fc (V \ n ^ >* ZENTRALBLATT FÜR ZOOLOGIE ALLGEMEINE UND EXPERIMENTELLE BIOLOGIE HERAUSGEGEBEN VON Heg.-Rat Prof. Dr. A. SCHUBERG UND Prof. Dr. H. POLL IN BERLIN '* BAND 3 LEIPZICt und BERLIN DRUCK UND VERLAG VON B. G.TEÜBNER 1913 ALLK KECHTE, EINSCHLIESSLICH DES ÜBEESETZUNGSEECHTS, VOKBEHALTEN.. Inhaltsübersicht. Die Zahlen beziehen sich auf die Niiiiiniern der Referate 1 Geschichte. Biographie. Baer, Selbstbiographie. 122. Cocks, The late Professor Robert CoUett. 406. Engelmann, Jubiläumskatalog der Verlags- buchhandlung Wilhelm Engelmann in Leip- zig. 1811—1911. 1255. Grober, Die Entdeckung der Krankheits- erreger. 1325. Gudger, Georg Marcgrave. 1327. Jackson, Alpheus Hyatt and his principles of research. 4K7. Jacobson, V. V. Mazaraki (* 5. X. 1857, t 18. XI. 1912). 1176. — , Johann Schnabl (* 1838, f 31. X. [13. XL] 1912). 1179. Keller, Die antike Tierwelt. 1175. Kükenthal, Die Entwicklung der Natur- wissenschaften, insbesondere der Biologie unter der Regierung Kaiser Wilhelms IL 1324. Laister, Nachruf auf A. M. Schugurov. 1177. Loisel, Histoire des Menageries de Tanti- quite a nos jours. 486. Lampert, Zum 100. Geburtstag von Direktor Dr. Ferdinand von Ki-auss. 742. Lehrs, Carl Hagenbeck, gest. am 14. April 1913. 745. Metze, Emil du Bois-Reymond. 123. MuseumCaucasium VI. Die Sammlungen des Kaukasischen Museums. 124. Noll, Herders Verhältnis zur Naturwissen- schaft u. dem Entwicklungsgedanken. 741. Saager, Naturkunde und Holzschnitt. 743. Semenov-Tian-Shanskij , Ludwig Gangl- bauer. Ein Nachruf. 1178. Thomson, Die Fortschritte der zoologischen Forschung in England. 744. Wasmann, Hildegard von Bingen als älteste deutsche Naturforscherin. 1326. Whetham, Three english men of science. 1328. Hierzu: Nr. 134, 136, 137, 139, 195, 40.5, 406, 408, 415, 456, 747, 1454. Wissenschaftliche Anstalten und Gesellschaften. Blanc, Le Musee zoologique de Lausanne. 1256. von Hoffmann, Das amerikanische Bureau für Rassenhygiene. 1329. Saint-Hilaire, Das biologische Museum des zoologischen Institutes der Universität Dorpat. 1257. Voigtmann, Die paläontologische Samm- lung des Gymnasiums zu Waidenburg. 1330. Hierzu: Nr. 124, 3C5, 471, 486, 534, 586, 591, 746, 747, 847. Zeitschriften. Kosmos, Handweiser für Naturfreunde, Bd. 10, Heft 4—5. 746. Heft 6 u. 7. 747. Hierzu: Nr. 363, 1453. Lehr- und Handbücher. Sammelwerke. Vermischtes. Bütschli, Vorlesungen über vergleichende Anatomie. 1. Deegener, Lebensweise und Organisation. Eine Einführung in die Biologie der wirbel- losen Tiere. 1331. Hertwig, Lehrbuch der Zoologie. 488. Lecher, Lehrbuch der Physik für Mediziner und Biologen. 1332. Stork, Die Tierstudie und ihre dekorative Verwendung. . 489. Hierzu: Nr. 28, 139, 360, 364, 367, 372, 482, 510, 578, 579, 580, 849, 1258, 1279, 1282, 1283, 1284, 1293. Unterricht. Busemann, Naturgeschichte für Seminare mit besonderer Hervorhebung der Physio- logie. __ 364. Cori, über die Bedeutung der biologischen Meeresstationen für die Ausbildung des Zoologen und Botanikers. 365. Eckstein, Biologische Beobachtungen im Walde. 366. Elze, Schädelpräparat für Unterrichtszwecke. 1030... Heß, Über Fortbildungssemester für Lehrer an höheren Schulen. 748. Krass und Landois, Lehrbuch für den Unterricht in der Zoologie. 367. Der mathematische und naturwissen- schaftliche Unter rieht an den preußi- schen Lyzeen, Oberlyzeen und Studien- anstalten nach d. Neuoi'dnung von 1908. 362. Mußestunden. Monatshefte für j unge Natur- freunde, herausg.egeben von K. Smalian. 363. Saint-Hilaire, Über die Organisation von zoologischen Exkursionen an der Universität Jurjew (Dorpat). 749. Sr^^? IV Inhaltsübersicht. Schönichen, Die Deutsche Untemchtsaus- fitellung in Berlin. Naturgeschichte und Biologie. 368. Stridde und Hermann, Tierkunde für Mittelschulen. Mit einem Anhang über Bau, Leben und Pflege des menschlichen Köri^ers. 1029. Weber, Die Technik des Tafelzeichnens. 750. Hierzu: Nr. 1, 372, 394, 1323, 1450. Technik. Averinzeff, Leitfaden für das zoologische Praktikum. 490. Barladean, Über Methoden zur Destillation von Wasser für biologische Versuche. 1339. Dierks, Einführung in das Mikroskopieren. 491. Drucker und Schneider, Mikrokryo- skopische Versuche. 495. Edinger, Frankfurt a. M. demonstriert eine neue Technik, mikroskopische Präpa- rate in Gelatine statt in Kanadabalsam zu konservieren. 911. Günther und Stehli, Wörterbuch der Mikroskopie. 1333. He in eck, Das Sichtbarmachen organischer Gewebe unter dem Mikroskop ohne künst- liche Färbung. 1334. Henkler, Mikroskopisches Praktikum zur Einführung in die Pflanzenanatomie, zu- gleich ein kurzes Lehrbuch der räumlichen Anschauung für jeden Mikroskopiker. 492. Jores, über eine verbesserte Methode der Konservierung anatomischer Objekte. 494. Kammerer, Das Terrarium und Insektarium. 1336. Köhler, Zusammenlegbare Aquarien. 1337. Kolmer, Erfahrungen über die Fixation ganzer Tiere. 910. Pappenheim, Die kombinierte May-Giemsa- Essigsäure - Färbungsmethode als histo- logische Universalübersichtsfärbung. 912. — , Histologisch-technische Notiz. 1335. Rücke rt, Über episkopische Projektion. 913. Selmons, Handbuch für Naturaliensamm- ler. 1338. Sieben, Einführung in die botanische Mikrotechnik. 909. Srdinko, Die Architektur der hyalinen Rippenknorpel beim Menschen. 493. Wolff, Eine selbstregulierende 2 Amp. -Fix- punkt-Bogenlampe als Miniaturscheinwerfer für subjektive Beobachtung und Mikro- photographie. 914. Hierzu: Nr. 37a, 394, 395, 401, 750, 850, 941, 945, 1237, 1238, 1283, 1332, 1363. Bibliographie, Nonienclatur, Termiuologie. Alpheraky, In Anlaß eines gegen die wissen- schaftliche Betätigung der Dilettanten in der Zoologie gerichteten Artikels. 1182. Bergmann, Die Tierwelt in der deutschen Sprache. 1180. Kusnezov, Sur la Tendance vers les deno- minations superflues en entomologie („Die Namengeberei" des auteursallemands). 1181. Zoologisches Wörterbuch. Erklärung der zoologischen Fachausdrücke. 1258. Hierzu: Nr. 4«6, 553, 1076, 146(3. Naturphilosophie, Methodenlehre. Aigner, Die Entwicklungslehre in ihrem Verhältnis zum Christentum. 1343. Angersbach, Zum Begriif der Entwicklung. 125. Arrhenius,__Das Werden der Welten. 126. Baerwald, Über die Bedeutung der neueren Naturforschung für die Erkenntnistheorie. 1340. Bock, Einiges über Fernsehen und Voraus- sehen. 127. Dennert, Die neue Gottheit des kürzlich eröfiheten monistischen Jahrhunderts. 128. Drews, Ein neuer Monist. 129. Driesch, Über die Bestimmtheit und die Voraussagbarkeit des Naturwerdens. 130. — , Der Vitalismus als Grundlage einer Weltanschauung. 132. Kr e wer, Grundlagen einer organischen Weltanschauung. 135. Lewin, Das Denken in den Naturwissen- schaften. 1341. Mi not, Die Methode der Wissenschaft und andere Reden, übersetzt von Dr. Job. Kauf- mann. 133. Oppel, Die bekanntest, monistisch. Systeme der Gegenwart. 134. Pfeilsticker, Beiträge zur Entwicklung der Lebensauffassung. 135. Rawitz, Der Mensch. 136. Reinke, Wichtige Probleme der Welt- anschauung. 137. — , Naturwissenschaft u. Religion. 1344. Rosenthal, Bemerkungen zu dem Aufsatz des Herrn Lewin. 1342. Schneider, Die philosophischen Grund- lagen der monistischen Weltanschauungen. 1345. Thudichum, Darwin und die Materialisten. 1346. Trenar, Die Einheit der Natur. 138. Hierzu: Nr. 123, 3(34, 497, 741, 1036, 1183, 1347, 1348, 1353, 1395, 1396. Allgemeine Morphologie, Phylogenie, Descendenztheorie. Brandt, Arbeitshypothese über Rechts- u. Linkshändigkeit. 1355. Chamberlain, Macrozamia moorei, a connecting link between living and fossil Cycads. Contributions from the HuU Bot. Laboratory 168. 917. Curtis, The Coloration Problem. 140. Inhaltsübersicht. V Dendy, Outlines ofevolutionary biology. 139. Flaskämper, Die Zweckmäßigkeit in der organischen Natur. 1350. Friedenthal, Die Verbreitung der Haare und der haarähnlichen Bildungen bei den Organismen. 498. Gautier, Sur le principe de la coalescence des plasmas vivants et l'origine des races et des especes. 1353. Goodrich, Metameric Segmentation and Homology. 1354. Jacobi, Mimikry und verwandte Erschei- nungen. 1351. Janet, Sur l'origine de la division de l'orto- phyte en un sporophyte et un gametophyte. 915. Kerr, Note on Pelagic Organisms and Evo- lution. 496. Magnus, Der physiologische Atavismus unserer Eichen und Buchen. 916. Metcalf, Adaptation through natural selec- tion and orthogenesis. 141. Minot, Moderne Probleme der Biologie. 1347. Neger, Das Problem der Anpassung vom Standpunkt der finalen und kausalen Be- trachtungsweise. 497. Pauly, Zwei Vorträge aus dem Gebiete der Biologie. 1348. Prochnow, Kritischer Sammelbericht über Arbeiten aus dem Gebiete der Schutz-, Warn-, Schreck- und Pseudo-Warn-Färbung aus den Jahren 1905 — 1911 nebst einer zu- sammenfassenden Einleitung. 1352. Wasmann, Wie man die Entwicklungs- theorie mißbraucht. 1349. Hierzu: Nr. ], 7(5, 82, 86, 106, 111, 125, 126, 137, 138, 149, 150, 152—154, 193, 194, 36t, 375-391, 457, 47G, 477, 480, 483, 487, 508, fiOg, .'>19, GK!, 747, 762, 805, 849, 8.i2, 859, 884, 896, 925, 1031, 1035, 1036, lüö7, 1151, 1152, 1181, 1209, 1225, 1270, 1279, 1287—89, 1295, 1299, 1300, 1306, 1324, 1391, 1392, 1400, 1430. Morphologie der Zellen, (Jewel)e und Organe. Baldwin, The Relation of Muscle Fibrillae to Tendon Fibrillae in voluntary striped Muscles of Vertebrates. 371. Ballowitz, Das Verhalten der Zellkerne bei der Pigmentströmung in den Melanophoren der Knochenfische. 1356. — , Das Verhalten der Kerne bei der Pig- mentströmung in den Erythrophoren von Knochenfischen. Nach Beobachtungen an der lebenden Rotzelle von Mullus. 1357. Berg, Über spezifische in den Leberzellen nach Eiweißfütterung auftretende Gebilde. 924. Bethe, Zellgestalt, Plateausche Flüssigkeits= figur und Neurofibrille. 918. Brass, Über physiologische Pigmentablage- rung in den KapiUarendothelien des Kno- chenmarks. 146. Deineka, Der Netzapparat von Golgi in einigen Epithel- und Bindegewebszellen während der Ruhe und während der Teilung derselben. 921. Faull, The Cytology of Laboulbenia chaeto- ptera and L. (jyrinidarum. 143. Guiliiermond, Recherches cytologiques sur le mode de formation de l'amidon et sur les plastes des vegetaux. (Contribution ä l'etude des mitochondries chez vegetaux.) 144, — , Nouvelles observations sur le chondriome des Champignons. 499. Hill and De Fraine, A consideration of the facts relating to the structure of seed- lings. 509. Jörgensen, Zellenstudienl. Morphologische Beiträge zum Problem des Eiwachstums. 502. — , Zellenstudien II. Die Ei- und Nährzellen von Piscicola. 503. — , Zellenstudien III. Beih-ag zur Lehre vom Chromidialapparate nach Untersuchungen an Drüsenzellen von Piscicola. 504. Koltzoff, Zur Frage der Zeilgestallt. 919. Lang, Studies in the morphology andanatomy of the Ophioglossaceae. 1. On the branching of Botiycliium lunaris, with notes on the anatomy of young and old rhizomes. 507. Laquer, Über die Natur und Herkunft der Speichelkörperchen und ihre Beziehungen zu den Zellen des Blutes. 2. Leontowitsch, Das Syncellium als domi- nierende ceUuläre Struktur des tierischen Organismus. 142. Litardiere, Variations devolumedu noyau de la cellule chez quelques Fougeres durant la periode heterotypique. 145. Lo Cascio, Sopra alcune particolaritä di fine struttara delPendometrio di alcuni mam- miferi. 922. Meek, The Problem of Mitosis. 369. ~, The metaphase spindle in the sper- matogenetic mitoses of Forficula anricu- laria. 1358. Moreau-, M"^' et M"", Les corpuscules meta- chromatiques et la phagocytose. 147. — , Le centrosome chez les Üredinees. 500. Nu s bäum, Über den sogenannten inneren Golgischen Netzapparat und sein Verhältnis zu den Mitochondrien, Chromidien und anderen Zellstrukturen im Tierreich. 501. Oppenheim, Die Nervenzelle, ihr feinerer Bau und seine Bedeutung. Eine kritische Darstellung des jetzigen Zustandes unserer Kenntnis. 148. Ranke, Neue Kenntnisse u. Anschauungen von dem mesenchymalen Syncytium und seinen Differenzierüngsprodukten unter nor- malen u. pathologischen Bedingungen. 1359. Rocchi, Grassi birifrangenti allo stato cristallino liquido nei tessuti umani. 505. VI Inhaltsübersicht. Samuels, Etudes cytologiques sur les rela- tions existant entre le noyau et le deve- loppement des cristaux dans les cellules parenchymateuses du perianthe d'Anthu- rium. 370. S c h r i d d e , Untersuchungen über die Bildung des Hämoglobins. 923. Take da, Some points in the anatomy of the leaf of Welwitschia mirahiUs. 508. Yles, Proprietes optiques des muscles. 506. V. Wisselingh, Die Kernteilung bei Eunotia major Rabenh. Achter Beitrag zur Kenntnis der Karyokinese. 920. Hierzu: Nr. 1, 5—8, 13, 76, 82, 96, 139, 171, 172, 175 bis 178, 186, 193, 194, 196, 197, 274, 322, 340, Ö41, 346, 348,400, 401,410, 438, 479, 493, 499, 504, 506,511, 525, 537—39, 540, 515, 546, 548, 552, 570, 592, t;27, 744, 762, 767, 768, 802. 807, 813, 854, 858, 860, 874, 881, 902, 903, 916, 928, 916, 949, 1031, 1U33, 1034, 1037, 1118, 1148, 1151, 1152, 1154—56, 1161, 1184, 1185—89, 1191—97, 1201, 1224, 1227, 1228, 1232, 1235, 1242, 1253, 1259—67, 1274, 1277, 1279, 1284, 1286, 1291, 1297, 1298, 1306, 1347, 1355, 1366, 1368, 1370, 1421, 1429, 1130, 1436, 1441. Physiologie der Zellen, Gewebe uud Organe. Abderhalden, Neuere Anschauungen über den Bau und den Stoffwechsel der Zelle. 511. Andre, Sur la migration des elements mine- raax et sur le deplacement de ces elements chez les feuilles immergees dans Teau. 155. — , Sur Tevolution des principes mineraux et de l'azote chez quelques plantes annuelles. 156. Babäk, Zur Einwirkung der Sinnesorgane auf die Innervation. 374. — , Über die chromatische Hautfunktion bei der Erstickung u. Narkose der Fische. 1361. Beard, On the occurence of dextro-rotatory albumins in organic nature. 373. Briggs und Shantz, Die relativen Wel- kungscoeffizienten verschied. Pflanzen. 161. Chouchak, Sur la penetration des diflFe- rentes formes d'azote dans les plantes: phenomenes d'adsorption. 516. Choux, De l'influence de Thumidite et de la secheresse sur la structure anatomique de deux plantes tropicales. 162. Delf, Note on an attached species o£ Spiro- gyra. 520. MacDougal, The Water-balance of Desert Plauts. 163. Eckerson, A physiological and chemical study of After-Ripening. Contr. from the Hüll Bot. Lab. 170. 753. Escher, Über den Farbstoff des Corpus luteum. 1364. Fürst, AdaiJlive Fermentbildung. 521. Gallardo, Sur l'interpretation electro-col- loidale de la division caryocinetique. 1186. Gerber et Guio], Extraction et essai des pancreatines du Figuier et du Mürier ä papier. 165. Goldmann, Experimentelle Untersuchungen über die Funktion der Plex. chorioid. und der Hirnhäute. 760. — , Der Verdauungsvorgang im Lichte der vitalen Färbung. 1363. Gräfe, Einführung in die Biochemie für Naturhistoriker und Mediziner. 510. Haberlandt, Zur Physiologie der Zell- teilung. 928. Healy and Kastle, The Internal Secretion of the Mammae as a Factor in the Onset of Labor. 522. — — , Parturient Paresis (Milk Fever), and Eclampsia. 524. Henderson, The fitness of the environment, an inquiry into the biological significance of the properties of matter. 149. Hepburn, Studios on Chicken Fat. V. The Occurrence of Catalase, Oxidases, and Re- ductases in the Fat of Common Fowl {Gallus domesticus). 170. Hesse, Das Radium und seine Bedeutung für die Heilkunde. 929. Holden, On the occlusion of the stomata in Tradescantia pulchella. 518. Jaccard, Eine neue Auffassung über die Ursachen des Dickenwachstums. 1188. Javillier, Essais de Substitution du gluci- nium au magnesium et au zinc pour la culture du Sterig)natocystis nigra V. Cgh. {Aspergillus niger). 158. Jordan, Studies in Plant Nutrition, IL 752. Kastle and Healy, The Toxic Character of the Colostrum in Parturient Paresis. 523. Knight and Crocker, Toxicity of Smoke. Contr. from the Hüll Bot. Lab. 754. Kuhn, Zuckerinfusionen ein Prophylaktikum gegen Thrombose. 761. Lakon, Über eine Korrelationserscheinung bei Allium cepa L. (V. M.). 757. Ledere du Sablon, Sur les causes du degagement et de la retention de la vapeur d'eau par les plantes. 516. Le Renard, Influence du milieu sur la resistance du Penicille glauque. 513. Lepierre, Sur le non specificite du zinc comme catalyseur biologique pour la culture de V Aspergillus niger dans remplacement par d'auti-es elements. 157. — , Remplacement du zinc par le glucinium dans la culture de V Aspergillus niger. 159. — , Remplacement du zinc par Furanium dans la culture de ■V Aspergillus niger. 160. — , Remplacement du zinc par le cuivre dans la culture de V Aspergillus niger. 514. V. Liebermann, Über Resistenzänderungen der roten Blutkörperchen gegen hypoto- nische Salzlösungen bei Krankheiten und unter dem Einflüsse verschied. Gifte. 167. Lilienthal, Maschinenflug und Vogelflug. 1365. Lindau, Die Flechten. Eine Übersicht unserer Kenntnisse. 925. Inhaltsübersicht. VII Livingston, Adaptation in the living and non-living. 152. Loew, Zur physiologischen Funktion des Calciums. 756. Lukjanow, Versuch einer Anwendung der Präzipitinreaktion usw. 168. Mag er, Versuche überMetacutisierung. 1189. Mathews, Adaptation from the point of view of the physiologist. 154. Maze, Sur la relation qui existe entre l'eau evaporee et le poids de matiere vegetale elaboree par le mais. 164. Osterhout, Protoplasmatic contractlons resembling plasmolysis, which are caused by pure distilled water. 927. Parker, Adaptation in animal reactions. 153. Pennington and Hepburn, Studies on Chicken Fat III. Influence of Temperature on the Lipolysis of Esters. IV. The Hydro- lysis of CbickenFatbyMeansofLipase. 169. Perrot et Vogt, Poisons des Fleches et poisons d'epreuve. 517. Pringsheim, Zur Theorie der alkoholischen Gärung. 1360. Rigg, The elFect of some Puget Sound bog waters on the root hairs of Tradescantia. 755. Robertson, Further explanatory remarks concerning the normal rate of growth of an individual and its biochemical signi- ficance. 151. — , Further Explanatory Remarks Concerning the Chemical Mechanics of Cell-Division. 1185. — , On the nature of Oocytin, the fertilising and cytolysing substance in Mammalian Blood-Sera. 1187. R ö s s 1 e , Über die Hypophyse nach Castration. 758. Ruhland, Zur chemischen Organisation der Zelle. 926. Sartory et Bai ni er, Etüde morphologique et biologique d'un Champignon nouveau du genre CTymnoascus: Gymnoascus conflnens. 512. Schottelius, Gibt es ein Leben ohne Bak- terien? 150. Sellheim, Innere Sekretion der Keimdrüsen und Knochenwachstum. 759. Sorokina, Über Synchronismus der Zell- teilungen. 1184. Takeda, A theory of „transfasion tissue". 519. Terroine, La secretion pancreatique. 751. Tigerstedt, Physiologische Übungen und Demonstrationen für Studierende. 372. Trendelenburg, Die vergleichende Methode in der Experimentalphysiologie. 1183. Vanysek u. Laufberger, Einfluß der Tem- peratur auf die Narkose und Erstickung der Amphibien. 1362. V. Wiesner, Über die Photometrie von Laubsjjrossen und Laubsproßsystemen. 166. Winkler, Versuche über die Ernährung der Mistel. 1 1 90. Hierzu: Nr. 7, 8, 13, 28- 146, 148, 173, 184, 194, 346, 351, 3.57, 370, 396, 50!:, 527, 545, 552, 563 i;ä6, 746, 763, 765, 770, 918, 919, 921, 922, 924, 1037, 1101, 1106, 1131, 1194—1201 , 1206, 1217- 1266, 1268, 1277, 1280, 1306, 1347, 1355—1357, 1374, 1402, 1409, 1410, 1480, 1-183. -30, i;4, TS, 95, 124, 140, 144, 243, 249, 286, 312, 315, 324, 402, 419, 453, 475, 495, 504, , 570, 576, 578, 591, 593, 608, 778, 779, 835, 837, 845, 847, 930, 946, 947, 1031, 1032—34, 1140, 1146, 1174, 1191, 1192, -1219, 1223, 1224, 1259, 1263, 1285, 1286, 1292, 1297, 1298, 136G, 1367, 1369, 1371, 1372, 1119, 1421, 1427, 1439, 1445, Fortpüaiiziiiig. Aschner, Über brunstartige Erscheinungen (Hyperaemie und Haemorrhagie am weib- lichen Genitale) nach subcutaner Injektion von Ovarial- oder Placentarextrakt. 1369. Bainier et Sartory, Nouvelles recherches sur les Citromyces. Etüde de six Citromyces nouveaux. 179. Barrett, Development and Sexuality of some Species of Olpidiopsis (Cornu) Fischer. 180. Beauverie, Sui* la question de la propagation des rouilles chez les Graminees. 528. V. Berenberg-Gossler, Über gitterkapsel- artige Bildungen in den Urgeschlechtszellen von Vogelembryonen. 171. — , Geschlechtszellen und Körperzellen im Tierreich. 1031. B irkner, Beiträge zur Kenntnis der Gersten- keimung. 527. Boucherie, Les phenomenes cytologiques de la sporogenese chez le Barbula muralis. 525. Busse, Das Keimzeugnis in Wort u. Bild. 183. Comb es, Influence de l'eclairement sur la formation des graines et sur leur pouvoir germinatif. 184. Correns, Selbststerilität u. IndividualstofFe. 1191. Federley, Das Verhalten der Chromosomen bei der Spermatogenese der Schmetterlinge Pygaera anachoreta, curtula und pigra sowie einiger ihrer Bastarde. 1033. Gatin etBret, Les varietes Elceis guineen- sis Jacq. de la cöte d'Ivoire, et leurs fruits parthenocai-piques. 185. Geist, Untersuchungen über die Histologie der Uterusschleimhaut. 5. — , Die senile Involution der Eileiter. 6. V. Hansemann, Über den Kampf der Eier in den Ovarien. 1193. Herbst, Ist die Entwicklungserregung jung- fräulicher Eier möglich? 174. Hertwig,G., Experimentelle Parthenogenese bei Wirbeltieren. 529. — , Parthenogenesis bei Wirbeltieren, her- vorgerufen durch artfremden radiumbe- strahlten Samen. 3. — , P., Das Verhalten des mit Radium be- strahlten Spermachromatins im Froschei. 4. VIII Inhalteübersicht. van Herwerden, Über den Einfluß der Spermatozoen von Ciona intestinalis auf die unbefruchteten Eier von Strongylocen- trotus lividus. 178. Kollmann, Les idees nouvelles sur le deter- minisme du sexe. 1367. Lecaillon, Sur la differenciation, en ovules definitifs et en cellules vitellogenes , des oocytes contenus dans Tovaire des coUem- boles. (Premiere reponse ä MM. Willemet de Winter.) 1368. Lewis, The Vitality of Reproductive Cells. 173. Marchai, L'obliteration de la reproduction sexuee chez les Chermes. 1371. Marchand, La conjugaison des spores chez les levures. 526. 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Hierzu: Nr. 47, 74, 83, 85, 88, 95, 112, 119, 139, 144, 145, 186, 187, 189, 191, 193, 194, 196, 197, 199, 211, 2(;i, 262, 274, 276, 28.'$, 308, Slfi, 349, 350, 373, 375, 380, 896, 402, 411, 425, 439, 470, 501, 502, 511, .'.22—24, 538, 540, 544, 546, 548, 550, 554, 566, 567, 612, 614^ (;24, 744, 758, 759, 762, 764, 776, 777, 781, 784, 78.5, 808, 810, 812, 814, 815, 816, 818, 835, 854, 859, 864, 874, 877, 878, 881, 903, 915, 917, 920, 930, 932, 946, 952, , 953, 965, 968, 975, 978, 982, 988, 1015, 1026, 1027, 1037, ;0t>^ 1050, 1051, 1072, 1079, 1083, 1084, 1092, 1093, 1098, 1103, 1104, 1100—1108, 1115, 1153. 1157, 1162, 11K6, 1171, 1172, 1185, 1195—1200, 1204, 1209, 1216, 1218, 1227—1233, 12a5, 1236, 1241, 1244, 1245, 1248, 1259, 1260, 1263, 1278, 1282, 1286, 1290, 1292, 1297, 1298, 1308, 1347, 1358, 1364, 1378, 1380, 1410, 1422, 1426, 1455—1458, 14:;5, 1488, 1495, 1501. Entwicklung, Regeneration, Transplantation. Aggazzotti, Influenza dell' aria rarefatta suir ontogenesi. I. La j)erspirazione delle ova di gallina durante lo sviluppo in alta montagna. 1198. — , Influenza dell' aria rarefatta sull' onto- genesi. II. La reazione dei liquidi deir ovo durante_ lo sviluppo. 1199. Albrecht, Über plastischen Ersatz der Va- gina bei angebornem Defekte derselben. 776. Baco, Bouturage compare des vignes gi-effees et franches de pied. 771. Chaillot, Recherches sur la morphologie du bourgeon chez les Labiees a stolons Souterrains. 765. Dubard et Urbain, De l'influence de Fal- bumen sur le developpement de Tembryon. 763. Franz, Regeneration und Stoflftransport. 770. Garjeanne, Die Randzellen einiger Jun- germannienblätter. 769. Göbel, Zur Beseitigung der ischaemischen Muskelkontraktur durch freie Muskeltrans- plantation. 774. Göbell, Zum osteoplastischen Ersatz von angeborenen und erworbenen Unterkiefer- defekten... 1211. Hank 6, Über die Regeneration des Oper- culums bei Murex brandaris. 1203. Harms, Überpflanzung von Ovarien in eine fremde Art. II. Mitt.: Versuche an Tritonen. 1205. Iziksohn, Über die gestaltliche Anpassungs- fähigkeit des Froschherzens an großen Substanzverlust. 1206. Jan da. Fühlerähnliche Heteromorphosen an Stelle von Augen bei Styloj^yga Orientalis und Tenehrio molitor (Experimentelle Studie). 1202. Jeger und Joseph, Über den Ersatz eines Stückes der Aorta abdominalis durch die Carotis desselben Tieres. 773. Jogor und Israel, Über Neoimplantation der Vena venalis in die Vena cava, zugleich ein Beitrag zur Technik der Gefäßanasto- mose End-zu-Seit. 9. , Über Ersetzung eines Stückes der V. cava inf. durch freitransplantierte V. jugu- lar. ext. desselben Tieres. 10. Kaufman, Die Degenerationserscheinungen während der intrauterinen Entwicklung bei Salumandra maculosd. 1196. Inhaltsübersicht. IX Kaufman, Über die Degenerationserschei- nungen während der intrauterinen Ent- -wicklung bei Salamandra maculosa. 1197. Krizenecky, Versuche über die Regene- ration des Äbdominalendes von Tcnebrio molitor während seiner postembryonalen Entwicklung. 1201. Lerda, Beitrag zur totalen Meloplastik. 11. Loeb, Die Ursache der spontanen Furchung beim unbefruchteten Seeigelei. 1195. Luna,C., Ricerche sulla biologica dei con- driosomi. Condriosomi e pigmento retinico. 767. — E. , Sulla importanza dei condriosomi nella genesi delle miofibrille. 768. M li n e u s , Über die Möglichkeit eines Chole- dochusersatzes durch Einpflanzung des Proc. vermiformis. 12. Read, The Intra-Uterine Growth - Cycles of the Guinea-Pig. 1200. Rehn, Die Verwendung der autoplastischen Fettransplantationen bei Dura- und Hirn- defekten. 1210. Saxton, Gontributions to the lifehistory of Actinostrobus pyramidalis. 764. Schepelmann, Freie Periostverpflanzung. 775. Schultz, Bastardierung und Transplanta- tion II: Parallele von V(^rpflanzang und Kreuzung. Erfolgreiche Hautverpflanzung auf andere Gattung bei Finken, auf andere Familie bei Tauben. 1209. T a k e d a , Development of the stomain Gnetum gnemon. 766. Tirala, Regeneration und Transplantation bei Criodrilns. 1204. Tscher niachowsky, Zur Frage von der Anwendung der Gefäßnaht bei der Behand- lung der Aneurysmen. 1212. Uhlenhuth, Die synchrone Metamorphose transplantierter Salamanderaugcn. (Zugleich: Die Transplantation des Amphibienauges. IL Mitteilung). 1208. Warschauer, Über freie Fascientransplan- tation. 772. Weigl, Über homöoplastische und hetero- plastische Hauttransplantation bei Am- phibien mit besonderer Berücksichtigung der Metamorphose. 1207. Werner, Die atypische Embryonalentwick- lung der Podestomaceen. 762. Hierzu: Nr. 3, i, 7, 49, 59, 117, 122, 125, 133, 139, 174, 175, 186, ,26i;, 274, 318, 321, 331, 338, 339, 344, 351, 357, 401, 482, 496, 529, 534, 535, 540, 546, 548, 550, 558, 5(3(:, 571, 741, 753, 787, 788, 835, 842, 849, 859, 861, 8-4, 867, 870—878, 881, 915, 917, 9.30, 931, 934, 93fi— 9:^8, 941, 946, 947, 951, 953, 954, 958, 9fi8, 978, 986, 988, 1081, 1032, 1034, 1051, 1052, 10(56, 1079, 1088, 1092, 1093, 1098, 1108, Uli, 1114, 1116, 1124, 1129, 1184, 1188, 1191, 1193, 1394, 1213, 1214, 1216—1219, 1233, 1235, 1236, 1244, 1215, 1259, 1261, 1266—69, 1277, 1278, 128J, 1288, 1291, 1293, 1297, 1298, 1305, 1306, 1311, 1320, 1368, 1375, 1392, 1428, 1438, 1441, 1455, 1499, 150i>, 1502. Experimeutelle Morphologie, Mißbildungen, Pathologie. Oppel, Explantation, (üeckglaskultur, In- vitro-Kultur.) Sammelbericht. 632 — 740. Adamkiewicz, Über Zellenwachstum. 632. An Sprenger, Einige interessante Mißbil- dungen der männlichen Generationsorgane. 1378. Athanasiu et Gradinesco, La survie du coeur de la grenouille en dehors du corps et en l'absence de substance proteique. 633. Berenberg- Gossler, Entwicklungsge- schichte und Mißbildungen der caudalen Darmabschnitte und der Harnblase. 1375. Bernstein, Die Entstehung der Hernien. 941. Böhm und Oppel, Taschenbuch der mikro- skopischen Technik. 634. Born, Die künstliche Vereinigung lebender Teilstücke von Amphibienlarven. 635. Brächet, Developpement in vitro de blasto- derme et de jeunes embryons de Mammi- feres. 636. Braus, Demonstration und Erläuterung von Deckglaskulturen lebender Embryonalzellen und -Organe. 637. — , Die Entstehung der Nervenbahnen. 638. Burrows, Culture des tissus d'embryon de poulet et specialement cultures de nerfs de poulet en dehors de Lorganisme. 639. 640. — , The growth of tissues of the chick em- bryo outside the animal body, with special reference to the nervous system. 641. — , A method of furnishing a continuous supply of new medium to a tissue culture in vitro. 642. — , Rhythmische Kontraktionen der isolierten Herzmuskelzelle außerhalb des Organismus. 643. — , The association of a nuclear substance with the formation of amoeboid processes during the division of the heart muscle cell in vitro. 644. Carrel, Die Kultur der Gewebe außerhalb des Organismus. 645. — , Rejuvenation of cultures of tissues. 646. — , Le rajeunissement artificiel des cultures de tissus. 647. — , The preservation of tissues and its appli- cation in surgery. 648. — , Neue Fortschritte in der Kultivierung der Gewebe außerhalb des Organismus. 649. — , Visceral organisms. 650. — , Artificial activation of the growth in vitro of connective tissue. 651. Carrel et Burrows, La culture des tissus adultes en dehors de Lorganisme (Premiere note). 652. , Culture de substance renale en dehors de Lorganisme. 653. [654. — — , Culture de moelle osseux et de rate. — — , Cultures primaires, secondaires et tertiaires de glande thyroide et culture de peritoine (4. Note). 655. X Inhaltsübersicht. Carrel etBurrows, Cultures de sarcome en dehors de rorganisme. 656. — — , Seconde generation de cellules thy- roidiennes (5. Note). 657. — — , Culture in vitro d"un sarcome hu- main. 658. [the body. 659. . — — , Human sarcoma cultivated outside of — — , A propos des cultures „in vitro" des tissus des mammiferes. 660. — — , Cultivation in vitro of the thyroid gland. 661. — — , On the physicochemical regulation of the growth of tissues. 662. — ^' — , An addition to the technique of the cultivation of tissues in vitro. 663. — — , Handbuch der biochemischen Arbeits- methoden. 664. Carrel and Ingebrigtsen, The production of antibodies by tissues living outside the Organismus. 665. — — , Production d'anticorps par des tissus vivant en dehors de l'organisme. 666. Cliampy, Sur les jibenomenes cytologiques qui s'observent dans les tissus cultives en dehors de l'organisme. 667. Child, Studies on the Dynamics of Morpho- genesis and Inheritance in Experimental Reproduction VI. 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Über Hj'pernephromed. Niere. 20. Henneguy, Survie des ganglions spinaux des mammiferes conserves in vitro hors de l'organisme (ä propos de la communication de Marinesco et Minea). 684. Hertwig, Versuche an Tritoneiern über die Einwirkung bestrahlter Samenfäden auf die tierische Entwicklung. 186. — , Keimesschädigung durch chemische Ein- griffe. 5. Mitteilung. 930. — , Methoden und Versuche zur Erforschung der Vita propria abgetrennter Gewebs- und Organstückchen von Wirbeltieren. 685. Inhaltsübersicht. XI H e s s e , Zur Therapie des kongenitalen Fibula- defektes, zugleich ein Beitrag zur Kenntnis der Epiphysenoperationen. 782. Heyn, Steißtumor. 1377. Heyrovsky, Histologische Untersuchungen der Magenschleimhaut bei Ulcus ventriculi und Cai'cinom. 793. Hürthle, Diskussion zu Hadda. 686. Ingebrigtsen. 687. — , Studies upon the characteristics of diffe- rent culture media and their influence upon the growth of tissues outside of the or- ganism. 688. — , Studies of the degeneration and regene- ration of axiscylinders in vitro. 689. Johnston, A rare anomaly of the arteria profunda femoris. 940. Jolly, Recherches experimentales sur la division indirecte des globules rouges. 690. — , Sur la duree de la vie et de la multi- plication des cellules animales en dehors de Forganisme. 691. — , Sur la survie des cellules en dehors de lorganisme. 692. — , Sur la survie- des leucocytes. 693. — , A propos des Communications de Alexis Carrel et Montrose T. Burrows sur la ,, cul- ture des tissus". 694. — , Sur la signification des figures de mitose que Ton observe dans les tissus separes du corps. 695. — , Observations ä Toccasion de la communi- cation de Carrel et Burrows. 696. — , Sur la survie des leucocytes. Demonstra- tion. 697. — , Sur la vitesse du mouvement de repta- tion des leucocytes. 698. — , Nouvelles observations sur la survie des leucocytes. _ Limite de la survie. 699. Josephy, Über eine Doppelbildung bei einer Tritonlarve. 1220. Katzenstein, Beitrag zur Entstehung des Magengeschwürs. 22. — . Die experimentelle Hervorrufung eines Magengeschwürs. 779. Keck, Zur Kenntnis der Zwerchfellhernien bei Neugeborenen und ihre Entwicklung. 787. Kempton, Floral Abnormalities in Maize. 781. Kondring, Bilder eines Neugeborenen mit einer medianen Spaltbildung des Gesichts, der sog. Doggennase. 937. Krehl, Pathologische Physiologie. 28. Krokiewicz, Ein Fall von Situs viscerum inversus completus. 16. Kuliabko, Studien überdieWiederbelebung des Herzens. 700. Lambert, The production of foreign body giant cells in vitro. 701. — , Yariations in the character of growth in tissue cultures. 702. Lambert und Hanes, Beobachtungen an Gewebskulturen in vitro. 13. Lambert and Hanes, Characteristics of growth of sarcoma and Carcinoma cultivated in vitro. 703. — — , A study of Cancer immunity by the method of cultivating tissues outside the body. 704. — — , The cultivation of tissue in ^ilasma from allen species. 705. — — , The cultivation of tissues in vitro as a method for the study of cytotoxins. 706. — — , Beobachtungen an Gewebskulturen in vitro. 707._ Laufberger, Über die Anregung der Meta- morphose bei Amhlystoma mexicannm durch Füttern mit Schilddrüse. 1374. La wen. Über einen Fall von kongenitaler Wirbel-, Bauch-, Blasen-, Genital- und Darm- spalte mit Verdoppelung des Coecums und des Wurmfortsatzes. 784. Legendre, Les recherches recentes sur la survie des cellules des tissus et des organes isoles de Torganisme. 708. Legendre et Mi not, Essais de conservation hors de l'organisme des cellules nerveuses des ganglions spinaux. I. Plan de recherches et dispositif experimental. II. Conservation dans le sang defibrine. III. Influence de la dilution. 709. — — , Influence de la temperature. 710. — — , Formations de nouveaux prolonge- ments par certaines cellules nerveuses des ganglions spinaux conserves ä 39 degres hors de l'organisme. 711. — — , Influence du barbotage sur la con- servation des cellules nerveuses des gang- lions spinaux hors de Torganisme. 712. — — , Modifications qui se produisent, quand on les i-eplace ä 39 degres, dans les cellules nerveuses des ganglions spinaux conserves ä 15 — 20 degres hors de l'organisme. 713. — — , Formation de nouveaux prolongements par certaines cellules nerveuses des gang- lions spinaux conserves hors de l'organisme. 714. Levaditi et Mutermilch, Contractilite des fragments de coeur d'embryon de poule in vitro. 715, Lewin, Versuche über die Biologie der Tier- geschwülste. 791. Lewis, W. H. and Lewis, M. 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Burrows. 725. , Sur le rajeunissement des cultures de ganglions spinaux. 726. — — , Essai de culture des ganglions spinaux de mammiferes in vitro. 931. Maximow, Über die sog. „Wucheratrophie" der Fettzellen. 1224. Meyer, Nebennieren bei Anencephalie. 18. — , Die ursächlichen Beziehungen zwischen dem Situs viscerum und Situs cordis. 1215. — , Die Entzündung als Entstehungsursache ektopischer DeciduaoderParadecidua. 1380. Mitchel, Urachalfistula (Urachusfistel.) 790. Miyota, Zur Kenntnis der Hodengeschwülste und die Bedeutung des Traumas für ihre Entstehung. _ 796. Molineus, Über die multiplen braunen Tu- moren bei Osteomalacie. 795. Morita, Über die Ursachen der Richtung und Gestalt der thoracalen Dornfortsätze der Säugetierwirbelsäule. 188. Müller, ÜberCaxcinoide des Wurmfortsatzes. 792. Oppel, Über die Kultur von Säugetier- geweben außerhalb des Organismus. 727. — , Kausal - morphologische Zellenstudien. IV... 728. — , Über aktive Epithelbewegung. 729. — , Kausal-morphologische Zellenstudien. 730. — , Explantation. 731. Parin, Beitrag zur Kenntnis der angebore- nen präsakral sitzenden Geschwülste. 1376. Payne, A Study of the Effect of Eadium upon the Eggs of Ascaris megalocephala univalens. ^ 1213. Perthes, Über Osteochondritis deformans juvenilis. 798. Pfeiffer, Hürthle,Prausnitz,Ponfick, Hadda, Discussion zu Hadda. 732. Pfister, Beiträge zur Histologie der ägyp- tischen Blasensteine. 27. Pfreimbler, Über sogenannte angeborene Wassersucht. 785. Kadasch, A contribution to the teratology of the domestic animals ; incomplete dupli- cation. 9ß3. Riedel, Über angeborene Harnröhrenver- engeiningen. 783. Roux, Beiträge zur Entwickluiigsniechanik des Embryo. Einleitung und Beitrag 1. 733. — , Über den Cytotropismus und sonstige Cytotaxis. 734. Roux, Einleitung. 735. — , Über kausale und konditionale Welt- anschauung und deren Stellung zur Ent- wicklungsmechanik. 