripi)e, die vom Oberrande des Auges wagerecht nach vorn ver- läuft XXIV. Carabidae S. 52(3. ** Die Fühler sind weit über der Wurzel der Oberkiefer ein- gelenkt — nicht unter einer Längsrippe oder Längswulst — auf den Seiten der Stirn XXV. Cicindelidae S. 534, 492 Tierwelt [154 G. Seidlitz, Fauna Baltica, die Käfer der deutschen Ostseeprovinzen Rußlands, Königsberg 1891. J. G. EvERTS, Coleoptera Neerlandica, De schildvleugelige Insekten van Nederland. 'Sgravenhage 1899 — 1903. E. Reitter, Fauna Germanica, Die Käfer des Deutschen Reiches, Stuttgart 1908 ff. I. Trielioptery^idae. Der Halsschild ist etwas breiter als die Flügeldecken zusammen, an den Seiten nicht mit einer abstehenden Borste versehen; 1 mm; im Moos an lichten Orten Trichopteryx faseicularis. II. Clavigeridae. Das dritte Fühlerglied ist viel länger als breit: 2^/^ mm: unter Steinen bei Lasius niger auf einer Waldlichtung Claviger loiig'icoriiis. III. Pselaphidae. L. Ganglbauer, Die Käfer von Mitteleuropa, Bd. 2, Staphylinidae und Pselaphidae, Wien 1895. I. Die Füße sind mit zwei gleich langen Krallen versehen; vor jedem Auge steht ein spitzer Höcker schräg nach außen vor; der Körper ist rotbraun, 3^4 mm lang; unter Steinen an sandiger, lichter Stelle, bei Tetramorium caespitum Clieiiiiiiiiu bituboreulatuiu. n. Die Füße sind mit nur einer Kralle (oder mit zwei sehr ungleichen Krallen) versehen; vor dem Auge befindet sich kein spitzer Höcker. A) Vor dem Hinterrande des Halsschildes befinden sich weder Grübchen noch eine Querfurche: zwischen der Hüfte und dem Schenkelgliede der Beine befindet sich ein überzähliges Beinglied (der verlängerte Schenkel- ring), welches an den Mittelbeinen über halb so lang ist wie der Schenkel; der Kör}3er ist 1,6 mm lang, braun; der Kopf, der Halsschild und die Flügeldecken sind glänzend schwarz; im Moos einer Schonung Pselapluis lieisei. B) Vor dem Hinterrande des Halsschildes befindet sich entweder eine Querfurche oder einzelne eingedrückte Grübchen, wenigstens an jeder Seite eins; die Schenkelringe sind kurz, so daß das Wurzelende der Schenkel wenig von den Hüften entfernt ist. a) Vor dem Hinterrande des Halsschildes befindet sich eine Querfurche, die sich an beiden Seiten (nicht aber in der Mitte) zu einem Grübchen erweitert. aa) Der Halsschild ist oben dicht und tief pimktiert; die Beine und die Fühlerwurzel sind hell rotbraun wie die Taster; P 4 mm; im lockeren mit trockenen Laubblättern und Grashalmen gemengten Torfmoos By t liiiiiis puiic'tieollis. 155] Analytische Übersicht der Tiere 493 bb) Die Haare des Halsschildes stehen in zerstreuten, äußerst feinen Punktgrübchen; die Beine und die beiden Enden der Fühler sind schwarz, nur die Taster und die Mitte der Fühler sind heller; l^/o mm; im feuchten Moos an lichten Stellen Bytliiiiiis bulbiiVr. h) Vor dem Hinterrande des Halsschildes befinden sich drei Gruben (eine in der Mitte), die bisweilen durch eine Querfurche verbunden sind. aa) Die drei Gruben vor dem Hinterrande des Halsschildes sind durch eine Querfurche miteinander verbunden; die Flügeldecken sind in der Mitte braunrot, viel heller als der Halsschild und der Hinterleib; l^/g mm; unter dem abgefallenen Laub eines großen Dornbusches Bryaxis sanjjuiiioa. bb) Die drei Gruben vor dem Hinterrande des Halsschildes sind nicht durch eine Furche verbunden. u) Die mittlere Grube vor dem Hinterrande des Halsschildes ist \-iel kleiner als die beiden seitlichen; der Halsschild ist oben dicht und tief punktiert; der Körper ist P/^ — ^2 mm lang, dunkelpechbraun, nur die Mitte jeder Flügeldecke ist heller rot; im Moos zwischen höherem Gras an sonniger Stelle Reiclieubacliia juiieoruui. ß) Die mittlere Grube vor dem Hinterrande des Halsschildes ist nicht kleiner als die seitlichen: die Haare des Halsschildes stehen in äußerst feinen, zerstreuten Grübchen: der Körper ist l^o — l^/^ mm lang, fast schwarz ; an feuchten Orten, im Moos und unter Laub Reicheiibachia fossulata. IT. Stapliyliiiidae. L. Ganglbauer, Die Käfer von Mitteleuropa, Bd. 2, Staphylinidae und Pselaphidae, Wien 1895, I. Auf dem Halsschilde ist wenigstens in der Mitte eine von vorn bis hinten durchlaufende Längsbinde stark glänzend, punkt- und haarlos; auch zu den Seiten sind die Punktgrübchen auf der Rückenseite des Halsschildes größtenteils um mehr als ihren Durchmesser voneinander entfernt. A) Der Halsschild ist wenigstens an den Seiten dorsal mit zahlreichen (mehr als 20) eingestochenen Punkten versehen; an der Grenze des punkt- losen mittleren Teils zählt man mindestens 8 Punkte, die oft in einer mehr oder weniger regelmäßigen Reihe stehen. AA) Der Halsschild ist nicht rot oder braunrot, die Stirn ragt höchstens als Spitzchen zwischen die Fühlerwm-zeln vor. a) Das letzte Glied der größeren Taster (der Kiefertaster) ist an der Wurzel nicht halb so dick wie das vorletzte Glied an der dicksten Stelle. aa) Auf dem Halsschild ist eine Längsreihe von eingestochenen Piinkten neben dem punktfreien Mittelteil der Länge nach von den übrigen Punktgrübchen der Dorsalseite getrennt; an den Hinterbeinen ist das 494 Tierwelt [156 erste Tarsenglied l\'omal so lang wie das zweite; an der Ventral- seite des Halsschildes springt dessen unterer Seitenrand hinter der Vorderhüfte nicht tief Avinklig nach innen vor; öYo — 6Vo mm lang, ^/^ mm breit; im feuchten Moos, besonders im Torfmoos Cryptobiuiii fracticonie. bb) Auf dem Halsschilde ist keine getrennte Reihe von Punkten vor- handen; an den Hinterbeinen ist das erste Tarsenglied nicht länger als das zweite: der untere Seitenrand des Halsschildes springt hinter der Vorderhüfte im abgerundeten rechten oder spitzen Winkel nach unten vor. aa) Der Kopf ist viel breiter als der Halsschild, durch dichte Punk- tierung matt; 372 — "^ ynm; im Moos an sonniger Stelle Stilicus erichsoiii. hß) Der Kopf ist nicht merklich breiter als der Halsschild, glänzend. «) Das drittletzte Fühlerglied ist (mit seinem kurzen Stielchen gemessen) doppelt so lang wie breit; der punktfreie Raum mitten auf dem Hals- schild ist nur hinten breit, vorn oft undeutlich; (i — 7 mm lang, 1 mm breit; zwischen nassem Gras und im nassen Moos Lathrobium teriiiiiiatum. ß) Das drittletzte Fühlerglied ist mit dem Stielchen nicht 1^/^ mal so lang wie breit. Die unpunktierte Mittelbinde des Halsschildes ist bis vorn hin fast gleich breit; 8 — 10 mm lang. au) Die Flügeldecken sind ganz schwarz; der Körper ist 10 — 12 mm lang und fast l^/g mm breit; die fünfte Bauchplatte des Hinterleibes ist beim cf in der Hinterhälfte, die sechste von vorn bis hinten tief eingedrückt; im Moos und Detritus der Wälder Latlirobiuin briiimipes. ßß) Mindestens die Hinterhälfte der Flügeldecken ist rotbraun; der Körper ist nicht 10 mm lang; die fünfte Bauchplatte des o^ ist in der Mitte kaum merklich eingedrückt. * Die Flügeldecken sind mindestens bis zum Ende des ersten Drittels ganz schwarz, zusammen 1 — V/^ mm breit; der Körper ist 8Y2 bis 9^/2 mm lang; die sechste Bauchplatte des cf ist in der Hinter- hälfte tief eingedrückt und die Haare neigen jederseits zu einem Kiel zusammen; unter nassem Erlenlaub Laihrobiuiii oloiif»atuin. ** Die Flügeldecken sind nicht bis zum Ende des ersten Drittels ganz schwarz, zusammen '^/^ mm breit; der Körper ist 7 — 8 mm lang; die sechste Bauchplatte des cf ist, wie die fünfte, kaum ein- « gedrückt; im nassen Torfmoos .... Latlirobiiiiii rulipciiiio. b) Das letzte Glied der Kiefertaster ist an der Basis über halb so dick wie das vorletzte Glied. 157] Analjtische Übersicht der Tiere 495 aa) Der Körper ist mindestens 15 mm lang und 3 mm breit; die glatte Mittellinie des Halsschildes ist nicht so breit wie die Fühler an ihrer Wurzel dick sind und meist mehr oder weniger unterbrochen vergl. Stapliyliiius unter IIA, S. 503. bb) Der Körper ist höchstens 10 mm lang und kaum über 1 mm breit; die glatte Mittelbinde des Halsschildes ist so breit wie die Fühler an ihrer Wurzel dick sind und nie unterbrochen. u) Das letzte Glied der Kiefertaster ist kürzer als das vorletzte; das drittletzte Fühlerglied ist viel breiter als lang; die Körperoberseite besitzt einen schwach metallischen Glanz; 8 — 9 mm lang, 1 mm breit; auf trockenem sandigen Boden im Moos und Detritus Xcintholiniis linearis. ji) Das letzte Glied des Kiefertaster ist länger als das vorletzte; das drittletzte Fülilerglied ist länger als breit; die Körperoberseite besitzt keinen metallischen Glanz; der Körper ist 5 — 6 mm lang und '^/^ mm breit; an nassen Orten unter Laub und zwischen Pflanzen. (Die Fühler- basis ist nicht hell) Actobius cinerasceiis. BB) Der Halsschild ist rot oder braunrot; die glänzende Stirn ragt deutlich etwas über die Basis der Fühler nach vorn oder unten vor, wenigstens in der Mitte. a) Vor dem Hinterrande des Halsschildes befindet sich in der Mitte eine tiefe Grube; die beiden braunschwarzen Flügeldecken sind zusammen breiter als lang (unter 1 mm lang und über 1 mm breit); der schwarze Kopf ist schmaler als der Halsschild; die Fühler sind am Ende gelb; das letzte Glied der Kiefertaster ist etwa halb so lang wie das vor- letzte; Körper 5 — 6 mm lang; im Moos eines sandigen Hochwaldes Zyras (Myrmedonia) coUaris. b) Vor dem Hinterrande des Halsschildes sind nur eingestochene Punkte vorhanden wie anderswo; die beiden blauglänzenden Flügeldecken sind zusammen länger als breit (über 1^/^ mm lang, unter 1^2 nim breit); der schwarze Kopf ist (mit den Augen) etwas breiter als der Hals- schild; die Fühler sind an der Wurzel heller; das Endglied der Kiefer- taster ist nicht ^/^ so lang wie das vorletzte Glied; Körper 7 — 10 mm lang; an nassen, lichten Orten Paederus riparius. B) Auf dem Halsschilde befinden sich entweder nur vor den Rändern ein- gestochene Punkte, aus denen senkrechte Tasthaare vorragen, oder es ist jederseits der Mitte eine Längsreihe von höchstens acht Haarpunkten vor- handen und auch außerhalb dieser Punktreihen stehen höchstens acht zer- streute Haai'punkte. AA) Das vorletzte Glied der längeren Taster (der Kiefertaster) ist in der Mitte höchstens 1^2 '^^■l so dick wie das letzte Glied an der Wurzel. 496 Tierwelt [158 Aa) Das dritte Fühlerglied ist nur etwa halb so dick wie das zweite; der Körper ist 3 — 4 mm lang und ^/^ mm breit, schwarz, die Ränder, der Halsschild und namentlich die Beine heller: unter feuchtem Laub Habroeeriis Ctipillaricoriiis. Bb) Das zweite Fühlergiied ist nicht P/2 mal so dick wie das dritte. Aa) Auf dem Halsschilde sind zwei Längsreihen von eingestochenen Punkten vorhanden, die bis hinter die Mitte desselben reichen, d. h. der letzte Punkt der beiden Reihen steht hinter der Mitte des Hals- schildes. a) Mitten auf der vorderen Kopfhälfte stehen zwei eingestochene Punkte und weiter nach vorn, mit den beiden Punkten ein Rechteck bildend, zwei Gruben mit je 2 — 3 Haarpunkten; die Punktreihen auf dem Halsschilde sind dessen Seitenrande näher als einander; das End- glied der Kiefertaster ist etwas kürzer als das vorhergehende Glied: die Flügeldecken sind mit zerstreuten, tiefen Punkten versehen Othius. «) Der Halsschild ist heller rotbraun als die Flügeldecken: nur der Kopf ist schwarz oder fast schwarz; der Körper ist 5 — G mm lang, die Flügeldecken sind hinten zusammen nicht 1 mm breit; im Moos und unter Kiefernnadeln an trockenen Waldstellen Othius uielaiioceplialus. ß)- Der Halsschild ist wie der Kopf glänzend schwarz, selten mit einem rötlichen Ton versehen; die Flügeldecken aber sind stets heller; der Körper ist 9 — 13 mm lang, die Flügeldecken sind hinten zusammen mindestens 1^/2 mm breit; unter Moos und Steinen in Wäldern Othius punctulatus (fuhdpennis). b) Vorn auf dem Kopfe stehen nur jederseits am Augenrande zwei eingestochene Punkte in gerader oder schräger Querreihe; die punk- tierten Grübchen fehlen; die mittleren Punktreihen des Halsschildes stehen auf dem vorderen Drittel desselben einander viel näher, als sie dem Seitenrande stehen; das Endglied der Kiefertaster ist länger als das vorletzte Glied Philouthus aa) Wenn man von den Punkten unmittelbar am Hinterrande des Halsschildes absieht, so ist zu jeder Seite der Mitte eine gerade oder gebogene Längsreihe von 3 — 4 Punkten vorhanden; der erste Punkt steht oft dem Vorderrande sehr nahe und yon den andern weiter entfernt. a) Der Körper ist O^o — 12 mm lang und die Flügeldecken sind hinten zusammen 2— 27^ mm breit; der Halsschild ist (bei starker Ver- größerung) mit feinen Rillen versehen, die entweder netzartig zu- sammenschließen oder unregelmäßig gebogen verlaufen: der Kopf, der Halsschild und die FlüQeldecken schimmern metallisch sfrün. 159] Analytische Übersicht der Tiere 497 uu) Der Körper ist etwa 12 mm lang, die Flügeldecken sind hinten zu- sammen 2^4 mi^Tt breit; der Halsschild ist sehr fein netzartig gerillt und deshalb weniger stark glänzend; das erste Fühlerglied ist, wie die folgenden, ganz schwarz; unter Buchenlaub Philoiithus decorus. ßß) Der Körper ist etwa 10 mm lang und die Flügeldecken sind hinten zusammen etwa 2 mm breit; der Halsschild ist bei sehr starker Vergrößerung mit sehr feinen Rillen und Punkten versehen, stärker glänzend; das erste Fühlergiied ist vorn und unten rot- braun; im Kiefern walde unter Moos und Nadeln Pliiloiitlius fuscipeuiiis (politus). ß) Der Körper ist bis 8 mm lang und die Flügeldecken sind hinten zusammen bis I-/3 mm breit; der Kopf und der Halsschild sind glänzend schwarz ohne metallischen Schimmer und (auch bei starker Ver- größerung) ohne feine vertiefte Rillen. au) Der Körper ist ist 7 — 8 mm lang; die Flügeldecken sind hinten zusammen IV2 — 1"/3 ™iii breit; das Wurzelglied der Hintertarsen ist etwa IV5 mal so lang wie das Endglied (ohne Krallen); zwischen dem Vorderteil der Augen sind die beiden mittleren der vier Punkte über doppelt so weit voneinander entfernt wie von den beiden seitlichen; die Beine sind schwarz, nicht heller als die Fühler; das vorletzte Fühlergiied ist länger als breit; an lichten sandigen Orten im Moos und Detritus Philoiithus varius. ßß) Der KörjDer ist 5 — 6 mm lang, die Flügeldecken sind hinten zusammen ^/^ mm breit; das erste Tarsenglied der Hinterbeine ist fast IVo mal so lang wie das Endglied; von den vier Punkten vorn zwischen den Augen sind die beiden mittleren wenig weiter von- einander als von den seitlichen entfernt; die Beine sind rotbraun, weit heller als die Fühler; das vorletzte Fühlerglied ist breiter als lang; an einem sonnigen grandigen Orte im kurzen Rasen Pliiloiitlius sordidus. bb) Wenn man von den Punkten unmittelbar am Hinterrande des Halsschildes absieht, so ist jederseits eine gerade oder gebogene Reihe von 5 — 6 Punkten vorhanden; der erste Punkt steht oft nahe am Vorderrande und von den andern weiter entfernt, au) Die Rückenreihe jederseits auf dem Halsschilde besteht aus sechs Punkten; der Kopf ist kaum schmaler als der Halsschild: die Seitenränder des Halsschildes laufen vom ersten bis zum zweiten Drittel fast parallel; der Kopf und der Halsschild sind glänzend schwarz, die andern Teile sind etwas heller, namentlich die Beine; der Körper ist 4 — 5 mm lang, die Flügeldecken sind hinten zu- sammen % mm breit; im feuchten lockeren Moos Philoiithus aterriiiius (nigritulus). Beiträge zur Naturdenkmalpflege. III 32 498 Tierwelt [16(> hß) Die beiden Rückenreihen des Halsschildes bestehen aus fünf Punkten, der vorderste steht oft hart am 'Vorderrande und etwas nach außen gerückt. a) Die Beine sind gelbbraun, die Flügeldecken pechbraun; zwischen den Augen steht jederseits eine Schrägreihe von drei Punkten, der äußerste dieser Punkte steht immer am Hinterrande der (kleinen) Augen, die beiden andern schließen sich in einer Reihe schräg nach innen und vorn an; in jeder der beiden Rückenreihen des Halsschildes sind die beiden hinteren Punkte nicht halb so weit voneinander getrennt wie die andern; 7 mm lang, Flügeldecken hinten zusammen IV4 mm breit; im Moos einer Waldlichtung Pliiloiithus vernalis. ß) Die Beine sind größtenteils schwarz oder dunkelbraun; vorn zwischen den Augen stehen jederseits zwei Punkte und bilden zu- sammen eine einzige gerade oder gebogene Querreihe; die beiden hinteren Punkte in jeder der beiden Reihen auf dem Halsschilde sind einander nicht oder kaum näher als die andern. na) Das Wurzelglied der Hintertarsen ist etwas kürzer als das Endglied ohne die Krallen; der Kopf ist mit den Augen kaum kleiner als der Halsschild; hinter dem großen Punkt vorn am Innenwinkel des Auges stehen am Innenrande des Auges bis zu dessen Hinterrande drei Punkte in einer gebogenen Reihe und innerhalb dieser Punkte, neben ihnen auf dem Kopfe jederseits einzelne weitere Punkte, von denen der eine schon neben dem zweiten Punkte steht; die Fühlerwurzel und die vier Vorderbeine sind ein wenig heller; fast 8 mm lang, die Flügeldecken hinten zusammen etwas über 1 mm breit; im nassen Anspülicht Pliiloutlms quisqiiiliarius. ßß) Das Wurzelglied der Hintertarsen ist V/^ — V/o mal so lang wie das Endglied; die Kopffläche ist immer viel kleiner als die des Halsschildes; hinter dem großen Punkt am Innenrande des Auges (der mit einem andern die Querreihe bildet), stehen nach hinten am hintern Innenrande des Auges nur noch zwei Punkte und von diesen schräg nach hinten und innen 3 — 4 weitere Punkte, meist in einer Reihe. * Die Vorderhüften sind wenigstens an der Innenseite rotbraun, der zweite Punkt am Innenrande des Auges (der erste Punkt hinter der Querreihe) ist dem dritten näher als dieser dem schräg nach innen und hinten stehenden: auf den Flügeldecken ist oft ein dunkelrotbrauner Wisch vorhanden, die Fühlerglieder vor dem Endgliede sind länger als am Ende breit: 7 — 8 mm lang, Flügeldecken hinten IV2 mm breit; im Moos der Wälder Pliil(»utlnis varians^ 161] Analytische Übersicht der Tiere 499 ** Die Vorderhüften sind ganz schwarz; der zweite Punkt am Innenrande des Auges ist vom dritten weiter entfernt als dieser von dem ihm zunächst, nach hinten und innen stehenden kleinen Punkt; die Fühlergiieder vor dem Endgliede sind am Ende ebenso breit wie lang; die Flügeldecken besitzen einen grünen Metall- schimmer; 672 — 8 nim lang, die Flügeldecken hinten P/s nim breit; im Moos der Wälder .... Pliiloiithus coiicinnus. Bß) Auf der Fläche des Halsschildes stehen, abgesehen von den Punkten unmittelbar am Hinterrande, hinter der Mitte keine Punkte. a) Auf der Fläche des Halsschildes steht nur ein stärkerer Punkt jeder- seits und zwar unmittelbar an dessen Vorderrande, außerdem sind sehr feine zerstreute Punkte vorhanden, die aber nicht stärker sind als die feine Netzaderung; das erste und zweite Hinterleibssegment hinter dem Ende der Flügeldecken ist vorn mit je zwei kleinen dicht be- haarten Flecken versehen; der Körper ist 5 — 8 mm lang, schwarz, die Ränder zum Teil heller, namentlich ein Fleck an der Schulter der Flügeldecken, diese hinten IV4 — 1^ 4 mm breit; unter Detritus an feuchten schattigen Stellen Tachiiiiis rufipes. b) Oben auf dem Halsschilde befindet sich jederseits eine Längsreihe von drei Punkten, von denen der erste oft nicht in der geraden Ver- längerung der beiden andern steht. aa) Das Endglied der kürzeren, hinteren Taster ist, von der breiten Seite gesehen, doppelt so dick wie das Endglied der längeren (Kiefer-) Taster; der Halsschild ist über IV2 mal so breit ^^^e der Kopf; das hinterste der drei Punktpaare auf dem Halsschilde ist ebenso weit getrennt wie das mittelste; 10 mm lang, die Flügeldecken hinten 2 mm breit: im Moos und Detritus an lichten Waldstellen, auf nicht kalkfreiem Boden Euryporus picipes. bb) Das Endglied der (kürzeren) Lippentaster ist nicht oder kaum breiter als das Endglied der (längeren) Kiefertaster; der Halsschild ist nicht 1^/2 mal so breit wie der Kopf; das hinterste Punktpaar auf dem Halsschilde ist weniger weit getrennt als das mittlere; die Punktreihen sind fast gerade . . Quedius. u) Vorn zwischen den Augen stehn jederseits 3 — -i Punkte in einer Querreihe. au) Außer der Querreihe von 3 — 4 Punkten vorn jederseits zwischen den Augen steht nur noch zwischen deren Hinterrändern eine vom Auge schräg nach hinten und innen verlaufende Reihe; das Schildchen ist bis zum Ende unbehaart; 10— L5 mm lang, die Flügeldecken hinten 2 — 2-/3 mm breit; an feuchten und nassen Orten im Detritus und Moos (^iicdiiis fiilif»iiiosus. 500 Tierwelt [162 ßß) Außer den 3 — 4 Punkten jederseits zwischen den Vorderrändern der Augen und der Schrägreihe zwischen den Hinterrändern kommt zwischen beiden Reihen jederseits noch ein Punkt vor; das Schihlchen ist in der hintern Hälfte behaart; 13 — 15 mm lang, die Flügeldecken hinten zusammen etwa 2V2 nim breit; im Moos der Kiefernwälder (|iiodius tristis. ß) Vorn zwischen den Augen steht jederseits nur ein Punkt und zwar am Augenrande. ««) Das Schildchen ist nach hinten dicht behaart; hinter dem Auge befindet sich ein tiefer Punkt und von diesem aus verläuft eine Reihe feiner Haarpunkte schräg nach unten und vorn ; hinten steht jederseits auf dem Kopfe ein weiterer großer Punkt, begleitet von zwei kleinen Punkten, einem vor ihm und einem innen schräg nach hinten; die Beine sind pechschwarz; 12 mm lang, die Flügeldecken hinten 2V^ mm breit; im Moos trockener Kiefernwälder (Juodiiis inolofhiiius. ßß) Das Schildchen ist unbehaart; die sehr feinen Haarpunkte, die hinter dem Auge und dem größeren Punkt an dessen Hinterende stehen und sich nach unten ausbreiten, bilden keine einfache Reihe, sondern dichte Gruppen; die Beine, auch die Vorderhüften sind größtenteils rotbraun; der Körper ist höchstens 11 mm lang. * Die Flügeldecken sind rotbraun, in der Mitte viel heller gefärbt als die hellsten Teile des Halsschildes, hinten sind beide zusammen etwas über 2 mm breit; der Halsschild ist meist glänzend schwarz, fast etwas metallisch; der Körper ist 10 mm lang; unter Steinen im Kiefernwalde Queilius picipes. ** Die Flügeldecken sind in der Mitte stets dunkler als die helleren Teile des Halsschildes, hinten sind sie zusammen I74 — 1% nim breit. f Der Halsschild ist nicht IV3 mal so breit wie der Kopf: in der Nähe des hinteren Innenwinkels der Augen steht ein großer Punkt und hinter diesem, schräg nach innen stehen zwei sehr kleine Punkte; das erste Tarsenglied der Hinterbeine ist, am Dorsalrande gemessen, IV4 nial so lang wie das Endglied ohne Krallen; das dritte Fühlerglied ist wenigstens IV4 nial so lang wie das Endglied der Kiefertaster; das zweite Fühlerglied ist in der Endhälfte nicht merklich dunkler als das erste; 8 — 10 mm lang, die Flügeldecken hinten zusammen 1 ^, o mm breit ; im Moos trockener Kiefernwälder (Jiiedius iii^rieeps. ff Der Halsschild ist über l^s mal so breit wie der Kopf: schräge nach innen und hinten von dem groikn Punkt am hinteren Innen- winkel der Augen steht gewöhnlich nur ein einzelner Punkt: das 163] Analytische Übersicht der Tiere 501 erste Glied der Hintertarsen ist nicht länger als das letzte; das dritte Fühlerglied ist nicht oder kaum länger als das Endglied der Kiefertaster; das zweite Fühlerglied ist wenigstens in der Endhälfte viel dunkler als das erste. O Die Flügeldecken sind hinten zusammen P/4 mm* breit, zwischen den wenig dichten Haarpunkten mit feinen Quer- runzeln versehen (chagriniert); am zweiten Fühlergliede ist der kürzere Wurzelteil, von oben gesehen, scharf abgesetzt hell und durch eine schwache Einschnürung von dem längeren dunklen Endteil getrennt: der Halsschild ist breiter als lang, in der Mitte am breitesten: 7 — 8 mm lang: unter feuchtem Buchenlaub (^iiedius ruinatus (peltatus). 00 Die Flügeldecken sind hinten zusammen nur U^ mm breit, zwischen den dichtstehenden Haarpunkten nicht fein chagriniert, sondern etwas glänzend: am zweiten Fühlergliede ist kein scharf abgesetzter heller Grundteil abgeschnürt; der Halsschild ist so lang wie breit, hinter der Mitte am breitesten ; 7 mm lang ; neben Erlenstümpfen im trockenen Detritus (|iiedius maurorufus. BB) Das vorletzte Glied der Kiefertaster ist in der Mitte etwa doppelt so dick, wie das dünne Endglied an der Wurzel oder die beiden Glieder sind noch mehr an Dicke verschieden. a) Die obere Kopffläche ist vorn querüber gerade abgeschnitten und die Fühler sind vor deren Vorderrande eingelenkt; auf dem Halsschilde stehen zwischen dem ersten Viertel und dem ersten Drittel seiner Länge zwei Punkte, einander viel näher als dem Seitenrande; auf dem Kopfe stehen jederseits neben dem Auge 3 — 4 Punkte in einer Längsreihe; der Körper ist 4V2 mni lang und -/g mm breit, schwarz, besonders der Kopf und der Halsschild, die Beine sind heller; im nassen Torfmoos Heterothops (luadripuiictula. b) Zwischen den Fühlerwurzeln ragt die glänzende Stirn in der Mitte gerundet nach vorn bezw. nach unten umbiegend vor, zwischen dem ersten Viertel und dem ersten Drittel des Halsschildes stehen oben auf dessen mittlerem Teil keine Punkte. aa) Die Flügeldecken sind mit feinen anliegenden Härchen dicht besetzt, auf der Mitte derselben befinden sich keine in einer Längsfurche stehenden Punkte, aus denen aufrechte Tasthaare vorragen Tachyporus. a) Der Halsschild ist ganz rotgelb und ebenso gefärbt sind die Vorder- hüften; die Flügeldecken sind an der Naht (zusammen mit dem Schildchen gemessen) etwa P - mal so lang Avie der Halsschild in der Mitte; der Köriier ist 3^2 — •'> nini lang. 502 Tierwelt [164 au) Der Kopf ist lotgelb wie der Halsschild, die Flügeldecken sind in der Vorderhälfte querüber schwarz: im Moos und Detritus, besonders neben Stämmen Tachyporiis obtusus. ßß) Der Kopf ist schwarz, auf den Flügeldecken ist einerseits ein Dreieck, welches das Schildchen umschließt und anderseits ein Längs- fleck vorn am Seitenrande schwarz oder schwärzlich; im feuchten Moos, sehr eurytop Tacliyporus chrysomelimis. ß) Der Halsschild ist ganz oder z. T. schwarz bezw. dunkelbraun, auch die Vorderhüften sind rotbraun bis schwarz: die Flügeldecken sind kürzer, ihre Naht ist (zusammen mit dem Schildchen gemessen) l^/^ bis wenig über P/g mal so lang wie der Halsschild. Mf-c) Der Halsschild ist in der Hinterhälfte querüber rotbraun bis rot- gelb, oben kaum dunkler als an den Seiten, in der Vorderhälfte da- gegen, namentlich an beiden Seiten, dunkel; an den Kiefertastern ist das dicke vorletzte Glied auf der Rückenseite viel dunkler als die Wurzelglieder derselben; die Flügeldecken sind bis fast zur Mitte rotgelb, nur P/^ — 1^/^ mal so lang wie der Halsschild; der Körper ist 3 — 4 mm lang; im nassen Torfmoos und zwischen nassem Gras Taeliyporus transversalis. ßß) Der Halsschild ist entweder ganz dunkelbraun und nur in den Hinterecken etwas heller oder an den Seiten, namentlich hinten breit hellgelblich; die Flügeldecken sind etwa P'., mal so lang wie der Halsschild. * Der Halsschild ist in der Mitte tief schwarz, an den Seiten vorn schmal, hinten breit hellbraungelb; die Flügeldecken sind am Schildchen und am Seitenrande schwärzlich, sonst braun; S^', — ^^'g^^im; im Moos und Detritus, eurytop .... Tacliyporus hypuorum. ** Der Halsschild ist auch in der Mitte viel heller als der Kopf, dunkelbraun, nach den Hinterecken hin allmählich etwas heller, die Flügeldecken sind nur am Hinterrande braim; SV^ mm; im trockenen Erlendetritus und neben einem Sumpfrande T.acliyporus uiaeroptcrus. bb) Die Flügeldecken sind nicht mit anliegenden Haaren, nur mit ver- einzelten, abstehenden Tasthaaren versehen: diese stehen in der Mitte jeder Flügeldecke meist in einer Längsfurche .... Mycetoporus. «) Die dem Fühlerendgliede voraufgehenden Glieder sind länger als breit; auf dem Halsschilde befinden sich eingestochene Punkte nur in der Nähe der Ränder, kaum um mehr als ihren Durchmesser vom Rande entfernt; der Koi)f ist vorn heller oder dunkler gelbbraun: 4 — 5 mm lang, die Flügeldecken sind hinten zusammen -/;; mm breit: zwischen Moos und Detritus an trockenen Stellen Mycetoporus splciidiiliis. 165] Analytische Übersicht der Tiere 503 ß) Die dem Endgliede der Fühler voraufgehenden Glieder sind breiter als lang; außer den eingestochenen Punkten in der Nähe der Ränder des Halsschildes stehen stets 1 — 3 Punkte seitlich auf der Fläche, weit vom Rande entfernt; der Kopf ist bis zur Fühlerwurzel glänzend schwarz. aa) Das vorletzte Glied der Kiefertaster ist etwas dünner als das erste Fühlerglied: auf der Fläche des Halsschildes stehen jederseits zwei eingestochene Punkte hintereinander; auf den Flügeldecken sind außer den Punktreihen an den Rändern und einer Reihe auf der Fläche noch weitere in einer Reihe stehende Punkte vorhanden; 5 mm lang, Flügeldecken hinten zusammen 1^4 ^^^ breit; im Moos eines Kiefernwaldes Mycetoporus puiictus. ßß) Das vorletzte Kiefertasterglied ist etwas dicker als das Grundglied der Fühler: auf dem Halsschilde stehen die Punkte mehr oder weniger in einer Querreihe; auf den Flügeldecken sind außer den drei Punkt- reihen höchstens 1 — 2 einzelne Punkte vorhanden; 3V2 — -4}/^ ^^^^^ lang, ^/g — 1 mm breit, im Moos der Kiefernwälder Mycetoporus bruniieiis (lepidus). II. Auf dem Halsschilde ist die Mitte nicht der Länge nach stark glänzend, punkt- und haarlos; die ganze Oberfläche ist vielmehr entweder anliegend (aus Punkten) fein behaart, oder tief und dicht punktiert, so daß die Durch- messer der Punktgruben größer sind als die Entfernung derselben von- einander, oder endlich ist sie matt und glanzlos. A) Der Körper ist über 13 mm lang: die Mittellinie des Halsschildes ist mehr oder weniger punktfrei aber nicht stark glänzend. AA) Der Körper ist ganz schwarz, 20 — 23 mm lang; die Behaarung des Schildchens ist nicht dichter und nicht anders gefärbt als die der Flügel- decken: hinter den Mittelhüften verläuft eine geschwungene Rinne (|uer über die Brust; das Endglied der Kiefertaster ist so lang und nicht dünner als das vorhergehende Glied; unter Steinen an sehr lichter Wald- stelle Stapliyliiiiis siinilis. BB) Der Körper ist ebenfalls fast 20 mm lang; die Flügeldecken sind rot- braun, die Beine und die Fühlerenden braunrot: das Schildchen ist sehr dicht goldgelb behaart ebenso wie je zwei Flecke auf den letzten Hinter- leibssegmenten; die Flügeldecken dagegen sind weniger dicht, dunkel behaart; das Endglied der Kiefertaster ist kürzer und am Ende kaum über halb so dick wie das vorletzte Glied; im Moos eines Kiefernwaldes auf kalkhaltigem Boden Slaphyliiiii.s erytliroplenis. B) Der Körper ist nicht 1) mm lang. AA) Der Kopf ist mit den Augen stets breiter als der Halsschild. Aa) Der Kopf ist auch hinter den Augen breiter als der Halsschild. 504 Tierwelt [166 a) Die Haarpunkte auf dem Kopfe und dem Halsschilde sind von er- habener feiner Umwallung umgeben; die Umwallungen stellen eine Netzaderung dar; das Auge ist nicht um seinen doppelten Längsdurch- messer vom Hinterrande des Kopfes entfernt. aa) Der Halsschild ist in der Mitte wenigstens teilweise mit einer glatten, unpunktierten Längslinie versehen; das vorletzte Tarsenglied der Hinterfüße ist nicht zweilappig. u) Der Körper ist 6^2 — '^V2 ^^ lang; die glatte Mittellinie des Hals- schildes verschwindet nach vorn vollkommen; die Hüften sind immer ziemlich dunkel ; im Moos und Detritus der Wälder Stilieus riifipes. ß) Der Körper ist 372 — ^ mm lang; die glatte Mittellinie des Hals- schildes geht gleichbreit bis zum Vorderrande; die Beine sind, mit Einschluß der Hüften rotbraun; im Moos an einem sonnigen, unbe- bauten Platze (vergl, unter I.) Stilieus orichsoiii. bb) Der Halsschild ist nicht mit einer unpunktierten glatten Mittel- linie versehen; das vorletzte Tarsenglied der Hinterbeine ist so tief zweilappig, daß die Seitenlappen bis zur Mitte des Endgliedes reichen; die Flügeldecken sind hinten breit braungelb gefärbt; 3,5 mm; an sonnigen Orten auf kalkhaltigem Boden . . Astemis aii^'ustatus. b) Die Haarpunkte auf dem Kopfe und Halsschilde stehen nicht in erhabenen Netzmaschen; das Auge ist um seinen doppelten Längs- durchmesser vom Hinterrande des Kopfes entfernt; der Körper ist 2^/^ bis 372 nim lang, heller oder dunkler braun ; die Fühler und Beine sind rotgelblich; an kalkhaltigen, sonnigen, steinigen Orten Scopaeiis sulcicollis. Bb) Der Kopf ist hinter den Augen nicht breiter als der Halsschild, er setzt sich überhaupt hinter den Augen nicht oder kaum nach hinten fort Stenus. A«) Das vorletzte Tarsenglied der Hinterfüße ist von oben gesehen tief zweilappig; die beiden das Endglied fast bis zur Mitte umfassenden Lappen sind länger als der einfache Wurzelteil des Gliedes, a) Der Hinterleib ist an den Seiten vollkommen gerundet, nur am ersten Segment mit einem schwachen Längskiel oder mit einer Längs- wulst an den Seiten versehen. aa) Die Beine, Taster und Fühler sind braungelb, nur die Knie und das erste Fühlerglied sind dunkel; der Körper ist fast 6 mm lang, die Flügeldecken sind zusammen fast 1 mm breit; zwischen hohem Gras auf Sand am Ufer eines Sumpfes . Stenus siiiiilis (oculatus). bb) Die Beine, Taster und Fühler sind fast schwarz; nur die Fühler vom dritten Gliede bis zur Keule, die Schenkel und die Tarsen sind etwas heller und das Wurzelglied der Kiefertaster ist braungelb; dei- 167] Analytische Übersicht der Tiere 505 Körper ist 4^4; ^^^^^ ^^^^g^ <^ie Flügeldecken sind zusammen nicht -/g mm breit; auf nassem sumpfigen Boden zwischen hohen Pflanzen Stenus latifroiis. b) Der Hinterleib ist an den Seiten der Länge nach mit einer schwachen Rinne und unter der Rinne mit einem etwas vortretenden Rande versehen. aa) Das erste Glied der Hintertarsen ist kürzer als das letzte Glied (ohne die Krallen); die Beine sind fast schwarz; auch die Wurzel- hälfte der Schenkel ist nicht heller; von den Tastern sind die beiden Wurzelglieder hellgelblich, von den Fühlern nur das erste und die drei Endglieder schwarz; 5 mm; zwischen Sumpfgräsern Stenus bifoveohitus (plancus). bb) Das erste Glied der Hintertarsen ist länger als das letzte; an den Beinen ist wenigstens die Wurzelhälfte der Schenkel braungelb. «) Das dritte Fühlerglied ist etwa 1^2 ni^l so lang wie das vierte; das verdickte Glied der Taster, die Endhälfte der Schenkel und die Schienen sind schwärzlich; die Oberseite des Körpers ist schwarz; 3 ^/a — ö mm ; im lockeren Torfmoos unter Gebüsch Stenus palustris. ß) Das dritte Fühlerglied ist etwa doppelt so lang wie das vierte; die Taster und Beine sind ganz hellgelblich, nur die Knie sind ein wenig dunkler; die Oberseite des Körpers schimmert etwas metallisch grün: 4 — 6 mm; im Moos und Detritus an feuchten Wald- stellen Stenus impressus. Bß) Das vorletzte Tarsenglied der Hinterbeine ist nicht zweilappig, nur bisweilen am Ende ausgerandet; dann sind aber die Endlappen nicht so lang wie der Basalteil des Gliedes und ragen nur wenig über die Basis des Tarsenendgliedes vor. a) Das erste Glied der Hintertarsen ist etwa doppelt so lang wie das Endglied (ohne die Krallen); der Körper ist 4^/^ — 7 mm lang; auf den Hinterleibssegmenten ragt von dem punktierten Vorderteil in der Mitte immer ein erhabenes Spitzchen nach hinten vor. aa) Die Fühler und Beine sind schwarz, nur die Basalglieder der Kiefertaster sind heller; die Oberseite des Körpers ist fast bläulich- schwarz; die Flügeldecken sind vorn an der Naht etwas eingedrückt; 6 — 7 mm; besonders zwischen hohem Gras .... Stenus juno. bb) Die Kiefertaster und die Beine, mit Ausschluß der Hüften, Schenkelringe und Knie, sind braungelb; die Oberseite des Körpers besitzt einen schwachen Bronzeschimmer; die Naht der Flügeldecken ist im Vorderdrittel nicht tiefer eingedrückt; 4^4 — 6 mm: besonders im lockern feuchten Detritus Stenus elavieornis. b) Das erste Tarsenglied der Hinterbeine ist nicht oder kaum länger als das Endglied (ohne die Krallen); der Körper ist 2^4 — 5 mm lang. 506 Tierwelt [168 aa) Die Hinterleibssegmente sind an den Seiten vollkommen gerundet; die Fühler sind ganz schwarz, die Kiefertaster bis auf das Basalglied schwarz; die Beine und die Flügeldecken sind bisweilen dunkelbraun; 2^4 — 3^/r, mm ; an einer sonnigen Stelle im nassen Torfmoos Steiiiis iii<>Titulus. bb) Die Hinterleibssegmente, wenigstens die vier ersten hinter dem Ende der Flügeldecken sind an beiden Seiten mit einer oder zwei Längsfurchen versehen und über jeder Furche mit einer erhabenen Leiste; 3—5 mm. a) Die Naht der Flügeldecken ist immer ein wenig kürzer als der erhabene, punktierte Teil des Halsschildes in der Mitte des Rückens: die Schenkel sind dunkelrotbraun, namentlich die Vorderschenkel an der Unterseite; von den Kiefertastern sind zwei Basalglieder ganz gelbbräunlich; 3^2 — 5 mm; im Moos und Detritus der Wälder Steniis huiiiilis. ß) Die Naht der Flügeldecken ist stets ein wenig, bisweilen viel länger als der erhabene, punktierte Teil des Halsschildes; die Schenkel sind ganz schwarz; von den Kiefertastern ist nur das Basalglied hell. au) Auf den ersten Hinterleibssegmenten hinter dem Ende der Flügeldecken ragt von dem erhabenen punktlosen Basalteil in der Mitte des Rückens ein kleines Spitzchen vor; das vorletzte Tarsen- glied, besonders der Vorderfüße ist tief herzförmig ausgeschnitten, so daß die seitlichen Endlappen an den Vorderfüßen so lang sind wie der einfache Basalteil; 3^2 — ■> mm: an sonnigen nassen Stellen zwischen Moos und andern Pflanzen . . Stemis carboiiarius. ßß) Auf den Hinterleibssegmenten ragt niemals genau in der Mitte des Rückens ein Spitzchen von dem erhabenen Basalteil vor, wohl aber ragen oft zwei oder vier Spitzchen, etwas seitlich von der Mitte, vor. * Auf den ersten Hinterleibssegmenten hinter dem Hinterende der Flügeldecken ragen vier Spitzchen von dem erhabenen Basal- teil nach hinten vor; 3'/.