736. Ruth, Cicatrization of wounds in vitro. 737. Sachs, Über einen Holoacardius mit aus- gebildetem Rumpf, Extremitäten und Kopf- skelett. 934. Saletajew, Die Operation der Vasectomie und ihre Anwendung bei Tieren. 189. Sasaki, Über die experimentelle Prostata- ati-ophie durch Röntgenbestrahlung der Hoden. 777. Schmidt, Über eine seltene Entwicklungs- störung am Darme eines neugeborenen Kindes. 938. Schopelmann, Tierexperimente z. Lungen - Chirurgie. 24. Schotten, Über kongenitalen Defekt der Gallenausführungsgänge. 789. Schultz, Über das Überleben von Teilen. Beiträge zur Individualitätsfi'age. 1219. Schwalbe und Mücke, Phosphorwirkung auf mütterliches u. fötales Lebergewebe. 23. Stockard and Craig, An Experimental Study of the Infiuence of Alcohol on the Germ Cells and the Developing Em1)ryo3 of Mammals. 1214. Tigerstedt, Versuche an überlebenden Or- ganen der warmblütigen Tiere. 738. Uffreduzzi, Die Pathologie der Hoden- retention. 797. Un z e i t i g. Über die Einwirkung der Röntgen- strahlen auf die Bursa fabricii und einige andere Organe junger Hühner. Vogt, Hernia duodeno-jejunalis beim Säug- ling. 1379. Wächter, Über einen seltenen Fall von kongenitaler Kniegelenksluxation. 1221. Walther, Die Umwelt des Keimplasmas. V. Das Vordringen von Magnesium in das Blut der SüRwebsserkrahhe {Teljthusn fluvia- tilis Belon.). 1216. Weil, Some observations on the cultivation of tissues in vitro. 739. Wenglowski, Über die Halsfisteln und -Cysten. 2. Teil: Die seitlichen Halsfisteln und -Cysten. 15. Whorter and Whipple, The development of the blastoderm of the chick in vitro. 740. Wolff, Über ein Blastom bei einem Aal, {Anguilla vulgaris), nebst Bemerkungen zur vergleichenden Pathologie der Ge- schwülste. 21. Zesas, Beitrag zur Pathologie der idio- pathischen Osteopsathyrose. 1223. Hierzu: Nr. 3, 4, 6, 8, 9—12, 45, 57, 60, t;!l, 74, 133, U2, 167, 174, 223— 22G, 317, 337, 331), 373, 3S7, 388, 390, 391, 412, 478, 480, :')29, 759, 843, 897, 928, 1032, 1033, 1049, 1054, 1184, 1185, 1191, 1195—1199, 1201— 120!i, 1245, 1262, 1277, 1297, 1329, 1359, 1373, 1383, 1410 1476. Inhaltsübersicht XIII Vererbung, Variation, Mutation. | Anderson, The Evolution of a Type of Horse. 383. Anonymous, The Correction to be made to the Correlation ratio for Grouping. 239. Barlow, Preliminary Note on Heterostylism in Oxalis and Lythrum. 810. Baur, Ein Fall von geschlechtsbegrenzter Vererbung bei Mchoidrium alhum. 1260. Bateson et Punnett, Reduplication of terms in series of gametes. 1038. Bellair, Recroisees entre elles, deux especes qui se sont degagees d'un hybride n'obeissent plus ä la loi mendelienne de la dominance. 1043. B ellin g, Third Generation of the Gross between Velvet and Lyon Beans. 806. Bush-Brown, Horses and Horse Breeding. 38-i> — , Horses and Horse Breeding. 820. Blaringhem, Phenomenes de xenie chez le ble. 204. — , Sur rheredite en mosajique. 1040. Boeuf, Cultures experimentales de sortes pures de cereales. Observations sur la stabilite et la variabilite de leurs caracteres. 1046. Braem, Nachträgliches über die Variation der Statoblasten von PectinateUa. 1262. Brownlee, On the Inheritance of Hair and Eye-colour. 222. Bruce, Sur Theredite des caracteres quanti- tatifs. 1039. Buchet, La pretendue heredite des maladies cryptogamiques. 205. Mc Caffrey, The lUawarra Breed of Dairy Cattle. 3S1. Cance, Field, Word, Hall, First Report of the Committee on Immigration of the Eugenics Section. 386. Castle, Some Biological Principles of Animal Breeding. 379. — , SimplificationofMendelianformulae. 801. Castle, Coulter, Davenport, East and Tower, Heredity and Eugenics. 193. Castle and Simpson, A family of spotted negroes. __ 223. Chiari, Über familiäre Chondrodystrophia foetalis. 224. Compton, Right and left handeness in cereals. 1045. Cook, Heredity and Cotton Breeding. 198. — , Mendelism and interspecific hybride. 823. Crouzon, Recherches sur Tapplication des principes de Mendel dans Theredite de cer- taines maladies humaines et en particulier dans les maladies du Systeme nerveyx. 1386. Crzellitzer, Die Vererbung von Augen- leiden. 825. Davis, Was Lamarck's evening primrose {Oenothera lamarckiana Seringe) a form of Oenothcra grandiflora Solander? 201. — , Mutations in Oenothera hiennis L. 202. Derr, The Breeding of Winter Barleys. 376. Detlefs en, The Fertility of Hybrids in a Mammalian Species Gross. 380. Dewitz, Über die experimentelle Abände- rung von Organismen durch die chemische Beeinflussungihr. Fortpflanzungsköi-per. 211. Digby, The Gytology of Primula leu-ensis and of other related Primula HjhYids. 196. Dobell, Some Recent Work on Mutation in Microorganisms. Part IL Mutations in Bacteria. 206. Doncaster, On an inherited tendency to produce purely female families in Abraxas gross alariata, and its relation to an ab- normal chromosome number. 813. — On sex-limited inheritance in Cats, and its bearing on the sex-limited transmission of certain human abnormalities. 818. Drinkvrater, Study of a Brachydactylous Family (Minor Brachydactyly). 1387. East and Hayes, Heterozygosis in evolution and in plant breeding. 199. — , Inheritance of flower-size in crosses between Species of Nicotiana. 375. Egloff, Color Factors in the Hair of the Horse. 819. Emerson, Simplified Mendelian formulae. 800. — and East, The Inheritance of Quanti- tative Characters in Maize. 804. Emmons, A study of the variations of the American Indian Squaw. 235. Federley, Modern ärftlighetsforskning. 799. — , Sur un cas d'heredite gynephore dans une espece de Papillon. 1383. Fogle, Transmission of Color and Color Markings in Hereford-Shorthorn Crosses. 817. Friedmann, Bemerkungen ühevChelidoniuni luciniatum. 811. Funk, Ten Years of Com Breeding. 803. Gard, La loi d'uniformite des hybrides de premiere generation est-elle absolue? 1041. Garrison, The Dominance of Recessives. 805. Gartley, A Study in EugenicGenealogy. 387. Gates, Tetraploid Mutants and Chromosome Mechanisms. 197. — , Tetraploid Mutants and Chromosome Mechanisms. 802. Geoffrey and Haig, On sterile and hybrid Pheasants. 815. Goodale, Castration in relation to the se- condary sexual characters of brown leghorns. 814. Greenwood, On errors of random sampling in certain cases not suitable for the appli- cation of a "normal" Curve of frequency. 237. f Griffon, Greffage et hybridation asexuelle. 1052. • Hagedoorn, Facteurs genetiques du milieu dans l'amelioration et l'obtention des races. 1042. Harris, The relationship between the weight of the seed planted and the characteristics of the plant produced. 234. XIV Inhaltsübersicht. Hayes, Methods of Corn Breeding. 377. Rays, Constructive Eugenics. 219. Hedrick and Howe, Apples: Old and New. 827. Hirschberg, Selection and Intei-mediates in Bacillus coli. 240. V. Hoffmann, Die Rassenhygiene in den Vereinigten Staaten von Nordamerika. 1389. Ho u wink, Experiences pratiquees pour obtenir des varietes fixes et durabies dans les races de volailles rustiqaes et dans les races italiennes importees. 1385. Jesenko, Sur un hybride fertile entre Triticum sativum 4 (Ble Mold-Squarehead) et Seeale cereale ,' (Sergle de Petkus). 1048. Johannsen, Mutations dans des lignees ]:)ure de haricots et discussion au sujet de la mutation en general. 1057. Jordan, The Eugenical Aspect of Venereal Disease. 390. Kammerer, Vererbung erzwungener Farb- veränderungen. IV. Mitt. : Das Farbkleid des Feuersalamanders [Salamandra macu- losa Laurenti) in seiner Abhängigkeit von der Umwelt. 1259. Kaj anus , Über einige vegetative Anomalien bei Trifolium pratense L. 1050. Kelly, Heredity in a parthenogenetic insect. 812. Klatt, Über die Veränderung der Schädel- kapazität in der Domestikation. 217. Knorr, A History of the Arabian Horse and its Inüuence on Modern Breeds. 385. Kronacher, Grundzüge der Züchtungsbio- logie. Fortpflanzung, Vererbung, Anpassung und Züchtung unter besonderer Berücksich- tigung der Vererbungslehre nach dem der- zeitigen Stande der Forschung. 194. Kuttner, Über Vererbung und Regeneration angeborener Mißbildung, b. Cladoceren. 1261. Lang,VererbungswissenschaftlicheMiszellen. 1037. Laughlin, An Account of the Work of the Eugenics Record Office. 388. — , First Annual Conference of the Eugenics Field Workers. 389. Lehmann, Kleine variationsstatistische Untersuchungen. 1053. Lindsay, The influence of Disease upon Racial Efficiency and Survival. 1388. Lotsy, Versuche über Artbastarde und Be- trachtungen über die Möglichkeit einer Evolution trotz Artbeständigkeit. 1036. Love, Comparisons ofYieldBetweenHybrids and Selections in Oats. 378. Malde, A Method of Recording Types and Variation in Fruits and Vegetables by • Direct Printing. 208. Mall, Die Bastardierung in der landwirt- schaftlichen Pflanzenzüchtung. 1382. Mars hall, Evolution of the Standard Bred. 209. Morgan, Heredity of body coior in Droso- phila. 212. Morgan, Factors and unit-characters in Mendelian theory. 213. Morpurgo und Donati, Beitrag zur Frage der Vererbung der Anlage zur Geschwulst- entwicklung. 225. Müller, Bakterienmutationen. 1056. Nabours, Possibilities for a New Breed of Cattle for the South. 821. Nathusius, Die Entstehung des Mauchamps- schafes. 1058. Newman, Five generations of congenital stationary Nightblindness in an American family. 824. Nilsson-Ehle, Mendelisme et acclima tati on 1035. Oelkers, Stiel- und Traubeneichel. Eine variationsstatistische Untersuchung. 210. Orton, The development of disease resistant vai'ieties of plants. 1054. Ostwald, Genie und Vererbung. 1390. Pearl, The mode of inheritance of fecur- dity in the domestic fowl. 215. Pearson, On the probable errors of Frt- quency Constants. 227. — , On the probable error of a Coefficient of Correlation as found with a fourfold table. 228. — , Multiple Gases of Disease in the same house. 229. — , On the measurement of the influence of "Broad Categories" on Correlation. 230. — , Note on the Honduras Piebald. 231. — and Heron, On theories of association. 232. — and Elderton, On the hereditary Cha- racter of General Health. 233. Phillips, Size inheritance in Ducks. 216. Raynor and Jones, Domestication of the Fox. 218. Rogers, Repoi-t of Committee on theHeredil y of Feeblemindedness. 391. Schultz, Bastardierung u. Transplantation. 1392. Shaw, The effect of fertilizers on Variation in corn and beans. 203. Snow, The Intensity of Natural Selection in Man. 236. Soper, On the probable error of the corre- lation coefficient to a second approximation. 238. Southard, Note on the Geographica! Distri- bution of Insanity in Massachusetts. 226. Steche, Die ,, sekundären" Geschlechts- charaktere der Ins.ekten und das Problem der Vererbung des Geschlechts. 1051. Strampelli, De l'etude des caracten s anormaux. 1049. Stockberger, A literary note on the law of germinal continuity. 195. Sturtevant, The Himalayan rabbit case with some considerations on multiple alle- lomoiiJhs. 822. Sutton, Sur Torigine des especes par muta- tion. 1391. Inhaltsübersicht. XV Tanaka, A study of Mendelian factors in the Silkworm, Bombij.i' mori; and Gametic coupling and repulsion in Silkworms. 1384. Thama, Maternal Inheritance and Mende- lism. (First Contribution.) 214. Thaysen, Erblichkeitsforschung im Bak- terienreiche. 1381. Trow, Forms of Reduplication — primary and secondary. 200. Tschermak, Examen de la theorie des facteurs par le recroisement Methodique des hybrides. 1044. V. Tubeuf, Jtiassenbildung bei Ahorn- Mhytisma. [Discomycetes]. 1055. de Vilmorin, Fixite des races de fi-oment. 1047. Vilmorin, Sur une race de Ble nain in- fixable. 809. Vuillemin, La pelorie et les anomalies connexes d'origin gamogemmique. 828. Ward, Our Immigration Laws from the View Point of Eugenics. 220. Webber, The Effect of Research in Genetics on the Art of Breeding. 207. Wellington, Studies of natural and arti- ficial parthenogenesisinthegeuusiV^tcoi/fma. 808. Wentworth, Inheritance of Mammae in Duroc Jersey swine. 816. White, The bearing of teratological deve- lopment in Nicotiana on theories of heredity. 807. Wille, Über die Veränderungen der Pflanzen in nördlichen Breiten. 826. Woods, Alternate Human Inheritance and Eugenics. 221. Young, Concerning the Fat-Tail and the Broad-Tail Sheep. 382. Hierzu: Nr. 66, 74, 77, 85, 89, 95, 104, 105, 112, 119, 139, 141, 185, 241, 260, 314, 360, 396, 416, 427, 439, 477, 481 531, 565, 568, 771, 856, 8.58, 87.',, 888, !S90, 916, 936, 937, 939-941, 954, 957, 984, 989, 1011, 1026—1028, 1031, 1033, 1092, 1102, 1103, 1106, 1132, 1144, 1157, 1165, 1191, 1214, 1240, 1256, 1263, 1294, 1311, 1320, 1322, 1324, 1329, 1409, 1429, 1464, 1465, 1469, 1474, 1491, 1497, 1498. Psychologie. V. Buttel-Reepen, Tierverstand und Ab- stammungslehre. 1400. Ettlinger, Der Streit um die rechnenden Pferde. 1397. Franz, Tierverstand und Abstammungs- lehre. 1399. Horst, Zur Naturgeschichte des Genies. 241. Kleinsorgen, Zum Denkproblem der Tiere, nebst Anhang: Aphorismen und Gedanken über Denken und Verwandtes. 242. Leduc, Der Mechanismus des Empfindungs- vermögens. 243. Passkönig, Die Psychologie Wilhelm Wundts. Zusammenfassende Darstellung der Individual-, Tier- und Völkerpsycho- logie. 244. Rignano, Qu'est-ce que le raisonnement? 1393. — , L'evolution du raisonnement. 1394. Schneider, Die rechnenden Pferde. 245. Schwandtke, Bemerkungen z. Tierpsycho- logie, veranlaßt durch den Aufsatz von Camillo Schneider: Die rechnenden Pferde. 1398. Scymansky, Ein Versuch, instinktives Ver- halten künstlich hervorzurufen. 1395. — , Methodisches zum Erforschen der In- stinkte. 1396. Hierzu: Nr. 125, 127, 133, 136, 193, 304, 305, 332, 462, 747, 1348. Öcologie. Cooper, The Climax Forest of Isle Royale, Lake Superior, and its Development I. 392. II. u. III. 393. Wagner, Die fleischfressend. Pflanzen. 1401. Ward , Reflection as a Concealing and Revea- ling Factor in Aquatic and Subaquatic Life. 1402. Hierzu: Nr. 29, 30, 44, 51, 64, 65, 67, 73, 78, 83, 84, 88, 90, 91, 96, 103, 110, 152, 154, 162, 163, 266, 278, 283, 28n, 287, 290, 294—297, 304, 305, 311, 312, 324, 334, 339, 353, 354, 413, 459—463, 471, 496, 544, 5^1, 576, 744, 747, 755, 826, 854, 925, 943, 946, 948, 961, 965, 9G8, 975, 981, 1042, 1046, 1068, 1070, 1077, 1085, 1092, 1093, 1098, 1108, 1111, 1112, 1113, 1129, 1136, 1140, 1147, 1155, 1162, 1226, 1257, 1278, 1381, 1290, 1293, 1313, 1409. Geographische Verbreitung. Reisen. Amundsen, Die Nordwest-Passage. Meine Polarfahrt auf der Gjöa 1903 bis 1907... Von der Baffins-Bucht zur Beringstraße. Über- setzung aus dem Norwegischen von Pauline Klaiber. 1064. — , Die Eroberung des Südpols. Die nor- wegische Südpolarfahrt der Fram 1910 bis 1912. 1065. Bartholomew and Grimshaw, Atlas of Zoogeography. 829. Blaauw, Across south America to Tien-a del Fuego and back through the Smith Channel. 834. Elbert, Austrasien und die Entwicklungs- geschichte der indoaustralischen Inselwelt vom Tertiär bis zur Gegenwart. 1059. — , Über die zonare Verbreitung der Vege- tation auf dem Lawu-Vulkan Mittel-Javas. 1061. H all i er, Über frühere Landbrücken, Pflanzen- und Völkerwanderungen zwischen Austral- asien und Amerika. 1062. Koningsberger, Java, zoologisch en bio- logisch. 1060. Le Roi und Reichensperger, Die Tier- welt der Eifel in ihren Beziehungen zur Vergangenheit und Gegenwart. 831. Pitard, Peuplement vegetal de la Chaouia, Maroc. 832. von Prowazek, Die deutschen Marianen. Ihre Natur und Geschichte. 1063. XVI Inhaltsüb ersieht . Schultze, Die afrikanische Hylaea, ihre Pflanzen- und Tierwelt. 833. Taylor, Dominancy in Nature. 830. Theel, Priapulids and Sipunculids dredged by the Swedish Antarctic Expedition 1901 bis 1903 and the phenomenon of Bipolarity. 1066. Hierzu: Nr. 42, 43, 50, .58, 80, 9i), 100, 101, 102, 105, 139, 266, 272, 275, 284, 285, 302, 303, 310, 314, 327—330, 333, 3.16, 352, 354, 355, 40?, 417, 42U— 422, 429, 442, 444, 464—475, 517, 530, 531, 533, 534, 541, 543, 544, 547, 551, 55.1-57, 559, 560, 502, 564, 565, 573—75, 591, 594—607,613,628—31, 744,849,854,860,862—868, 871, 872, 875, 879, 880, 882, 887, 891 — 896, 898—901, 904—906, 908, 948, 950, 954, 956, 964, 972, 97.S, 977, 979—982, 986, 990—992, 1005, 1006, 1016—18, 1021, 1074, 1077, 1078, 1080—82, 1085—88, 1090, 1091, 1094, 1095, 1096, 1114, 1120, 1123, 1124, 1126— 2.s, 1130, 1134, 1137, 1138, 1142, 1143, 1159, 1162, 1231, 1240, 1244, 1254, 1256, 1274, 127.% 1276, 1278, 1324, 1403, 1404, 1405, 1416, 1417, 1422 — 1426. 1451, 1459, 1460, 1461, 1468, 1477, 1485. Fauna des Meeres. Albert I de Monaco, Sur la premiere Campagne de FHirondelle II, 246 campagne de la Serie complete. 840. Campagne scientifique d'Hiroiidelle II. Liste des Stations. 839. Delff, Beiträge zur Kenntnis der chemisch. Zusammensetzung wirbelloser Meerestiere. 1067. Grein, Eine elektrische Lampe zum Anlocken positiv phototaktischer Seetiere. 944. — , Vorläufige Mitteilungen über photo- graphische Lichtmessungen im Meer. 945. Hensen, Zur Feststellung der Unregel- mäßigkeiten in der Verteilung der Plank- tonten mit besonderer Berücksichtigung der Schlauch fange. 1068. Issel, Biologia neritia mediterrannea. II bentos animale delle foglie di Posidonia studiato dal punto di vista bionomico. 842. Joubin, La vie dans les Oceans. 837. Kiaer og Wollebaek, Om dyrelivet i Kristianiafjorden. I. Lophoheliafaunaen. 943. Mayer, The depths of the Ocean. 836. Murray and Hjort, The depth of the Ocean. 83». Pavillard, L'evolution periodique du planc- ton vegetal dans la Mediterranee X)cciden- tale. 841. Schiller, Bericht über die botanischen Untersuchungen und deren vorläufige Er- gebnisse der 3. Kreuzung S. M. S. ,,Najade" im Sommer 1911. 1069. Stiasny, Das Plankton des Meeres. 838. Termier, L'Atlantid(3. 942. Hiörzu: Nr. 42, 43, 270, 57.5, 282, 311, 312, 323, 365, 496, 530, 531, 533, 541, 543, 544, 744, 746, 839, 840, 1063, 1066, 107(1, 1071, 1158, 1159, 1274, 1275, 1276, 1303, 1304, 1417. Fauna des Süßwassers. Hierzu: Nr. 44, 266, 267, 273, 283—285, 323, 373, ,541, 545, 1302, 1808, 141t. Fauna des Landes. Hierzu: Nr. 44, 272, 273. 314, 547, 551, 573—75, 746, 1 0, 1063, 1077, 1078, 1081, 1082, 1085-88, 1090, 1091, 10 4-96, ll-.'O, 112:(, 1124, 1126—2.1, 1130, 1134, 1137, 1138, 1142, 1143, 1161, 1315, 1316, 1122, 1423, 1477 bis 1480, 1485, 1 86, 1487, 1489, 1491», 1492. Fauna der Höhleu. Hierzu: Nr. 747, 1122 Medizinische Biologie. Parasiteu. Andre, Recherches parasitologiques sur les Amphibiens de la Suisse. 246. Berthelot, Recherches sur la floie intesti- nale. Sur l'action pathogene d'une asso- ciation microbienne: Proteus vulgaris et Bacillus animophilus intestinalis. 84.'3. Griffon et Maublanc, Sur quelques Cham- pignons parasites des plantes tropicales. 844. Königs feld, Durchtritt von Krankheits- erregern durch die Haut. 846. Molliard, Le Leiiidium sativum rendu semi-parasite experimentalement. 843. Nicoll, Statistical Note on the Worm Para- sites collected from the Animals dying in the Zoological Gardens from December 1910 tili April 1912. 247. Hierzu: Nr. 59-63, 69, 71, bl, 90, 93, 191, 253—255, 260, 268, 269, 271, 274, 284, 292, 395, 397, 521, 536, 562, 577, 741, 859, 868, 876—878, 946, 975, 1054, 10(13, 1098, 1099, 1100, 1151, 1153, 1158, 1228—1235, 1237, 1238, 1239, 1263, 1264, 1267—1273, 1278, 1324, 1325, 1410, 1419. Landwirtschaftliche und forstliche Biologie. Baer, Die Bedeutung der insektenfressenden Vögel für die Forstwirtschaft. 1264. Bainier et Sartory, Etudes morphologi- ques et biologiques du Muratella elegans sp. n. 256. Behrens, Bericht über die Tätigkeit der Kaiser! Biologischen Anstalt für Laud- und Forstwirtschaft im Jahre 1911. 1263. Blaringhem, Observations sur la Rouille des Guimauves. 257. D engler, Die Wälder des Harzes einst und jetzt. 248. Dewitz, Physiologische Untersuchungen auf dem Gebiet der Schädlingsforschung. 29. — , The bearing of Physiology on Economic Entomology. 30. — , Die Bedeutung der Physiologie für die Schädlingsforschung. 249. Die erste internationale Jagdaus- stellung, Wien 1910. Ein monumentales Gedenkbuch. 37. Escherich, Die Forstentomologie in den Vereinigten Staaten von Nordamerika. 31. — , Neues über Polyederkrankheiten. Refe- rierendes und Kritisches. 253. — und Baer, Tharandter zoologische Mis- zellen. 4. Reihe. 250. Inhaltsübersicht XVII Fuchs, Forstzoologische Ergebnisse einer Sommerreise ins Engadin. 251. Guse, Mitteilungen des Kaiserlichen Forst- instituts in St. Petersburg. 252. Hanff, Mitteilung, üb. Waldbeschädigungen durch Insekten und andere Tiere. 32. Harris, The Size of the Seed Planted and the Fertility of the Plant Produced. 848. Hewitt, The Spruce Budworm and larch Sawfley. 33. Eönig, Besonderheiten des ostpreußischen Waldes in bezug auf Standort, Bestockung und forstliches Verhalten einzelner Holz- arten. 34. Marchai, Rapport sur les travaux accomplis par la mission d'etudes de la Cochylis et de VEudemis pendant Tannee 1911. 847. Meves, Infektionsversuche mit Nonnen- eiern. 254. Migula, Über die Tätigkeit der Bakterien im Waldboden. 1265. Moll, Die Zerstörung des Bauholzes durch Tiere und Schutz dagegen. S5. Reiff, Zur Escherichschen Auslegung meiner Arbeit üb. die „Wilt Disease" des Schwamm- spinners (Liparis dispur L.) 255. Seeder, Wildkunde und Jagdbetrieb. 38. Seilheim, Tiere des Waldes. 39. Stepp es. Rührt die Erscheinung des ,, Durch- schnittes" bei Getreide von Wildschaden her? 36. T r a b u t , Sur la Chlorose infectieuse des Citrus. 258. Hierzu: Nr. 56, 57, 69—71, 82—84, 86, 91, 107—116, 119, 120, 183, 194, 205, 293, 298, 301, 366, 392, 393, 475, 528, 602, 612, 614, 618, 623, 626, 803—807, 820, 821, 826, 827,-1054, 1094—97, 1108—11, 1117, 1129, 1131, 1247, 1302, 1304, 1382, 1450, 1451, 1483, 14'.'8. Paläontologie. Holden, Some fossil plants from Eastern Canada. 852. Kisch, The physiological anatomy of the periderm of fossil Lycopodiales. 851. Mo die, Some recent advances in vertebrate paleontology. I u. II. 853. Salisbury, Methods of palaeobotanical re- construction. 850. Stromer von Reichenbach, Lehrbuch der Paläozoologie. II. 849. Hierzu: Nr. 118, 139, 141, 483, 484, 487, 917, 960, 1006, 1059, 1149, 1161, 1173, 1249, 1317—1319, 1330, 1346, 1442—1449. Systematik. Hierzu: Nr. 464, 466, 554, 584, 585, 1036, 1324, 1407. Protista. Andre, Les Chilodontes parasites des Cypri- nides. 260. Awerinzew, Beiträge zur Entwicklungsge- schichte V, Lagenophrys sp. (vorl. Mitt.). 262. Berthelot, Recherches sur quelques carac- teres specifiques du Proteus vulgaris. 1280. Zentralblatt f. Zoologie, allgem. u. experim. Biologie. Bd. 3. Braun und Teichmann, Versuche zur Immunisierung gegen Trypanosomen. 856. Chatton, L'autonomie des Trypanosomes propres aux Museides demontree par les elevages purs indefinis. 1269. — , Position systematique et signification phylogenique des Trypanosomes malpighiens des Museides. Le genre liliynchoidomonas Patton. 1270. Fürst, Künstliche Züchtung von Malaria- erregern. 395. Gero, Materialbeschatfung zu protistolo- gischen Untersuchungen. 394. Ishikawa, Wundheilungs- und Regene- rationsvorgänge bei Infusorien. 1277. Jollos, Experimentelle Untersuchungen an Infusorien. 396. Joukoff, Culture du parasite de la malaria. 1268. Kofoid, Haeckels Sethocephalus eucryce- phalus (Radiolai-ia) a marine ciliate. 855. — , Dinoflagellata of the San Diego Region. IV. The genus Gonyaidax, with notes on its skeletal morphology and a discussion of its generic and specific characters. 1274. — , On the skeletal morphology of Gony- aulax catenata (Levander). 1275. — , Dinoflagellata of the San Diego region V. On Spiraulax, a new genus of the Peridi- nida. 1276. Lang, Der Bacillus pyocyaneus und seine Beziehungen zum Bacillus fhiorescens lique- faciens. 397. Laveran et Marullaz, Au sujet du Try- pafiosoma talpae. 1272. Lindau, Spalt- und Schleimpilze. Eine Ein- führung in ihre Kenntnis. 1279. Marullaz et Roudsky, Contribution ä l'etude de Haemogregarina tcrzii Sambon et Seligmann. 1267. Mi e Ick, Untersuchungen an Nordsee-Pro- tisten. I. Über PhaeocoUa pygmaea. 854. Ponselle, Recherches sur la culture in vitro du Trypanosome de TAnguiUe (Trypano- soma granulosum Laveran et Mesnil, 1902). Une nouvelle modification au milieu de Novy et Mac Neal. 1271. — , Culture in vitro du Trypanoplasmavariuw Leger. 1273. Przibram, Die Kammerprogression der Foraminiferen als Parallele zur Häutungs- progression der Mantiden. 1266. Schepotieff, Untersuchungen überniedere Organismen. IV. Studien über Meeresbak- terien. 858. Tobler-Wolff, Die Synchytrien. Studien zu einer Monographie der Gattung. 1278. Wager, The life-history and cytology of l'olyplmgus euglenae. 859. Walker, Quantitative determination of the balantidicidal activity of certain drugs and chemicals as a basis for treatment of infec- tions with Balantidium coli. 857. b XVIII Inhaltsübersicht. Woodruff, Dreitausend und Dreihundert Generationen von Paramaecium ohne Kon- jugation oder künsthche Reizung. 261. Yung, L'explosion des Infusoires. 259. Hierzu": Nr. 109, 139, 150, 206, 246, 373, 487, 506, 744, 780, 827, 84i', 845, 846, 1056, 1063, 10.i7 — 1069, 1263, 1265, 1325, 1331, 1381. Coolenterata. Bedot, Materiaux pour servir ä l'histoire des Hydroides. 263. Broch, Coelenteres du Fond. 530. — Hydroidenuntersuehungen. III. Ver- gleichende Studien an Adriatischen Hydro- iden. 531. Hickson, On the Hydrocoralline Genus Errina. 265. Kerr, Loch Sween. 534. Stechow, On the occurrence of a northern hydroid Hakitractiis {Corymoiylta) namts (Aid er) at Plymouth. — , Ein thekenloser Hydroid, der mit einer Leptomeduse in Generationswechsel steht. 532. Vanhöffen, Über westind. Medusen. 533. Hierzu: Nr. 373, 502, 506, 943, 1063, 1151, 1219, 1331. Vermes. Hierzu: Nr. 1201. Plathelmiiithes. de Beauchamp, Un nouveau rhabdoccele marin Prorhynchopsis minuta nov. gen. nov. sp. 1225. — , Planaires de Bromeliacees de Costa-Rica recueillies par M. C. Picado. 1226. Beddard, Contributions to the Anatomy and Systematic Arrangement of the Cestoi- dea. VI. On an asexual tapeworm from the rodent, Fiber zibethicus, showing a new form of asexual propagation, and on the suppo- sed sexual form. 269. — , Contributions to the Anatomy and Syste- matic Arrangement of the Cestoidea. III. On a new Genus of Tapeworms {OtiiHtaenia) from the Bustard {Eupodotis kori). 1228. — , Contributions to the Anatomy and Syste- matic Arrangement of the Cestoidea. IV. On a Species of Inermicapsifer from the Hyrax etc. 1229. — , Contributions to the Anatomy and Syste- matic Arrangement of the Cestoidea. V. On a new Genus (I)asyvrotaenia) from the Tasmanian Devil {Dasyurus ursinus), the type of a new Family. 1230. Fuhrmann, Vogelcestoden. 1231. Gel ei, Studien über die Histologie von Dendrocoelum lacteum Oerst. 1227. von Hofsten, Revision der Schweizerischen Rhabdocölen und Allöocölen. 266. — und Steinmann, Die Schweizerische Turbellarienliteratur. 267. Mola, Nuovi ospiti di uccelli, contributo a1 genere Hymenolepis. 1234. Nie oll, On two new Trematode Parasiten from the Indian Cobra. 268. Nusbaum und Oxner, Die Diovogonie oder die Entwicklung eines Embryo aus zwei Eiern bei der Nemertine Lineus ruber Müll. 1236. 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Luhe, Acanthocephalen. Register der Acanthocephalen und parasitischen Platt- würmer, geordnet nach ihren Wirten. 1239. Meinhof, Zur Klinik und Morphologie der Filaria und Microfilaria loa (diurna). 1237. Menzel, Über freilebende Nematoden aus der Umgebung von Triest. 272. Peiper, Über den Infektionsmodus der An- kylostomiasis in Deutsch-Ostafrika. 536. Yung, La faune des Nematodes libres du Canton de Geneve. 273. Zacharias, Eine neue Varietät des Pferde- spulwurm {Äscaris megalocephala, var. tri- valens). 274. Hierzu: Nr. 109, f76, 246. 918, 1163, 1213 Anneliden. Cognetti di Mar tiis, Contributo allaconos- cenza del genere Fimoscolex. 1241. Fauvel, Annelides Polychetes. 541. Fischer, Über einige Sipunculiden des Naturhistorischen Museums zu Hamburg. 1406. Inhaltsübersicht. XIX Oedroye, Zur Kenntnis der europäischen Hirudineenarten. 1403. Gerould, The Sipunculids of the Eastern coast of North America. 543. Horst, On two remarkable species of Aphro- ditidae of the Siboga-Expedition. 1243. Iwanoff, Regenerationsprozesse hei Poly- chaeten und ihr Verhältnis zur Ontogenese und Morphologie der Anneliden. 540. Michaelsen, Die Oligochäten des Kap- landes. 1240. Piquet, Notes sur les Oligochetes. 277. Pix eil, Polychaeta from the Pacific Coast of North America. Part. I. Serpulidae, with a Revised Table of Classification of the Genus Spirorbis. 275. Potts, Stolonformation in certain species of Trijpaiiosyllis. 276. Schtschegolev, Zur Hirudineenfauna Turkestans. 1404. Southern, Cläre Island Survey. 1405. Spengel, Zur Organisation und Systematik der Gattung Sipunciilus. 1407. Stäger, Einige Lumbricidenfunde mit be- , sond. Berücksichtigung des Standortes. 278. Stetka, Beitrag zur Kenntnis der Anatomie und Physiologie der Eingeweidedrüsen bei Enchytraeiden. 542. Szüts, Über die Ganglienzellen der Lum- briciden. 1242. Hierzu: Nr. 271, 1271, 1331. 0, 373, 502-504, 943, 1067, 1204, Prosopy^ia. Assheton, Loxosoma loxalina and Loxo- soma saltans two new species. 280. Gravier, Sur une espece nouvelle de Cepha- lodiscus {C. Anderssoni nov. sp.) provenant de la seconde expedition antarctique fran- 9aise. 1073. — , Sur la repartition geographique des especes actuellement connues du genre Ce2)Ji(dodiscus Mac Intosh. 1074. Harm er and Ridewood, ThePterobranchia of the Scottish National Antarctic Expe- dition (190-2—1904). 1408. Hasper, On a method of rearing larvae of Polyzoa. 279. Nordgaard, Bryozoaires. 1070. Osburn, The Bryozoa of the Woods Hole region. 1071. Pixell, Two new species of the Phoronidea from Vancouver Island. 281. — , Two new species of the Phoronidea from Vancouver Island. 1072. Hierzu: Nr. 487, 943, 1060, 1262. Chaetognathi. Michael, Vertical distribution of the Chae- tognatha of the San Diego region in rela- tion to the question of Isolation vs. coin- cidence. 282. Eiiteropneusta. Hier/.u: Nr. 1219. Hierzu: Nr. 133H. Arthropoda. Crustacea. Babic, Über einen Athelges von Pelagosa. 1419. Balss, Ostasiatische Decapoden I. Die Gala- theiden und Paguriden. 43. — , Paguriden. 547. — , Über die Chemorezeption bei Garneelen. 1420. Baumann, Parasitische Copepoden auf Core- gonen. Ein Beitrag zur Kenntnis der para- sitischen Copepoden der Schweiz. 284. Behning u. Woltereck, Achte Mitteilung über die Hyperiden derValdivia-Expedition, insbesondere über die Vibiliden. 1415. Calman, Two Cases of abnormal Appen- dages in Crabs. 45. — , A note on the Brachyuran Genera Mici- poides and Hyastenus. 46. Derzhavin, Neue Cumaceen aus dem Kas- pischen Meere. 1417. Do Hey, The morphology of functional Activity in the ganglion cells of the cray- fish, Cambarus innlis usw. 545. Grosvenor and Geoffrey Smith, The Life-Cycle of Moina nctirostris. 283. Grub er. Das Problem der Temporal- und Lokalvariation der Cladoceren. 1409. Hirschmann, Beitrag zur Kenntnis der Ostracodenfauna des Finnischen Meer- busens. 544. Lubicz-Niezabitowski, Über fächerför- mige Sinneshaare von Hippolyte Leach (Virbius Otto). 1421. Marcus, Eine neue Amphipode von den Balearen, Porrassia tnelorquensis n. ^en. n. sp. 1416. Methuen, Description of an Amphipod be- longing to the Family Talifcridae, from the Woodbush, Transvaal. 40. Reinhard, Zum Bau der Spermien und zur SpeiTuatogenese von Potamohius lepto- dactylus (Astacus leptodactylns). 546. Sexton, Description of a New Species of Brackish -Water Gammarus {G. chevreuxi n. sp.) 41. Skeppers, Crustaces malacostraces. 1412. Smith, Studies in the experimental analysis of Sex. 10. The Effect of Sacculina on the Storage of Fat and Glycogen, and on the -formation of pigment by its host. 1411. Smith and Schuster, The Genus Engaeus or the Land Crayfishes of Australia. 44. Steh hing, On the Crustacea Isopoda of the "Porcupine" Expedition. 42. Tschugunoff, Über die Veränderung des Auges bei Leptodora kindtii (Focke) unter dem Einfluß von Nahrungsentziehung. 1410. b* XX Inhaltsübersicht. Vinnie, Studies in Laguna Amphipoda. IL 1413. Wundsch, Eine neue Species des Genus Corophium Latr. aus dem Müggelsee bei Berlin. 1414. Zimmer, Westindische Decapoden. 1. Die Familie Alpheidae. 1418. Hierzu: Nr. 2 2, 373, 487, 506, 837, 944, lOi'S, 1067, 1216, 1261, 1331, 1396. Piotracheata. Clark, A Revision of the American Species of PeripaHis. 398. Cockerell,A Peripatus f rom Guatemala. 399. Tardi^rada. Heinis, Die Tardigraden des Rhätikon. 285. Arachnoidea. Birula, Ein Beitrag zur Kenntnis der Skor- pionenfauna der Kaukasusländer. 549. Birula, Sur la distribution geographique de Galeodes araneoides (Pallas) dans les parties meridionales et meridionales-orien- tales de la Russie d'Europe. 1428. Fedotov, Contribution ä la faune des arai- gnees du gouvernement Volynj. 1422. Järvi, Das Vaginalsystem der Sparassiden. 550. Roewer, Opiliones aus N. Neu-Guinea, gesammelt von P. N. v. Kampen und K. Gjellerup. 889. S k o 1 ■w , Untersuchungen über die Sperma- togenese bei den Arachniden. 548. Hierzu: Nr. 109, 373, 1063. Myriopoda. Carl, Diplopoden der Aru- u. Kei-Inseln. 1425. — , Westafrikanische Diplopoden. 1426. Ribaut, Chilopodes (Voyage de M. le Dr. Merton aux lies Kei et Aru). 1424. Hierzu: Nr. 502, 1063. lusecta. Adam, Bau und Mechanismus des Recepta- culum seminis bei den Bienen, Wespen und Ameisen. 1292. Adam und Foerster, Die Ameisenfauna Oberbadens. 303. Babäk, Beitrag zur Physiologie der Tracheen und des Atmens überhaupt bei Zwei- flüglern. 563. Bartenew, Über eine Kollektion von Odo- naten des Kaukasischen Museums. 289. Birula, Materiaux pour servir ä la faune des Hymenopteres de Russie d'Europe. I. Sphecidae, Pompilidae, Vespidae, Scöli- idae et Mutillidae recueillis par l'auteur dans le district de Radomysl du gouverne- ment de Kiev. 1138. Bischoff, Ein interessanter Hymenoptere»- zwitter. 308. Blair, A new species of Bhysodina (Coleo- ptera Heteromera). 87. Blume, Ra,t Stauropus fagi L. [Lep. Notod.] zwei Generationen? 1116. Boldyrev, Begattung und Spermatophoren hei TacJiy eines asy)iamovus Adel. 1083. — , über die Spermatophoren einiger Locu- stodea u. Gryllodea. 1084. Börner, Zur CoUembolenfauna Javas. Das Trochanteralorgan der Entomobryiden. 860. Brun, Zur Biologie von Formica riifa und Camponotus herctileanus i. sp. 304. — , Beobachtungen im Kemptthaler Ameisen- gebiete.,, 305. Bryk, über eine melanotische und eine nigristische Ärgynnis-Fovm. aus Karelia ladogensis. 568. Bugnion, Euternies Jacustris nov. spec. de Geylan. 290. Butler, A contribution towards the life- history of Berytus claoipes F. 56. Cameron, A note on two species of Bassid Ichneumonidae parasitic on a species of Syrphid larva. 93. Carl, Phasmides nouveaux ou peu coniius du Museum de Geneve. 288. 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Kormos, Beiträge zur Kenntnis der pleisto- zänen MoUuskenfauna des Mittelkarpathen- gebietes. 1149. Krahelska, Drüsenstudien: Histologischer Bau der Schneckeneiweißdrüse und die in ihr durch Einfluß des Hungers, der funk- tionellen Erschöpfung und der Winterruhe- hervorgegangenen Veränderungen. 902. Kuschakewitsch, Studien über den Di- morphismus der männlichen Geschlechts- elemente bei den Prosobranchia I. 903. Merker, Nervenkreuzungen als Folgen einer ehemaligen Chiastoneurie bei den pulmonaten Gastropoden und die zweifache Art ihrer Rückbildung. 1152. Nierstrasz, Die parasitischen Gastropoden. 1153. Odhner, Morphologische u. phylogenetische- Untersuchungen über die Nephridien der Lamellibranchien. 97. 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Seel, Beiträge zur Anatomie und Phylogenie der Chitonen {Chiton olivaceiis, Choneplax latus). 1151. , Slugoka, Recherches sur l'appareil genital des Gasteropodes pulmones du genre Physa, 316- . , .T Splittstößer, Zur Morphologie des Nerven- systems von Anodonta cellensis Schrot. 949. S tem pell, Über d. sogenannte sympathische Nervensystem der Muscheln. 98. Tesch, Pteropoda. 1293. Thiele, Solenogastres. 1150. Inhaltsübersicht XXV Vaney, L'adaptation des Gastropodes au parasitisme. 946. Vayssiere, Etüde sur quelques Opitho- branches nus rapportes des cötes de la Nouvelle-Zemble par la mission Ch. Benard en 1908. 9Üi. Vei'nhout, On some land shells from New- Guinea and neighbourinji; Islands, with des- criptions of two new species and a new Tariety. 905. — , Some species of Molluscs, new for Holland or rarely found there. 906. — , On two forms of Amphidromus semifre- natiis Marls. 907. — , Helix adspersa Müller in Holland. 908. Yung, La cecite des Gasteropodes pulmones. 315. Hierzu: Nr. 35, 109, 487, .502, 506, 534, 746, 8'<;9, 830, 840, 943, 1037, 1063, 1067, 1203, 1219, 1331, 1336, 1370, 1395, 139(5. Echiuoderina. Bierens de Haan, Über homogene und heterogene Keimverschmelzungen bei Echi- niden. 1246. Bury, Experimentelle Untersuchungen über die Einwirkung der Temperatur 0" C. auf .die Entwicklung der Echinideneier. 1297. Clark, A Revision of the Crinoid Family Mariametridae. 1296. Loeb und Wasteneys, Die Oxydations- vorgänge im befruchteten und unbefruchteten ' Seesternei. 1245. de Morgan, The Echinoderms coUected by the "Huxley" from the North Side of the Bay of Biscay in August, 1906. 1244. Robertson, Studies in the fertilisation of the eggs of a sea-urchin {Strongylocentrotus purpuratus) by blood-sera, sperm, sperm- extract, and other fertilising agents. 1298. Hierzu: Nr. 177, 178, 487, 506, 534, 744, 943, 1067, 1184, 1195. Tiinicata. Lohmann, Die Appendicularien. 1158. Uebel, Adriatische Appendicularien. 1159. — , Oikopleura najadis nov. spec, eine neue Appendicularie aus der Adria. 1160. Hierzu: Nr. 178, 1191. Vertebrata. Broom, The morphology of the coracoid. 1299. Kerr, Note on the Morphology of the Heart of Vertebrates. 1300. v. Schumacher, Bemerkungen zur E. Eis- lerschen Kritik meiner Arbeit über ,, kolla- terale Innervation". 1301. Soyer, Etudes sur l'hypophyse. 400. Wenig, Untersuchungen über die Entwick- lung der Gehörorgane der Anamnia. 401. Hierzu: Nr. 1—4, 849, 853, 1338, 1354, 1355. Acrauia. Hierzu: Nr 932. Cyclostomi. Mozejko, Ist das Cyclostomenauge primitiv oder degeneriert? 320. Studnicka, Über die Entwicklung und die Bedeutung der Seitenaugen von Animo- coete-t. 318. — , Die Otoconien, Otolithen, und Cupulae terminales im Gehörorgan von Ammocoetes und von Petroviyzon nebst Bemerkungen über das „Otosoma" des Gehörorganes der Wirbeltiere überhaupt. 319. Piscesä. Anisits, Ein neues Vorkommen von Gyri- nurus batracJiostovia Mir. 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Hierzu: Nr. 21, 260, 284, 329, 401, 502, 529, 829, 835, 837, 840, 849, 1063, 1071, 1175, 1266, 1274, 1356, 1357, 13 il, 1365. Aiuphibia, lleptilia. Andrews, On the Skull and Part of the Skeleton of a Crocodile from the Middle Purbeck of Swanage. 1440. Annandale, Batrachia, Reptilia, 99. Barbour, A Contribution to the zoogeo- graphy of the East Indian Islands. 100. — , Reptiles and Ämphibians from Eastern Sudan. 950. Baumann, Reptilien und Batrachier des Berner Naturhistorischen Museums aus dem Battak-Gebirge von West-Sumatra. 327. Bender, Über die Entstehung des Visceral- skelettes bei Testudo (jraeca. I. Die Ent- wicklung des Kiefer- und des Zungenbein- bogens (Columella auris) und der Pauken- höhle. 1441. Boulenger, Reptilia und Amphibia. 101. — , Second Contribution to our Knowledge of the Varieties of the AVall-Lizard {Lacerta miiralis). 104. — , On the Geographica! Races of Vipera ammodytes. 105. Broom, On the Gorgonopsia, a Suborder of the Mammal like Reptiles. 1444. Burlend, The pronephros of Chrysemys marginata. 958. Van Denburgh, Notes on Ascaphus, the Discoglossoid Toad of North America. 102. Drevermann, Fhenacodus prlmaevus Cope. 1447. — , Der Triceratops. 1449. Franz, Lernfähigkeit der Frösche. 332. Fry, On a Varanus and a Frog from Burnett River, Queensland, and a Revision of the Variations in Lvmnodynastes doralis Gray. 335. Fuhrmann, Le Genre Typhlonectes. 103. Hartert, Reptiles and Batrachians. 328. V. Huene, Der Unterkiefer von Diplocaulus. 960. — , Beobachtungen über die Bewegungs- art der Extremitäten bei Krokodilen. 1439. van Kampen, Amphibien, gesammelt von der Niederländischen Neu -Guinea -Expedi- tion von 1909 — 1910. 330. Klaptocz, Reptilien, Amphibien undFische aus Französisch-Guinea 329. de Lange, Mitteilungen zur Entwicklungs- geschichte des japanischen Riesensalaman- ders {Megalobatrachiis maximus, Schlegel). 331. Levy, Über künstliche Entwicklungser- regung bei Amphibien. 953. Makuschok, Zur Frage über die phylo- genetische Entwicklung der Lungen bei den Wirbeltieren, 951. Methuen und Hewitt, On a Collection of Reptiles from Madagascar made during the Year 1911. 333. Pernitzsch, Zur Analyse der Rassenmerk- male der Axolotl. I. Die Pigmentierung junger Larven. 955. Ruthven, Description of a new Uta from Nevada. 957, Sehrwald, Waren die Ichthyosaurier Kanni- balen? 1445. Shimada, Über die Segmentierung des eigentümlichen Rückenmarkbandes und die ,,Hofmannschen Kerne" (KöUiker) des Rückenmarkes von einigen Schlangen ( Trigo- nocephahis, Tropidonotus tigrimis). 959. Steinheil, Die europäischen Schlangen. Kupferdrucktafeln nach Photographien der lebenden Tiere. 336. Stejneger, A new Lizard from Porto Rico. 956. Thompson, Description of a new Subspecies of Rana pretiosa from Nevada. 954. Tofohr, Die Familie der Lacertiden, ihre Haltung und Pflege. 334. Watson, On a new Cynodont from the Stormberg. 1442. — , Further notes on the Skull, Brain, and Organs of Special Sense in Dtadewodo«. 1443. — , The limbs of Lystrosaurus. 1446. — , On some features of the Structure of the Therocephalian Skull. 1448. Inhaltsübersicht. XXVII Werner, Neue oder seltene Reptilien und Frösche des Naturhistorischen Museums in Hamburg. 326. Zschokke, Die Brutpflege der Amphibien. yö2. Hierzu: Nr. 3, 4, 147, 186, 246, 371, 401, 476, 506, 529, 74m, 767, 768, 829, SUI, 924, 9;iO, 1063, 1175, 1196, 1197, 12U5— 1208, 1215, 121(i, 1259, 1336, 1362, 1374, 1428. Aves. Allen, More Notes on the Morning Awa- kening. 463. Anfrie, Quelques mots encore sui- Hoiihara undiiluta. 58'J. Mc Atee, Index to papers Relating to the Food of Birds by Members of the Biologi- cal Survey in Fublications of the U. S. De- partment of Agriculture 1885 — 1911 475. The Austral Avian Record. A Scientific Journal devoted primarily to the Study of the Australian Avifauna. 1453. B a b i n , Notes d'Ornithologie Parisienne. 1481. Bacme ister, Über das Vorkommen des Steinsperlings in Württemberg. 423. — , Der Tannenhäher in Württemberg und sein letztes zahlreiches Auftreten daselbst im Herbst 1911. 992. Baker, The Evolution of Adaptation in Parasitic Cuckoos Eggs. 975. Balducci,Della(S'omo'achsenden Kaninchen eine sehr bedeutende Vergrößerung des Uterus und der Scheide hervor. Mikroskopisch fand sich eine Hyperplasie und Hypertrophie der Uterusmuskulatur, das Epithel wurde höher, die Drüsen waren vermehrt und vergrößert, auch die Zellen des Interstitiums zeigten eine deutliche Größenzunahme. Ferner war ein Wachstum der Mammae festzustellen. Am her- ausgeschnittenen Meerschweiuchenuterus bewirkte das Extrakt eine langdauernde Kontraktion. W. Ceelen (Berlin). 26) Goto, S. (Kiushiu, Chir. Klinik), Pathologisch-anatomische und klinische Studien über die sogen. Myositis ossificans progressiva multiplex. In: Arch. f. klin. Chir., Bd. luO, Heft 3, S. 730— 7»8, 1913, 10 Experimentelle Morphologie, Mißbildungen, Pathologie. Die sog. Myositis ossificans progressiva multiplex ist eine progressive, nicht hereditäre Krankheit, die am meisten im Kindesalter auftritt und klinisch mit mehr oder -wenio-er entzündlichen Erscheinungen einhergeht. Pathologisch-anatomisch zeigt sich dagegen eine einfache Hyperplasie des Bindegewebes ohne Entzündung, das später narbig schrumpfen kann, aber meist weiter in Verknöcherung übergeht. Es ge- hört also diese Erkrankung weder zu den Entzündungen, noch zu den Geschwülsten. Die klinischen Symptome hängen von dem Sitze der Veränderung und dem Grade des Prozesses, sowie von der Beschaffenheit des umgebenden Gewebes ab. Der Prozeß nimmt seinen Ausgang von der Fascie bzw. Apoueurose, Sehne oder dem Periost, unter Umständen auch von dem Bandapparate. Das Interstitium des Muskels, das bisher von fast sämtlichen Autoren als primärer Sitz der Affektiou angenommen wurde, wird nur sekundär von der Nachbarschaft in Mitleidenschaft gezogen. Somit muß die rationelle Bezeichnung dieser Krankheit ,,Hy perplasia fascialis ossificans progressiva" heißen. Pathologisch-anatomisch muß man drei Stadien unterscheiden: Das Stadium der Bindegewebshyperplasie ohne Entzündung, der fibrösen Induration, der Verknöcherung. Der neügebildete Knochen zeigt immer einen normalen Knochenbau. HöchstAvahrschein- lich liegt dieser Krankheit eine kongeQitale,__nicht hereditäre, mangelhafte Differenzierung der bindegewebigen Elemente zugrunde. Ätiologisch sind chronische Entzündung und Lues auszuschließen; das Trauma spielt als Prädisposition eine wichtige Rolle. P. Wagner (Leii^zig). 27) Pflstcr, Edw. (Wiesbaden, Patholog. Institut), Beiträge zur Histologie der ägyptischen Blasensteine. In: Deutsch. Zeitschr. f. Chir., Bd. 121, Heft 3—4, S. .342—361, 1913. Der ZAveck dieser Untersuchungen war, wenn möglich den Zusammenhang der Steiubilduüg mit der Bilharziosis durch den Befund von Eiern oder auch Wurmteilen als Steinkern, also gewissermaßen analog den Fremdkörpersteinen darzutun. Diese Vor- aussetzung war aber irrig; der sichere Nachweis von Bilharzia-^ievn gelang nur dreimal, mit Wahrscheinlichkeit ebenfalls nur dreimal. Die Distomenkrankheit der Blase führt fast ausschließlich indirekt, und zwar durch infolge dieser Erkrankung angeregte Ka- tarrhe zur Steinbildung. P. Wagner (Leipzig). 28) Krelil, L,, Pathologische Physiologie. Ein Lehrbuch für Studie- rende und Ärzte. 7. Aufl. Leipzig (F. C. W. Vogel) 1912. 726 S. JC 17,—. Das Werk, das Verf. in einer abermaligen Neubearbeitung der Öffentlichkeit vorgelegt hat, gibt durch seine übersichtliche, prägnante und inhaltsreiche Dar- stellung einen äußerst lehrreichen Überblick über das umfangreiche, zu einer be- sonderen Disziplin herangewachsene Gebiet der pathologischen Physiologie. Die Anordnung und Betrachtungsform der Materie ist nach Organsystemen, die für eine bestimmte Funktion zusammengehören, vorgenommen. Der erste Abschnitt, der fast ein Drittel der Seitenzahl des Buches füllt, ist dem Kreislauf gewidmet, und zwar den Störungen des Herzens, der Gefäße und des Blutes. Insbeson- dere hat Verf. dabei auch den modernen Anschauungen über die Herzrhythmik und die funktionelle Bedeutung des Reizleitungssystems Rechnung getragen. Unter den Bluterkrankungen hat die Leucämie und Pseudoleucämie eine besonders ein- gehende Behandlung erfahren. Aus dem sich anschließenden Kapitel der „Infek- tion und Immunität" sei vor allem die auch in der Literaturangabe sehr aus- führliche Erörterung der Anaphylaxiefrage sowie die Würdigung der Erfolge auf chemotherapeutischem Gebiet hervorgehoben. Der dritte Hauptabschnitt handelt von den Störungen der Atmung, wie sie durch primäre und sekundäre Erkrankungen der Atemwege, durch die ver- änderte Tätigkeit des Atemzentrums sowie durch Schwankungen und Abnormi- täten in der Zusammensetzung der Luft und des Luftdruckes hervorgerufen wer- den. Auch die Rolle des Haemoglobins und die Bedeutung des Kreislaufes für die Atmung wird dabei kritisch beleuchtet. Der „äußeren" Atmung stellt Verf. die „innere" Atmung und ihre Erkrankungsmöglichkeiten gegenüber. Die Be- sprechung der pathologischen Physiologie der Verdauung hält sich an die ein- Landwirtschaftliche und forstliche Biologie. Fischerei. 11 zelnen Abschnitte des Verdauungstractus. Bei den Störungen der Gallenabschei- dung findet die Bildung von Gallensteinen ausführliche Erwähnung. Eine Fülle von interessanten Theorien und Tatsachen bringt das Kapitel über „Die Ernäh- *rung und den Stoffwechsel". Es schließen sich an die „quantitativen Stö- rungen des Stoffwechsels der Kohlehydrate". Verf. behandelt darin die einzelnen Formen der Glycosurie (alimentäre, Phloridzin, Adrenalin, Zuckerstich), um dann den eigentlichen Diabetes einer umfassenden Betrachtung zu unterziehen. Es folgt der „Stoffwechsel der Purinbasen und die Gicht", an die sich der Abschnitt „Stoffwechsel, Konstitutionskrankheiten und Diathesen" anreiht. Hierin wird auf das komplizierte und noch nicht geklärte Gebiet der Hormonwirkung und auf die Bedeutung der Drüsen mit innerer Secretion hin- gewiesen; ferner wird die Entstehung und Ursachen der Konstitutionsanomalien, sowie der Begriff der Diathesen erörtert. Der Besprechung des Fiebers ist ein besonderer, und zwar recht ausführlicher Teil des Buches gewidmet. Das an- schließende Kapitel „Die Harnabsonderung" befaßt sich vor allem mit dem Me- chanismus der Elimination der Ausscheidungsprodukte aus dem Körper. Den Schluß bilden die Funktionsstörungen des Nervensystems, wie sie bei Lokal- und AU- gemeinerkrankuugen des Systems sich herauszubilden pflegen. Neben den Stö- rungen der Motilität, der motorischen Centren, der Reflexbewegungen und der Sensibilität wird auch des Einflusses des Nervensystems auf den Ernährungszu- stand der Gewebe in erschöpfender Weise gedacht. Alles in allem betrachtet bildet das Buch nicht nur ein wertvolles Nach- schlagewerk für alle die pathologische Physiologie betreffenden Fragen, sondern es ist auch wegen seiner anschaulieben klaren Abfassung eine angenehme, lehr- reiche Lektüre, durch die sowohl der Kliniker, wie der pathologische Anatom vielseitige Anregungen gewinnen kann. Eine besondere Empfehlung des Werkes erübrigt sich wohl nach dem Gesagten. W. Ceelen (BerlinJ. Hierzu: Nr. 3, 4, 6, 8—12, 45, 57, 66, 69, 74. Laudwirtscliaftliclie und forstliclie Biologie. Fischerei. 29) Dewitz, J., Physiologische Untersuchungen auf dem Gebiet der Schädlingsforschung. In: Naturw. Zeitschr. f. Forst- und Landwirtschaft, Bd. 10, Heft 11, S. 589—549, 1912. Verf. hat den Einfluß der Wärme auf Insekten: Raupen von Polyciirosis bo- trana, Conchjlis ainhu/neila, Phalera hucephala, sowie Larven von Calllpitora erij- throcephnla (Schmeißfliege) festgestellt und kommt zu dem Ergebnis, daß die vitale Temperaturgrenze für die Wärme ziemlich fest und niedrig ist. Gleichzeitig mit dem Absterben der Larven gehen infolge der Einwirkung der Wärme im Organismus Veränderungen vor sich, die sich in der Verfärbung des Blutes zeigen, und die bereits bei so niedrigen Temperaturen wie 40*^0 und einer Exposition von 15 Minuten beginnen. Ist bei 40— 41 °C die Exposition lang, bis 40 Minuten, so können sich die Insektenlarven wieder völlig erholen; ihre späteren Lebens- schicksale werden aber ungewiß. Die freie Natur versetzt die Larven wohl häufig in Lagen, in denen derartige durch die Wärme veranlaßte Schädigungen unaus- bleiblich sind. Eckstein (Eberswalde). 30) Dewitz, J., The bearing ofPhysiology on Economic Entomology. In: Bull. Ent. Research, Bd. 3, Heft 4, S. 343—354, 1912. \2 Landwirtschaftliche und forstliche Biologie. Fischerei. This paper is to a large extent a sumniary of various physiological resear- ches on insects, with remarks on their bearing on applied entomology. The first section deals with the "Tropisms", the most interesting of which from the pre- sent point of view is (a) Phototropism. The method of destroying injurious insects by attracting them to artificial light can be traced back as far as 1787: but although trap-lanterns have been developed and improved, very little scien- tific research into the matter has been made. The writer mentions several facts which are known. In the case of a number of species at any rate, the less re- fractive colours of the spectrum (red to green) have been found to exercise by far the strongest attraction (a result agreeing with observations made on fishes). The writer ascertained that among moths attracted to acetylene lamps the Pro- portion of $? increased from Bombycidae upward to Microlepidoptera, and that various groups tended to furnish fixed percentages of $5 among the victims: Bombycidae 4:%, Noctuidae 197o» Geometridae 27^0, Tineina39%. There are also atmospheric conditions, very imperfectly known, which affect the numbers of the sexes flying at night. Phototropism also affects the position of certain insects on plants, etc.: e. g., larvae of Eriocampa adumhrata always try to place themselves so that the rays of light fall vertically on their backs, and hence are found only on the uj)per sides of leaves. (b) Stereotropism: several instances of this "reaction to contact" among insects are given. Many caterpillars when young live huddled together in nests, but later on lead a separate, solitary life: under certain influences their former gregarious liabits can be restored. (c) Rheotropism, one of the most common manifestations of which is the ten- dency of fishes to head against the current. Very little is known of this in con- nection with air-currents, but many insects have a teudency to face the wind (various Diptera, Odonata, Sphingidae). Among Diptera sometimes only t.he c?c? are thus "anemotropous", and the faculty of floating in the air may be closely connected with the possession of holoptic heads by the dS'. (d) Mention is also made of the well-known attractive powers of certain odours. The second section deals with "the influence of external and internal factors on the development and life of insects". The destructive effect of hot dry Sum- mers on many insects is referred to. It is sometimes assuraed that the eggs and larvae are dried up, but experiment shows that the heat alone of such summers may be sufficient to destroy them, even when the requisite humidity is present. On the other hand the cold of winter (Avithin normal limits) rather promotes the future well-being of insects: only its occurrence suddenly after mild tempe- ratures, or out of season, proves fatal. In certain species cold (whether ihe cold of winter, or of alpine or polar regions) produces winglessness, especialiy in the ?: this is very noticeable in the Lepidoptera and Diptera of Alpine and Po- lar regions, and in certain Lepidoptera with apterous J? which appear in winter [Cheimaiobia hnnnala, etc.). In some cases artificial refrigeration of pupae pro- duces wingless imagos, but cooling or heating of larvae has no effect on the wings. The effects of humidity are also dealt with, it being mentioned that in a very humid atmosphere certain larvae which normally spin cocoons pupate without so doing. Various other points are dealt with in this section, including what the au- thor speaks of as a "Physiology of the Seasons" and the possibilities of lengthe- ning or shortening normal resting periods by artificial means. "The physiological effects of insecticides" are briefly discussed in a third section, and a bibliography is added. H. Scott (Cambridge). Landwirtschaftliche und forstliche Biologie. Fischerei. 13 31) Escliericli, K., Die Forstentomologie in den Vereinigten Staaten von Nordamerika. In: Naturw. Zeitschr. f. Forst- u. Landwirtsch., Bd. 10, Heft 9, S. 433—446, 1912. ^j Amerika marschiert auf dem Gebiet der angewandten Entomologie heute an der Spitze der Nationen, nur auf dem Gebiet der Forstentomologie steckt es noch in den ersten Anfängen. Die Forstentomologie wird von dem Bureau of Entomology gepflegt, an dessen Spitze L. 0. Howard steht. Organisation des Bureaus mit acht Sektionen, eine für Forstinsekten, eine für die Bekämpfung des Schwammspinners (X. dis^mr) und Goldafters (Euproctis chrysorrlwea). A.D.Hop- kins, Begründer der Forstentomologie in Amerika. Die Biologie des Bendroc- tonus micans (einzige deutsche Art) ist verständlich geworden durch Erforschung der 23 amerikanischen Arten. Letztere zeigen das fortschreitende gruppenweise Zusammenrücken der Larvengänge bei verschiedenen Arten, das zum Familien- fraß der deutschen Art überleitet. Die Dendroctonus-¥vage ist zurzeit die wich- tigste forstentomologische Frage in Amerika, da die Käfer ungeheuren Schaden machen (zahlenmäßiger Nachweis). Mangelnde Initiative der amerikanischen Wald- besitzer bei der Bekämpfung der Schädlinge. Von diesen werden genannt Lipa- ris dispar, Euproctis chrijsorrlioca, eine der Nematiis erichsoni ähnliche Blattwepse, Neophasia menapia (Pieride, verursacht Kahlfraß an Pinus), Pissodes, Cerambyci- den, von welchen eine Clytine {Oncyderes cingidata) die Zweige nach Biberart durchnagt. Wollen wir in Deutschland die Führung behalten, müssen wir unseren Blick auf große Probleme richten und dürfen uns nicht in kleinlichen Fragen erschöpfen. Eckstein (Ebers walde). 82) Hauff, Mitteiluneen über Waldbeschädigungen durch Insekten und andere Tiere. In: Jahrb. d. Schles. Forst- Vereins für 1911, S. 37 — 49. 8". Bres- lau 1912. Die Nonne fraß 1910 am Zobten 25 ha kahl. — 1- bis 3jährige Kulturen wurden befallen. Junge „Nonnenraupen" spiegelten nicht, sondern saßen in Klumpen und gingen ein. Kiefernspinner in der Oberfürsterei Jagdschloß 1905 — 1909. Nematus abietum, Lo- Ijhyrus piui, rufus, letztere an Bankskiefer. 1911 war Maikäferflugjahr, er erschien vom 20. April bis 15. Mai. Es wurden gesammelt in einem einzigen Schutzbezirk des Reviers Rochelwitz 1,5 Millionen Käfer (1 Liter 8 Pfg.); Verwendung als Fasanenfutter, Ver- mehrung des Hylohius abietis nach Raupenfraß. Bestreichen der Stöcke mit Karbolineum hatte Erfolg. Pissodes piniphilus verursachte den Einschlag von 100 ha Stangenhölzer. Borkenkäfer vermehrten sich stärker. Tortrix viridana ist verschwunden, T. buoliana ist noch häufig. Tinea laricinella. Vespa crabro zerstörte die Wipfel von Eschenheistern. GryUotalpa vidgaris. Coccus quercicola. Mus agrariits benagte die Rinde siebenjähriger Weymouthskiefern bis 2 m hoch. Anreißen der Fichtenstangen mit der Klauenkratze schränkt das Schälen des Rotwildes ein. Eckstein (Eberswalde). 33) Hewitt, C. 0., The Spruce Budworm and larch Sawfley. In: Report Cana- dian Forestry Convention, 1911, 8 S. The spruce Budworm, Tortrix fumiferana Clemens, zerstört Knospen und Nadeln verschiedener Coniferen. Angaben über die Biologie des Falters. Die gesundheitlich geschwächten Nadelhölzer werden von Borkenkäfern (Dendroctonus pieeaperda Hopk.) be- fallen. — The larch Sawfley {Nematus sp.?) war an europäischen Lärchen in einigen Gegenden verderblich; parthenogenetische Fortpflanzung kann vorkommen. Beschreibung der Entwicklungsstände der Blattwespe und ihrer Lebensweise. Ausbreitung der beiden Insekten im Südosten Canadas und dem Nordosten der Vereinigten Staaten. Eckstein (Ebers walde). 34) König', Besonderheiten des ostpreußischen Waldes in bezug auf Stand- ort, Bestockung und forstliches Verhalten einzelner Holzarten. In: Ver- sammlungsbericht d. Deutschen Forst-Vereins (Königsberg 19111 8". Berlin (Sprin- ger) 1912. 1) Vgl. hierzu Bd. 2, Ref. Nr. 1292. 14 Landwirtschaftliclie und forstliche Biologie. Fischerei. Auf S. 34^ — 35 gibt Verf. geschichtliche Daten über das Auftreten der Nonne in Ostpreußen seit 1872. Eckstein (Eberswalde). 35) Moll, Fr., Die Zerstörung des Bauholzes durch Tiere und Schutz da- gegen. In: Naturw. Zeitschr. f. Forst- u. Landwirtsch., Bd. 10, Heft 10/11, S. 487 bis 497; 518—532, 1912. Einleitend weist Moll auf die großen Weite hin, die in dem verarbeiteten Holze angelegt sind, und gibt eine systematische Übersicht der verarbeitetes Holz zerstörenden Tiere. Dieselben werden hinsichtlich ihres biologischen Verhaltens besprochen: Sirex gigas, Formica fuliginosa, fusca, flava. In Indien, Südafrika und Neuholland sind holz- zerstörende Bienen am lebenden Stamm, wie am verbauten Holze sehr schädlich. Käfer: Hylotrupes hajulus (Deutschland), Parandra brunnea (Amerika), Lebensweise, Gegenmaß- regeln. Anobien (Aufzählung der Arten"), Hylecoetns dermestoides, Lymcxylon navale (Be- schreibung, Lebensweise, Gegenmittel). Tropenbewohnende Verwandte des Zuckergastes (Lepisma) sind ebenfalls Holzzerstörer. Bedeutung der Termiten als Holzzerstörer. Gegen- maßregeln. Aufzählung der von Termiten verschonten Holzarten. — Limnoria terebrans, Chelura terebrans, Lithodomus, Teredo navalis, fatalis, bipennata (Anatomie, Biologie). Maßregeln zum Schutze der Hölzer. Eckstein (Eberswalde). 3(5) Steppes, R., Rührt die Erscheinung des ,, Durch Schnittes" bei Getreide von Wildschaden her? In: Naturw. Zeitschr f. Forst- und Landwirtsch., Bd. 10, Heft 6, S. 332—336, 1912. Die häufig beobachtete Erscheinung, daß in einem Roggenfeld Halme wie abge- schnitten am Boden liegen, wird der Tätigkeit der Arvicola agrestis., des Bilches, Hasen, der Clüorops-¥li%gQ\\, Laubheuschrecken und des Otiorhynclvus von verschiedenen Autoren zugeschrieben. Eckstein (Eberswalde). 37) Die erste internationale Jagdausstelhing-, Wien 1910. Ein monu- mentales Gedenkbuch. Wien (W. Frick) 1912. Fol. 227 S., 42 Taf., 400 Abbild. Ji 100,—. Jagdstatistik; Wechselbeziehungen der Jagd zur Land- und Forstwirtschaft; Jagdtrophäen, zumal Geweihe, deren Entwicklung unter dem Gesichtspunkt der Mendelschen Gesetze; Beiträge zur Naturgeschichte der jagdbaren Säugetiere und Vögel; Hund und Pferd in ihrer Beziehung zur Jagd und die Bedeutung der letzteren für Handel und Verkehr (Pelzhandel) sind die Abschnitte, welche nicht geringe zoologische Bedeutung haben. Eckstein (Ebers walde). 38) Seeder, K., Wildkunde und Jagdbetrieb. Wien u. Leipzig (Willi, Frick) 1913. 8''. 221 S., 146 Fig. Jl 3,—. Das Werk enthält eine morphologische und biologische Schilderung der in Österreich heimischen Jagdtiere und eine kurzgefaßte Anleitung zum Jagdbetrieb. Erstere ist in dem allgemeinen Rahmen gehalten, wie sie auch der heutige Jäger vielfach noch liebt. Außer den jagdbaren Tieren und ihren Feinden sind auch jagdlich indifferente Tiere, wie Eichhorn, Siebenschläfer, Reiher, Störche, Regen- pfeifer u. a., besprochen. Zoologisch interessant ist die Bestätigung der schon mehrfach in der Jagdliteratur gemachten Angabe, daß die Bisamratte, Fiber (On- datra) zihetliicus L., die als Jagdtier in Böhmen vor einer Reihe von Jahren aus- gesetzt wurde, sich in der Gegend des oberen Moldautales eingebürgert hat und daselbst landwirtschaftlich schädlich wird. Sie wirft jährlich 2 — 3 mal 3 — 6 Junge. Eckstein (Eberswalde). 39) Sellbeim, H., Tiere des Waldes. Leipzig (Quelle u. Meyer) o. J. Kl. 4». 182 S., 78 Fig. Jt 1,80. ,, Frühlingsboten, forstschädliche Insekten, Rehbockpirsche, Entenjagd, Raubvögel, am See und Teich, der Hirsch schreit, Herbst- und Wintervögel, Fährten und Spuren, Winterjagd" sind die Kapitel, in welchen der Verf. im vorliegenden Bändchen der ,, Na- turwissenschaftlichen Bibliothek für .lugend und Volk" das Tierleben des Waldes schildert. Eckstein (Eberswalde). Hierzu: Nr. 56, 57, 69—71, 79, 82—84, 86, 91, 107—116, 119, 120. Crustacea. 15 Crustacea. 40) Methueu, Paul W., Descriptioii of an Amphipod belonging to the Family Talitridae, from the Wood bush , Transvaal. In: Proc. Zool. Soc. (London), Pt. I, S. 109—111, 2 pL, 1913. Talitriator eastivoodae (gen. nov. et sp. n.) is oue the ürst Gammarids recorded from the fresh-waters of South Africa, other than those near the sea. It resembles very closely the type of the genus Tulitrus. J. T. Sann der s (Cambridge). 41) Sextoii, E. W., Description of a New Species of Brackish- Water Gam- marus (G. chevreuxi n. sp.). In: Journ. Mar. Biol. Ass. (N. S.) Vol. IX, Nr. 4, S. 542 bis 545, 5 figs. in text. Mrs. Sexton describes a new species of Gammarus which was fouud in brackish ditches at Plymouth (England). It is a small species, very nearly resembling Gamma- rus locusta. J. T. Saun der s (Cambridge). 42) Stebbiiig, T. R. E., On the Crustacea Isopoda of the "Porcupine" Expe- dition. In: Trans. Zool. Soc. (London) Vol. XX, Part, 4, S. 231—239, 3 pl. This is a continuation of a Memoir on the families Apaeudidae, Tanaidae and An- thuridae coUected by the Porcupine which was published in 1886. The author here gives descriptions of live species all of which are new and one has to have a new genus established for its reception. The species are, Gnathia cristatijies sp. n., G. schistifrons sp. n., G. sp., Akidognathia oedipus sp. u. and Thamhema amicorum g. et sp. n. They were all taken in deep water of Spain and the West Coast of Ireland. J. T. Saunders (Cambridge). 43) EalüiS, Heiuricli, Ostasiatische Decapoden I. Die Galatheiden und Pagu- riden. (Beiträge zur Naturgeschichte Ostasiens, herausgeg. v. V. Doflein.) In: Ab- handl. math.-phys. Kl. der k. bayr. Akad. d. Wiss., II. Suppl.-Bd., 9. Abhandl., 85 S., 2 Taf. u. 54 Fig. im Text. München 1913. Rein systematisch. Den Grundstock des bearbeiteten Materiales bildeten die reichen Sammlungen Doflein s und Haberers; doch wurden auch den Museen Tokio, Moskau, Bremen und Stuttgart gehörige Sammlungen von Crustaceen aus dem ochotskischen und dem Behriugsmeer mitbearbeitet. Dabei wurde versucht, eine Zusammenstellung aller bisher von Japan bekannten Formen zu geben. Eingehender behandelt werden 77 Arten (nur aus diesen beiden Gruppen!), davon sind 9 neu, nämlich: Galathea muUilineata, Uropti/chus granulatus var. japonica, Uroptychus sexspinosus, Parapagurus dofleini, Eu- pagurus anomalus, Eupagurus trigonochirus var. paulensis, Porcellanopagurus japonicus. Paralomis dofleini, Paralornis japonica. Die tiergeographischen Schlüsse sollen erst am Schlüsse der ganzen Bearbeitung gezogen werden. Autorreferat. 44) Smith, Gr. W. and Schuster, E. H. J., The Genus Engaeus or the Land Cray- fishes of Australia. In: Proc. Zool. Soc. (London), Pt. I, S. 112—127, 13 pl, 1913. This is a monograph of genus Engaeus and gives an account of seven species {E. fossor, E. affinis, E. victoriensis, E. phyJlocercus, E. fultoni, E. cunicularius, E. henii- cirratuliis). At the outset the authors correct a mistake that one of them formerly made by asserting that the genus Engaeus was probably derived from Parachoeraps hicarinatus. He was deceived by the outside appearance, for a study of the gills and of certain other anatomical features showed Engaeus to be related to Astacopsis: the resemblance of Engaeus to Parachoeraps consisted merely in the absence of spines and ridges on the body and hairiness of the mouth appendages, which are evidently due to conver- gence following on a similar mode of life. This conclusion is far more iutelligible on general grounds, that the original derivation of Engaeus from P. hicarinatus, and it clears up all the puzzling features in the geographical distribution of these forms. We can now explain clearly why Engaeus occurs as two species in Tasmania, although P. hicarinatus is absent, because Astacopjsis occurs in Tasmania. The several species of Engaeus are characterised by the great depth of the carapace, measured dorso-ven- trally and by its arched roof-shaped form. The eyes are small and the abdomen is reduced. The mouth parts and neighbouring regions are very hairy. The gills are of- ten reduced especially the arthrobranch, while in some forms the last pleurobranch iß entirely suppressed, a feature exhibited by no other Australian Crayfish. Again in 1 Q Insecta. certain forms the exopodite of the third maxillipede may be suppressed, thus showing the striking morphological chauges which species of Engaeus may exhibit. As to the habits of Engaeus, very little is known. They live in holes or burrows, sometimes far from ponds or rivers, but there is always watei- at the bottom of their holes. They never leave their burrows in the day-time, but probably come out at night and wander about in search of Insect-larvae and Myriaijods. The young are brought into the world and tended by the female parent in the same way as an ordinary crayfish. J. T. Saun der 8 (Cambridge). 45) Caliiiaii, W. T., Two Cases of abnormal Appendages in Crabs. In: Ann. Nat. Hist., Vol. II, Nr. 64, S. 399—403, with 3 figs. in text. The author gives detailed descriptions of two cases, one of which is an ab- normality of tlie second Walking leg in Cancer pagurus and tlie other of one the great clielae in Portunus puher. The first is clearly a case of "homoeosis" (Bate- son) but at the same time it is an imperfect one since the modified limb, in assuming the characters of a cheliped, has not parted altogether with tliose proper to a Walking leg. The brushes of hair on the dorsal or outer edge of the propodus and dactylus are closely similar to, although less developed than those of the other Walking legs, and they are quite unrepresented ou the cheliped. Moreover the abnormal limb is not adjacent to the limb which it mimics, the first Walking leg, which is normal in every respect Coming between them caps. This crab was caught at Dartmouth. The other case occurred in a male Portunus pnhcr caught at Lyme Regis (England). There the left chela only is affected, while the right chela is quite normal. On the inner side of the left carpus in a position occupied in a normal cheliped by the carpal spine, is attached a second smaller carpus, mar- ked off from the first by a groove, which however does not form a moveable articulation. This smaller carpus is probably a repetition of the carpus. since it bears a large carpal spine of normal form. Articulating with this secondary car- pus is a chela, somewhat smaller than the normal chela. Thus there are two chelae on one limb. They are three excellent figures, showing details of the abnormalities. J. T. Saunders (Cambridge). 46) Calinan, W. T., A note on the Brachyuran Genera M icippoides and llyastenus. In: Ann. Mag. Nat. Hist. (London), Vol. II, Nr. 63, S. 312—314. Ca Im an shows that the specimens from Christmas Island which he described under the name Hyastemis andretvsi were named in error and belong to Milne-Edwards's species, Micippoidcs angustifrons. The author also shows how the name Halimus came to be transferred to the genus Hyastcnus. This transfer was made by Miss Rathbun, who has been followed by nearly all writers. She mistook the Pisa aris of Latreille which is a member of the genus Hyastenus for Halimus aris and since Halimus aris is the genotype of the genus Halimus Miss Rathbun, therefore, transferred the name Halimus to the genus Hyastenus — a perfectly unnecessary proceeding. J. T. Saunders (Cambridge). Insecta. 47) Shelford, K., The oothecae of Blattidae. In : Ent. Record and Journ. Variation, Bd. XXIV, Heft 12, S. 283— 287, 1912. The writer first describes briefly the chitinous ootheca of JBlatIa, mentioning that the lips are not soldered along the suture, but remain closed through the elasticity of the walls; the young larvae escaping with the lielp of two greatly dilatable frontal vesicles. Other forms of chitinous ootheca are described, some of which are carried by the ? with the suture directed, not uppermost as in Blatta, but to one side. Insecta 17 But about ^3 of the genera are viviparous, forming no ootheca at all or only a very imperfect one. There are 3 alternative methods to the laying of eggs in a chitinous ootheca, so that the family contains the following 4 cate- gories: (I) oviparous forms, depositing their eggs in a chitinous ootheca: (II) secondarily viviparous forms, in which a chitinous ootheca is formed but retained in the brood-pouch, either tili the young have emerged, or tili imme- diately before they emerge (a secondary adaptation from (I)): (III) viviparous forms, carrying the Young enveloped in a thin membrane, which ruptures to allow them to escape from the brood-pouch (Panddora^ etc.): (IV) ovo-vivi- parous forms, having a thin leather (not chitinous) ootheca which is carried in the brood-pouch with the end protruding from the abdomen, and is only depo- sited just before the young are ready to emerge (Blaitella, etc.). The writer considers that neither the formation of the elaborate chitinous ootheca, nor viviparity, are truly primitive in the family, and that viviparity in Blattidae has a two-fold origin. Supposing ancestral forms to have laid eggs singly or in masses, two diverging lines might be followed: (A) on the one hand might arise oviparous genera forming a chitinous ootheca ((I), above), from which again might arise those (secondarily) viviparous genera in which a chitinous ootheca is formed but retained in the brood-pouch ((II), above): (B) on the other hand, by lengthening of the period spent by the embryo inside the brood-pouch, there might arise viviparous genera in which no ootheca at all is formed ((HI), above), and ovo-viviparous genera ((IV), above). Both methods may have the object of securing the embryos against attack from external parasites. A list of the subfamilies, with their methods of reproduction so far as known, is added: in only two cases is more than one method found in the same subfamily. Reference is made to the habit of certain Periplanetae^ etc., of covering their oothecae with fragments of the substratum on which they are placed. H. Scott (Cambridge). 48) Shelford, E., Studies of the Blattidae. In: Trans. Eni Soc. London, Heft 4, S. 643—661, Taf. 79, 80, 1912. This paper is "a revision of the genus Theganopteryx Br., together with remarks on 8ome species of Hemithyrsocera Sauss". The author remarks that he is convinced of the necessity for much more accurate and detailed diagnoses of genera in the Ecto- biinae and Pseudomopinae, but that to make these is not easy; because, although the ,?J are distinct enough, the +$ of many spp. resemble one another very closely. Further, he states that the characters used to separate Ectobiinae from Pseudomopinae are so variable and interchangeable, that he has sometimes considered the advisability of merging the two; but has not done so, owing to a conviction that further detailed study will probably reveal satisfactory differentiating characters. A diagnosis of the Ectobiinae is given (p. 645). The genus Theganopteryx is then revised; so far as known the genus is confined to tropical Africa. Some spp. of Hemithyrsocera are descri- bed (pp. 655—660); and a list of the spp. of that genus is added (p. 661): the ,-f,,f of some spp. have the ventral apical parts of the abdomen very asymmetrical, as shown in Plate 80. H. Scott (Cambridge). 