^ — 4^,., mm: im nassen Anspülicht an unbeschatteter Stelle Steiius buphtlialiiiii.s. ** Auf den ersten Hinterleibssegmenten ragen nicht vier Spitzchen von dem erhabenen Basalteil stärker vor; 3 mm: im dichten un- beschatteten Torfmoos Slcniis piisilliis. BB) Der Kopf mit den Augen ist nicht breiter als der Halsschild. Aa) Auf der Oberseite des Halsschildes und der Flügeldecken ragen nur sehr zerstreute, senkrechte, schwarze Tasthärchen deutlich vor; die Härchen in den zahlreichen Punkten ragen kaum vor, wenigstens nicht so weit wie die eingestochenen Punkte breit sind: das vorletzte Glied 169] Analytische Übersicht der Tiere 507 der Kiefertaster ist in seiner Mitte nicht dreimal so dick wie das End- glied in seiner Mitte. a) Das Endglied der Kiefertaster ist nur halb so dick und nicht länger als das vorletzte Glied: der Seitenrand des Halsschildes ist gekerbt: auf der Mitte des Halsschildes sind drei vertiefte Längsfurchen vor- handen, von denen sich die mittlere nach vorn erweitert; die Tarsen sind dreigliedrig; 4^/2 — ö^o mm: im Moos usw. . Oxytolus rug'osus. b) Das Endglied der Kiefertaster ist viel länger und nicht merklich dünner als das vorletzte Glied; die Tarsen sind fünfgliedrig: der Seiten- rand des Halsschildes ist nicht gekerbt; zwischen den Augen hinten auf dem Kopfe steht jederseits ein Punktauge. aa) Das Endglied der Hintertarsen ist etwa so lang wie die vorher- gehenden Glieder zusammen; auf der Mitte des Halsschildes befinden sich zwei Längseindrücke ; der Körper ist pechschwarz, nur die Beine sind heller: 2^2 — 4 mm lang, die Flügeldecken zusammen - A. — ^/^ mm breit; besonders unter Laub an nassen Waldstellen . . Omaliuni caesuni. bb) Das Krallenglied der Hintertarsen ist nur etwa halb so lang wie die vorhergehenden Glieder zusammen; der Halsschild ist auf der Mitte nicht mit zwei Längseindrücken nebeneinander versehen: die Flügeldecken sind zusammen 1^4 — 1^/4 mm breit. «) Der Körper ist 3 — 4 mm lang, rostbräunlich, der Kopf dunkler; die Hinterecken des Halsschildes sind stumpfwinklig: vor dem Seiten- rande des Halsschildes befindet sich in der Mitte ein Grübchen; im Moos einer Waldlichtung Olophriiiii assiiiiile. ß) Der Körper ist 4V2 — 0^/2 ^^^^ l^i^gr dunkel rotbraun, der Kopf und der Halsschild dunkler; die Hinterecken des Halsschildes sind abge- rundet, vor dem Seitenrande befindet sich in der Mitte kein Grübchen: im lockeren, durchwachsenen Torfmoos . . . Oiopliriiin pieeinn. Bb) Die gewöhnlichen Haare auf der Oberseite des Halsschildes und der Flügeldecken sind länger und meist hell gefärbt; das vorletzte Glied der Kiefertaster ist in seiner Mitte meist über dreimal so dick wie das Endglied in seiner Mitte; das letztere ist bisweilen sehr klein, bei starker Vergrößerung aber immer deutlich erkennbar. A«) Die Tarsen der Mittelbeine sind o- bis 4 gliedrig. a) Die Tarsen aller Beine sind dreigliedrig, das Endglied ist (auch an den Hinterbeinen) etwa so lang wie die beiden Wurzelglieder zusammen: die Schiene der Mittel- und Vorderbeine ist, im Gegensatz zu der der Hinterbeine, mit Reihen kräftiger Dornen versehen: das vorletzte Fühlerglied ist IVsmal so breit wie lang; der Halsschild ist sehr grob netzaderig gerunzelt, so daß die zerstreuten Haarjiunkte kaum erkennbar sind; der Körper ist fast 2 mm lang: auf grandigem sonnigen Boden HhMliiis pyg-iiiaciis. 508 Tierwelt [170 b) Die Tarsen der Hinterbeine sind 4- bis 5-giiedrig; das Endglied derselben ist nicht länger als das Wurzelglied; die Schiene der Vorder- beine ist höchstens vor dem Ende mit zwei Stacheln oder Dornen versehen; das vorletzte Fühlerglied ist etwa so lang wie dick oder länger. aa) Auch die Tarsen der Hinterbeine sind viergliedrig, das Endglied derselben ist nicht doppelt so lang wie breit, das vorletzte Glied der Kiefertaster ist nur etwa doppelt so lang und fünfmal so dick wie das Endglied; der Halsschild ist grob und dicht eingestochen punktiert; die Beine, die Fühlerwurzel und der größere Endteil der Flügeldecken sind braungelb; 2\Aj mm; im Torfmoos und im hohen Gras am Sumpfrande Hygroiiouia (liiiiidiata. bb) Die Tarsen der Hinterbeine sind fünfgliedrig, das Endglied min- destens viermal so lang wie breit; das vorletzte Glied der Kiefer- taster ist über fünfmal so lang und siebenmal so dick wie das sehr kleine Endglied, der Halsschild ist sehr fein gerunzelt und sehr dicht behaart; der Körper ist 2 — 3 mm lang, größtenteils schwarz oder schwärzlich, nur die Beine, die Fühlerwurzel und die Taster sind heller; im Moos und Detritus an feuchten Stellen Myllaena dubia. Bß) Die Tarsen der Mittelbeine sind fünfgliedrig. a) Die Tarsen der Vorderbeine sind viergliedrig. aa) Das erste Tarsenglied (der Metatarsus) der Hinterbeine ist etwa so lang wie die drei folgenden Glieder zusammen ; der Halsschild ist auf der Rückenseite bis über die Mitte nach vorn mit einer Furche oder mit einem Eindruck versehen ; der Körper ist über 5 mm lang, rotbräunlich, nur der Kopf und die mittleren Hinterleibssegmente sind dunkler; an feuchten Orten im Moos und Detritus Astilbus (Drusilla) oaiiaiiculatus. bb) Das erste Tarsenglied der Hinterbeine ist nicht länger, oft viel kürzer als die beiden folgenden Glieder zusammen; die Körpergröße ist geringer. «) Das erste Tarsenglied der Hinterbeine ist, am Ventralrande ge- messen, mindestens doppelt so lang wie das Endglied, ebenfalls am Ventralrande von der äußersten Basis bis zum Ende des festen Chitins d. i. bis zur ventralen Gelenkhaut der Kralle gemessen; die Fühlerglieder sind alle gestreckt, der verdickte Hauptteil des vor- letzten Gliedes (ohne Stiel und Aufsatz) ist etwa IV4 nial so lang wie breit; der Halsschild besitzt eine hinten grubig vertiefte Längs- furche; fast 4 mm; unter Laub in einem Erlenbruch Tachyusa atra. ß) Das erste Tarsenglied der Hinterbeine ist, am Ventralrande ge- messen, höchstens P 2 ^'^^^ so lang wie das Endglied, bis zur Gelenk, haut der Kralle gemessen AtJiela (Horaalota). 1 Analjtische Übersicht der Tiere 509 ««) Auf der Schiene der Hinterbeine ist eine der abstehenden Borsten, die etwas hinter der Mitte des Gliedes steht, so lang- A\ae ihre Entfernung vom Ende des Gliedes; das erste Tarsenglied der Hinterbeine ist, am Ventralrande gemessen, nur etwa halb so lang wie das Endglied bis zur Gelenkhaut der Kralle : 4 mm ; im Moos eines Kiefernwaldes Atheta loiisicornis. ßß) Das größere abstehende Härchen auf der Dorsalseite der Hinter- schiene, etwas hinter der ]\Iitte, ist sehr kurz, nicht halb so lang wie seine Entfernung vom Ende der Schiene; das Wurzelglied der Hintertarsen ist meist weit über halb so lang wie das Endglied. a«) Das erste Glied der Hintertarsen ist am Ventralrande gemessen höchstens dreiviertel so lang wie das Endglied (ebenfalls am Ventralrande von der äußersten Basis bis zum Ende des festen Teils, d. i. bis zur Gelenkhaut der Kralle gemessen). * Der Hinterleib ist nach hinten sehr stark verschmälert, das erste von der Bauchseite sichtbare Hinterleibssegment ist am Hinterrande (in voller Breite gemessen) etwa P/g — IV5 mal so breit wie das vierte (von der Bauchseite sichtbare) Segment am Ende und etwa V-jo, mal so breit wie das fünfte Segment am Ende; die Dorsalborste vor der Mitte der Schiene des zweiten Beinpaares ist etwa so lang wie die Schiene an dieser Stelle dick ist; der Körper ist schwarz, die Beine und die Flügeldecken sind heller; 2-/3 — Sy^ nim; im Moos und Detritus an nicht zu feuchten und nicht zu schattigen Orten . . . Atheta f'uiigi. ** Der Hinterleib ist nach hinten wenig verengt, das erste von der Bauchseite sichtbare Hinterleibssegment ist am Hinterrande nicht IVs ™al so breit wie das vierte Segment am Hinterrande und nicht l-Zjmal so breit wie das fünfte Segment am Hinter- rande. O Der Körper des im Spiritus aufgehobenen Tieres ist nicht 3V2 mm lang; die dorsale Borste auf der Schiene der Mittel- beine, etwas distal von der Mitte ist sehr kurz und fein, nur etwa halb so lang wie die Dicke der Schiene an dieser Stelle; im feuchten Moos eines Kiefernwaldes . . Atheta palustris. 00 Der Körper des im Spiritus aufgehobenen Tieres ist über 3V2 nim lang: die Dorsalborste auf der Mitte der Mittelschiene ist länger als die Dicke der Schiene an derselben Stelle. -;• Der Halsschild ist vorn gestutzt, sein Vorderrand geht recht- winklig in den Seitenrand über: die Oberfläche des Halsschildes ist sehr dicht behaart und stark netzaderig, so daß ihr Glanz viel schwächer ist als der des vorletzten Hinterleibssegmentes; im lockeren Torfmoos Atheta eloiig-atiila. Tierwelt [172 ■J-f Der Vorderrand des Halsschildes geht gerundet in den Seiten- rand über; die Oberfläche des Halsschildes ist spärlicher be- haart und sehr zart netzadei^ig so daß ihr Glanz etwa dem des vorletzten Hinterleibssegmentes gleichkommt; zwischen Laub und Detritus an feuchten Stellen . . Atheta jyrainiiiicola. hß) Das erste Glied der Hintertarsen ist, an seinem Ventralrande gemessen, so lang oder länger, wenigstens nicht merklich kürzer als das Endglied ebenfalls am Ventralrande von der äußersten Basis bis zum Ende des festen Chitins, d. i. bis zur Gelenkhaut der Kralle gemessen; das abstehende dorsale Haar etwa auf der Mitte der Mittelschiene ist kurz und zart, nicht über dreiviertel so lang wie die Dicke der Schiene an dieser Stelle. * Das Endglied der Kiefertaster ist sehr klein, das vorletzte Glied sehr groß, etwa viermal so lang wie das Endglied und fast doppelt so dick wie das drittletzte Glied: gestreckte Spiritus- exemplare erreichen nie ganz eine Länge von 3 mm; im Moos der Kiefernwälder Atheta analis. ** Das vorletzte Glied der Kiefertaster ist nicht dreimal so lang wie das Endglied und höchstens etwa 1^/2 mal so dick wie das drittletzte Glied: gestreckte Spiritusexemplare sind stets über 3 mm lang. t Der Halsschild ist nicht merklich breiter als lang, nicht V/^ mal so breit wie der Kopf; der Kopf ist mit den geschlossenen Kiefern eiförmig, bedeutend länger als breit; der Körper ist braun, nur der Kopf und die vorletzten Hinterleibssegmente sind schwarz; im Moos und Detritus, besonders in Wäldern Atlieta eircellaris. tt Der Halsschild ist wenigstens l^/^mal so breit wie lang, über 1^3 mal so breit wie der Kopf; der Kopf ist mit den geschlossenen Kiefern gerundet dreieckig, nicht länger als breit; der Körper ist ähnlich gefärbt wie bei der vorhergehenden Art, nur die braunen Teile sind dunkler; unter Laub und Kiefernnadeln Atlieta pygiiiaea. b) Die Tarsen der Vorderbeine sind fünfgliedrig. aa) Das erste Tarsenglied der Hinterbeine ist viel kürzer als das Endglied, nur etwa halb so lang wie dieses, auch etwas kürzer als das zweite Glied; der Körper ist etwa 6 mm lang, glänzend schwarz, nur die Beine und die Eühlerwurzel sind rotbraun vergl. oben Lathrobium teriiiiiiatiuii. bb) Das erste Tarsenglied der Hinterbeine ist sehr viel länger als das Endglied, es ist etwa doppelt so lang wie dieses oder noch länger und mindestens so lang wie das zweite und dritte Glied zusammen. 173] Analytische Übersicht der Tiere 511 «) Die Schienen der Beine sind nur am Ende mit kleinen Stacheln (Spornen) versehen; der dicke Hauptteil des vierten Fühlergliedes (ohne Stiel und Aufsatz) ist nicht länger als dick; der Körper ist etwa 4 mm lang, die Flügeldecken sind zusammen kaum ^/^ mm breit; im nassen Torfmoos Oxypoda opaca. ß) Die Schienen der Mittel- und Hinterbeine sind auch nach der Basis hin mit einzelnen dicken Stachelchen versehen; der dicke Hauptteil des vierten Fühlergliedes ist fast doppelt so lang Avie dick oder noch länger; die Flügeldecken sind zusammen etwa l'^/g mm breit oder noch breiter; der Körper ist 4 — 7 mm lang. aa) Das vorletzte Tasterglied ist mindestens fünfmal so lang wie das kleine Endglied; der Kopf ist oben sehr zerstreut punktiert und glänzt deshalb sehr stark; das dritte Fühlerglied ist kürzer als das zweite Glied; der Körper wird bis 7 mm lang und ist fast ganz schwarz, nur das erste Fühlerglied und die Tarsen sind rötlich; zwischen Heidekraut Tacliyiisa brevicollis. ßß) Das vorletzte Tasterglied ist nur VU mal so lang wie das End- glied; der Kopf ist dicht punktiert und behaart, aber dennoch glänzend; das dritte Fühlerglied ist länger als das zweite Glied; der Dorsalrand der Vorderschienen ist mit dichtstehenden stumpfen Dornen besetzt; der Körper ist 4 — 5 mm lang. * Die Flügeldecken sind an der Basis kaum heller und ebenso der Halsschild im hinteren Außenwinkel nicht aufgehellt; das erste Glied der Hintertarsen ist nicht halb so lang wie die Schiene und das vorletzte Tarsenglied der Vorderbeine, am Dorsalrande ge- messen, kaum halb so lang wie das drittletzte Glied; an lichter Stelle im hohen Gras .... Coiiosoma (Conurus) pubescens. ** Die Flügeldecken besitzen an der Basis einen großen hellen Fleck und ebenso sind die Hinterwinkel des Halsschildes hell ge- färbt; das erste Glied der Hintertarsen ist über halb so lang wie- die Hinterschiene und das vorletzte Glied der Vordertarsen ist, dorsal gemessen, etwa dreiviertel so lang wie das drittletzte Glied; unter Erlenlaub Coiiosonia littoreum. y. Cocciiiellidae. I. Die Schienen aller Beine sind am Ende spornlos; zwischen dem breiten zweiten Tarsengliede und dem Endgliede befindet sich kein kurzes schmales Glied; die Oberseite ist dicht und kurz behaart; die Flügeldecken sind mehr oder weniger rot gefleckt; 3 — 4 mm; im Moos eines Kiefernwaldes Noviiis erueiitatus. n. Wenigstens die Hinterschienen sind am Ende mit zwei Spornen versehen, die fast ebenso dick sind wie die Enden der Krallen; zwischen dem breiten^ 512 Tierwelt [174 zweiten Tarsengliede und dem Krallengliede befindet sich stets ein kurzes schmales, kaum sichtbares Glied. A) Auch die Vorderschiene ist mit einem Endsporne versehen, der fast so kräftig ist wie das Ende der Kralle; die Oberseite des Körpers ist dicht, kurz behaart, indem aus jedem Punktgrübchen ein Härchen vorragt; die Flügeldecken sind meist auf rotem Grunde schwarz gefleckt, seltener um- gekehrt oder einfarbig ; 8^/2 — 4 mm ; an sonnigen Stellen Epilaehna vigiiitiquatuorpunctata (globosa). B) Die Vorderschiene ist am Ende spornlos; der Körj^er ist oben nicht dicht behaart. a) Das Schildchen ist sehr klein, in der Längsrichtung des Körpers ge- messen nur etwa halb so lang v^äe die Kralle der Hinterbeine; die Körper- oberseite ist gelblich; der Halsschild ist mit sechs, jede Flügeldecke mit acht schwarzen Flecken versehen; die Beine sind, mit Ausschluß der Hinterschenkel, ganz gelb; etwa 3 mm; an sonniger Stelle Micraspis sedeciiiipuiictata. b) Das Schildchen ist etwa so lang wie die Kralle der Hinterbeine oder länger; die Schenkel der Vorderbeine sind wenigstens mit einem dunklen Rückenstreif versehen. aa) Das drittletzte Fühlerglied ist mindestens 1^/3 mal so lang wie am Ende breit; der Schenkel der Vorderbeine und die Schiene der Hinter- beine sind größtenteils gelb; die Flügeldecken sind schwarz gefärbt, mit mehr oder weniger zusammenfließenden gelben Flecken versehen; 4 mm; zwischen Kiefernnadeln am Boden Halyzia conglobata. bb) Das dritte Fühlerglied ist nicht merklich länger, oft kürzer als am Ende breit; der Schenkel der Vorderbeine und die Schiene der Hinter- beine sind größtenteils schwarz. a) Eine erhabene Rippe, die auf der Ventralseite des ersten Hinterleibs- segmentes von innen um die Hinterhüfte herum läuft, dringt kaum über die Mitte dieses Hinterleibssegmentes nach hinten vor; die helle Zeich- nung auf dem Seitenrande des Halsschildes verläuft in fast gleicher Breite bis zu dessen Hinterecke: die Flügeldecken sind rot, schwarz gefleckt; 4 — 5 mm; auf Sandland Adoiiia noveiiiiiotata (variegata, mutabilis). ß) Die erhabene Rippe, welche auf dem ersten Bauchsegmente von innen hinter der Hinterhüfte schräg nach außen läuft, dringt fast oder ganz bis zum Hinterrande des Segmentes vor ; die helle Zeichnung auf dem Seiten- rande des Halsschildes füllt nur die Vorderecken aus, um nach hinten ent- weder schmal auszulaufen oder plötzlich aufzuhören . . Cocciiiolla. ««) Die Flügeldecken sind auf schwarzem Grunde jede mit sieben gelblichen Flecken versehen; der hinterste Fleck ist hinten ausgerandet; die Vorderschiene ist hell gefärbt ; fast 4 mm ; an lichten Orten Cocciiiolla qiiatiiordocinipustulata. 175] Analytische Übersicht der Tiere 513 ßß) Die Flügeldecken sind auf rotem Grunde schwarz gefleckt; die Vorderschiene ist schwarz. * Jede Flügeldecke ist, abgesehen von einem Fleck am Schildchen, mit drei schwarzen Flecken versehen; der weißliche Fleck vorn am ventralen Seitenrande des Halsschildes nimmt nicht die Hälfte des Seitenrandes ein und läuft hinten spitz aus; 6 — 6% mm; an lichten Orten Cocciiiella septempuiictata. ** Jede Flügeldecke ist, abgesehen vom Schildchenfleck, mit zwei schwarzen Flecken versehen (selten fehlt der eine): der weißliche Fleck vorn am ventralen Seitenrande' des Halsschildes ist breit vier- eckig und nimmt die Hälfte des Seitenrandes ein; an lichten Orten Cocciiiella quiiiquepuuctata. VI. Anthicldae. Der Körper ist 3 mm lang, schwarz, dicht und fein grau behaart; die Flügeldecken sind an der Schulter mit einem braunen Fleck, meist auch hinter der Mitte mit einer Querbinde versehen; auf einem sonnigen, grandigen Hügel Aiithicus aiitheriiius. TU. Curcuiioiiidae. I. Der Schenkelring der Hinterbeine trennt den Schenkel oben und unten fast gleich weit von der Hüfte; das erste Fühlerglied ist nicht oder kaum so lang wie die drei folgenden Glieder zusammen. A) Der Rüssel ist vor den Augen nicht oder kaum dicker als vor seinem Ende, der Länge nach also etwa gleich dick. AA) Der Rüssel ist an der Ventralseite mit ebenso langen, aber mehr abstehenden, Haaren besetzt wie die Vorderschiene: eine feine mittlere Längsrinne auf dem Halsschilde, die bei seitlich auffallendem Lichte unter dem IVlikroskop leicht erkennbar ist, reicht bis an den Vorderrand; das Tier ist mit Einschluß der Fühler und Beine schwarz, weiß behaart, mit dem Rüssel 3 mm lang; im kurzen Rasen Apiou ouoiiis. BB) Die Haare an der Ventralseite des Rüssels fehlen entweder ganz oder sie sind sehr spärlich und nicht halb so lang wie die Haare der Vorder- schiene ; der Halsschild besitzt dorsal, wenigstens auf dem vorderen Viertel seiner Länge keine Längsrinne. a) Die Schenkel aller Beine und die Vorderhüften sind gelb, die Hinter- schienen und die Fühler aber immer ganz schwarz; auf dem Halsschild verläuft eine Längsrinne vom Hinterrande bis über die Mitte nach vorn: die Fühler sind etwas wurzelwärts von der Mitte dem langen Rüssel eingelenkt; 2-/3 mm; an sonniger Stelle auf kalkhaltigem Boden Apioii trifolii. Beiträge zur Naturdenkmalpflege. III 33 514 Tierwelt [176 b) Die Beine sind ganz schwarz; auf dem Halsschilde befindet sich nur vor der Mitte des Hinterrandes ein Grübchen. u) Die Einlenkung der Fühler ist vom Rüsselende fast zehnmal so weit entfernt wie vom Augenrande; die dicken Haare auf den Längsrippen der Flügeldecken legen sich zu weißen Längslinien zusammen; 1^/^ bis 2^4^111; an sonniger Stelle im Moos Apion elon^atuiiu ß) Die Einlenkungsstelle der Fühler ist vom vordem Augenrande etwa halb so weit entfernt wie vom Ende des Rüssels; die Haare auf den Flügeldecken sind feiner, mehr zerstreut gestellt und nicht rein weiß; 2^2 mni; an sonniger Stelle auf kalkhaltigem Boden Apion gylleiilialii» B) Der Rüssel ist am vordem Augenrand etwa doppelt so dick wie im Endteil; entweder wird er nach vorn allmählich schmäler oder er wird vor der Mitte plötzlich schmäler. a) Die Flügeldecken sind dunkel blauglänzend; 4 mm; im Moos lichter Wälder Apion ponionae. b) Die Flügeldecken sind schwarz, fein grau behaart; 2^/^ mm; im sonnigen Rasen Apion craccae. n. Der Schenkelring der Hinterbeine trennt den Schenkel an der Ventral- seite mindestens doppelt so weit von der Hüfte wie an der Dorsalseite; das erste Fühlerglied ist länger als die drei folgenden Glieder zusammen. A) Beide Fußkrallen sind an der Wurzel innen mit einem stark entwickelten Zahn oder mit einer inneren Nebenkralle versehen; diese beiden Zähne oder Nebenkrallen stoßen meist in der Mitte des Fußes aneinander. AA) Der Hinterschenkel ist etwa doppelt so dick wie der Vorderschenkel; alle Schenkel sind ventral mit einzelnen, je auf einem Höcker stehenden, kurzen Dornen versehen; die drei letzten Bauchsegmente des Hinterleibes sind in der Mitte etwa gleich breit; 2^J2'i^Ta: in Buchenwäldern Orcliestla fagi. BB) Die Schenkel sind wenig an Dicke verschieden, ventral, hinter der Mitte höchstens mit einem Zahn versehen; das letzte Bauchsegment ist in der Mitte etwa so breit wie die beiden schmalen, vorhergehenden Seg- mente zusammen. a) Das zweite hinter den Hinterhüften sichtbare Bauchsegment tritt an jeder Seite als spitze Ecke bis an den Vorderrand des vierten Segmentes heran (der Rand wird aber durch Schuppen undeutlich); die Schenkel sind hinter der Mitte stark vorgewölbt, aber nicht mit einem Zahn ver- sehen; die Vorderhüften berühren einander. aa) Zwischen der dicht gegliederten Endkeule der Fühler und dem dem Rüssel anliegenden langen Grundgliede befinden sich sechs Glieder; der Rüssel ist distal von der Einlenkung der Fühler nicht stärker verjüngt und nicht heller gefärbt; die Schui^penhaare der Flügeldecken sind 177] Analytische Übersicht der Tiere 515 schmal und laufen spitz aus; nur die Schienen, die Tarsen und der Fühlerschaft sind bräunlich gefärbt; 2 mm lang und unter 1 mm breit; an einem dürren sonnigen Hange Tyehiu.s picirostris. bb) Zwischen der Fühlerkeule und dem Fühlerschaft befinden sich sieben Glieder; der Rüssel ist von der Einlenkung der Fühler an stärker ver- jüngt und braun gefärbt; die Schuppen sind alle am Ende gerundet oder gestutzt, an der Dorsalseite des Körpers mehr gelblich als au der Ventralseite: die Ginindfarbe der ganzen Fühler und Beine ist braun; der Körper ist über 2 mm lang und über 1 mm breit; an sonniger Stelle im kurzen Rasen Tycliius haematoiuis. b) Das zweite Bauchsegment tritt am Seitenrande des Hinterleibes nicht an das vierte Segment heran, das dritte ist also am Seitenrande nicht schmaler als in der Mitte ; die Vorderhüften sind mehr oder weniger von- einander entfernt. «) Der Rüssel ist, von der Seite gesehen, vom Vorderrande des Auges bis zum Ende gemessen nicht dreimal so lang wie dick; die Ausrandung am Vorderrande der Vorderbrust (hinter dem Kopfe) ist etwa doppelt so breit wie die Vorderhüfte; die Schenkel sind ventral nicht mit einem Zahn versehen; die Flügeldecken sind auf den erhabenen Längsstreifen hinten mit Höckerchen versehen; die Oberseite zeigt nur am Schildchen einen scharf hervortretenden weißen Fleck; 2V2 mm: auf kahlem Sande Rhiiioucus castor. ß) Der Rüssel ist mindestens fünfmal so lang wie dick : die Ausrandung vorn an der Vorderbrust ist nicht breiter als die Vorderhüfte; die Schenkel sind ventral, hinter der Mitte, mit einem Zahn versehen; die Flügeldecken sind nicht höckerig; auf der Oberseite tritt kein Schildchen- fleck stärker hervor als andere. ««) Das achte Fühlerglied ist fest mit der Keule verschmolzen; die Flügeldecken sind auf den erhabenen Längsstreifen mit einer Reihe abstehender, weißer Borsten versehen ; ein weißer Seitenfleck ist nicht vorhanden; der Halsschild ist an den Seiten gerundet; 2V2 mm; im hohen trockenen Gras Ceuthorhj iichidiiis troglodytes. (iß) Das achte Fühlerglied ist ebenso scharf von der Keule wie vom siebenten Gliede getrennt; jede Flügeldecke ist neben der Mitte des Seitenrandes mit einem hellen Schuppenfleck versehen; aufrechte Borsten sind nicht vorhanden; der Halsschild ist jederseits mit einem Höcker versehen; 2^/^ mm; an feuchten Orten zwischen Pflanzen Cidnorrhiiius (luadriinaculatus. B) Die Fußkrallen sind innen an der Basis nicht mit einem Zahn oder einer Nebenkralle versehen ; bisweilen befindet sich aber unter jeder Kralle eine verbreiterte Borste, die bis zu deren Ende reicht. 33* 516 Tierwelt [178 AA) Unter jeder Fußkralle befindet sich eine blattartig- verbreiterte Borste, die wie die Kralle gebogen ist und bis zu deren Ende reicht Sitoiia (Sitones). a) Die Schuppen auf dem Schildchen sind vorn nach beiden Seiten ge- richtet (gescheitelt); der Körper ist (i — 9 mm lang; auf dürrem sonnigen Boden Sitoiia griseus. b) Die Schuppen auf dem kleinen Schildchen divergieren vorn nicht; der Körper ist 3 — 5 mm lang. aa) Die Ventralseite des Kopfes vor der Vorderbrust ist nur mit Haaren besetzt; ein dichter heller Schuppenstreif läuft nur an jeder Seite des Thorax hin und setzt sich am Rande des Hinterleibes fort ; 3 — 3% mm ; auf humusreichem sonnigen Boden Sitoiia sulcifrons. bb) Die Ventralseite des Kopfes ist mit rundlichen Schuppen, bisweilen untermischt mit einigen länglichen Schuppen, bekleidet; ebenso sind alle anderen Teile der Unterseite ziemlich dicht beschuppt. «) Der Vorderkopf ist mit den Augen nicht oder kaum so breit wie der Kopf am Hinterrande; 3^/^ — 4 mm; auf grandigem sonnigen Boden Sitoiia lateralis. ß) Der Vorderkopf mit den Augen ist breiter als der Kopf am Hinter- rande; 4 — 5 mm; an sonnigen, besonders an sandigen Stellen Sitoiia lineatus. BB) Unter den Fußkrallen befindet sich keine lange gebogene, bis zum Ende blattartig verbreiterte Borste; die Borsten unter den Krallen sind nicht dicker als andere, a) Der Rüssel ist sehr lang und dünn, fünfmal so lang wie vorn (von oben gesehen) breit; die Fühler sind dem Auge näher als dem Rüssel- ende eingelenkt; der Körper ist 2V2 mm lang, dunkelbraun; die Flügel- decken sind heller gefärbt, dicht gelbgrau behaart; nur der Rüssel ist schwärzlich Braclionyx piiieti (indigena). b) Der Rüssel ist, vom Vorderende bis zum Augenrande gemessen, nicht dreimal so lang wie vorn (von oben gesehen) breit. aa) Der Rüssel ist sehr dick, kaum oder nicht länger als am Vorder- rande der Augen breit; die Flügeldecken sind mit Schuppen nicht scharf fleckig besetzt; die Augen sind oft sehr klein und dann um das Doppelte oder Dreifache ihres größten Durchmessers voneinander entfernt. a) Die Flügeldecken sind etwa doppelt so lang wie zusammen breit; mit grünen, blauen oder goldenen Schuppen und feinen weißen Haaren besetzt; die Augen sind kaum weiter als um ihren größten Durchmesser voneinander entfernt; die Schenkel sind alle mit einem starken Zahn versehen; die Schienen, Tarsen und Fühler sind rotbraun; 4 — 6V2 mm; auf Laubholzbüschen, nur zufällig am Boden . Phyllobius argonfatus. 179] Analytische Übersicht der Tiere 517 ß) Die Flügeldecken sind nicht 1^/3 mal so lang wie zusammen breit, mit grauen und bräunlichen Schuppen und mit stumpfen oder kolbigen Borsten besetzt; die Augen sind sehr klein um das Doppelte oder Dreifache ihres größten Durchmessers voneinander entfernt. ««) Die Vorderschiene ist am Ende, außer dem großen gebogenen Sporn, mit etwa fünf in einer Reihe stehenden und einigen davor stehenden dicken Dornen versehen; wenig hinter der Mitte steht an deren Ventralseite ein einzelner Dorn; die Flügeldecken sind zwischen vertieften Streifen mit je einer Reihe schwach kolbiger, aufrechter Borsten versehen ; 3 — 3 Vo mm : an sehr dürrer, sonniger Stelle Tracliyphloeus scabriculus. ßß) Die Vorderschiene ist am Ende, außer dem wenig entwickelten Sporn, mit einer Reihe von mindestens 15 kleinen Dornen versehen, an der Ventralseite, nahe der Mitte dornlos; die Flügeldecken sind nur in den vertieften Längsstreifen mit je einer Reihe kurzer, stumpfer, aufrechter Borsten besetzt; 4 — ö^/oTcitci; im Moos und Detritus der Kiefernwälder Strophosomiis rufipes (obesus). bb) Der Rüssel ist am Vorderrande der Augen nur halb so breit wie lang oder noch schmaler; die Dorsalseite der Flügeldecken ist wenigstens an der Naht scharf dunkel gefleckt; die Augen sind groß, ihr größter Durchmesser ist so groi^ wie ihre Entfernung voneinander oder noch größer, «) Der Rüssel ist vom Vorderrande der Augen bis zum Ende der (ge- schlossenen) Kiefer gemessen 1^/4 — 2 mal so lang wie am vorderen Augen- rande breit; die breiteren Schuppen auf dem Halsschilde sind am Ende nicht oder kaum merklich ausgerandet; auf den Flügeldecken ist der fünfte erhabene Streif zwischen den Punktreihen, vom Nahtrande an gezählt, hinten weißlich beschuppt, viel heller als alle andern Teile der Flügeldecken ; 7 — 8 mm ; an lichten Plätzen auf kalkhaltigem Boden Hypera punctata. ß) Der Rüssel ist mindestens dreimal so lang wie an der etwas ein- geschnürten Wurzel vor den Augen breit; die Schuppen auf dem Halsschilde sind zweizipfelig, bis zur Mitte oder noch weiter geteilt; der fünfte erhabene Streif der Flügeldecken ist hinten nicht heller als andere Teile; 4V2 — 6V2 nam. ««) Auf den Flügeldecken ist der dritte erhabene Längsstreif (zwischen dem Nahtrand und den Punktstreifen) im vorderen Viertel schwarz, dann bis zum Hinterrande der Flügeldecken weiß; die Vorderschiene ist hinter der Mitte des Ventralrandes beim cf mit einem Zahn, beim 2 mit einem etwas vorspringenden stumpfen Winkel versehen; ö bis 6 mm; an lichten Stellen im Detritus . Hypera arator (polygoni). ßß) Der dritte erhabene Streif der Flügeldecken ist hinten rötlichgrau, dunkel gefleckt; der Ventralrand der Vorderschiene ist weder mit 518 Tierwelt [180 einer stumpfen Ecke noch mit einem Zahn versehen: -tVo — 6V2 nim; an grandiger, sonniger Stelle im kurzen Rasen . Hypera iniiriiia. Till. Clirysoiuelidae. I. Der Schenkel der Hinterbeine ist etwa doppelt so dick wie der Schenkel der Vorderbeine : die Hinterschiene ist am Ende mit einem Sporn versehen, der dicker ist als die Kralle und mindestens dreiviertel so lang wie diese; kleine, nicht über 4 mm lange Käfer mit Sprungvermögen. A) Das erste Glied der Hintertarsen ist länger als die folgenden Glieder zusammen mit Einschluß der Krallen; an der Hinterschiene befindet sich außer der Stachelreihe eine Reihe kurzer dicker Zähne, die sich in einzelnen Zähnen bis auf die Wurzelhälfte des Gliedes fortsetzt: der Körper ist dunkelbraun gefärbt; die Fühlerbasis und die Beine mit Ausschluß der Hinterschenkel sind heller; 2 mm; an sonnigen Plätzen auf kalkhaltigem Boden Loiig,itarsiis luridus. B) Das erste Glied der Hintertarsen ist stets etwas kürzer als die übrigen Glieder zusammen; an der Hinterschiene befinden sich dicke Zähnchen höchstens im Endteil. a) Die Mittel- und Hinterschiene ist im Enddrittel dorsal leicht ausge- schweift; auf dem Vorsprung am Wurzelende der Ausschweifung stehen Borsten, die länger sind als diejenigen, die sich ihnen distalwärts an- schließen; die Oberseite des Körpers ist bronzeschwarz; die Basis der Fühler, die Schienen und die Tarsen sind mehr oder weniger hell gefärbt; 2 — 2^/4 mm; an sonnigen Plätzen Cliaetociiema aridula. b) Die Mittel- und Hinterschiene ist im Enddrittel dorsal nicht ausge- schweift und am Ende des zweiten Drittels nicht mit stärkeren Borsten versehen. «) Vor dem Hinten-ande des Halsschildes befindet sich eine vertiefte Querlinie ; die Oberseite des Körpers ist metallischgrün ; die Flügeldecken sind verworren mit eingestochenen Punkten besetzt; die Beine und die Fühler sind schwarz : die Krallen sind heller aber an der Basis mit einem dicken schwarzen Zahn versehen; :} — 4 mm: im Moos Haltlca palustris. (i) Der Halsschild ist nicht mit einer vertieften Querlinie versehen: die schwarzen Flügeldecken sind mit einem gelblichen Längsbande versehen, das in der Mitte außen etwas ausgeschweift ist, vorn aber die Schulter- beule nicht bedeckt; die Schienen, Füße und die Fühlerwurzel sind mehr oder weniger gelb: 2^/4mm; im abgefallenen Erlenlaub Pliy I lotreta armoraciae. n. Der Schenkel der Hinterbeine ist an der breitesten Stelle höchstens V/^msd so dick wie der der Vorderbeine; die Hinterschiene ist entweder 181[ Analytische Übersicht der Tiere 519 spornlos, oder der Sporn ist nur halb so lang bezw. halb so dick wie die Fußkralle; die Käfer besitzen kein Sprungvermögen. A) Der Halsschild ist sehr breit schildförmig, hinten ebenso breit wie die Flügeldecken zusammen, vorn vollkommen gerundet, den Kopf weit über- ragend, mit gerundeten Hinterecken; die Oberseite ist hell gefärbt, eben- so die Beine und die Fühlerwurzel, die Brust und der Bauch sind schwarz. a) Die Flügeldecken sind jede mit zehn regelmäßigen Punktreihen ver- sehen: der ausgebreitete Seitenrand außerhalb der letzten Reihe ist glatt; der Hinterrand des Halsschildes ist zahnlos; 4 — 5 mm Cassida flaveola. b) Die Flügeldecken sind, namentlich in der äußeren Hälfte unregelmäßig eingestochen punktiert; der ausgebreitete Seitenrand ist gerunzelt; der Halsschild ist am Hinterrande innerhalb der gerundeten Außenecke mit einem kleinen, besonders von unten sichtbaren, Zahn versehen; 5 — 6 mm Cassida denticollis. B) Der Halsschild ragt nicht schildförmig weit über den Kopf vor und ist vorn (also hinter dem Kopfe) mehr oder weniger gestutzt oder ausgerandet. AA) Die Fußkrallen sind an der Innenseite mit einem Zahn versehen, der etwa halb so lang ist wie das Ende der Kralle. a) Der Körper ist 7 — 12 mm lang; die Flügeldecken sind nicht gi'au be- haart; der Seitenrand des Halsschildes ist, wenigstens nach vorn, blatt- artig erweitert und aufgebogen. «) Die vordere Seitenecke des Halsschildes springt nicht vor, sondern ist stumpfwinklig und gerundet; die Flügeldecken sind schwarz, kaum mit Andeutungen von Längsrippen versehen; an lichten Waldstellen (Jaleruca taiiaceti. ß) Die vordere Seitenecke des Halsschildes springt vor und ist deshalb rechtwinklig; die Flügeldecken sind meist hell gefärbt und mit deut- lichen Längsrippen versehen; an lichten sandigen Stellen Galeruca rustica. b) Der Körper ist nicht 7 mm lang; der Seitenrand ist nicht blattartig erweitert und aufgebogen. aa) Die Flügeldecken sind nicht dicht grau behaart; der Kopf, die Brust, der Bauch, die Hüften und der größte Teil der Schenkel sind schwarz: die anderen Teile sind mehr oder weniger gelblich: 5 — (i mm; an lichten Plätzen im Moos usw Loclmiaea eapreae. bb) Die Flügeldecken sind dicht grau behaart; die Beine sind ganz braungelb, rt) Der Halsschild ist in der Mitte glänzend glatt und unbehaart; 4 bis 5 mm; im Erlenbruch tralenicella sa^ittariae. ß) Der Halsschild ist in der Mitte überall dicht behaart; 5 — 6 mm; im Moos Galerucella liiieola. BB) Die Fußkrallen sind innen nicht mit einem Zahn versehen. 520 Tierwelt [182 a) Der Körper ist plump, bei 8 mm Länge 5 mm breit; der Halsschild ist am Hinterrande etwa dreiviertel so breit wie die Flügeldecken im vorderen Drittel zusammen, an den Seiten scharfkantig, aber über der Kante wulstig und in der Vertiefung, welche die Wulst innen begrenzt, tief punktiert. a) Der Körper ist ganz rotbraun gefärbt und dabei mit schwachem Bronzeglanz versehen ; das Schildchen ist so breit oder breiter als lang, zerstreut eingestochen punktiert, wie der Halsschild vor ihm, nur etwas schwächer; zwischen Gras an sonniger Stelle Clirysoiiiela stapliylea. ß) Der Körper ist blauschwarz, nur der Seitenrand der Flügeldecken ist rot; das Schildchen ist länger als breit, ganz unpunktiert, im Gegen- satz zum Halsschild, der hinten stets deutlich punktiert ist; im hohen, dichten Gras Clirysoiiiela margiualis. b) Der Körper ist gestreckt, über doppelt so lang wie breit; der Hals- schild ist am Hinterrande kaum über halb so breit wie die Flügeldecken am Ende des ersten Drittels zusammen ; an den Seiten ist er gerundet, nicht mit Längskante versehen und vor dem Hinterrande querüber ein- geschnürt. «) Der Körper ist 6 mm lang; der Kopf, der Halsschild, die Schenkel und die Schienen mit Ausschluß der Enden sind rot; die Flügeldecken sind gelblich, jede mit sechs schwarzen Flecken versehen; die Augen sind sehr tief ausgeschnitten; neben einem Spargelfeld Crioceris duodecimpunctata. ß) Der Körper ist 4 mm lang, ganz grünblau; die Augen sind kaum merklich ausgerandet; zwischen Gras Leiiia eyanella. IX. Nitidulidae. Der Körper ist P/^ — 2^2 mm lang, schwarz, die Oberseite mit einem schwachen grünlichen Metallglanz versehen; vom Herbst bis zum Frühling unter Moos und Laub Meli^'etlies brassicae (aeneus). X. Plialacridae. Der KöT^per ist 1^/^ — 2^/2 mm lang, schwarz; die Beine und das Hinter- ende der Flügeldecken sind mehr oder weniger braun ; der vertiefte Nahtstreif der Flügeldecken ist vorn verkürzt: im Moos . Stilbiis atoinariiis (piceus). XI. Latliridiidae. Der Körper ist P/4 mm lang, dunkelbraun bis schwarz; die Fühlerwurzel und Beine sind heller braun; die Flügeldecken sind tief punktiert gestreift; der Seitenrand des Halsschildes ist deutlich gekerbt, namentlich hinten ; unter Laub und im Moos Corticarla (Melanophthalma) fusciila. 183] Analytische Übersicht der Tiere 521 XII. Aiiisotomidae. Der kugelig zusammengerollte glänzendschwarze Körper ist 1^/3 — l^/o mm lang; im Moos der Kiefernwälder Agathidiiim laeTig'atiiui. XIII, Teiiebrioiiidae. I. Das Ende der Vorderschienen ist breiter als die Länge der vier ersten Tarsen glieder zusammen; das erste Bauchsegment des Hinterleibes entsendet zwischen die Hinterhüften nach vorn einen breit gerundeten Fortsatz; die Augen sind durch den Seitenrand des Kopfes in zwei Teile geteilt; die Flügeldecken sind mit schwach glänzenden Höckerchen versehen; 7 — H mm; matt grauschwarz; auf grandigem Boden im Gras . Opatriim sabulosuiii. n. Das Ende der Vorderschienen ist nicht so breit wie das verlängerte erste Tarsenglied; das erste Bauchsegment endet vorn zwischen den Hinterhüften spitz; die Augen sind nicht geteilt; die Oberseite des Körpers ist schwarz, fein punktiert, sie besitzt einen schwachen Glanz; 5 — 7 mm; an sonnigen Orten unter Steinen Crypticus quisquilius. XIV. Orthoceridae. Der Körper ist matt schwärzlich, 3 — 4 mm lang, mit stumpfen Längs- rippen versehen und mit Hakenhaaren besetzt; im sonnigen kurzen Rasen, unter Ameisen Orthoceriis muticus. XV. 3Iordellidae. I. Die Vorderschiene ist am Ende mit einem gelblichen Sporn versehen der länger ist als die Dicke der Schiene; mit zwei ebensolchen, ebenfalls spitz auslaufenden Spornen ist die Hinterschiene versehen, nicht aber mit Schräg- reihen kleiner Stachelchen auf der Fläche; das drittletzte Glied der Vorder- tarsen ist zweilappig und schließt das kleine vorletzte Glied vollkommen ein; das vorletzte Fühlerglied ist fast so dick wie lang: der Körper ist schwarz, 2^/o — 3 mm lang; an sonniger Stelle im kurzen Rasen Aiiaspis luilicaria. n. Die Vorderschiene trägt keinen deutlichen Sporn; die Hinterschiene ist mit einem am Ende stumpfen und behaarten Sporn versehen und auf der Außenfläche vor dem Ende mit drei Schrägreihen kurzer Stachelchen; die basale Reihe ist die längste; das drittletzte Tarsenglied der Vorderbeine ist nicht zweilappig, das vorletzte Fühlerglied doppelt so lang Avie dick: der Körper ist schwarz, 2 — 3 mm lang; mit vorigem . Mordellisteiia parvula. XAI. Molyridae. Der Körper ist 5 mm lang, dorsal dunkel metallischglänzend und mit gelblichen abstehenden Haaren besetzt; die Schienen sind braun; im Winter unter Kiefernnadeln Haplociioniiis iii^rifornis. 522 Tierwelt [184 XVII. Dascillidae. I. Das Endglied der kleinen Lippentaster (bei einem aufgehellten Präparat des Kopfes immer deutlich sichtbar) ist an der Wurzel des vorletzten Gliedes eingelenkt, so daß dessen Endteil viel länger ist als die Hälfte des End- gliedes : das dritte Fühlerglied ist nicht kürzer als das zweite mit Einschluß des abgeschnürten Wurzelteils; der Körper ist (i mm lang, ganz gelbbraun; im Laub eines feuchten Erlengebüsches Microcara testaeea. IL Das Endglied der Lippentaster ist am Ende des vorletzten Gliedes ein- gelenkt, ebenso wie das der größeren Kiefertaster; der bisweilen etwas über die Basis des Endgliedes vorragende Endzipfel des vorletzten Gliedes ist bei weitem nicht halb so lang wie das Endglied; das dritte Fühlerglied ist oft etwas kürzer als das zweite mit Einschluß des abgeschnürten Basalteiles; der Körper ist 2 — 4 mm lang. A) Die Flügeldecken sind, wenn man sie seitlich bei reflektiertem Lichte sieht, mit sehr schwachen aber doch erkennbaren Längskanten versehen; sie sind einfarbig braun bis schwarz ; 3 — 4 mm ; im abgefallenen Erlenlaub C.yplioii coarctatiis. B) Die Flügeldecken sind, auch seitlich gegen Licht gesehen, vollkommen gerundet. a) Das dritte Fühlerglied ist nicht länger als der bauchig erweiterte Hauptteil des zweiten Gliedes; die Flügeldecken sind schwarz, am Ende meist mit einem gelben Mittelfleck versehen, der sich bisweilen fast bis zur Wurzel der Flügeldecke ausdehnt; 2 — 2-/3 mm; im Laub und Moos besonders an trockenen Orten Cyplion padi. b) Das dritte Fühlerglied ist etwas länger als der bauchig erweiterte Haupt- teil des zweiten Gliedes ; die Flügeldecken sind entweder ganz gelbbraun oder an der Basis querüber dunkel gefärbt; selten ist nur ein Nahtstreif dunkel; 2^/^ — 4 mm: im nassen Moos oder Anspülicht Cyphoii variabilis. XYIII. Thelephoridae. I. Die beiden Fußklauen sind gleich geformt und zwar in zwei ungleiche Hälften gespalten; der ganze Kopf, die Mitte des Halsschildes der Länge nach und das Schildchen sind schwarz ; die anderen Teile der Oberseite sind mehr oder weniger gelbbraun, ebenso die Beine; 5 — ß mm; neben einem Erlenbruch Rhagoiiycha testaeea. n. Die Vorderkralle der Füße ist an der Wurzel mit einem starken Zahn versehen; die Hinterkralle ist einfach; auf der Oberseite des Körpers ist nur der Hinterrand des Kopfes mehr oder weniger schwärzlich; die Enden der Fühler und die Flügeldecken sind dunkler, der Halsschild und die ganzen Beine sind hellgelbbraun; 8 — 9 mm: in einem Erlenbruch Caiitharis (Thelephorus) nifiis. 185] Analytische Übersicht der Tiere 523 XIX. Scarabaeidae. I. Unter dem vorn verschmälert vorragenden Kopfschilde stehen die Ober- lippe und die Kiefer weit vor; das Auge wird von dem Seitenrande des Kopfes in ein oberes und ein unteres Auge vollkommen geteilt ; der Außen- rand der Vorderschiene ist mit 6 — 7 nach der Basis allmählich kleiner werdenden Zähnchen versehen. A) Der Halsschild ist vor dem Hinterrande querüber mit einer sehr deut- lichen Rinne versehen, vorn in der JMitte sehr zerstreut punktiert; die fast schwarzen Flügeldecken sind mit ziemlich regelmäßigen, undeutlich punk- tierten Längsrillen versehen; 12 — 20 mm: in Wäldern Ueotrupes sjivaticus. B) Der Halsscliild ist am Hinterrande nur in der Mitte und dann wieder vor den Seitenwinkeln mit einer deutlichen Rinne versehen, überall dicht mit feinen und groben Punkten besetzt; die mehr blau schillernden Flügel- decken sind mit Reihen feiner, dichter Punkte versehen : in Wäldern (ireotrupes veriialis. n. Unter dem vorn schw'ach ausgerandeten breiten Kopfschilde ragen höch- stens die Fühler und Taster vor; das Auge ist nicht in zwei Hälften geteilt; der Außenrand der Vorderschiene ist mit drei fast gleich großen Zähnen versehen, an der W^urzelhälfte nur noch schwach gekerbt; die Flügeldecken sind zwischen den Punktreihen sehr fein eingestochen punktiert; die Flügel- decken sind gelbbraun, zwischen dem 6. und 7. Punktstreifen befindet sich ein langer schwarzer Fleck, zwischen dem 4. und 5. ein Fleck ganz vorn und zwischen dem 2. und 4. bezw. 2. und 5. einer vor und einer hinter der Mitte; die Flecke können verschmelzen; 4 — 5V2 mm; im Walde Aphodius iiKiuiuatiis. XX. Hydrophilidae. I. Der Halsschild ist mit 5 Längsfurchen versehen; auf den Flügeldecken befinden sich 8 — 10 zerstreute glänzende Längshöcker; S^;, mm: im Torf- moos Helopliorus tiiberculatus. IL Der Halsschild ist nicht mit Längsfurchen versehen : auf den Flügeldecken befinden sich keine Längshöcker. A) Das erste Glied der Hintertarsen ist deutlich länger als das zweite Glied. a) Die Flügeldecken sind nur oben, neben der Naht mit einem vertieften, nicht ganz bis zum Schildchen gehenden Streifen versehen, sonst fein punktiert; SVa — 4 mm; im nassen Anspülicht . Coelostoma orbiculare. b) Die Flügeldecken sind querüber mit vertieften mehr oder weniger punk- tierten Längsstreifen versehen. n) Der Körper ist 2Vo — 3 mm lang; die Flügeldecken sind glänzend glatt, vorn ebenso dicht und ebenso stark punktiert wie der Halsscliild, zwischen 524 Tierwelt 186] den Punkten nicht netzaderig, hinten rotgelb gefärbt, mit dunkler Naht; unter Erlenlaub Cercyoii ustulatus. ß) Der Körper ist P/o — 2 mm lang; die Flügeldecken sind viel matter als der Halsschild, weniger dicht und feiner punktiert als dieser, aber zwischen den Punkten fein netzaderig, nach hinten allmählich heller; auf Sumpfboden zwischen lebenden Pflanzen und unter Erlenlaub Cereyoii lugubris (convexiusculus). B) Das erste Glied der Hintertarsen ist deutlich kürzer als das zweite Glied, am Dorsalrande nur halb so lang wie dieses oder noch kürzer; die Flügeldecken sind vorn auf der Fläche nicht deutlich punktiert gestreift, aber oft mit einem vertieften Nahtstreifen versehen. a) Das Endglied der Kiefertaster ist viel länger als das vorletzte Glied; der Körper ist 1 — 2^/^ mm lang, nicht doppelt so lang wie breit. «) Der Körper ist 1^/^ mm lang, fast halbkugelig; die Hintertarsen sind mit den Krallen etwa % so lang wie die Hinterschiene; zwischen Gras auf Sumpfboden Chaetartliria seniinulum. ß) Der Körper ist 2V4 — 2^/^ mm lang; die Hintertarsen sind mit den Krallen mindestens dreiviertel so lang wie die Hinterschiene; zwischen Gras, Moos und Laub auf sumpfigem Boden . . Aiiacaeiia limbata. b) Das Endglied der Kiefertaster ist viel kürzer als das vorletzte Glied; der Körper ist gestreckter, doppelt so lang wie breit, 4 — (i mm lang. u) Die Flügeldecken sind mit einem vertieften Streifen oben neben der Naht versehen ; dieser Streifen ist hinter der Mitte der Flügeldecken viel tiefer als alle Andeutungen von Längsstreifen auf der hinteren Hälfte der Flügeldecken; die Taster sind an der Spitze nicht verdunkelt. * Die Flügeldecken sind zwischen dem Nahtstreifen und der Naht viel dunkler als außerhalb des Nahtstreifens; der Körper ist 3V2 — 4 mm lang; im Moos und zwischen Sumpfgräsern . Philydrus coarctatus. ** Die Flügeldecken sind innerhalb des Nahtstreifens nicht dunkler als außerhalb desselben; der Körper ist 4^5 mm lang; im Gras und unter Erlenlaub Philydrus frontalis. ß) Die Flügeldecken sind auf der Hinterhälfte neben der Naht nicht mit einem stärkeren, vertieften Längsstreifen versehen; das Endglied der Kiefertaster ist an der Spitze dunkel; 6 mm; im nassen Anspülicht Helocliares griseus. XXI. Silphidao. L Das Endglied der Kiefertaster ist von der Wurzel an zugespitzt; das dritt- letzte Fühlerglied ist kleiner als das viertletzte; die Schienen der Beine sind nicht auf Längskanten reiheuAveise bedornt; der Kopf ist zwischen den Hinterrändern der beiden Augen mit einer Querkante versehen; der Hals- schild und die Flügeldecken sind äußerst fein und gleichmäßig behaart; der 187] Analytische Übersicht der Tiere 525 Körper ist 2V2 — 3 mm lang, schwarzbraun, der Halsschild heller; unter feuchtem Laub Nargus velox. n. Das Endglied der Kiefertaster ist nur im Enddrittel zugespitzt, bis dahin nicht verschmälert ; das drittletzte Fühlerglied ist größer als das viertletzte ; die Schienen sind mit Längskanten und auf diesen mit Dorureihen versehen. A) Das erste Fühlerglied ist nicht so lang wie die beiden folgenden zu- sammen; der Halsschild ist rot, in der Mitte dicht behaart und nicht glänzend: die schwarzen Flügeldecken sind mit drei Längsrippen versehen, von denen die äußerste sehr stark entwickelt ist; 15 mm; an einem toten Frosch im Walde Silpha tlioraciea. B) Das erste Fühlerglied ist länger als die drei folgenden zusammen; der Halsscliild ist in der Mitte unbehaart, glänzend glatt; die Flügeldecken sind mit zwei gelbbraunen Querbinden versehen. a) der Halsschild ist oben ganz kahl; die Fühlerkeule ist ganz schwarz; 16 mm; an einem toten Frosch im Kiefern walde Neerophorus vespilloides. b) Der Halsschild ist an allen Rändern goldgelb behaart; die Fühlerkeule ist mit Ausnahme des ersten Gliedes rotbraun; 17mm; an einem toten Frosch im "Walde Neerophoriis vestig^ator. XXII. Elateridae. I. Die Fußkrallen sind an der Ventralseite mit 5 — 7 Sägezähnen besetzt; der 14 — 18 mm lange Körper ist fast schwarz, fein gelblich behaart; die Beine und Fühler sind heller oder dunkler bravm; auf Strauch ern und am Boden Melanotus ruftpes (castanipes). n. Die Fußkrallen sind ventral nicht gezähnt. A) Das dritte Fühlerglied ist länger als das zweite Glied. AA) Der ganze Körper ist nicht behaart, sondern dunkel, metallisch glänzend; nur die Beine sind rotbraun; 12 — 15 mm zwischen Kiefern- nadeln am Boden Corymbites aeiieus. BB) Der Körper ist deutlich hell behaart, nicht metallisch glänzend: die Beine und die Flügeldecken sind mehr oder weniger rotbraun; 8 — 11 mm; unter Buchenlaub Athous Aittatus. B) Das dritte Fühlerglied ist nicht länger, meist etwas kürzer als das zweite Glied. A) Die Seitenkante des Halsschildes tritt vorn soweit auf die Unterseite über, daß dieselbe bei Ansicht des Halsschildes genau von unten nicht den Seitenrand bildet; die Flügeldecken sind einfarbig. a) Die Behaarung des Halsschildes und der Flügeldecken ist graugelblich : ein glänzender kleiner Kiel über der Fühlerwurzel tritt nicht an den Vorderrand des Kopfes heran; 9 mm; auf einem sonnigen Grasplatz Agriotes obseurus. 526 Tierwelt [188 b) Die Behaarung der Oberseite ist schwarz; der glänzende kleine Kiel über der Fühlerwurzel tritt gebogen an den Vorderrand des Kopfes heran ; im Moos eines Kiefernwaldes Afj^riotes aterriiiius. B) Die Seitenkante des Halsschildes bildet bis vorn hin den äußersten Seitenrand; die Flügeldecken sind nicht einfarbig. a) Die beiden glänzenden Kielchen jederseits über der Fühlerwurzel hängen vorn in einem gleichmäßigen Bogen zusammen; die Flügeldecken sind rotbraun, im hinteren Drittel schwarz; der Kopf und der Halsschild sind schwarz behaart; 9 mm; im Moos eines Kiefernwaldes Elater balteatus. b) Die beiden glänzenden Kielchen über der Fühlerwurzel treten senkrecht an den Vorderrand des Kopfschildes heran und enden da; die Flügel- decken sind außen mehr oder weniger rotbraun, am Nahtrande immer schwarz; der Kopf und der Halsschild sind hell behaart; 6 — T^omm; im Moos der Kiefernwälder Doloplus marg'inatus. XXIII. Dytiscidao. I. Der Hinterrand des Halsschildes ist jederseits innerhalb der Außenecke deutlich nach vorn eingezogen, so daß die Seitenecke deutlich nach hinten vorragt; die Flügeldecken sind ganz schwarz; 11 — 12 mm: im Herbst unter abgefallenen Kiefernadeln Rhaiitus g-rapi. n. Der Hinterrand des Halsschildes ist an den Seiten nicht nach vom ein- gezogen: jede Flügeldecke ist hinten mit einem kleinen roten Fleck ver- sehen; im Herbst unter abgefallenem Laub .... Ilybius obscurus. XXIY. Carabidae. I. Keiner der beiden langen Endstacheln der Vorderschienen ist um mehr als seine eigene Länge vom Ende der Schiene entfernt, beide reichen in der Längsrichtung der Schiene gedacht wenigstens bis an deren Ende. A) Der Körper ist über 16 mm lang; der Hinterrand des Halsschildes ist an jeder Seite meist mehr oder- weniger nach hinten vorgezogen; die Flügeldecken sind nicht mit acht regelmäßigen Punktstreifen versehen. a) Das vorletzte Glied der kurzen Lippentaster ist mit mehr als zwei kleinen Borsten versehen: auf den Flügeldecken befinden sich keine deut- lichen in Reihen stehenden Grübchen oder Höckerchen, ihre Außenränder sind violett; 25 — 30 mm; unter abgefallenen Kiefernnadeln Carabus violaceiis. b) Das vorletzte GHed der Lippentaster ist mit nur zwei Borsten ver- sehen; auf den Flügeldecken befinden sich drei Reihen deutlicher Grüb- chen oder Längshöckerchen. aa) Auf den Flügeldecken wechseln 3—4 Reihen von Längshöckern mit 3 — 4 erhabenen Längsrippen ab; der Körper ist. bisweilen mit Ausschluß der Schenkel schwarz, die Oberseite besitzt einen kupferigen Schimmer, 18 189] Analytische Übersicht der Tiere 527 bis 24 mm, in feuchten Gegenden unter Steinen; in der Provinz Branden- burg in Kellern Carabus caiicellatus. bb) Auf den Flügeldecken befinden sich nur Reihen kleiner Grübchen. u) Die Grübchen der Flügeldecken sind rot metallisch glänzend: zwischen den Grübchenreihen verlaufen regelmäßige Punktstreifen; 22 — 30 mm; unter abgefallenen Fichten- und Kiefernnadeln Carabus horteiisis. ß) Die Grübchen besitzen höchstens an einer kleinen Stelle rötlichen Metallglanz; zwischen den Grübchenreihen befinden sich keine regel- mäßigen Punktstreifen; 20 — 26 mm; unter abgefallenen Kiefernnadeln und Steinen Carabus ueinoralis. B) Der Körper ist nicht 16 mm lang; der Hinterrand des Halsschildes ist an den beiden Außenwinkeln nicht nach hinten vorgezogen; die Flügel- decken sind mit acht regelmäßigen Punktstreifen versehen. a) Das 3. und 4. Fühlerglied sind dorsal mit zwei Borsten versehen, die länger sind als die Hälfte des Gliedes; das Haar auf dem 1. Fühlergliede ist viel kürzer als das Glied; 12 mm; unter Steinen im Buchenwalde Nebria brevicoUis. b) Die Haare auf dem 3. und 4. Fühlergliede sind viel kürzer als die halbe Länge des Gliedes; das Haar auf dem 1. Glied ist so lang v,^e das Glied; 7 mm; unter abgefallenen Kiefernnadeln . Leistus ferruginous. n. Der eine der beiden langen dicken Sporne der Vorderschienen ist um mindestens seine Länge vom Ende der Schiene entfernt und steht vor einem Ausschnitt, der zum Reinigen der Fühler dient. A) Der Kopf ist mit den Augen mindestens ^s so breit wie die Flügel- decken an ihrer breitesten Stelle zusammen: er ist zwischen' den Augen mit 6 ( — 8) Längsfalten versehen; der 2. Punktstreifen auf den Flügeldecken (von der Naht ab gerechnet) ist vom 4. Streifen nicht so weit entfernt wie vom 1. Streifen, derbreite Zwischenraum zwischen dem 1. und 2. Punktstreifen ist glänzend glatt. a) Der Raum zwischen dem 1. und 2. Punktstreifen der Flügeldecken ist etwas schmaler als der Raum zA^dschen dem 2. und 5, Punktstreifen; hinten neben dem Innenrande der Augen befinden sich keine Schrägfalten; die Flügeldecken sind bis hinten hin einfarbig; die Hinterschienen sind dunkler als die Vorderschienen und als die Fühlerwurzel, mitunter ganz schwarz; ö mm; im Gras und Moos an lichten Stellen Notiophiliis palustris. b) Der Raum zwischen dem 1. und 2. Punktstreifen ist etwas breiter als der Raum zwischen dem 2. und 5. Punktstreifen; hinten, neben dem Innenrande der Augen befinden sich Schrägfalten; die Flügeldecken sind vor dem Hinterrande gelblich gefärbt; die Schienen aller Beine sind in ihrer Mitte gleich hell; ÖV2 mm; unter abgefallenen Kiefernnadeln an schattigen Stellen Notiophilus biguttatus. 528 Tierwelt 1190 B) Der Kopf ist nicht "/g so breit wie die Flügeldecken zusammen; die Stirn ist nicht mit 6—8 Längsfurchen versehen ; der zweite Zwischenraum zwischen den Puuktstreifen der Flügeldecken ist nicht doppelt so breit wie die andern. AA) Das Endglied der Kiefertaster ist nicht halb so lang und nicht halb so dick wie das vorletzte Glied derselben. a) Die Hinterecke des Halsschildes legt sich einer stumpfwinkligen Ecke an, welche sich an der Wurzel der Flügeldecken befindet; der Körper ist schwarz, stärker oder schwächer metallisch glänzend, von den Beinen sind wenigstens die Schienen rötlich ; der Körper ist etwa 4 mm lang ; an grandigen Orten im kurzen Rasen .... Beuibidiuui lampros. b) Die Wurzel der Flügeldecken geht vollkommen gerundet in den Seiten- rand über; der Körper ist an der Oberseite metallisch glänzend schwarz; jede Flügeldecke ist vorn und hinten mit einem braungelben Fleck ver- sehen; die Beine sind ganz braungelb; der Körper ist etwa 8 mm lang; auf dürrem Sandboden Bembirtiuiii quadrimaculatuin. BB) Das Endglied der Kiefertaster ist nicht oder kaum kürzer und dünner als das vorletzte Glied. Aa) Am Innenrande der Augen oder in dessen Verlängerung nach hinten steht nvir ein Borstenhaar; auch hinter dem Auge ist kein zweites vor- handen. a) Die Borstenhaare auf dem 3, und 4. Fühlergliede sind viel länger als das Glied; die Oberseite des Körpers besitzt einen metallisch grünen Glanz; jede Flügeldecke ist mit drei tiefen Punktgruben versehen; beim cT sind an den Vordertarsen nur drei Glieder erweitert; 7 mm; im Moos Lorocera piliconiis. b) Die Haare an dem 3. und 4. Fühlergliede sind nicht oder kaum halb so lang wie das Glied, nur am 1. Gliede ist ein längeres Borstenhaar vorhanden; die Oberseite des Körpers ist schwarz bezw. mehr oder weniger braun gefäi'bt; beim rf sind an den Vorderbeinen vier Tarsen- glieder stark erweitert. aa) Das vorletzte Glied der kleineren hinteren Taster (der Lippentaster) ist nur mit zwei Borstenhaaren versehen; auf der Unterseite des End- gliedes der Hintertarsen stehen hinter der Mitte nur zwei Haare und zwar nebeneinander (d. h. gleich weit vom Ende des Gliedes entfernt); der Körper ist 3 — 5 mm lang, a) Am Unterrande der Mundöffnung ragt zwischen die Wurzelglieder der beiden Lippentaster ein spitzer Zahn weit nach vorne vor (am trockenen Tier bei auffallendem Lichte unter dem Mikroskop leicht sichtbar). 4)i.u) Der Körper ist, vom vorderen Kopfende bis zum Hinterende der Flügeldecken gemessen, nicht über 3 mm lang, auf der Rückenseite Analytische Übersicht der Tiere 529 sehr dunkel, fast schwarz gefärbt, der Halsschild kaum heller, nur die Naht der Flügeldecken ist braun; unter Heidekraut Bradycellus similis. ßß) Der Körper ist bis zum Ende der Flügeldecken mindestens 3^/2 mm lang; die Oberseite des Körpers, namentlich der Halsschild ist mehr oder weniger rotbraun. * Die Hinterflügel fehlen; der Körper ist bis zum Ende der Flügel- decken nicht 4 mm lang; der Halsschild ist hellrotbraun; unter Heidekraut Bradycellus collaris. ** Die Hinterflügel sind wohl entwickelt; der Körper ist bis zum Ende der Flügeldecken mindestens 4 mm lang; der Halsschild ist nicht oder kaum merklich heller als die Flügeldecken; im Moos an lichten Stellen Bradycellus harpalinus. ß) Der hintere Mundrand, der die Wurzelglieder der Lippentaster hinten begrenzt, ist in der Mitte nicht zahnartig nach vorn aus- gezogen; der Körper ist höchstens 372 "^^ lang; der Kopf ist schwarz, der Halsschild rotgelb ; die Flügeldecken sind wenigstens an der Naht heller, sonst mehr oder weniger dunkel; im Torfmoos AcupaliJus flavicoUis. bb) Das vorletzte Glied der Lippentaster ist außer den zwei meist größeren Haarborsten noch mit einigen kleineren Borsten (z. T. unmittel- bar an der Wurzel des Gliedes) versehen; an der Unterseite des Tarsenendgliedes der Hinterbeine stehen 2 — 4 Borsten- oder Haarpaare hintereinander; der Körper ist 8 — 10 mm lang. «) Der Halsschild ist hinten querüber eingestochen punktiert, am Seitenrande bis über die IVIitte nach vorn; die Hinterwinkel sind etwas stumpf und schwach gerundet; die Oberseite des Körpers ist glänzend schwarz; auch der Bauch ist schwarz; nur die ganzen Beine und Fühler sind braunrot, der Seitenrand des Halsschildes rötlich; 9 — 10 mm; im Moos der Kiefernwälder .... Harpalus latus. ß) Der Halsschild ist unpunktiert oder nur in einem Eindruck punk- tiert; die Hinterwinkel sind ein wenig spitz, nicht abgerundet; die Oberseite besitzt einen schwächeren Glanz, namentlich die Flügel- decken des 9 ; die Unterseite ist mit den Beinen pechbraun ; die Schenkel sind nicht heller als der Bauch; 8 — 9 mm; auf kahlem Sand- boden und im kurzen Rasen Harpalus servus. Bb) Am Innenrande des Auges und in dessen Verlängerung nach hinten stehen zwei Haare, das eine meist vor der Mitte des Auges, das andere oft etwas hinter dem Auge. A«) Das vorletzte Glied der kleinen hinteren Taster (der Lippentaster) ist mit mehr als zwei Borstenhaaren versehen; der Halsschild ist am Hinterrande sehr viel breiter als am Vorderrande, etwa so breit wie die Beiträge zur Naturdenkmalpflege. III 34 530 Tierwelt [192 Flügeldecken vorn; die Oberseite des Körpers besitzt oft metallischen Glanz Ainani. a) Die Beine sind rotbraun gefärbt, ebenso die 3 — 4 Wurzelglieder der Fühler; der kurze zweite Streifen auf dem Vorderende der Flügel- decken (von der Naht an gezählt) ist an seinem Ende ebensoweit vom 1. wie vom 3. Streifen entfernt; 5 — 6 mm,- an lichten Stellen im Moos Amara familiaris. b) Die Beine sind dunkel, höchstens die Schienen heller; von den Fühlern sind höchstens zwei Basalglieder hell; der kurze Streifen zwischen dem 1. und 2. Längsstreifen der Flügeldecken nähert sich am Ende mehr dem 1. als dem 3., geht sogar oft in diesen über, und dann kann der 1. vor der Verbindungsstelle unterbrochen sein; G — 9 mm. «) Der Körper ist 6 — 7 mm lang, dorsal wenig glänzend; die Beine sind, namentlich an den Schienen, heller gefärbt; im Detritus an einem Sumpfrande Amara curta. ß) Der Körper ist 7 — 9 mm lang, dorsal stark glänzend; die Beine sind schwarz; im Moos der Kiefernwälder . . . Aiiiara lunicollis. Bß) Das vorletzte Glied der Lippentaster ist mit nur 1 — 2 Borstenhaaren versehen; der Halsschild ist nach hinten weniger, oft gar nicht ver- breitert oder gar verengt, meist schmaler als die Flügeldecken an der Wurzel. a) Die Fußkrallen sind in der Mitte des Ventralrandes mit einem oder mit mehreren Zähnchen versehen. aa) Die Flügeldecken sind hinten mehr oder w'eniger gestutzt, indem der Außenrand vor dem Hinterende im stumpfen, gerundeten Winkel umbiegt; der Körper ist stets unter 6 mm lang. «) Die Mittelschiene ist über halb so dick wie der Schenkel desselben Beinpaares, an der Dorsalseite mit zahlreichen dicken Stacheln besetzt; die Flügeldecken sind glänzend schwarz bis rotbraim, mit tiefen Längsrillen versehen; der Halsschild ist über l^/'omal so breit wie der Kopf mit den Augen; 4V2 — ^^U nim lang; an einem sonnigen Ort im kurzen Rasen Masoreus wetterliali. ß) Die Mittelschiene ist nur an der Ventralseite reihenw'eise mit dünnen Stacheln besetzt vmd nicht halb so dick "wie der Schenkel; die ver- tieften Längsstreifen auf den Flügeldecken sind wenig deutlich, durch eine feine Netzaderung erscheinen die Flügeldecken matt; der Hals- schild ist kaum breiter als der Kopf mit den Augen; 3 — 37-2 nmi lang. aa) Der Hinterrand des Halsschildes setzt sich vom Schildchen aus um die Länge der Vorderseite des Schildchens in gerader Richtung nach der Seite fort; die Rückenseite des Körpers ist größtenteils gelbbraun gefärbt; der Kopf ist schwarz; eine Querbinde der Flügeldecken mit Ausschluß der Seitenrandlinie ist dunkelbraun; besonders zwischen hohem, dichtem Gras . . . Droiiiius sifjina» Analytische Übersicht der Tiere 531 ßß) Der Hinterrand des Halsschildes biegt wenig außerhalb der Vorderecken des Schildchens im Bogen nach vorn um; der Körper ist schwarz, mehr oder weniger mit Metallschimmer versehen. * Auf jeder Flügeldecke befinden sich zwei sehr deutliche ein- gedrückte Punkte; die Rückenseite des Körpers besitzt einen stärkeren, auf dem Halsschild meist mehr oder w^eniger grünlichen oder bläulichen Metallschimmer; an sehr dürren sonnigen Stellen 3Ietabletus foyeatus. ** Auf den Flügeldecken sind keine deutlichen Grübchen bemerk- bar; die Rückenseite des Körpers besitzt einen sehr schwachen kupferigen Metallschimmer: an lichten Stellen im Moos und Detritus Metabletus truiicatellus. bb) Der Außenrand der Flügeldecken setzt sich im gleichmäßigen Bogen bis zum hinteren Innenwinkel derselben fort; der Körper ist über 6 mm lang. «) Auf den Flügeldecken stehen im 3. und 5. vertieften Längsstreifen (von der Naht aus gezählt) eingestochene Punkte, im 5. etwa 7 — 10; die Schenkel sind sehr dunkel braun; 11 — 12 mm; unter Steinen an sonnigen Orten Calatliiis fuscipes. ß) Auf den Flügeldecken sind nur im 3. Längsstreifen, nicht im 5., eingestochene Punkte vorhanden; die Beine sind braungelb bis rot- braun gefärbt. ««) Die Hinterecken des Halsschildes sind scharf rechtwinklig; 9 — 11 Va nini; an sonnigen Orten unter Steinen und Detritus Calathus erratus. ßß) Die Hinterecken des Halsschildes sind etwas stumpf und etwas gerundet; der Körper ist 6^/3 — 879 «im lang. * Der Halsschild ist oben und unten rotbraun, von der Mitte nach hinten nicht deutlich verschmälert; an lichten Orten unter Steinen, Moos und Detritus .... Calatlius iiielaiioceplialiis. ** Der Halsschild ist schwarz, nur hart am Rande etwas röt- lich, von der Mitte nach hinten deutlich verschmälert; im Moos und namentlich im Detritus der Kiefernwälder Calatliiis microplenis. b) Die Fußkrallen sind am Unterrande ungezähnt; nur hart an der Wurzel ist oft ein kleiner Höcker bemerkbar. aa) Die Grube außen am Oberkiefer ist vor ihrem distalen Ende mit einer kleinen Haarborste versehen (bei auffallendem Lichte des auf die Seite gelegten Käfers unter dem Mikroskop sichtbar) ; der Körper des in Spiritus aufbewahrten Tieres ist nicht oder kaum 4 mm lang, pechbraun, der Kopf dunkler, die Fühler und Beine heller; an feuchten Stellen unter Laub . Troelius ([iiadristriatus (minutus). 34* 532 Tierwelt [194 bb) Die Grube außen am Oberkiefer ist nicht mit einer kleinen Haar- borste versehen; der Körper des in Spiritus aufbewahrten Tieres ist mindestens 5 mm lang. «) Die Oberkiefer sind am Ende schräg abgestutzt; die riügeldecken sind in der Grundfarbe rotgelb, jede ist mit einer dicken C-förmigen schwarzen Zeichnung versehen; der Halsschild, die Fühlerwurzel und die Beine sind ebenfalls rotgelb, der Kopf schwarz; 6 — 7 mm; auf steinigen, kalkreichen, sonnigen Bodenstellen Badister bipustulatiis. ß) Die Oberkiefer enden spitz; die Flügeldecken sind einfarbig. aa) An der Ventralseite des letzten Tarsengliedes der Hinterbeine befinden sich keine Haare; meist größere Arten. * Die Zwischenräume zwischen den Längsstreifen der Flügeldecken sind (bei starker Vergrößerung) mit feinen Querrillen versehen; 7 — 7^/2 mm; an sumpfigen Stellen im Detritus und Moos Pterosticlius minor. ** Die Zwischenräume zwischen den Längsstreifen der Flügeldecken sind mit feiner Netzaderung versehen; der Körper ist 9 — 20 mm lang. f Der Längseindruck jederseits hinten auf dem Halsschilde ist vorne mehr oder weniger zweiteilig; er tritt nahe an den Seiten- rand heran und ist von diesem durch eine schmale Längswulst getrennt; die Schienen sind ebenso schwarz wie die Schenkel. X Der Längseindruck jederseits auf dem Halsschilde ist nur vorn etwas verdoppelt; der Körper ist 9 — 11 mm lang; unter Steinen auf kalkhaltigem Boden, an sonniger Stelle Pterosticlius iiigritus. X X Der Längseindruck hinten auf den Seiten des Halsschildes ist deutlich verdoppelt; der Körper ist 16 — 20 mm lang; unter Steinen und Moos im Walde .... Pterosticlius uig^er. ff Der Längseindruck jederseits auf dem Halsschilde läuft nach vorne durchaus einfach aus und ist durch eine breite Erhöhung von dem Seitenrande getrennt; die Schienen und Tarsen sind mehr oder weniger braun; 10 — 12 mm; in Wäldern, besonders unter Laub und Detritus . . Pterosticlius obloiigo|iuiictatus. ßß) An der Ventralseite des Krallengliedes der Hinterbeine stehen 2 — 4 Paar Borstenhaare. * Auf dem Halsschilde befindet sich hinten jederseits ein doppelter Längseindruck; der Körper ist 12 — 20 mm lang. f Das 2. und das 3. Fühlerglied sind zusammengedrückt und dorsal mit einem Kiel versehen; der Körper ist 12 — 13 mm lang, dorsal stark metallisch glänzend; an sonniger, sandiger Stelle, unter Steinen Poecilus lepidus. Analytische Übersicht der Tiere 533 .LJ. Das 2. und das 3. Fühlerglied sind (wie die folgenden Glieder) oben gerundet ; der Körper ist etwa 20 mm lang, schwarz gefärbt ; im schattigen Buchenwalde unter Steinen . . Abax striolä. ** Auf dem Halsschilde ist hinten jederseits nur ein einfacher Ein- druck vorhanden; alle Fühlerglieder sind dorsal vollkommen gerundet; der Körper ist nicht über 9 mm lang. •f Die Hinterecken des Halsschildes sind so vollkommen ab- gerundet, daß von Ecken keine Spur vorhanden ist; die Längs- rillen auf den Flügeldecken sind sehr undeutlich punktiert, nur einzelne gröbere Punkte sind vorhanden. X Das 3. Fühlerglied ist nur am Ende mit einigen Wirtelborsten, nicht auf der Endhälfte mit feiner Behaarung versehen; der Köi*per ist schwarz, 7 — 8 mm lang; im feuchten Moos Agoiiuiii vitluum. XX Das 3. Fühlerglied ist, abgesehen von den Wirtelborsten am Ende, in der Endhälfte fast ebenso dicht behaart wie das 4. Glied; die Flügeldecken sind zusammen etwa um die Hälfte länger als breit. O Das 1. Fühlerglied ist, von der Außenseite gesehen, nicht heller, oft sogar etwas dunkler als die beiden folgenden Glieder; an feuchten Plätzen im Moos und Detritus Europhilus gracilis. 0O Das 1. Fühlerglied ist, von außen gesehen, stets viel heller gefärbt als die beiden folgenden; an nassen Orten zwischen Sumpfgräsern und Torfmoos . Eiiroiihilus piceiis. ff Der Halsschild ist hinten jederseits mit einer oft sehr kleinen, aber deutlich vorspringenden oder winkelartig gebrochenen Ecke versehen; die Längsrillen der Flügeldecken sind sehr deutlich, dicht, eingestochen punktiert. X Der Schenkelring der Hinterbeine (ein dem Hinterschenkel hinten an der Wurzel anliegendes Glied) ist, von seiner äußersten Wurzel bis zum Ende gemessen, kaum über halb so lang wie der distal von seinem Ende liegende Teil des Schenkels; die eingestochene Punktierung des Halsschildes reicht jederseits vor dem Seitenrande über die Mitte seiner Länge nach vorn; die Fühler und Beine sind gelbbraun; auch die Flügeldecken sind stets mehr oder weniger braun, namentlich vorn außen; 5 — 6 mm ; im Laub eines Erlengebüsches . Aiichus obscunis. X X Der Schenkelring der Hinterbeine ist fast ebenso lang wie der distal von seinem Ende liegende Teil des Schenkels; die Punktierung jederseits auf dem Halsschilde reicht bei weitem nicht bis zur Glitte nach vorn; die Flügeldecken sind bei aus- gefärbten Tieren vorn außen stets schwarz. 534 Tierwelt [196 Die Fühler und Beine sind rotbraun; das 1. Fühlerglied ist so lang wie die beiden folgenden zusammen; die Oberkiefer sind mehr als doppelt so lang wie der Durchmesser des Auges; 7 mm; im Erlenlaub Stoiiiis puuiicatus. 00 Die Fühler und Beine sind schwarz oder dunkelrotbraun; das 1. Fühlerglied ist nicht so lang wie die beiden folgenden f Glieder zusammen; die Oberkiefer sind nicht doppelt so lang wäe der Durchmesser der Augen.' | O Die Vorderbrust ist vor den Vorderhüften eingestochen punktiert; die Beine sind dunkelrotbraun; 6 — 7 mm; an feuchten Orten im Moos und Detritus . Argutor streiiuus. 0O Die Vorderbrust ist nicht eingestochen punktiert, die Beine sind dunkler, die Schenkel fast schwarz ; 5 — 6 mm; im Erlenlaub Argutor (lili2:eiis. i 1 XXV. Ciciiulelidae. j 1. Das vorletzte Glied der unteren Taster (Lippentaster) ist gelblichweiß | gefärbt und dicht abstehend weiß behaart; die Flügeldecken besitzen einen % dunkel kupferfarbigen Metallschimmer und sind hinter der Mitte mit einer I fast bis zu den Rändern reichenden, zackigen, weißlichen Querbinde und I mit einem großen Fleck am Hinterrande versehen; 12 — 16 mm: auf sehr sandigen Bodenstellen Cicindela hybrida. IL Die Lippentaster sind ganz schwarz, nur die Behaarung ist heller; die f Flügeldecken besitzen einen grünen Metallschimmer und sind hinter der Mitte mit zwei weißlichen Flecken versehen (abgesehen von dem kleinen i Endfleck); an lichten sonnigen, weniger sandigen Waldstellen mit kurzem Rasen, besonders auf Waldwegen Cicindela campestris. Coleopteren- und Neuropteren-Larven. F. Chapui.s et E. Candeze, Catalogue des Larves des Coleopteres, Liege 1853. E. Perris, Larves de Coleopteres, Paris 1877. J. C. ScHiöDTE, De metamorphosi Eleutheratorum observationes in: Naturhist. Tidsskr. 3 R. Bd. 1—13, Kjöbenhavn 1861—1883. M. RuPERTSBERGER, Biologie der Käfer Europas, Linz 1880. M. RuPERTSBERGER, Die biologische Literatur über die Käfer Europas von 1880 an, Linz 1894. I. Der Hinterleib ist unmittelbar vor dem Ende der. Rückenseite oder am Ende selbst, aber über dem After, mit zwei paarig nebeneinanderstehenden Anhängen oder Fortsätzen versehen : bisweilen stehen diese Anhänge zwischen Haaren und können dann leicht übersehen werden. 197] Analytische Übersicht der Tiere 535 A) Jeder der Anhänge ist unmittelbar an seinem Ende mit 1 — 3 Haaren oder mit einer g-egliederten Geißel versehen. AA) Die Haare des Hinterleibsrückens enden wenigstens z. T. stumpf oder pinselförmig. a) Am Hinterleibsende befinden sich nur zwei Anhänge, welche nicht in eine vielgliedrige Geißel auslaufen ; an den vorderen Hinterleibssegmenten befinden sich dorsal und ventral keine zapfenartigen Höcker. aa) Die Haarborste am, Ende der beiden Anhänge des vorletzten Hinter- leibssegmentes endet pinselförmig stumpf; die Anhänge sind viel kürzer als das abwärtsgerichtete letzte Hinterleibssegment; im Moos und Laub Col. -Larve I (Quedius tri.stis?)- bb) Das Endglied der beiden Körperanhänge ist am Ende stets mit einer spitz auslaufenden Haarborste versehen. a) Das Grundglied der beiden Körperanhänge ist mit wenigstens einer stumpf bezw. pinselförmig endenden Haarborste versehen. aa) Alle Haarborsten des Grundgliedes der beiden liinteren Körper- anhänge enden stumpf pinselförmig. * Die beiden hinteren Körperanhänge sind mindestens dreiviertel so lang wie das abwärts gerichtete Endglied des Hinterleibes; das letztere ist an der Hinterseite nur mit einer gestutzten Haarborste versehen ; im nassen ßuchenlaub und im Moos Col.-Larve H (Quedius iiiaurorufus?) ** Die beiden Anhänge sind nur reichlich halb so lang wie das End- segment des Hinterleibes; das letztere ist hinten mit vier in zwei Paaren stehenden, gestutzten Pinselhaaren versehen: im Kiefern- walde und zwar im Moos . Col.-Larve IH (Quedius molochiims?). ßß) Am Grundgliede der beiden Körperanhänge befindet sich außer den pinselartig endenden Haarborsten wenigstens eine spitz auslaufende Borste. * Am Ende des dicken Grundgliedes der beiden hinteren Körper- anhänge befinden sich drei längere, spitz auslaufende Haarborsten, an der Wurzel derselben zwei Pinselhaare ; im nassen Torfmoos und Anspülicht Col.-Larve IV ((|uedius fuligiiiosus?). ** Es befinden sich nur zwei längere Haarborsten am dicken Wurzel- teile der beiden Körperanhänge eine spitz und eine stumpf endende, beide am Ende; im Moos eines Kiefernwaldes Col.-Larve V (««i"J'inosus. b) Der obere Hinterrand des Kopfes ist in der Mitte nicht eingezogen: der Körper besitzt keinen Glasglanz; bei stärkerer Lupenvergrößerung Beiträge zur Naturdenkmalpflege. 111 35 546 Tierwelt [208 ist meist schon eine feine Behaarung erkennbar; oft erscheint diese als heller Schimmer. aa) Das kleine Dreieck zwischen den beiden Fühlerwurzeln besitzt einen fast glasartigen Glanz; der Fühlerschaft ist stets dunkler gefärbt als die Mitte des Kopfes vor der Wurzel der Fühler: der Thorax ist mehr oder weniger rotbraun; die Arbeiter sind 6 — 8 mm lang: die Art trägt große Haufen an lichten Waldstellen zusammen . . . Foriuica rufa. bb) Das kleine Dreieck zwischen den Fühlerwurzeln ist matt: der Fühler- schaft ist wenigstens so hell gefärbt wie die Mitte des Kopfes vor den Fühlern, oft rotbraun. u) Der hinter den Ozellen liegende Teil des Kopfes, auch der hinter, den Netzaugen liegende Teil, ist niemals mit Borstenhaaren besetzt: dagegen sind auf dem hinteren Teil des Hinterleibes stets Borstenhaare vor- handen: der Körper ist nicht seidengiänzend behaart, oft aber mit grünem Metallschimmer versehen. aa) Der Thorax ist in größerer oder geringerer Ausdehnung rotbraun, wenigstens an den Rändern des Vorderrückens: ebenso ist die Unter- seite der Oberkiefer und die Unterseite des Kopfes an der Wurzel der Oberkiefer, oft auch die Oberseite des Vorderkopfes mehr oder Aveniger braunrot: niemals besitzt der Körper einen grünen Metall- schimmer: Arbeiter 4 — 7 mm; an sandigen, aber nicht zu trockenen Orten Formica ruflbarbis (cunicularia). ßß) Der Körper ist ganz schwarz, aber mit einem schwachen grünlichen Metallschimmer versehen: die Enden der Beine, die Gelenke und die Fühler sind heller; Arbeiter 4 — 6 mm lang; auf humusreicherem Boden Formica fusca. ß) Der Kopf ist auch hinter den Facettenaugen mit Borstenhaaren ver- sehen; der Körper besitzt durch anliegende feine Behaarung einen deutlichen Seidenglanz; der Thorax ist rein grau, der Kopf und der Hinterleib mit schwach metallisch schimmernden Haaren versehen; Arbeiter 4 — (j mm: auf feinem Sande an geschützten sonnigen Stellen Fonnica eiuorea. II. Falteiiwespeii, A^espidae. Der Körper ist schwarz und gelb gezeichnet: am Kopfe sind gelb: Die Kiefer, der Schild über dem Munde (mit Ausnahme dreier Punkte), die vordere Aushöhlung und der Hinterrand der Augen und eine Zeichnung über den Fühlerwurzeln: Körpergröße bis 2 cm; das Nest befindet sich in der Erde Vespa j^ernianica. III. KieiMMi, Apidac. Die Vertreter dieser Familie nisten zwar oft in der Erde, gehören aber nicht zu den Bodenbiocönosen, weil sie ihre Nahrung auf Blumen suchen. Als Beispiel sei genannt Hoiiibiis (errcstris. 