49) Bimsky>Korsakow, M., Ein Fall von Mundteileregeneration bei Haploem- bia solieri Ramb. In: Zeitschr. f. wiss. Ins.-Biol., Bd. 8, Heft 1, S. 17—19. 1912. Die Mundteile der linken Seite sind anormal. Auch die linke Antenne war nur als Stummel vorhanden. Autotomie und Regeneration der Antennen der beiden Embien- arten von Villefranche, Haploemhia solieri Ramb. und Monotylota ramhuri R.-Cors., sind häufiger. Der linken Mandibel fehlen die Zähne. Der Stipes der linken Maxille ist im distalen Teil regeneriert. Der linke Maxillartaster ist kleiner als der rechte und unvoll- ständig gegliedert. Der Lobua externus ist nicht zur Ausbildung gekommen. Der innere ist plumper und kleiner bezahnt. Der linke Palpus labialis scheint ein Regenerat zu sein. Eckstein (Eberswalde). Zentralblatt f. Zoologie, aUgem. a. experim. Biologie. Bd. 3. 2 23 Insecta. 60) Laidlaw, F.F., Contributions to a study ofthe Dragonfly Fauna of Bor- neo. — Part T. The Corduliinae: The Genus Ämphicnemis: The Legion Frotoneura. In: Proc. Zool. Soc. Lond., Heft 1, S. 63 — 80, Taf. 4, l'J13. 61) Williams, C. B., Some biological notes on Baphidia maculicollis Steph. In: Entomologist, Bd. XL VI, Heft 1, S. 6—8, 1913. A $ of this species wliich emerged from tlie pupa on May 4*^ lived over 2 months in captivity, and a c? captured on May 28'^, and placed with the $, Hved nearly 4 weeks. They were fed on apliids [Siphotiophora sp.); in feeding the Baphidia first approached the Siphonophora slowly, then seized it with a sudden rush and raised it aloft in its jaws; the aphid was slowly consumed, its legs and autennae being cleaned off the head of the Baphidia by the front tar- sus of the latter, which in its turn was cleaned by being drawn through the mandibles. The cf and $ also readily drank drops of water. The $ oviposited in a piece of rotten wood before June IV^. Eggs and young larvae, and the process of hatching, are described. The larvae in captivity ate aphids and dead house-flies, and drank drops of water. An ichneumonid {Pyracinon melamirus Holmgr.) was bred from a BapMdia-larva.. H. Scott (Cambridge). 62) CummingS, B. F., Apropos of the first maxillae in the genus Dipseu- dopsis, Walk., Trichoptera In: Ann. Mag. Nat. Hist., Bd. 11, Nr. 63, S. 308—312, 4 Textfiguren, 1913. A description is given of the mouth-parts of a specimen of this genus. In several respects they show a considerable resemblance to those of certain Lepidoptera. The outer lobes of the first maxillae are very long and pendulous, recalling those of Zeuzera and some other Lepidoptera. The author considers that the resemblance is probably due to parallel development rather than to actual homoplasy. H. Scott (Cambridge). 63) CummingS, B. F., On some points in the anatomy of the mouth- parts of the Mallophaga. In: Proc. Zool. Soc. London, Heft 1, S. 128 — 141, Textfig. 24—32, 1913. This paper deals with various anatomical points under the following hea- dings: (l) palpi of the Ischnocera, (2) palpi of the Amblycera, (3) oesophageal sclerite and lingual glands, (4) varieties of sclerite and glands, (5) their distri- bution among the genera, (6) descriptions of special cases, (7) the maxillary forks. The uniqueness of the oesophageal sclerite and the lingual glands in the comparative anatomy of the insect mouth is remarked on, and in the conclusion (p. 141) it is stated that the sclerite is probably present in all Mallophaga. The lingual glands are hard flat oval pieces of chitin: no glandulär atructure has been discovered in them, but they have not actually been histologically examined. The author regards them as part of the sclerite, the wliole to be looked on as a Compound hypopharynx. H. Scott (Cambridge). 64) CummingS, B, F., Anoplura from African hosts. In: Bull. Ent. Research, Bd. 3, Heft 4, S. 393—397, 2 Textfig., 1912. This paper contains descriptions of the ,^ of Neohaematopinus heliosciuri n. sp., from Heliosciurus palliatus Peters (Brit. E. Africa): and the '^ of Polyplax otomydis, n. 8p., from Otomys irroratus tropicalis (Brit. E. Africa). H. Scott (Cambridge). 65) Butler, E. A., A contribution towards the life-history of Berytus cla- vipes F. In: Ent. Mo. Mag., Bd. 24, Heft 2, S. 28—32, 1913. Several r^A and J? of this Hemipteron were found at the roots of grass in May, and were kept in cavity. A ," and '^ caired and remained so for 3 days. Eggs were laid at the end of May and beginning of June, being attached to grass leaves by ad- hesive secretion at the middle of one side: they were cylindrical and long, narrower be- Insecta. 19 hind, and with a circle of minute prominences (probably micropylar) in front. In hat- ching the egg-shell ia split longitudinally in front, but no cap nor any other part is cast oif. The egg-stage lasted 3 weeks, and the ist, 2^^, 3rd^ and 4tii instars lasted re- spectively about 7, 9, 6 and 3 days: the insects died before reaching maturity. In the Ist instar the insect posaesses certain special tubevcles and hairs which are all got rid of at the first moult: the wing-pads appeared at the third ecdysis. Tlie insects were fed on grass, into the green parts of which they plunged the rostrum, sometimes keeping it inserted for some hours. Their curious attitudes while feeding and resting are described. H. Scott (Cambridge). 56) Lindinger, L., Nachtrag zu den Beiträgen zur Kenntnis der Schildläuae. In: Zeitachr. f wiss. Ins.-Biol., Bd. 8, Heft 1, S. 31, 1912. Die als Aspidiotus ostreiformis von Calluna vulgaris und Erica tetralix beschriebene Art ist eine gute selbständige Art: Asp. havaricus n. sp. Diagnose. Verbreitung. Eckstein (Eberswalde). 57) Newstead, R. and CummiilgS, B. F., On a remarkable gall-produ- cing Psyllid from Syria, In: Ann. Mag. Nat. Hist., Bd. 2, No. 63, S. 306 —308, Taf. 7, 1913. A giant gall is described, measuring 180 mm in lengtli and 5 — 26 mm in width, roughly cylindrical, and pointed at the tip. When found it contained im- mense numbers of immature Psyllidae, probably a species of Triozinae. The in- sects are described, but cannot be determined owing to their immaturity. The gall is probably the largest Psyllid-gall known. H. Scott (Cambridge). 58) Lamb, C. G.j Diptera: Lonchaeidae, Sapromyzidae, Ephydridae, Chlo- ropidae, Agromyzidae [of the Seychellesj. In: Trans. Linn. Soc. London, ser. 2, Zool., Bd. 15, Heft 3, S. 303—348, Taf 15, 16, 1912. This is a report on the material collected by the Percy Sladen Trust Expedition to the Indian Oceau. It deals with 58 spjj., niost of which are new, and includes de- scriptions of 2 new genera of Ephydridae. The few spp. which are not new have wide and curious distributions, beiug known in one case from the Mediterranean Region; in another case from S. Europe, Egypt, and Natal; in another from Madeira; in another from the East Indiea. H. Scott (Cambridge). 59) Stanton, A. T. (Bacteriologist, Fed. Malay States), On the changes which occur in certain characters of Änopheles larvae in the course of their growth. In: Bull. Ent. Research, Bd. 3, Heft 4, S.387— 391, 6 Text- fig., 1912. The determination of the spp. of AnopJieles from an examination of the lar- vae has been hampered by the apparent variability of important larval charac- ters in different larvae of the same sp. In the Malay Peninsula the writer has bred out certain spp. from the egg and studied the larvae in their successive stages. He considers that the supposed variations of the larva of a sp. may re- ally be "changes of a constant kind associated with successive phases of deve- lopment". Certain changes observed during the growth of the larva of Anoplieles albirostris are described in detail and illustrated. In the newly-hatched larva of this sp. the clypeal hairs are simple bristles and the dorsal "palmate" hairs are represented by simple lanceolate leaflets. During growth and at successive ec- dysis gradual changes occur, so that finally in the mature larva the clypeal hairs are much feathered (and the position of the posterior ones is different from what it was), and the simple leaflets are replaced by the whorls of leaflets forming the palmate hairs. The newly hatched larva of this Änopheles approximates in several of its characters to mature CwZfic-larvae. H. Scott (Cambridge). 60) Edwards, F. W., Revised keys to the known larvae of African Culicinae. In: Bull. Ent. Research, Bd. 3, Heft 4, S. 373—385, 9 Textfig., 1912. 2* 20 Insecta. 61) NeTVStead, R., On the characteristics of the newly discovered Tsetse- fly, Glossina austeni^ Newstead; with descriptions of the genital arma- ture of Glossina fuscipleuris Austen, and Glossina longipennis Corti. In: Bull. Ent. Research, Bd. 3, Heft 4, S. 355—360, 3 Textfig., 1912. 62) LooS; C, Weitere Beobachtungen an Parasetigera segregata. In: Forat- u. Jagdztg. f. Böhmen, XI, S. 435—438, 1912. 10 — 59% der an gefällten Kiefern gesammelten Nonnenraupen {Psilura monacha) waren von dem Parasiten besetzt. Die Schwärmzeit der Tachine dauert von Ende Mai bis Anfang Juli (5 Wochen). Eckstein (Eberswalde). 68) Newstead, R., Notes on Phlebotomus with descriptions of new species. (Part I.) In: Bull. Ent. Research, Bd. 3, Heft 4, S. 361—367, 3 Textfig., 1912. The writer has discovered that in all the spp. examined the 3riis selene Schiff., B. apiraphe Hbn., 3Mitaea afhalia Rott.; Lymantria monacha L. Weibchen: Vorderflügel links absoluter Nigrismus, rechts totaler Melanismus. Bemerkungen über die Nomenclatur der Nonnen- melanismen; Cymaiophora or forma alhingcnsis Warn. Melanismus mit scharf weißer Orzeichnung; Boarmia consortaria forma humperti Hump. Eckstein (Eberswalde). 67) Carpenter, G. D. H., The cocoons of the African Lasiocampid moth ChrysopsycJie varla Walker. In: Proc. Ent. Soc. London, S. 81, 1912. The larvae of this moth are very conspicuously coloured. When spinning its cocoon the larva leaves a hole at one end, through which at pupation the cast Insecta. 21 larval skin is partly extruded, so that its conspicuous coloration is visible out- side the cocoon. The imago does not emerge through this hole, but makes an- other hole at the other end of the cocoon for this purpose. The larval colours are regarded as warning-colours, and it is suggested that the cast larval skin is made use of to protect the cocoon. H. Scott (Cambridge). 68) Green, E. E., Note on the construction of the cocoon of the Ti- neid moth Epicephala chalyhacna Meyr. In: Proc. Ent. Soc. London, S. 106 —109, 2 Fig., 1912. The cocoons are elongate white structures, with a median crest of minute glistening globales. The writer observed (at Peradeniya, Ceylon) the larvae lo- wering themselves 30 or 40 feet from a tree, and swinging in the breeze tili driven against something — leaves, twigs, posts etc. — on which to pupate. Immediately on obtaining a foothold the larva commences to form its cocoon, a work which is completed within 2 hours. After weaving a thin silken covering it rests for a few moments, then with a convulsive movement it voids from the anus a globular pellet of dried bubbles. It then turns round inside the cocoon, rapidly attaches the pellet to the roof of the cocoon by a silken cord, bites a small hole in the roof close to the point of attachment of the cord, pushes the pellet and cord up through this hole on to the outer surface, and quickly repairs the hole. After a short pause it repeats the process at the opposite extremity of the cocoon: and by continual repetition, the complete crest of globules on threads is made. The number of globules probably varies, but there may be over 40 on one cocoon. H. Scott (Cambridge). 69) Wahl, B., Über die Polyederkrankheit der Nonne (Lymantria monachd). In: Zentralbl. f. d. ges. Forstw.,Bd. 37, Heft 8/9, S. 355— 378, 1912. Wahl hat seine Versuche im Jahre 1911 an Seidenraupen und Nonnen fort- gesetzt und berichtet über dieselben. Eine typisch pathogene Wirkung konnte bei den Seidenraupen nur bei ein- zelnen Versuchen nachgewiesen werden. Die Versuche mit Nonnenraupen hatten ein ähnliches Ergebnis, wie die Versuche des vorausgehenden Jahres. Die Ver- fütterung von Resten wipfelkranker Nonnenraupen ruft unter Nonnenraupen wieder Wipfelkrankheit hervor. Die Fütterung der Nonnenraupen mit Aufschwem- mungen gelbsüchtiger Seidenraupen blieb ohne merkbaren Erfolg. Es muß daher eine gewisse Verschiedenheit des Virus der Nonnenkrankheit und des Virus der Seidenraupengelbsucht vorhanden sein. Der Massenerkrankung der Nonne geht stets ein mehr oder minder sporadisches Auftreten der Polyederkrankheit voraus. Das Auftreten der Wipfelkrankheit ist nicht direkt von der Menge der in einem Revier vorhandenen Nonnenraupen abhängig. Auf Parasiten kann die Polyeder- krankheit übergehen. Von dem Fraß „von oben nach unten" (Wipfelfraß) kann man schließen, daß an der betreffenden Örtlichkeit die Wipfelkrankheit bereits aufgetreten ist. Der Name (Schlaff sucht, FlacherieJ soll für die Polyederkrank- heit nicht angewendet werden. Wahl berücksichtigt sorgfältig die einschlägige, auch nicht forstliche Literatur (Entomolog. Zeitschrift, Laboratoire d'etude de la soie, Bericht der Ges. Isis in Bautzen, Bericht der naturf. Ges. St. Gallen u. a.). Eckstein (Eberswaldej. 70) Ulrich, Verspäteter Nonnenfalter. In: Deutsche Forstzeitung, Bd. 58, Nr. 43, S. 856, 1912. Am 16. Oktober 1912 wurde in Lauban ein lebendes Nonnenweibchen {Psüura mo~ nacha) gefangen, das 126 Eier bei sich trug. Eckstein (Eberswalde). 22 Insecta. 71) Scheidter, Fr. (München, Forstl. Versuchsanstalt), Beitrag zur Lebensweise eines Parasiten des Kiefernspinners, des Meteorus versicolor Wesm. In: Naturw. Zeitschr. f. Forst- u. Landwirtsch., Bd. 10, Heft 4/5, S. 300—315, 1912. Aus Raupen von DendroUmus piiii wurde Meteorus versicolor Wesm. var. decolorata Ruthe. Beschreibung der Art. Die Larve lähmt beim Austritt aus der Raupe ihren Wirt. Dieser wird später von Schmerzen gepeinigt und stirbt. Der Austritt erfolgt am 9., 10. oder 11. Segment der Raupe. Beschreibung der Larve und Schilderung, wie sie an langem Spinnfaden hängend ihren Cocon spinnt, ihren Kot entleert, sich verpuj^tpt. Pupjiendauer 13 — 14 Tage. Begattung und Eiablage. Ferner wurden erzogen Tropho- campa nigripes Grav. und A)wmalon circumflexum, sowie als Parasiten zweiten Grades Mesochorus gemellus Holmgr. und Hemiteles scJwff'neri Schmkn. Beschreibung und Bio- logie derselben. Eckstein (Eberswalde). 72) HoffmanD, Fr., Zur Naturgeschichte von Plusia ain Hoehenw. [Lepidopt.]. In: Zeitschr. f. wiss. Ins.-Biol., Bd. 8, Heft 1/2, S. 9—14, 60— G9, 1912. Beschreibung des Falters. Literatur. Die Art ist sehr konstant in Färbung, Zeich- nung und Größe; in der Farbe etwas abgeänderte Form im Oberengadin; Flugzeit: Mai- Juni abends; sitzt an Lärchenstämmen; fliegt gerne zum Licht. Geographische Verbrei- tung: Alpen bis Schlesien. Genaue Beschreibung des Eies, der Eiablage; Dauer des Eizustandes: 14 Tage. Fünf Raupenstadien werden beschrieben, Färbung sympathisch. Jährlich eine Generation. Lebensgewohnheiten der Raupe, Überwinterung, Zucht, Ver- puppung. Beschreibung der Puppe. Eckstein (Eberswalde). 73) Frohawk, F. TV., Hibernation of Pyrameis atalanta. In: Entomologist, Bd. 46, Heft 2, S. 40—42, 1913. There has been considerable discussion as to whether this species ever hibernates in Britain. The writer gives two authentic cases of a ¥ atalanta being found in Janu- ary and February respectively , and one case of several i? surviving the winter. Hiber- nation therefore does occasionally occur. H. Scott (Cambridge). 74) DaniienlJerg, Stnerinthns ocellata ocellata L. c? xS.oceUata atlantica Aust. $ und die reziproke Gegenkreuzuug mit Ausblick auf das ver- wandtschaftliche Verhältnis von 8. ocellata atlantica Aust. zu S. ocellata ocellata L. und zur S. jpojJwZi-Gruppe. In: Zeitschr. f. wiss. Ins.- Biol., Bd. 8, Heft 1, S. 27—31, 1912. Die Ergebnisse der Paarung S. atlantica d" X ocellata 5 (= hybr. charlotta m.) sowie auch der Gegenkreuzung ocellata S X atlantica $ (= hybr. gertrudis m.) wurden erfolgreich fortgesetzt. Beschreibung der Bastarde und des Verlaufs ihrer Zucht. Der Thoracalfieck stellt ein noch nicht sehr altes Zeichnungselement dar, das durch Temperatureinwirkung noch leicht in seiner Ausdehnung zu be- einflussen ißt, was bei den übrigen Zeichnungselementen nicht möglich war. Sämt- liche physiologischen und morphologischen Unterschiede der beiden Kreuzungs- produkte von ocellata mit atlantica untereinander lassen sich durch die bei Schwärmerbastarden anscheinend allgemeine Erscheinung erklären, daß, abgesehen von dem Überwiegen der erdgeschichtlich älteren Art, außerdem das Männchen in reziproken Kreuzungsprodukten echter Arten einen gewissen Ausschlag gibt, daß also in den Eigenschaften und im Aussehen von charlotta das Männchen von atlantica^ von gertrudis dagegen ocellata J vorwiegt. Aus der Paarung von cJiar- lotta und gertrudis entstanden Zwergformen aber, im Gegensatz zu Standfuß, gerade von der Paarung der beiden verschiedenen Rassenmischlinge miteinander, nämlich gertrudis c? X charlotta 5. Um den Ver\\andtsGhaftsgrad zweier Arten zu prüfen, kann man die Zahl der durchschnittlich aus einem Gelege erhaltenen Bastarde, sowie das prozentuale Vorkommen oder Fehlen der 5$ unter den Bastarden ver- gleichen. Verf. und Standfuß haben in jeder ihrer Kreuzungszusammenstellungen zwei Extreme gefunden, nämlich jedesmal den größten Grad der Verwandtschaft zwischen atlantica und austanti und den geringsten Grad zwischen ocellata und popidi. Man muß sich den Stammbaum so vorstellen, daß atlantica und auslanti Insecta. 23 der hypothetischen gemeinsamen Urform näher stehen und in gewissem Abstand sich populi und ocelkita anschließen, ohne damit behaupten zu wollen, daß letztere aus ersteren unmittelbar hervorgegangen sind. Eckstein (Ebers walde), 75) Liiderwaldt, H., Zur Biologie von Stenoma dissimilis Kearfott Farn. Ti- neidae. In: Zeitschr. f. wiss. InB.-Biol., Bd. 8, Heft 1, S. 5—6, 1912. Die 12 mm lange grüne, braunköpfige, weißbehaarte Raupe lebt von Januar bis März an Ccdrala fissüis Vel. zwiscben zusammengesponnenen Fiederblätteben. Fraß, Kotablage werden beschrieben. Puppe zwischen versponnenen Blättern. Puppendauer 12 Tage. Eckstein (Eberswalde). 76) Sharp, D. and Muir, F., The Comparative Anatomy of the male genital tube in Coleoptera. In: Trans. Ent. Soc. London, Heft 3, S. 477 — 642, Taf. 42—78, 1912. The object of this extremely important work is, in the authors' opening words "to review the structure of the male genital tube throughout the order Coleoptera". It is not equivalent to a Complete review of the male copulatory Organs, since it does not take into consideration the very varied modification of the abdomen itself. It commences with (I) an Introduction, followed by (II) a section on Orismology and Technique, in which also the special terms used are fully explained. Section III is headed "Morphology" and includes the bulk of the work. It is divided into two parts (a) "Anatomy" (pp. 486 — 600) and (b) "General Morphology" (pp. 600 — 608). The anatomical portion gives the de- tailed results of investigation of over 100 families of Coleoptera, dealt with in turn: under each family are given the names of the form or forms examined, and detailed accounts of the structure of the genital tube in those forms, the structures being figured in the majority of cases. The morphological section is followed by sections on (IV) Function (pp. 609- — 613) and (V) Taxonomy and Phylogeny (pp. 613—639). General Morphology. A glance at the Plates is sufficient to show the bewildering multiplicity of forms which the male genital tube assumes, yet the fundamental plan of it is simple. It is a doubled tube, invaginated into itself, one end being continuous with the body-wall while the other divides into two bran- ches running to the testes. It may be roughly likened to a glove in the tip of one finger of which a hole is pierced, while a slender tube is attached to this hole inside the finger and is continued into the hand-part of the glove (Intro- duction, p. 480). The "finger" represents the outer portion of the tube, conti- nuous with the body-wall at its base, while the slender tube represents the in- vaginated portion, continued into the abdomen (the hand-part of the glove) and dividing into two branches to the testes. The arrangement is exceedingly protean, and lends itself with ease to modification in many ways: the outer portion of the tube can be invaginated into the abdomen (i. e., the finger drawn into the band of the glove) so tliat its distal orifice becomes proximal: it can be niade to col- lapse in several layers, like a telescope: hard sclerites can be developed on the outer portion and can assume very many different forms etc. This combination of the parts — whatever their form — into a perfect, doubled tube without orifices, is remarkable: the one orifice present arises from the invagination of the tube into itself, and may at one moment be near the centre of the insect's body, while at another it is far away outside the body at the extremity of the extended tube (p. 601). The tube consists of (I) the zygotic portion, i. e. the pair of ducts lea- 24 InBecta. ding from the testes, and (II) the azygotic portion, i. e. the doubled tube, invaginated into itself and continuous at its other end with the body-wall. The first part of the azygotic portion is a long slender tube (stenazygos), and the second part is the broader eurazygos. The greater part of the eurazygos is ex- ternal, forming the outer, or phallic portion of the doubled tube, but a part of it may be internal and is then called the internal sac: this is not always present, for in some forms the tube continues as the narrow stenazygos to the extremity of the invaginated portion. The internal sac is, in all observed cases, everted during copulation. The hard sclerites on the outer or phallic part of the tube form two groups, a distal group (furthest from the body-wall) termed the me- dian lobe, and a proximal group termed the tegmen: between median lobe and tegmen, and between tegmen and body-wall, are the first and second connecting membranes. The orifice at the point where the tube is invaginated into itself is termed median orifice, while tegmen and median lobe together are termed aedeagus (pp. 600 — 604). The writers next describe (pp. 605 — 609) some of the forms which the parts assume. The median lobe in the more generalised forms is tubulär, with the median orifice at its distal extremity. It may be articulated by a condyle to the lateral lobes of the tegmen, in which case the first connecting membrane is very short, or that membrane may be long, so that the median lobe has much free play through the tegmen (Cucujoidea, Phytophagoidea). It may be reduced in chitinisation and entirely enveloped by the tegmen (many Scarabaeoidea) : its maximum reduction is reached in the Tenebrionid type, in which it is represented only by a small membrane. The tegmen in the more generalised groups consists of a basal piece and two lateral lobes, varying in form very greatly. The basal piece may be chitinised so as to form a complete tube, or may form only a ventral chitinous shield, while the dorsal part remains membranous: in Staphy- linidae it is not chitinised at all, but remains entirely membranous. The lateral lobes may remain separate, or be partly conjoined either dorsally or ventrally, or by transverse extension may form a complete tubulär sheath. The internal sac differs immensely, not only in different groups but even in allied species. It may be excessively large and produced into long diverticula (Scarabaeoidea). It may possess an armature of chitinous plates set with spines, etc. In some forms it is permanently everted, a condition which appears in several different families. In other cases it is produced into a long slender flagellum, sometimes of extreme length and fineness, along which the stenazygos runs to its tip: this flagellum also appears in several widely-separated families. Function. On this head there is but little Information, for the following reason: that, since during copulation the sexual structures of c? and $ function as a Single organ, a correlative knowledge of the $ genital tube is absolutely necessary, but is lacking. No positive answer can yet be given to the question, whether the c? organs actually place the sperm in the spermatheca of the $, or in some other part of the ? tube. The authors incline to the opinion, that in many cases at any rate, the J" organs actually reach the spermatheca, instancing the flagellum as a structure highly adapted for this purpose. The importance of the internal sac and its evagination during copulation are attested not only by some direct observations, but by the arniatures etc. sometimes present on the sac. Its eversion is effected, at least in part, by blood-pressure, and its invagination by niuscular contraction. In some forms the median lobe is specially contrived to effect the necessary blood-pressure (p. 611). The basally-directed spines and hairs often present on the sac serve to prevent its being withdrawn from the ? Insecta. 25 Uterus while it (the sac) is distended. A summary is given as to what is known of the methods by which the end of the 5 tube or abdomen is held during copu- lation by the c? tube or end of the cT abdomen; and it is mentioned that during copulation the aedeagus is sometimes twisted through nearly a complete half turn (p. 612). Taxonomy and Phylogeny. It is impossible to enter fully here into this section, which is drawn up, as stated in the Introduction (p. 479) "to display the part that a knowledge of the fertilising structures should have in tliese two de- partraents of Coleopterology". The authors consider that the results obtainable in taxonomy and phylogeny from a study of the c? genital tube will prove to be of great importance when combined with results derived from other li- nes of study. Althougb changes in Classification will be necessary, their Im- pression is that most families now recognised will have their validity substan- tiated by continued study of the d* genitalia. The authors again emphasise the fact that they have studied only the c? part of the genital conduit; and that a study of the 5 portion, which would al- most certainly reveal important structural differences is greatly needed from the taxonomical and phylogenetic as well as from other points of view. Looking at Coleoptera from the point of view of the form of the c? genital tube, 8 series of families are provisionally adopted: (I) Byrrhoidea, (II) Cu- cujoidea, (III) Phy tophagoidea, (IV) Caraboidea or Adephaga, (V) Ma- lacodermoidea, (VI) Tenebrionoidea, (VII) Staphylinoidea or Brache- lytra, (VIII) Scarabaeoidea. The relationships of the families in each series are shown by means of tables. The unsatisfactory series "Heteromera" is broken up: Tenebrionidae and certain other families of it remain together in the series Tenebrionoidea: the other families are placed in the series Cucujoidea. No dif- ference has been found sufficient to separate Rhynchophora from Phytophaga, and both are included in the series Phytophagoidea, which is tentatively derived from a primitive Cucujid form. Caraboidea is taxonomically the simplest series. The idea that the Scarabaeoid series is one of the most distinct is confirmed, though the relationships of its families int er se present considerable difficulties, which may render necessary an increase in the number of families. Certain families are omitted for the present, owing to their c? apparatus not yet being understood (Discolomidae, Cyphonidae, Trichopterygidae). In the phylogeny, palaeontology (which should be of the first importance) throws no light at all on the present inquiry. The authors consider the simple trilobe form of aedeagus, as present in Byrrhoidea, the simplest and most pri- mitive of existing forms: but the families included in Byrrhoidea do not form at all a homogenous series in other ways. Caraboidea, the most homogeneous series as regards the form of the aedeagus, may possibly be derived from Byrrhoidea: and the very distinct Scarabaeoidea seem to be linked by certain forms to Byr- rhoidea. No very definite statement can be made as to the probable origin of Cucujoidea, Staphylinoidea, Malacodermoidea, or Tenebrionoidea. Under the hea- ding "Phytophagoidea" (pag. 634 — 639) the whole question of the nature of the lateral lobes is discussed. They are present in various forms in Byrrhoidea, Ca- raboidea, Tenebrionoidea, Staphylinoidea, and Scarabaeoidea. If certain struc- tures are correctly homologised as lateral lobes, they are present also in Cucu- joidea, which in that case may perhaps be derived from Byrrhoidea: but the homology is not certain. It is still more doubtful whether lateral lobes are present in the Rhyncophoro-Phytophagous series: if they are absent, then this series differs in this respect from all the others, and can only be derived from an un- 26 Insecta. known primitive Cucujoid ancestor, or was possibly separated off in some pre- coleopterous stage of its phylogeny. H. Scott (Cambridge). 77) Sharp, D., Notes on the wings of Coleoptera. I. The British spe- cies of PterosticJiHS. lu: Entomologist, Bd. 46, Heft 3, S. 82— 87, 1913. The species are dealt with in systematic order: in each case the number of specimens examined is given, and the measurements of wings and elytra. The genus is one which includes an unusually large proportion of flightless forms. The facts relating to the 22 British species are summarised at the end of the paper as follows: 10 are flightless, 11 fully winged, and 1 (P. minor) is dimorphic, having about half its individuals flightless and half fully winged. Wings are al- ways present, though in some of the flightless species they are only minute ve- stiges. The vestigial wings are quite different in shape to the normal wings, but exhibit shapes characteristic of the species to which they belong. Both normal and vestigial wings may exhibit considerable Variation. Variation does not appear to be correlated with sex, and only rarely with locality. Nothing can be said as to what causes some specimens of P. minor to be flightless while others are fully- winged. Flightless spp. have a more contracted metathorax than fully winged spp. H. Scott (Cambridge). 78) Grl'een, E. E., On some luminous Coleoptera from Ceylon. In: Trans. Ent. Soc. London, Heft 4, S. 717—719, Taf. 81, 1912. Three spp. are dealt with. (I) Harmatclia bilinea Walker: the d is (at any rate occasionally) luminous; the $ is unknown. The luminous spots of the c? appear to be closely connected with the spiracles; there are 8 on either side of the ab- domen and 1 on either side of the thorax. When the light is emitted", the ab- domen is slightly depressed, to expose the dorsolateral area; when at its bright- est, the whole abdomen appeared to be irradiated internally. The luminous spots were more brilliant on the dorsum, but could also (by transmission) be seen on the venter. (n) Dioptoma adamsi Pascoe: both sexes are luminous. The $ is elongated, apterous, and grub-like, with a large photogenic organ which emits an intense greenish-yellow light, on the venter of the penultimate segment: she was ob- served signalling to the S with the end of the abdomen recurved over the back: the arrival of the cT caused a partial eclipse of the light and the return of the abdomen to its normal position. The c? exhibited no light when approaching the 5, but later displayed (under sexual excitement) a brilliant series of emerald-green lights, 4 along the base of the prothorax, 8 along either side of the abdomen, and two converging dorsal series on the posterior abdominal Segments: inter- mittent flashes, not exactly located, were also observed on the ventral side of the thorax. (III) Lamprophorus iencbrosus Walker: the (S2). The life-history of Psithyrus is the subject of chapter III. At the end of chapter II, it is told how queens of Bombus terrestris will sometimes enter nests of the closely-allied B. how&i, stinging the queen to death, and making the workers rear her own progeny. The Bombus queen has no chance in the unequal fight, for the Psithyrus has a much more powerful sting and a very thick hard armour. These observations are opposed to those of Hoff er, who found the Bombus and Psithyrus queens living side by side in the same nest and both laying eggs: but his observations were made (in Styria) on quite different species of hosts and parasites (p. 68). Chapter IV deals with parasites and enemies of the humble-bee, chapter V with the finding and taking of nests, and chapters VI and VII with the various devices and methods employed by the author in his efforts to partially or com- pletely domesticate the humble-bee: in the last chapter the subjects of "attracting queens to occupy artifical domiciles", "getting queens to breed in confinement", "placing queens in empty nests", and "complete domestication", are discussed in turn. H. Scott (Cambridge). 91) V. Ihering, H., Zur Biologie der brasilianischen Meliponiden. In: Zeitschr. f. wiss. Ins.-Biol, Bd. VIÜ, H. 1 u. 2, S. 1—5 u. 43—46, 1912. Friseomelitta n. g. {Trigona) silvestrii Fr. ist eine soziale Biene Brasiliens, die keine Brutwaben baut. Die Brutzellen sind isolierte, durch W^achsbalken, ketten- oder netzartig untereinander veiJDundene Brutzellen. Unter der Brutmasse liegen die Vorratstöpfe, kleine, 8 mm lang, 6 mm breit, für Honig, große für Pollen, 21 mm lang, 6 mm dick und größer; sie sind aus papierdünner Wachsmembran gebaut, oben und unten geschlossen. Männchen und die Königin wurden nicht gefunden. Die Biene ist zahm und furchtsam, stellt sich bei der Berührung tot. Die indo-australischen Trigona canifrons und 2. laevicops bauen ebenfalls ketten- Insecta. 33 und traubenförraig angeordnete Brutzellen. Das Nest von Melipona santhüuri Lep., 1,25 m tief aus dem Boden ausgegraben, wird beschrieben. — Trigona hipunc- tafa Lep. In dem Bau waren sieben einzelne Nester übereinander, jedes mit einer besonderen Königin. Vorratstöpfe verscbiedengestaltig. Die Brutmasse bestand aus 17 spiralig geordneten Waben, oder aus horizontal angeordneten. Größe der Brutzellen 6x4, der Weiselzellen 9x6,5 mm. Zahlreiche Flugröhren sind vor- handen und nach verschiedener Himmelsgegend gerichtet; sie sind aus harter, brüchiger, harziger Masse gebaut 15 — 30 mm weit bei 1 — 1,3 mm dicker Wan- düng. Männchen waren vorhanden, die Bienen beißen nicht, der Honig ist gut. — Trigona frisei Ih. Die Balken zwischen den Bruttöpfen sind aus Pferdemist ge- baut. Verfasser gibt eine genaue Beschreibung der Waben und Zellen. — Tri- gona capitata Sm. Die Vorratstöpfe sind sehr groß, wie bei Melipona. Die jungen Königinnen entwickeln sich in Arbeiterzellen. Beschreibung der Königin. Eckstein (Eberswalde). 92) Turner, R. E., On new species of Fossorial Hymenoptera from Africa, mostly Elidinae. In: Trans. Ent. Soc. London, Heft 4, S. 720—754, 1912. 98) Cameroii, A. E., A note on two species of ßassid Ichneumonidae para- sitic on a species of Syrphid larva. In: Entomologist, Bd. 4(;, Heft 4, S. 130 — 131, 1918. Homocidus dimidiatus Sehr, and H. tarsatorius Panz. are recorded as parasites of Platycheirus albinianus Fabr. H. Scott (Cambridge). 94) Morley, C, On Walker's .Japanese Ichneumonidae. In: Entomologist, Bd 46, Heft 4, S. 131 — 5, 1913. The writer throws some light on the true systematic position of a number of pa- rasitic Hymenoptera the original descriptions of which are quite inadequate. H. Scott (Cambridge). 95) Donistliorpe, H. St. J. K., Some notes on the Genus MyrmicaLsitr. In: Ent. ßec. and Journ. Variation, Bd. 25, Heft 1, S. 1—8; Heft 2, S. 43—51, 1913. This paper contains a general introductory portion, after which the British spp. of Miirmica are dealt with in systematic Order. In the general part, cases are mentioned of Variation in the neuration of the forewing, a character which is sometimes highly variable in ants. Stridulation is in this genus caused by rubbing the post-petiole against the first gastric segment. The writer has found the winged forms from June to October, but the marriage-flight usually oceurs in September, the cT and 5 falling to the ground together immediately after pairiug in the air. The $$ are able to found their colonies alone: several $$ may be present in a single nest, this being caused by ??, which have been fertilised near by, re-entering their parental colony. It is an interesting fact that the habits of some species appear to be different in Britain from what they are in Switzer- land: e. g., Forel has stated that M. seatjrinodis nearly always occui-s in arid lo- calities, whereas in Britain it sometimes oceurs in very wet places. Under each of the British species is given a summary of its distribution within the British Isles as far as known, as well as the general distribution and a füll list of the myrmecophilous insects and Acari that have been found with it. On pp. 48 — 51 is given a list by F. V. Theobald of Aphides found with the British species of Myrmica. H. Scott (Cambridge). Hierzu: Nr. 29— 36, 107, 109. Zoutialblatt f. Zoologie, allgeiu. u. experim. Biologie. HA. 3. 