209] Analytische Übersicht der Tiere 547 TV. Wegwespen, Poiiipilidae. Der Körper ist schwarz; die drei ersten Hinterleibssegmente sind rot, nur am Hinterrande dunkel; der Körper ist 11 — 13 mm lang. Diese Weg- wespe legt ihren Larven besonders Trochosa terricola vor Pompilus viaticus. y. (jrrabwespeii, Spliegiclae. Die Grabwespen gehören nur in sehr beschränktem Maße zu den Bodenbiocönosen. Das erste Hinterleibssegment ist bei den beiden folgenden Arten stielartig dünn, das zweite, dritte und vierte Segment sind z. T. rot, sonst ist der Körper schwarz, etwa 2 cm lang. I. Das zweite, größtenteils rot gefärbte Hinterleibssegment ist hinten fast so breit wie lang Psammophila liirsuta. n. Das zweite, größtenteils rot gefärbte Hinterleibssegment ist mindestens dreimal so lang wie hinten breit Aiiiinophila sabulosa. VI. €halci((li)(lae (Pteromalidae). C. G. Thomson, Hymenoptera Scandinaviae, T. IV et V. Lundae 1875 et 1878. C. G. DE Dalla Torre, Catalogus Hymen opterorum, Vol. V. Lipsiae 1898. I. Die Tarsen bestehen aus vier Gliedern: der Sporn am Ende der Vorder- schiene ist schwach, gerade, nicht halb so lang wie das Wurzelglied der Tarsen; die Fühler sind neungiiedrig, das dritte Glied ist klein, stielchen- förmig, dann folgen drei lange Glieder und dann eine dreigliedrige Keule; die dicke, den Vorderrand der Vorderflügel bildende Ader endet unmittel- bar hinter der Abzweigung der auf der Flügelfläche endenden Ader und ist bis zu deren Abzweigung viermal so lang wie diese ; der Körper ist 1^/4 mm lang und hat metallischen Glanz: nur die Wurzel des Hinterleibes und die Beine, mit Ausschluß des letzten Tarsengliedes, sind hellgelblich: zwischen Sumpfgräsern Chrysoeliaris viridicoxis. n. Die Tarsen sind fünf gliedrig ; der Sporn der Vorderschiene ist am Ende mehr oder weniger gebogen, über halb so lang wie das erste Tarsenglied; sind Flügel vorhanden, so ist die dicke Vorderrandader (soweit sie un- mittelbar am Vorderrande liegt), bis zur* Abzweigung der auf der Flügel- fläche endenden Ader höchstens 2^/2 mal so lang wie diese und läuft hinter der Abzweigung noch um mehr als die Länge des Zweiges am Rande fort, um allmählich schwächer zu werden. A) Hinter dem zweiten Fühlergliede folgen drei kleinere Ringglieder; dann folgen fünf größere Glieder und dann der in eine Spitze auslaufende un- gegliederte Endteil; die Flügel fehlen ganz: rot sind die Fühler, die Beine und der Hinterleib mit Ausnahme der Spitze, sonst ist der Körper schwarz, 1^/4 mm lang; im Moos an sonniger Stelle . Bacotonius pyrrho^^^aster. 35^^ 548 Tierwelt [210 B) Hinter dem zweiten Fühlergliede folgen nur zwei kleine Ringg-lieder, dann sechs größere Glieder und dann ein dreigliedriger Endteil; die Flügel sind wohl entwickelt: der Körper ist größtenteils dunkel, metallisch glän- zend; die Beine aber sind hell gefärbt, am hellsten die Schienen; die Fühler sind dunkler: der rechte Oberkiefer hat vier Zähnchen, der linke drei Zähnchen. a) Der den Vorderrand berührende Teil der Längsader im \'orderflügel ist nur 1^/3 mal so lang wie der auf die Flügelfläche abzweigende und dann keulenförmig endende Teil; der Thorax ist kaum über halb so lang wie der Hinterleib; 2 mm; auf Sandland Ceeidostiba collaris. b) Der den Vorderrand berührende Teil der Flügellängsader ist etwa doppelt so lang wie der keulenförmige Endteil; der Thorax ist etwas länger als der Hinterleib; 3 mm; an schattiger Stelle unter Erlenlaub Habroeytus siiiiiilaiis. All. Serpliidae ( Proctotrypidae). W. H. AsHMEAi), Monograph of the North American Proctotrypidae in: Bull. U. S. Nat. Museum, No. 45. Washington 1893. J. J. KiEFFER, Proctotrypidae in: E. Andre, Species des Hymenopteres. Paris 1905—1909. C. G. DE Dalla Torre, Catalogus Hymenopterorum, Vol. \'. Lipsiae 1898. I. Das erste Fühlerglied ist nicht so lang wie die drei folgenden zusammen; am Vorder];ande der Vorderflügel befindet sich, hinter einer flächenförmigen Erweiterung der Randader (dem Stigma), eine schmale, schräg liegende, geschlossene Zelle Serpliu.s (Proctotrupes). A) Der Hinterrücken (d. i. der Teil zwischen den Flügelwurzeln einerseits und der Hinterleibswurzel andererseits) ist im oberen, dorsalen Teil kaum gerunzelt, der Länge nach von einer Rippe durchzogen und diese jeder- seits von einer Reihe eingestochener Punkte begrenzt; das dunkle Stigma im Vorderflügel ist in seiner größten Ausdehnung IV „ mal so lang wie der helle Innenraum der Zelle hinter ihm ; das vierte Fühlerglied ist nicht doppelt so lang wie breit; der Körper ist 2^/2 mm lang, schwarz, nur die Fühlerwurzel und die Beine, mit Ausschluß der Schenkel, sind hell: im Moos eines Kiefernwaldes Scrpliii.s parvuliis. B) Der Hinterleibsrücken ist dorsal ebenso stark gerunzelt wie an den Seiten; die mittlere Längsrippe ist unvollständig; das dunkle Stigma der Vorderflügel ist nicht länger als die ziemlich breite helle Zelle hinter ihm : das vierte Fühlerglied ist über doppelt so lang wie breit: 3 mm: zwischen Sumpfgräsern Sor|»hiis calcar. IL Das erste Fühlerglied ist schaftartig verlängert, länger als die drei fol- genden Glieder zusammen: dem Stigma des Vorderflügels liegt distal keine 211] Analytische Übersicht der Tiere 549 geschlossene, schräge Zelle an: oft fehlt das Stigma gänzlich, bisweilen fehlen die ganzen Flügel. A) Es sind wenigstens Stummel von Flügeln vorhanden. AA) Am Vorderrande der Vorderflügel befindet sich, nahe vor dem distalen Ende, eine vollkommen geschlossene lanzettförmige Zelle; im Hinterflügel ist eine vollkommen geschlossene, fast bis zur Mitte reichende Basalzelle vorhanden: die Fühler sind 15gliedrig, ihr drittes Glied ist doppelt so lang wie das vierte Glied ; der Körper ist schwarz, 4 mm lang ; die Fühler und die Beine sind rotbraun: im Moos einer Schonung Belyta dorsalis. BB) In der distalen Hälfte der Vorderflügel und auf den Hinterflügeln be- findet sich keine geschlossene Zelle; die Fühler sind höchstens ISgliedrig. a) Auf der Fläche der wohl entwickelten, über das Hinterleibsende hin- ausragenden Vorderflügel zweigt eine Ader vom Vorderrande ab, die länger ist als der Metatarsus der Hinterbeine; zwischen den Flügel- wurzeln befindet sich auf dem Rücken des Thorax eine Quernaht: von der Mitte dieser Naht geht schräg nach hinten und nach außen jeder- seits eine Naht aus; die Fühler sind 10- bis llgliedrig (die Beine sind braungelb, die Flügel fast schwarz: die Augen und die Flügel sind behaart). u) Die Fühler sind (beim 9) lOgliedrig; die Vorderrandader der Vorder- flügel verbreitert sich distal von der Unterbrechung nicht zu einem breiten dunklen Stigma; sie ist hinter der Unterbrechung nicht breiter als vor derselben; der Vorderteil des Thorax, vor der genannten Quer- naht, ist nur mit einer mittleren Längsnaht versehen; 1 mm: im lockeren Torfmoos Cerai»liroii fiisciooriiis. ß) Die Fühler sind llghedrig; die Vorderflügel sind distal von der kurzen Unterbrechung der Vorderrandader mit einem breiten Stigma versehen: das Stigma ist über doppelt so breit wie die Erweiterung der Ader proximal von der Unterbrechung; der vor der genannten Quernaht liegende Teil des Thorax ist mit drei Längsnähten versehen: 1 — lYg^m; im Moos an lichten Stellen Coiiostigiiius (Megaspilus) iiorvegicus. b) Vom Vorderrande der Vorderflügel (die oft verkürzt sind) zweigt keine Ader ab, die so lang ist wie das erste Tarsenglied der Hinterbeine; von der Mitte der Quernaht zwischen den Flügelwurzeln verlaufen keine Nähte schi'äg nach außen und hinten. aa) Hinter der Quernaht zwischen den Flügelwurzeln befindet sich keine Grube: die Fühler (des 9) sind vor ihrem distalen Ende so stark keulenförmig verdickt, daß die Keule etwa doppelt so dick ist wie der dünne Teil derselben (die Flügel reichen nicht bis ans Ende des Hinterleibes). a) Die Fühlerkeule ist ungegliedert; die ganzen Fühler sind (Jgliedrig: das zweite Fühlerglied ist etwas länger als das fünfte Glied: das dritte und vierte Glied sind kurz: der Körper ist schwarz, 1 mm lang: die 550 Tierwelt [212 Gelenke der Fühler und des Hinterleibes sind heller (die Art unter- scheidet sich von den bisher beschriebenen der Gattung dadurch, daß die Fühler nicht Tgliedrig, sondern Ggliedrig sind und daß die Hinter- leibssegmente fast gleich lang sind; im Moos eines Kiefernwaldes Acolus sexarticulatus n. sp. ß) Die Fühlerkeule ist Hgliedrig, die Fühler sind deshalb 12gliedrig; das fünfte und sechste Glied der Fühler sind kurz, das zweite bis vierte fast gleich lang; die beiden vordersten Segmente des Hinter- leibes sind mit zahlreichen tiefen Längsfurchen versehen; auf der Mitte des abschüssigen Hinterrückens des Thorax befindet sich ein dicker Dornfortsatz (der Körper, mit Einschluß der Fühler, ist schwarz; nur die Beine sind gelbbraun). ««) Auf dem abschüssigen Hinterrücken des Thorax befindet sich nur in der Mitte ein Dornfortsatz; -^/^ mm; im lockeren Torfmoos (die Art steht scheinbar dem H. minutissimus Ashm. aus Nordamerika äußerst nahe; die Flügel reichen aber nicht bis zur Mitte des Hinterleibes) Hoplo^ryon periiiiiiutus n. sp. ßß) Auf dem abschüssigen Hinterrücken des Thorax befindet sich jeder- seits ein spitzer Dornfortsatz, der kaum kürzer ist als der mittlere; IY2 mm; im lockeren Torfmoos (die Art steht scheinbar dem H. brachypterus Ashm. aus Nordamerika nahe, unterscheidet sich aber dadurch, daß zwei Wurzelgiieder des Hinterleibes mit Längs- furchen versehen sind, daß der Hinterleib ganz schwarz ist und daß der Körper größer ist) HopIojä,Tyoii pedestris n. sp. bb) Hinter der Mitte der genannten Quernaht befinden sich eine oder zwei mehr oder weniger tiefe Gruben ; die Fühler besitzen keine scharf abgegrenzte 6- oder Igliedrige Keule, oft aber eine Keule von 8 bis 5 Gliedern. a) Die Fühler (des ?) sind ISgliedrig, nach dem Ende hin allmählich verdickt; vor der genannten Quernaht des Thorax befindet sich jeder- seits ein Längsgrübchen, welches sich oft als Rinne schräg nach vorn und außen fortsetzt; das Stigma der Vorderflügel bezw. das Ende der Hauptlängsader befindet sich stets distal vom ersten Drittel der Flügellänge. Ott) Vor der genannten Quernaht des Thorax befindet sich jederseits nur ein kleines Längsgrübchen, das nicht länger ist als die Dicke des Fühlerschaftes; die Längsader im Vorderflügel endet weit proxi- mal von der Mitte seiner Länge und entsendet dann einen kleinen Ast auf die Flügelfläche, der länger ist als das vierte Fühlerglied; die 7 Endglieder der Fühler sind verdickt, namentlich die letzten; der Körper ist glänzend schwarz, V/.^ mm lang; die Fühlerwurzel und die Beine sind rotbraun; im Moos eines gemischten Waldes (die Art 213] Analytische Übersicht der Tiere 551 ist von H. floridana Ashm. aus Nordamerika durch die Kürze der Längsader im Vorderflügel und durch die schwarze Farbe des Körpers verschieden) Hemilexodes museoniin n. sp. ßß) Von der genannten Quernaht des Thorax läuft jederseits eine ge- bogene Rinne aus, die mitunter nach vorn schwächer wird, immer aber viel länger ist als die Dicke des Fühlerschaftes; der Längsnerv des Vorderflügels endet wenig proximal von dessen JVIitte. *) Hinter der genannten Quernaht des Thorax befinden sich zwei ge- trennte Grübchen nebeneinander. -;•) Das vierte Fühlerglied ist um mehr als die Hälfte länger als breit: der Körper ist schwarz, nur die Gelenke der Beine und die vier ersten Tarsenglieder sind braun: V-jo mm: im lockeren Torf- moos Spiioinicrus iiigripes. ■;•;-) Das vierte Fühlerglied ist breiter als lang; der Körper ist schwarz; außer den Gelenken und den vier ersten Tarsengliedern sind die Schienen und das 3. — 7. Fühlerglied mehr oder weniger braun: 3^4 mm; unter Laub .... Spilomicnis compressus. **) Hinter der Quernaht des Thorax befindet sich eine durch 2 — 4 Längsrippen geteilte breite Grube. t) Die Grube hinter der Quernaht des Thorax ist durch zwei Längs- rippen in drei fast gleiche Teile geteilt; vor der Quernaht befindet sich jederseits, aul^erhalb der Längsfurche, ein Grübchen: die Flügel reichen kaum über die Mitte des Hinterleibes hinaus: das Stigma der Vorderflügel liegt distal von deren Mitte; die Beine sind rot- braun, ebenso die Fühler mit Ausschluß der Endglieder; 3V4 nim; im Grase an sonniger Stelle Parainesius belytoides. tt) Die Grube hinter der Quernaht des Thorax ist durch vier Längsrippen in fünf Teile geteilt: die äußersten Teile sind weit größer als die drei innern; vor der Quernaht befinden sich außen keine Grübchen ; die Flügel reichen über das Ende des Hinterleibes hinaus: das Stigma liegt ein wenig proximal von der Mitte der Vorderflügel: die Schenkel und das Ende des Fühlerschaftes sind mehr oder weniger schwärzlich; sonst ist die Farbe wie bei der vorhergehenden Art: 2^/^ mm; im Laub eines Erlenbruches Parainesius elonp,atus Thoms. ß) Die Fühler sind 12gliedrig und oft mit einer Keule versehen: vor der genannten Quernaht des Thorax Ijefinden sich keine Grübchen oder Längsfurchen: das Ende der Hauptlängsader der Vorderflügel geht nur bisweilen, wenn die Flügel stark verkürzt sind, über das Basaldrittel hinaus. na) Das vorletzte Fühlerglied ist höchstens IV2 mal so dick wie das fünft- letzte: der ganze Körper ist glänzend schwarz: nur die Gelenke der Beine sind braungelb: 2 mm: im feuchten ^loos I)ia|)ria iiiu,Ticoriiis. 552 Tierwelt (214 ßfi) Das vorletzte Fühlerglied ist etwa doppelt so dick wie das fünft- letzte. *) Die Fühlerkeule ist scharf abgesetzt dreigliedrig: das viertletzte Glied steht an Dicke dem fünftletzten sehr viel näher als dem dritt- letzten (5. : 4. : 3. = lOVo : IIV2 ^ 1'^); aus der Grube hinter der Quernaht des Thorax geht hinten ein Mittellängskiel hervor, der die Grube hinten tief ausrandet: die Beine und Fühler sind mehr oder weniger braungelb; nur die drei Endglieder der Fühler sind ganz schwarz; die Flügel ragen nicht über das Hinterleibsende vor; 2 mm: im Moos der Kiefernwälder . . Diapria (Tropidopria) compressa. **) Das viertletzte Fühlerglied bildet in seiner Dicke einen deutlichen Übergang zur Keule (5. : 4. : 3. = 6:7:9 oder = 13 : 17 : 23): aus der Grube hinter der Quernaht geht kein Mittelkiel hervor; die Grube ist deshalb hinten nicht ausgerandet. t) Die Fühler sind ganz schwarz und gegen das Ende allmählich verdickt (5. : 4. : 3. — 6 : 7 : 9): die Flügel sind stark verkürzt, sie ragen nicht bis zur Mitte des Hinterleibes vor: von den Beinen sind die Enden der Schenkel und Schienen und das Endglied der Tarsen dunkel; 2 mm: im lockeren durchwachsenen Torfmoos Diapria siispccta Nees. ■]-■'{) Von den Fühlern sind nur die 3 — 4 Endglieder und von den Beinen ist nur das Tarsenendglied dunkler; die Fühler besitzen eine 4gliedrige Keule (5. : 4. : 3. — 13 : 17 : 23): die Flügel ragen weit über das Ende des Hinterleibes hinaus: von dem Ende der Hauptlängsader geht eine sehr blasse Querader ab: im durchwach- senen lockeren Torfmoos .... Diapria (Loxotropal dispar. B) Es ist (beim 9) keine Spur von Flügeln vorhanden, a) Das erste Fühlerglied ist länger als die vier folgenden zusammen: die Augen sind behaart: der Thorax ist in der Mitte seiner Länge nicht tief quereingeschnürt; zwischen der Hüfte und dem Schenkel der Vorderbeine ist kein langes Glied vorhanden; das letzte Tarsenglied der Vorderbeine ist nicht in eine Zange umgewandelt. «) Der pechschwarze, nur an den Beinen und den Hinterleibssegmenten etwas hellere Körper ist 2 mm lang; das Mittelstück hinter der genannten Quernaht des Thoi'ax berührt die Naht nur in der Mitte, indem sich jederseits ein Keilstück einschiebt: die Augen nehmen die ganzen Seiten des Kopfes ein: im feuchten Moos Corapliroii pode.s. ß) Der ebenfalls 2 mm lange Körper ist gelbbraun, nur die Enden der Fühler sind dunkler; das Mittelstück hinter der genannten (gebogenen) Quernaht des Thorax liegt dieser Naht querüber an: die Augen sind um ihre Breite vom Hinterrande des Kopfes entfernt; im Moos einer Schonung L.Mj»\Viio(les pallidii!^. 215] Analytische Übersicht der Tiere 553 b) Das erste Fühlerglied ist nicht so lang wie die beiden folgenden zu- sammen; die großen Augen sind kahl; zwischen ihnen ist der Kopf ein- gesattelt; der Thorax ist durch eine tiefe Quereinschnürung in zwei Teile geteilt, von denen der hintere abstehend lang behaart ist: der Schenkel- ring der Vorderbeine ist fast so lang wie die Schiene und gebogen; das letzte Tarsenglied der Vorderbeine bildet mit der einen Klaue eine große Zange; der Körper ist schwarz, 3 mm lang; die Beine mit Aus- schluß der Vorderschenkel und die Fühlerwurzel sind gelb: der Kopf ist braunrot, mit einer schwarzen Querbinde versehen: im Moos an sonniger Stelle (mit der KiEFFKRschen Bestimmungstabelle kommt man auf Gona- topus formicarius var. graeffi, aber der Körper und die Fühler sind \iel schlanker: das neunte Fühlerglied ist doppelt so lang wie dick; die Vordertarsen sind ganz anders, ähnlich wie bei G. sciophanes gebaut) iiat(»|)iis kioiiitzi n. sp. > III. Bracoiiidao. T. A. Makshai.i.. Les Braconides in: E. Axj)1{K. Species des Hyme- nopteres T. IV— V bis. Beaune 1888 Paris 1897. I. Die Zelle, welche dem Vorderrande der Vorderflügel in deren distalen Hälfte anliegt (die Radialzelle), stößt an zwei Zellen (die Kubitalzellen) an ; die eine liegt mehr basalwärts, die zweite (die nicht durch eine blasse Querader geteilt oder sonstwie unregelmäßig geformt ist) reicht, wenn die sie hinten begrenzende Ader nicht nach außen allmählich verblaßt, bis zum distalen Flügelende; der von einer vertieften Quernaht vorn begrenzte Kopf- schild ist vorn in der Mitte etwas nach vorn vorgerundet. A) Die zweithinterste Längsader im Vorderflügel entsendet zwei Queradern zur hintersten Längsader, die mehr oder weniger verblassen, bevor sie die letztere erreichen; die Fühler bestehen aus 34 Gliedern: der Körper ist 4 mm lang, schwarz, mit Einschluß der Flügel; nur die Fühler, die Tarsen, die Schienen und die Vorderschenkel sind zum Teil rötlichbraun: das Stigma der Vorderflügel ist der Länge nach in einen vorderen dunklen, dicken Teil und einen hinteren hellen, dünnen Teil geteilt; auf sonnigen Hügeln Eiibadizon ui^ri|>eiiiiis n. sp. (Der Hinterleib ist schlank wie bei Eub. extensor: aber das zweite Segment ist in der Basalhälfte tief punktiert: das Ende der die distale \'orderrand- zelle hinten abschließenden Ader, des Radius, ist fast gerade und endet weit proximal von der Flügelspitze). B) Die zweithinterste Längsader im Vorderflügel entsendet nur eine Quer- ader nach hinten; distal von dieser Querader nähert sich diese Längsader im Bogen der hintersten Längsader, ohne eine, verkürzte Querader nach hinten zu entsenden: die Fühler bestehen aus 20 Gliedern: der Körper ist kaum über 3 mm lang: der Kopf und der Thorax sind schwarz: die 554 Tierwelt [216 Endglieder dei- Fühler und das Endglied der Tarsen sind dunkel: sonst ist der Körper mehr oder weniger braungelb; an feuchten und nassen Orten zwischen lebenden Pflanzen und Detritus . . Blacus arniatuhi.s. n. Der Radialzelle legen sich hinten drei Zellen (die Kubitalzellen) an, von denen die mittlere oft dadurch undeutlich wird, daß sie entweder sehr klein ist und die Radialzelle nur in einem Punkte berührt oder daß die distale Querader sehr undeutlich wird; am distalen Ende verblassen auch hier die Längsadern häufig, so daß die Zellen dann vor dem Flügelrande zusammenfließen; die vertiefte Quernaht, welche den Stirnschild vorn über dem Mund begrenzt, ist entweder gerade oder in der Mitte eingezogen. A. Die Oberkiefer stehen frei nach außen vor und sind am Ende 3- bis 4-zähnig; die Vorderrandader des Vorderflügels verbreitert sich distal von einer Unterbrechung nicht zu einem breiten Stigma, sondern wird nach dem Flügelende hin allmählich schmäler; die Vorderseite der zweiten Kubitalzelle (die der Radialzelle anliegt), ist mindestens dreimal so lang, wie die basale Seite der Radialzelle (die der ersten Kubitalzelle anliegt); der Körper ist 2 mm lang; der Kopf und der Thorax sind schwarz, alle anderen Teile des Körpers sind mehr oder weniger braungelb; im abge- fallenen Laub eines Erlengebüsches Aspilota ruficoriiis. B) Die Oberkiefer schließen meist vorn zusammen; stehen sie vor, so sind sie am Ende höchstens zweizähnig; distal von der Unterbrechung der Vorderrandader der Vorderflügel ist ein breites dunkles Stigma vorhanden, das wenigstens halb so breit ist wie die zweite Kubitalzelle. a) Die zweite Kubitalzelle ist sehr klein, dreieckig, vorn und hinten von einer dicken Ader begrenzt, am Flügelwurzelende und Distalende blaß begrenzt; die Fühler sind 18-gliedrig; die Hinterhüften sind doppelt so dick wie die Mittelhüften, länger als der Kopf; der Körper ist 3 mm lang; der Kopf und der Thorax sind schwarz, alle andern Teile heller oder dunkler gelbbraun; unter Erlenlaub Micro^aster posticiis. b) Die zweite Kubitalzelle ist 4- oder o-eckig und berührt mit einer ziemlich langen Seite die Radialzelle; die Fühler sind wenigstens 19-gliedrig; die Hinterhüften sind nicht doppelt so breit wie die Mittel- hüften, kürzer als der Kopf, vom Munde bis zum Scheitel gemessen. aa) Von den drei Abschnitten der Ader, welche die Radialzelle hinten begrenzt (dem Radius), ist der mittlere über doppelt so lang wie der proximale; die Flügel ragen, an den Hinterleib angelegt, über dessen Ende hinaus; die Fühler sind 22- bis 3()-gliedrig; die Quernaht zwischen den Flügelwurzeln vertieft sich auf der Mitte des Thoraxrückens vor dem erhabenen mittleren Hinterteil (dem Schildchen) zu einer Quer- grube, die von neun zarten Längsrippen durchschnitten wird; die zweit- hinterste Längsader im Vorderflügel gabelt sich am Ende in zwei Äste, von denen der hintere später wieder im Winkel nach vorn umbiegt. 217] Analytische Übersicht der Tiere 555 «) Die zweite Kubitalzelle ist fünfeckig; die kürzeste Seite liegt nach der Flügelwurzel hin; der Kopf ist hinten in der Mitte vollkommen gerundet; der Hinterrücken des Thorax und das erste Hinterleibs- segment sind nicht mit einer mittleren Längsrippe versehen ; der Körper ist 2 mm lang, schwarz, nur die Beine sind teilweise heller; im Moos eines Kiefernwaldes Phaiieromeris fragilis. ß) Die zweite Kubitalzelle ist viereckig; nach der Flügelwurzel hin wird das Viereck breiter; der Kopf ist hinten querüber mit einem schwachen Randkiel versehen; der Hinterrücken des Thorax und das erste Hinterleibssegment sind mit einer mittleren Längsrippe versehen; der Körper ist 4^ o ^''^"'' l^^gj größtenteils rotgelb ; auf kahlem Sandboden R li ogas circu mscriptus. bb) Der zweite Abschnitt des Radius ist nicht doppelt so lang wie der erste; die Flügel reichen angelegt, nicht bis ans Ende des Hinterleibes; die Fühler sind 18- bis 19-gliedrig; die Quervertiefung vor dem Schildchen ist höchstens von fünf Längsrippchen durchzogen; die zweithinterste Längsader im Vorderflügel ist bis zum Ende fast gerade. a) An dem abschüssigen Hinterrücken des Thorax befindet sich jeder- seits ein Dornfortsatz, der so lang ist wie das zweite Tarsenglied der Füße: die zweite Kubitalzelle endet nach der Wurzel hin spitz; die Vertiefung, welche das erhabene Schildchen von dem erhabenen großen Vorderteil des Thorax (dem Mittelrücken) trennt, ist, abgesehen von einer jederseitigen Längsrippe in der Mitte, von drei Rippen durch- zogen: das erste Hinterleibssegment ist mit vielen Längsrippen ver- sehen; der Körper ist 2 mm lang, rotgelb, der Thorax dunkler, der Kopf am dunkelsten; unter Erlenlaub Parapambolus ruiigaster n. g. n. sp. Die Gattung steht entschieden der Gattung Pambolus nahe, besitzt aber drei Kubitalzellen, indem zwischen der zweiten und dritten eine zwar verblaßte, aber deutlich erkennbare Querader sich befindet. ß) Am abschüssigen Hinterrücken des Thorax befinden sich keine Dorn- fortsätze; die zweite Kubitalzelle ist nach der Flügelwurzel hin ab- gerundet: in der Vertiefung, welche das Schildchen von dem Mittel- rücken trennt, befindet sich außer der jederseitigen Rippe nur eine mittlere Längsrippe: das erste Hinterleibssegment ist mit unregel- mäßigen Längsrunzeln versehen; der Kopf, der Thorax und die Fühler mit Ausnahme der Wurzel sind schwarz, sonst ist der Körper heller oder dunkler gelbbraun. 2^/3 mm lang; an sonniger Stelle zwischen Gras und Moos Horiniiis moiiiliatiis. 556 Tierwelt [218 IX. Sclilupfwospeii, IcliiiPiiinoiiidae. 0. ScHMiEDEKNECiiT. Opuscula Ichneumonologica. Blankenburg i. Thür. 1902 ff. I. Es sind Flügel vorhanden, welche, an den Körper angelegt, wenigstens über die Mitte des Hinterleibes hinausragen: auf der Mitte der Vorderflügel befindet sich meist eine kleine fünfeckige Zelle (die Areola), welche durch eine Querader mit einer Erweiterung der Vorderrandader (dem Stigma) ver- bunden ist. A) Die Vorderrandader geht zwar nicht bis an das Flügelende, aber doch weit über das distale Ende der dem Vorderrande anliegenden distalen Zelle (der Radialzelle) hinaus; das über diese Zelle vorragende, noch deutlich als sehr schwache Randverdickung erkennbare Ende dieser Randader ist viel länger als die längste Seite der fünfeckigen Areola (wenn eine solche vorhanden ist), an der Vorderseite einer vertieften Naht, welche die Wurzel der Mittelhüfte mit der Wurzel des Hinterflügels verbindet, befindet sich (mitten auf der Brustseite) eine tiefe Grube, die tiefer und umfangreicher ist als alle andern Eindrücke der Brustseite. AA) Die fünfeckige Areola ist wenigstens in der Anlage deutlich vor- handen, nur die Außenader fehlt bisweilen, dann sind aber die andern Seiten alle wohl ausgebildet; das erste Hinterleibssegment ist ein dünner Stiel, der sich von der Mitte gegen das Ende deutlich verbreitert; das zweite Fühlerglied ist, namentlich an seiner kürzesten Seite (der Ventral- seite) nicht halb so lang wie das dritte Glied. a) Das dritte Fühlerglied ist etwa I74 mal so lang wie das vierte: das Auge ist kahl oder mit einzelnen äußerst kurzen Härchen versehen (die Haare sind dann nicht halb so lang wie die Haare am siebenten Fühler- gliede); die Fühler bestehen aus IS Gliedern; die hellen Teile des Hinter- leibes sind gelblich, nicht rötlich. «) Das vorletzte Fühlerglied (des 9) ist etwa l'/s mal so lang wie dick; die Querader nahe dem Hinterrande der Hinterflügel ist vor ihrem Hinterende im stumpfen Winkel gebrochen; die Querader, welche von der Hinterecke der Areola ausgeht, besitzt zwei blasse Stellen, ist aber deutlich erkennbar: von den Fühlern sind etwa fünf Glieder gelb; der Hinterleibsstiel ist nicht dunkler als die dunkelsten Teile des Hinter- leibsrückens; die Seite der Mittelbrust ist mit zerstreuten Punktgrübchen versehen; 4 mm; im Moos an sonniger Stelle Hemitelos piillatur. ß) ])as vorletzte Fühlerglied (des 9) ist fast doppelt so lang wie dick; die Queradei-, die dem Hinterrande der Hinterflügel am nächsten steht, ist gerade; die Außenseite der Areola ist vollkommen offen: von ihrem Hinterwinkel geht keine deutliche Querader aus, diese wird vielmehr erst weiter nach hinten erkennbar; von den Fühlern ist nur das Grund- glied heller: der Hinterleibsstiel ist dunkler als der ganze Hinterleib: 219] Analytische Übersicht der Tiere 557 die Seite der Mittelbrust ist ganz puuktios; 2 min: zwischen Siunpf- gräsern llciiiitcles solutus. b) Das vierte Fühlerglied ist etwas länger als das dritte; das Auge ist mit zerstreuten, aber langen Haaren besetzt: die Haare sind so lang (freilich viel weniger dicht) wie die Haare am siebenten Fühlergliede; die Fühler sind schwarz, nur die Wurzel ist z. T. heller. Das erste Hinterleibssegment ist so schwarz wie der Thorax; der abschüssige Hinterteil des Thorax trägt jederseits ein Zähnchen: die hellen Teile des Hinterleibsrückens sind rotbraun gefärbt. «) Die Fühler bestehen aus 19 Gliedern: in der Mitte des oberen Mund- randes stehen zwei sehr kleine Zähnchen nebeneinander; das zweite und dritte Hinterleibssegment sind ganz rotbraun, die Hinterschenkel nicht verdunkelt; 4 — 5 mm: zwischen feuchtem Grase und Moos Phy^adouon tricliops. ß) Die Fühler bestehen aus 18 Gliedern: am oberen Mundrande stehen keine Zähnchen: das zweite und dritte Hinterleibssegment sind mindestens dorsal in der Mitte verdunkelt und ebenso die Hinter- schenkel; 2 — 372111m; im nassen Anspülicht Ph.vjiadeuün riij»ii)ectiis (?). BB) Von der Areola ist nur eine sehr undeutliche und unregelmäßige An- lage in Form verdickter Adern vorhanden, von der Außenader fehlt jede Andeutung; das erste Hinterleibssegment ist schon von der Mitte an gleich breit; seine Stigmen stehen etwas vor seiner Mitte; das zweite Fülllerglied ist nicht merklich größer als das dritte Glied; der Körper ist 2^/3 mm lang, schwarz, die Beine, die Fühler und der Hinterleib dunkel- braun; an sonniger Stelle im Moos Phyg^adeiioii liog^aster. B) Die Yorderrandader verschwindet distal vom Ende der Radialzelle ziemlich plötzlich, sie ragt nicht um die Länge der größten Seite der stets vorhandenen fünfeckigen Areola über dieselbe hinaus; an der Vor- derseite der vertieften Naht, welche die Wurzel der Mittelhüfte mit der des Hinteif lügeis verbindet, ist nur ein kleiner schwacher Eindruck vor- handen, der nicht größer und nicht tiefer ist als der von ihm durch eine Erhöhung getrennte Nahteindruck unter dem Hinterflügel, aj Die Dorsalseite des Hinterleibes und der Fühler ist ganz schwarz; der Thorax ist, von der Seite gesehen, fast dreimal so lang wie hoch; das zweite Hinterleibssegment ist IV4 mal so lang wie das kaum ge- stielte erste Segment (von der Wurzel bis zum Endrande gemessen); die drei ersten Hinterleibssegmente sind tief punktiert; der Körper ist 3 — 4 mm lang, die Beine sind mehr oder weniger dunkelbraun: im Moos eines Kiefernwaldes Kriplatys arrteicollis. b) Die Basalhälfte der Fühler und die Mitte d«es Hinterleibsrückens sind größtenteils rotbraun; der Thorax ist nicht oder kaum zweimal so lang 558 Tierwelt [220 wie von der Seite gesehen hoch; das zweite Hinterleibssegnient ist nicht länger als das gestielte erste Segment; die ersten Hinterleibssegmente sind entweder glänzend glatt oder undeutlich runzelig punktiert; der Körper ist 5 — 7 mm lang. a) Die Legestachelscheide ragt, an das Hinterleibsende angelegt, wenigstens um die halbe Länge des Hinterleibsstieles über dessen Spitze hinaus; die von der Hinterecke der fünfeckigen Areola nach hinten abgehende Querader ist etwa zur Hälfte verblaßt; die dem Hinterrande der Hinterflügel zunächst befindliche Querader ist nahe ihrem Hinterende gebrochen, der vordere Teil derselben ist über doppelt so lang wie der hintere; das große erste Fühlerglied (der Schaft) ist schwarz, das zweite bis siebente Glied ist rotbraun, das achte bis elfte größtenteils weiß und das Ende der Fühler größtenteils schwarz; im feuchten Moos und Grase Microcryptiis g-ravipes. ß) Der Legestachel ragt nicht merklich über die Hinterleibsspitze vor; die von der Areola nach hinten abgehende Querader hat zwei ver- blaßte Stellen; die dem Hinterrande der Hinterflügel zunächst befind- liche Querader (Nervellus) ist so gebrochen, daß der vordere Teil nicht 1^2 iiT^al so lang ist wie der hintere: vor dem distalen Ende der Hinter- hüfte befindet sich an deren Ventralseite eine schwarze Querleiste; von den Fühlern sind zwölf Basalglieder rötlich, das Ende schwarz; im Moos eines Kiefernwaldes Phaoog^enes limatus. H. Die Flügel fehlen beim 9 (oft auch beim cf ) entweder gänzlich oder es sind sehr kurze Flügelrudimente vorhanden, die nicht bis an die Basis des Hinterleibes reichen. A) Das zweite Hinterleibssegment (das erste hinter dem Stielgliede) ist mindestens so lang wie der hinter ihm liegende Teil des Hinterleibes: der Thorax ist am Vorderrande einer tiefen dorsalen Quereinschnürung in der Mitte des Rückens mit einem spitzen, weit vorragenden Höcker (dem Schildchen) versehen ; der dicke Hauptteil des ersten Fühlergliedes (des Fühlerschaftes) ist an allen Seiten (auch oben, außen) über doppelt so lang wie das zweite Glied an dieser Stelle; der Kopf, der Thorax und der Hinterleibsstiel sind schwarzbraun, alle anderen Teile heller braun; 3 mm; im lockeren Torf- moos Tliaiiinatotypus billiipsi. B) Das zweite Hinterleibssegment ist viel kürzer als der hinter ihm liegende Teil des Hinterleibes; das Schildchen ragt nicht spitz abstehend vor: der Fühlerschaft ist oben, außen, am Endrande tief ausgeschnitten und an dieser Stelle deshalb nicht doppelt so lang wie das zweite Glied an der- selben Seite. AA) Es sind deutliche kleine Flügelrudimente vorhanden, so lang wie das dritte Fühlerglied; auf dem Rücken des Thorax befindet sich hinter der Hauptquernaht ein größeres, hinten gerundetes Mittelstück (ein Schildchen). 221] Analytische Übersicht der Tiere 559 a) Der Hinteiieibsstiel ist (von oben gesehen) am Ende nur halb so breit wie der Thorax an der breitesten Stelle, er ist nahe seinem Ende, an jeder Seite (bei Ansicht von oben) mit einem vorspringenden Höckerchen ver- sehen; die Fühler bestehen aus 17 Gliedern; das dritte Glied derselben ist 1^2 mal so lang wie das vierte; der Körper ist 2 mm lang, braun, die Beine hell, das Fühlerende dunkel, der Kopf schwarz; im Moos an sonniger Stelle Heiniteles nanodes. b) Der Hinterleibsstiel ist hinten mindestens -/g so breit wie der Thorax und zeigt an den Seiten keinen deutlichen Höcker: hinten ist er längs- gefurcht; die Fühler bestehen aus 19 Gliedern; das dritte Glied ist nicht länger als das vierte: der Körper ist über 4 mm lang, schw^arz, die Fühler- wurzel, die Beine fast ganz und das zweite und dritte Hinterleibssegment sind rotbraun; unter Steinen an lichten Orten . Hoiniteles juMlostris. BB) Es sind beim Q keine Flügelrudimente vorhanden; beim cf sind die Flügel viel kürzer als das dritte Fühlerglied; der Thorax ist in der Mitte tief von oben eingeschnürt und in dieser Einschnürung befindet sich beim $ kein abgesondertes Mittelstück (kein Schildchen). a) Die Fühler bestehen aus 20 oder 21 Gliedern, aa) Die Fühler bestehen aus 21 Gliedern; der Thorax ist größtenteils rotbraun. «) Das vierte Fühlerglied ist länger als das dritte ; der Körper ist dicht behaart; die Haarpunkte stehen auf dem zweiten Hinterleibssegment etwa so dicht wie die Netzmaschen der Aderung groß sind; auf dem hinteren Absturz des Thorax ist, zu den Seiten, keine deutliche quer- laufende Rippe vorhanden; der Körper ist fast 5 mm lang, rotgelb, der Kopf ist schwarz, ebenso eine mittlere Querbinde auf dem zweiten und dritten Hinterleibssegment: auch das Ende des vierten Segmentes, das Ende der Hinterschienen und der Fühler sind dunkel; die Larve an Eiern von Agroeca Pezomaclius agroeeae. (P. zonatus aut. non Fürster, vergl. Naturw. Wochenschr. N. F. Bd. 7, 1908, Nr. 41, S. 656). ß) Das dritte Fühlerglied ist länger als das vierte: die Haarpunkte stehen auf dem zweiten Hinterleibssegment, namentlich auf der Hinterhälfte desselben, um den Durchmesser von etwa drei Flaschen der Netzaderung voneinander entfernt; an der hinteren Abdachung . des Thoraxrückens befindet sich wenigstens zu beiden Seiten eine Querrippe, die sich bisweilen innen im starken Bogen nach vorn oder oben vereinigen. ««) Die Querrippe hinten auf dem Thoraxrücken verläuft von einer Seite zur anderen in gleicher Stärke, aber im starken Bogen nach vorn; es sind kurze Flügelreste vorhanden und in der Mitte des Rückens befindet sich in der Einsenkung ein kleines Schildchen: das 560 Tierwelt [■222 cf ist 3 mm lang; schwarz sind: der Kopf, das Hinterleibsende vom dritten Segment an und die Ventralseite des Thorax: alle andern Teile sind gelblich bis braun; unter Erlenlaub Pezoniaehus tonsus. ßß) Die Querrippe des Metathorax ist in der Mitte ganz undeutlich; Flügelrudimente und Schiidchen fehlen ganz. * Das siebente Fühlerglied ist etwa doppelt so lang wie dick: der Körper ist 4 mm lang, gelbbraun, nur der Kopf und eine Querbinde über den Hinterleibsrücken (auf dem dritten Segment) sind schwarz; im feuchten Moos Pozoiiiachus fasciatus. ** Das siebente Fühlerglied ist nicht V/2mii\ so lang wie dick; der Körper ist 3^2 ^^ lang, größtenteils schwarz, nur der Vorderteil des Thorax, die beiden ersten Hinterleibssegmente, die Beine und die Fühlei"wurzel sind braungelb: an einem sonnigen Hange Pezoiiiachus vagaiis. bbj Die Fühler bestehen aus 20 Gliedern. a) Das vierte Fühlerglied ist länger als das dritte, das zweite Hinter- leibssegment ist vorn dicht und stark behaart und mikroskopisch fein netzaderig, in der Hinterhälfte glasglänzend, auch unter dem Mikroskop ohne Spur einer Netzaderung; der Körper ist fast 5 mm lang, rotbraun: dunkel sind der Kopf mehr oder weniger, das Ende der Fühler, eine dorsale Querbinde auf der Mitte des zweiten und dritten Hinterleibs- segmentes, der Vorderteil des vierten Segmentes und das Ende der Hinterschienen; im Moos eines Kiefernwaldes Pezoniaehus sylvicola. ß) Das dritte Fühlerglied ist länger als das vierte: das zweite Hinter- leibssegment ist bis zum Hinterrande durch eine mikroskopisch feine Netzaderung etwas matt, entweder ganz schwarz oder ganz rotbraun gefärbt: der Körper ist 2 — 3 mm lang. * Der Körper ist einfarbig schwarz; der Thorax ist durch eine tiefe Quereinschnürung in zwei Teile zerlegt, von denen der vordere (vom Kopfe bis zur Einschnürung) ebenso lang ist wie der hintere (von der Einschnürung bis zur Hinterleibswurzel): der vordere Teil des Thorax ragt in der Mitte spitz nach hinten vor (Schildchen): auf der hinteren Abdachung des hinteren Teils befindet sich auch an den Seiten kein Querkiel; auf kahlem Sandboden Pezouiaclms aiitliraciiiiis. ** Der Körper ist rotbraun: schwarz sind nur der Kopf, das erste Fühlerglied und der Hinterleibsrücken vom dritten Segment ab: der vordere Teil des Thorax i^t kürzer als der hintere und hinten (quer- über gestutzt: auf der hinteren Abdachung des hinteren Teils be- findet sich ein in der Mitte nach vorn gebogener, an den Seiten deutlicherer Querkiel; unter Laub im Erlengebüsch Pozoiiiachus traasriiiia. 