3 34 Mollusca. Mollusca. 96) Sclmiuami, W., Über die Anatomie und die systematische Stel- lung von Gadinia peruviana Sowerby und Gadinia lyar^io^j Payraudean. In: Zool. Jahrb., Suppl. XIII. Fauna chilensis, S. 1—88, 6 Taf., 7 Textfig. 1911. Zn der peruanischen Gadinia hat Schumann die kleinere Mittelmeerart ge- nommen und damit den Kreis der Untersuchung in mancher Hinsicht erweitert. Die Geschlechtswerkzeuge zeigen Unterschiede, wenn auch nicht prinzipielle, der kleinen fehlt das vordere, gesonderte Stück des Schalenmuskels oder Adductors, das sich schon dadurch als eine Sondererwerbung kennzeichnet. Die Tiere sitzen trag in Felsspalten, amphibiotisch in der Gezeitenzone. [Sollte nicht der starke Schleim, der die Sohle ausscheidet, auf nächtliche Wanderungen deuten?] Die Nahrung be- stellt nicht nur aus Algen, sondern auch aus Copepoden. Die Meinung, daß die beiden Mundsegel, die einzigen Anhänge am Kopfe, zum Abschaben des Bodens bei der Nahrungsaufnahme dienen, wird vom Verf. bezweifelt, wenn auch ihre Querriefen dafür in Anspruch genommen werden könnten. Die Schale bei G. gar- noti ist höher und trägt bisweilen noch einen Apex, der auffälligerweise links- gewunden, also heterostroph ist. Der Verf. möchte die flache Schale aus einer gewundenen ableiten durch Resorption der inneren Gehäuseteile, wie bei manchen Auriculiden; ebenso soll der hufeisenförmige Adductor aus dem Columellaris hervorgeganden sein [beide Hypothesen sind wohl überflüssig. Die Verbindung zwischen Schale und Mantel ist vermutlich selbständig entstanden. Ref.] Die Sohle hat eine diffuse Sohlendrüse, die vorn stärker entwickelt ist als hinten und rechts stärker als links, weil am Lungeneingang der Haftmuskel fehlt und somit den Drüsenzellen Raum läßt. An der Seitenwand kommen zu den Schleim- noch Ei- weißdrüsen, beide einzellig. Beide, namentlich aber die letzteren, nehmen am Mantelrand an Größe zu. Bei der G. garnoti fallen diese Unterschiede weg. Die Kopflappen wimpern, außer am hinteren Teil. Vorn ist eine besondere Fußdrüse eingesenkt, mit unbedeutendem Drüsenbelag; auffällig ist ihre Ver- bindung mit dem weiblichen Porus durch eine quer herüberlaufende, äußere Rinne [dient die Fußdrüse bei der Laichbildung? Ähnlich wie bei Rhachiglossen? Ref.] Die Schale zerfällt in Periostracum, Ostracum und Hypostracum. Ent- sprechend gliedert sich das obere Mantelepithel. Dem Ostracumepithel sind ein- zelne Drüsenzellen eingelagert, die in die Tiefe der Cutis hinabreichen. Wo der Adductor ansitzt, verhält sich das mit einer Cuticula versehene Haftepithel anders als nach Thieles Schilderung. Die Muskelfasern treten mit ihren Fibrillen durch das Ej^ithel durch bis zur Schale, ja das Epithel verschwindet bis auf vereinzelte Kerne Der Schalenmuskel bildet durch Ausstrahlen seiner Fasern in der Quer- ebene den Hauptteil der Körpermuskulatur; nur vorn kommt eine eigentliche Hautmuskulatur dazu. Die Muskelfasern haben zumeist den Kern außen von den Fibrillen, beim Pharynx liegt er, wie meist, innerhalb der kontraktilen, fibrillären Rinde. Der Mantelrand hat noch Muskelfasern, die vom Haftmuskel radiär aus- strahlen, dazu senkrechte und circuläi'e. Das Bindegewebe besteht entweder aus Leydigschen Zellen mit Reservestoffen, darunter den Körnern, die Pelsener für Zooxanthellen hielt, oder es ist fein netzartig mit unregelmäßig verteilten Kernen, mucös. Der große Stützbalken der Radula besteht aus einem einzigen, zusammenhängenden Stück. Dazu eine Anzahl stärkerer Re- und schwächerer Protractoren. Eigenartige seitliche Falten im Pharynx, eine schleimdrüsenreiche mediane. Die einfach schlauchförmigen Speicheldrüsen haben einen mit Epithel ausgekleideten Ausführgang. Die Radulazähne sind bei den Arten nicht unbe- Mollusca. 35 deutend verschieden, namentlich fällt auf, daß die kleine viel weniger, also relativ größere Zähne hat. Die Faltenbildung im Oesophagus und Vormagen wechselt etwas, ebenso die Länge des Dünn- und Enddarms. Am Magen unterscheidet Verf. drei Abteilungen, wovon indes die letzte, der Drüsenmagen, schon zum Dünndarm gehört. So bleiben noch zwei Abteilungen, von denen der Muskelmagen durch muskulösen Belag des Ausführganges der Hinterleber zustande kommt [ganz wie die der Vaginuliden. Ref.]. Kauplatten fehlen, auch ist kein Sand mit aufgenom- men. Ein kurzer Pylorusblindsack ist vorhanden. In der Leber finden sich Leber-, Kalk- und Fermentzellen. Der Ausführgang wimpert. — Die Zwitterdrüse ent- hält anfangs Eier und Sperma, später nur Eier. Von den Eiern sind manche dotterfrei, vermutlich haben sie als Nährzellen der Eier ihren Dottervorrat ab- gegeben. Ein Paar Windungen des Zwitterganges liegen noch innex-halb der Gonade, nachher verläuft er gerade und trägt mehr einseitig gehäufte und ge- wundene Aussackungen als Vesiculae seminales. Sie sind voll Sperma und tragen Wimperepithel. Dann folgt der Ausführgang der Eiweißdrüse. Der Spermoviduct trägt auf der weiblichen Seite außer den Drüsen in seiner Wand oben eine be- sondere Schalendrüse, auf der männlichen eine weniger scharf abgegrenzte Prostata [nach dieser Auffassung müßte der ganze Drüsenbesatz der weiblichen Seite des Spermoviducts unterhalb der Schalendrüse als Laich- oder Nidamentaldrüse gelten. Ref.]. Wechselnd an den Drüsen ist die Häufung der secretorischen Zellen unter den Stützzellen und ihre Zusammenfassung zu besonderen Follikeln durch Binde- gewebshüllen. Doch erweitern sich alle Drüsenzellen stark unter dem Epithel. Das Secret ist in den verschiedenen Abschnitten verschieden körnig oder gleich- mäßig. Nach der Abspaltung des Samenleiters folgt ein kurzer Oviduct, der nach Aufnahme des Bursaganges zur weiteren Vagina wird. Sie ist bei G. garnoti be- trächtlich kürzer als bei G. peruviana^ welche somit die höhere Stufe darstellt. Damit hängt eine weitere Differenzierung zusammen. Aus den wechselnden Ring- und Längsmuskelschichten der Vagina entwickelt sich bei G. peruviana ein ein- seitiger, aus Ringfasern gebildeter Schließmuskel, den Plate für eine Sperma- tocyste hielt. Der Samenleiter, mit nur kurzem Verlauf im Integument, verengert sein Lumen auf Kosten des zunehmenden Muskelbelags. Er durchsetzt dann den Penis bis zur Spitze, im scharfen Kontrast zu der nächstverwandten Siphonaria, Von der Penisscheide aus entsteht noch eine innere Penisscheide, als ein zentral durchbrochenes konisches Septum. Penisretractoren fehlen. Die Penisscheide hat im Innern eine eigentümliche Spiralfalte, von der Verf. eine Beziehung zur Sperma- tophorenbildung vermutet ['?]. Anfangs liegt der Penis rechts vom Pharynx, nach der Copula über ihm. Als Abnormität kam Gabelung und Wiedervereinigung des Samenleiters vor. — Der Schlundring umfaßt den Pharynx in seiner Mitte. Die Commissuren und Connective sind noch ziemlich lang. Wenn die Visceral- commissur nur das Abdominalganglion zu enthalten scheint, so handelt sich's um Verschmelzungen, die schon Pelseneer nachwies. Eine Labialcommissur ist vor- handen, ähnlich anastomosiereu zwei Buccalnerven in der Mitte. Von den Pleural- ganglien spaltet sich je ein kleines accessorisches Ganglion ab. Die Pedalgang- lien sind durch die Pedal- und Parapedalcommissur verbunden, letztere mit drei feinen Nerven. Aus den Pedalganglien entspringen Sohlen- und Parietalnerven [diese von mir als Epipodialnerven gedeutet. Ref.]. Au den Cerebralganglien ist das Vorderhirn [„Intelligenzsphäre" Hai 1er] gut abgegliedert, es enthält noch eine Höhlung, und die Cerebraltuben erstrecken sich noch bis nahe zur Haut. G. garnoti hat noch den Rest eines Osphradialganglions. Dagegen ist kein Os- phradium vorhanden, wie es Pelseneer fälschlich beschrieben hat. Er hat vermut- lich eine der Wimperleisten, welche vom ebenfalls bewimperten Pneumostom an 36 Mollusca. Boden und Decke der Lungenhöhle bis zum Nierenporus führen, damit verwechselt. Die Lunge, die stets mit Luft gefüllt ist und unter Wasser verschlossen gehalten wird, ist bei G. peruviana relativ geräumiger, auch das Atemgefäßnetz an der Decke besser entwickelt, wiewohl nicht hervorspringend. Das Epithel ist hier ganz flach, typisch respiratorisch. Zu der Lungenatmung kommt Hautatmung, die wohl vorwiegend unter Wasser wirksam wird. Sie findet namentlich an den Seitenwänden des Körpers statt, wie die hier gelegene große Blutlacune bezeugt. Bei der G.garnoii wii'd auch der Mantelrand lacunär. Das Herz hat typische Pulmonatenstellung. Die hintere Aorta sendet von ihren drei Zweigen zwei in die Leber, während der dritte sich in die große Lacune öffnet, die den Magen umschließt. Kristallnadeln im Blut sind wohl auf die Einwirkung von Reagentien zurückzuführen [Ref.] Ausführliche Erörterungen über die Stellung im System ergeben, daß Gadinia ein echtes Basommotophor ist, das in die nächste Verwandschaft von Siphonaria gehört, trotz mancher Differenzen. H. Simroth (Leipzig). 97) Odlmer, Nils, Morphologische und phylogenetische Unter- suchungen über die Nephridien der Lamellibranchien. In: Zeitschr. wiss. Zool., Bd. 100, S. 287—391, 40 Textfig., 1912. Odhner hat durch die Reihe der Lamellibranchien die Gestaltung der Nieren verfolgt und daraus einige Schlüsse auf ihre verwandschaftlichen Be- ziehungen gezogen. Es ist zunächst die Form, sodann die Lage, der Zusammen- hang, der histiologische Bau und die Beziehung zu den Gonoducten, die in Be- tracht kommen. Auf die Einzelheiten kann nicht eingegangen werden. Verf. hält die Ge- staltung der Nieren bei den Nuculiden für die ursprünglichste, denen sich die Pseudolamellibranchien und weiter die übrigen Anisomyarier anschließen. Von ihnen sind durch die hintere Lage der Nieren die übrigen unterschieden, unter denen Solenii/a eine primitive Ausbildung zeigt. Schlauchförmige Nieren besitzen die Unioniden, Cyrenelliden, Cyreniden und Sphaeriiden, die Verf. für eine in verwandtschaftlichen Beziehungen stehende Gruppe hält, was sich auch in dem Verhalten des Schalenschlosses nachweisen läßt; auch einige andere Gruppen (Terediniden, Mactriden, Dreissena und Modiolarca, Saxicaua) haben schlauch- förmige Nieren, während unter denen mit sackförmigen Niereu Area und Trigo- nia am ursprünglichsten sind. Hierher gehören auch die Septibranchien. Häufig stehen beide Nieren miteinander in Zusammenhang, was sich in verschiedenen Gruppen gesondert ausgebildet hat. Pelseneers System auf Grund der Kiemenverhältnisse stimmt nicht gut mit dem Verhalten der Nieren überein, im ganzen läßt sich Neumayrs Ein- teilung nach den Schalen gut mit diesem in Einklang bringen; demnach haben die Schalencharaktere größeren systematischen Wert als die Kiemen. Die Anomiiden sind den Pectiniden näher verwandt als den Ostreiden. Unter den „Submytilacea" sind die Unioniden mit den genannten sich daran anschlie- ßenden Familien abzutrennen und die übrigen können in Heterodonten und Des- modonten eingeteilt werden, doch scheinen zu diesen die Mactriden und Saxica- viden, vielleicht auch die Telliniden und Soleniden zu gehören. Die Stellung von Dreissena und Modiolarca bleibt zweifelhaft, doch gehören sie nicht zu den Myti- liden [Ref. hält es für wahrscheinlich, daß Modiolarca sich zunächst an die Gat- tungen Turtonia und Cgamium^ möglicherweise auch an Lihiiiiia (= Gypricardia) anschließt, deren Schalen ähnlich sind; vielleicht reiht sich daran auch die mehr abweichende J)reisse.na\ J. Thiele (Berlin). Amphibia, Reptilia. 37 98) Stenipell, W., Über das sogenannte sympathische Nervensystem der Muscheln. In: Festschr. med.-naturw. Gesellsch. Münster, 13 S., 8 Fig., 1912. Nachdem Igel bei Phnseolieanm eine untere Schlundcommissur, die von einem an den Cerebralganglien gelegenen Ganglienpaar entspringt, aufgefunden hatte, sind ähnliche Verhältnisse auch bei anderen Bivalven nachgewiesen worden, besonders bei Clianui pvlhickla^ bei Cyamium antarcücum, bei Lntraria tenuis und Tagelus dombcyi, also bei Tieren aus ganz verschiedenen Gruppen. Diese Gang- lienknoten werden vom Verf. als unzweifelhafte Homologa der Buccalgangiien von Gastropoden angesehen, obwohl gerade die primitivsten Bivalven (Nuculiden und ßolennja) diese Verhältnisse nur in schwacher Ausbildung oder gar nicht aufweisen. Indessen das Schlundnervensystem der primitivsten Gastropoden ist doch nicht unbeträchtlich verschieden, indem von den Anschwellungen einer Labialcommissur die Buccalconnective abgehen, während die Ganglien am Grunde der Radulascheide liegen. Nach der Lage würde die Labialcommissur der frag- lichen Commissur der Acephalen ziemlich gut entsprechen, doch möchte Ref. diese als eine Vereinigung paariger Nerven und die Ganglienknoten als eine sekundäre innerhalb der Bivalvenreihe entstandene Bildung ansehen, die den Buccalgangiien von Gastropoden nicht homolog ist. Auch die bei Chama vor den Visceralganglien vorhandene Commissur dürfte als eine sekundäre Verbindung von Nerven zu deuten sein. Was das Vorkommen einer Fußsohle bei Muscheln betrifft, so ist ebenso wie die Rinne der Nuculiden die Byssushöhle mit der vorderen Rinne von Area usw. als Homologou der Gastropodensohle zu deuten; daß die Drüsen von Nnada weniger primitiv sind als die von Area, habe ich früher zur Genüge ausgeführt. J. Thiele (Berlin). Hierzu: Nr. 35, 109. Ampliibia, Eeptilia. 99) AiiiLiudale, N., Batrachia, Reptilia. (Zoological Results of the Abor- Expedition 1911—12.) In: Rec. Indian Mus., Vol. VIII, Part. 1, Nr. 1, S. 7—36, Taf. II— IV, 1 Textfig., und Nr. 2, S. 37—59, Taf. V, Calcutta 1912. Die von Kerap im Aborlande im östlichsten Teile von Britisch-Indien nahe der Grenze von Assam zusammengebrachte Kollektion von Batrachiern und Rep- tilien ist in anbetracht des Umstandes, daß aus diesem Gebiete des Ost-Himalaya bisher fast nichts bekannt war, von großem Interesse. Von den 25 Arten von Batra- chiern erwiesen sich 7, ebenso eine Varietät von Bhacoplwrus maculatiis, als noch unbeschrieben, nämlich Rana gerbillus, Micrixaliis borealis, Bhacoplwrus naso und microdisciis^ Ixaliis argus, Phrynoderma mölocli und Megaloplirys hempH. Eine größere Zahl von Kaulquappen konnte mit einer einzigen Ausnahme (Larven einer Mega- lophrys-Avt^ sicher identifiziert werden; darunter befanden sich auch diejenigen des neuen merkwürdigen Frosches Plirynoderma moloch. Verf. macht darauf auf- merksam, daß nur zweien von den Froschlurchen des Aborlandes Saugscheiben an Fingern und Zehen fehlen (Rana limnocliaris und Bufo liimalayaniis) und daß demnach die Mehrzahl der dortigen Arten Baumbewohner sind, wenngleich einige wenige auch an und zwischen den Steinen leben dürften. Ebenso fällt auf, daß die Fische in den Gewässern des Aborgebietes ähnliche Hafteinrichtungen be- sitzen, um sich an Steinen festzusaugen, wie die Kaulquappen derselben Ge- wässer; so entspricht NemacMlus rupicola, der sich mit-der Bauchhaut und den erweiterten Lippen ansaugt, der Megälophrys j^a^va-Larve; andere Cyprinoiden 33 Amphibia, Reptilia. entsprechen in dieser Beziehung Rana liehigi, JDiscorinafJius lamta mit wohlent- wickelten Sauglippen, einer noch unbestimmten Larve des Aborgebietes und die Welso-attungen Pscudecheneis und G-lyptosiernum mit abdominalem Saugnapf der Larve von Bana afghana. Die Saugeinrichtungen dieser Formen der reißenden Bergbäche sind Konvergenzerscheinungen und lassen keine Schlüsse auf die Ver- wandtschaft der verwandelten Tiere zu. Von Reptilien sind ein Krokodil {Gravialls gangeiicus), eine Schildkröte [KacJmga Udum), 16 Eidechsen und 26 Schlangen gesammelt worden, davon werden Lygosoma courcgamim^ Tgphlops divcrsiceps und Aproaspidops (n. g.) anfe- cnrsormn, Ahläbes (wohl eher Cohiber) pavo als neu beschrieben. Von den übrigen Arten sind namentlich Gymnodactylus khasiensis^ der seltene Ptydolaemus gidaris, Acanthosaura minor, Calotes jcrdonü, der bisher erst einmal, in den Khasi Hills gefundene Tjipjldops tephrosoma^ Traclüschimn monUcola, Blythia reticulata, Poly- odontophis coUaris, Ahläbes fr enahis, Oligodon erytlirorltacMs, Bendrophis gorei, Pscudo- xenodon macrops^ Tropidonotus hlmsiensis, Bipsadomorphus golcool und J.achesis monUcola zu nennen. — Am Schlüsse wird (auch bei den Batrachiern) eine Ta- belle der geographischen Verbreitung der Aborarten (namentlich mit Bezug auf das Vorkommen in Assam, Sikkim und Burma) gegeben, und einige zoogeogra- phische Betrachtungen hieran geknüpft; die endemischen Arten sind bei den Reptilien weniger zahlreich als bei den Batrachiern (wohl, weil die Ei- dechsen und Schlangen von Assam viel besser bekannt sind als die Batrachier und weil von ersteren die einzelnen Arten viel weiter verbreitet zu sein pflegen als bei letzteren). Die Fauna hat keinen Himalaya-Charakter und die Ostgrenze der wahren Himalaya-Fauna wird von dem Fluß Tista gebildet, der aus dem Himalaya herabkommt und westlich von Bhutan verläuft; er ist älter als der jetzige Brahmaputra. Verf. rechnet die Aborfauna der malayo-himalayischen Fauna zu, die auch die feuchten Dschungeln des Osthimalaya, von Assam, Burma, Indochina und der Malayischen Halbinsel umfaßt. Anschließend werden noch drei neue Reptilien beschrieben: HnnidaciylHS plafyceps aus der Bombay-Präsidentschaft, Japahira hcngalensis von Buxa im Jal- paiguri Distrikt an der Bengal-Bhutan-Grenze und Tropidophorus assamensis von den Sylhet Hills in Assam. F. W^erner (Wien). 100) Barboiir, Thomas, A Contribution to the zoogeography of the Eastlndian Islands. In: Mem. Mus. Comp. Zooh Harvard Coli. Cambridge, U. S. A., Vol. XLIV, Nr. 1, S. 1—203, 8 Taf., 1912. Die umfangreiche Arbeit, welche sich mit der Verbreitung der Reptilien und Amphibien des malayisch-papuasischen Archipels befaßt, besteht — abgesehen von dem kurzen Bericht über die Reise des Verf. und Bemerkungen über die übrigen wissenschaftlichen Ergebnisse und über das sonstige von ihm imter- suchte Material — aus einer kritischen Revision der von den einzelnen Inseln, bzw. Inselgruppen des Gebietes bisher angeführten Arten, einem Verzeichnis der vom Verf. untersuchten Arten mit Angaben über Färbung im Leben, Beschup- pung, Fundort und Verbreitung, einer überaus ausführlichen Verbreitungstabelle auf 3.5 Seiten, einer allgemein zoogeographischen Studie über das Gebiet und schließlich einer Übersicht der gewonnenen zoogeographischen Ergebnisse. Diese sind im wesentlichen folgende: Die Fauna der drei großen Sundainseln Sumatra, Borneo und Java ist unmittelbar von derjenigen der Malayischen Halbinsel ab- zuleiten und die angeblichen papuasischen Bestandteile in der javanischen Fauna sind vermutlich nicht vorhanden. Die Inseln an der Westküste von Sumatra sind Amphibia, Reptilia. 39 wahrscheinlich Reste von drei großen Halbinsehi, welche von Sumatra nach Westen sich erstrecken. Die Beziehung von Celebes zu den östlich gelegenen Regionen läßt darauf schließen, daß zwei Landbrücken von dieser Insel zu den Molukken hinüberführten. Die Insel Obi scheint niemals direkt mit Celebes oder einer der vorgenannten Landbrücken in Verbindung gewesen zu sein, sondern mit der alten Brücke, w^elche S. 0. Halmahera mit Neuguinea verband. Die Reptilienfauna von Mysol zeigt eine ausgeprägte Verwandtschaft mit der von Ceram und den südlichen Molukken, während die Säuger und Vögel rein papuasisch sind; Ceram scheint mit Neuguinea mehr und bis in jüngere Zeit verbunden gewesen zu sein als die übrigen Molukken, vermutlich durch die Süd- west- und Ke-(Kei-)Inseln. Die Kei-Inseln hatten direkte Verbindung mit den Molukken, was für die Aru-Inseln nicht gilt, so daß deren Fauna viel mehr raa- layischen Charakter aufweist. Die papuasische Fauna, als Ganzes betrachtet, ist ebensowohl charakteri- siert wie die australische; doch ist das westliche Holländisch-Neuguinea durch eine distinkte Fauna ausgezeichnet, die sich von der ostpapuasischen zur Zeit getrennt haben dürfte, als Ost-Neuguinea noch mit Nord-Queensland vereinigt war. Die Cystignathiden und Hyliden Australiens stammen zweifellos aus Süd- amerika; andere Gruppen weisen auf Asien hin; die Annahme, daß die vielen charakteristischen australischen Typen in Westaustralien zu einer Zeit sich ent- wickelten, da diese Region von Queensland getrennt und dieses mit Neuguinea in Zusammenhang war, scheint die einzige befriedigende Erklärung für den starken papuasischen Einschlag in der Fauna von Queensland und das Fehlen so vieler autochthoner australischer Formen in Neuguinea. Passive Verbreitungs- mittel (Treibholz u. dgl.) dürften bei der Versorgung der in Rede stehenden Inseln mit ihrer jetzigen Fauna keine irgendwie wesentliche Rolle gespielt haben. Es scheint eine direkte Beziehung (unter sonst gleichen Umständen) zwi- schen dem Artreichtum und der Größe der Oberfläche einer Insel zu bestehen, dagegen ist ein Vergleich unmöglich, wenn eine Insel regenreich und mit üppiger Vegetation bedeckt, die andere trocken ist. Eine wirkliche Faunengrenze besteht nicht, nur eine Übergangszone, welche für alle Landtiere einigermaßen gleich gut ausgesprochen ist, mit einer ziemlich deutlichen westlichen und einer ungleich weniger ausgesprochenen östlichen Grenze kann zwischen der malayischen und papuasischen Subregion erkannt werden. Ref. möchte bei dieser Gelegenheit bemerken, daß er bezüglich der Her- kunft der Reptilienfauna der Sumatra benachbarten Inseln vom Autor mißver- standen wurde. Ref. hat genau so wie Barbour angenommen, daß diese Inseln (z. B. Nias) einst mit Sumatra in direkter Landverbindung standen, bzw. die Enden früherer Halbinseln Sumatras vorstellen, nicht aber, daß diese Inseln etwa durch Treibholz oder sonstwie schwimmend aus Sumatra ihre Fauna erhielten. Die kleine Arbeit des Ref. über Reptilien und Amphibien von Nias (Jahresb. Naturwiss. Verein Magdeburg 1892 (1893), S. 248—254) ist übrigens dem Verf. entgangen. Die teilweise farbigen Abbildungen verschiedener, z. T. erst vor kurzem vom Autor beschriebenen Arten sind nicht durchwegs befriedigend. Die gründliche und sorgfältige Arbeit ist jedenfalls den wichtigsten Arbeiten der letzten Zeit über die Zoogeographie der austromalayischen Subregion zuzu- rechnen und dürfte auch mit Hinsicht auf die gewissenhaften tabellarischen Zu- sammenstellungen noch lange ihren Wert beibehalten. F. Werner (Wien). 40 Amphibia, Reptilia. 101) Bouleiiger, George A., Reptilia und Amphibia. In: A Vertebrate Fauna of tlie.Malay Peninsula from the Isthmus of Kra to Singapore including the adjacent Islands. London 1912. 294 S., 79 Textfig., 1 Kartenskizze der Malay. Halbinsel. Die Kenntnis der Reptilien- und Amphibienfauna der Malayischen Halb- insel ist in den letzten Jahrzehnten durch S. S. Flow er, F. F. Laidlaw, A. L. Butler, H. C. Robinson und den Autor des obengenannten Werkes mächtig gefördert und einem Abschluß wenigstens so weit nahe gebracht worden, daß sich eine Übersicht der gewonnenen Kenntnisse nicht nur als nützlich, sondern sogar als notwendig erweist und es bildet das vorliegende Buch zusammen mit des Verf. früherer Bearbeitung derselben Tierklassen in „The Fauna of British India'" (1890) eine unentbehrliche Grundlage für spätere Forschungen, wie wir sie nicht für viele andere Tropengebiete besitzen. Wie sehr die Zahl der bekannten Arten der Halbinsel in der letzten Zeit gestiegen ist, ergibt sich aus der Zusammen- stellung der Zahlen, die Flow er 1899 angibt; er kannte damals 182 Reptilien und 42 Batrachier, Boulenger 1912 aber 238 Reptilien und 6G Batrachier. Das Buch, welches wie die „Fauna of British India" ganz nach der Art der berühmten „Catalogues" des British Museum abgefaßt ist, bringt nur wenige Be- schreibungen neuer Arten, aber vollständige Gattungs- und Artdiagnosen, Be- stimmungstabellen für alle behandelten Arten und die wichtigsten auf das Ge- biet bezüglichen Literaturangaben. Die Abbildungen sind z. T. der „Fauna of British India" entnommen. In bezug auf die Nomenclatur verhält sich der Verf. ablehnend gegen die neuerdings vorgeschlagenen Gattungsnamen und behält z. B. bei den Schildkröten die Namen Geooynjda, Damonia, Thalassoclulijs bei, verwirft ebenso den Gattungsnamen Bogania für Trionyx siihplanus. F. Werner (Wien). 102) Tan Deiilmrgh, Johll, Notes on Ascaphns, the Discoglossoid Toad of North America. In: Proc. Calif. Acad. Sc. Fourth Ser., Vol. III, 21. Dez. 1912, S. 259 — 264. Die Auffindung einer Gattung der bisher ausschließlich auf die paläarctische Region beschränkt geglaubten Familie der Discoglossidae in Nordamerika (Humptulips, Chehalis County, Washington) ist von großem Interesse gewesen; aber 12 Jahre lang ist kein weiteres Exemplar dieser Art gefunden worden und man argwöhnte bereits, daß das Originalexemplar altweltlicher Herkunft sei. Nun wurde die Art durch E. C. Van Dyke auf dem Mt. Rainier im Mt. Rainier Nationalpark (Pierce County, Washington) wiedergefunden, doch ging das Exem- plar bei dem großen Brande von San Francisco im Jahre ] 9ü6 zugrunde; doch konnte Mr. Slevin 1911 in derselben Gegend drei weitere Exemplare sammeln und zwar in 6000' Höhe. Es ist dadurch die Möglichkeit gegeben, diesen merk- würdigen Frosch neu zu beschreiben, an dem die auffallendste Eigenschaft die ist, daß der Larvenschwanz persistiert. Sowohl bei dem Exemplar Van Dykes als bei den drei übrigen, die nach allen Merkmalen erwachsene Männchen sind, ist er erhalten und bei 41 mm Gesamtlänge 8 mm lang. Von einem der drei Exemplare wurde das Skelett präpariert, das 10 opisthocöle Wirbel erkennen läßt, von denen nur der erste keine, der fünfte die kürzesten Diapophysen be- sitzt, diejenige des 2. — 4. Wirbels tragen kurze Rippen. F. Werner (Wien). 103) Flllirniiiuil^ 0., Le Genre Typhlonectes. (0. Fuhrmann und Eug. Mayor, Voyage d'Exploration scientifique en Colombie.) In: Mem. Soc. Neu- chäteloise des Sei. Nat., Vol. V, S. 112-138, 21 Textfig., 1912. / Amphibia, Reptilia. 41 Verf. hat nicht allein beobachten können, daß Typliloncdes naians (Fischer) wirklich vollkommen aquatisch lebt, daß also diese Gattung sich in ihrer Lebens- weise weit von den übrigen nach Art der Regenwürmer lebenden Apoden entfernt, sondern er hat auch durch Untersuchung der Originalexemplare der drei be- kannten Arten (außer der obengenannten noch T. cowprvsskauda (D. B.) und T. dorsalis (Peters)) allerlei bemerkenswerte Eigentümlichkeiten der Anatomie und Histologie dieser merkwürdigen Tiere feststellen können. Es hat sich heraus- gestellt, daß auch ihre Körperform, der Bau ihrer Atmungsorgane, das Fehlen von Drüsen der Mundhöhle und der Trachea ebenso wie ihre Nahrung (Fische) auf aquatische Lebensweise hinweist. Sowohl diese Lebensweise, als auch der Bau des Schädels, an dem das Litermaxillare nicht mit dem Nasale verwachsen ist, und die starke Entwicklung beider Lungen, ebenso die Struktur des Haut- und des Mundhöhlenepithels scheinen darauf zurückzuführen zu sein, das Typldo- nedcs eine primitive Gattung von Apoden vorstellt. Weitere Untersuchungen an einem reicheren Material müssen uns zeigen, ob diese anscheinend primitiven Merkmale nicht durch die Anpassung an die aquatische Lebensweise zu er- klären sind. F. Werner (Wien). 104) Boilleilger, G. A., Second Contribution to our Knowledge of the Varieties of the Wall-Lizard (Lacerfa muralis). In: Transact. Zool. Soc. London, VoL XX, Pt. 3, S. 135— 230, Taf. XVI— XXIII, Textfig. 1— 4, Fe- bruary 1913. Dieser neuerliche wichtige Beitrag zur Mauereidechsenfrage besteht aus einem Nachtrage zum ersten Teile und drei weiteren Abschnitten, welche die Mauereidechsen der Ostküste und der Inseln der Adria, von Griechenland, ferner die des griechischen Archipels, schließlich diejenigen von Südrußland, Konstan- tinopel, Kleinasien und Nordpersien behandeln. Den Schluß der durch zahlreiche ausgezeichnete photographische Abbildungen illustrierten Arbeit bildet eine Auf- zählung der behandelten Varietäten, eine Tabelle der Verwandtschaftsbeziehungen, sowie ein Verzeichnis der im British Museum befindlichen Exemplare mit Angabe des Fundortes. Die Arbeit ist durch die Genauigkeit der Beschreibungen und der Maß- angaben sehr wertvoll und bringt seit Bedriagas großer Monographie „Beiträge zur Kenntnis der Lacertidenfamilie" endlich die lang ersehnte Ordnung in die öst- lichen Mauereidechsenformen, wofür man bei der schauerlichen Verwirrung, die bisher in dieser Gruppe herrschte, dem Autor gar nicht genug dankbar sein kann. Freilich wird die Art und Weise, wie er sich mit dem Gegenstande abgefunden hat, sicherlich nicht immer ohne Widerspruch bleiben. So erscheint dem Ref. die Aufnahme der L. melUsscllensis in die /??»Hflna-Gruppe entschieden untunlich und ebenso dürfte wohl auch der Autor der L. Iwrvathi sich dagegen wehren, diese Art in die nähere Verv»'andtschaft von L. muralis zu versetzen, wohin unser Autor sie stellt. Griechische Festlandseidechsen {livadJtiaca Werner) aus der fin- wrt;?a-Gruppe scheinen ihm nicht vorgelegen zu haben, sonst würde er sie nicht kurzweg in die Synonymie der fiumana gestellt haben. Mit der Uvadhiaca scheint auch die Mauereidechse von Kreta identisch zu sein. Zweifellos wird diese Schrift, in der die unglaublich variable Lacerla muralis in allen ihren zahlreichen Formen zusammenhängend und mit größter Ge- wissenhaftigkeit beschrieben und abgebildet ist, für die Zukunft eine verläßliche und wertvolle Grundlage für alle weiteren Untersuchungen übel- dieses so überaus schwierige Thema bleiben, mag auch im einzelnen noch manche Form eine andere Deutung finden und in Zukunft anstatt einer bloßen Aneinanderreihung der 42 Aves. Formen, die ja teilweise unmerklich ineinander übergehen, eine der verschiedenen phylogenetischen Wertigkeit dieser einzelnen Formen entsprechende Platz greifen. F. Werner (Wien). yi05) Boiileiiger, G. Ä., On the Geographical Races of Vipera ammo- dytos. In: Ann. Mag. Nat. Hist. (8) XI, S. 283 — 287, Taf. V, 1913. Verf. fügt den bisher von ihm unterschiedenen Rassen der Sandviper: forma typica von Steiermark, Kärnten, Krain, Südtirol, Ungarn, Dalmatien, Bosnien, Mon- tenegro [auch von Küstenland, Istrien und der Herzogowina. Ref.]; var. monian- doni von Rumänien und Bulgarien, var. meridionalis von Griechenland, Kleinasien und Syrien noch eine var. travscancasiana hinzu, die durch die nach Art der Vipera aspis quergebänderte Rückenzeichnung auffällt. Es gibt also von allen drei Formen der berus-aimnodi/tes-Gvn\)-pe eine rauten- oder zickzackfleckige und eine quergebänderte Form (F. icnts typica und bosnimsis, V. aspis liugyi und iypica, V. ammodytcs iypica und transcaucasiajm; auch von V. lebetina : xantlnna und numritanica). Ähnliches wird auch bei Zomw/.s- Arten (aJgints, ravergi(ri) be- obachtet. Bemerkenswert, wenngleich vom Autor nicht hervorgehoben, ist die Tatsache, daß die nördlichen Sandvipern viel größere Dimensionen erreichen als die südlichen und über 80 cm lang werden können, während var. monlainloni und transcaucasiana wenig über 60, var. meridionalis kaum 40 mm erreicht (Aus- nahmen sehr selten: Ionische InselnlJ. F. Werner (WienJ. Hierzu: Nr. 3, 4. Ayes. 106) Scliaul), S., Die Nestdunen der Vögel und ihre Bedeutung für diePhylogenie der Feder. In: Verh. Naturf. Ges. Basel, Bd.23, S. 131— 182, 18 Fig., 1912. Die einfachen Neoptile der Tauben gaben Anlaß, in diesen Gebilden einen Übergang zwischen der Reptilienschuppe und der Vogelfeder zu sehen; deshalb bezeichnete man sie als erste Federgeneration und als primitives Federkleid der Vorfahren der heutigen Vögel. Jetzt ist bekannt, daß die Nestdune und die definitive Feder Produkte desselben Federkeimes sind, indem sie ohne Unter- brechung ineinander übergehen. Speziell wurde das Federkleid von Ehinochctus juhatus untersucht, wo sich alle Neoptile als die Spitzen der späteren Federn erwiesen. Auch die Dunen be- teihgen sich hier an der Bildung des Nestkleides: ihnen kommen nun ebenfalls, allerdings meist kleine, rudimentäre Neoptile zu; doch können diese auch größer sein und auf Puderdunen sitzen oder aber ganz fehlen. Wo zwei scheinbare Neoptile übereinander saßen, war das obere, ungefärbte eine echte Nestdune, das zweite, gefärbte und mit körnchenartigen Verdickungen versehene der oberste Teil der definitiven Dune, ein Deuteroneoptil. Das Neoptil ist nach unten immer durch eine sekundäre Spulenbildung abgegrenzt, die auf eine Unterbrechung in der normalen Federbildung zurückzuführen ist. Demnach ist nur bei der Mause- rung die Spule die Grenze zwischen zwei Federgenerationen. lihinoehetiis zeigt nun zwei verschiedene Arten des Zusammenhangs zwischen Neoptil und bleibender Feder. Die großen Neoptile der Konturfedern haben an ihrer Basis eine Spule, gebildet aus der Federscheide und den von ihr um- schlossenen Ästen der definitiven Feder, die hier ohne Unterbrechung in die des Neoptils übergehen. Da allerdings die Konturfeder mehr Äste hat als dieses, so ist bei ihr eine Vermehrung davon eingetreten. Bei den kleinen Nestdunen da- Aves. 43 gegen sind die Äste und die Federscheide völlig und untrennbar miteinander verwachsen, so daß eine erste Federgeneration auf der bleibenden Feder vor- getäuscht wird. Offenbar besaß die ursprüngliche Vogelfeder von dem Moment an, da ihre Spitze fertig ausgebildet war, ein gleichmäßiges, kontinuierliches Wachstum und durchweg eine gleichmäßige Differenzierung. Dann wurde ihr Ausbildungsprozeß in zwei zeitlich verschiedene Abschnitte zerlegt: die Federspitze entfaltete sich und ergab eine für die Bedürfnisse des Nestlebens ausreichende Körperbedeckung; nach einer Ruhepause setzte sodann das Hauptwachstum der Feder ein. Hatten ursprünglich alle Federn und Dunen ihre Neoptile, so reduzierten sich diese später namentlich bei den letztern. Davon zeigt das Nestkleid die deutlichsten Spuren. Also sind die kleinen Nestdunen aus den großen Neoptilen der Konturfedern hervorgegangen und die Differenzierung der Neoptile ist zu einer Zeit erfolgt, als das Federkleid der Vögel noch aus gleichmäßigeren Elementen bestand als jetzt. Die Aufgabe der Neoptile war immer Kälteschutz, wohl auch Schutzfärbung; das ursprüngliche gleichartige Federkleid hat sich dagegen in die verschiedenen Federarten mit ihrem reichen Farbenschmuck ausgebildet. Die Gleichartigkeit der Nestdunen ist ein Beweis dafür, daß ein noch nicht in Felder und Fluren ge- gliedertes, gleichmäßiges Kleid der Vögel bestanden hat. Wenn auch das Dunen- kleid selber gegenüber seinem ursprünglichen Zustand rückgebildet sein kann, so ist das doch wohl am wenigsten da eingetreten, wo es heute noch wichtige Funktionen erfüllt. Eine primitive Eigenschaft der Neoptile ist wohl die Färbung; ein Fortschritt dagegen die bereits erwähnte Vermehrung der Äste in der bleiben- den Feder. Da an den Neoptilenstrahlen winzige Spitzchen oder ganz kleine Verdickungen auftreten, so darf man annehmen, daß dies die Reste der Wimpern der Urfeder seien. Die Neoptile des Straußes sind schaftlos, und ihre Strahlen treten in gleicher Höhe zu einer etwa 4 mm langen Spule zusammen; die o bis 4 bandförmigen unter ihnen sind die Verlängerungen des Schaftes, die andern die der obersten Äste der bleibenden Feder. In vielen Fällen tritt hier noch eine zweite, sogar dritte Wachstumsunterbrechung auf, wieder ein Rohr bildend, das dorsal vollständig, seitlich längsrissig, ventral aufgeschlitzt ist. Das w'eist darauf hin, daß die ursprüngliche Feder ein Rohr bildete, das von einer ventralen Längsspalte aus in Äste zerlegt wurde, die nach und nach auf die Dorsalseite übergriffen. Demnach ist der Schaft der dorsale Teil dieses Feder- rohres. Bei Casuarius galeatus besteht das Neoptil aus einem Schaft, der aus 6 bis 8 Ästen gebildet ist, die eine Hälfte der Spule bildet und dann in den Federschaft übergeht; dazu kommen 4 — 6 Schäfte, die verwachsend die andere Hälfte der Spule ergeben. Die Sporen an den Schwingen sind dadurch zustande gekommen, daß die Differenzierung in Schaft und Äste unterblieben ist. Die Ciconiiforraes haben an den Schwungfedern eigenartige Verhältnisse. Die Nestdune bildet an ihrer Basis eine Spule; unter ihr erscheinen Äste wie von gewöhnlichen Konturfedern, die unter einer fast strahlenlosen Partie in die Äste der Schwingen übergehen. Diese Stufen sind auch durch Vermehrung der Astzahl gekennzeichnet. Offenbar handelt es sich um drei verschiedene Erwer- bungen, von denen die Schwungfeder das jüngste Stadium der Federphylogenie darstellt. Gleich verhalten sich dieselben Federn der Falconiformes, bei denen nach dem ersten aus echten Nestduneu gebildeten Dunenkleid ein zweites erscheint, das aus langen, dünnen und zwischen den Konturfedern sitzenden Dunen besteht. Die Anseriformes haben ein Nestkleid wie die Ratitae. Die Schwanzneoptile sind sehr groß, und alle Dunen echte FederU; was offenbar mit der laugen Funktions- 44 Aves. dauer dieses Kleides zusammenhängt. Bei den Galliformes ist die Neoptilenspule an den Schwingen und obern großen Deckfedern unvollkommen ausgebildet. Die weißlichen Borsten, mit denen die ausschlüpfenden Jungen der Cuculiformes aus- gestattet sind, dürfen als umgewandelte Neoptile aufgefaßt werden ; sie beschränken sich auf die Spitzen der Konturfedern und unterscheiden sich von den echten Neoptilen durch die mangelnde Differenzierung der Äste und Strahlen. Für die Striges ist die geringe Astentwicklung der Neoptile und der bleibenden Feder eigentümlich. Die Nestjungen der Pici sind nackt; ihre Neoptile erscheinen rudi- mentär. Nur die Äste der Schwungfedern endigen zu einer Art Spule verschmolzen, die wohl ebenfalls der Rest eines frühern Neoptils ist. Auch bei den Fasseri- formes sind die spärlichen Neoptile wiederum die Spitzen der definitiven Fedeni. K. Bretscher (Zürich). 107) Nützlichkeit des Taniiouhähers. In: Forstwiss. Zentralbl., Bd. 37, H. 4, S. 232, 1912. In einem 650 m über NN gelegeneu Revier des Fichtelgebirges wurden 200 ha Kie- fern von den Raupen des Kiefernspanners {Bupalus piniarius) kahl gefressen. Unter der Bodenstreu lagen auf 1 qm bis zu 300 Puppen. Nucifraga caryocafactes räumten unter diesen so auf, daß später beim Nachsuchen nur vereinzelte Puppen gefunden werden konnten. Eckstein (Eberswalde). 108) Gerlacb, Ausführung des Bauchachnittes zur exakten Feststellung des Geschlechts der Waldschnepfe. In: Vereiusscbr. f. Forst-, Jagd- und Naturk. Jahrg. 1911 12, Nr. 11, S. 600—605. Es wird das Verfahren angegeben, nach dem der Jäger das äußerlich nicht erkennbare Geschlecht erlegter Schnepfen feststellen toll, ohne die Schnepfe durch die Operation zu entwerten. Die Untersuchungsergebnisse sollen in Fragebogen eingetragen werden. Eckstein (Eberswalde). 109) The gTOUSe in liealth and in disease being the final Report of the Committee of inquiry on grouse disease. 2 Bde. London (Smith, Eider & Co) 1911. 4°. 662 S., 31 Abbild., 59 Buntdrucktaf. im Text, Jl 25,—. Tetrao ."coticus, das schottische Moor- oder Schneehuhn, Grouse, ist Gegen- stand der umfangreichen Monographie, die ihre Entstehung dem Auftreten von Krankheiten unter diesem Jagdgeflügel verdankt. Systematische Stellung und Biologie, Anatomie und Physiologie. Der Federwechsel gesunder und kranker, männlicher und weiblicher Hühner, Farbvarietäten. Die Nahrung des jungen Grouse wird durch Untersuchung von Kropf und Magen festgestellt; sie besteht aus Pflanzen (Calluna^ Vaccinmn etc.) und Tieren (Insekten). Die Bedeutung der Steinchen im Magen.. — Die Ursache des Sterbens, Geschichte der Calamität; Strongylosis (Trichosirongylus pergracilis), Coccidiosis {Eimcria aviwn), besonders der jungen Moorhühner und Tauben, bei Federvieh und Jagdgeflügel; patholo- gische Erscheinungen; parasitische Protozoen (LeucocytosoonlovafiSeligm.n.Samh., Spirochaeta higopodis n. sp., Hacmojjrofeus mansoni Samb.) im Blut; TricJwmonas cbci't/ri, Spirochaeta lovaü n. sp., Amoeba lagopodis n. sp., Monocystis sp.? im Darm. — Die Grousefliege Ornithomyia lagopodis als wahrscheinlicher Z wischen wirt. — Ce- stoden (nach Shipley in Proc. zool. Soc. London 1909) Taenia (Davainea) uro- galli Modeer, T. cesticillus (Molin), T. (Hymenol(pis) microps Dies. — Ectoparasi- ten: Mallophaga {Gonlodes tetraonis Denny, Nirmus camerafus Nitzsch), Diptera {Ornitliomyia lagopodis Sharp., Scatophaga stercoraria L.), Siphonaptera {(kralophyl- lus gallinulae Dale, G. garei Rothsch.), Ixodidae (/. ricinus L.), Tyroglyphidae {T. farinae Gerv.), Gamasidae (G. coleopiratortmi L.). Die Beziehungen zwischen den Ectoparasiten und Entoparasiten. Arion empiricornm (Nacktschnecke), welche von den Moorhülmern gern gefressen wird, scheint nicht der Zwischenwirt der Cestoden zu sein. Eckstein (Eberswalde), Hierzu: Nr. 37—39. Mammalia. 45 Mammalia. 110) Böhiiierle, E., Die Grund ung der Murraeltierkolonien im Rox- und Schnee- alpegebiet in Steiermark. Tn: (')3terreicbi8che Vierteljahi-dschr. f. Forstwesen, HeftI, S. 107—109, 1912. P.öhmerle gibt einen Bericht über die gehingene Aussetzung von Murmeltieren, die aus Vorarlberg bezogen warden, über ihre Einbürgerung und Vermehrung. Eckstein (Eberswalde). 111) Korwarzick, R. (Wien, Hochschule für Bodenkultur), Einige Bemer- kungen zu Prof. Dr. W. Sallae Vortrag „Die Geweihbildung der Jetzt lebenden Hirscharten der Alten und Neuen Welt. In: Zentralbl. f. d. ges. Forstwesen, Bd. 38, H. 2, S. 69—77, 1912. Das jährlich abgeworfene, mit dem Schädel in lockerer Verbindung stehende Geweih kann nicht benutzt werden, einen Stammbaum der Hirsche aufzustellen. Von einer genau bekannten Abstammung der Cerviden kann man noch nicht sprechen. Die geologischen Funde berechtigen hierzu nicht. „Die heutige Syste- matik der hirschartigen Tiere nach dem Geweih taugt zu gar nichts." Hinweis auf Rütimeiers Arbeiten von 1880, 1881 und 1883. Eckstein (Eberswalde). 112) Matscliie, P., Die 18. deutsche Geweihausteilung zu Berlin 1912. In: Deutsche Jäger-Ztg. Bd. 58, Nr. 37, 42, 43, 44, 46—52, S. 569—574, 649 —657, 669—673, 685 — 690, 717—722, 733—738, 749—759, 769—774, 785 — 791, 801—808, 817—818, 1912. Matschie hat in seinen früheren Berichten und Abhandlungen über Geweih- ausstellungen Rassen des Cerviis elaphus unterschieden und nach der Geweihform mehr oder minder scharf gekennzeichnet. Er ist in der Lage, nachzuweisen, ob in diesem oder jenem Wildpark Kreuzungen zwischen Rotwild (C. elaphus) mit Wapiti, Altai-Hirsch und anderen Arten vorgekommen sind. Die aus den ver- schiedenen Flußgebieten Deutschlands stammenden Geweihe werden an der Hand ihrer Eigentümlichkeiten gekennzeichnet. C. daplnts albicus, wie er in der Mark charakteristisch auftritt, zerfällt in Ostpreußen in zwei Rassen, die eine mit regel- mäßig gebildeter Krone, die andere mit doppelter Kronengabelung. Das Geweih des Küstenhirsches trägt alle Enden nach innen gerichtet. Der Inlandshirsch ist durch eine Doppelgabel der Krone ausgezeichnet. Im Rheinland tritt C. elaphus germanicus (Ardennenhirsch) und C. elaphus rhcnanus, daneben ein C. elaphus virsur- gensis auf. In Sachsen- Weimar wurde die Einfuhr von Hirschen aus der Theiß- gegend, in Schwarzburg Kreuzung mit Hirschen aus Spalta bei Warschau nach- gewiesen. Ähnlich werden Rassen des Rehes (Cervus capreohis) unterschieden. Man muß diese zoologischen Angaben aus jagdsportlichen Angaben herauslesen, Eckstein (Eberswalde). 113) Matschie, Markierkämme an Geweihen. In: Deutsche Jäger-Ztg., Bd. 58, Nr. 52, S. 829—830, 1912. ,, Markierkämme" sind scharfe Kanten an der Stangenvorderseite, welche ein fehlen- des Ende ersetzen. Eckstein (Eberswaldc). 114) Fricke, Beobachtungen über die Entwicklung des Rehgehörns. In: Zeitschrift des Allg. Deutsch. Jagdschutzvereins, S. 136 — 137, Jahrg. 1912. Nach Beobachtung au gefangen gehaltenen Böcken bearbeitet der Bock die sich bildenden Stangen des Geweihes häufig mit den Hinterläufen Verf. meint, daß dadurch die Stellung der Stangen beeinflußt werde.— Bley meint (Wild und Hund Jahrg. 1912, Nr. 24, S. 430), daß die Drüsen an den Hinterläufen der Cei-videu mit dem Geschlechts- trieb in Zusammenhang stehen. — v. Fürst (ebenda Nr. 22, S. 394) hat Bley, der den Gedanken in Meerwar ths ,, Lebensbildern aus der Tierwelt" ausgesprochen hatte, des- Eckstein (Ebers walde). 46 Mammalia 116) Nehring', Altersbestimmung des Rotwildes nach dem Gebiß. In: Hubertus, Jahrgang 1912, Nr. 38, S. 598—603. Die Abnutzung der Zähne des Rotwildes {Cervus elaphus) wird an der Hand von Abbildungen beschrieben und Regeln angegeben, wie nach den Befunden, zumal an den Zähnen des Oberkiefers, das Alter der Hirsche zu bestimmen ist. Eckstein (Eberswalde). 116) Schäfer, V., Vom Maral. In: Wild und Hund, Jahrg. 1912, Heft 48, S. 874—875. Verf. berichtet über die Quälereien, denen der Maralhirsch [Cervus maral) beim Absägen des zu Heilzwecken verwendeten unvollendeten Bastgeweihes unterworfen wird. Eckstein (Eberswalde). 117) Kvmze, Arnold, Über die Brustflosse der Wale. In: Zool. Jahrb.; Abt. Anat., Bd. 32, Heft 4, S. 577—651, Taf. 33—35, 27 Textabb., 1912. Die Untersuchungen erstrecken sich auf 4 Zahnwal- und 4 Bartenwalarten, und zwar konnten die Flossen von 11 embryonalen und 35 erwachsenen Phocaena communis Cuv., von 2 erwachsenen Tursiops tursio Fabr., von je 1 erwachsenen Glöbioccplmlus melas Traill. und Delplmmpterus leucas Pallas, von 6 embryonalen und 1 erwachsenen Balaenoxiiera horealls Lesson, von 2 embryonalen JBalaenoptera physalus L., von 1 erwachsenen Balaenopiera aciito-rostrata Lacepede und endlich 2 embryonalen Megaptera nodosa Bonnaterre bearbeitet werden. Bei PJiocaena communis setzt sich der Carpus in den weitaus meisten Fällen aus nur 7 Stücken zusammen: Radiale, Intermediura, Carpale I, Carpale III, Car- pale IV, Carpale V und Pisiforme. Dazu können gelegentlich noch 3 weitere Handwurzelelemente treten (Ulnare, Carpale II und Praepollex), jedoch niemals alle 3 an einer Flosse oder auch nur bei einem Individuum gleichzeitig. Niemals wurde der Rest oder die Andeutung eines Centrale gefunden. Die Ausbildung des Pisiforme ist eine sehr wechselnde, es verknöchert aber niemals, ebenso- wenig wie der bei nur 3 erwachsenen Tieren nachgewiesene Praepollex. — Die von Leboucq und Kükenthal angenommene Abnahme der Phalangenzahl von einem gewissen embryonalen Alter an findet nur in einem Teil der Fälle und auch dann nur in sehr geringem Grade statt. Die Phalangenzahl beim erwachsenen Tiere beträgt in den meisten Fällen 2 ; 9 ; 9 ; 5 ; 3, also etwas mehr als die zahl- reichen Angaben in der Literatur. In einigen Fällen wurden beginnende Abspal- tungen am 2. Finger beobachtet. — Bei Tursiops tursio zeigt die Anordnung der Carpalelemente große Ähnlichkeit mit der hei FJtocaena; die Zahl der Phalangen ist etwas größer als die, die frühere Untersucher (die wohl nur die Anzahl der Knochen- kerne berücksichtigt haben) angeben. — Für Glohiocephalus und Delphinapterus wird nichts wesentlich Neues mitgeteilt, nur zeigte der 4. Finger beider unter- suchten Flossen von Delphinapterus eine gabelartige Spaltung. Die beiden untersuchten Föten von Megaptera sind die kleinsten bisher über- haupt untersuchten Knölwalföten (7,4 und 34 cm). Bei dem jüngeren besteht der Carpus rechts aus 8 völlig gesonderten Elementen (Radiale, Intermedium, Ulnare, Pisiforme und 4 Carpalia), links aus 7 (Ulnare und Carpale V schon verschmol- zen); bei dem größeren sind weitere Verschmelzungen eingetreten, so daß nur noch 5 gesonderte Carpalelemente vorhanden sind. Die Basen der Metacarpalia des kleineren Fötus zeigen eigenartige Spaltbildungen, deren Bedeutung unklar ist. Bei Balaenoptera horealis besteht der Carpus aus 6 Elementen (Radiale, Inter- medium, Ulnare, einem großen Pisiforme und zwei Carpalia); die Zahl der Pha- langen ist etwas größer als in der Literatur bisher angegeben. Aus der Unter- suchung der Muskeln, Nerven und Gefäße wird der Schluß gezogen, daß bei der vierfingerigen Furchenwalhand der 1. Finger ausgefallen ist und nicht, wie Kü- kenthal annahm, der 3. Finger. Es wird nämlich nicht nur das 2. Interstitium Maminalia. 47 von 2 Nervenstämmen (N. medianus) versorgt, sondern auch, das dritte (N. ulna- ris); der Schluß also, daß wegen dieser Nervenversorgung im 2. Interstitium ein Finger ausgefallen sein müsse, verliert hierdurch seine beweisende Kraft, wenn das 3. Interstitium, in dem sicher kein Finger ausgefallen ist, ebenso versorgt ist. Der Knorpelstab im 2. Interstitium beim Finwal wäre dann als Neuerwerbung (nicht als Rudiment des 3. Fingers) aufzufassen, entsprechend den Phalangenspalt- bildungen bei Zahnwalen. Sowohl der Musculus extensor als auch der M. flexor digitorum communis sendet zu jedem der 4 Finger eine Sehne, was es auch sehr wahrscheinlich macht, daß der fehlende Finger der Daumen ist. — - Die Venae comitantes bilden beim Seiwal im Gebiet der Flosse ein ununterbrochenes, außer- ordentlich dichtes, mantelartiges Geflecht innerhalb der Adventitia der Arterien. Die Untersuchung der Flossen von Balaenoptera acido-rostraia und B. pltysnlus er- gab nichts wesentlich Neues. Jap ha (Halle a. S.) /^118) ScLinidtii'eii, Otto, Neue Beiträge zur Kenntnis der hinteren Ex- tremität von HaUtherium schinsi Kaup. In: Zool. Jahrb., Suppl. XV, 2 (Festschrift f. Spengel), S. 457—498, Taf. 29, 2 Textfig., 1912. In zwei großen Gruben bei Flörsheim am Main, in denen der fossilreiche Rupelton abgebaut wird, sind in den letzten Jahren 5 Skelette von HaUtherium sdniiii gefunden worden, bei denen allen Reste der hinteren Extremität erhalten waren. Zunächst werden die Becken sehr genau beschrieben, dann die Femora. Der Vergleich der verschiedenen Hüftbeine zeigt eine große Verschiedenheit in der Rückbildung dieses Knocliens, so daß sich alle Übergänge von der phylo- genetisch älteren bis zur nächsten jüngeren Form finden; ferner ist an einem und demselben Becken der Reduktionsgrad für die einzelnen Beckenelemente oft sehr verschieden. — Die Femora zeigen, daß die Rückbildung dieser Knochen lange nicht so weit vorgeschritten war, wie man bisher angenommen hat, und fast alle Einzelheiten der 01)erschenkel der Säugetiere lassen sich an ihnen noch nachweisen, auch die beiden Condylen, die Fossa intercondyloidea, sogar die Epicondylen finden sich; hieraus wird gefolgert, daß noch eine rudimentäre knö- cherne Tibia vorhanden war. Trotzdem muß als ausgeschlossen gelten, daß die hintere Extremität bei Ilalitherium noch funktionsfähig war. Japha (Halle a. S.) 119) Rörig, G., Über einen Hasen-Kaninchenbastard aus freier Wild- bahn. In: Deutsche Jäger-Zeitg., Bd. 58, Nr. 39, 40, 41. S. 601—608, 617—623, 633—637, 1912. Ein aus der Nähe von Hamburg stammendes Kaninchen (CuniculKS cuniculus L), wurde untersucht. Geschichtliche Einleitung; die bisher bekannten anatomischen Unterschiede zwischen Hasen und Kaninchen; Verf. konnte weitere Unterschei- dungsmerkmale feststellen, so an Choanenöffnung, Jochbogen, Radius und Ulna, Gliedmaßenlänge, Nagelgliedern der Zehen, ferner an dem Processus palat. oss. su- pramaxill., dem Jochbogen und Zwischenscheitelbein. Die äußere Erscheinung des fraglichen Tieres: unter dem langen weichen grauen Seidenhaar finden sich an einzelnen Stellen kurze straffe gelbe Haare. Nach Gay ots und S an ssons Beobachtungen bei Leporidenzuchten treten in der zweiten Generation regelmäßig seidenhaarige Exemplare auf, so daß der Pelz des Tieres dieses als Kreuzungsprodukt kennzeichnet. Da auch die Maße sämtlicher in Be- tracht kommender Skeletteile in der Mitte zwischen den für Hase und Kaninchen giltigen Zahlen stehen, handelt es sich um den ersten wissenschaftlich unter- suchten Bastard zwischen Hasen und Kaninchen aus freier Wildbahn : Lepus euro- paeus L. X Cuniculus cuniculus L. Eckstein (Eberswalde). 48 Kleine Mitteilungen. 120) Ostermayer, N., Muffelwildbestände Ungarns. In: Hubertus, Jahrg. 1912, Nr. 17.^ 34, S. 262—264, 538. Das seit einigen Jahren auch in Deutschland acclimatisierte und in Jagd- reviere ausgesetzte Muffelwild {Muslition europaens) ist in Ungarn seit 1868 ein- gebürgert. Die Reviere und die Erfolge werden aufgezählt. Vgl. ebenda 1894 (Nr, 22), 1906 (Nr. 50), 1908 (Nr. 4), 1911 (Nr. 4, 21), 1912 (Nr. 4, 6). — Das stärkste Gehörn, welches bekannt ist, stammt aus der Göhrde. Nur alte Böcke haben eine lebhafte Farbe. Aus Mangel am Felsgestein deformieren die Schalen (vgl. Weidmann 1912 Nr. 12, S. 177, 178). In Preußen steht der Mufflon seit kurzem unter dem Schutz der Jagdgesetze (Deutsche Forst-Zeitg., Neudamm, Bd. 58, Nr. 12, S. 249. 1912). Eckstein (Eberswalde). 121) Tscliachmaclitsclijaii, H., Über die Pectoral- und Abdominal-Mus- kulatur und über die Scalenus-Gruppe bei Primaten. In: Morph. Jahrb. Bd. 44, S. 297—370, 46 Fig., 10 Tab., 1912. Eine große Reihe wertvoller Einzelbefunde. Interessant ist besonders, daß sich der M. pyramidalis nur bei niederen Catarrhinae (Semnopüliecus ceplialopterus, Cercopitheciis pygerytJirns und Macacus cynomolgus) fand, bei den untersuchten Platyrrhinen und Halbaffen aber fehlte. P. Bartels (Königsberg). Hierzu: Nr. 5—12, 23—25, 32, 36—39. Kleine Mitteilungen. Versammlungen und Gesellschaften. American Authropological Society. Bei der Jahresversammlung, die gemeinsam mit der Sektion H der American Association for the Advancement of Science und der Anierican Folli-Lore Society in Cleveland (Ohio) vom 30. Dez. bis zum 2. Jan. abgehalten wurde, sprachen G. T. Ladd über; The Study of Man; N. H. Winchell über: Man and the Glacial period in Kansas; G. G. MacCurdy über: Evidences of Mans Great Antiquity; H. N. Wardle über: Description of the Tsantsa; R. B. Dean über: Three forms of the Human nose; The Nose of the Jew and the Quadratus Labii supe- rioris ; Wm. G. Farabee über: Pigmentation and Longevity. National Academy of Science in Washington. In der Festsitzung zur Feier des 50jährigen Jubiläums hat Theodor Boveri am 23. April über die materielle Basis der Vererbung gesprochen. Wissenscliaftliclie Anstalten. Das Eugenics Eecord Offlee, das im Jahre 1910 gegründet worden und dem Stu- dium der menschlichen Eugenik gewidmet ist, hat eine Erweiterung und Neugestaltung erfahren. Unter den umfassenden Zielen, deren Erreichung gefördert werden soll, nimmt das biologische Studium der menschlichen Vererbung eine bedeutende Stelle ein. Ein Stab wissenschaftlicher Leiter wird in einem neu zu errichtenden Gebäude, das den Zwecken der Anstalt dient, in jedem Frühjahr die Pläne besprechen, die verfolgt werden sollen, und im November sich Bericht über die Erfolge halten lassen. Dr. C.B. Daven- port ist 7,um Direktor ernannt worden. Der Acadia- Universität Neu- Schottland hat Dr. Ch. F. Myers aus New-York zur Errichtung einer biologischen Professur 100 000 Jl vermacht. Personalien. Prof. Adam Sedgwick, früher Professor der Zoologie an der Universität Cambridge und seit 1909 am Imperial College of Science in London, ist im Alter von 75 Jahren gestorben. BAND 3 ZENTRALBLATT FÜR ZOOLOGIE HEFT 2/3 ALLGEMEINE UND EXPERIMENTELLE BIOLOGIE Gescliiclite, Biograpliie. 122) Baer, K. E. V., Selbstbiographie. Gekürzt lierausgeg. von P. Con- radi. Leipzig und Riga (E. Bruhns) 1912. 8». 220 S., 1 Taf. Bei Gelegenheit der Feier seines 50jährigen Doktorjubiläums im Jahre 1864 verfaßte Baer eine Selbstbiographie, die 1886 in 2. Auflage erschien, in den letzten Jahrzehnten aber stark in Vergessenheit geraten ist. Um sie den weite- sten Kreisen von neuem zugänglich zu machen, veranstaltete Conradi die vor- liegende gekürzte Ausgabe, die alles, v^as nur ein wissenschaftliches Interesse bietet, ausschalten will. Ihre Aufgabe soll sein, einem persönlichen Zwecke zu dienen, nämlich dem, die Erinnerung an den Menschen Baer zu beleben und wachzuerhalten. Gerade bei Baer sind aber Mensch und Forscher so innig verknüpft, daß eine Scheidung zwischen beiden nicht möglich ist. Und so ist es nicht zu verwundern, daß auch in dieser gekürzten Ausgabe sehr vieles enthalten ist, was nur den Fachmann interessieren dürfte. Andererseits ist manches ausgefallen, was sich für weitere Kreise geeignet hätte, so vor allem die schöne Charakteristik Döllingers in dem Kapitel über Würzburg, die auch auf den Menschen Baer ein helles Licht wirft und zu den Glanzpunkten des Werkes gehört. Überhaupt ist der Abschnitt über Würzburg grausam verstüm- melt, und man erhält von einem der bedeutsamsten Abschnitte in Baers Leben ein durchaus ungenaues Bild. Von den wichtigen Anregungen, die ihm dort zu- teil wurden, ist keine Rede. Dagegen sind die langatmigen Ausführungen über die Ritter- und Domschule in Reval, die doch wesentlich nur ein lokales Inter- esse besitzen, unverkürzt wiedergegeben. Auch ist nicht einzusehen, warum die Ansichten Baers über Schulen und Schulbildung ausführlich mitgeteilt, seine sehr beachtenswerten Reformideen über das Universitätsstudium aber unterdrückt worden sind. Und wenn man auch dem Herausgeber darin beipflichten wollte, daß er die rein fachwissenschaftlichen Darlegungen Baers über seine epoche- machenden entwicklungsgeschichtlichen Untersuchungen ausgelassen hat, so müßte man es doch entschieden beanstanden, daß das Kapitel über die zweite Periode m Königsberg (1819 — 1829j abgeschlossen wird, ohne daß das in ihr erschienene grundlegende Werk über „Entwicklungsgeschichte der Tiere" (1828) auch nur mit einem Wort erwähnt wird. Wollte man eine gekürzte Ausgabe der allerdings etwas weitschweifigen Selbstbiographie des großen Embryologen her- ausgeben, so hätte die Kürzung in ganz anderer Weise vorgenommen werden müssen. In der vorliegenden Ausgabe kann ich nur eine Verunstaltung des Baer- schen Werkes erblicken. W. May (Karlsruhe). 123) Metze, E., Emil du ßois-Reymond. Lebensbild eines Naturforschers. (Hum- boldt-Bibliothek, Heft 8.) 2. Aufl. Brackwede i. W. (W. Breitenbach) 1912. 8». 50 S. M 0,80. Diese Biographie ist eine zusammenfassende Neubearbeitung zweier Aufsätze, die Julius Rosenthal in den Jahren 1878 und 1897 veröffentlicht hat. Sie beleuchtet den großen Physiologen als Forscher, Redner, Schriftsteller und Denker und soll dazu bei- tragen, die vielen Vorurteile, die über ihn herrschen, zu beseitigen. W. May (Karlsruhe). Zentralblatt f. Zoologie, uUgem. u. experim. Biologie. Bd. 3. 4 50 Naturphilosophie, Methodenlehre. 124) Museum Caucasicuin, VI. Die Sammlungen des Kaukasischen Museums. Bd. VI, Teil I. Autobiographie vonDr. Radde (unbeendet). Teil II. Biographie Dr. Raddes. Verfaßt von K. F. Hahn. Mit 32 Taf, S. 1— IV und 1 — 172 (russ.), und I— IV und 1—193 (deutsch). Die Autobiographie G. Raddes ist von seiner Übersiedelung nach Rußland (1852) bis zum Jahre 1868 fortgeführt und umfaßt seine Reise in der Krim (1852 — 55) und die Tätigkeit in Ostsibirien (1855 — 1860), also bis zur Zeit der Übersiedelung in den Kau- kasus. Die Biographie Raddes in ihrem weiteren Verlaufe hat K. F. Hahn zum Verf. Mit diesem Bande ist das Werk „Die Samml. d. Kaukas. Museums" abgeschlossen. Eine Beschreibung der ethnographischen Abteilung unterblieb — sie wurde von Radde selbst aufgeschoben und kann erst nach Beendigung der Errichtung des neuen Museumsgebäudes und nach Bearbeitung des angehäuften neuen Materials, also nach 3 — 4 Jahren, statt- finden. C. Greve (Riga). Hierzu: Nr. 134, 136, 137, 139, 195. NaturpMlosopliie, Methodenielire. 125) Augersbach, A. L., Zum Begriff der Entwicklung. Jena (G. Fischer) 1913. 8°. 126 S. Jt 2,—. Der erste Abschnitt dieser Untersuchung betitelt sich: Kennzeichen der Entwicklung körperlicher Systeme. Er erörtert die Ansichten von Darwin, Spencer, Zöllner, Petzoldt, Matzat und Auerbach über Entwicklung und sieht als Kennzeichen einer „positiven" Entwicklung die wachsende Befähigung eines Organismus an, sich innerhalb einer vielgestaltigen Umgebung, die zahllose Angriffe aussendet, zu behaupten. Der zweite Abschnitt handelt über nervöse und geistige Entwicklung. Verf. stellt hier den Satz auf: Die Entwicklung des Nervensystems ist bestimmt, erstens durch seine eigene Struktur, zweitens durch die Veränderungen seiner Umgebung, sowohl der unmittelbaren wie der weiteren. Fernerhin setzt er sich mit den An- sichten von Darwin, Fechner, Spencer, Mach, Avenarius und namentlich Potonie über geistige Entwicklung auseinander und knüpft an einen Aufsatz des zuletzt Genannten „über die Entstehung der Denkformen" einige Erörte- rungen von allgemeinerem Interesse. Den Schluß bildet eine mehr systematische Behandlung des Problems der geistigen Entwicklung im Anschluß an die „Kritik der reinen Erfahrung" von Avenarius. W. May (Karlsruhe). 126) Arrlienius, S., Das Werden der Welten. Aus dem Schwedischen über- setzt von L. Bamberger. 9. — 13. Tausend. Leipzig (Akad. Verla gsgesellsch.) 1913. 8°. XII u. 232 S. 60 Abb. Jt 5,—. Verf. hat sich bemüht, die großen Fortschritte, die in den fünf Jahren seit dem erstmaligen Erscheinen seines bekannten Werkes auf kosmologischem Ge- biet gemacht worden sind, zu berücksichtigen, ohne den Rahmen seiner Arbeit zu verändern. Für den Biologen sind die Kapitel II: „Die Himmelskörper, be- sonders die Erde, als Wohnstätte lebender Wesen" und VIII: „Die Ausbreitung des Lebens durch den Weltenraum" von besonderem Interesse. W. May (Karlsruhe). 127) Bock, H., Einiges über Fernsehen und Voraussehen. In: Süddeutsche Monatshefte, Jahrg. 10, Heft 8, S. 121—126, iyi3. Verf. teilt einige Fälle von Fernsehen und Voraussehen mit, die teils ihn seibat, teils ihm nahestehende Menschen betrafen, W. May (Karlsruhe). 128) Dennert, Die neue Gottheit des kürzlich eröffneten monistischen Jahr- hunderts. (Schriften des Keplerbundes Nr. 8.) Godesberg (Naturwiss. Verlag) 1912. 8". 16 S. Ji 0,30. Naturphilosophie, Methodenlehre. . 51 Anknüpfend an den bekannten Ausspruch Ostwalds auf dem ersten Monisten- kongreß zu Hamburg untersucht Verf. die Beziehungen zwischen Wissenschaft und Welt- anschauung und kommt zu folgendem Ergebnis: Die Wissenschaft liefert der Welt- anschauung wertvolles Material, ja, eine notwendige Grundlage, insofern es sich bei ihr um die Natur und manche Beziehungen des Geistes zur Natur handelt, sie versagt aber in formaler und materialer Hinsicht für die inneren Verhältnisse des Ichs, für seine Be- ziehungen zu anderen Ichs und zu Gott. W. May (Karlsruhe). 129) Drews, A., Ein neuer Monist. In: Preuß. Jahrb., Bd. 152, Heft 2, S. 197—208, 1913. Kritische Besprechung des Werkes von Lipsius „Einheit der Erkenntnis und Ein- heit des Seins" (Leipzig 191.3). W. May (Karlsruhe). /130) Driesch, H., Über die Bestimmtheit und die Vorau.gsagbarkeit des Naturwerdens. In: Logos, Bd. 4, Heft 1, S. 62—84, 1913. An der Hand der neueren Naturwissenschaft einerseits und der neueren Logik andererseits versucht Verf. zu zeigen, daß Voraussagbarkeit des Künftigen aus dem Eindeutigkeits-, dem Gesetzeswesen des werdenden Naturwirklichen allein nicht folgt, wenigstens für den Menschen nicht. W. May (Karlsruhe). ^131) Driesch, H., Der Vitalismus als Grundlage einer Weltanschau- ung. Li: Süddeutsche Monatshefte, Jahrg. 10, Heft 8, S. 126—141, 1913. Die weltanschauliche Bedeutung des Vitalismus besteht nach Verf. darin, „daß in ihm das Dasein von Sachganzheiten, welche aus dem Wirken nicht- mechanischer Naturfaktoren erstehen, wahrhaft nachgewiesen wird". W. May (Karlsruhe). /l32) Krewer, M., Grundlagen einer organischen Weltanschauung (Bibliothek f. Philosophie, Bd. 5). Berlin (L. Simion Nachf.) 1912. 8°. 73 S. Jt 2.—. Verf. will dartun, was eine organische Weltanschauung ist, wie sie entsteht, sich entwickelt und zu welchen Folgerungen sie führt. Er stellt die organische der kirchlich-theologischen Weltanschauung gegenüber und sieht ihre Aufgabe darin, in der psychischen Welt einen Begriffsbau zu schaffen, der mit den Ele- menten der physischen Welt durch die direkte Wahrnehmung zusammenfällt und in seinen einzelnen Teilen sich mit ihr völlig überdeckt. An zwei Beispielen zeigt er, wie Begriffsbaue sich gebildet und organisch entwickelt haben. Aus wenigen elementaren, mit der direkten Wahrnehmung zusammenfallenden Begriffen, die von dem Willen zur Erkenntnis befruchtet waren, bildete sich der Begriffs- bau der Mathematik, der sich jahrtausendelang organisch entwickelte und uns zu der abstrakten Idee der Reduzierbarkeit einer unendlichen Mannigfaltigkeit von Erscheinungen zu der Einheit des Raumes und des Prozesses, zu der Identi- fikation einer chaotischen Vielheit in einer Einheit führte. Im alten Testament können wir verfolgen, wie einige elementare Begriffe, die der direkten Wahr- nehmung entnommen werden, wie Zeugung, Arbeit usw., nachdem sie von einem mächtigen Volkswillen zum Leben und zur Betätigung befruchtet waren, sich zu einem Begriffsbau der Moral organisch entwickelt haben, der in der praktischen religiösen Idee von der ewigen Einheit alles Seins gipfelte. W. May (Karlsruhe). /133) Miliot, Ch. S., Die Methode der Wissenschaft und andere Reden, übersetzt von Joh. Kaufmann. Jena (G. Fischer) 1913. 8*^. 205 S. Jt 5,—. Der bekannte amerikanische Embryologe hat in diesem Bändchen gelegent- lich seines Wirkens als Austausch-Professor im Winterhalbjahr 1912/13 an der 4* 52 Naturphilosophie, Methodenlehre. Berliner Universität eine Reihe seiner Reden und Ansprachen in deutscher Sprache erscheinen lassen. In dem von deutschen akademischen Gepflogenheiten oft ab- weichenden Gewände der amerikanischen Hochschulreden erörtert Verf. die Auf- gabe des Naturforschers in der Welt; Wissen und Praxis; die embryologische Basis der Pathologie; das Problem des Bewußtseins in seinen biologischen Be- ziehungen; genetische Interpretationen auf dem Gebiete der Anatomie; die Be- ziehungen der Embryologie zu den Fortschritten der Medizin ; gewisse Ideale der ärztlichen Ausbildung; die Methode der Wissenschaft und die Lage der Natur- forschung in Amerika. Es berührt für deutsche Zustände eigenartig und nachahmenswürdig, den morphologischen Theoretiker in oft sehr innige Beziehung zur ärztlichen Wirk- samkeit treten zu sehen, ein Zusammenhang, der in manchen dieser Reden stark betont hervortritt. Von eigenartigem Reiz sind oft die theoretischen Anschau- ungen des Autors, und wenn auch praktisch pädagogisch manches den Wider- spruch der traditionellen Lehrmeinungen herausfordern dürfte, so werden doch diese oft sehr interessanten Ausführungen sicher auch in der gegen den ursprüng- lichen Text naturgemäß abfallenden Darstellung einen angeregten Leserkreis finden. Po 11 (Berlin). 184) Oppel, U.j Die bekanntesten monistischen Systeme der Gegenwart. (Flugschriften des Keplerbundes, Heft 7.) Godesberg (Naturwiss. Verlag) 1912. 8". 24 S. Ji 0,30. Verf. gibt eine kritische und gemeinverständliche Darstellung des Materialismus, des Hylozoismus Haeckels, des monistischen Systems Eduard v. Hartmanns und der Energetik Ostwalds. Der Monismus wird als atheistische und pantheistische Welt- anschauung abgelehnt, als wissenschaftliche Arbeitshypothese aber anerkannt. W. May (Karlsruhe). 135) Pfeilsticker, R., Beiträge zur Entwicklung der Lebensauffassung. Brack- wede i. W. (W. Breitenbach) 1912. 8". 174 S. Ji 2,50. In 5 Kapiteln: 1. Monismus und Christentum, 2. Leitgedanken, 3. Lebensentwick- lung, 4. Glaubensentwicklung, 5. Entwicklung der Lebensgestaltung legt Verf. die Er- gebnisse seines philosophischen Denkens dar. Er fordert eine Verbindung christlicher Gesinnung mit monistischer Denkweise. W. May (Karlsruhe). 136) ßawitz, B., Der Mensch. Eine fundamental-philosophische Untersuchung. Berlin (L. Simion Nachf.) 1912. 8°. 98 S. Jt 2,50. Der erste Teil dieser Abhandlung bekämpft die Aprioritätslehre Kants und Schopenhauers und versucht gegenüber dem transcendentalen Idealismus den Satz zu begründen: Ich bin so, wie ich mich erkenne, und so sind auch alle Dinge so, wie ich sie erkenne. Ding an sich und Erscheinung sind identisch. Der zweite Teil will dartun, wie vom entwicklungsgeschichtlichen Boden aus der Bewußtseinsinhalt des Menschen, der Mensch selber als sogenanntes geistiges Wesen sich darstellt. Verf. bezeichnet Erkennen und Vorstellen als Leibes- funktionen und führt das Denken auf die Molekularbewegungen in den Gang- lienzellen der Großhirnrinde zurück. Das Zentrum des Denkens ist ihm das „Ich", der Egoismus die Grundlage alles Menschlichen, die Triebkraft alles dessen, was die Menschen tun und lassen. W. May (Karlsruhe), 137) Reillke, J., Wichtige Probleme der Weltanschauung. In: Deutsche Rundschau, Jahrg. 39, Heft 8, S. 274—288, 1913. Verf. behandelt die Fragen, wie weit die Berechtigung der Erfahrung und wie weit die der Spekulation in unserem Geistesleben reicht, ob wir in der Ziel- strebigkeit der Entwicklung bei Lebewesen ein geistiges Prinzip anerkennen Allgemeine Morphologie, Phylogenie, Descendenztheorie. 53 sollen, das den Stoff und die physischen Kräfte, die am Aufbau des Organismus beteiligt sind, beherrscht und durchdringt, ob die von Darwin und Lamarck angenommenen Ursachen der Entwicklung zur Erklärung ausreichend sind und andere mehr. Er kommt zu dem Ergebnis, daß uns von allen Seiten Rätsel und Probleme entgegenstarren, die unserer Weltanschauung Widerstand leisten, falls wir sie nicht im Glauben bez-wängen. W. May (Karlsruhe). 138) Treiiar, C. E., Die Einheit der Natur. Umrisse eines Weltbildes. Straßburg u. Leipzig (J. Singer) 1912. 8". 257 S. Geb. Jt 4,—. Der Inhalt dieser Schrift verteilt sich auf 12 Kapitel: 1. Erkenntnistheore- tische Einleitung. 2. Der Urzustand des Alls. 3. Definition einiger Begriffe. Be- ginn der universellen Entwicklung. 4. Die imponderable Materie und die Struktur der ponderablen. 5. Die Entwicklung der anorganischen Natur. 6. Genesis der Elemente. 7. Die organischen Einheiten. 8. Leitkräfte. 9. Die organischen Ver- bindungen. 10. Der Tod, die Auflösung organischer Verbindungen. 11. Das Ent- stehen der organischen Verbindungen. 12. Der Übergang der Einheiten in neue Verbindungen. Schluß. Verf. versucht den gleichartigen Ursprung alles Seienden aus dem Zusam- menhang im All und der Gültigkeit der gleichen Grundgesetze nachzuweisen. Die substanziellen Bestandteile des Alls mußten die gleiche Strebensfähigkeit und Strebenstendenz und das gleiche Strebensziel haben. Dieselbe Strebenstendenz bedingt das Geschehen in der anorganischen Natur sowohl wie in der organischen. In beiden Reichen geschieht alles, was geschieht, zum Zweck einer Mehrung der Kraftgröße der Einheit und Hebung ihres qualitativen Niveaus, abgesehen von Irrwegen. Die Unterschiede sind nur die des Entwicklungsalters und der Ent- wicklungsbahnen zu diesem Ziel und des Vervollkommnungsgrades, der durch diese verschiedenen Wege zu demselben Ziel erreicht worden ist. W. May (Karlsruhe). Hierzu: Nr. 123. Allgemeine Morphologie, Phylogenie, Descendenztheorie. 139) Deildy, A. (London, Kings College), Outlines of evolutionary biology. London (Constable & Co.) 1912. 8". XIV u. 454 S. 188 Abb. 12 s 6 d. Der britische Zoologe versucht etwa in der Art einer allgemeinen Biologie eine übersichtliche Darstellung des Lebensgeschehens mit besonderer Berücksich- tigung der phyletischen und ontogenetischen Entwicklung. In einer leicht faß- lichen, auch für den nicht streng wissenschaftlich vorgebildeten Leser verständ- lichen Weise und unter Heranziehung geschmackvoll ausgewählter Abbildungen, deren Zahl sich vielleicht noch vermehren ließe, gibt Verf. im ersten Teile eine Übersicht über Bau und Leistung der Lebewesen, mit der Zellentheorie als Grund- lage. Amoeha und Haematococcus erscheinen als Repräsentanten einzelliger tierischer und pflanzlicher Protisten in ausführlicher Darstellung. Das Wesen einzelliger und mehrzelliger Lebensformen, die Zellenvermehrung schließen diesen Teil ab. — Die Entwicklung des Geschlechtes bildet den nächsten Gegenstand. Die geschlecht- liche Differenzierung der Protisten, die Sexualvorgänge bei Pflanze und Tier, die Sonderungin Soma und Erbzellen, die sekundären Sexualcharaktere und die moder- nen Ideen über Geschlechtsbestimmung finden hier knappe, aber sehr verständliche Erörterung und dienen als Grundlage für die Erörterung der Variabilitäts- und Erblichkeitserscheinungen, denen der dritte Hauptteil gewidmet ist. Die Verer- bung erworbener Eigenschaften, die Semonsche Hypothese kommen neben dem 54 Morptologie der Zellen, Gewebe und Organe. Mendel -Phänomen zu ihrem Recht. Theorie und Tatsachen der fortschreitenden Entwicklung sowie die Anpassungserscheinungen bilden den Inhalt des nächsten Abschnittes. Die Continuität des Lebens, der Speciesbegriff und seine Vielge- staltigkeit, die Homologie- und Analogie-Vorstellungen, die Convergenztheorie, die palaeontologischen Daten und die Biogeographie, endlich die Anpassungserschei- nungen als solche im Tier- und im Pflanzenreiche werden in diesem ersichtlich als Hauptteil mit besonderer Hingabe geschriebenen Abschnitt abgehandelt. Der Schlußteil ist endlich wesentlich den Vorstellungen von Buffon, Darwin, La- marck, Wallace, der Würdigung der Selection in Natur und Züchtung ge- widmet. Überraschend ist die Fülle der Einzeltatsachen, die Verf. zu seinem Zwecke in den immerhin engen Rahmen zu bannen verstanden hat, ein Werk, ebensogut für den Forscher als anziehende Erholungslektüre wie für den angehenden Bio- logen als ernstes Studier- und Lernbuch benutzbar. Es verdient mit Recht eine Übersetzung in andere Sprachen. Po 11 (Berlin). 140) C'iirtis, W. F., The Coloration Problem. In: Entomologist's Record, XXV, 3, S. 57—61 and XXV, 4, S. 97—102, 1913. Discusses objections which have been made against the hypothesis that 'protective resemblance' and mimicry are advantageous to the insects posaeseing them. Gives evi- dence that several common birds feed on Lepidoptera and hunt by sight. Doncaster (Cambridge). 