223] Analytische Übersicht der Tiere 561 bj Die Fühler bestehen aus 17 — IH Gliedern. aa) Die Fühler bestehen aus 17 Gliedern; der hintere Abschnitt des Thorax (hinter der Hauptquernaht) ist von der Mitte seines Vorderrandes bis zur Mitte des Vorderrandes der hinteren Absturzfläche in gerader Linie gemessen über P/g mal so lang wie die Absturzfläche bis an die Mitte ihres aufgeworfenen Hinterrandes; der Körper ist heller oder dunkler braun, der Kopf immer schwarz, die vorderen Hinterleibs- segmente bisweilen heller; 2 — 2^/3 mm: an feuchten Orten im Laub und Moos Pezomachus mediocris. bb) Die Fühler bestehen aus 18 — 19 Gliedern; der gewölbte vordere Dorsalteil des Hinterrückens ist nicht I72 ^^1 so lang wie die hintere Absturzfläche. o) Die Fühler bestehen aus 19 Gliedern; der Hinterleib ist vom dritten Segment ab viel dunkler, fast schwarz; ebenso ist der Kopf schwarz; der Hinterrücken des Thorax ist mit einer scharf ausgeprägten, in der Mitte nach vorn (bezw. oben) gebogenen Querrippe versehen; das zweite Hinterleibssegment ist dicht behaart; 3 mm; im Laub unter Erlenbüschen Pezoinachiis audax. ß) Die Fühler bestehen aus 18 Gliedern: der Hinterleib ist in der Hinterhälfte nicht scharf abgesetzt, dunkler. ««) Der Körper ist ganz schwarz, nur einige Basalgiieder der Fühler und die Beine sind rotgelb; vom Hinterrücken des Thorax ist der Dorsalteil, vom Vorderrande bis zum Oberrande des hinteren Ab- sturzes in gerader Linie gemessen etwas länger, als der Absturz bis zur Wurzel des Hinterleibsstieles gemessen; 2^/3 mm; auf einem sonnigen grandigen Hügel im kurzen Rasen . Pezoiiiachiis fallax. ßß) Der Körper ist braun, nur der Kopf ist schwarz; von dem hinteren Thorakalteil (hinter der Quernaht) ist die Dorsalseite nicht länger als der Absturz vom Oberrande bis zur Wurzel des Hinterleibsstieles. * Auf dem dritten Hinterleibssegment stehen die feinen Härchen nicht dichter als auf der Oberseite des Kopfes; die Querrippe auf dem Hinterrücken des Thorax ist nur an den Seiten deutlich und scharf; die Stigmen des Hinterleibsstieles stehen auf kleinen seitlich vorstehenden Erhebungen ; 1^/4 mm ; unter Erlenlaub Pezoinacluis detritus. ** Auf dem dritten Hinterleibssegment stehen die Härchen viel dichter als auf dem Kopfe; die Querrippe des hinteren Thorakal- rückens ist auch in seinem mittleren, nach vorn (bezw. oben) ge- bogenen Teil sehr scharf und deutlich; die Stigmen des Hinterleibs- stieles stehen nicht auf Erhebungen: 2 mm; unter Krlenlaub Pozoiiiaclius integer. Beiträge zur Naturdenkmalpflege. 111 36 562 - Tierwelt [224 Tenthrediniden-Larven. Th. Harti«, Die Familien der Blatt- und Holzwespen, Berlin 1860 (außerdem vergl. man die oben angegebene Literatur). I. Der Kopf ist größtenteils schwarz, wenigstens oben in der Mitte breit schwarz, die Haare seiner Dorsalseite laufen nicht spitz aus, sondern sind am Ende gerundet; auch auf den Körpersegmenten sind kurze stumpfe Zäpfchen vorhanden, die aber oft schwer wahrnehmbar sind. A) Der Kopf ist ganz schwarz; der Körper ist, mit Ausnahme der Stigmen, einfarbig hell; die zapfenförmigen Haare auf den Körpersegmenten sind äußerst fein; kegelförmige Hautzipfel sind nicht vorhanden; im feuchten Moos und zwischen Pflanzen auf nassem Boden Larve I. B) Der Kopf ist an den Seiten und dorsal in größerer Ausdehnung schwarz, es ist aber wenigstens dorsal jederseits ein heller Fleck vorhanden; die zapfenförmigen Haare sind stärker; außer ihnen sind stets kegelförmige Hautanhänge auf den einzelnen Körpersegmenten vorhanden ; die Körper- segmente sind oft dunkel marmoriert; im feuchten Detritus . Larve H. n. Der Kopf ist nicht schwarz; die Haare desselben laufen alle spitz aus (ebenso wie die der Körpersegmente): nur die Augen stehen in schwarzen Flecken. A) Von dem dunklen Augenfleck aus verläuft, wenn die Zeichnung deutlich ist, immer ein dunkler Fleck nach der Dorsalseite des Kopfes hin; auf den Körpersegmenten ist dorsal je eine Querreihe stumpfer, konischer Zäpfchen vorhanden. a) Die drei vorderen Beinpaare sind tiefschwarz ; über der Wurzel der Bauch- füße stehen tief schwarze Flecke; auch vorn, mitten auf der Stirn ist ein dunkler Fleck vorhanden; außer den Zäpfchen sind auf den Körper- segmenten spitz auslaufende Härchen nur sehr spärlich vorhanden und diese sind weit von den Zapfenreihen entfernt; im Detritus der Kiefern- wälder Larve von Lopliyrus pini. b) Die Beine der drei vorderen Paare sind hell gefärbt; über den Bauch- füßen steht höchstens ein grauer Fleck: die Stirn ist vorn in der Mitte ebenfalls hell; über den Rücken der Körpersegmente verlaufen zwei mehr oder weniger deutliche Längsbinden; eine noch dunklere Längsbinde be- findet sich an jeder Seite des Körpers: spitz auslaufende Härchen sind auf den Körpersegmenten, auch innerhalb der Zapfenquerreihe, nicht selten; an feuchten Orten im Moos und zwischen Pflanzen Larve IH. B) Vom Augenfleck aus zieht sich kein dunkler Fleck nach oben ; allenfalls befindet sich hinter dem Auge ein dunkler Schatten: auf den Körperringen stehen keine dicken Zäpfchen in Querreihen; allenfalls sind zerstreute feine Zäpfchen und spitz auslaufende Härchen vorhanden. 225] Analytische Übersicht der Tiere 563 a) Der Körper ist dorsal und an jeder Seite mit je zwei dunklen Längsbinden versehen; auch der Kopf zeigt eine dunkle Längsbinde: die Körperringe sind mit zerstreuten äußerst feinen stumpfen Härchen (oder Zäpfchen) versehen; diese sind an den vorderen Segmenten nicht größer als an den hinteren; im nassen Moos und zwischen Sumpfpflanzen . Larve IV. b) Der Körper ist nicht dunkel gezeichnet: die Körpersegmente, wenigstens die vorderen, sind nur mit vereinzelten spitzen Härchen versehen. o) Auf dem Körjier befinden sich etwa neun Querreihen von je drei kleinen weißlichen Höckern; die Härchen sind auf den vorderen Segmenten nicht länger als auf den hinteren; zwischen abgefallenem Erlenlaub Larve V. ß) Auf dem Körper befinden sich keine weißlichen, höckerartigen Er- hebungen ; spitze Härchen befinden sich nur auf den vorderen Segmenten ; die anderen Segmente sind anstatt dessen mit sehr kleinen stumpfen Härchen oder Zäpfchen versehen ; im Detritus feuchter Wälder Larve VI. Afterskorpione, Pseudoscorpionida. L. Koch, Übersichtliche Darstellung der europäischen Chernetiden (Pseudoskorpione), Nürnberg 1873. I. Die Behaarung auf dem Cephalothorax ist kurz; das Haar hinter dem hinteren Auge ist viel kürzer als der Längsdurchmesser des Auges; der unbewegliche Scherenfinger ist beim reifen Tier mit acht Hörhaaren versehen, nämlich mit vier an der Basis und vier distal der Mitte; das distale der beiden dorsal (oben) stehenden Hörhaare ist vom proximalen Ende des Gliedes über zweimal soweit entfernt als vom distalen Ende; der Körper ist heller oder dunkler braun 2^/2 — 4 mm lang: im Moos und Detritus der Wälder Obisiuin luuseoniiii. IL Die Behaarung auf dem Cephalothorax ist lang, das Haar hinter dem hinteren Auge ist länger als der Längsdurchmesser des Auges; der un- bewegliche Scherenfinger ist mit sieben Hörhaaren versehen, von denen vier an der Basis, eins in der Mitte und zwei distal der Mitte stehen ; von den beiden rückenständigen ist das distale vom proximalen nicht 1^/2 mal soweit entfernt wie vom distalen Ende des Fingers; der Körper ist immer heller und kleiner (2 mm); im nassen Torfmoos Obisiuin brevifenioratuni. Ellin(;skn (Christ. Vid.-Selsk. F(.rh. 1903 Nr. 5). Afterspinnen, Phalangida. K. Kr.a_epelin, Phalangiden aus der Umgegend Hamburgs in: ]Mitt. a. d. naturh Mus. Bd. 13, Hamburg 1896, S. 219—34. L. Kocii, Beitrag zur Kenntnis der Arachnidenfauna Tirols in : Zeitschr. Ferdinand. 3. F. Hft. 14, 1869 S. 149—167. 36* 564 Tierwelt [226 I. Die Taster sind krallenlos: das Endglied ist viel kürzer als das vorletzte Glied; die feinen Haare, namentlich an den Endgliedern, sind größtenteils mit glashellen Endknöpfchen versehen Neniastoiiia. A) Das Bein des ersten Paares besteht aus Hüfte, Schenkelring, Schenkel, Knie, Schiene und drei gelenkig miteinander verbundenen Tarsengliedern: die Schiene ist nur viermal solang wie dick; von den Tarsengliedern ist nur das Endglied geringelt und biegsam; die Rückenseite des Körpers ist mit einfachen kleinen Höckerchen bedeckt; das reife Tier ist schwarz vorn mit zwei weißen Flecken versehen; 2^2 i^im, das Bein des zweiten Paares 6 mm ; im Moos trockener Wälder mit kalkhaltigem Boden Nemastoiiia lufi-iibre. B) Der Tarsus des ersten Beinpaares ist zweigliedrig: beide Glieder sind geringelt und biegsam; die Schiene ist mindestens zehnmal so lang wie dick: die Höcker auf dem Körper sind hoch und zerteilt: der Körper ist nicht schwarz, 2 mm lang, das Bein des zweiten Paares 12 mm: im Moos einer Buchen-Pichtenwaldlichtung Nemastoma chrysomelas. n. Die Taster sind mit einer Endkralle versehen; das Endglied ist länger als das vorletzte Glied. A) Der Kopf ist vorn oben mit einem (pull.) oder mit drei in einer Quer- reihe stehenden spitzen Zapfen versehen: die Zapfen sind durch ihre Höhe leicht von den fast nie fehlenden kleinen spitzen Höckern zu unterscheiden Aeantliolopliii.s. a) An den Rändern der Hinterleibssegmente, namentlich der hinteren be- finden sich Querreihen spitzer Höcker oder Zähnchen, die länger sind als an der Basis dick; rf 5 mm, 9 8 mm, die Beine des zweiten Paares 27 mm: besonders auf Pflanzen und zwischen Steinen an trockenen Stellen Acaiitholopliiis hispidiis. b) Die Hinterleibssegmente sind nicht mit Querreihen spitzer Höcker ver- sehen; cf 3 — 4 mm, $ 4 — 5 mm, Beine des zweiten Paares unter 20 mm. o) An der Unterseite des Schenkelgliedes der Taster befinden sich große weiße, mit einem schwarzen Dorn endende Papillen; der schwarze Dorn ist auf den längeren Papillen kürzer als diese und mit der Papille zu- sammen fast so lang, oft auch länger als die Dicke des Gliedes unter ihm; ^- 3 mm, 9 4^2 nim, Beine des zweiten Paares 10 — 12 mm; be- sonders an trockneren, lichteren Stellen in Wäldern Aea]i nim; an lichten trockenen Orten im Moos Zora silvostris. IL Die hintere Augenreihe ist nicht oder wenig gebogen. A) Unter den Krallen befinden sich Hafthaarbüschel (Büschel von Haaren, die vor dem Ende verdickt sind). a) Das vorletzte Glied (der Metatarsus) des ersten Beinpaares ist wenig kürzer oder länger als das vorletzte Glied des vierten Beinpaares. 6t) Auf dem Hinterleibsrücken befinden sich vier dicht nebeneinander stehende schwarze Flecke zu je zweien hintereinander: an der Schiene 247] Analytische Übersicht der Tiere 585 und dem Metatarsus des ersten Beinpaares befinden sich außer den ventralen Stachelpaaren stets auch einige Stacheln an der Vorderseite: cf 5V2 mm, 9 8 mm; auf Gesträuch. . . . Aiiypliaoiia aceoiitiiata. ß) Auf dem Hinterleibsrücken befinden sich keine schwarzen Flecke; an der Schiene des ersten Beinpaares befinden sich höchstens in der Mitte und an der Basis 1 — 2 (ventrale) Stacheln, am Metatarsus nur an der Basis und am Ende ein Paar. * Der Hinterleibsrücken. ist wenigstens in der Hinterhälfte einfarbig hell; die Schiene des ersten Beinpaares trägt nicht nur in der Mitte sondern auch an der Basis 1—2 Stacheln; -" 10 mm, ? 12mm: an sonnigen trockenen Orten mit Gesträuch . . . Chiracauthiuiii oncognathuin. ** Der Hinterleibsrücken ist oben in der Mitte der Länge nach dunkler gefärbt; die Schiene des ersten Beinpaares trägt nur in der Mitte 1 bis 2 Stacheln: d 7 mm, 9 HVomm: an trockenen sandigen Orten auf sparrigen niederen Pflanzen . . Chiraeaiitliium erralieiiin (carnifex). b) Der Metatarsus des vierten Beinpaares ist mindestens IV4 mal so lang wie der des ersten Beinpaares. «) An der Schiene des ersten Beinpaares befinden sich vier Paar ventraler Stacheln und an den Mandibeln vorn eine starke Stachelborste; rf 27-2 mm, 9 2^ i mm; unter Steinen an sonnigen Stellen Plirurolitliiis festiviis. fi) An der Schiene des ersten Beinpaarss befinden sich nur zwei Paare ventraler Stacheln, vorn an den Mandibeln keine Stachelborste Clubioua. aa) Der Körper ist sehr klein, der Cephalothorax beim reifen Tier stets unter 1^/^ mm, der Körper höchstens 3% mm lang: an der Schiene des dritten Beinpaares steht ventral nur ein Stachel. aa) Der Cephalothorax ist an der breitesten Stelle fast doppelt so breit wie das Augenfeld; 3^ 4—3^2 mm; an sehr trockenen Orten Cliibioiia diversa. ßß) Der Cephalothorax ist an der breitesten Stelle nur 1'-/.; mal so breit wie das Augenfeld: cf 374 mm, 9 3^ 4 mm; im hohen Gras Cliibiona siibtilis. bb) Der Cephalothorax ist beim reifen Tier mindestens P,4 mm, der ganze Körper über S'Vi mm lang; auch die jungen Tiere sind an ihrer plumperen Form von denen der vorhergehenden Arten unterscheidbar; die Schiene des dritten Beinpaares trägt beim reifen Tier fast immer zwei ventrale Stacheln, einen mehr [)roxitnal, einen weiter distal. * Der Hinterleibsrücken ist neben einem dunklen Längsfleck (an der Basis) und dunklen Winkelflecken (in dessen Verlängerung) immer sehr hell gefärbt, nach den Seiten hin wieder dunkler; cf ^^72 "^"^5 - ^Vs mm; auf höheren Nadelholzzweigen, nur zufällig am Boden Cliihioiia erratica. 586 Tierwelt [248 ** Der Hinterleibsrücken ist entweder einfarbig oder doch neben einem dunklen Längsfleck (an der Basis) nicht heller als nach den Seiten hin. •;■ Die Brust (Sternum) ist bis hinten hin auch in der Mitte viel dunkler als die Hüften, beim erwachsenen Tier fast schwarz: dorsal ist der Cephalothorax stets mit dunkler Randlinie versehen; cT 8 mm, $ 10 mm; an feuchten Orten, besonders auf Laubholzgebüsch Clubioiia lioloscricea (pallidula). YY Die Brust ist wenigstens hinten in der Mitte nicht oder kaum dunkler als die Hüften, immer hellgelblich: am Rücken des Cephalo- thorax ist keine dunkle Randlinie erkennbar. X Auf dem Hinterleibsrücken befindet sich auch nach der Mitte hin kein deutlicher dunkler Längsfleck: der Körper der reifen Si)inne ist höchstens 5 mm lang: am vorletzten Glied der männlichen Taster ist außen nur ein einfacher, breit gerundet endender Fortsatz vor- handen; die Samenbehälter des 9 münden hinten in der Mitte der Vulva gemeinsam; auf niederen Nadelholzzweigen, nur zufällig am Boden Clubioiia trivialis. XX Auf dem Hinterleibsrücken ist, wenigstens nach der Mitte hin ein dunkler Längsfleck bemerkbar, der Körper des reifen Tieres ist, mit den vorstehenden Spinn warzen gemessen, stets über 5 mm lang; am vorletzten Tastergliede des rf befindet sich außen ein gespaltener oder doppelter Fortsatz; die beiden Samenbehälter des 9 münden weit voneinander entfernt; auf Schilf oder am Boden: (die jungen Tiere der drei folgenden Arten sind noch nicht mit Sicherheit unter- scheid bar). Q Die durchsichtig gemachte Vulva zeigt vier parallel nach vorn verlaufende Schläuche; am vorletzten Glied der männlichen Taster befindet sich außen ein gespaltener dunkler Endanhang, dessen ventraler Teil kürzer ist als der dorsale; cT 9 mm, 9 10 mm; im Schilf Clubioiia |»lirai»initi.s. OO Die Vulva zeigt nicht vier parallele Schläuche; der dorsale Anhang an der Außenseite des vorletzten männlichen Tastergliedes ist länger als der ventrale. ) Der sehr weite Hinterteil der weiblichen Samenschläuche ragt ■ bogenförmig gerundet nach der Seite vor; der ventrale Anhang an der Außenseite des vorletzten Tastergliedes des cf ist, bei Seitenansicht des Tasters, dicker als der dorsale: cT ()mm, ^' 8 mm: in Sumpfwäldern am Boden Cliibi<»iii( hitcsccus. / } Der Endteil der weiblichen Samenschläuche verläqft erst schräg nach vorn außen um dann plötzlich umzubiegen: an der Außenseite des vorletzten männlichen Tastergliedes ist der ventrale Anhang sehr dünn; cT 6 mm, 9 l^/.>mm; in feuchten aber nicht sumpfigen Wäldern am Boden Clubioiia torreslri.s. 249] Analytische Übersicht der Tiere 537 B) Unter den Krallen befinden sich keine Hafthaarbüschel, höchstens jeder- seits eine spatelförniige oft längsgestreifte Haftplatte. a) Unter jeder Fußkralle steht eine spateiförmig verdickte Hafti)latte. o) Die Schiene des ersten Beinpaares trägt fünf Paare, der Metatarsus drei Paare fast gleich langer Stacheln; der Körper ist rötlichbraun, nur der Hinterleibsrücken ist dunkler, hell gefleckt: cf 2^2 nim, 9 4 mm; unter Laub m Buchenwäldern Apostomis fusous. ß) Die Schiene des ersten Beinpaares trägt vier große abstehende Stacheln, der Metatarsus zwei, ira ganzen sind also nur drei Paare vorhanden; die Schenkel der Vorderbeine sind innen in der Wurzelhälfte scharf abg-esetzt dunkel gefärbt; der Körper ist mit schönen, metallisch schillernden Schuppen bedeckt; 2Y2 — 3mm; im kurzen, sonnigen Rasen. Mieariolepis dives. b) Unter den Krallen stehen keine Spatelhaare. «) Die Schiene des ersten Beinpaares trägt stets nur vier Stacheln und zwar ein ventrales Paar nahe der Basis und eins in der Mitte. * Der Metatarsus des ersten und zweiten Beinpaares trägt nur zwei ventrale Stachelpaare, eins in der Nähe der Basis und eins in der Nähe des Endes; an den Geschlechtsorganen des cf ist nur ein längerer, ge- bogener Haaranhang vorhanden; auf der Endhälfte des Hinterleibes zeigt sich jederseits neben einer hellen Mittellinie eine Längsreihe rundlicher heller Flecke; der Cephalothorax des cf ist l^s nim. der ganze Körper 3^/o mm lang: (vielleicht verwandt mit Agroeca lineata Sim. von Corsica, aber die Augen der vorderen Reihe sind gleichweit voneinander entfernt): an einem vegetationslosen Tümpel im Buchenwald Agroeca fagoruiii n. sj). ** Der Metatarsus der Vorderbeine trägt drei ventrale Stachelpaare. •|- Kleinere, dunklere Art: zwischen dem hinteren Mittelauge und Seiten- auge ist die Grundfarbe dunkel; cf 4 mm, 9 4% mm; an dürren spärlich bewachsenen Orten am Boden .... Agroeca clirysea. •|-!- Größere, hellere Art; zwischen dem hinteren Mittelauge und Seiten- auge befindet sich stets ein heller Querstreifen; cf ^^U mm, 9 9 mm Agroeca bruiiiiea (haglundi). ß) Die Schiene des ersten Beinpaares trägt stets mehr als vier, verschieden lange Stacheln: die beiden vorderen Beinpaare sind vom Knie ab stark verdunkelt: cT und 9 2^ ^xam: an trockenen aber nicht dürren Orten zwischen niederen Pflanzen Ag'roeca gracilipes 1)1. n . IMattbaiich.spiiiiicii, (j}uaplM»si(iao. I. Das Tarsenendglied des ersten Beinpaares trägt an der Ventralseite zwei dichte Reihen kleiner Stacheln ; die beiden Tarsenglieder sind scharf abgesetzt heller als die vorhergehenden, meist schwarzen Beinglieder; -- 4 mm, 9 5 mm : an trockenen unbeschatteten Orten Prostliesima (Melanophora aut., non Meigen 1808) iiigrlta. 588 Tierwelt [250 II. Das Tarsen endglied der Beine trägt ventral sogen. Skopulahaare, (d. i. Haare, die vor dem Ende verdickt sind), bei jungen Tieren oft nur sehr wenige: der Farbe nach bildet der Metatarsus stets eine Zwischenstufe zwischen den benachbarten Gliedern. A) Am hinteren Falzrande der Mandibeln befindet sich eine am Ende ge- zahnte Platte; die Körperfarbe ist sehr dunkel, fast schwarz; Q l^l^mm; im nassen Torfmoos Gnaphosa ni^orriiiia L. Koch. B) Am hinteren Falzrande der Mandibeln stehen zwei kleine Zähne; an trockenen Orten. a) Die Körperfarbe ist schwarz; nur am Innenrande der Vorderschenkel befindet sich ein heller Längsfleck; am ventralen äußeren Endrande der vorletzten Fußgliedes des dritten Beinpaares befindet sich ein Kamm dicht- stehender, fast gleichlanger Haare; rf 6 mm, C) 8 mm; an trockenen Orten in lichten Wäldern, besonders unter Steinen Prosthesiiiia petivieri (subterranea). b) Die Körperfarbe ist braun bis braungrau; am Metatarsus des dritten Beinpaares ist kein Endkamm vorhanden: die hinteren Mittelaugen sind oval, schräg gegeneinander gestellt. a) An der Dorsalseite der Schiene des dritten Beinpaares steht ein Stachel; an der Dorsalseite der Schiene des vierten Beinpaares stehen zwei Stacheln; der Rand des Cephalothorax zeigt eine scharf ausgeprägte dunkle Linie; ^' 5V2 mm, 2 872^111: an dürren sonnigen Stellen unter Steinen und zwischen Pflanzen Drassodes pubesceiis. ß) An der Dorsalseite der Schiene des dritten und vierten Beinpaares stehen keine Stacheln; der Cephalothorax besitzt keine dunkle Randlinie; cT 6 mm, 9 9 mm; an trockenen, ziemlich lichten Stellen unter Moos und Detritus Drassodes troglodytes. \. Spriiigspiiiiieii, Salticidae. I. Am Vorderfuß ist die Hinterkralle zahnlos oder höchstens mit einem schwachen Höcker versehen. A) Am Hinterfuß sind beide Krallen völlig zahnlos; auch die Vorderkralle der Vorderfüße ist höchstens mit gestutzten Zähnen versehen. a) Am vierten Beinpaar ist das vorletzte Tarsenglied in der Endhälfte nicht scharf abgesetzt heller als in der Basalhälfte; an der Vorderkralle des ersten Beinpaares fehlen die Kammzähne entweder vollkommen oder sie sind so stark gestutzt, daß sie breiter sind als lang; o^ -^ nim, 9 4^2 mm; im Moos und Detritus trockener Wälder Eiioplirys iiiaciilala (Walck.) (frontalis). b) Am vierten Beinpaar ist der Metatarsus und der Tarsus im Basaldrittel schwarz, im Enddrittel hellgelblich: die Kammzähne an der Vorderkralle des ersten Bein])aares sind zwar gestutzt aber länger als breit; cf 9 - mm ; an dürren Orten im Rasen Kiioplirys äeqiiipes. 251] Analytische Übersicht der Tiere 589 B) Am Hinterfuß trägt wenigstens die Vorderkralle einen deutlichen Zahn, am Vorderfuß die Vorderkralle mehrere spitze Zähne. a) Am Fuß des vierten Beinpaares trägt nur die Vorderkralle Zähne. a) Die Mandibeln tragen am vorderen Falzrande zwei, am hinteren Rande einen Zahn: an den drei ersten Beinpaaren ist das Tarsenendglied mit einem einzigen dorsalen, beweglichen, feinen Haar (Hörhaar) versehen: rf 3V2 iiiHi, 9 5 mm; unter lockerer Rinde, auf Zweigen usw. Pseudeuophrys n. g. (Euophrys) callida (erratica). (i) Die Mandibeln tragen am vorderen Falzrande drei Zähne, am hinteren Rande keinen Zahn; beim reifen Tier ist das Tarsenendglied aller Beine mit mehr als einem Hörliaar versehen. ua) Am vierten Beinpaar sind beim o' die Schiene und das Knie zu- sammen deutlich länger als am ersten Beinpaar, beim Q P/omal so lang- wie am ersten Beinpaar; die Behaarung des Körpers ist grau; 3^2 — 6 mm; auf sandigem und grandigem, sonnigem Boden Attulus lielveolus (cinereus). (iß) Am vierten Beinpaar sind beim cT die Schiene und das Knie zu- sammen viel kürzer als am ersten Beinpaar, beim 9 etwa IV^mal so lang wie am ersten Beinpaar. * Der Hinterleibsrücken zeigt keine scharf hervortretenden hellen Flecke: das Tarsenendglied der drei vorderen Beinpaare trägt nur .zwei Hörhaare; cf 3^2 i^ö, ? 4^2 mm: im nassen Torfmoos und im Detritus an Gewässern Sitticus caricis. ** Der Hinterleibsrücken zeigt wenigstens zwei scharf hervortretende helle Flecke; beim reifen Tier trägt das Tarsenendglied aller Beine mindestens drei Hörhaare; cf 4: mm, : 7 mm; auf Pflanzen neben Gewässern Sittieiis littoralis (floricola). b) Am vierten Beinpaar tragen beide Krallen einen oder mehrere Zähne. (x) Der Metatarsus des ersten Beinpaares ist am Ende vorn mit zwei Stacheln versehen, einem langen nach der Ventralseite und einem kurzen nach der Dorsalseite gerückten : am ventralen Hinterrande des Tarsen- endgliedes stehen am ersten Beinpaar einige senkrechte am Ende ver- dickte Haai'e; cf 5 nim, 9 ö^q mm; an sandigen, sonnigen Stellen Aelurillus littera-v-iiisigiiitus. jC?) Der iVIetatarsus des ersten Beinpaares trägt am Ende vorn nur einen Stachel; an der Sohle des Tarsenendgliedes stehen keine Skopulahaare; nur die Endbüschel sind vorhanden. * Das Endglied der drei vorderen Beinpaare trägt dorsal nur ein (feines, bewegliches) Härchen; das Augenfeld nimmt von dem Cephalothorax die Hälfte ein (durch beide Merkmale unterscheidet sich die Art auch von der ähnlich gefärbten, oft mit ihr zusammen vorkommenden Eu- 590 Tierwelt [252 ophrys maculata); cf 2^9 mm. 9 3 mm: im Moos und Detritus der Wälder und Gebüsche Neon retioii latus, *'^ Das Endglied aller Beine trägt bei erwachsenen Tieren stets 2 — 3 Hör- haare; das Augenfeld nimmt nicht die Hälfte des Cephalothorax ein; der Hinterleib ist schwarz, oben durch Schuppen metallisch glänzend, um den Vorderrand hell; o" 3^2™"^ 5 ? 5 mm: an sonnigen Boden- stellen Heliopliaiiiis auratus C. L. Koch (aeneus Hahn non Schr). n. Am ersten Beinpaare trägt auch die Hinterkralle einen oder mehrere Zähne: am Hinterrande des Endgliedes des ersten Beinpaares stehen basal- wärts von den Endbüscheln einzelne kürzere, ebenso wie die Haare der Endbüschel vor dem Ende verdickte Haare. A) Die Vorderkralle des vierten Beinpaares trägt höchstens fünf Zähne, a) Die Schiene und das Knie des dritten Beinpaares sind zusammen be- deutend kürzer als dieselben Glieder am vierten Beinpaare; auf dem Hinterleibe befindet sich kein weißes Kreuz. u) Das Tarsenendglied des dritten Beinpaares ist nur mit einem (beweg- lichen, dorsalen) Hörhaar versehen; der Cephalothorax ist in der Grund- farbe hinten querüber rotbraun; cT 3V4 nim, 9 4 mm; im Torfmoos an sonnigen Stellen Biaiior aurociiictus (Oedipus aenescens). ß) Das Tarsenendglied des dritten Beinpaares ist nur bei ganz jungen Tieren mit einem Hörhaar versehen, beim reifen Tier mit 3 — 4 Hör- haaren; der Cephalothorax ist dorsal mit zwei hellen Längsbinden ver- sehen, die nur beim reifen cT bisweilen ganz schwinden, so daß dann der Cephalothorax in der Grundfarbe schwarz ist; cT 4^^ — 5 mm, 9 5 12 bis 6 mm; an sonnigen Orten am Boden .... Plilegra fasciata. b) Die Schiene und das Knie sind am dritten Beinpaar zusammen l^^mal so lang wie am vierten Beinpaar: der Tarsus trägt am dritten Beinpaar 2 — 3 Hörhaare; hinten auf dem Abdomen bilden helle Haarflecke ein Kreuz; cT 5 mm; Q l^'^mm; unter Steinen usw. an trockenen, sonnigen Stellen Pellenes trinuiictatiis (cruciger). B) Die Vorderkralle trägt am vierten Beinpaar mindestens acht dicht ge- drängte Zähne. a) Die Schiene und das Knie zusammen sind am vierten Beinpaar (dorsal gemessen) P^mal so lang wie am dritten Beinpaar; das vorletzte Tarsen- glied ist am dritten Beinpaar stets nur am Ende bestachelt; cf 43/^ mm, 9 7 mm; auf halb schattigen Zweigen größerer Nadelholzbäume 1)011(1 r.vpliaiiles nidis. b) Die Schiene und das Knie zusammen sind am dritten und vierten Bein- paar wenig an Größe verschieden; der Metatarsus des dritten Bein])aares ist bei reifen Tieren auch in der Mitte bestachelt; cf 4Vo mm. ^ (»\o mm; auf sonnigen Zweigen von Gebüsch Evarclia (Ergane) blaiicardi Scop. (falcata). 253] Analytisclie Übersicht der Tiere 591 VI. Flaclispiniien, Philodroinidae. I. Das vorletzte Tarsengiied des ersten und zweiten Beinpaares trägt stets nur zwei Stachelpaare und zwar an der Ventralseite; der Hinterleibsrücken zeigt einen schwarzen, scharf abgesetzten Spießfleck: 6 mm, '^ 9 mm; an dürren Stellen im spärlichen Rasen Thaiiatus f'ormiciiius. II. Der Metatarsus des ersten Beinpaares trägt außer den ventralen Stachel- paaren stets auch an der Vorderseite Stacheln: der Hinterleibsrücken zeigt keinen schwarzen Spießfleck. A) Der Hinterleib ist langgestreckt, bei jungen Tieren (von 2\ o mm Länget doppelt so lang wie breit, bei erwachsenen Tieren fast viermal so lang wie breit; cf 6 mm, Q 9 mm; an baumfi-eien Stellen in der Nähe von Gewässern Tibellus oblongus. B) Der Hinterleib ist nicht l^/^mal so lang wie breit. a) Die Schiene des ersten Beinpaares trägt außer den Endstacheln nur zwei ventrale Stachelpaare; cT 4^2 mni, 9 7 mm; auf Gesträuch Philodromus aiireohis. b) Die Schiene des ersten Beinpaares trägt beim erwachsenen Tier, außer den Endstacheln , 4 — 5 mehr oder weniger regelmäßige, ventrale Stachel- paare: cT 4^2 mm, 9 5^/2 TCim: auf niederen Pflanzen in lichten Wäldern Philodromus dispar. VII. Krabbeiispinneii, Xysticidae. I. Das vordere Mittelauge ist dem andern vorderen Mittelauge weit näher als dem hinteren Mittelauge der gleichen Seite: beim ausgewachsenen Tier sind am vorletzten Gliede des ersten Beinpaares höchstens drei ventrale Stachelpaare vorhanden: kleinere Arten Oxyptila. A) Das vorletzte Glied (der Metatarsus) des vierten Beinpaares ist an der Basis oder vor der Mitte mit einem scharf abgesetzten dunklen Ringe oder mit ringförmig angeordneten dunklen Flecken versehen. a) Die Schiene des ersten und zweiten Beinpaares ist im Basaldrittel fast immer rings herum schwarz, auf der Mitte mit einem (oft sehr schmalen) hellen Ringe versehen; das vorletzte Glied des ersten Beinpaares trägt stets nur drei (ventrale) Stachelpaare; cf 2^2 nam, 9 23/^ mm; besonders in Sumpfwäldern, im Moos und auf niederen Pflanzen Ox.vptila pusio Thor, (brevipes aut.). b) Die Schiene der beiden ersten Beinpaare ist ringsherum fast bis zur Basis hell gefleckt; der Metatarsus des ersten Paares trägt vorn und hinten über den drei ventralen Stacheln meist noch einen kleinen Stachel; cf -^ "im, 9 ö mm : auf und unter Büschen, besonders an feuchten Orten Oxyptila brevipes C. W. Hahn (praticola aut.) B) Der Metatarsus des vierten Beinpaares zeigt keinen scharf abgesetzten schwarzen Ring und keine scharf hervortretenden, ringförmig angeordneten Flecke. 592 Tierwelt [254 a) Die Beine sind braun gefärbt, auch der Metatarsus der Hinterbeine ist bis zur Basis braun, höchstens hell gefleckt oder marmoriert: der Cephalo- thorax ist vorn in der Mitte kaum heller als an den Seiten: die Borste oben auf der Vorderschiene ist keulenförmig: cT 2Vo mm. Q S^/, mm: an dürren, steinigen Orten auf und zwischen Pflanzen Oxyptila .scabrieula. b) Die Beine sind z. T. hellgelb gefärbt, wenigstens ist der Metatarsus des vierten Beinpaares nach dem Grunde hin nicht dunkel gefärbt: der Cephalothorax ist oben in der IMitte der Länge nach scharf abgesetzt heller: die Dorsalborste auf den Schienen ist höchstens stumpf, nicht keulenförmig. «) Der Schenkel des ersten Beinpaares trägt nur einen sehr kurzen (dorsalen) Stachel und ist ganz oder fast ganz einfarbig; cf 4 mm, 9 5^/^ mm : auf kalkhaltigem Boden zwischen Moos und niederen Pflanzen Oxyptila horticola. ß) Der Schenkel des ersten Beinpaares trägt stets oben und vorn einen längeren Stachel; cT 2^/^ mm, 9 3^/^ mm; an feuchten Stellen im Moos und Detritus Oxyptila triix. n. Das vordere Mittelauge ist entweder von dem anderen vorderen Mittelauge und von dem hinteren Mittelauge der gleichen Seite annähernd gleich weit entfernt, oder es ist dem letzteren näher: größere Arten . . . Xysticus. A) Der Rücken des Cephalothorax ist von der breiten, mehr oder weniger deutlichen hellen Mittelbinde bis zur hellen oder dunklen Randlinie dunkel gefärbt; die dunklen Seitenflächen sind oft z. T. heller marmoriert oder hinten mit einem großen hellen Längsfleck versehen, aber nicht der Länge nach durch eine helle Seitenbinde völlig oder fast völlig geteilt. AA) Die Schenkel des vierten Beinpaares sind höchstens unmittelbar am Ende etwas verdunkelt oder sie sind ganz dunkel gefärbt, a) Die dunkle Zeichnung auf der Mitte des Kopfes endet hinten entweder als dunkler Mittelfleck, oder hinter dieser Zeichnung befindet sich ein Längsfleck, der dunkler ist als das Ende der Kopf Zeichnung: an den Geschlechtsorganen des cf ist nie ein einfach gebogener und ein kleiner, fast gerader Anhang vorhanden. «) Die helle Mittelzeichnung auf dem dunklen Hinterleibsrücken ent- sendet, wenn sie deutlich ist, auch vor der Mitte helle Seitenausläufer bis fast zum hellen Seitenrande des Hinterleibes, oder der Hinter- leibsrücken ist ganz schwäi'zlich ; de'r Hinterleib ist kurz taschenförmig, auch beim kaum l^/gmal so lang wie breit; die Tiei*e sind im Vor- sommer reif. * Der Metatarsus des vierten Beinpaares ist vorn am Ende immer stark verdunkelt; der Kopf teil des Cephalothorax ist oft wenig heller als die Seiten des Cephalothorax und dann nicht durch eine scharfe helle Längslinie von diesen getrennt. 255] Analytische Übersicht der Tiere 593 t Die Spitze des Flecks hinten auf dem Kopfteil fließt meist mit zwei kräftigen schwarzen Punkten zu einem kurzen Dreieck zusammen; die Geschlechtsorgane des cf tragen an der Basis einen Fortsatz; die Grube der Vulva ist um mehr als ihren Durchmesser von deren Hinter- rande entfernt; -^ 6 mm, Q 9 mm: an dürren steinigen Orten Xysticus robustus. tt Die Spitze des Flecks hinten auf dem Kopfe ist nicht mit zwei starken dunklen Flecken zu einem kurzen Dreieck verschmolzen; die Geschlechtsorgane des cT besitzen an der Basis keinen Anhang; die Grube der Vulva ist groß und deutlich, nicht oder kaum um ihren Durchmesser vom Hinterrande derselben entfernt; cf 4 mm, 9 8 mm; auf sehr lichten Waldstellen am Boden . . . Xysticus acerbus. ** Der Metatarsus des vierten Beinpaares ist höchstens am äußersten Ende vorn etwas dunkel: beim 9, meist auch beim cf, ist das dunkle Kopfdreieck hinten bis auf die Höhe der hinteren Augenreihe durch eine scharfe helle Linie oder Längsbinde vom dunklen Seitenteil ge- trennt. t Die Geschlechtsorgane des z tragen einen T- förmigen Anhang, dem eine kleine Spitze von der Basis aus gegenüber steht: die Vulva besteht aus zwei, durch ein x-förmiges Septum getrennten Gruben; cf 4 mm, 9 7^2 nim: im kurzen Rasen an nackten Bodenstellen Xysticus viaticus (cristatus). tt Die Geschlechtsorgane des cf sind mit zwei stumpfen Anhängen versehen, einem gebogenen Anhang und mehr nach der Basis hin einem stiefeiförmigen : die Vulva besteht aus einer querliegenden Grube, in welche von vorn eine Spitze vorragt: o 4^/2 mm, T 8 mm: auf ganz kahlem Boden Xysticus kochi. ^) Die immer erkennbare helle Längszeichnung mitten auf dem Hinter- leibe ist bis hinter die Mitte von den hellen Seiten des Hinterleibes weit entfernt; der Hinterleib ist mehr gestreckt, beim r/ mindestens IVs, beim Q l^/^mal so lang wie breit; cf 5 mm, 9 7 mm; an trockenen sonnigen, mit niederen Pflanzen bewachsenen Orten, im Herbst reif Xysticus striatipes. b) Die Zeichnung auf dem Kopfe ist am Hinterende nicht dunkel gefleckt und hinter ihr steht höchstens beim reifen cf ein Fleck, der dunkler ist als das Hinterende der Kopfzeichnung: dann ist an den Geschlechts- organen des cf ein kleiner, fast gerader und ein größerer, am Ende gebogener Anhang vorhanden. m) Die Schiene des vierten Beinpaares ist am Ende stets in größerer Ausdehnung dunkler gezeichnet als an der Wurzel ; die Geschlechtsorgane des c zeigen an der Basis einen besonders hervortretenden hakenförmigen Beiträge zur Naturdenkmalpflege. IIl 38 594 Tierwelt [256 Anhang; die Vulva besteht aus zwei glänzenden, nebeneinander liegenden Höckern; cf 5^2 iim^' ? l^/o^i^'. besonders auf Laubholzbüschen Xysticus lateralis. ß) Die Schiene des vierten Beinpaares ist an der Wurzel wenigstens ebenso stark verdunkelt wie am Ende: die Geschlechtsorgane des cT tragen keinen hakenförmigen Anhang an der Basis; die Vulva besteht nicht aus zwei Höckern; der Hinterleib ist stets etwas gestreckt, beim cf mindestens IV3, beim 9 1^/5 mal so lang wie breit; fast nie auf Laub- holzbüschen vergl. oben Xysticus striatipos. BB) Die Schenkel des vierten Beinpaares sind am distalen Ende in größerer Ausdehnung scharf abgesetzt dunkel gezeichnet oder gefleckt; die Zeichnung reicht dorsal wenigstens über ^/^ der Länge des Schenkels. a) Beim 9 und bei der jungen Spinne besteht die dunkelste Zeichnung- auf dem Hinterleibe, wenn vorhanden, aus zerstreuten, sehr dunklen Flecken: beim reifen cf sind die Schienen des ersten Beinpaares größten- teils dunkel gefärbt vergl. oben Xysticus robustus und Xysticus acerbus. b) Beim 9 und bei der jungen Spinne befindet sich auf dem Hinter- leibe, jederseits der Mittellinie ein dunkler, vorn sehr hell begrenzter Querfleck; beim reifen cf sind die Schienen des ersten Beinpaares größtenteils hell gefärbt. f Die Schiene des vierten Beinpaares ist nur an beiden Enden schwarz gezeichnet, in der Mitte weißlich: die Geschlechtsorgane des cf besitzen keinen T- förmigen Anhang am Grunde; die Vulva ist mit einer einfachen kleinen Grube versehen; rj"- 4^2 nim, 9 7 mm; auf reinem Sandboden Xysticus sabulosus. tt Die Schiene des vierten Beinpaares ist auch in der Mitte mehr oder weniger dunkel gefleckt; die Geschlechtsorgane des cT sind mit einem T- förmigen Anhange versehen, wie bei X. viaticus, aber die von der Basis aus dem Anhang gegenüberstehende Spitze ist länger; die Vulva ist mit zwei nebeneinander liegenden tiefen Gruben versehen; cf 4 mm, 9 6 mm; besonders auf Fichten- imd Kiefernzweigen. Xysticus piui. B) Neben der helleren mittleren Längsbinde des Cephalothorax verläuft jederseits eine dunkle Längsbinde, die bei weitem nicht bis zum Seitenrande der Cephalothorax reicht; vor dem Rande oder am Rande selbst befindet sich vielmehr noch eine zweite schmälere dunkle Längsbinde, die wenigstens hinten immer erkennbar angedeutet ist und selten ganz vorn und ganz hinten etwas mit der inneren verbunden ist. a) Das stets vorhandene, wenigstens durch eine helle Linie abgegrenzte dunkle Kopf dreieck läuft ununterbrochen oder fast ununterbrochen, fast ohne Einschnürung und mit wenig nach außen gebogenen Seiten hinten in eine dunkle Spitze aus; an den Geschlechtsorganen des- o befinden 257] Analytische Übersicht der Tiere 595 sich zwei dünne, wenig vorragende, gegeneinander geneigte Anhänge; die Vulva ist eine Grube, in deren Innern sich zwei dunkle Höcker zeigen; cf S^a — 4 mm, 9 5 — ^6 mm; auf niederen Pflanzen usw. in feuchten, lichten Wäldern Xysticus ulmi. b) Das dunkle Kopfdreieck fehlt oft gänzlich; wenn es vorhanden ist, so sind die Seiten stark nach außen gerundet und die kleine dunkle Spitze erscheint, wenn sie vorhanden ist, als kleiner Aufsatz auf dem gerundeten Hinterende desselben, ist bisweilen sogar weit von demselben getrennt. «) Die dunkle Längsbinde neben der hellen Mittelbinde des Cephalothorax ist sehr schmal und außen scharf begrenzt, sie ist deshalb nicht so breit wie der helle Zwischenraum zwischen beiden dunklen Binden einer Seite; der vorragende Anhang am Grunde der Geschlechtsorgane des cf ist einfach; die Grube der Vulva ist nicht um ihren Querdurchmesser vom hinteren Querspalt entfernt und wird vom Vorderrande der Vulva aus durch eine etwas glänzende Wulst weit übeiTagt; c"^ 4 mm, 9 6^2 mm; au feuchten, sonnigen Orten im Moos Xysticus erraticus. ß) Die dunkle Längsbinde neben der hellen Mittelbinde des Cephalothorax ist breiter als der helle Raum zwischen beiden Seitenbinden an derselben Stelle, außen weniger scharf begrenzt und nach hinten stark verschmälert; der stark vorragende Anhang am Grunde der Geschlechtsorgane des cf ist doppelt; der Vorderrand der kleinen, nicht um ihren Querdurchmesser vom Querspalt entfernten Grube der Vulva ragt nicht wulstartig nach hinten vor ; cf 5^/2 mm , Q 8 mm ; an dürren , sonnigen Orten im Moos [Xysticus bil'asciatusj. Till. Tricliterspiuueu, Ageleiiidae. I. Die Spinnwarzen stehen in einer einfachen geraden oder gebogenen Querreihe Halniia* A) An den Hinterfüßen befindet sich jederseits neben der kleinen dritten Kralle ein gebogenes an der Unterseite fein gefiedertes Haar, welches, auch abgesehen von der Befiederung, von seinem ersten Drittel nach seinem Ende hin dicker oder doch nicht dünner wird (ein Skopulahaar). a) Oben auf der Schiene des vierten Beinpaares befindet sich, außer dem Stachel nahe dem Grunde, stets noch ein Stachel auf -/;, der Länge. a) Der zweite dorsale Stachel fehlt auf der Schiene der drei ersten Beinpaare; die ganze Spinne ist fast einfarbig hellgelblich; am vorletzten Tarsengliede (dem Metatarsus) des vierten Beinpaares ist nur ein ventraler Endstachel vorhanden; 9 I-/3 mm; unter sonnig liegenden Kalksteinen in Süddeutschland [Hahuia Candida). ß) Der zweite Stachel befindet sich auch auf der Schiene der drei ersten Beinpaare, ist allerdings auf den beiden ersten Beinpaaren viel kürzer als der basale; vor dem Ende des Metatarsus des vierten Beinpaares 38* 596 Tierwelt [258 befinden sich mindestens drei stachelartig' ausgebildete Haare; der lange Haaranhang an den Geschlechtsorganen des cf reicht mehr als zweimal um die Organe herum; der Anhang an dem drittletzten Tastergliede des r^ ist kurz und am Ende nicht hakenförmig; cf IV2 ™"^5 ^ ^ xnva; Berg- form [Haluiia iiiuscicola|. b) Auf der Dorsalseite der Schienen befindet sich nur in der Nähe der Basis ein Stachel; der Haaranhang an den männlichen Geschlechtsorganen reicht nicht oder kaum mehr als einmal um die Organe herum. «) Am vorletzten Tarsengliede der beiden hinteren Beinpaare befindet sich außer den Stacheln vor dem Ende stets auch ein Stachel etwa in der Mitte des Gliedes; am Schenk elgliede der männlichen Taster befindet sich ein langer gebogener Anhang; cT und 9 3 mm: auf baumfreien nassen Wiesen, besonders an Gräben Halinia elegans Bl. (pratensis C. L. Koch). ß) Am Metatarsus der beiden hinteren Beinpaare befinden sich nur vor dem Ende 1 — 4 Stacheln ; das Schenkelglied der männlichen Taster trägt keinen Anhang, das drittletzte Tasterglied einen hakenförmigen Anhang. * Am Metatarsus des dritten und vierten Beinpaares tritt ein ventrales Endhaar am meisten als Stachel hervor; die Beine sind sehr hell gefärbt; cf IV2 "^"^? 9 1^/4 ™"^; i^^"^ feuchten Moos, aber fast nur auf kalkhaltigem Boden Hahiiia pusilla (helveola). ** Am Metatarsus des dritten und vierten Beinpaares treten vor dem Ende mehr nach der Dorsalseite hin zwei oder drei Haare am meisten als Stacheln hervor; die Beine sind dunkler; an quelligen Orten in Berggegenden [Hahnia iiioiitaiia|. B) Das gebogene Haar jederseits neben der kleinen dritten Kralle des vierten Beinpaares ist, wenn man von der feinen, nach unten gerichteten Befiederung absieht, von seiner Wurzel bis gegen sein Ende ganz gleich- mäßig verjüngt, es ist kein Skopulahaar. a) Auf der Dorsalseite aller Schienen befinden sich zwei Stacheln (oder Stachelborsten), einer nahe der Basis und einer auf -/g der Länge; die Farbe der S]nnne ist hellgelblich; 9 S^'o 1^™; ^"^ Westen, besonders unter Buchenlaub | Halinia bre.ssiea]. b) Auf der Dorsalseite aller Schienen ist nur ein Stachel (nahe der Basis) vorhanden; die Farbe des Körpers ist dunkelbraun bis schwärzlich; cf V^U mm, 9 2 mm. «) Am Grunde der Tasterkeule des r/ steht ein schmaler Stachelkamm senkrecht zur Längsachse der Keule ab; der lange Haaranhang an den männlichen Geschlechtsorganen reicht nicht ganz einmal um die Organe herum; der Anhang am drittletzten Tastergliede des c<' ist nicht ganz hakenförmig umgebogen und endet stumpf, vor seiner Biegung steht eine kleine Spitze; an der Vulva treten zwei weit getrennte schwarze Punkte 259] Analytische Übersicht der Tiere 597 scharf hervor: im trockenen Moos lichter Wälder, aber scheinbar nur aiif Kalkboden Hahiiia iiieiigoi. ß) An der Tasterkolbe des c^ befindet sich kein Kamm; der Anhang am drittletzten Tastergliede ist hakenförmig umgebogen; der haarförmige Anhang an den Geschlechtsorganen des cf reicht mehr als einmal um die Organe herum; die Vulva ist mit zwei schräg gegeneinander ge- richteten dunklen Linien versehen; an trockenen sonnigen Stellen im spärlichen Rasen Hahuia iiava (Bl. ?) Kulcz. II. Die Spinn Warzen stehen nicht in einer einfachen Querreihe. A) Der Rücken des Hinterleibes ist einfarbig, hellgrau; unter den Spinn- warzen befindet sich keine querliegende kleine Platte (Cribellum), an der Riickenseite des vorletzten Tarsengliedes der Hinterbeine kein Calamistrum (d. i. keine regelmäßige Reihe stärkerer, gebogener Haare); cf 5 mm, ? 6^/2 mm; unter Steinen und Laub in Wäldern Cieiirina cicurea (cinerea). B) Auf dem Hinterleibsrücken befinden sich dunkle Winkelflecke ; bisweilen ist er fast einfarbig dunkelgraubraun; unter den Spinnwarzen befindet sich ein Cribellum; am Metatarsus des vierten Beinpaares ein Calamistrum: beim reifen r/" wird beides undeutlicher; cf und 9 IV2 ^^^'1 ^^ sonnigen Orten zwischen Moos und Pflanzen Lathys piita. IX. Kräuselspiimeu, Dictyiiidae. Der Hinterleibsrücken ist auf hellem Grunde vorn mit einem langen in der Mitte mehr oder weniger eingeschnürten dunklen Längsfleck und hinten mit eben solchen oft zusammenfließenden Winkelflecken versehen; cf 27:{ mm, Q 8^2 m™; an sonnigen Orten mit sparrigen niederen Pflanzen Dictyiia aruiidiiiacea. X. Seclisau^eiispinnen, üysderidae. I. Von den sechs Augen stehen zwei vorn in der Mitte des Kopfes neben- einander, zwei jederseits fast in der Längsrichtung des Körpers hinter- einander; auf dem Hinterleibsrücken befindet sich eine Längsreihe dunkler Flecke, die mehr oder weniger miteinander in Verbindung stehen ; :f' 8 mm, Q 1) mm; unter lockerer Baumrinde Se^estria seiioeulata. n. Die sechs Augen stehen dicht gedrängt fast in einem Kreise vorn auf dem Kopfe; der Hinterleib ist nicht gefleckt: cf und " mm; unter trockenen Rindenstücken namentlich am Fuße der Nadelholzstämme Harpactos hoinberg*!]. XI. Haubeiinotzspiiiiien, Thoridiidao. I. Der Hinterleib ist gestreckt und hinten oben jederseits mit einem Höcker versehen : die Schiene des vierten Beinjiaares ist vor der Mitte ihrer Länge eben so hell wie das dritte Beinpaar: cf und 9 4V2 uim; die halbwüch- 598 Tierwelt [260 sigen Tiere kommen im Herbst auf niederen Pflanzen in feuchten Wäldern vor Episinus truncatus. n. Der Hinterleib ist oben bis zu den Spinnwarzen mehr oder weniger gewölbt, stets ohne Höcker. A) Die hellgefärbte Brust (Sternum) ist mit einer scharfen dunklen Längs- linie versehen: auf dem Hinterleibsrücken stehen in der ersten Jugend zwei Längsreihen dunkler Flecke; cT 3V2 nim, 9 5 mm; auf Büschen und niederen Pflanzen, die jungen Tiere während des Winters im Moos und Detritus Pliylloiiethis rediiiiita (lineata). B) Das Sternum ist entweder einfarbig oder in der Mitte heller, a) Der Hinterleibsrücken ist einfarbig. «) Die abstehende stärkere Borste oben auf dem Knie ist nicht länger und nicht stärker als die größte der abstehenden Borsten auf dem ]\[etatarsus ; an der Vorderkralle des ersten Beinpaares sind die vier letzten Kammzähne fast gleich groß; cT und 9 2^/4mm: im feuchten Moos und Detritus Pedaiiostethus lividus. ß) Die abstehende stärkere Borste auf dem Knie des ersten Beinpaares ist mindestens doppelt so lang und doppelt so dick wie die abstehenden Haare am Metatarsus; an der Vorderkralle des ersten Beinpaares ist, wenn Kammzähne vorhanden sind, der viertletzte nicht halb so lang wie der letzte (distale). ««) Der Raum zwischen den kleinen vorderen Mittelaugen ist noch etwas größer als der Raum zwischen den größern hinteren Mittelaugen, so daß das Feld der Mittelaugen, bis zu deren Aul3enrändern gemessen, vorn kaum schmaler ist als hinten; die Beine sind sehr lang und zart; die beiden großen Fußkrallen sind, namentlich an den ersten Bein- paaren, mit deutlichen Kammzähnen versehen: cT und 9 2^/o mm lang; an sonnigen Orten zwischen größeren Gräsern Tlieridium biinaculatiiui. ßß) Der Raum zwischen den kleineren, vorderen Mittelaugen ist viel kleiner als der Raum zwischen den großen hinteren Mittelaugen ; letztere bilden bisweilen mit den Seitenaugen jederseits eine Gruppe; die Beine sind verhältnismäßig kurz; die Fui5krallen zeigen, auch bei starker Vergrößerung, keine deutlichen Kammzähne; der Körper wird höchstens P/4 mm lang. * Die beiden Borsten dorsal auf der Schiene der ersten Beinpaare sind nicht halb so lang und nicht halb so dick wie die Borste auf dem Knie; das Sternum ist mit feinen Punktgrübchen versehen, von denen sehr feine Strahlenfalten ausgehen; das cf und das 9 ist 1 mm lang, braun gefärbt, nur der Hinterleib mehr grau: im nassen Torfmoos an sonnigen Stellen .... Theridielluiii iniinitissimiiin n. g., n. sp. ** Die beiden Borsten auf der Schiene der ersten Beinpaare sind mindestens ebenso lang und ebenso dick wie die Borste auf dem Knie ; 261] Analytische Übersicht der Tiere 599 das Sternum erscheint durch feine erhabene Linien netzaderig; das cf und das § ist l^o ^^ ^^i^g» "^it Ausschluß des Hinterleibes rotgelb gefärbt; an lichten Stellen trockener Wälder im Moos Pholcoiiima gibbuiii. b) Der Hinterleibsrücken ist nicht einfarbig. «) Der Hinterleib ist an jeder Seite oben mit mindestens einem von der übrigen Zeichnung getrennten hellen Fleck auf dunklem Grunde versehen. aa) An den Vorderbeinen ist die Schiene mit dem Knie zusammen ein wenig länger als an den Hinterbeinen; das Hörhaar steht auf dem vorletzten Tarsengliede (dem Metatarsus) proximal der Mitte; cT 2 mm, 9 2^/4 mm ; im feuchten Moos lichter Wälder und Gebüsche Crustulina guttata. ßß) An den Hinterbeinen ist die Schiene mit dem Knie zusammen bedeutend länger als an den Vorderbeinen; das Hörhaar steht auf dem Metatarsus distal von der Mitte. * Der Metatarsus des vierten Beinpaares ist, ebenso wie der der drei' vorhergehenden Paare, vor dem distalen Ende dorsal mit einem Hörhaar versehen, auf dem Hinterleibe tritt jederseits ein einzelner Querfleck oder Querstreif deutlich hervor; cT 4^4 mm, 9 4^/4 mm; an trockenen lichten Stellen im spärlichen Moos und Detritus Asagena phalerata. ** Der Metatarsus des vierten Beinpaares ist nicht mit einem Hör- haar versehen; auf dem Hinterleibe tritt jederseits kein einzelner Querfleck oder Querstreif scharf hervor. ■f Der Cephalothorax ist dorsal und ventral schwarz gefärbt; cf und 9 3 mm; an sehr sonnigen Stellen im kurzen Rasen Euryopis laeta. •;•■;■ Der Cephalothorax ist dorsal und ventral größtenteils gelbbraun gefärbt: r{- 3 mm, 9 3^2 mm; im trockenen Moos lichter Waldstellen Euryopis flayomaculata. ß) Die Zeichnung des Hinterleibes zeigt helle (rings dunkel begrenzte) Flecke höchstens in der Mittellinie; sind helle Querstriche neben der Mittellinie vorhanden, so stehen diese mit anderen hellen Zeichnungen in Verbindung. * Vor der Mitte des Hinterleibsrückens befindet sich ein fast bis zu den Seiten reichender weißer Querfleck (bezw. eine weiße Querlinie), der von einer schmalen, bis zu den Spinn warzen verlaufenden Längsbinde scharf abgesetzt ist; cf 27-2 mm, 9 2% mm; auf Kiefernzweigen an dürren Orten Thoridiimi siinile. ** Es ist kein großer heller, abgesonderter Querfleck aui dem Hinter- leibsrücken vorhanden. 600 Tierwelt [262 f Vor den Spiniiwarzen befindet sich am Bauche ein frei auf hellem Grunde stehender, scharf hervortretender dunkler Fleck: sonst ist der Bauch bis zu der Querfalte, welche die Stigmen verbindet, meist einfarbig hell; über den Hinterleibsrücken verlaufen meist zwei dunkle, durch helle Querlinien geteilte Längsbinden; die Schienen der Beine sind höchstens am Ende dunkler gefärbt; 2^/^ mm, 9 S^/^mm: an sonnigen Orten mit sparrigen niederen Pflanzen Tlieridiiiin iiotatuiii (sisyphium). ff Der Bauch ist von den Spinnwarzen bis zur Querfalte in größerer Ausdehnung dunkel gezeichnet oder ganz dunkel gefärbt; der Hinter- leibsrücken ist nicht mit zwei dunklen, durch schmale helle Querlinien unterbrochenen Längsbinden versehen. O Die Beine sind einfarbig hellgelblich ; verg]. oben Theridiuiii bimaeiilatiiiii. QO An den Vorderbeinen sind die Schiene und der Schenkel am Ende breit dunkel gefärbt, die Brust ist grob runzelig punktiert; vergl. oben Crustuliiia guttata. OOO Die Beine sind, namentlich an den Endgliedern, scharf dunkel gefleckt oder geringelt, nicht nur am Ende dunkler; über den Hinter- leibsrücken verläuft eine helle Längsbinde, die vorn niemals spitze Zähne bis fast zum Seitenrande entsendet; o 2-/3 mm, 9 'i^/^ mm; an trockenen Orten auf Gebüsch und am Boden Theridiuiii deuticulatiiiii. XII. Zwer^spinneii, 3Iicryi)liaHti(lae. I. Auf dem vorletzten Tarsengliede (dem Metatarsus) des ersten und zweiten Beinpaares steht keine Borste, die doppelt so lang ist wie die kleinen ab- stehenden Tasthaare, wohl aber ein feines Hörhaar. A) Auf der Schiene des vierten Beinpaares ist höchstens ein dorsaler Stachel oder eine dorsale Borste vorhanden (die von den gewöhnlichen Haaren und den Hörhaaren leicht zu unterscheiden ist): sie steht in oder vor (proximal) der Mitte des Gliedes. AA) Auf dem Metatarsus des vierten Beinpaares befindet sich, ebenso wie auf dem Metatarsus der drei ersten Beinpaare, ein Hörhaar. Aa) Die Kammzähne der Fußkrallen sind stark entwickelt: der letzte (distale) Zahn ist an beiden Krallen des ersten Beinpaares annähernd so lang wie der Endteil der kleinen dritten Kralle des Fußes (hinter der Biegung) und auch der vorletzte Zahn ist noch mindestens '^/^ so lang. Am) Das Hörhaar auf dem Metatarsus des ersten Beinpaares ist von der Wurzel des Gliedes über 2^ ,, ^^^ so weit entfernt wie vom distalen Ende; der viertletzte Kammzahn an den Krallen des ersten Beinpaares ist kaum über halb so lang wie der letzte. 263] Analytische Übersicht der Tiere 601 a) An den männlichen Tastern ist das Schenkelglied stark verdickt und mit Zähnen besetzt; die Vulva besteht aus zwei nach vorn kon- vergierenden und miteinander verbundenen dunklen Flecken; cf ^^,3 mi'Qj 9 3 mm: an lichten Stellen im Moos und auf niederen Pflanzen (roiiatiuin rubens. b) An den männlichen Tastern ist das Knieglied, nicht aber das Schenkel- glied stark verdickt: die beiden dunklen Flecke der Vulva sind auch vorn durch einen scharf hellen Zwischenraum getrennt; cf S^, 1^™) 9 3 mm; in feuchten schattigen Wäldern auf niederen Pflanzen und am Boden Goiiatiiim isabelliiiuin. 'Bß) Das Hörhaar auf dem Metatarsus des ersten Beinpaares ist von der Wurzel des Gliedes höchstens 2^2 mal so weit entfernt wie vom Ende; der viertletzte Kammzahn an den Krallen des ersten Beinpaares ist mindestens ^'4 so lang wie der letzte Walekenaera. a) Das Hörhaar ist auf dem Metatarsus des ersten Beinpaares von der Wurzel etwa doppelt so weit entfernt me vom distalen Ende oder es steht dem distalen Ende noch etwas näher. aa) Der Kopf ist beim cf mit einem senkrechten, stielartigen Aufsatz, fast von der Länge der Vorderschiene, versehen, der in der Mitte und am Ende die Augen trägt: auch beim 9 ist der Kopfteil hoch, fast spitz gehoben; cf 3 mm, 9 374 mm: an feuchten, nicht sehr schattigen Plätzen der Wälder und Gebüsche im Moos und Detritus Walekenaera acumiiiata. bb) Der Kopf des ^ ist zwischen den Mittelaugen mit einem kleinen gabelförmigen Aufsatz versehen: der Kopf des 9 ist nicht gehoben; cf 2^2 mm, 9 2-/3 mm; im nassen Torfmoos der Hochmoore Walekenaera unieornis. b) Das Hörhaar ist auf dem Metatarsus des ersten Beinpaares von der Wurzel nicht P/o mal so weit entfernt wie vom distalen Ende des Gliedes. aa) Die Schiene des ersten und zweiten Beinpaares ist stark ver- dunkelt: am Kopfe des cf befindet sich oben eine Kugel, welche die hinteren Mittelaugen trägt und vorn eine feine Gabel; (^ 2^3 mm, '- 2^/4 mm ; im Moos lichter trockener Gebüsche und Schonungen Walekenaera antiea. bb) Die Schienen der Vorderbeine sind nicht verdunkelt; die Gabel am Kopfe des cf fehlt. «) Der Rücken des Cephalothorax ist, mit Ausnahme des Kopf teils, bei erwachsenen Tieren sehr stark netzaderig: der Kopf des cf trägt keinen Aufsatz; die dunkle Vulva ist am Hintefrande tief ausge- schnitten; cf 374 mm, 9 33,4 mm: unter Moos und Detritus, be- sonders auf Waldlichtungen Walekenaera obtiisa. 502 Tierwelt [264 ß) Der Rücken des Cephalothorax ist entweder glatt oder mit runzelig- punktierten Strahlenlinien versehen, zwischen den letzteren dann aber kaum wahrnehmbar netzaderig; Größe höchstens 2^/^ mm; der Kopf des cf trägt einen Aufsatz; der dunkle Vulvenfleck ist hinten nicht ausgeschnitten. aa) Der Rücken des Cephalothorax ist mit fein runzelig punktierten Strahlenlinien, die fast bis zur Mitte reichen, versehen; zwischen den Mittelaugen des cf befindet sich ein kleines Zäpfchen; der dunkle Vulvenfleck ist bis zum bogenförmig vorragenden Hinter- rande hell geteilt; cf und 9 2^2 ii^ni: ini nassen Moos Walckenaera cuspidata. ßß) Der Rücken des Cephalothorax ist bis zum Rande glatt; der Kopf des cT ist mit einem fast kugelförmigen, die hinteren Mittel- augen tragenden Aufsatz versehen; die Vulva ist in der Mitte querüber am dunkelsten ; rf 2^3 mm, 9 2Y2 mm : im Moos trockener, ziemlich schattiger Wälder Walckenaera cuciillata. Bb) Die Kammzähne der Krallen sind schwach entwickelt; der stärkste (distale) Zahn ist nicht halb so lang wie das Endstück der dritten Kralle (hinter der Biegung), und der vorletzte Zahn ist meist noch viel kleiner. Aa) Die Schiene des ersten und zweiten Beinpaares ist auf der Dorsal- seite mit zwei stärkeren abstehenden Borsten (oder mit zwei kurzen dicken Stacheln) versehen, von denen die erste nahe der Wurzel, die zweite fast mitten zwischen dem letzten Hörhaar und dem distalen Ende des Gliedes steht. a) Das Hörhaar auf dem Metatarsus des ersten Beinpaares steht kaum merklich hinter der IVütte des Gliedes, immer vor */- der Länge; die Brust (Sternum) ist beim reifen Tier mit Punktgruben dicht besetzt; das vorletzte Tasterglied des cT ragt schuppenförmig weit über das letzte vor und ist am Ende mit einem Haken versehen; die Vulva ist eine von verdickten Lippen eingefaßte Längsrinne; rf und 9 2^4 nim; an nassen lichten Orten zwischen Pflanzen am Boden Dicyinbiiiin iil^-riiiii. b) Das Hörhaar steht auf dem Metatarsus des ersten Beinpaares weit hinter der Mitte des Gliedes; das Sternum ist nie mit dichten Gruben besetzt. aa) Das Sternum ist (beim reifen Tier) dicht netzaderig und deshalb kaum glänzend; die Geschlechtsorgane des cT sind mit einem langen gebogenen Haaranhang versehen, der gestreckt länger ist als die Tasterkeule; die Vulva ist mit einer hinten herzförmig ausgeschnittenen mittleren Erhebung versehen; cf 2^4 mm, ^ 2-^ , mm: an nassen baumfreien Orten am l^oden Tracli.vf»-iiatlia denlata. bb) Das Sternum ist in der Mitte glänzend glatt. 265] Analytische Übersicht der Tiere 603 u) Der Metatarsus der Hinterbeine ist an beiden Seiten mit regel- mäßigen Reihen von 13 — 15 Haaren versehen; das drittletzte Taster- giied des cf ist sehr stark verdickt, dicker als das vorletzte; der helle Mittelteil der Vulva ist genau in der Mitte hinten dunkler als zu beiden Seiten der Mitte, an den Seiten dann wieder sehr dunkel; cf 3 mm, 9 3V4 mm; in feuchten Wäldern am Boden und auf niederen Pflanzen Goiigylidium rufipes. ß) Die Haare stehen am Metatarsus des vierten Beinpaares nicht in regelmäßigen Reihen; das drittletzte Tasterglied des cf ist nicht stark verdickt; die Vulva ist bei durchfallendem Lichte genau in der Mitte hinten heller als neben der Mitte Stylothorax (^ Oedothorax). uu) Der Hinterleib ist oben der Länge nach mit einer hellen Mittel- binde versehen; das Sternum ist braungelb; der Zwischenraum zwischen den hinteren Mittelaugen ist (namentlich beim cT) deutlich über den unmittelbar dahinter liegenden Kopfteil gehoben; der helle Mittelteil der Vulva ist vorn nicht schmaler als hinten ; cf 2 mm, 9 272 mm; unter Anspülicht an baumfreien Ufern Stylothorax fusca. ßp) Auf dem Hinterleibe ist keine deutliche helle Mittelbinde vor- handen: das Sternum ist dunkelbraun; der Zwischenraum zwischen den hinteren Mittelaugen ist nicht höher als der dahinterliegende Kopfteil. * Der Rücken des Cephalothorax ist bei ausgefärbten Stücken sehr dunkel, beim reifen Tier fast schwarz gefärbt; hinter den hinteren Mittelaugen des cf befindet sich ein oben stark behaarter Aufsatz; das vorletzte Tasterglied des cf hat am Ende zwei lange dünne Anhänge, einen spitz und einen stumpf endenden; die dunklen Samenblasen der Vulva stehen weit hinter der Mitte des Seiten- randes des hellen Mittelteils mit diesem in Verbindung; cf 2 mm, 9 2^/3 mm ; zwischen Pflanzen an baumfreien Ufern Stylothorax apieata. ** Der Brustrücken ist mehr oder weniger gelblich oder rötlich gefärbt, wenigstens in der Umgebung der Augen; hinter den Mittel- augen befindet sich beim rf höchstens ein Höcker mit einzelnen Haaren. ■;• Hinter den hinteren Mittelaugen des o befindet sich ein Höcker mit einzelnen Haaren; das vorletzte Tasterglied des cf ist am Ende mit einem dünnen spitzen Anhang versehen: die dunklen Samenblasen der Vulva stehen in der Mitte des Seitenrandes des hellen Mittelteils mit diesem in Verbindung; cf 2 mm, 9 2V2 mm; zwischen Pflanzen an kleinen Gewässern Stylothorax retiisa. 604 Tierwelt [266 VT Hinter den hinteren Mittelaugen des r^- ist kein Höcker vor- handen; das vorletzte Tasterglied des c5^ ist am Ende dunkel gezähnt, besitzt aber keinen dünnen Anhang; cT 27^ mm; im lockeren Torfmoos Stylothorax lieiiking'i. B/9) Auf der Dorsalseite der Schiene des ersten und zweiten Beinpaares befindet sich nur in der Nähe der Basis eine stärkere, abstehende Borste oder ein kurzer dicker, kaum über die Haardecke vorragender Dorn oder es sind nur Haare vorhanden; zwischen einem abstehenden, feinen Tasthaar vor oder neben dem letzten Hörhaar und einem ebensolchen Tasthaar unmittelbar vor dem distalen Ende des Gliedes befindet sich keine abstehende Borste und kein Dorn. a) Das Hörhaar auf dem Metatarsus des ersten Beinpaares steht deut- lich vor (proximal) der Mitte des Gliedes: die Mandibelkralle ist nahe der Wurzel von ihrer konvexen Seite her stark eingebogen ; der runde Hinterleib des reifen Tieres ist auf der sehr festen glänzenden Rücken- seite mit großen Poren dicht bedeckt; cf V^l^^^xnTa, ^ 2 mm: im Moos und Detritus an lichten Orten Ceratiiiella brevis. b) Das Hörhaar auf dem Metatarsus des ersten Beinpaares steht hinter der Mitte des Gliedes; die Mandibelklaue ist außen der Länge nach gebogen ; der Hinterleib ist dorsal nicht fest gepanzert. aa) Das Hörhaar steht auf dem Metatarsus des ersten Beinpaares dem distalen Ende so nahe, daß in den Haarreihen jederseits neben ihm höchstens ein Haar zwischen ihm und dem distalen Ende des Gliedes steht; es ist vom Ende nicht oder kaum um den Durchmesser des Metatarsus entfernt. a) Der Metatarsus und die Schiene des ersten Beinpaares sind an der Ventralseite mit starken Stacheln versehen, die viel dicker sind als die Stachelborste auf dem Knie und auf der Schienenbasis; cf und 9 1^/3 mm: an trockeneren Stellen in Erlenbrüchen unter Detritus 3Iiiiicia suiidevalli. ß) Der Metatarsus und die Schiene des ersten Beinpaares sind ventral nur mit stärkeren Haaren versehen: der Kör])er ist heller oder dunkler braun, nur bei ganz jugendlichen Tieren hellgelblich gefärbt; die hinteren Mittelaugen des o" sind kaum gehoben; die Samengänge des 9 sind dem langen, fadenförmigen Anhange der männlichen Geschlechtsorgane entsprechend, lang und liegen z. T. vor den dunklen Samenblasen; cf 1^/4 mm, 9 2 mm: im Moos lichter Kiefern- wälder und im Torfmoos Popoiiocraiiiuni puiiiilus. bb) Das Hörhaar ist auf dem Metatarsus des ersten Beini)aares weiter vom distalen Ende entfernt: in den Haarreihen neben ihm steht mindestens das zweitletzte Haar hinter oder neben ihm. 267] Analytische Übersicht der Tiere 605 «) Am Metatarsus des vierten Beinpaares stellen beiderseits die Haare in regelmäßigen Längsreihen: cf und IVo nim; an sonnigen vegetationslosen Stellen in Nadelholzwäldern unter Detritus und im sehr kurzen Rasen Tricliopteriia blackwalii. ß) Am Metatarsus des vierten Beinpaares stehen die Haare nicht in Reihen. a«) Die dorsale Borste auf der Vorderschiene (beim r^"' ist es ein sehr kurzes Zäpfchen) steht von der Wurzel der Schiene viel weiter als um die Dicke der Schiene entfernt: die Arten leben auf Pflanzen Dicyphiis. hß) Die dorsale Borste bezw. der kurze dorsale Dorn auf der Vorder- schiene ist von der Wurzel der Schiene nicht um deren Dicke ent- fernt Metobobaetrus. ad) Das Hörhaar ist auf dem Metatarsus des vierten Beinpaares (bei dem mir vorliegenden Stück) mehr als sechsmal soweit von der Basis als vom distalen Ende entfernt: die Stacheln auf den Schienen sind auch beim $ viel kürzer als der Durchmesser der Schiene; 9 2^/2 mm; dunkel gefärbt, auch die Beine verhältnis- mäßig dunkel: unter Detritus im Sumpf walde Metobobaetrus bruiineipes n. sp. ßß) Das Hörhaar ist auf dem Metatarsus des vierten Beinpaares nicht oder kaum dreimal soweit von der Basis wie vom distalen Ende entfernt: die Stachelborsten auf den Schienen sind beim 9 länger, beim cf kaum kürzer als der Durchmesser des Gliedes; 9 IV2 — - imn; der Hinterleib ist sehr hell gefärbt: der Vorder- leib dunkler braungelb: die hintere Augenreihe ist an den Seiten etwas nach vorn , die vordere (von vorn gesehen) schwach nach unten gebogen: das Feld der Mittelaugen ist etwas länger als hinten breit, die Vulva ist der Länge nach von einem Spalt mit gebuchtetem Rande durchzogen: im Moos an einem sonnigen, unbebauten Platz Metobobaetrus prouiiuuius. BB) Nur der Metatarsus der drei ersten Beinpaare ist mit einem Hörhaar versehen: der Metatarsus des vierten Beinpaares trägt kein Hörhaar, Aa) Auf der Dorsalseite der Schiene des ersten Beinpaares befinden sich (abgesehen von den Hörhaaren und dem aufgerichteten Haare bezw. der Borste nahe der Basis) oft ein äußerst kleines aufrechtes Tasthaar unmittelbar hinter dem letzten Hörhaar und ein ebenso kleines vor dem distalen Ende des Gliedes, aber keins mitten zwischen dem letzten Hörhaar und dem distalen Ende der Schiene: der Metatarsus aller Beine ist mit ziemlich regelmäßigen Haarreihen versehen. a) Die Fußkrallen des ersten Beinpaares sind mit langen Kammzähnen versehen; drei Kammzähne der Vorderkralle sind annähernd gleich lang und 606 Tierwelt [268 die drittletzte noch annähernd gleich dem Endteil der dritten Kralle (hinter der Biegung): beim o^ sind auf dem etwas gehobenen vorderen Kopf- teil, zwischen den Mittelaugen gescheitelte Haare vorhanden : die Vulva ist eine vorn und an den Seiten dunkel eingefaÜte helle Vertiefung; cT und 9 1% mm; unter Detritus schattiger Wälder, besonders unter Laub Mierypliaiites ovatus. b) Die Fußkrallen sind mit sehr zarten Kammzähnen versehen; der drittletzte, meist auch schon der zweite ist nicht oder kaum halb so lang wie der Endteil der dritten Kralle. aa) Das Hörhaar steht auf dem Metatarsus des ersten Beinpaares weit hinter der Mitte des Gliedes; der Hinterleibsrücken ist in der Mitte mit einer festen, glänzenden, tief punktierten Platte bedeckt; beim cf steht jedes hintere Mittelauge auf einem rundlichen Hügel; der helle Mittelteil der Vulva ist in der Mitte von beiden Seiten her dunkel eingeschnürt; cf I75 mm, 9 1% mm; an feuchten, lichten Orten im Moos Peleoopsis thoracata. bb) Das Hörhaar steht auf dem Metatarsus des ersten Beinpaares vor (proximal) oder doch nicht merklich hinter der Mitte ; der Hinterleibs- rücken ist nicht fest gepanzert : die hinteren Mittelaugen des ^ stehen auf einem Hügel mit schwacher Längsfurche. a) Die Dorsalborste auf der Schiene des vierten Beinpaares ist vom distalen Ende mindestens viermal so weit entfernt wie von der Wurzel; an den Seiten des Metatarsus des vierten Beinpaares stehen Reihen von nur G — 7 Haaren: der Körper ist nur 1^4 mm lang; in dicken Moospolstern Minyrioliis pusillus. ß) Die Dorsalborste bezw. der Dorsalstachel der Schiene des vierten Beinpaares ist vom distalen Ende der Schiene nicht dreimal so weit entfernt wie von der Wurzel; an den Seiten des Metatarsus des vierten Beinpaares stehen .jReihen von 10 — 12 Haaren; der Körper ist 1^2 — 2 mm lang. aa) Die Brustplatte (das Sternum) ist beim reifen Tier dicht netz- aderig; die Stachelborste auf der Schiene des ersten Beinpaares ist beim cf halb so lang, beim 9 so lang wie die Dicke der Schiene; die Tästerkolbe ist am Rande der Länge nach gezähnt; an lichten, aber nassen Stellen im Moos Neiiiatofj:iinis obsciirus. ßß) Die Brustplatte ist glänzend glatt; die Stachelborste auf der Schiene des ersten Beinpaares ist beim cf so lang, beim ^ doppelt so lang wie die Dicke der Schiene; die Tästerkolbe ist nicht der Länge nach gezähnt; an sonnigen Orten unter Steinen Tijjclliiiiis saxi('(»la. Bb) Auf der Dorsalseite der Schiene des ersten Beinpaares steht außer den Hörhaaren und außer dem aufrechten Stachel bezw. der aufrechten 269] Analytische Übersicht der Tiere 607 Borste nahe der Basis ein fast ebenso starker aufrechter Stachel bezw. eine fast ebenso starke aufi-echte Borste etwa in der Mitte zwischen dem letzten (distalen) Hörhaar und dem distalen Ende der Schiene. a) Auf der Schiene des dritten Beinpaares befindet sich, ebenso wie auf der Schiene des vierten Beinpaares, ein viel stärkeres, mehr abstehendes Haar nur in der Nähe der Basis; die Mandibeln tragen vorn außen keine Höckerreihe; am Metatarsus des vierten Beinpaares sind niemals ganz regelmäßige Reihen von mehr als 12 Haaren vorhanden. aa) Auf dem Metatarsus des ersten Beinpaares steht das Hörhaar deut- lich vor (proximal) der Mitte des Gliedes. a) Das Sternum ist beim reifen Tier entweder mit Punktgrübchen dicht besetzt oder es ist grobrunzelig (und läßt dann bisweilen auch Netzaderung erkennen). ««) Der Cephalothorax ist auch dorsal, namentlich vor dem Rande, mit tiefen Punktgruben versehen. Das vorletzte Tasterglied des cT ist mit einem abstehenden Zahn versehen und ebenso die Vorderseite der Mandibeln ; die Vulva zeigt hinten in der Mitte ein kleines erhabenes Knöpfchen; cf' und Q 275^1111; an sehr nassen, sonnigen Stellen zwischen lebenden Pflanzen Loplioinina punctatum. ßß) Der Cephalothorax ist dorsal oft netzaderig, aber nicht mit Punkt- gruben versehen; das vorletzte Tasterglied des ragt schuppen- förmig auf das letzte vor; die Vulva ist mit einer Längsrinne ver- sehen. * Der Metatarsus des vierten Beinpaares ist auch beim reifen Tier an beiden Seiten mit regelmäßigen Haarreihen versehen; das am Ende gestutzte vorletzte Tasteiglied des cf ist nur an der einen Endecke mit einem bis zur andern Endecke reichenden Anhange versehen; die Vulva ragt hinten gebogen vor; nur in der Mitte ist sie etwas eingekerbt; -j und 9 IV2 t^t^'- an nassen lichten Stellen, besonders zwischen lebenden Pflanzen Erig-onella if^iiobilis. ** Die Behaarung ist am Metatarsus des vierten Beinpaares wenigstens gegen das Ende des Gliedes hin etwas unregelmäßig; das vorletzte Tasterglied des cf ist am gestutzten Ende mit zwei Anhängen versehen; die Vulva ist hinten quer abgestutzt oder ausgerandet. t Das Sternum ist runzelig punktiert oder nur grob runzelig; die beiden Endanhänge am vorletzten Tastergliede des cf sind mit fast gleichen dunklen Endstücken versehen; die Längsrinne der Vulva erweitert sich hinten zu einem breiten hellen Dreieck; (f und 9 1^/3 mm : im Detritus feuchter Erlenwälder Erifi^onolla latifrons. ff Das Sternum ist mit getrennten Punktgruben besetzt; der Eckanhang am vorletzten Tastergliede des cf ist mit traubigen 608 Tierwelt [270 Warzen bedeckt; die Längsrinne der Vulva ist hinten nicht er- weitert; cT l'/s iiini, Q P/4 mm; im Moos lichter trockener Wälder Erigoiiella liiemalis. ß) Das Sternum ist entweder netzaderig matt oder glänzend glatt. ua) Das Sternum ist netzaderig, mehr oder weniger matt, nur bei jungen Tieren glatt. * Am Metatarsus des vierten Beinpaares stehen die Haare nicht in regelmäßigen Reihen; tritt einmal eine Reihe hervor, so besteht sie aus mehr als acht Haaren. Der Außenrand der Mandibeln bildet, etwa im ersten Drittel von der Basis, eine Bucht nach außen: die Geschlechtsorgane des rf sind mit einem langen Faden- anhang versehen; auf der Vulva befindet sich eine fast viereckige, tiefe, in der Mitte etwas seitlich eingeschnürte Grube, über welche der Vorderrand in der Mitte gerundet vorragt; cf l^io ^™5 ? ^^U ^^i^^ im nassen, etwas schattigen Torfmoos, das von Gras durchwachsen ist 3Iicrargiis herbigradus. ** Am Metatarsus des vierten Beinpaares stehen regelmäßige Reihen von 6 — 8 Haaren: der Außenrand der Mandibeln ist vor dem ersten Viertel von der Basis aus am stärksten gebogen : die Tasterkolbe des cf besitzt keinen Haaranhang, die Vulva keine viereckige Grube. y Der Hinterleib ist fast schwarz: der Anhang am vorletzten Tastergliede des r^ ist kurz und dick, bei Profilansicht des Tasters ist er höchstens etwa doppelt so lang wie dick; der am meisten ventral vorragende Teil der Vulva steht in der Mitte spitz über deren Hinterrand vor: rf und ^ P/2 mm; besonders im Detritus feuchter Wälder Gougylidielliini iniircidiiiii. yf Der Hinterleib ist graubraun gefärbt; der Anhang am vorletzten Tastergliede des cf" ist fingerförmig, mindestens dreimal so lang wie dick : der ventral vorragende Mittelteil der Vulva ist in der Mitte hinten gerundet und steht nicht über deren Hinterrand vor; cT und V IV2 Iß™ • ii^ dicken durchwachsenen Moos})olstern feuchter Waldteile (FOiigylidielluiii latebricola. pß) Das Sternum ist in der Mitte immer glänzend glatt Savig^iiia. t Die aufgerichtete Borste auf der Dorsalseite der Schiene des vierten Beinpaares ist nicht 2^/'^ mal so weit vom distalen Ende der Schiene wie von deren Wurzelende entfernt. * Am Metatarsus des vierten Beinpaares stehen die Haare beider- seits ganz unregelmäßig; die vorderen Mittelaugen des cf stehen auf einem zaj)fenförmig vom vorderen Kopfrande sich erhebenden, oben behaarten Aufsatz: die Vulva läuft neben einer mittleren Längsrinne hinten in zwei kleine abgeschnürte spitze Zipfel aus; cf P/^ mm, 9 l'^l^mm; an Ufern im Anspülicht Savif;nia hcmtala. 