141) Metcalf, M. M. (Oberlin College), Adaptation through natural se- lection and orthogenesis. In: Amer. Natural. Bd. 47, S. 65 — 71, 1913. Organisms show adaptation in their most important characters, but many of their minor characters not only do not show utility but may be a positive dis- advantage. It is pointed out that mutation, as exhibited in Oenothera lamarcMana, is a determinate process, there being evidently tendencies for mutations to occur in certain directions. A number of palaeontological cases showing trends towards increasing modification in particular directions, were cited. Orthogenesis, thus viewed, frequently aids natural selection in eliminating many species whose cha- racters finally become non-adaptive or even inimical to the species. Natural se- lection has therefore a determinative influence even on orthogenesis, steering the species which can survive along safe paths of progress. It is considered that 'adaptation is the most salient result of evolution and natural selection its great cause'. Gates (London). Hierzu: Nr. 125, 126, 137, 138, 149, 150, 152—154, 193, 194. Morphologie der Zellen, Gewebe und Organe. 142) Leoiitowitsch, A. (Kiew), Das Syncellium als dominierende cellu- läre Struktur des tierischen Organismus. In: Biolog. Centralbl., Bd. 33, Heft 1 u. 2, S. 36—47, 49—91, 1913. Als „Plasmodium" wird gewöhnlich die Nachkommenschaft einer Zelle be- zeichnet, wenn bei deren Vermehrung keine vollständige Trennung der Descen- denten erfolgte; von „Syncytien" dagegen redet man, wenn mehrere früher selb- ständige Zellen miteinander verschmolzen sind, so daß ein morphologisch dem Plasmodium gleichendes Gebilde entsteht. Der Verf. schlägt vor, einen hinsicht- lich der Genese des Gebildes indifferenten Terminus zu gebrauchen, der nur das morphologische charakterisieren soll: „Syncellium"; das, was im Syncellium un- Morphologie der Zellen, Gewebe und Organe. 55 gefähr einer Zelle entsprechen würde (wenn nämlich anstatt des Syncelliums ein Zellkomplex vorläge), soll Syncello-Zelle oder einfach Syncelle heißen. Im Tierkörper gibt es viel mehr Syncellien als Zellen; als Zellen, d. h. als elementare Organismen „sind vielleicht nur die Wanderzellen des Bindegewebes und des Bluts zu bezeichnen". Das Syncellium führt ein eigenes, zyklisches Leben. _Je älter es wird, desto differenzierter wird sein Plasma, d. h. desto mehr wird sein Zustand für bestimmte Funktionsleistungen spezialisiert (Ausscheidung von Fibrillen u. a.), jim so mehr nimmt die Anzahl der Kerne und die Menge undif- ferenzierten Plasmas ab. Es finden sich im Syncelloplasma Regenerations- wie Degenerations-Herde. Man kann, je nachdem die Syncello-Zellen gleichartig oder verschieden sind, homoioraere und poikilomere Syncellien unterscheiden; zu den ersteren gehören die Riesenzellen des Knochenmarks, die quergestreiften Muskel- fasern, das Gerüst der Lymphdrüsen und einiger anderer Drüsen, glattes Muskel- gewebe, epitheliales Gewebe u. a.; zu den poikilomeren das „Myosyncellium" des Herzens, die elektrischen Platten der Rajiden, Knorpel, Knochen, endlich das Neuron (einschließlich Schwannschen und anderen Scheidenzellen). Am Aufbau eines syncellären Konglomerates können unter Umständen mehrere Gewebearten beteiligt sein. — Der Verf. wehrt sich gegen die Auffassung, er habe die Zelle „abgetan". „Die Zellenlehre soll nur durch die Syncellientheorie und die Befunde, die die Zerlegung der Zelle in Einheiten niederer Ordnung (biologischer Atomis- mus) schon jetzt bietet und für die Zukunft verspricht, eine Ergänzung erfahren." Geschwülste sind „eine Erkrankung der Zelle, bei welcher durch eine ein- malige Einwirkung die Fähigkeit der Zelle «nicht in Gestalt eines Elementar- organismus, sondern eines Syncelliums im Organismus zu leben, sich als in ver- schiedenem Grade geschädigt erv/ies.'*/ Koehler (z. Z. Neapel). 143) Faull, J. H. (Toronto, Univ.), The Cytology of Laboulbenia chaetoptora and L. Gyrinidarum. In: Annais of Botany, Bd. 26, Heft 102, S. 325—356, 1912. Die Laboulbeniomyceten wurden bisher meist als eigene Unterabteilung der Pilze behandelt, man wollte in ihnen sogar ein Bindeglied zwischen den Rotalgen, den Flori- deen, und der Pilzklasse der Ascomycetes erkennen. Sie sind eigentümliche, bis höchstens 1 mm große Pflänzchen, die parasitisch auf Insekten feuchter Lokalitäten, vornehmlich auf Wasserkäfern leben. Die meisten bisher bekannten Arten sind nordamerikanisch, aus Europa sind nur wenige bekannt. In der vorliegenden Arbeit weist nun Faull nach, daß die Laboulbeniornyc eten echte Asc^mjceten sind. Die einzige Kernverschmelzung ^■ findet wahrscheinlicE^im Ascus, dem sporenbildenden Schlauche, statt. G. Schellenberg (Berlin). 144) Griiilliermond, A. (Lyon, Faculte des Sciences), Recherches cytolo- giques sur le mode de formation de l'amidon et sur les plastes des vegetaux. (Contribution ä l'etude des mitochondries chez les vege- taux.) In: Arch. d'Anat. microscopiques. Bd. XIV, Heft IIL S. 309 — 428, 1912. L'important memoire de Guiliiermond developpe et coordonne les faits consignes par cet auteur dans une serie de notes publiees en 1911 et 1912 avant le memoire que Pensa a consacre ä la meme question. L'auteur reprenant toute la question des mitochondries vegetales, montre que ces elements existent dans les organes sexuels de la plante, ovaire et anthere, oü il les met en evidence par la methode de Regaud. II admet que les mitochondries de la plante peuvent provenir de celles de l'oeuf, et qu'elles sont identiques, tant par leur aspect que par leurs proprietes microchimiques, aux mi- tochondries des tissus animaux. Etudiant l'evolution de ces mitochondries dans les divers tissus, il montre qu'elles se transforment directemeht, en tout ou en partie, pour donner naissance aux differentes sortes de plastes ou leucites : amylo- plastes, chloroplastes, chromoplastes etc. 56 Morphologie der Zellen, Gewebe und Organe. Amyloplastes. Dans les plantules de l'Orge, du Mais, du Ble, du Ricin, du Haricot et du Pols, dans les racines de la Carotte, de Tradescanüa discolor et de Phof/KS grandifolins, les elements mitochondriaux existent sous forme de chon- driocontes; des renflements apparaissent ä l'extremite ou sur la longueur de ceux- ci et se distinguent bientot par de legeres differences de colorabilite indiquant une differenciation d'ordre chimique. Ces renflements sont les amyloplastes dans lesquels, ä l'aide d'une technique ingenieuse, l'auteur a pu mettre en evidence le debut de la formation des grains d'amidon. Dans la racine de Ficarla ranim- culo'ides les chondriochontes se resolvent en mitocliondries qui se transforment directement en amyloplastes par simple croissance. Daus le tubercule de la Pomme de terre, il n'existe que des mitochondries granuleuses qui se transfor- ment aussi directement. Pendant la croissance du grain d'amidon, le plaste n'est plus visible que sous la forme d'une cupule colorable. Chloroplastes. L'etude de la Gemmule d'un grand nombre de Plantes: Orge, Mais, Ble, Ricin, Haricot, Pois, montre que les chloroplastes resultent tou- jours de la transformation directe des mitochondries des cellules embryonnaires. Celles-ci, presentant en general la forme chondriochonte, se ramassent sur elles- meme, se fragmentent quelques fois, et se transforment en masses irregulieres qui grossissent et forment de petites boules dans lesquelles on voit apparaitre peu ä peu la chlorophylle. Une coupe totale d'une gemmule montre de maniere remar- quable la serie de ces transformations. Guiliiermond montre que ce processus de formation des chloroplastes se retrouve chez la plante adulte, car les cellules du meristeme qui occupe Faxe des bourgeons sont remplies de chondriocontes flexueux, et si l'on considere ensuite le meristeme parietal, et la region oü le paren- chyme cortical se differencie, on voit encore toutes les intermediaires entre les chondriochontes et les chloroplastes. Chromoplastes. Chez la Carotte, l'origine mitochondriale des chromo- plastes est egalement demontree. Guiliiermond admet que les plastes resultent d'une differenciation morpho- logique et chimique des mitochondries, tout en participant encore de la nature lipoide de ces dernieres (Regaud et Faure-Fremiet) ce qui explique l'exi- stence de Phosphatides difficiles ä separer de la chlorophylle. II montre que le fonctionnement des mitochondries vegetales peut etre compare ä celui des mito- chondries animales, et que le Schema de la secretion propose par Regaud et Renaut s'applique aussi bien ä celles-ci qu'ä celles-lä. Teile est la conclusion de ce memoire qui fait faire un grand pas ä la Cytologie vegetale, et que con- firme les recherches simultanees de Lewitsky et de Pensa. E. Faure-Fremiet (Paris). 145) Litardiere, R. de, Variations de volume du noyau de la cellule chez quelques Fougeres durant la periode heterotypique. In: C. R. Acad. des Sc. de Paris, Bd. 1/6, Heft 7, S. 62—64, 1913. L'auteur conclut de ses observations que l'on ne peut formuler de loi gene- rale de Variation de volume du noyau des fougeres. II lui semble cependant bien etabli qu'il se produit, au debut de la prophase heterotypique, une grande aug- mentation de volume du noyau, de la cellule, et aussi parfois du cytoplasme, comme il est facile de le calculer par difference des volumes. L'accroissement general du noyau, que l'on observe du presynapsis au synapsis, est du ä une aug- mentation considerable de l'enchyleme. Quant ä celui du cytoplasme, il est pro- bablement la consequence d'une proliferation des fibrilles du reticulum, dont les mailies paraissent bien plus serrees au synapsis qu'au presynapsis ouaustade quiescent. Morphologie der Zellen, Gewebe und Organe. 57 Ces variations paraissent ä l'auteur caracteristiques d'un groupement syste- matique. C. L. Gatin (Paris). 146) Brass, H. (Straßburg, Anat. Inst.), Über physiologische Pigment- ablagerung in den Kapillarendothelien des Knochenmarks. In: Arch. f. mikroskop. Anat., Bd. 82, Abt. I, Heft 1, S. 61—78, 1913. Untersucht wurden : Kaninchen, Hund, Ratte, Katze. Im Mark der letzteren konnte kein Pigment gefunden werden; im Rattenmark fanden sich vereinzelt spärlich pigmentierte, nicht einheitlich lokalisierte Zellen; im Hundemark sind die Reticulumzellen häufig pigmentiert (Phagocytose). Im Kaninchenmark ent- halten dagegen die Kapillarendothelien normalerweise Pigment, das trotz negativen Ausfalls der Eisenreaction als veränderter Blutfarbstoff anzusehen ist, der durch Zerstörung roter Blutkörperchen frei und den Endothelien in gelöstem Zustand zugeführt wird. Die Endothelien besitzen neben einer geringen phago- cytären Eigenschaft auch eine synthetische: Das im Blutplasma gelöste Hämo- globin diffundiert durch die Zellwände, wird in den Zellen niedergeschlagen, zu Pigment umgeformt und dann an die blutbildenden Elemente des Knochenmarks zur Neubildung von Erythrocyten weitergegeben. H. V. Alten (Freiburg i. Br.). 147) Morean, M"" et M™« (Paris, Laboratoire de Botanique de la Faculte des Sciences), Les corpuscules metachromatiques et la phagocytose. In: Bull. Soc. Mycologique de France, Bd. 26, Heft 1. S. 170—174, 1913. Les auteurs signalent l'existence de corpuscules metachromatiques dans un certain nombre de cas nouveaux: endophytes des orchidees, hyphes et filament recouvrant les peritheces de Sphaerotheca castagnei, leucocytes de Grenouille, zygo- spores des Mucorinees, hyphes d'Uredinees maintenus sains et ä l'abri de toute digestion, ainsi que dans les organes de fructification de ces Champignons. Les auteurs rejettent l'idee que suggere la comparaison des recherches de Zach et deBeauverie, et qui faitdes corpuscules metachromatiques le residu de la phago- cytose des hyphes myceliens par les cellules de leurs hotes. Elles leur fönt re- jeter egalement l'opinion de Villard et de divers auteurs, qui voient une relation entre l'existence des corpuscules metachromatiques et des conditions de vie par- ticulierement actives. C. L. Gatin (Paris). 148) Oppenheim, H., Die Nervenzelle, ihr feinerer Bau und seine Be- deutung. Eine kritische Darstellung des jetzigenZustandes unserer Kenntnis. In: Anat. Anz., Bd. 41, Nr. 8—9, S. 241—251 und Nr. 10, S. 271 bis 287, 1912. Eingehende Besprechung der Morphologie der chemischen Konstitution und des funktionellen Verhaltens der Nervenzellen. Besonders eingehend werden die intracellulären Neurofibrillen besprochen. Die phsiologische Bedeutung der Neurofi- brillen liegt vor allem in der Funktion als Leitungsapparat. Die Stützfunktionen der Neurofibrillen werden bestritten. Golgis Binnennetz findet eingehende Darstel- lung. Die funktionelle Bedeutung des G olgischen Netzes ist noch nicht bekannt. Po 11 (Berlin). Hierzu: Nr. 139, 171, 172, 175—178, 186, 193, 194, 196, 197, 274, 322, 340, 341, 346—348. 58 Physiologie der Zellen, Gewebe und Organe. Physiologie der Zellen, Gewebe und Organe. 149) Heuderson, L. J. (Harvard University), The fitness of the environment, an inquiry into the biological significance of the properties of mat- ter. In: Amer. Natural., Bd. 47, S. 105—115, 1913. Fitness exists in the environment as well as in the organism. Life is a phy- sico-chemical mechanism, and regulation of the temperature, pressure, and che- mical composition of the environment, as well as exchange of matter and energy, are necessary for its continuauce. As stars cool and become red, the spectroscope shows the presence of hydrogen and carbon, which must exist in quantities at or near the surface when a crust forms. By combination with oxygen, carbonic acid and water must nor- mally result. These are then the primary constituents of the environment in which organisms derived from similar chemical sources will appear. The writer then proceeds to show that these two substances have a peculiar fitness — phy- sical and chemical — to serve as a basis for organic life. Water has a specific lieat which is almost a maximum among other sub- stances, and hence very important in keeping the temperature of the ocean con- stant: The solvent power of water is greater than of almost any other substance. This furnishes (l) food for sea organisms and (2) a carrier for the body fluids, blood, lymph, etc. The heat of combustion of hydrogen is also a maximum, and water is thus a large storehouse of energy for the organism. No other substance possesses all these properties in any corresponding degree. The surface tension .of water is also unique, its ionizing power very great, etc. The chemical and phy- sical environment of life is therefore unique. Its fitness is one part of a reciprocal relationship, of which the organism is the other. Thus fitness, both in the organism and the environment, is the outcome of a mechanistic evolution. Gates (London). 150) Schottelius, M., Gibt es ein Leben ohne Bakterien? In: Kosmos, Bd. 10, Heft 3, S. 81—85, Heft 4, S. 125—127, 3 Abb , 1913. Verf. berichtet über die Versuche, die er in den Jahren 1898 — 1908 mit keimfrei gezüchteten Hühnchen anstellte, um die Frage nach der Notwendigkeit der Darmbakterien zu beantworten. Sie bewiesen die von Pasteur aus allgemeinen Erwägungen voraus- gesehene Wahrheit, daß zum Leben und Gedeihen der höheren Tiere die normalen Darm- bakterien so notwendig 'seien wie die Bodenbakterien für die Pflanzen. Die entgegen- stehenden Ansichten Metschnikoffs werden kritisch gewürdigt. W. May (Karlsruhe). 151) Robertson, T. Brailsford (California, R. Spreckels Physiol, Lab. Univ.), jFurther explanatory remarks concerning the normal rate of growth of an individual and its biochemical significance. In: Biolog. Cen- tralbl, Bd. 33, Heft 1, S. 29—34, 1913. Der Verf. verteidigt seine Formel des Wachstums als autokatalytischen Pro- zesses gegen die Angriffe von Mo es er (Biolog. Centralbl. 1912, S. 365), welcher eine andere Fassung der Formel vorschlug. Mo es er s Einwand, daß in vielen Fällen das Wachstum seine maximale Geschwindigkeit nicht in der Mitte der Wachstumsperiode erreiche, sei nicht stichhaltig, da seine Angaben sich auf Längenmessungen stützen, während Robertsons Wachstumsformel sich auf Massenzuwächse bezieht. Übrigens ändere die Mo es ersehe Modifikation der Formel nichts, denn auch nach ihr habe das Wachstum sein Maximum in der Mitte der Wachstumsperiode. Verf. zählt einige Fälle auf, für die seine Über- legungen nicht gelten. — Auch daß Robertson das Wachstum nur als Funktion i Physiologie der Zellen, Gewebe und Organe. 59 der Zeit darstellt, ohne Temperatur, Ernährung usw. zu berücksichtigen, läßt keinen Schluß gegen die Theorie zu; chemische Reaktionsgeschwindigkeiten sind ja auch nur isotherm konstant. Eine Übereinstimmung zwischen theoretischer und empirischer Wachstumskurve ist nur dann zu erwarten, wenn Mittelwerte aus so großem Material vorliegen, daß die zufälligen individuellen Fluktuationen, welche durch die äußeren Bedingungen hervorgerufen werden, sich gegenseitig aufheben und nicht in die Rechnung eingehen. Koehler (z. Z. Neapel). 152) Livingston, B. E. (Johns Hopkins University), Adaptation in the living and non-living. In: Amer. Natural, Bd. 47, S. 72 — 82, 1913. The author finds somewhat startling the fact that biology in the only science which deals conspicuously with the idea of adaptation. He regards adaptations as 'characteristics, properties or qualities attributable to natural objects', and believes that, since the sciences of the non-living find no use for the conception of adaptation, it will also pass out of biology when that science has reached more maturity. The fact that pumice stone can float and is therefore 'adapted' for transport by water, is of the same order of significance as any animal or plant adaptation only the latter cannot be (at present) explained in terms of matter and energy while the former can. The writer looks forward to the time when all the sciences will deal only with matter and energy. Gates (London). 153) Parker, G. H. (Harvard University), Adaptation in animal reactions. In: Amer. Natural., Bd. 47, S. 83—89, 1913. The writer points out that adaptations in animals are not only essen tially associated with the activities of organisms, but are conditioned by continuity of those activities. An inorganic body may be resolved into its elements and re- combined again, but an organism having undergone such a resolution is annihi- lated. Life is a condition of continuous activity, and all reactions are to be con- sidered adaptive which make for a continuance of life. Probably only a fraction of the animal responses are really adaptive. Many favourable responses are not necessarily adaptations. Animals have a wide latitude of behaviour consistent ^\'ith the continuation of life, and the majori ty of animal reactions are probably neither conspicuously advantageous nor disadvantageous to the life of the in- dividual, for the environment permits of a generous variety of reactions under given circumstances. On the other hand, while "the details of animal reactions are in the main free from adaptive restraint", yet "the main outlines of animal reactions are adaptive". Some adaptations appear to be of a kind which could not possibly have originated through natural selection. The diversity of reactions depends chiefly upon the momentarily fluctuating condition of the animal. To assume an entelechy or "something like intelligence" as an explanation of animal behaviour is arguing in a circle, for intelligence is merely our own most highly developed means of adaptation. Gates (London). 154) Mathews, A. P. (University of Chicago), Adaptation from the point of view of the physiologist. In: Amer. Natural., Bd. 47, S. 90 — 104, 1913. This paper considers the questions of evolution and adaptation from a phy- siological standpoint. Adaptation in the sense that a bird's body is fitted for flight, is a physiological truism. Among the most difficult problems of evolu- tion are (1) the phenomena of parallel evolution, (2) orthogenetic Variation, and 60 Physiologie der Zellen, Gewebe und Organe. (3) the early development of rudiments until they are useful. Physiology throws light on such questions. In the evolution of animals two general movements may be observed: (1) a spreading out or diversification, (2 ) a progression f orwards. These two movements are at right angles, and Darwin dealt chiefly with the first, namely that which gives rise to genera, species and varieties. The second movement is towards con- sciousness, and culminates in man, The Suggestion is made, that these two move- ments may be due to the natural selection of two different kinds of adaptations: (l) adaptations of form and function to various environments, (2) the natural se- lection of the function of irritability, or adaptation to changeableness of envi- ronment, These two kinds of adaptations may go on at different rates in different cases, and thus some simple organisms may persist unchanged for long periods in special environments, while others have, through selection of the adaptation of adaptability, moved rapidly forward. Irritability, or response by adjustment to the environment, is the most pro- minent function of protoplasm and has been of predominent importance in evo- lution. If natural selection is true, this response must lead to the perfecting of the function. All the great mechanisms of the body are for the purpose of se- curing adaptability to a variety of environments, so that finally superiority over the environment is secured. A number of complex physiological mechanisms, such as heat-regulation, immunity, independance of moisture, the alimentary mecha- nism and the nervous system, have been gradually evolved in this way. Internal secretions which correlate and control the activities of organs are a means of explaining the steady development of rudiments. Most of the clia- racters of the human body which have steadily developed from the fishes to man are dependant on the previous development of the ductless glands. All parts of the organism are thus correlated in activity, the body is a unit, and a unit- character, even a pigment character, cannot be an independent variable within the organism or the cell. The various physiological changes are pointed out, by means of which raam- mals came to have an advantage over reptiles in greater independance of en- vironment. Gates (London). 155) Andre, G., Sur la migration des elements mineraux et sur le deplace- ment de ces elements chez les feuilles immergees dans l'eau. In: C. R. Acad. des Sc. de Paris, Bd. 156, Heft 7, S. 564—566, 1913. Les phenomenes d'bydrolyse que subissent les feuilles fraicbes immergees dans l'eau, additionnee de quelques gouttes de formol, resolvent peu ä peu, en elements plus simples, les principes immediats que ees feuilles contiennent ä Fetat normal, et ces Clements passent alors dans le liquide qui les entoure. En cons^quence de ces phenomenes, les feuilles qui tombent ä l'automne peuvent restituer au sol, dans un espace de temps assez court, la majeure partie de Facide phos- phorique, et la presque totalite de la potasse qu'elles avaient immobilises durant leur developpement. L'auteur a etendu ses recherches ä tous les elements normaux de la feuille. La chaux est l'element salin qui resiste le mieux a Fexosmose, le cinquieme seulemeut de ce Corps a passe dans le liquide Interieur, alors que Texosmose de la magnesie a ete plus considcrable. L'elimination de l'acide sulfurique est comparable ä celle de Faoide phosphorique, comme si la majeure partie du soufre et du phosphore etait engagee, a toutes les periodes de la Vegetation, dans des combinaisons salines facilement dialysables apres la mort de la feuille. C. L. Gatin (Paris). 156) Andre, G., Sur l'evolution des principes mineraux et de l'azote chez quelques plantes annuelles. In: C. R. Acad. des Sc. de Paris, Bd. 156, Heft 15, S. 1164—1167, 1913. Pbysioloo^ie der Zellen, Gewebe und Organe. 61 L'auteur a montre recemment que l'orge, cultivee dans un sol arable ne perd, au cours de sa Vegetation jusqu'ä l'epoque de la maturite complete ni azote, ni phosphore, ni soufre, ni chaux, ni magnesie, mais que les alcalis seuls, potasse et soude, subissent entre l'epoque de la floraison et celle de la maturation un dechet notable. Andre a poursuivi la recherche de l'evolution des principes mineraux chez trois plantes annuelles : S^iergula arvensis, Linum iisitatissimmn et Camelina saüva. (yhez ces trois vegetaux tous les elements mineraux, ainsi que l'azote total, ont Sans cesse augmente jusqu'ä maturite complete. C. L. Gatin (Paris). 157) Lepierre, Charles, Sur le non sp^cificite du zinc comme cataly- seur biologique pour la culture de VAspcrgillus nigcr dans rempla- cement par d'autres elements. In: C. R. Acad. des Sc. de Paris, Bd. 156, Heft 2, S. 258—261, 1913. Contrairement äJavi liier, l'auteur pense, ä la suite de ses propres experiences, que le cadmium remplace parfaitement le zinc dans le milieu Raulin, et joue comme lui un role energetique remarquable dans la rapide croissance du Sterigmatocystis nigra. II ne s'agit pas lä d'une suppleance relative semblable ä celle du potassium par le rubidium. Le zinc, d'apres Lepierre, ne joue donc pas le role de ca- talyseur specifique et il peut etre remplace par d'autres elements presentant avec lui des analogies chimiques. C. L. Gatin (Paris). 158) Javillier, M. (Laboratoire de Chimie biologique de l'Institut Pasteur), Essais de Substitution du glucinium au magnesium et au zinc pour la culture du Sterigmatocystis nigra V. Cgh. {Aspergillus niger). In: C. R. Acad. des Sc. de Paris, Bd. 156, Heft 5, S. 406—409, 1913. L'auteur, ä la suite de nouvelles experiences, maintient les resultats prece- demment acquis ä savoir que le glucinium n'a pu remplacer le magnesium dans le liquide de culture. II ne peut pas non plus remplacer le zinc comme agent ca- talytique. C. L. Gatin (Paris). 159) Lepierre, Cli., Remplacement du zinc par le glucinium dans la culture de V Aspergillus niger. In: C. R. Acad. des Sc. de Paris, Bd. 156, Heft 5, S. 409—411, 1913. L'auteur montre, contrairement aux resultats obtenus par Javillier, que le glucinium peut remplacer le zinc dans le liquide de Raulin. L'auteur admet que dans les phenomenes d'utilisation des diverses substances par V Aspergillus les facteurs temps et adaptation jouent sur role qui, jusqu'ici, n'a pas ete mis suf- fisamment en lumiere. C. L. Gatin (Paris). 160) Lepierre, Ch., Remplacement du zinc par l'uranium dans la cul- ture de V Aspergillus niger. In: C. R. Acad. des Sc. de Paris, Bd. 156, Heft 15, S. 1179—1181, 1913. L'uranium a ete introduit, dans les cultures, sous forme de nitrate. L'auteur conclut que ce corps remplace parfaitement le zinc dans le milieu Raulin et joue comme lui un role remarquable, bien que moins intense, dans la rapide croissance de V Aspergillus niger. C. L. Gatin (Paris). 161) Briggs, L. und Shantz, H. L., Die relativen Welkungacoeffizienten ver- schiedener Pflanzen. (Resume der Publikation: "The Wilting Coeffizient for dif- ferent plants and its indirect determination." Bull. 230, Bureau of Plant Industry. U. S. Dep. of Agr. 1912). In: Flora, N. F., Bd. V, Heft 2 S. 224—240, 1913. g2 Physiologie der Zellen, Gewebe und Organe. Sachs machte zuerst darauf aufmerksam, daß die verschiedenen Bodenarten zur Zeit des Welkens der Pflanzendecke große Unterschiede im absoluten Feuchtigkeitsgehalte zeigen. Spätere Forscher kamen zu dem Schluß, daß nicht nur die Bodenarten eine große Variation in ihrem Vermögen, Feuchtigkeit festzuhalten, zeigen, sondern daß auch ver- schiedene Pflanzengruppen ein sehr verschiedenes Vermögen haben, den Feuchtigkeits- gehalt eines bestimmten Bodens zu vermindern. Die Verfasser finden aber auf Grund einer »■rößeren Reihe von Bestimmungen, bei denen namentlich auch Pflanzen aus Wüsten und Halbwüsten berücksichtigt wurden, daß die Unterschiede zwischen den verschiedenen Pflanzen viel geringer sind, als man annahm, und unbedeutend im Vergleich zu den großen Unterschieden im Vermögen Wasser zurückzuhalten bei den Bodenarten. — Zur Bestim- mung wurde der Welkungscoeffizient benutzt, welcher angibt, wie viel un verwertbares Wasser im Boden noch vorhanden ist zur Zeit des Welkens. Am Welkungscoeffizienten nehmen zwei unabhängige Variable teil: die Fähigkeit des benutzten Bodens Wasser zu- rückzuhalten und die zum Anzeigen des Welkungspunktes verwendete Pflanzenart. In wasserdichten Töpfen wurde die Erde mit Wachs überzogen und dadmxh jede direkte Abgabe an die Luft verhindert, oder es wurden zwei verschiedene Pflanzenarten in dem- selben Topf gezogen um die relative Zeit des Welkens zu beobachten Für Pflanzen wie Cactus, wo ein Welken nicht sichtbar ist, wurde mit Hilfe einer Balanciermethode be- stimmt, wann der Transpirationsverlust aus dem Boden nicht mehr gedeckt werden konnte. Zur raschen indirekten Bestimmung des Welkungscoeffizenten werden einige rein physi- kalische Methoden angegeben, durch welche die Kraft, mit der die Feuchtigkeit im Boden zurückgehalten wird, untersucht werden kann. Sie beruhen auf der Verwendung der Zentrifugalkraft, Bestimmung der Wasseraufnahme aus gesättigter Atmosphäre, Festhaltung von Wasser gegen die Schwerkraft, Berechnung aus der Zusammensetzung des Bodens aus Sand, Schlamm und Ton. Schüepp (München). 162) ChoilX, P., De l'influence de Fhumidite et de la secheresse sur la structure anatomique de deux plantes tropicales. In: Revue gen. de botanique, Bd. 25, Heft 292, S. 152—173, 1913. L'auteur a etudie deux especes de Madagascar: Ipomoea reptans et Neptunia prostrafa. Ces plantes vivent sur le bords d'etangs qui, remplis pendant la saison des pluies, sont ä peu pres ä sec pendant la saison seche. L'aspect exterieur des tiges recoltees en saison humide est tout ä fait different de celui des tiges recol- tees en saison humide. La tige poussee en saison des pluies est molle et friable comme une tige aquatique, celle de saison seche est dure et ligneuse comme une tige aerienne. L'auteur, au point de vue anatomique constate que dans les tiges de saison seche, le tissu fibro - vasculaire est plus developpe, plus epaisse, les lacunes moins nombreuses et la mise en reserve de l'amidon beaucoup plus abondante. C. L. Gatin (Paris). 163) Mac Dougal, U. I. (Washington, Carnegie Inst.), The Water-balance of De- sert Plauts. In: Annais of Botany, Bd. 26, Heft 101, S. 71—94, 1912. Die Arbeit gibt einen längeren Bericht der Versuche des Verf. über die Wasser- ökonomie bei Wüstenpflanzen, zumal über den Widerstand der Cacteen gegen Aus- trocknung. G. Schellenberg (Berlin). 1G4) Maze (Paris, Institut Pasteur), Sur la relation qui existe entre l'eau eva- poree et le poids de matiere vegetale elaboree par le mais. In: C. R Acad. des Sc. de Paris, Bd. 1/6, Heft 9, S. 720 -722, 1913. En cultivant du ma'is en culture pure, l'auteur a pu montrer que la quantite d'eau evaporee par kilogramme de matiere seche est constante et independante de la nature des Solutions nutritivees et de leur concentration, de meme que de l'etat de developpe- ment de la plante. C. L. Gatin (Paris). 165) Gerber, C. et Ouiol, H., Extraction et essai des pancreatines du Figuier et du Mürier ä papier. In: Bull. Soc. Bot. de France, Bd. 69, Lession extraordinaire. S. 25—29, 1912. La pancreatine du figuier est deux fois plus active proteolytiquement, et aussi ac- tive amylolytiquement que la pancreatine animale. Celle du mürier ä papier est six fois moins active proteolytiquement, et dix ibis plus active amylolytiquement que la pan- Physiologie der Zellen, Gewebe und Organe. 63 creatine animale, et possede en outre un pouvoir saccharifiant superieur ä celui de toutes les amylases connues jusqu'ici. C. L. Gatin (Paris). 160) V. Wiesner, J., Über die Photometrie von Laubsprossen und Laub- sproßsystemen. In: Flora, N. F., Bd. V, Heft 2, S. 127—143, 1913. Als Photometrie eines Blattes wird seine Fähigkeit bezeichnet, durch die Lage zum einfallenden Licht seinen Lichtgenuß zu regulieren. Das euphotome- trische Blatt stellt sich genau senkrecht auf das stärkste diffuse Licht ein, das panphotometrische Blatt stellt sich so, daß direktes Sonnenlicht von größerer In- tensität möglichst abgewehrt wird, aber doch auch so, daß es möglichst viel diffuses Licht empfängt. Bei großem Überschuß des Lichtes kann die Photo- metrie des Blattes auch ganz aufgehoben sein (aphotometrische Blätter: Pimis). Pseudophotometrische Blätter {Scdum-k.riQXi mit großen, flach ausgebreiteten Blät- tern) sind solche, deren Stellung nicht durch die Richtkraft des Lichtes hervor- gerufen wdrd, aber doch das Licht gut ausnützen. — Der Verfasser untersucht nun das photoraetrische Verhalten einiger Laubsprosse und Laubsproßsysteme. — Die Phyllocladien (Flachsprosse) von Ruscus aculeatus werden im tiefen Waldes- schatten euphotometrisch, d. h. jedes einzelne Phyllocladium stellt sich senkrecht zur Richtung des stärksten diffusen Lichtes und die ganze Anordnung wird zwei- zeilig. Euphotometrische Laubsprosse finden sich namentlich bei Laubbäumen mit zweizeiliger Blattstellung (Linde, Buche), aber auch bei Coniferen {Äbies pectinata). Die fixe Lichtlage des einzelnen Blattes, senkrecht zum stärksten diffusen Licht, stimmt mit der fixen Lichtlage des ganzen Sprosses überein. Die horizontale Lage der Sprosse kommt dabei durch das Zusammenwirken von Epinastie und nega- tivem Geotropismus zustande. Erzieht man Tannensprosse im Dunkeln, so tritt die Scheitelung der Nadeln auch ein, aber nicht so vollkommen wie am Licht. Die Schwerkraft ist nicht dafür verantwortlich zu machen, wie Frank meinte, denn die Scheitelung tritt bei jeder Lage zum Horizont gleichermaßen ein. Sie ist auf eine autonome Bewegung, eine Plagionastie zurückzuführen, durch welche die spätere fixe Lichtlage vorbereitet wird. Letztere tritt erst spät ein. Dasselbe gilt auch für die Buche, wo die Blätter bei der Entfaltung ebenfalls eine auto- nome Drehung erfahren. — Panphotometrische und euphotometrische Sprosse werden häufig an derselben Pflanze ausgebildet, z. B. bei der Eibe. Die dem direkten Sonnenlicht ausgesetzten Sprosse sind panphotometrisch, die Schatten- sprosse durchwegs euphotometrisch. Nur panphotometrische Sprosse trägt Olea curopaea; denn dort liegt der Umschlagspunkt vom panphotometrischen zum euphotometrischen Blatt bei einem Lichtgenuß, der dem Minimum sehr nahe steht. Anisophylle Laubsprosse mit dekussierter Blattstellung gelangen nur selten zu ganz euphotometrischer Ausbildung und zwar durch eine Drehung der Inter- nodien, die alle Blätter in eine Ebene bringt. Ein solcher Fall wurde beobachtet bei Strohilanthes scabtr in Buitenzoorg. — Einen eigentümlichen Fall zeigt Tsiiga canadensis: die Nadeln dieser Conifere sind anisophyll und wenden im allgemeinen alle ihre grüne Oberseite dem Licht zu. Nur die kleinen Nadeln, welche nahe der obern Kante entspringen, sind aphotometrisch und kehren ihre weiße Unter- seite dem Lichte zu. Schüepp (München). 167) Lietoermaun, L. v. (Budapest), Über Resistenzänderungen der roten Blutkörperchen gegen hypotonische Salzlösungen bei Krankheiten und unter dem Einflüsse verschiedener Gifte. In: Biolog. Centralbh, Bd. 32, Heft 12, S. 758—762, 1912. Kurze Darstellung einer außerordentlich einfachen Methodik zur quanti- tativen Bestimmung der Resistenz der Erythrocyten gegenüber der osmotischen 64 Physiologie der Zellen, Gewebe und Organe. Einwirkung von Salzlösungen, in einer Form, die ihre Anwendung in der ärzt- lichen Praxis ohne weiteres erlaubt. Die Mehrzahl der Originalarbeiten steht oder erscheint in der Deutsch. Med. Wochenschrift. — Resistenzverminderung im Verhältnis zur Resistenz gesunder normaler Menschen — gegenüber der gleichen Salzlösung — wurde bei gewissen Krankheiten (Tuberkulose in schweren Fällen, ältere Syphilisfälle, Lues hereditaria und 1 — 2 Jahre alte Fälle von Tabes, Leu- caemie, Carcinom mit Anzeichen von Cachexie), sowie bei gesunden Menschen nach Alkoholgenuß oder Anwendung einiger anderer Gifte festgestellt. Resistenz- erhöhung wird u. a. durch Blei, Quecksilber, Phosphor bewirkt. Sowohl Erhöhung wie Herabsetzung der Resistenz erklären sich wohl erstens durch direkte Beeinflussung der bereits zirkulierenden Blutzellen, zweitens aber auch durch Beeinflussung der blutbereitenden Organe, indem die Neubildung von Erythrocyten — junge Erythrocyten sind nachweislich resistenter als ältere — entweder angeregt oder unterdrückt wird. Koehler (z. Z. Neapel). / /168) LukjaiiOW, A., Versuch einer Anwendung der Präzipitinreak- tion usw. In: Tierärztliche Rundschau, Jahrg. 