271] Analytische Übersicht der Tiere 609 ** Am Metatarsus des vierten Beinpaares befinden sich, wenigstens an einer Seite, regelmäßige Eeihen von 9 — 12 Haaren: der Kopf des cf' trägt keinen Zapfen, die Vulva keine abgeschnürten spitzen Endteile. X Die hinteren Mittelaugen des - " stehen oben auf einem Kopf- hügel; die Vulva zeigt einen vorn breiten, hinten spitz aus- laufenden Längsspalt, der von zwei, hinten zusammenneigenden und schmal auslaufenden Längsstücken begrenzt ist; cT und 9 1^/2 mm; an feuchten Waldstellen unter Laub Savifynia piciiia. X X Hinter den hinteren Mittelaugen des c befindet sich ein Längshöcker, der vor der Mitte seitlich eingeschnürt und oben spärlich abstehend behaart ist; die Tasterkolbe ist am Ende mit zwei dünnen schwarzen Anhängen versehen; die Vulva ist mit einer fast kreisförmigen von ihrem Hinterrande entfernten Vertiefung versehen; cf und 9 1^/3 mm; an dürren sonnigen Orten im spärlichen Rasen. (Die Art steht scheinbar dem Typhochrestus dorsuosus (Cbr.) aus den französischen Hochalpen nahe, unterscheidet sich aber dadurch, daß die strahlenförmig verlaufenden Punktreihen auf dem Cephalothorax fehlen) Savi^iiia coiiwentzi n. sp. -ff Die Borste auf der Dorsalseite der Schiene des vierten Bein- paares ist über 2''4 mal so weit vom distalen Ende der Schiene, wie von deren Wurzelende entfernt. * Die erste dorsale abstehende Borste auf der Schiene des ersten Beinpaares steht der Wurzel der Schiene so nahe, daß ihre Ent- fernung von der Wurzel bei weitem nicht so groß ist wie die Dicke der Schiene unter ihr: die Vulva ist nicht mit einer quer- liegenden tiefen Grube versehen. X Der Kopf des reifen cf ist vorn jederseits mit einer nach vorn gerichteten Spitze versehen. Die Vulva des 9 ist eine jederseits von einer dunklen Wulst begrenzte, hinten ein wenig erweiterte viereckige helle Platte; cf und 9 IV2 "^ui; unter Erlenlaub Savignia suloifroiis. X X Der Kopf des reifen cT ist stark hügelartig gehoben und hinter den vordem Mittelaugen gestutzt. Die Vulva des 9 ist mit einer Längsrinne versehen, die sich hinten zu einem kurzen Dreieck erweitert; cT und Q IY3 mm — IV2 mm; an sonnigen Ufern im Anspülicht Savignla crassicops. ** Die erste Dorsalborste auf der Schiene des ersten Beinpaares ist um die Dicke der Schiene oder noch weiter von deren Wurzel- ende entfernt; die Vulva des 9 ist mit einer gerundeten Quer- grube versehen; P/o mm; an sonniger Stelle im dürftigen Rasen Savignia loveata n. sp. Beiträge zur Naturdenkmalpflege. 111 39 610 Tierwelt [272 bb) Auf dem Metatarsus des ersten Beinpaares steht das Hörhaar beim reifen Tier deutlich hinter der Mitte des Gliedes, beim jungen Tier ziemlich genau in der Mitte; beim o befindet sich auf der Mitte des Cephalothorax (also hinter dem Augenfeld) ein nach vorn gerichteter Höcker; cf 2 mm, 9 274 mm; im nassen Torfmoos Notioscopus sarciiiatus. b) Auf der Schiene des dritten Beinpaares befindet sich dorsal neben und etwas hinter dem letzten Hörhaar ein zweites stärkeres und meist etwas mehr aufgerichtetes Haar; an der Vorderseite der Mandibeln, nahe dem Außenrand, befindet sich, besonders beim - eine Längsreihe von 3 — 5 Höckern oder Zähnen, vor denen je eine kleine Haarborste steht; an beiden Seiten des hinteren Metatarsus befinden sich regel- mäßige Reihen von mehr als 10 meist mehr als 12 Haaren; das Schenkelglied der langen männlichen Taster ist ventral mit Zähnen besetzt, das Knieglied mit einem langen Endhaken versehen; die Vulva ist eine hornige Platte Erigone. a) Sieht man den Taster des - genau von oben, so ist der innere, schwarze, spitz nach innen auslaufende Endteil des vorletzten Gliedes viel schmäler als der äußere braungelbgefärbte ; der Hinterrand der Vulven- platte ist in der Mitte nicht oder kaum etwas gerundet eingezogen; cf und 9 2V2 mm; am ziemlich kahlen Boden sonniger Stellen Decken- netze spinnend Erigoue deiitipalpis. ß) Der stumpfendende innere Endteil des vorletzten Tastergliedes des cf ist von oben gesehen viel dicker als der äußere; beide sind am Ende dunkel gerandet; die Vulvenplatte ist breiter und am Hinterrand in der Mitte ziemlich spitz eingekerbt; cf und 9 2^2 ^^m- im Detritus an sonnigen Stellen , . . . . Erig-one atra. B) Auf der Schiene des vierten Beinpaares befindet sich stets, ebenso wde auf den Schienen der drei ersten Beinpaare, eine zweite dorsale Borste ; ist dieselbe klein und dem Ende sehr nahe gerückt, so befindet sich zwischen ihr und dem Ende stets noch ein kleineres, abstehendes dorsales Tasthaar. AA) Der Metatarsus des vierten Beinpaares ist, ebenso wie der der drei ersten Beinpaare, mit einem Hörhaar versehen. a) Das Hörhaar steht auf dem Metatarsus des vierten Beinpaares hinter ^/g der Länge. aa) Die Schiene und das Knie zusammen sind am ersten Beinpaare länger als am vierten Beinpaare; die vorderen Mittelaugen sind groß und nicht um das Anderthalbfache ihres Durchmessers vom vordem Kopfrande entfernt; das vorletzte Tasterglied des ^T ist viel länger als die Keule; cf 4 mm, 9 5 mm; in trockenen Schilfrohrhalmen Doiiacochara spooiosa. bb) Die Schiene und das Knie sind am vierten Beinpaare länger als am ersten; die vorderen Mittelaugen sind um mehr als ihren ändert- 273] Analytische Übersicht der Tiere 611 halbfachen Durchmesser vom vorderen Kopfrande entfernt; das vorletzte Tasterglied des cf ist nicht länger als die Keule. «) Das Hörhaar steht auf dem Metatarsus des ersten Beinpaares vor (proximal) ^4 der Länge; an der Vorderseite der Schiene des ersten Beinpaares befindet sich vor (proximal) der hinteren Dorsalborste ein kurzer Stachel; das drittletzte Tasterglied des cf ist am Ende mit mehreren starken Borstenhaaren versehen; cf u^d 9 2^2 — 3 mm; unter trockenem Laub Microiietaria (nom. nov. für Microneta aut., non Menge 1869) viaria. ß) Das Höihaar steht auf dem Metatarsus des ersten Beinpaares hinter ^/^ der Länge; an allen Schienen befinden sich nur zwei, dorsale Borsten ; am drittletzten Tastergliede des cf stehen höchstens zwei stärkere Borsten aa) Die Beine sind rauh, abstehend behaart; deshalb sind die senk- rechten Tasthärchen am Ende des Metatarsus der Vorderbeine z. T. ebenso lang wie die Dicke des Gliedes unter ihnen; die Tasterkeule des cf ist am behaarten Teil gerundet nnd kaum länger als das vorletzte Glied mit seinem Endfortsatz; cf und Q 4—5 mm Leptotlirix hardii. ßß) Die Beine sind weniger abstehend behaart: die abstehenden Tasthaare sind deshalb am Ende des Metatarsus der Vorderbeine nur etwa halb so lang wie die Dicke des Gliedes ; die Tasterkeule des cf ist an der Basis und vor der Mitte des behaarten Teiles mit einem Höcker versehen und mindestens dreimal so lang wie das vorletzte Glied; auch beim 9 ist das Endglied der Taster sehr dick; cT 2V4 mm, '^' 2^/4 mm: an feuchten Waldstellen im Moos und Detritus Aiiomalaria (n. g.) subtilis. b) Das Hörhaar steht auf dem Metatarsus des vierten Beinpaares vor (proximal) -/.. der Länge rt) An der Vorderseite der Schiene des ersten Beinpaares befindet sich, etwa in der Höhe der zweiten dorsalen Borste eine etwa eben so starke dritte Borste (Hilaira cxcisa (Oreoneta)]. ß) An der Vorderseite der Schiene des ersten Beinpaares befindet sich keine stärkere Borste; der behaarte Teil der Tasterkeule des cf ragt vor der Mitte stark höckerartig vor; cf 2 mm, ? 2^/.^ mm; in einem Sumpfgebüsch unter Detritus Leptorlioptrum coiii^orimi. BB) Nur der Metartarsus der drei ersten Beinpaare ist mit einem Hör- haar versehen. a) An der Vorderseite der Schiene des ersten Beinpaares befindet sich, etwa auf der Höhe der zw^eiten Dorsalborste, ein stärkeres Borstenhaar; die Tasterkolbe des cf ist nicht so dick wie der Schenkel der Vorder- beine; cf 2 mm, 9 273 mm; im nassen Torfmoos Oreonetides iinbeoilliur. (Vergl. S.-B. Ges. naturf. Freunde Berlin, Jahrg. 11)02 S. 1U8.) 39* 612 Tierwelt [274 h) An der Vorderseite der Vorderschiene befindet sich kein stärkeres Borstenhaar; die Tasterkolbe des cT ist viel dicker als der Vorderschenkel, aaj Das Tarsenendglied des ersten Beinpaares, mit Einschluß der Krallen, ist auch beim reifen Tier länger als das vorletzte Glied (als der Metatarsus) ; die ganze Spinne ist braungelblich, auch das Sternum: das drittletzte und vorletzte Tasterglied des cf sind kurz, das letztere dicker, beide mit spärlichen kurzen Haaren besetzt; der Samengang des cT mündet retortenförmig; außerdem ist ein krallenförmiger Anhang vorhanden; die Vulva des 9 ist braun; in einer hinteren Ausrandung mit einem gelben Zäpfchen versehen; cf und 9 l^/^ mm; im nassen Torfmoos Miroiietata pallida (n. g. n. sp.) bb) Der Metatarsus der Vorderbeine ist beim reifen Tiere länger als der Tarsus mit Einschluß der Krallen: das Sternum ist sehr dunkel gefärbt, fast schwarz. a) Das Hörhaar steht auf dem Metatarsus des ersten Beinpaares vor (proximal) dem ersten Drittel der Länge; an den Tastern sind beim reifen Tier wenigstens die beiden Endglieder fast schwarz und auch bei jungen Tieren sehr dunkel gefärbt. Der behaarte Teil der Taster- kolbe des cf i'agt an der Basis und vor der Mitte eckig vor; die Vulva entsendet zwischen zwei runden Gruben einen breiten, hinten tief ausgeschnittenen Fortsatz nach hinten; cf und 9 fast 2 mm; an trockenen sonnigen Orten zwischen Detritus und Steinen Microiieta rurestris. ß) Das Hörhaar steht auf dem Metatarsus des ersten Beinpaares in oder hinter dem ersten Drittel der Länge; die Endglieder der Taster sind nicht dunkler als die Endglieder der Vorderbeine; der behaarte Teil der Tasterkolbe des cT ragt nicht eckig vor; die Vulva entsendet nach hinten drei Zipfel, die seitlichen sind behaart und schmal, der mittlere ist hinten .j.-förmig; cf 3V4 nim, 9 4 mm; besonders in dicken durch- wachsenen Moospolstern im Walde Macrarg'iis rufiis. n. Auf dem Metatarsus des ersten und zweiten Beinpaares steht nahe der Mitte eine dorsale Borste, welche wenigstens annähernd doppelt so lang ist wie die gewöhnlichen, abstehenden kleinen Tasthaare desselben Gliedes. A) Am Schenkel des ersten Beinpaares befindet sich, etwas an die Vorder- seite gerückt, ein kurzer dicker Stachel, der sich von einer mehr ventral stehenden, langen dünnen Borste scharf unterscheidet; oft befindet sich ein zweiter derartiger Stachel an der Dorsalseite des Schenkels mehr nach der Wurzel hin und oft auch einer auf dem Schenkel des zweiten Bein- paares (Viilroincnis, AA) Auf der Schiene des vierten Beinpaares befinden sich zwei dorsale Stacheln, von denen der zweite (distale) zwar etwas schwächer ist als der erste, aber doch ebenso stark wie der Stachel auf dem Knie; an der 275] Analytische Übersicht der Tiere 613 Vorderseite der Schiene des ersten Beinpaares befindet sich mitten zwischen den beiden dorsalen Borsten ein stärkeres Borstenhaar. a) Der behaart'e Teil der Tasterkolbe des cf ragt an der Basis nicht eckig- vor; dafür befindet sich an der Basis ein langer pinselförmiger Anhang; die Vulva ist mit einem glänzenden, an den Seiten eng ein- geschlossenen rundlichen Mittelstück versehen; ^ und '^ 3^\ mm; an nassen Stellen im Moos und zwischen Pflanzen Ceiitroinenis expertus. b) Der behaarte Teil der Tasterkolbe des o^ ragt an der Basis eckig vor; der Pinsel fehlt; die Vulva zeigt kein glänzendes, an den Seiten eng eingeschlossenes Mittelstück. «) Ein basaler lappiger Anhang an dem behaarten Teil der Tasterkolbe des : ' ist mächtig entwickelt und am Rande gezähnt : die Geschlechts- organe des cf sind mit einem einfach zapfenförmigen, distal gerichteten dunklen Anhang versehen; die Vulva ist mit einem, vorn sehr dicken und quergefalteten, hinten A-förmig vorragenden Anhange versehen; cf 3V3 mm, o 3V2ram; an lichten Waldstellen im Moos und Detritus, besonders auf kalkhaltigem Boden .... Ceiitronierus sylvatieiis. ß) Der lappige Anhang an der Basis der Tasterkolbe ist kurz und nicht am Rande gezähnt: der distal gerichtete dunklere Fortsatz an den Geschlechtsorganen des cf endet gabelig oder gebogen krallenförmig; der Anhang der Vulva ist an der Basis nicht breit und nicht quer- gefaltet. afx) Der dunkle Endanhang der Geschlechtsorgane des cf ist kurz "gabelig mit einem spitzen und einem stumpfen Ast versehen; außer- dem ist ein feilenartig vielzähniges Kissen vorhanden; die Grube der Vulva ist vorn gerade quergestutzt; cf und 9 2'/2 mm; im Moos und Detritus lichter Kiefernwälder Centroiiienis pabulator. (iß) Der wenig verdunkelte kleine Endanhang an den Geschlechtsorganen des cf ist krallenförmig: außerdem ist ein gestielter, etwa sieben- zähniger Anhang vorhanden: die Grube der Vulva ist vorn gerundet und von einem dünnen, eingebogenen, dem Vorderrande entspringen- den Anhang der Länge nach durchzogen ; q" und Q 2V/^mm: im Moos und Detritus lichter Waldteile Ceiitroinonis iiieiliinn. BB) Auf der Schiene des vierten Beinpaares befindet sich nur ein dorsaler Stachel; an der Vorderseite der Schiene des ersten Beinpaares befindet sich kein stärkeres Borstenhaar; der Schenkel des ersten Beinpaares ist oft nur mit einem Stachel (an der Vorderseite) versehen und der Schenkel des zweiten Beinpaares oft stachellos. a) Beim -f befinden sich auf dem Schenkel des ersten Beinpaares stets zwei Stacheln, einer dorsal und einer mehr nach vorn: der behaarte Teil der Tasterkolbe ragt an der Wurzel kaum vor: die Kopulations- organe sind im distalen Teil neben einer Kralle mit einem dunklen. 614 Tierwelt [276 langen stumpfen Körper versehen : der lange, zungenförmige Anhang an den Geschlechtsorganen des 9 entspringt über den Samenblasen, hinter zwei von den Seiten sich fast vereinigenden dunkleii Körpern; cT und 9 IV2 — '^Vi ™"^5 ^^ Gebirgsgegenden im Moos; (arcanus Sim. 1881, KuLCz. 1894, F. Dahl 1902, ob auch Camrr. 1873, ist fraglich) [Ceiitroiuerus arcanus]. b) Auf dem Schenkel des ersten Beinpaares ist fast immer nur der vordere Stachel vorhanden: der behaarte Teil der männlichen Taster ragt an der Wurzel sehr stark vor; der zungenförmige Anhang an den weiblichen Geschlechtsorganen entspringt an der Basis derselben. a) Die Endborste auf dem drittletzten Tastergliede des cf ist nicht merklich dicker als die Endborste auf dem vorletzten Gliede; die Ge- schlechtsorgane des cT besitzen an der Basis keinen langen sichel- förmigen Anhang: der zungenförmige Anhang an den Geschlechts- organen des 9 ist etwa um die Hälfte länger als die Vulva und im vorragenden Endteil schmaler als im Wurzelteil: rf und 9 1"74 — 2 mm; im Torfmoos Ceiitromeriis clilutus. ß) Die Endborste auf dem drittletzten Tastergliede des cf ist doppelt so dick wie die auf dem vorletzten Gliede; die Kopulationsorgane des cT sind an der Wurzel mit einem sichelförmigen dunklen Anhang ver- sehen, der länger ist als der größte Durchmesser des Gliedes: der zungenförmige Anhang der Geschlechtsorgane des 9 ragt kaum über deren Hinterrand vor; cf und 9 IV2 — ^^4 i^ni; an nassen, lichten Waldstellen: (aequalis Westr. 1851, F. Dahl 1886, non C. L. Koch 1841; brevipalpus Sim. 1881, non Menge 186(3) Centromerus brevivulvatus nom. nov. B) Die Schenkel der Beine sind alle stachellos; nur eine längere Borste ist an der Vorderseite des Vorderschenkels nahe dessen Ende vorhanden; die breite Vulvagrube ist um den ganzen Vorderrand breitfaltig gerandet und lang behaart; vom Vorderrande bis hinten durch ein schmales faltiges Septum geteilt; 9 IV2 1^™; unter Buchenlaub Parasiiitula n. g. balteata. XIII. Deckeniietzspiniiei», Lin.vphiidae. I. Der Metatarsus an den beiden vorderen Beinpaaren ist dorsal mit mindestens einer stärkeren, abstehenden Borste oder mit einem Stachel versehen. A) Der Schenkel des ersten Beinpaares ist mit mindestens einem dorsal oder fast dorsal stehenden Stachel versehen (nicht zu verwechseln mit einer nach unten und etwas nach vorn gerichteten Borste gegen das Ende des Gliedes). AA) Auch der Schenkel des zweiten Beinpaares ist mit mindestens einem Stachel versehen. 277] Analytische Übersicht der Tiere 615 a) Auch der Schenkel des vierten Beinpaares, meist auch der des dritten, ist mit einem oder mehreren dorsalen Stacheln versehen: der Hinterleibs- rücken ist entweder ganz hellgelblich gefärbt oder hell bezw. dunkel gezeichnet. aa) Die Schiene und das Knie zusammen sind am vierten Beinpaar ein wenig länger als am ersten Beinpaar; der Cephalothorax ist dorsal auf hellgelblichem Grunde mit einer vorn nicht geteilten, dunklen Längs- linie versehen; cf und 9 5 mm an sonnigen, unbebauten Stellen im Rasen Stenioiiyphaiitos liiioatus. bb) Die Schiene und das Knie sind am ersten Beinpaar länger als am vierten Beinpaar: der Rücken des Cephalothorax ist entweder mit einer vorn durch eine helle Linie geteilten dunklen Mittelbinde ver- sehen oder er ist in der Mitte unbezeichnet. «) Der Cephalothorax ist oben jederseits vor dem Rande mit einer scharfen dunklen Längsbinde auf hellem Grunde versehen: die vorderen Mittelaugen sind wenig kleiner als die hinteren; der Kopf des cf ist gehoben und stark behaart; cf 4 mm, 9 4^1^ mm; auf niederen Pflanzen in feuchten Wäldern Floronia freuata. ß) Der Rücken des Cephalothorax ist vor dem Seitenrande nicht mit einer dunklen Längsbinde gezeichnet: die vorderen Mittelaugen sind sehr viel kleiner als die hinteren Liiiypliia. ««) Der Cephalothoraxrücken ist mit einer dunklen, auf dem Kopfe durch eine helle Linie geteilten Mittelbinde auf hellbraungelbem Grunde versehen ; cf und 9 etwa 6 mm : auf niederen Pflanzen an lichten Plätzen in Wäldern . . Liiiyphia montan a L. (triangularis). ßß) Auf dem Kopfe befindet sich keine durch eine helle Linie geteilte dunkle Längsbinde. * Auf dem Schenkel des vierten Beinpaares befinden sich mindestens zwei Stacheln: über den Hinterleib verläuft eine breite, innen hell marmorierte dunkle Längsbinde, welche fast den ganzen Rücken einnimmt: der Bauch ist mehr oder weniger hell gefleckt. -(• Der Schenkel des ersten Beinpaares ist dorsal mit 1 — 2, vorn mit 3 — 4 Stacheln versehen; der Bauch des Hinterleibes ist in der Mitte meist deutlich aufgehellt: die Beine sind immer deutlich dunkel geringelt; c und 9 G\ o nim; an schattigen Stellen feuchter Wälder, auch in Häusern Linyphia resnpina-douiostica Geer (montana)- -'r\ Der Schenkel des ersten Beinpaares ist dorsal mit zwei, vom mit einem Stachel versehen; die Mitte des Bauches zwischen den vier weißen Punkten ist stets einfarbig dunkel: die Beine sind oft einfai'big; c'^ und 9 4 mm: an feuchten Orten am Boden Linyphia clathrata. 616 Tierwelt [278 ** Auf dem Schenkel des vierten Beinpaares befindet sich nur ein Stachel; die dunkle Mittelbinde des Hinterleibes ist entweder schmal oder sie fehlt gänzlich: beim r{' ist der Hinterleib schwarz, nur vorn mit zwei weißen Flecken versehen. Der Bauch ist stets ein- farbig schwarz; an sonnigen Stellen auf niederen Pflanzen Linyphia pusilla. b) Auf dem Schenkel des vierten Beinpaares befindet sich kein Stachel, aa) Auf dem Metatarsus der beiden ersten Beinpaare stehen zwei dorsale Borsten hintereinander: am Metatarsus des dritten und vierten Bein- paares stellen zwei ventrale Endstacheln; am hinteren Mandibelrande befinden sich wie am vorderen fünf lange Zähne; die großen vorderen Mittelaugen stehen nahe am Vorderrande des Kopfes; auf dem Hinter- leibe befinden sich zwei Reihen großer dunkler Flecke ; cf und 9 4 mm ; sie überspinnt kleine Bodenvertiefungen in Nadelholzwäldern mit einer dichten Decke Tapinopa loii^idoiis. bb) Auf dem Metatarsus der beiden ersten Beinpaare befindet sich nur eine dorsale Borste, am Metatarsus der hinteren Beinpaare keine ven- tralen Endstacheln; am hinteren Falzrande der Mandibeln stehen fünf kleine Zähnchen; die kleinen vorderen Mittelaugen sind weit vom vorderen Kopfrande entfernt; auf dem vorletzten Tastergliede des cf stehen etwa sechs größere Stachelborsten; der Hinterleib ist oben ein- farbig; 9 und cf 2^4 mm; an ziemlich lichten, trockenen Orten, im Moos Ceiitromerita (n. g.) (Centromerus, Centromeria, non Stäl 1871) bioolor. BB) Der Schenkel des zweiten Beinpaares ist stachellos a) Der Metatarsus des ersten Beinpaares ist mit mehr als einem Stachel versehen ; der Kopf des cf ist stark und spitz gehoben ; cT 3^/^ mm , 9 4 mm; (der Rücken der Cephalothorax ist mit einer dunklen mittleren Längsbinde versehen); in Wäldern unter Steinen usw. Bolypliantos alticeps. b) Der Metatarsus des ersten Beinpaares ist mit nur einem Stachel ver- sehen; der Kopf des (^ ist niemals gehoben .... Lephthyphaiites. aa) Auch der Metatarsus des vierten Beinpaares ist mit einem Stachel versehen; der Hinterleibsrücken ist niemals einfarbig dunkel. «) Die Schiene des dritten und vierten Beinpaares ist unmittelbar am Ende hinten mit einem Stachel versehen; der Rücken des Cephalo- thorax ist hellbraungelb, mit einer mittleren dunklen Längsbinde ver- sehen; der Stachel auf dem drittletzten Tastergliede des cf ist hinter der Mitte verdickt; cf 2^4 nim, 9 2^2 mm; in Wäldern am Fuße hoher Kiefern licplillivpliantes «'riifii»(M". ß) Die Schiene des dritten und vierten Beinpaares ist unmittelbar am Ende stachellos, in einiger Entfernung vom Ende aber dorsal, bis- weilen auch liinten mit einem Stachel versehen: der Rücken des 279] Analytische Übersicht der Tiere . 617 Cephalothorax ist nicht mit einer dunklen Mittelbinde versehen; die Borste auf dem drittletzten Tasterglied des cf ist hinter der Mitte nicht verdickt. ««) Die Schiene des dritten und vierten Beinpaares ist (bei reifen Tieren) in der Gegend des zweiten dorsalen Stachels auch hinten mit einem Stachel versehen; die Mandibeln sind braungelb: ''' und 9 2V9 mm : im Detritus und Moos der Wälder auf kalkhaltigem Boden Leplithyphaiites cristatiis. ßß) Die Schiene des vierten Beinpaaras ist stets nur mit zwei (dorsalen) Stacheln versehen: die Mandibeln sind schw^ärzlich. * Der Durchmesser der vorderen Mittelaugen ist nur -/g so groß wie der der hinteren Mittelaugen: die Beine sind beim reifen Tier leb- haft gelblich: cf 2V4 mm, Q 2^/3 mm; unter Laub und Steinen an schattigen, feuchten Waldstellen . Lephtliyphantes teuebricola. ** Der Durchmesser der vorderen Mittelaugen ist wenig kleiner als der der hinteren Mittelaugen: die Beine sind stets blaßgelblich; cT und 9 2 ram: im Moos lichter Waldstellen auf kalkarmem Boden Lephthyphaiites teiiuis. bb) Der Metatarsus des vierten Beinpaares ist stachellos: der Hinter- leibsrücken ist oft, aber nicht immer, einfarbig. a) Der Rücken des Cephalothorax ist fast schwarz, bei jungen Tieren dunkelbraun; der Hinterleibsrücken ist hell und dunkel gezeichnet; die hellen Teile weiß gemischt, nur beim reifen d"' fast schwarz; cf 2 mm, 9 2^3 mm; unter dickerer Laub- und Detritusschicht in feuchten Wäldern Lephtliyphantes flavipes (henricae). ß) Der Rücken des Cephalothorax ist braungelb, nur mit scharfer dunkler Randlinie versehen; der Hinterleibsrücken ist einfarbig oder er wird nur nach oben allmählich heller. aa) Das drittletzte Tasterglied des rj' ist winkelförmig gebrochen und auf dem Winkel mit einem Stachel versehen ; die Vulva ist eine stark vorragende, gestreckte Wulst; d' und 9 2V4mm; unter Laub und Nadeln sumpfiger Waldstellen . Lephtliypliaiites aiii>iilipalpis. ßß) Das drittletzte Tasterglied des rf ist an der Stelle, wo der Stachel steht, nicht winklig gebrochen; die Vulva ist ein rundes, Aveniger vorragendes, hinten mit einem Knöpfchen versehenes Plättchen; cf und 9 1^/^mm; im Moos und Detritus trockener Kiefernwälder Leplitliyphaiites inansuetus. B) Der Schenkel des ersten Bein paares ist stachellos (nur eine» Borste ist an der Ventralseite, etwas nach vorn, nahe dem Ende, vorhanden) 3reiiu,'ea |Pedina, Pedinella]. (Vergl. F. Cambridge in: Ann. Mag. nat. Hist. ser. 7 vol. U, 15>03 p. 35 und F. Dahl, Araneae, Spinnen in: Süßwasserfauna Deutschlanrls. .Jena 1909. S. 8). 618 Tierwelt [280 a) Der Metatarsus der beiden ersten Beinpaare ist mit zwei ventralen Stacheln versehen; die am Ende verdickten und zerteilten Borsten auf dem basalen Fortsatz der männlichen Tasterkolbe sind alle fast gleich lang; die vorgewölbte Wulst der Vulva ist nicht mit einer Grube ver- sehen; cf o'/o mm, 9 5 mm [M^iig-ea .scopig-era|. b) Der Metatarsus der beiden ersten Beinpaare ist stachellos; die dicken Borsten an dem basalen Tasterkolbenfortsatz des cf sind sehr verschieden lang; die vorgewölbte Wulst der Vulva ist ausgehöhlt und in der Aus- höhlung mit zwei Höckern versehen; cT 3^4 mm, 9 4 mm; an Stellen, die meist unter Wasser stehen, zwischen Pflanzen usw^ Meiigea inarchiea. IL Der Metatarsus aller Beine ist stachel- und borstenlos. A) Der Schenkel aller Beine ist stachellos (nur eine Borste ist an der Ventralseite nahe vor dem Ende vorhanden); die Schiene der beiden ersten Beinpaare ist, außer den beiden dorsalen Stacheln, nur hinten mit einem Stachel versehen; cf und 9 IV2 mm; an feuchten aber sonnigen Orten Sintula al'ria. B) Der Schenkel des ersten Beinpaares ist mit wenigstens einem dorsalen Stachel versehen; die Schiene des ersten Beinpaares trägt vor dem Ende vorn und hinten einen Stachel (außer der dorsalen Stachelborste) Batliyphaiites. AA) Die Schenkel aller Beinpaare oder doch der drei ersten Paare sind mit einem dorsalen Stachel versehen. a) Der Hinterleib ist oben ebenso dunkel gefärbt wie an den Seiten; die Seiten des Cephalothoraxrückens sind nicht dunkler als die Schenkel der Beine; die Geschlechtsorgane des cf sind sehr lang gestreckt und die Vulva ist mit einem langen fadenförmigen Anhang versehen; cT und 9 2^2 mm; an feuchten, schattigen Orten unter Laub Batliyphaiites coneolor. b) Der Hinterleib ist dorsal heller gefärbt oder gezeichnet; im ersteren Falle nicht oder weniger dunkel gezeichnet: die Seiten des Brustrückens sind viel dunkler als die Schenkel der Beine. aa) Der Hinterleibsrücken ist in beiden Geschlechtern mit dunklen bzw. hellen Winkelflecken versehen, die in der Mitte nicht oder kaum unter- brochen sind und bisweilen durch eine dunkle Mittellinie zusammen- hängen; ein zahnartiger Anhang am Ende der Geschlechtsorgane des cf ist *an der Basis sehr viel dicker als ein Haaranhang gleich weit vor seinem distalen Ende; an der Vulva ragt ein stumpfdreieckiger, am Ende glänzender Körper unter einem Querabsatz vor; cf und 9 2^/3 mm; zwischen Pflanzen an Orten, die oft unter Wasser stehen Riitliyphaiitos a|ipi'<>\iinatus. 281] . Analytische Übersicht der Tiere 619 bb) Die dunklen Zeichnungen des Hinterleibsrückens sind beim 9 hinten in der Mitte immer breit hell unterbrochen, beim cf ist aber der Hinterleib bisweilen fast ganz schwarz; ein Zahn am Ende der Geschlechts- organe des cf ist an der Basis nicht dicker als ein langer gebogener Anhang in gleicher Entfernung von dessen Ende; die Vulva ist eine tiefe, vorn gestutzte Grube, aus welcher hinten eine dünne Zunge vor- ragt; c" und 9 SVAj nim; auf und zwischen niederen Pflanzen in feuchten Wäldern Batliypliaiites nig^riiius. BB) Die Schenkel der beiden hinteren Beinpaare sind stachellos. a) Der Hinterleibsrücken ist entweder ganz w^eißgelblich gefärbt oder nur hinten jederseits der Mittellinie dunkel; die Schenkel der Beine sind nicht oder kaum heller als die Mitte der Cephalothoraxrückens: die Vulva zeichnet sich durch einen sehr langen dünnen Anhang aus; 9 1% mm bis 2^3 mm; zwischen hohen Gräsern an nassen, sonnigen Orten Batliypliaiites piillatus. b) Der Hinterleib ist entweder ganz dunkel gefärbt oder doch vorn oben mehr oder weniger dunkel gezeichnet, seilten einfarbig w'eißgelblich, dann sind aber die Schenkel der Beine ebenfalls weißlich und sehr viel heller als der Cephalothoraxrücken: die Vulva ist nicht mit einem langen Fadenanhang versehen. aa) Die Beine sind sehr hell gefärbt, die Schienen sehr viel heller als die hellsten Teile der Mandibeln; der Hinterleib ist entweder ganz dunkel oder ganz weißgelblich oder endlich hell gefärbt und nament- lich vorn auf dem Rücken mit dunklen Flecken versehen: rj^ und 9 2V2 Toam; auf Gesträuch an sonnigen Orten Bathypliante.s dor.salis. bb) Die Schienen' der Beine sind nicht oder kaum heller als die hellsten Teile der Mandibeln. «) Der Hinterleibsrücken ist mit zwei Reihen großer, heller Flecke versehen, die sich bisweilen so ausdehnen, daß nur noch dunkle Quer- linien oder Dreiecke übrig bleiben: die Geschlechtsorgane des c^ sind am Ende mit einem kreisförmig gebogenen dicken Anhang versehen; die Vulva ragt stark wulstartig vor und ist mit zwei deutlichen dunklen Längslinien gezeichnet: am hinteren Absatz derselben ragt ein kleines rundes Knöpf chen vor: rf IV4 nim, 9 2^4 nim; an nassen Orten im hohen Gras am Boden Batliypliaiites gracilis. ß) Der Hinterleibsrücken ist einfarbig dunkel; die Geschlechtsorgane des cf sind wie bei der vorhergehenden Art, aber der gebogene Anhang an der Basis der Keule ist mit dichteren und längeren Haaren besetzt; die Vulva wölbt sich weniger vor und deutliche dunkle Längslinien sind auf ihr nicht vorhanden: hinter dem Hinterrande befindet sich ein kleines braunes Querstück, zwischen diesem und der Bauchfläche ragt ein kleines Züngelchen vor: - und 9 2^j^mm: im Sumpfwakle am Boden BatliypIiaiUes parvuliis Westr. 620 Tierwelt [282 XIY. Stachelfußsphineii, Mimotidae. Der Cephalothorax ist hellgelb; der Rücken desselben mit dunklem Rande und dunklen Flecken versehen, in der Mitte meist mit einem nach hinten gerichteten Pfeilfleck; das Sternum zeigt dunkle Randflecke; cT 2^/^ mm, O 31/^mm; an feuchten Stellen auf und zwischen Pflanzen Ero fiircala (thoracica). XV. GroßkiefVrspiimeii, Tetragiiathidae. I. Die Beine sind reich bestachelt, beim erwachsenen Tier tragen die Schenkel des ersten und die Schienen des vierten Beinpaares mehrere Stacheln, bei ganz jungen Tieren steht auf den Schienen wenigstens ein Stachel, der annähernd so lang ist wie der Durchmesser des Gliedes, der Hinterleib ist sehr gestreckt, beim erwachsenen Tier über doppelt so lang wie breit Tetragiiatlia. A) Die Brust (Sternum) ist entweder einfarbig dunkel oder sie wird nach der Mitte hin allmählich etwas heller; der Körper des 0" ist mit den vor- stehenden Kiefern 9 mm, der des $ 11 mm lang; an feuchten, schattigen Orten auf Pflanzen Tetragiiatha solaiidri. B) Das Sternum ist in der Mitte mit einem scharf abgesetzten hellen Längsfleck versehen; die beiden Silberstreifen am Bauche des Hinterleibes sind deutlicher; cT 8 mm, 9 12 mm: an offenen, sonnigen Stellen auf Pflanzen Tetragiiatha exteiisa. n. Die Beine sind ganz unbestachelt, die stärksten Borsten befinden sich auf den Knien; auf den Schienen stehen, abgesehen von den feinen Hör- haaren keine Borsten, welche auch nur ^/^ der Dicke des Gliedes erreichen; der Hinterleib ist nicht IVo mal so lang wie breit .... Paehygiiatha. A) Der Rücken des Cephalothorax ist hell; gelblich oder rötlich gefärbt, nur eine schmale mittlere Längsbinde, meist auch jederseits eine Seiten- binde und einige Zeichnungen am Kopfe sind schwärzlich. a) Die Mandibeln sind hellbraun, nur beim reifen f etwas dunkler als die hellen Teile des Cephalothoraxrückens ; die dunkle Mittelbinde auf dem letzteren ist auf dem Kopfe nicht oder wenig erweitert; :" .')! ^ wim, 9 6V2 mm; an feuchten, sonnigen Orten am Boden und auf niederen Pflanzen Paeh.vgnatha clercki. b) Die Mandibeln sind beim reifen Tier schwai'z, bei unausgefärbten Tieren immer noch viel dunkler als die hellen Teile des Brustrückens; die dunkle Mittelbinde des letzteren ist auf dem Kopfe stark erweitert; c<^ 4 mm, 9 4V2 mm; an feuchten, schattigen Orten am Boden und auf niederen Pflanzen Pai-h.vg:iiatha listeri. B) Der Rücken des Cephalothorax ist schwarz, nur neben der Mittellinie mehr oder weniger aufgehellt: das d' ist mit den vorstehenden Kiefern 283] Analytische Übersicht der Tiere 621 nur 3^/2 mm. das ^ 4 mm lang; an trockenen, lichten Orten, besonders neben Gewässsern Pachyfiiiatha de-jieeri. XVI. Haduct/spiiiiKMU Araneidae. I. Der Hinterleib setzt sich hinten über den Spinnwarzen in einen starken Höcker fort; der Höcker trägt oben und an jeder Seite einen kleinen Vor- höcker; der Cephalothorax ist einfarbig schwarz; cf 4 mm, - ömm; an sonnigen, steinigen Orten Cyclosa oculata. n. Der Hinterleib ist hinten nicht in einen Höcker ausgezogen; der Cephalo- thorax ist seltener einfarbig schwarz. A) Der Rücken des Cephalothorax ist mit einer dunklen mittleren, vorn (meist von der Rückengrube an) durch eine feine helle Linie, hinter den Augen oft durch ein breites helles Feld und durch Seitenflecke geteilten Längsbinde versehen ; am vorderen Falzrande der Mandibeln stehen immer nur drei Zähne; cT meist 5 — 6 mm, 9 5 — 7 mm; auf niederen Pflanzen Meta reticulata (segmentata). B) Eine dunkle mittlere Längsbinde ist auf dem Cephalothorax entweder nicht vorhanden oder sie ist vorn nicht durch eine helle Mittellinie geteilt: am vorderen Falzrande der Mandibeln stehen bei Tieren über 2^2 nam Länge stets vier Zähne, von denen der basale und der dritte klein sind. a) Auf dem Metatarsus des vierten Beinpaares befindet sich, im Gegen- satz zu dem der drei vorderen Beinpaare, kein Hörhaar. aa) Auf dem Hinterleibe befindet sich dorsal, in der Nähe des Vorder- randes, entweder ein heller, nicht dunkel ausgefüllter Längsfleck oder Längsstreif, der sich oft bis zu den Spinnwarzen fortsetzt; oder der Hinterleib ist dorsal fast ganz schwarz; er ist nach vorn ebenso stark ver- engt wie nach hinten Siii^a. «) Die helle Längsbinde des Hinterleibes wird in der Mitte von mehreren hellen Querlinien durchkreuzt; das Feld der vier Mittelaugen ist vorn breiter als hinten; rj 3^ 2 nim, 9 6 mm: an sonnigen Stellen mit sparrigen Pflanzen Siii^a hainata. ß) Die helle Längsbinde des Hinterleibes wird nicht von hellen Quer- linien durchkreuzt, ist aber in der Mitte bisweilen unterbrochen oder sie fehlt gänzlich; das Feld der vier Mittelaugen ist vorn etwas schmaler als hinten; cf 2^/4 mm, 9 4 mm; an sonnigen Orten mit niederen Pflanzen Siiifja p.vg:inaoa. bb) Auf dem Hinterleibe befindet sich nie ein basaler, ganz heller Mittel- fleck und ebenso ist er dorsal nie ganz schwarz; ist ein heller Basalfleck vorhanden, so ist dieser dunkel ausgefüllt: der Hinterleib ist hinten mehr verengt als vorn, fast herzfiu'mig Atca. 622 Tierwelt [284 a) Die Brust (das Sternum) ist am Rande scharf abgesetzt, schwärzlich, in der Mitte hellgelblich: J' 31/4 mm, $ i^/.^ mm: in Wäldern mit niederem Laubholzgebüsch Atea dludia. ß) Das Sternum ist in der Mitte höchstens mit einem sehr kleinen hellen Fleck versehen oder es ist nach der Mitte hin etwas aufgehellt. aa) Auf dem Hinterleibe ist der vordere Teil des Rückens bis auf eine dunkle Mittellinie hell, der Hinterteil zeigt drei nach vorn kaum diver- gierende dunkle Längslinien; cf 274 mm, ? 4 mm: auf dürrem Heide- boden Atea acalypha. ßß) Auf dem Hinterleibe befindet sich vorn ein dunkler, an den Seiten hell umzogen er Mittelfleck oder ein hell umzogenes Mittelfeld. * An der Vorderseite der Vorderschenkel gehen scharf dunkle Zeich- nungen bis fast zum Grunde des Gliedes hin; auf dem Cephalothorax sind die Seiten viel dunkler als der Kopf teil; cT 4^2 mm, 9 8 mm; an sandigen Orten mit sparrigen Pflanzen . . Atea redii (sollers). ** Die Schenkel sind alle nur gegen das Ende hin gleichmäßig dunkel gefärbt: der Cephalothorax ist auf dem Kopfteil nicht heller als an den Seiten. I Die Schiene und der Metatarsus des vierten Beinpaares zeigen immer Spuren eines dunklen Mittelringes; der Anhang an den Ge- schlechtsorganen des cT ist fast bis auf den Grund geteilt: die rot- braune glänzende Wulst der Vulva, über welche sich die lange, schmale Zunge legt, ist in der Mitte tief eingedrückt ; c^ etwa 7 mm, 9 etwa 8 mm : auf Laubholzbüschen • . . . . Atea pata^iäta. tt Die Schiene und der Metatarsus des vierten Beinpaares zeigen keine Spur eines dunklen Mittelringes ; der Anhang an den Geschlechts- organen des cf ist nicht bis zur Mitte geteilt; die glänzende rot- braune Wulst der Vulva, an welche sich vorn die schmale Zunge anlegt, ist in der Mitte gewölbt; ; etwa 7 mm, '^ etwa 9 mm: an baumfreien Orten auf niederen Pflanzen Atea cormita. b) Auf dem Metatarsus des vierten Beinpaares befindet sich, ebenso wie auf dem der drei vorderen Beinpaare, in der Nähe der Basis ein dorsales Hörhaar. «) Der Hinterleib ist vorn fast etwas zugespitzt und beim reifen Tier um den Vorderrand mit schwarzen Dornen besetzt; die Vorderhälfte desselben ist dorsal gelblich, entweder fast einfarbig oder mit dunklen Punkten, bisweilen auch mit dunklem Kreuz gezeichnet: cf 4 mm, .") mm; zwischen niederen Pflanzen lichter Wälder . . Cercidia proiiiiiieiis. ß) Der Hinterleib ist vorn breit und vollkommen gerundet, stachellos, hinten fast zugespitzt, in der Vorderhälfte dorsal, mit hellen Längsflecken und mit j-förmig gestellten Querflecken versehen; cf und Q ca. 10 mm; in Wäldern und Gebüschen Vraiioa (Epeira) diadeiiia. 285] Analytische Übersicht der Tiere 623 Schnecken, Mollusca Gastropoda. S. Clessix, Deutsche Exkursions-Molluskenfauna, 2. Aufl. Nürnberg 1884. H. Slaikoth, Versuch einer Naturgeschichte der deutschen Nacktschnecken und ihrer europäischen Verwandten in: Zeitschr. f. wiss. Zoologie. Bd. 42. 1885. S. 203—366, Tafel 7—11. O. Reinhardt, Verzeichnis der Weichtiere der Provinz Brandenburg. 2. Ausg. Berlin 1899. W. Taylor, Monograph of the Land and Freshwater Mollusca of the British Isles. Leeds 1907 ff. I. Der Körper ist nicht mit einem Gehäuse versehen. A. Das innere grubenförmige Ende des Atemschlitzes auf der (rechten) Seite des Schildes befindet sich weit vor der Mtte dieses Schildes; auf dem Schwänze befindet sich kein deutlicher Kiel. a) Auf dem schildförmigen Mantel befindet sich bei kleineren Tieren stets eine sehr deutliche dunkle Leierzeichnung und hinter dem Mantel an den Seiten des Körpers eine dunkle Längsbinde: der Schleim ist gelb: der Körper wird 6 cm lang: in Wäldern auf Laub und Detritus Arioii subfiiscus. b) Der Körper ist beim erwachsenen Tier schwarz (bezw. rotbraun), bei jungen Tieren grau, später wird zuerst der Kopf schwarz; der Schleim ist stets weißlich; der Körper wird (im lebenden gestreckten Zustande) 15 cm lang: auf feuchten Wegen .... Arion ater (empiricorum). B) Das innere grubenförmig erweiterte Ende des Atemschlitzes befindet sich immer hinter der Mitte des Rückenschildes; das Schwanzende des Körpers ist immer mit einem deutlichen Rückenkiel versehen. a) Der Rückeuschild reicht mit seinem Hinterende beim zusammengezogenen, in Alkohol aufgehobenen Tier fast bis zur Mitte des Körpers : dieser wird im gestreckten lebenden Zustande nur 2 cm lang und ist einfarbig grau; an sehr feuchten Orten Ijiinax iacvis. b) Der Rückenschild reicht nur bis zum Ende des vorderen Drittels der Körperlänge; der Körper wird im gestreckten lebenden Zustande 15 cm lang; er ist heller oder dunkler grau, der Kiel und seine Umgebung weißlich; auf Laub im Buchenwald Limax inaxiiiius. IL Der Körper ist mit einem spiralig gewundenen Gehäuse versehen. A) Das Tier kann sich nicht ganz in das Gehäuse zurückziehen; wenn man es in Alkohol wirft, so bleibt der Fuß außerhalb des Gehäuses gestreckt; die letzte Windung des Gehäuses ist, wenn man dieses genau von oben, d. h. vom Wirbel aus sieht, mindestens 1^ 4 mal so breit wie die andern Umgänge, bis zum Wirbel, zusammen; die Schale ist durchsichtig weißlich: die größte Ausdehnung des Gehäuses ist beim reifen Tier 4 mm; an feuchten, lichten Orten zwischen lebenden Pflanzen am Boden >itriua iteliiicida. 624 Tierwelt [286 B) Das Tier zieht sich, wenn man es reizt oder in Spiritus wirft, voll- kommen ins Gehäuse zurück; die Schale ist nicht oder weniger durchsichtig; die letzte Windung ist bei senkrechter Ansicht von oben nicht merklich breiter, oft viel schmaler als die andern Windungen bis zum Wirbel zu- sammen. AA) Das Gehäuse zeigt, wenn man es genau von unten, d. h. von der dem Wirbel entgegengesetzten Seite, sieht, in der Mitte ein rundes Nabel- loch, über welches der Mundsaum niemals so weit vorragt, daß man in der angegebenen Richtung nicht die tiefste Stelle des Loches sähe. a) Die Oberfläche des Gehäuses besitzt, trotz der bisweilen vorhandenen feinen Riefelung einen glasartigen Glanz, die Schale eine gelblich durch- scheinende Farbe; sie ist sehr zart und zerbrechlich. aa) Die letzte Windung des Gehäuses ist, wenn man dieses genau von oben, d. h. senkrecht auf den Wirbel sieht, vor der Mündung mit dem Mikrometer gemessen, fast immer ein wenig schmaler, selten genau so breit wie die beiden vorhergehenden Windungen an derselben Stelle zusammen; die Schale ist, auch wenn das Gehäuse leer ist, immer dunkler gelbbraun, an Stellen, wo das Tier innen ihr anliegt, sehr dunkelbraun; die größte Ausdehnung des Gehäuses ist beim reifen Tier 6 mm; an sehr feuchten Orten Zoiiitoides nitida. bb) Die letzte Windung des Gehäuses ist immer ein wenig breiter als die beiden vorhergehenden Windungen zusammen; die Farbe der Schale ist heller, auch da, wo das Tier ihr von innen fest anliegt. a) Die Umgänge des Gehäuses sind bei Lupenvergrößerung sehr deut- lich und regelmäßig quer geriefelt; die größte Ausdehnung des Gehäuses steigt nicht über 4 mm ; im Moos lichter Wälder und in dünner Detritus- schicht Hyalina radiatula. ß) Die Windungen des Gehäuses sind nur mit feinen Ansatzstreifen versehen, an manchen Stellen ganz glatt; die größte Ausdehnung des Gehäuses steigt bis auf 9 mm; unter Buchenlaub und in dicker Detritus- schicht in W^äldern Hyalina nitidula. b) Die Oberfläche der Schale ist ziemlich matt, höchstens mit fettartigem Glanz versehen; sie ist nie durchscheinend horngelblich. aa) Das Gehäuse ist entweder auf der Mitte der Umgänge mit einer Reihe von stachelartigen Fortsätzen oder überall mit dichtstehenden Haaranhängen versehen. «) Das Gehäuse ist nur mit einer Spiralreihe hoher Stachelanhänge be- setzt, im Profil gesehen so hoch wie breit, 2 mm hoch und 2mm breit; unter feuchtem Laub Acantliinula aculeata. /j) Das Gehäuse ist überall mit dichtstehenden Haaren besetzt, im Profil gesehen flach gedrückt, oben gerundet, bis 8 mm breit und T)^ '., mm hoch; an feuchten Orten auf niederen Pflanzen . Trichia hispida. 287] Analytische Übersicht der Tiere 625 bb) Die Oberfläche des Gehäuses ist weder mit Stachelanhängen noch mit Haaren besetzt. a) Die Umgänge des Gehäuses sind dorsal mit großen braunen Flecken gezeichnet und fein quer gerippt: das Gehäuse ist sehr flach gedrückt; die Mündung zeigt oben außen einen gerundeten Winkel; das Gehäuse wird ß — 7 mm breit und 3 — 4mm hoch: zwischen Buchenlaub und in dicker Detritusschicht der Wälder Patula rotuiidata. ß) Die Umgänge des Gehäuses sind entweder einfarbig oder mit dunklen spiralig verlaufenden Bändern gezeichnet; der äußere Mündungsrand ist vollkommen gerundet. aa) Das Gehäuse wird nur 8 mm breit und P/g mm hoch und besitzt, wenn es ausgewachsen ist, einen verdickten äußeren Mündungssaum. * Die Oberfläche der Windungen ist mit hohen, aber zarten Quer- lamellen versehen : das Gehäuse wird 3 mm breit und 1^2 i^ni hoch; auf grandigem Boden im sonnigen Rasen Yalloiiia costata. ** Die Oberfläche der Windungen ist glatt; das Gehäuse wird 2^/.^ mm breit und U ^ mm hoch: an sonnigen Steilen auf kalk- haltigem Boden A'allonia pulchella. ßji) Das Gehäuse des reifen Tieres ist mindestens 4 mm breit und 2 mm hoch; der äußere Mundsaum ist nie verdickt. * Das Gehäuse ist sehr flach gedrückt bei Profilansicht am Wirbel gerundet, unter dem Wirbel höchstens halb so hoch wie breit; die Entfernung der beiden Ansatzpunkte des äußeren Mundsaumes auf der vorletzten Windung ist nicht -3 so groß wie der größte Durch- messer des Mündung. t Das Gehäuse wird nur 4V2 nim breit und 2 mm hoch ; es ist stets weiß und die Schale sehr zart; unter Laub an schattigen Orten. Hyaliiia pura. tt Das Gehäuse wird 16 mm breit und 7 mm hoch: es ist meist auf weißlichem Grunde mit spiralig verlaufenden dunklen Bändern versehen: an trockenen sonnigen Orten mit kalkhaltigem Boden im Rasen Xerophila eaiidicaiis. ** Das Gehäuse ist höher, der Gewindeteil flach kegelförmig vor- gezogen, bei Profilansicht unter dem Wirbel etwa -/^ so hoch wie in der größten Ausdehnung breit: die Entfernung der beiden Ansatz- punkte des äußeren Mundsaumes ist mehr als ^/^ so groß wie der größte Durchmesser der Mündung; das Gehäuse ist rötlich; es wird 19 mm breit und 15 mm hoch; an sonnigen Orten auf feuch- tem, aber nicht sumpfigem Boden . . . Fruticicoia friiticum. BB) Das Gehäuse zeigt, wenn man es genau von unten sieht, in der Mitte kein rundes Nabelloch; ist ein Loch vorhanden, so wird dasselbe vom IMündungssaum so weit überragt, daß man bei Ansicht von unten den Beiträge zur Naturdenkmalpflege. III 40 626 Tierwelt [288 tiefsten Punkt der Höhlung nicht sehen kann; nur wenn der bei jungen Tieren sehr zarte Mündungssaum am Nabel abgebrochen wird, kann man bei senkrechter Ansicht von unten ganz in das Loch hineinsehen. a) Das Gehäuse ist, wenn man den Gewindeteil genau im Profil sieht und die Spitze (bezw. den Wirbel) nach oben kehrt, deutlich oder viel breiter als hoch. aa) Das Gehäuse ist klein; die größte Ausdehnung desselben ist S^o mm und dabei zeigt das Gewinde 5 — 6 Umgänge; an lichten feuchten Stellen im Moos und Detritus Coiiulus fulvus. bb) Das Gehäuse ist groß; die größte Ausdehnung beim reifen Tier ist 20 — 40 mm, bei jungen (und deshalb kleineren) Tieren zeigt das Gehäuse niemals 5 Umgänge. a) Die Schale besitzt einen fettartigen Glanz und eine ziemlich leb- hafte rötliche oder gelbliche, oft mit dunklen Spiralbändern gezeichnete Farbe. ««) Der äußere Mundsaum ist beim reifen Tier dunkel gefärbt; das Gehäuse erlangt eine Ausdehnung bis zu 24 mm; an feuchten Orten mit nicht zu kalkarmem Boden auf Pflanzen, im Winter am Boden. Helix iiemoralis. ßß) Der äußere Mundsaum ist auch beim reifen Tier weiß; das Ge- häuse erreicht eine größte Ausdehnung von 22 mm; auf sonnigen Hügeln mit Schlehbüschen und an andern lichten Orten mit kalk- haltigem Boden Helix liorteiisis. ß) Die Schale ist glanzlos rötlich weiß mit sehr undeutlichen breiten Spiralbändern gezeichnet; der äußere Mundsaum ist hell; das Gehäuse erreicht eine Ausdehnung von fast 40 mm; an lichten Plätzen auf kalkhaltigem Boden .... Weinbergschnecke, Helix pomatia. b) Das Gehäuse ist, mit dem Wirbel nach oben im Profil gesehen, höher als breit. aa) Die Mündung des Gehäuses ist fast doppelt so hoch wie breit und oft, aber nicht immer, um mehr als die Hälfte höher als die Höhe des Gewindeteiles über der Mündung. «) Der Gewindeteil des Gehäuses über der Mündung ist, wenn man das Gehäuse im Profil sieht, etwa ebenso hoch wie die Mündung: das Gehäuse ist bei 5 mm Höhe fast 3 mm breit; eine Wasserschnecke, welche zwischen Sumpfgräsern oft auch außerhalb des Wassers zu finden ist Liiiinaea truneatiila. ß) Der Gewindeteil des Gehäuses über der Mündung ist selten über ^/r, SO hoch wie die Mündung, echte Landschnecken, die nie im Wasser vorkommen, z. T. aber an Wasserpflanzen über dem Wasser. aa) Die Mündung des Gehäuses ist IV4 — l"/;j mal so hoch wie der Gewindeteil desselben über der Mündung; das Gehäuse ist meist 289] Analytische Übersicht der Tiere 627 mehr oder weniger mit Schmutz bedeckt, bei 5 mm Länge 3 mm breit; meist weit vom Wasser entfernt an feuchten Orten im Detritus Siicciiioa oblon^a. ßß) Die Mündung ist meist 2 — 3 mal so hoch wie der Gewindeteil des Gehäuses über der Mündung; dieses ist nie mit Schmutz bedeckt. * Das Gehäuse ist, auf die Mündungsfläche im Profil gesehen, fast 1^/^ — 2 mal so hoch wie breit; bei 11 mm Höhe 6 mm breit, nur bei ganz jungen Tieren breiter; zwischen dichtstehenden lebenden Pflanzen an sumpfigen Orten Succiiiea pfeifferi. ** Das Gehäuse ist nur etwa IV2 ™al so hoch wie breit; bei 8 mm Höhe 5 mm breit; im Detritus der Erlenbrüche Siiccinoa putris. bb) Die Mündung des Gehäuses ist auch bei jungen Tieren nicht viel höher als breit und bei Profilansicht des Gehäuses nicht IY2 Kial so hoch, wie die Höhe des Gewindeteils über der Mündung. m) Das Gehäuse besitzt einen starken glasartigen Glanz, der durch Streifung nicht abgeschwächt ist, und ist bei ausgewachsenen Tieren (mit festem Mündungsrand) 4 — 6 mm hoch und 2 — 2^/^ mm breit; unter Laub und Moos an feuchten Orten Cioiiella lubrica. ß) Das Gehäuse ist entweder glanzlos oder der Glanz wird durch Streif ung stark abgeschwächt. au) Das Gehäuse des ausgewachsenen Tieres ist etwa 10 11 mm hoch und 3-/3—3^/^ mm breit; die Mündung ist mit zwei einander gegen- überstehenden Zähnen nahe dem oberen Winkel und einem unten am inneren Rande, meist auch noch mit einer Längswulst unmittelbar neben dem oberen Winkel versehen; an sonnigen Plätzen mit kalk- haltigem Boden Chondriila triclons. ßß) Das Gehäuse wird nicht über 3^/2 mm hoch und 1^/^ mm breit. * Der Außenrand der Mündung ist beim reifen Tier verdickt und in der Mitte immer etwas winkelig eingezogen (auf dem vorletzten Umgang steht in der Mündung ein Zahn) das weißliche Gehäuse ist sehr klein und schlank, bei 1^4 mm Länge ^/^ mm breit, oben ziemlich spitz; an feuchten Orten .... Caryehium miiiiimim. ** Der Außenrand der Mündung ist nie verdickt und nie in der Mitte winkelig eingezogen: das Gehäuse ist viel weniger schlank, und stets etwas bauchig, so daß es oben mehr oder weniger gerundet nicht spitz ausläuft. Y In der Mündung des Gehäuses gewahrt man tief im Innern auf dem Bauch des vorletzten Umgangs zwei Zähne, von denen der obere, der Ecke näher stehende stets kleiner ist und weniger tief in der Mündung liegt: das Gehäuse ist sehr klein, höchstens 2 mm hoch und 1 mm breit; an lichten feuchten Stellen, auf kalkhaltigem Boden Piipii (Vorligo) antivertijyo. 628 Tierwelt [290 ■;■•;• Auf dem Bauch des vorletzten Umgangs befindet sich in der Mündung höchstens ein Zahn; das Gehäuse des reifen Tieres ist 272 — 3 mm hoch und 1^4 — IV2 ^^ breit. O Das Gehäuse ist glanzlos rötlichweiß; auf dem vorletzten Um- gang befindet sich, tief hinten in der Mündung beim reifen Tier ein Zahn; auf sonnigem trockenen Boden mit einem gewissen Kalkgehalt Piipa (Pupilla) muscoriiiii. QO Das gelbliche Gehäuse besitzt einen fettartigen Glanz: die Mündung ist auch beim reifen Tier zahnlos; im Torfmoos an nassen Stellen Piipa edentiila. Lurche, Amphibia. B. Di'RiGEX, Deutschlands Amphibien und Reptilien, Magdeburg 1897. I. Der Körper läuft hinten in einem langen dünnen Schwanz aus; hinter den Augen befindet sich keine wulstartige mit Drüsenporen versehene Er- höhung; der Bauch ist dunkel gefleckt: die beiden als Längsstreifen er- scheinenden Zahnreihen am Gaumen liegen sehr eng zusammen und treten nur hinten etwas auseinander; unter Steinen an feuchten Orten Molch, Mol^'P (Triton) viilg'aris (taeniata). IL Der Körper ist schwanzlos. A) Am Gaumen sind keine Zähnchen vorhanden (von deren Gegenwart man sich, wenn sie vorhanden sind, leicht mittels einer Metallspitze über- zeugt); die Haut ist drüsig rauh; hinter den Augen befinden sich beim erwachsenen Tiere wulstartige Erhöhungen (Ohrdrüsen), die mit Poren- öffnungen versehen sind; die Körperfarbe ist grau; an feuchten Orten Kröte, Bufo bufo (vulgaris). B) Am Gaumen befinden sich stets kleine Zähnchen; die Körperhaut ist nicht drüsig rauh. a) Die Finger sind am Ende zu einer Haftscheibe erweitert; die Dorsal- seite des Körpers ist einfarbig grün; auf Pflanzen: nur während des Winters verkriechen sich die Tiere am Boden Laubfrosch, llyUi arborca. b) Die Finger sind am Ende nicht scheibenartig erweitert; der Körper ist an der Dorsalseite nicht einfarbig grün. a) Die Schwimmhaut setzt sich am gespreizten Hinterfuß fast an der Stelle des letzten Wärzchens der Unterseite an den langen zweiten Finger an; hinter dem Auge befindet sich ein schwarzer oder dunkel- brauner Längsfleck, der fast bis zur Wurzel der Vorderbeine reicht und das Trommelfell umschließt. * Die Schwiele der Hinterferse ist stark zusammengedrückt, halb so lang wie die Entfernung ihres distalen Endes vom Ende der kleineu 291] Analytische Übersicht der Tiere 629 Zehe; der Bauch ist einfarbig, die Rückenseite des Körpers meist mit einem hellen mittleren Längsbande versehen; in sumpfigem Gelände Moorfrosch, Raiia arvalis. ** Die Schwiele der Hinterferse ist klein und gerundet, nicht halb so lang wie ihre Entfernung vom Ende der kleinen Zehe: der Bauch ist mehr oder weniger gefleckt, der Rücken nie mit einer Längsbinde versehen; in der Nähe reiner, nicht sumpfiger Gewässer Grasfrosch, Raua temporaria (muta). ß) Die Schwimmhaut des gespreizten Hinterfußes setzt sich näher dem distalen Ende als dem letzten Wärzchen der Unterseite an die lange zweite Zehe an; das Trommelfell befindet sich nicht in einem schwarzen Fleck; am Ufer klarer Gewässer . . . Wasserfrosch, Raiia esculenta. Kriechtiere, Reptilia. B. DüRiGEN, Deutschlands Amphibien und Reptilien, Magdeburg 1897. I. Der Körper ist auf dem Rücken mit einem Schild bedeckt, der nicht doppelt so lang ist wie breit; die Kiefer sind zahnlos; in Sümpfen Sumpfschildkröte, Eiuys orbiciilaris (lutaria). n. Der Körper ist sehr lang gestreckt, nicht mit einem breiten Rückenschild versehen; die Kiefer sind mit Zähnen besetzt. A) Der Bauch ist wie der Rücken mit Schuppen bekleidet, die Schuppen sind am Bauche nur viel größer; die Augen sind durch Augenlider ver- schließbar. a) Die Beine fehlen; an sonnigen und lichten Orten Blindschleiche, Aiif>-iiis fragllis. b) Es sind vier Beine vorhanden. «) Der Unterkiefer ist an der Ventralseite außer mit einem vorderen unpaaren Schilde und einer Reihe kleiner Schilder am Mundrande jederseits mit einer Reihe von vier sehr großen Schildern bekleidet; meist ist noch ein kleines fünftes Schild vorhanden, dasselbe ist aber dann stets viel kleiner als das zweitvorderste der paarigen Schilder; die Augen sind beim er- wachsenen Tier in ihrer Mitte etwa 7^/2 mm voneinander entfernt; an sonnigen sandigen Orten Zauneidechse, Laccrta agilis. ß) Am Kinn befinden sich außer dem unpaaren vordersten Schilde fünf Paare großer Schilder; die Schilder des fünften Paares sind an Flächen- inhalt noch größer, wenigstens nicht kleiner als das zweitvorderste der l)aarigen Schilder; die Augen sind beim erwachsenen Tier in ihrer Mitte nicht 5^/2 mm voneinander entfernt; auf tonigem Boden [Bergeidechse, Laccrta viviparaj. B) Der Bauch ist querüber mit Ringeln statt mit Schuppen oder Schildern versehen; Augenlider sind nicht vorhanden, die Augen deshalb nicht ver- schließbar; der Körper ist stets beinlos. 630 Tierwelt (292 a) Zwischen den Augen liegen nur drei größere Kopfschilder, die nicht durch kleinere Schuppen voneinander getrennt sind; der Rücken ist nie ganz schwarz und nie mit einer mittleren gezackten Längsbinde ver- sehen, hinten am Kopfe befinden sich bisweilen große gelbliche Flecke. a) Die Schuppen mitten auf dem Rücken sind mit einem deutlichen Längskiel versehen ; hinten am Kopfe^ ist ein breites gelbliches oder weißliches in der Mitte unterbrochenes Querband vorhanden ; an sonnigen Plätzen namentlich in der Nähe des Wassers Ringelnatter, Tropidoiiotus natrix. (i) Die Schuppen des Rückens sind alle ungekielt; das breite, helle, unter- brochene Band hinten am Kopfe fehlt, über den Rücken verlaufen zwei mehr oder weniger miteinander verbundene Reihen dunkler Flecke; an sonnigen Orten [Glattnatter, Corouilla austriaca]. b) Die drei größeren Kopfschilder zwischen den Augen sind durch Reihen kleiner Schuppen getrennt; der Rücken ist der Länge nach entweder mit einer gezackten Mittelbinde gezeichnet oder ganz schwarz; niemals ist am Kopfe jederseits ein großer heller Fleck vorhanden; auf Moor- boden mit Heidekraut [Kreuzotter, Pelias berus]. Vögel, Aves. Naumann, Naturgeschichte der Vögel Mitteleuropas, neue Ausgabe von C. R. Hennicke. Gera-Untermhaus 1897 — 1905. F. Dahl, Buch zum Bestimmen der Vögel Mitteleuropas, ihrer Jugend- kleider und ihrer Nester, nach leicht und sicher erkennbaren Merkmalen. Berlin (Gebr. Borntraeger) 1912 (im Druck). Von einer Übersicht der Vögel des Reservates habe ich hier absehen können, da die Vögel nur zum allerkleinsten Teile und auch nur in sehr beschränktem Sinne zu den Bodenbiocönosen nach meiner Definition gehören. Nur der Buchfink, die Amsel, die Ammern, Lerchen, Bekassinen und einige andere Formen greifen in bezug auf ihre Nahrungsaufnahme in die Boden- biocönosen ein. Es wird dieser Arbeit also kaum zum Nachteil gereichen, wenn ich, wie oben angedeutet wurde, die Vögel des Reservats nicht unter- suchen konnte. Säugetiere, Mammalia. J. H. Blasius, Naturgeschichte der Säugetiere Deutschlands und der angrenzenden Länder von Mitteleuropa, Braunschweig 1857. E. L. Trouessakt, Faune des Mammiferes d'Europe. Berlin 1910. Obgleich kein Säugetier in meinen Fängen vorkommt, durfte diese Ordnung auf keinen Fall unberücksichtigt bleiben. Gehört doch eine größere Anzahl ihrer Arten entschieden zu den Bodenbiocönosen nach meiner Definition. 293] Analytische Übersicht der Tiere 631 In der nachfolgenden Übersicht sind diejenigen Formen genannt, deren Vorkommen im Reservat oder in dessen allernächster Umgebung mit größerer oder geringerer Wahrscheinlichkeit festgestellt werden konnte. Da ich die meisten der genannten Formen entweder nur flüchtig gesehen, von manchen sogar nur Höhlen, Nester, Spuren und dergl. beobachtet habe, konnte ich natürlich auf die Lokalform oder Subspezies nicht eingehen, so wünschens- wert dies auch gewesen wäre. Die Feststellung der Unterart ist zurzeit übrigens noch recht schwierig. Hoffentlich entsteht bald eine Fauna der Säugetiere Mitteleuropas, in welcher an der Hand eines umfangreichen Ver- gleichmaterials die Lokalformen in ausgedehntem Maße berücksichtigt werden. I. Die beiden mittleren vorderen Zähne im Ober- und Unterkiefer sind weit von allen anderen Zähnen entfernt (Nagezähne Rodentia). A) Der Schwanz ist fast ebenso lang wie der übrige Körper: die Kau- fläche der Backenzähne ist höckerig. a) Der Körper ist mit Schwanz über 20 cm lang, der Schwanz 10 cm; das Ohr reicht, an den Kopf angedrückt, bis an das Auge: die Art lebt besonders in Wäldern von Baumsamen, Rinde und Insekten Waldmaus, Mus sylvaticus. b) Der Körper wird höchstens 17 cm lang, der Schwanz 772 <^°^j ^^s Ohr reicht, an den Kopf angedrückt, nicht bis an das Auge. a) Der Rücken ist mit schwarzem Längsstreif versehen: der Körper ist mit Schwanz etwa 17, der Schwanz etwa 8 cm lang,- die Schwanzringel sind ^2 ^^™ breit; auf Äckern an Waldrändern Brandmaus, Mus ag-rarius. ji) Der Rücken zeigt keinen schwarzen Längsstreifen: der Körper ist mit Schwanz etwa 12 cm lang, der Schwanz etwa 6 cm; die Schwanzringel sind ^4 mm breit; zwischen Gräsern im lichten Gebüsch und an sonnigen Orten; das kugelige Nest steht über dem Boden Zwergmaus, Mus miuutus. B) Der Schwanz ist kaum halb so lang wie der übrige Körper; die Kau- fläche der Backenzähne ist eben und die Schmelzfalten bilden Dreiecke, Kreise und Schleifen. a) Die Backenzahnreihe ist beim ausgewachsenen Tier mindestens 8 mm lang, der Körper mit Schwanz 20 cm und darüber; die Ohren ragen nicht über die Haardecke vor; fast ausschließlich unterirdisch von Wurzeln lebend Wasserratte, Arvicola aiiiphibius (terrestris). b) Die Backenzahnreihe wird höchstens 6 mm lang, der Körper ist mit Schwanz nicht 20 cm lang; das Ohr ragt über die Haardecke vor. «) Der vorderste Backenzahn im Unterkiefer ist am Innenrande mit vier spitzen Zacken versehen: dann folgt vorn noch eine mehr oder weniger nach außen umgebogene Schleife; in Wäldern und Gebüschen Waldwühlraaus, Arvicola glarrolus. 532 Tierwelt [294 ß) Der vorderste Backenzahn im Unterkiefer ist am Innenrande mit fünf spitzen Zacken und vorn dann noch mit einer Schleife versehen. * Die vordere Schleife des vordersten Backenzahns im Unterkiefer ist nach innen gebogen; der zweite Backenzahn im Oberkiefer ist mit einer kleinen dritten Innenzacke versehen : im Gebüsch Erdmaus, Arvicola a^restis. ** Die Schleife des vorderen Backenzahns im Unterkiefer ist nach außen gebogen; der zweite Backenzahn im Oberkiefer ist nur mit zwei Innen- zacken versehen; auf Getreidefeldern . Feldmaus, Arvicola arvalis. n. Die beiden mittleren oder vorderen Zähne im Ober- und Unterkiefer sind nicht oder kaum um ihre Breite vom nächstfolgenden Zahn getrennt. A) Die beiden mittleren Vorder- oder Schneidezähne im Ober- und Unter- kiefer sind etwas kleiner als die benachbarten (Carnivora). a) Außer den sechs Schneidezähnen und dem Eckzahn sind an jeder Seite im Oberkiefer sechs Zähne vorhanden, von denen die beiden hintersten quergestellt sind; der buschige Schwanz ist mindestens 30 cm lang; in Wäldern und Gebüschen Höhlen grabend Fuchs, Caiiis vulpes. b) Außer den sechs Schneidezähnen und dem Eckzahn jederseits sind im Oberkiefer an jeder Seite nur 4 — 5 Zähne vorhanden; der Schwanz ist höchstens 20 cm lang. a) Am hintersten Backenzahn im Oberkiefer ist die Kaufläche mindestens so lang wie breit; der weißliche Kopf ist mit zwei schwarzen Längs- bändern versehen, in denen das Auge und das Ohr liegt: in Wäldern und Gebüschen Höhlen grabend .... Dachs, Meles meles (taxus). ß) Der hinterste Backenzahn im Oberkiefer ist quergestellt, viel breiter als lang; die Zeichnung des Kopfes ist eine andere. * Der Pelz ist dorsal heller als an der Brust und am Bauch: der erste und der zweite Zahn hinter dem Eckzahn im Oberkiefer bilden einen Winkel nach innen, unter Holzhaufen usw\ meist in der Nähe mensch- licher Wohnungen Iltis, 3Iustela initorius. ** Der Pelz ist entweder ganz weiß oder doch am Bauche weiß bzw. gelblich, während der Rücken braun gefärbt ist: der erste und der zweite Zahn hinter dem Eckzahn im Oberkiefer bilden nur einen schwachen Bogen nach innen; in Erdhöhlen unter Baumwurzeln usw. Y Die Schwanzspitze ist breit schwarz; der zweite Zahn hinter dem Eckzahn im Oberkiefer ist etwas schräg zur Längsrichtung des Kopfes gestellt, vorn weiter nach innen; der Schädel ist über 4cm lang, der Körper mit Schwanz 30 cm Hermelin, Mtistola criiiiiiea. ■'f'( Der Schwanz ist am Ende nur mit grauen Haaren veisehen: der zweite Zahn hinter dem Eckzahn im Oberkiefer steht in der Längs- richtung des Kopfes; der Schädel ist unter 4 cm lang; die Gesamt- länge des Körpers ist 20 cm . . Wiesel, Mii.stela uivali.s (vulgaris). 295] Analytische Übersicht der Tiere 633 B) Die beiden mittleren Vorder- und Schneidezähne im Ober- und Unter- kiefer sind größer als die benachbarten. a) Der Rücken ist dicht mit Stacheln besetzt; der Schädel ist über 4 cm lang; in lichten Wäldern und Gebüschen . Igel, Eriiiaceus europaeus. b) Der Rücken ist dicht und weich behaart; der Schädel ist nicht 4 cm lang. «) Die mittleren, vorderen Zähne im Oberkiefer sind einfach, nur wenig gi'ößer als die benachbarten : die Vorderfüße sind sehr breit : ihre Krallen oder Nägel sind doppelt so breit wie die der Hinterfüße (Grabfüße); im humusreichen Boden Maulwurf, Talpa europaea. ß) Die mittleren, vorderen Zähne im Oberkiefer sind viel größer als die benachbarten, stets mit einem kleineren, zweiten Höcker versehen; die Krallen der Vorderfüße sind nicht breiter als die der Hinterfüße. * Die Zähne sind ganz weiß; hinter der zweiten Spitze des großen Vorderzahns im Oberkiefer sind jederseits drei einspitzige Zähne vor- handen; denen folgen die mehrspitzigen oder mehrhöckerigen Backen- zähne; auf Feldern Feldspitzmaus, Croeidura leiicodon. ** Die Zähne sind an der Spitze dunkel gefärbt: zwischen dem zwei- spitzigen Vorderzahn und dem mehrspitzigen Backenzahn im Oberkiefer stehen vier oder fünf einspitzige Zähne. t Es sind vier einspitzige Zähne im Oberkiefer vorhanden; die Hinter- füße sind groß und breit, von der Krallenspitze bis zur Ferse 2 cm lang; der Schwanz ist an der Ventralseite mit einem Kiel langer Borstenhaare versehen: an Gewässern Wasserspitzmaus, Neoiuys [Crossopus] fodiens. ■JY Es sind fünf einspitzige Zähne im Oberkiefer vorhanden. Die Hinter- füße sind höchstens 1,5 cm lang; der Schwanz zeigt keinen Haarkiel. Q Der Körper ist von der Schnauzenspitze bis zur Schwanzwurzel etwa 6 cm lang: der Schwanz ist dünn und anliegend behaart, mit der Behaarung nicht so dick wie der Hinterfuß an der Wurzel der Zehen breit ist; am Vorderzahn im Unterkiefer ist die Spitze von der ersten der drei Zacken des Oberrandes durch eine sehr schwache Einsenkung getrennt; im Gebüsch Gemeine Spitzm'aus, Sorex araiicus (vulgaris). OO ^^^ Körper ist ohne den Schwanz kaum über 4 cm lang; der Schwanz ist dick, lang und abstehend behaart, mit der Behaarung viel breiter als der Hinterfuß an der Wurzel der Zehen ; am V'order- zahn im Unterkiefer ist die Einsenkung zwischen der Spitze und der ersten der drei Zacken fast ebenso tief wie die folgenden; im Kiefern- walde Zwergspitzmaus, Sorex niiiiiitu.s (jugmaeus). 534 Tierwelt [296 Übersicht der Klassen und Ordnungen nach leicht erkennbaren Merkmalen. I. Der Körper ist mit mehr als zwei Beinpaaren versehen, d. h. mit mehr als zwei Paaren von Anhängen, die ihrer Stellung nach als Bewegungs- organe dienen oder dienen könnten. A) Es sind drei Beinpaare, je mit — 2 Krallen endend, vorhanden; außer- dem befinden sich am Kopfe meist Fühler oder Taster, die sich als solche sofort durch das Fehlen der Krallen erkennen lassen und am Hinterleibs- ende oft Anhänge, die ihrer Stellung nach nicht als Beine dienen: bei den Raupen sind am Hinterleibe Höckerpaare vorhanden, die als Beine dienen, aber statt der Krallen mit zahlreichen krallenförmigen Dornen oder Haken versehen sind. AA) Der Körper ist ungegliedert oder er besteht höchstens aus zwei Segmenten Milben, Acarida (Larven) S. 566. BB) Der Körper besteht aus mehr als zwei Segmenten, a) An den Füßen befindet sich entweder nur eine kräftige Kralle oder gar keine Kralle; ist eine zweite Kralle vorhanden, so ist diese nicht halb so lang oder nicht halb so dick Avie die andere, aa) Der Körper besteht aus dem Kopfe, den drei beintragenden Thorakal- segmenten, von denen das erste am Rücken oft kaum erkennbar ist, und 5- 7 Hinterleibssegmenten; am letzten oder vorletzten Segment befindet sich oft eine unter den Bauch legbare Springgabel. u) Der Hinterleibsrücken ist an der Wurzel mit zwei nebeneinander liegenden gestutzten Platten (Flügeldecken) versehen Käfer, Coleoptera S. 488. ß) Der Körper ist nicht mit Flügeldecken, wohl aber bisweilen mit zahlreichen weißen Wachsschuppen bedeckt. au) Der Körper ist von oben flachgedrückt, nur um die Hälfte länger als breit; mit weißen Wachsschuppen bedeckt; der Hinterleib ist nicht mit einer Springgabel versehen Schild lause, Cocciiia S. 432. ßß) Der Körper ist nicht von oben flachgedrückt und nicht mit weißen Wachsschuppen bedeckt, oft viel gestreckter und am Hinterleibs- ende oft mit einer unter den Bauch zurücklegbaren Springgabel ver- sehen Springschwänze, Culleiiibula S. 420, bb) Der Körper besteht außer dem Kopf und den drei beintragenden Segmenten aus mindestens neun Hinterleibssegmenten. «) An den Füßen befindet sich stets eine kräftige Kralle. aa) Einzelne Hinterleibssegmente sind am Bauche mit paarigen Höckern versehen, welche als Füße dienen und zu diesem ZAveck mit zahlreichen Dornen oder Häkchen versehen sind . . . Raupen. 297] Übersicht der Klassen und Ordnungen 635 * Es sind außer dem Endpaar höchstens vier Paar derartiger bauch- ständiger Höcker vorhanden. Schmetterlingsraupen, Lepidoptera S. 482. ** Es sind außer dem Endpaar mehr als vier Paare bauchständiger Höcker vorhanden . Blattwespenraupen, Hymeiioptera S. 5ü2. ßß) An den Hinterleibssegmenten sind niemals Fußhöcker vorhanden Larven von Käfern, Coleoptera und Netzflüglern, Neiiroptera S. 534. ß) An den Füßen befindet sich statt der Krallen ein gerundetes Haft- organ, welches höchstens mit einer zahnartigen Ecke versehen ist; der Körper ist sehr klein, bis 2 mm lang und ^/g mm breit, oft geflügelt Blasenfäße, Pliysopoda. b) An den Füßen sind zwei wohl entwickelte Krallen vorhanden, die nicht oder wenig an Größe verschieden sind. aa) Die Mundwerkzeuge sind mindestens mit zwei mehr oder weniger dicken, seitlichen, meist gegeneinander beweglichen Kiefern versehen, die oft am Ende eines rüsselförmigen Kopffortsatzes stehen. o) Der Hinterleib ist hinten mit zwei zangenförmig nach innen ge- bogenen, ungegliederten und unbehaarten Anhängen von mindestens Hinterschienenlänge versehen . Ohrw^ürmer, Deriiiatoptera S. 427. ß) Der Hinterleib ist hinten entv^^eder zangenlos oder er ist mit vier zangenförmigen Anhängen versehen, die dann aber viel kürzer sind als die Hinterschienen; oft sind behaarte oder gegliederte Anhänge vorhanden. au) Auf dem Hinterleib befinden sich zwei feste, fast immer in einer mittleren Naht zusammenstoßende, oft nur den Vorderteil des Hinterleibes bedeckende Platten (Flügeldecken): wenn die Flügel sich entfalten, werden die Decken meist gehoben; die Fühler sind höchstens 12-gliedrig, auch dann, wenn die Flügeldecken nicht zusammenstoßen Käfer, Colooptcra S. 488. ßß) Die Flügeldecken fehlen entweder ganz oder sie schließen mit ihren Rändern nicht in einer Naht zusammen, greifen vielmehr über- einander über und sind meist auch mehr oder weniger häutig: die Fühler sind oft mehr als 12-gliedrig, namentlich 'dann, wenn Flügel- decken vorhanden sind. * Die Tarsen sind 2 — 3-gliedrig: die Hinterbeine sind stark ent- wickelt und mit Sprungvermögen ausgestattet; die Hinterschienen sind am Oberrande wenigstens vor dem Ende mit dicken Stacheln besetzt Geradflügler, ()rlli<>pt('ra S. 428. ** Die Tarsen sind 5-, selten 4-gliedrig: die Hinterbeine sind selten mit Sprungvermögen ausgestattet, dann aber am Oberrande stachellos. 636 Tierwelt [298 y Am hinteren Körperende befinden sich zwei gegliederte, dicke, vorstehende Anhänge; der Körper ist stets von oben flach gedrückt Schaben, Blatlodea S. 428. tf Am hinteren Körperende sind nie zwei gegliederte Anhänge vorhanden: der Körper ist nie von oben flachgedrückt Hautflügler, Hyiiioiioptera S. 542. bb) Die Mundwerkzeuge bestehen aus einem Saugrüssel, der entweder eingezogen oder an die Brust zurückgeklappt werden kann und im letzteren Falle meist gegliedert ist; oft ist derselbe mit feinen Stech- borsten ausgestattet, aber nie mit dicken seitlichen Kiefern versehen. o) Die Tarsen sind 1- bis 3-gliedrig Schnabelkerfe, Rliyncliofa S. 431. ß) Die Tarsen sind 5-gliedrig . . . Zweiflügler, Diptcra S. 454. B. Es sind mehr als 3 mit je 1 — 3 Krallen versehene Beinpaare vorhanden. AA) Es sind 4 Beinpaare vorhanden und am Kopfe ein Paar Taster oder Scheeren; die Taster sind oft mit einer Kralle versehen. a) Zwischen dem Vorderkörper, der die Beine trägt (dem Cephalothorax) und dem Hinterleibe befindet sich eine so tiefe Einschnürung, daß beide Teile nur in einem dünnen Stiele zusammenhängen; vorn auf dem Cephalo- thorax stehen 6 — 8 Augen; der Hinterleib ist ungegliedert Spinnen, Araiieida S. 575. b) Zwischen dem Vorder- und Hinterkörper befindet sich keine tiefe Einschnürung; auf dem Kopfe stehen 2 — 4 Augen, selten scheinbar 6. aa) Nicht nur die Oberkiefer, sondern auch die Taster, die den 4 Bein- paaren vorangehen, sind scheren- oder zangenförmig, die Scherentaster länger und namentlich viel dicker als alle Beine Afterskorpione, Pseudoscorpionirta S. 563. bb) Die Taster sind nicht zangenförmig und nicht länger als die Beine. a) Die beiden Augen stehen entweder an beiden Seiten eines stark gehobenen dorsalen Kopfhügels oder zu den Seiten einer Kapuze, welche die Mundteile von oben vollkommen einschließt; der Hinter- körper ist dorsal mehr oder weniger deutlich gegliedert Weberknechte, Plialaiii;'i(1a S. 563. ß) Die Augeii fehlen entweder ganz oder sie stehen jederseits am Kopf- teil zu 1 bis 2, und bisweilen stehen scheinbar noch 2 weitere oben auf dem Kopfe; der Hinterleib ist niemals gegliedert Milben, Acarida S. 566. BB) Es sind mehr als 4 Beinpaare vorhanden und außerdem am Kopfe Fühler und oft auch Taster. a) Es sind 7 mit Endkralle versehene Beinpaare vorhanden, den 7 größeren Körpersegmenten entsprechend; am Bauche dei- kleinen Hinterleibsseg- 299] Übersicht der Klassen und Ordnungen 637 mente stehen Platten und am Ende oft Stielchen, die als weitere Bein- paare anzusehen sind, aber keine Krallen tragen Asseln, Crustacea Isopoda S. 412. b) Es sind mehr als 7 krallentragende Beinpaare vorhanden. «) Zwischen den beiderseitigen Beinwurzeln befinden sich ebene, glänzende Bauchplatten, die Beine beider Seiten sind deshalb um die Breite der Hüfte oder noch weiter voneinander entfernt: jedem Körpersegment entspricht ein Beinpaar .... Hundertfüßer, Chilopoda S. 415. ß) Zwischen den beiderseitigen Beinwurzeln befinden sich nie ebene. glänzende Bauchplatten, z. T. berühren sich die Hüften der beiden Seiten fast: jedem Körpersegmente entsprechen 2 Beinpaare Tausendfüßer, Myriopoda Diplopoda S. 417. n. Der Körper ist entweder beinlos oder mit höchstens 2 Beinpaaren ver- sehen. A) Der Körper ist mit Hornbildungen, entweder mit Haaren bezw. Stacheln oder mit Federn (zerteilten Hornbildungen) oder mit festen Schuppen bezw. mit Schildern so dicht bedeckt, daß eine weiche Haut zwischen den Horn- bildungen an manchen Körperstellen nicht erkennbar ist : nur in der Jugend, w'enn die Tiere sich noch zusammen in einem Neste befinden, ist die Haut bisweilen nackt (Höhere Wirbeltiere). AA) Der Körper ist mit Haaren bezw. mit Stacheln dicht bedeckt Säugetiere, Maimnalia S. 630. BB) Der Körper ist mit Federn (zerteilten Hornbildungen) dicht bedeckt Vögel, Aves S. 630. CC) Der Körper ist mit Schuppen oder Schildern dicht bedeckt Kriechtiere, Reptilia S. 629. B) Die Haut ist entweder ganz nackt und weich oder mit einem Kalk- gehäuse versehen oder mit Haaren und Stacheln so spärlich bekleidet, daß überall die Haut erkennbar ist Lurche und Wirbellose. AA) Der Körper ist mit 2 Beinpaaren versehen, die je in 4^ — 5 Zehen enden Lurche, Ampliibia S, 628. BB) Der Körper ist beinlos, höchstens vorn oder hinten mit beinartigen Anhängen versehen, die aber nicht zur Fortbewegung dienen, a) Der Körper ist deutlich gegliedert oder geringelt, aa) Die Zahl der Körjaersegmente ist größer als 15: jeder Ring ist an bestimmten Stellen mit kurzen, kaum über die Haut vorragenden und deshalb nicht leicht erkennbaren Borsten oder Haken versehen Ringelwürmer, Aiiiuilata (Hi^ocliaeta S. 410. bb) Der Körper besteht aus weniger als 15 erkennbaren Segmenten: die Segmente sind nicht mit regelmäßig in Längsreihen angeordneten, kaum über der Haut vorragenden Borsten, Dornen oder Haken besetzt. «) Der Körper ist an einem Ende stets mit beweglichen Mundwerk- zeugen versehen, entweder mit Kiefern oder mit Haken, die oft ganz 638 Tierwelt [300 zurückgezogen werden können und dann schwer wahrnehmbar shid; das Tier ist der Ortsbewegung fähig. Larven von Zweiflüglern, Diptera S. 478. ß) Der Körper ist nicht mit beweglichen Mundwerkzeugen versehen und nicht der Ortsbewegung fähig Puppen. Die Puppen lassen sich zurzeit meist noch nicht mit einiger Sicher- heit bestimmen, man hebe sie deshalb lebend auf und lasse aus ihnen das ausgebildete Insekt hervorkommen, b) Der Körper ist ungegliedert und ungeringelt. aa) Der Körper ist auf dem Rücken entweder mit einem Kalkgehäuse oder mit einem länglichen, an einer Seite einen Schlitz zeigenden, weichen Schilde (Mantel) versehen . . Schnecken, Mollusca S. 623. bb) Der Körper ist weder mit einem Kalkgehäuse noch mit einem Schilde versehen. a) Der Körper ist von oben her flachgedrückt Strudelwürmer, Turbellaria S. 410. (i) Der Körper ist nicht von oben her flach gedrückt. aa) Der Körper ist fadenförmig dünn Fadenwürmer, Neinatodes. ßß) Der Körper ist gedrungen, eiförmig oder kugelig. Hierher die Eier, Kokons und manche Insektenpuppen. Dieselben lassen sich zurzeit noch nicht mit einiger Sicherheit bestimmen. 2 m i < z o CO r h- 5 7) CO < X. 13 O » o n o I! N i z o CO X IT) 3 S m UJ < < m CO > m C/5 -I to O z CO c H O z I z o Z o CO X CO c CO UJ < N 13 30 t> :0 r\ n ^S3lbVyan^LIBRARIEs'^SMITHS0NIAN INSTITUTION NOIlfliliSNI NVINOSHlIWs'^SB I d Va 1 =; CO 2 ^- ^ '^ 5 .X '^ INSTITUTION ^NOIiflillSNI^'NVINOSHimS S3iavaan LIBRARI ES^SMITHSONIAN^INSTITUT cn 5 — E to ± t/> £ tn S3iavaan Libraries smithsonian Institution NoiiniiiSNi nvinoshiiws S3iava ^INSTITUTION *^'^0'-LnillSNI_NVIN0SHillMS*^S3iyvaan^LIB RAR IES"SMITHSONIAN INSTITUT S3iavdan Libraries smithsonian Institution NoiiniiiSNi nvinoshiiims S3iavd z r- z r- z > C/j — - C/) _ "INSTITUTION NOIinillSNI NVINOSHillNS S3ldVaan LIBRARIES SMITHSONIAN INSTITUl ^ ^., C/) Z C/> Z ,.,.- . 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