14, Nr. 11/12, S. 473 — 483, 1912 (russisch). Verf. machte Präzipitinversuche zur Bestimmung der Herkunft des Fleisches. Das Serum von mit Hundeeiweiß immunisierten Kaninchen ergab eine schnelle und deutliche Präzipitation im Fleischsaft des Hundes, eine langsame und kaum bemerkbare im Fleischsaft vom Schwein und gar keine mit Hammelfleisch. Das Serum von mit Schweineeiweiß immunisierten Kaninchen reagierte am inten- sivsten mit Schweinefleischextrakt (1 : 600), weniger mit Hundefleisch (1 : 400) und zeigte keine Präzipitation mit Hammel- und Pferdefleisch. Mit Hammeleiweiß immunisiertes Kaninchenserum präzipitierte deutlich Hammel- (1 : lOOO) und sehr schwach Kalbfleisch. Immunisation mit Pferdeeiweiß ergab ein Serum, das nicht allein mit Pferdefleisch (1 : 600), sondern auch mit Schweinefleischextrakt wirk- sam war, obgleich weniger intensiv (l : 300). Serum von mit Rindereiweiß im- munisierten Kaninchen gab eine Präzipitation nur mit dem entsprechenden Fleisch- extrakt, mit dem von anderen Tieren waren keine Veränderungen zu sehen, dar- unter auch nicht mit Hammelfleisch. E. Paukul (Dorpat). 169) Penningtou, M. E. and Hepburn, J. S., Studies on Chicken Fat. III. Influ- ence of Temperature on the Lipolyeis of Esters. IV. The Hydrolysis of Chicken Fat by Means of Lipase. In: U. S. Dept. Agr. Bureau of Chemistry, Cir- cular No. 103, S. 105, 1912. 170) Hepbiirn, J. S., Studies on Chicken Fat. V. The Occurrence of Catalase, Oxidases, and Reductases in the Fat of the Common Fowl {Gallus dome- sticus). Ibid. S. C12, 1912. Of these "Studies" the last one (V) is the only one of particular biological interest. Catalase, lipase and oxidases are found always to occur in the crude fat of chickens. Peroxidases usually and probably always occur in the crude fat. Reductases may occur in the crude fat but are not always present. Pearl (Orono). Hierzu: Nr. 123, 140, 144, 146, 148, 173, 184, 194, 243, 249, 286, 312, 315, 324, 346, 351. 357. Fortpflanzung. 65 Fortpflanzung. 171) V. Berenberg-Gossler, H., Über gitterkapselartige Bildungen in den Urgeschlechtszellen von Vogelenabryonen. In: Anat. Anz., Bd. 40, Nr. 21, 22, S. 587—591, 1912. Eingehende Beschreibung von Mitochondrien in den Urgeschlechtszellen. Es handelt sich um ein Knäuel ziemlich dünnei-, mit Eisenhaematoxylin glänzend schwarz gefärbter Fäden, welche meist miteinander netzförmig in Verbindung stehen. Sehr häufig sieht man freie Enden in das umgebende Plasma hineinragen. In dem Innern dieses Knäuels liegt die Sphäre, die somit von den Fäden umgriffen ■wird. Die Lage, welche dieser Plasmakomplex im Innern der Urgeschlechtszellen einnimmt, ist eine ganz bestimmte. Er liegt auf einer Linie, welche durch die Mitte des Kernes und den breitesten Teil des den exzentrisch liegenden Kern umgebenden Plasmamantels hindurchgeht, also auf der „natürlichen Achse" oder dem Radius vector nach der Heidenhainschen Nomenclatur. Po II (Berlin). / 172) "VVilke, A.j Zur Frage nach der Herkunft der Mitochondrien in den Ge- schlechtszellen. In: Anat. Anz., Bd. 42, Nr. 20|21, S. 499—506, 1912. Die Frage nach dem Ursprung der Mitochondrien wird auf Grund der Untersu- chungen der Spermatocyten aus dem Hoden der Katze in der Weise entschieden, daß ■die Plasmaursprungstheorie der Mitochondrien die größte Wahrscheinlichkeit besitzt. Po 11 (Berlin). 173) Lewis L.L., The Vitality of Reproductive Cells. In: OklahomaAgr. Expt. Stat., Bulletin 96, S. 1—47, 1911. Gives data from post-mortem examinations at definite intervals after Ser- vice in swine, as to the vitality of spermatozoa and ova in the female genital tract. The author's conclusions regarding sperm are as follows: "In only three cases in the experiments of 1908 — 1909 could live sperm cells be found at a greater length of time than twenty hours after breeding. In two cases live cells were found after a lapse of more than forty hours, and in one case after a lapse of twenty-two and one-half hours. Of the nineteen sows bred and killed, the sperm cells were found dead in 80 percent of the cases examined where a period of sixteen hours or more had elapsed between the hour of service and the time ■when killed for examination." Regarding the vitality of the ovum the following statement is made: "If, as previous observations seem to show, the egg cell is not liberated from the ovary until near the close of the period of heat, and more than 70 percent of the breeding is without results when service is given within twenty-four hours after the period of heat, and no results follow from breeding at a later day, it would seem that the ovum or egg does not retain its vitality for more than a few hours after being liberated from the Grafian follicles." Some interesting experiments were made with stallions in regard to the effect of continued (daily) service upon the number and vitality of spermatozoa in the semen. A typical experiment of this sort gave the following results: The semen from a service at 8.30 A. M., Feb. 13, 1908, gave 131750 spermatozoa per mm^ of semen, and 20 percent of the spermatozoa were alive 9.5 hours after service (kept at 21 — 23*^0. in vitro). The stallion performed service on each of the eight following days. The service of Feb. 21, 1908, yielded semen having 5840 spermatozoa per mm^, and no cells were alive after 4.5 hours (21— 230c.). Pearl (Orono). Zentralblatt f. Zoologie, allgem. u. experim. Biologie. Bd. 3. 5 QQ Fortpflanzung. 174) Herbst, C, Ist die Entwicklungserregung jungfräulicher Eier möglich? In: Süddeutsche Monatshefte, Jahrg. 10, Heft 6, S. 847—864, 1913. Dieser Aufsatz erörtert in gemeinverständlicher Form die Frage, ob die Eier der Tiere unter Umständen nicht auch ohne Hinzutritt einer männlichen Geschlechtszelle, auf jungfräulichem, parthenogenetischem Wege Juuge aus sich hervorgehen lassen können. An einen Abschnitt über natürliche Parthenogenese schließt sich ein weiterer über künst- liche Jungfernzeugung an, in dem namentlich die Experimente von Jacques Loeb und Bataillon zur Sprache kommen. W. May (Karlsruhe). 1?5) Zacharias, 0., Zur Cytologie des Eies von Äscaris megalocephala. (Pronuclei, gelegentliche Fusion derselben, theloide Blastomeren- kerne, Chromosomenindividualität.) In: Anat. Anz., Bd. 42, Nr. 15^ S. 353—384, 1912. Die vom eingedrungenen Spermium herrührende Chromatinmasse, die ge- wöhnlich in Form eines Stäbchenpaares auftritt, umgibt sich in völlig identischer Weise, wie dies beim weiblichen Pronucleus zu konstatieren ist, mit einer Va- cuole, in der sich dann die färbbare Substanz unregelmäßig verteilt, so daß der Kern vorübergehend ein geschecktes Ansehen zeigt. Das Vorhandensein von Nu- cleolen in den J.scans-Vorkernen war nicht immer zu beobachten. Der lange Knäuelfaden ist in jedem der beiden Vorkerne am Ende der Prophase bei der Segmentation des Eies einheitlich, aber er besitzt zwei freie Enden. Seine Ver- kürzung beginnt erst nach seiner Berührung mit dem Uroplasma und dann zer- fällt er in zwei annähernd gleiche Hälften, aus denen sich unter fortgesetzter Kontraktion die beiden Chromosomen für den Mutterstern bilden. Die von E. van Beneden bestrittene Symmixis der Pronuclei und die daraus abgeleitete Lehrmeinung, daß die Befruchtung nicht in der Copulation von Ei und Samenzelle bestehe, wird auf Grund der Beobachtungen am Äscaris -megaloce- phala univalens und bivalens widerlegt. Auch beim Pferdespulwurm kommt es zur Erzeugung eines wirklichen Furchungskernes, der einer totalen Verschmelzung von Ei und Samenkern seine Entstehung verdankt. An solchen Fusionsprodukten ist dann nichts mehr von einem Geschiedenbleiben der männlichen und weiblichen Chromatinsubstanzen zu bemerken, sondern es sind vollkommen einheitbch orga- nisierte Kerne. Gegen die Annahme einer Individualität der Chromosomen spricht sich Zacharias unbedingt aus. Gegen sie macht er vor allen Dingen die Tat- sache der Kern- und Chromatinverschmelzung beim Befruchtungsakt geltend, denn an dem Furchungskern ist absolut nichts mehr von einer Selbständigkeit der vereinigten Sexualsubstanzen zu erkennen. Po 11 (Berlin). 176) V. Wiuiwarter, H. et Saiumoiit, (t., Nouvelles recherches sur Fovo- genese et l'organogenese de l'ovaire des Mammiferes (Chat). 8". 343 S. 11 Tafeln und zahlr. Textfig. Lüttich 1912. Die beiden belgischen Autoren lassen in dem vorliegenden Bande ihre in den Archives de Biologie (1908/09) einzeln erschienenen Arbeiten über die Ent- wicklung des Säugetiereierstockes, mit allen Tafeln, gesondert erscheinen. Erst in dieser Form gewinnt man in der Tat eine Übersicht über den großen Zusam- menhang der Einzelteile, die die Entwicklung der Markstränge, der Rindenstränge, der gelben Körper, der Üvogenese in der Urrinde, die Inolution des Wolff sehen Körpers und die Bildung der Restorgane, des Muskelgewebes und der epoopho- ralen Ganglien behandeln. Von besonderem Interesse sind die cytologischen Einzelheiten über die Ovo- genesis der Katze, das Auftreten der Monosome: Tatsachen, die durch die Fort- führung der Arbeiten und die Ausdehnung auf die Erscheinungen bei den mann- Fortpflanzung. 67 liehen Keimdrüsen in ihrer theoretischen Verwertbarkeit inzwischen noch größere Wichtigkeit erlangt haben dürften. Po 11 (Berlin). 177) Meves, F., Weitere Beobachtungen über das Verhalten des Mittel- stückes des Echinidenspermiums bei der Befruchtung. In: Anat. Anz., Bd. 40, Nr. 15, 16, S. 401—405, 1912. Häufige Existenz von ringförmigen Mittelstücken, die an einer Stelle durch- brochen sind. Dieses Aussehen wird nicht auf beginnende Fragmentierung ge- deutet, denn es konnte schon ganz im Beginn des Befruchtungsprozesses an Mittel- stücken beobachtet werden, die sich erst eben vom Samenfadenkopf abgetrennt hatten. Der Satz, nach welchem die zwei ersten Furchungskugeln des Seeigeleies ein gleichwertiges Material darstellen, ist nicht richtig. Man müßte denn annehmen, daß das Mittelstück für die normale Entwicklung überhaupt völlig gleichgültig ist. Dagegen spricht der Wert des Mittelstücks als integrierender Bestandteil des Spermiums. Po 11 (Berlin). 178) van Herwerdeii, M. A., Über den Einfluß der Spermatozoen von Ciona intestinalis auf die unbefruchteten 'EierYonStrongylocentrotus Uvidiis. In: Anat. Anz., Bd. 40, Nr. 21, 22, S, 569—579, 1912. Bei diesem Kreuzungsversuch kommt weder eine Spermastrahlung noch eine Verschmelzung der Vorkerne zum Vorschein. Verf. vergleicht die Kerngrößen normal befruchteter Slronr/yloceiitiotus -Gastrulsie mit den Mesenchymzellkernen dreier Gastrulae, die aus den Kreuzungsversuchen sich entwickelt hatten. Po 11 (Berlin). 179) Baiuier, A. et Sartory, A. (Paris, Ecole de Pharmacie), Nouvelles recherchea snr les Citromyces. Etüde de six Citromyces nouveaux. In: Bull. Soc. Myco- logique de France, Bd. 29, Heft 1, S. 137-162, 1913. Les auteurs ont etudie Citromyces minutus sp. n., Citromyces ramosus sp. n., Citro- myces cesice sp. n., Cytromyces muscB sp. n,, Cytromyces cyanteus. Ils les ont cultive sur divers milieux et ont observe leur action sur ces milieux. Ils ont egalement observe les conditions de la production du pigment. C. L. Gatin (Paris). 180) Barrett, J. T. (Illinois, U. S. A., Univ.), Development and Sexual ity Ol some Species of Olpidiopsis (Cornu) Fischer. In: Annais of Botany, Bd. 26, Heft 101, S. 209—238, 1912. Die Arten der Gattung OJpidioxjsis, Pilze aus der Familie der Chytridiaceae, beanspruchen deswegen ein so großes Interesse, da sie zu einer der wenigen Gattungen dieser Familie gehören, bei denen eine sexuelle Fortpflanzung bisher vermutet wurde. Es gelang Barrett drei Arten der Gattung zu kultivieren und deren Lebenszyklus zu studieren. Es zeigte sich, daß diß Bildung von Sexual- zellen abhängig ist von den Ernährungsbedingungen, daß andererseits nicht, wie vermutet wurde, ein Wechsel in der Hervorbringung von Zoosporen, also unge- schlechtlichen Sporen, und von Sexualsporen, d. h. ein Generationswechsel, statt- findet. Die Sexualsporen entstehen am gleichen Ort wie die Zoosporangien, sobald die Bedingungen für deren Bildung eingetreten sind. Verf. bemerkte den Übertritt des Inhaltes der kleineren Zellen, also der Antheridien, in die größeren Zellen, die Oogonien; die Vereinigung der Kerne konnte er nicht beobachten. Die Sexualität der Gattung Olpidiopsis ist somit, wenn auch nicht völlig sicher- gestellt, so doch als äußerst wahrscheinlich zu bezeichnen. G. Schellenberg (Berlin). 5* 68 Fortpflanzung. 181) Moreau, Fernaud (Paris (P. C. N.), Laboratoire de Botanique de la Fac. des Sciences), Les phenomenes morphologiques de la reproduction sexuelle chez le Zygorhynchus dangeardi Moreau. In: Bull. Soc. Bot. de France, Bd. 59, Heft 8, S. 717 — 719, 1913. L'auteur arrive aux conclusions suivantes: 1° Les deux articles dont est formee une jeune zygospore de Zygorhynchus dangeardi ne se forment pas, comme l'indique le schema classique, aux extremites de deux branches eloignees l'une de Fautre. 2° Leur formation n'est pas simultanee, Parti cle le plus gros est le plus ancien. S'' Ils ne se separent qu'apres la mise en contact des deux filaments. 4*^ La zygospore a une origine double. Elle n'est pas formee par un seul des filaments copulateurs ä l'exclusion de l'autre, tous deux prennent part ä sa formation. C. L. Gatin (Paris). 182) ßayaz, L. et Yerge, G., La germination des spores d'hiver de Plasmopara viticola. In: C. R. Acad. des Sc, Bd. 156, Heft 10, S. 800—802, 1913. Les auteurs indiquent une methode qui permet de mettre en evidence, dans la feuille d'une vigne attaquee par le mildew, le presence de spores d'hiver. C. L. Gatin (Paris). 183) Busse; Das Keimzeugnis in Wort und Bild. (Bemerkungen und Zusätze zu Haacks Arbeit „Die Prüfung des Kiefernsamens"; diese Zeitschrift, 1912, S. 193 ff.). In: Zeitschr. f. Forst- u. Jagdwesen, Jahrg. 45, Heft 3, S. 174—185, 1913. Kritische Betrachtungen über die Keimfähigkeit der Samen von Pinns silvestris. Eckstein (Eberswalde). 184) Combes, Raoiil (Sorbonne, Laboratoire de Botanique), Influence de l'eclairement sur la formation des graines et sur leur pouvoir ger- minatif. In: Revue gen. de Botanique, Bd. 27, Heft 291, S. 130—242, 1913. Faisant developper diverses especes vegetales ä des intensites lumineuses differentes, variant entre l'intensite de la lumiere solaire directe et le 1/9® de cette intensite, l'auteur effectue les constatations suivantes: 1^ Tandis que le nombre total des fruits formes sur un individu et par consequant le nombre total des graines diminue progressivement, le nombre des graines contenues dans chaque fruit diminue egalement et enfin, la proportion de graines mal formees aug- mente dans chaque fruit pendant que le volume et le poids des bonnes graines subit une augmentation, passe par un optimum, et diminue ensuite ä mesure que l'eclairement devient plus faible. 2°. La proportion des graines ayant leur pou- voir germinatif semble egalement passer par un optimum, pour diminuer ensuite; cet Optimum correspond sensiblement ä la meme intensite lumineuse que l'opti- mum precedent. C. L. Gatin (Paris). 185) Gatin, C. L. et Bret, C. M. (Paris, Laboratoire d'Agronomie coloniale), Les Varietes Elceis guineensis Jacq. de la cote d'Ivoire, et leurs fruits parthenocarpiques. In: C. R. Acad. des Sc, Bd. 156, Heft 10, S. 805—807, 1913. II existe chez toutes les varietes d'Elceis de la cote d'Ivoire des fruits par- thenocarpiques accompagnant les fruits normaux. Ces fruits sont en proportions constantes pour une meme variete. Dans le cas de la variete cercdia, ils tendent ä devenir tres nombreux et la multiplication de leur nombre, par selection, serait interessante pour l'agriculture. Experimentelle Morphologie, Mißbildungen, Pathologie. 69 Les auteurs pensent que les fruits qui viennent d'etre decrits appartiennent ä un cas de parthenocarpie stimulative. C. L. Gatin (Paris). Hierzu: Nr. 139, 144, 145, 186, 187, 189, 191, 193, 194, 190, 197, 199, 211, 261, 26-2, 274, 276, 283, 308, 316, 349, 350. Experimentelle Morphologie, Mißbildungen, Pathologie. 186) Hartwig, 0. (Berlin, Biol. Inst.), Versuche an Tritoneiern über die Einwirkung bestrahlter Samenfäden auf die tierische Entwick- lung. In: Arch. f. mikroskop. Anat., Bd. 82, Abt. II, Heft 1, S. 1 — 63, 1913. Normale Eier von Triton vttlgaris wurden mit verschieden lange bestrahlten Spermatozoen befruchtet; es ergab sich ein Parallelfall zu den früher ausgeführten Versuchen an Froscheiern. Die auftretenden Schädigungen — Verlangsamung der Entwicklung, Neigung zu Bauchwassersucht, zu Mißbildungen im Bereiche des Zentralnervensystems und des Auges, zu embryonalen Geschwülsten — nehmen an Intensität zu bei wachsender Bestrahlungsdauer von 5 — 15 Minuten; im letzteren Fall trat bereits Zerfall und Absterben der Morula oder Blastula ein. Bei maximaler Bestrahlung (2 — 3 Stunden Dauer) konnten wieder 3 — '4 Monate alte Larven erzielt werden. Es wird dies ermöglicht durch Ausschalten des ge- schädigten Spermachromatins: Die Kerne der verschiedensten Zellen sind auf- fallend kleiner als entsprechende bei gleichalterigen Kontrolltieren, und ihre Oberflächen oder Volumina verhalten sich zu den Vergleichsobjekten wie 1:2; außerdem ergab die direkte mikroskopische Untersuchung in den Kernteilungs-. figuren von Radiumlarven die (haploide) Zahl von 12 Chromosomen. Einen wei- ' teren Beweis liefert der Ajjsfall der Befruchtung von Tritoneiern mit maximal bestrahlten Samenfäden von Salamandra maculosa. Die Eier wurden bis zur Larvenentwicklung befähigt, während normale Spermien__iiLdiesem Falle die Eier nur bis zur Blastula zu bringen vermögen. Damit sind neue einwandfreie Beweise für die Ansicht geliefert, daß die Wirkung der Radiumstrahlen auf Geschwulst- und Keimzellen mit der Zersetzung von Lecithin oder Lipoiden nichts zu tun hat, sondern auf einer direkten Schä-. digung der Kernsubstanzen beruht. Weiter geht daraus hervor, daß die Entwick- hing der mit maximal bestrahltem Samen befruchteten Eier als induzierte Par- thenogenese zu betrachten ist. Bei der Verwendung artfremden Spermas könnte j^_p,rTrMt^ man die Larven als „falsche Bastarde" bezeichnen; natürlich^sind die Produkte rein mütterlicher Herkunft. H. v. Alten (Freiburg i. Br.). 187) Ulizeitig, H., Über die Einwirkung der Röntgenstrahlen auf die Bursa fabricii und einige andere Organe junger Hühner. In: Anat. Anz., Nr. 1, S. 22—24, 1913. Die Bursa fabricii reagiert prompt auf Röntgenbestrahlung. Schon nach kurzer Zeit kommt es zu starkem Gewichtsverlust und Verkleinerung des Organs bis unter ^^ des Durchschnittsgewichtes unbestrahlter Kontrollorgane. Auch die Milz zeigte Verkleinerung des normalen Durchschnittsgewichts, die nach 2 — 3 Wochen noch nicht völlig behoben war. Dasselbe Verhalten findet sich bei den Hoden. Die samenbildenden Zeilen gingen in allen Fällen rasch und völlig zu- grunde und zeigten nach 14 und 21 Tagen noch keinen Anlauf zur Regeneration, übrig bleibt bloß ein einfacher Belag Sertolischer Zellen; die Hodenzwischenzellen erscheinen nicht beeinflußt. Po 11 fBerlinl 70 Experimentelle Morphologie, Mißbildungen, Pathologie. 188) Morita, S., Über die Ursachen der Richtung und Gestalt der thoracalen Dornfortsätze der Säugetierwirbelsäule. In: Anat. Anz., Bd. 42, Nr. 1, S. 1-10, 1912. Aus der Beobachtung operierter Kaninchen und der Röntgenaufnahme der noch lebenden Tiere geht hervor, daß die caudale Neigung der Dornfortsätze der neun ersten Brustwirbel durch im Keimplasma enthaltene, also vererbte Faktoren, hergestellt wird vind daß diese vererbte Neigung durch die Wirkung der Muskel und Bänder etwas mehr cephal gerichtet abgelenkt, also vermindert wird. Die Muskeln tun dies bei den vier cephalen Brustwirbeln viel stärker als die Bänder. Denn wenn die Bänder gemeinsam mit den Muskeln erhalten sind, bleiben die Dornfortsätze gerade, während nach Durchschneidung der Bänder die apicalen Teile cephal umgebogen werden. Po 11 (Berlin). J89) kSaletajew, W., Die Operation der Vasectomie und ihre Anwen- dung bei Tieren. In: Archiv f. Veterinärwissensch., Jahrg. 42, Heft XI, S. 1144—1156, 1912 (russisch). Um Tiere der Zeugungsfähigkeit zu berauben, empfiehlt Verf. anstatt der Castration die Methode der Exstirpation eines Teiles des Vas deferens tesficuli (Vasectomie). Die an zwei Hunden und einem Hengst vorgenommene Operation war leicht auszuführen, der allgemeine Habitus der Tiere besserte sich, was einer Vergrößerung der inneren Secretion der Testikel zuzuschreiben sei. Die Concep- tionsmöglichkeit und die Geschlechtsbegierde wurde durch die Operation nicht beeinträchtigt. E. Paukul (Dorpat). 190) Doposcheg", J., Die Anisophyllie bei Sempevvivum. In: Flora, Neue Folge, Bd. V, Heft 2, S. 162—183, 1913. Die Anisophyllie in der Gattung Sempervivuni kennzeichnet sich dadurch, daß bei Rosetten, deren Achsen gegen den Horizont geneigt sind, die Blätter der Rückseite (physiolog. Oberseite) bis nahezu doppelt so lang werden können als die in gleicher Höhe entspringenden Blätter der Vorderseite. Während ferner bei isophyllen Pflanzen die Blätter durch hyponastisches Wachstum (Wachstum der Unterseite) eine leichte Krümmung nach oben aufweisen, sind die rückwärtigen längeren Blätter der anisophyllen Rosette gerade aufgestellt; die vorderen, kür- zeren Blätter aber sind abnorm nach einwärts gebogen. Die Anisophyllie ist nur durch die Neigung der Rosettenachse gegen den Horizont bedingt. Es gelang, isophylle Pflanzen in anisophylle zu verwandeln, ebenso anisophylle in isophylle, nur durch Veränderung des Neigungswinkels der Achse. Ebenso konnte an anisophyllen Pflanzen die größere Seite um 180'' ver- legt werden. Infolge dieser Neigung wirken Schwerkraft und Lichtreiz derart ein, daß sich zuerst die Blätter der physiologischen Oberseite aufstellen und gerade- richten, die der Unterseite gegen die Mitte zu krümmen. Wahrscheinlich durch die günstigeren Belichtungsverhältnisse infolge dieser Stellungsänderung vergrö- ßern sich die aufgestellten Blätter mehr als die gekrümmten. Die Anisophyllie ist also eine Geo-Photomorphose. Durch Ausschluß oder Herabsetzung des Lichtreizes sowohl, als auch durch Ausschaltung des Schwerkraftreizes am Clinostaten wird die autogene Epinastie (Krümmung nach unten) der Blätter frei. Die Anisophyllie der Semperviven ist labil; sie verschwindet am Ende der Vegetationsperiode und tritt im Frühjahr neuerdings auf. Sie kann in korrelativer Weise die Dorsiventralität (Epitrophie) des Stammes zur Folge haben. Schüepp (München). , Experimentelle Moriihologie, Mißbildungen, Pathologie. 7 1 191) Diels, L., Der Formbildungsprozeß bei der Blütencecidie von Lonicera Untergattung PcricJymenum. In: Flora, N. F., Bd. V, Heft 2, S. 184—223, 1913. Ursache der Blütendeformation ist die Tätigkeit einer Apliide (Sipliocoryne xylostei). Sie nagt an der Oberseite der jungen Blätter und verursacht dort direkte Hemmungen in der Ausbildung der Epidermis und der Pallisadenschicht und in einzelnen Fällen Abblassung der Chloroplasten. Sie entnimmt ihre Nahrung direkt den Leitbündeln des Blattes. Die Wirkungen auf die Blüte, die der Verfasser speziell untersuchte, sind indirekte; wahrscheinlich bedingt durch Verlust an Assi- milaten, Schwächung der Kohlenstoff- Assimilation und möglicherweise auch Steige- rung des Transpirationsstromes. — Die Hauptinfection liegt Mitte Mai vor. I.oni- cera pcri'lymenitm bildet den ganzen Frühling und Sommer hindurch laterale Blütenstände und ist deshalb mehr zur Vergällung disponiert als andere Loni- cera- Arten, die nur frühzeitig im Frühling endständige Blütenstände bilden. — Durch künstliche Infektion konnten die jungen Blütenstände in beliebigen Ent- wicklungsstadien beeinflußt werden, und je nach dem Zeitpunkt des Eingriffs ließen sich verschiedene Umformungen erzielen, die Diels in Reihen anordnet. Pur das Ovarium ergibt sich die Reihe: Ovarium verlängert (Spätinfektion), Embryosack gehemmt, Embryosack geschwunden, Samenanlagen und Ovarhöhlen geschwunden. Für den Griffel: Griffel verkürzt, Griffel beginnt sich von der Spitze aus in drei Teile aufzulösen, diese tragen zuerst cT Sporangien, werden dann phyl- loid (laubblattähnlich) und endlich petaloid (kronblattähnlich). — Bei den An- theren wächst das Filament blattartig aus und die Sporangien verkümmern immer mehr. — Ähnliche Reihen ergeben sich bei der Rekonvaleszenz nach dem Aufhören der Infektionswirkung. — Übereinstimmende Umbildungen sind nament- lich von Salix und Senipervivum bekannt. Der Tatsachenverlauf der Deformationen spricht dafür, daß es sich um eine Ernährungsmodifikation handelt, bei der sich das Verhältnis zwischen Kohlen- säureassimilation und Wasser- und Nährsalzstrom zu Ungunsten der ersteren ver- schiebt. Das sind die Bedingungen, welche nach den vorliegenden Erfahrungen im allgemeinen die vegetativen Bildungsvorgänge befördern und die generativen hemmen. Die weibliche Sphäre zeigt dabei die größere Empfindlichkeit, ihre Keime werden zuerst vernichtet. Vorübergehend kann dadurch die Entwicklung der männlichen Keimzellen korrelativ gefördert sein (Microsporangien am Griffel), schließlich bleibt aber auch die Entwicklung der männlichen Keime ganz aus. Im Schlußabschnitt wird das gegenseitige Verhältnis von normaler Organ- bildung und Deformation besprochen. Die normale Organbildung durchläuft zahl- reiche Stufen. Jede Stufe steht unter besonderen Bedingungen. Die Folge der Stufen ist fest geregelt für den normalen Ablauf, — wir sagen „durch Korrelation". Aber innerhalb gewisser Schranken, die z, B. teils alle Angiospermen umfassen, teils ihren systematischen Verbänden höherer und niederer Ordnung spezifisch zukommen, gilt eine bestimmte Korrelation nur für eine bestimmte Art. Be- dingungen, die der einen Ontogenie fremd sind, sind für eine andere normal. — Es wird gezeigt, daß von den einzelnen Deforraationsphasen von Lonicera peri- clymeniim nicht wenige in ihrer Verwandtschaft als normale und definitive Ge- staltungen auftreten. — Eine spezielle Besprechung erfährt die „Androgenie": das Vorkommen staminoider Griffel. Es liegt hier ein Spezialfall eines allgemeinen Phänomens vor. Sie zeigt, daß die Regulation der sexuellen Potenzen bei den meisten Phanerogamen im Soma vor sich geht, folglich exogenen Einflüssen zu- ofänglich sein muß. — Im „normalen" Ablauf der Ontoffenie kennen wir die Rolle 72 Vererbung, Variation, Mutation. der exogenen Einflüsse nicht und führen die Erscheinungen auf endogene zurück. Der Geschlechtswandel vollzieht sich physiologisch in sehr ähnlichen Formen wie pathologisch, gerade so wie die allmähliche Vernichtung der generativen Kräfte bei normalen Sterilisierungen in gleicher Weise vor sich geht wie bei pathogenen. Es scheint bei unserm heutigen Wissen geboten, derartige physio- logisch-pathologische Parallelen bei gleichen Bedingungen auf hier exogen, dort endogen regulierte Ernährungsmodifikationen zurückzuführen. Schüepp (München). 192; Gilillel)eail, A., Ein Fall von getrennter Entwicklung des Nieren- blastems und des Nierenbeckens. In: Anat. Anz. Bd. 40, Nr. 13, 14, S. 395—398, 1911. Verf. untersucht einen Tumor an der Niere eines Schweines und stellt früh- embryonale Zustände fest unter Ausfall der normalen Nephrolysis. Es ergibt sich, daß bei der getrennten Entwicklung von Blastem und Nierenbecken ebenso wie bei der Fleckniere das Blastem das gesamte Röhrchen vom Malpighischen Körper- chen bis zur Mündung der graden Röhrchen auf der Papille liefert. Die strahlige Anordnung der Nierenröhrchen wird durch die Fortsätze des Nierenbeckens bewirkt. Po 11 (Berlin). Hierzu: Nr. 133, 142, 167. 174, 2-23—226, 317, 337, 359. Yererbung, Yariation, Mutation. 193) Castle, W. E., Coulter, J. M., Baveuport, Ch. B., East, E. M. and Tower, W. L., Heredity and Eugenics. Chicago, 111. (Univers, of Chicago Press.) 1913. 8°. VII und 315 S. 98 Abb. Fünf amerikanische Autoren, deren Namen jeder für sich allein betrachtet, für die junge Wissenschaft der Genetik eine Summe wichtiger Forscherarbeit be- deuten, haben sich im Sommer 1911 zu einem Vortragszyklus über Vererbung^ und Eugenic zusammengefunden, dessen Wortlaut in dem Werke vorliegt. — Nach einer allgemeinen Einleitung in die Begriffe der Erblichkeits- und Entwick- lungslehre (Coulter) folgt zuerst die sehr präzise und anschauliche Darstellung der materiellen Grundlagen der Vererbungserscheinungen vom Standpunkte der Zellenlehre (Coulter), die sich von allem heute noch allzu hypothetischen De- tail fernhält. Castle behandelt in den beiden folgenden Abschnitten die Ent- wicklungs- und Vererbungserscheinungen und die Vererbung des Geschlechts im besonderen, an den bekannten ausgewählten klassischen Beispielen, die er selbst zum Teil mit studiert hat. Die Vererbung bei den höheren Pflanzen bespricht E a s t mit Einschluß der Anwendung der neugewonnenen biologischen Prinzipien auf die Pflanzenzüchtung. Tower stellt im folgenden Abschnitt, im wesentlichen auf Grund seiner eigenen bekannten Experimente, die Fortschritte dar, die auf dem Gebiete der Abänderung der Keimanlagen im planmäßigen Versuche ge- wonnen worden sind. — Den Schlußteil liefert Davenport mit einer sehr lesens- werten Abhandlung über die Vererbung geistiger und körperlicher Eigenschaften beim Menschen, und ihrer Verwertung für die eugenische Lehre, zu deren Illu- stration er in neuartiger Weise eine Art Rassegeographie aufbaut. — Das Buch dürfte sich auch für weitere Kreise als leichte und sehr anschauliche Einführung in die sozial und allgemein naturwissenschaftlich so interessantem Gebiete der Genetik empfehlen. Poll (Berlin). Vererbung, Variation, Mutation. 73 / 94) Kronacher, C. (Weihenstephan, K. Bayr. Akad. f. Landwirtschaft, Tier- zuchtabt.), Grundzüge der Züchtungsbiologie. Fortpflanzung, Ver- erbung, Anpassung und Züchtung unter besonderer Berücksich- tigung der Vererbungslehre nach dem derzeitigen Stande der For- schung. Berlin (P. Parey) 1912. 8^. XVI u. 323 S. 95 Textabb. u. 9 färb. Taf. Kronacher gibt in diesem mit großem Fleiß zusammengestellten Werke eine eingehende Übersicht der Erscheinungen der Fortpflanzung, der Vererbung mit Einschluß der Methoden zu ihrem Studium, sowohl nach der physiologischen, wie nach der cytologischen Seite hin, der Mutationslehre und der Anpassungs- phaenomene. — Seinen eigenartigen Charakter erhält das Buch durch die sehr geschickte und knappe Zusammenfassung des heute beinahe schon erdrückenden Materials, die ihrem besonderen Leserkreise entsprechend oft mit besonderer Ab- sicht die landwirtschaftlich wichtigen Lebewesen zur Illustration allgemeiner Sätze heranzieht. Sehr wohltuend berührt die vorsichtige Weitung der rein hy- pothetischen Vererbungsvorstellungen: die Neigung, die Grundlagen der Erblich- keitserscheinungen mehr nach der dynamischen, als nach der materiellen Seite hin zu suchen, die recht zurückhaltende Beurteilung der Bedeutung der Selection und die Stellung zu dem Fragekomplex der Vererbung erworbener Eigenschaften. Besonders wohlgelungen und für den Zweck des Buches geeignet erscheint der vierte Abschnitt, der das Zusammenwirken der einzelnen Umbildungsfaktoren im Lebewesen: Portpflanzung und Vererbung, Anpassung und Züchtung in sehr anschau- licher Weise schildert. Hier werden die theoretischen Ergebnisse in einer bisher noch nicht in dieser Weise gelieferten Art für die Praxis zusammengefaßt: in Hinweisen, die nicht nur für den Landwirt beachtenswert, sondern für jeden wichtig erscheinen, der zu irgend einem — sei es praktischem, sei es einem wissen- schaftlichen — Zweck, sich mit der Züchtung von Tieren zu beschäftigen hat. Po 11 (Berlin). 195) Stookberger, WW., A literary note on the law of germinal continuity. In: Amer. Nat. Bd. 47, S. 123—128, 1U13. A bistorical note, with quotations from Weismann and others, showing the origiu and development of the conception of germinal continuity. Gates (London). 196) Digby, L. (London, Royal College Sei.), The Cytology of Piiinula kc- wensis and of other related Primula Hybrids. In: Annais of Botany^ Bd. 26, Heft 102, S. 357—388, 1912. Als Primula Jcewcnsis wird der zufällig entstandene Bastard von Pr. florl- hunda und Pt\ veriiciUata bezeichnet. Die ursprüngliche Pflanze hatte nur kurz- grifflige Blüten und war steril, alle weiteren Exemplare wurden durch vegetative Vermehrung der Mutterpflanze erzielt. Zur Erläuterung sei hinzugefügt, daß alle Pr/m?^/a-Arten zwei Blütenformen haben, eine kurzgrifflige (brevistyle) und eine langgrifflige (longistyle) und zwar trägt jedes Individuum nur eine Blütenform; in den brevistylen Blüten stehen die Staubblätter hoch, in gleicher Höhe als die Narbe in den longistylen Blüten und umgekehrt; kurzgrifflige Blüten sind allein fruchtbar mit Pollen aus langgriffligen und umgekehrt, daher war auch der Ba- stard, der nur eine Blütenform zeigte, steril. In der Folge trat an einem Stock von Pi\ Tceivcnsis eine einzige langgrifflige Blüte auf, Befruchtung wurde einge- leitet und ergab gute Samen, von der die meisten Pflanzen des Handels abstam- men. Verf. untersuchte nun die beiden Eltern, die ursprüngliche Pr. Jceuensis, die aus Sämlingen erhaltene Pr. l'ewensis und eine durch Auslese aus dieser gezüchtete fa. farinosa. Die Eltern und Pr. keivcnsis (urspr. Form), haben 9 (x) bzw. 18 (2x) Chromosomen. Pr. Jceuensis (Sämling-Form), die fa. farinosa (durch Auslese ge- 74 Vererbung, Yariation, Mutation, Wonnen oder durch Bastardierung von Pr. verticiUata und Pr. floribunda isahellina) zeigten 18 (xj bzw. 36 (2x) Chromosomen. Von Interesse war auch der Verlauf der Mitosen. Gr. Schellenberg (Berlin). 197) Gates, R. ß., Tetraploid Mutants and Chromosome Mechanisms. In: Biol. Centralbl., Bd. XXXIII, Heft 2, S. 92— 99, 1913. Gates hat 1909 auf Grund einer Vergleichung der Kerne und der Zellgrö- ßen folgende Ansicht über die Entstehung der Mutation Oeiwthera gitjas ausge- sprochen: Die Verdoppelung der Chromosomenzahl fand wahrscheinlich statt in- folge des Unterbleibens einer Kernteilung im befruchteten Ei oder bei einer frü- hen Teilung im jungen Embryo. Die Ansicht stützte sich darauf, daß bei Oeno- tlicra triploide (3x) Mutanten nicht vorkommen. Ebenso fehlen bei allen Pflanzen, deren Chromosomenzahlen bekannt sind, Arten, die triploid sind im Vergleich mit ihren nächsten Verwandten, welche als diploide Arten aufgefaßt werden. Te- traploide Arten sind vielfach vorhanden. Stomps stellte dem gegenüber 1910 die Ansicht auf, daß OowtJieragigas her- vorgegangen sei aus einer Vereinigung zweier „nicht reduzierten", also diploiden Keimzellen. Er stützte sich darauf, daß Geerts 1909 eine Macrosporenrautterzelle von OoiotJiera lamarckiana mit 28 (statt 14) Chromosomen fand. Diese sollte eine Eizelle mit 14 (statt 7) Chromosom.en erzeugen, die dann mit einer gleich- artigen Pollenzelle einen Keimling mit 28 Chromosomen ergeben würde. Gates (1911) erklärte es für mindestens ebenso wahrscheinlich, daß diese abnorme Ma- crosporenmutterzelle durch Apogamie, also ohne Reduktion und Befruchtung einen Embryo entwickelt hätte. Straßburger erklärte sich 1910 für die Ansicht von Gates und gab zugleich eine Liste von entsprechenden Fällen. Gates gibt diese Liste wieder, ei'weitert durch zahlreiche Beispiele, welche seither untersucht worden sind. Es wird von jeder Art die Reproduktionsweise angeführt (sexuell, apogam, par- thenogenetisch, steril), die reduzierte und nicht reduzierte Chromosomenzahl oder eine von beiden und der Autor mit dem Jahr der Veröffentlichung. Die Liste umfaßt 65 Arten und Variationen. Eine Reihe dieser Fälle wird im einzelnen be- sprochen. (Schluß folgt.) Schüepp (MünchenJ. 198) Cook, 0. F., Heredity and Cotton Breeding. In: U. S. Dept. Agr. Bureau of Plant Industfy, Bulletin No. 256, S. 1—113, 1913. This bulletin contains an extended and interesting discussion of the author's views regarding the principles of inheritance, with special reference to their bea- ring on the practical problems of cotton breeding. Among the raore important theoretical conclusions are the following: "Heredity includes two distinct processes-transmission and expression. If heredity is to be considered from a mechanical standpoint, two kinds of mecha- nisms should be recognized, a mechanism of expression as well as a mecha- nism of transmission. Transmission is independent of expression and probably includes a complete serie of ancestral characters. Characters can be transmitted through many generations in a latent condition, without being brought into ex- pression. The study of many problems of heredity and breeding can be facili- tated by more defmite recognition of the distinction between transmission and expression. The differences everywhere found among the members of species of plants and animals are the facts that give practical importance to the study of heredity. Such differences should be considered as variations in the expression of characters, not as variations of transmission. Changes of characters that arise Vererbung, Variation, Mutation. 75 in response to changes of external conditions or to different methods of breeding also represent changes in tlie expression of the characters ratlier than changes in transmission." "The diversity that is aroused by placing a variety under new or unfavo- rable conditions and the diversity induced by hybridization can both be looked upon as due to the return of latent characters to expression. It is not necessary to assume that new characters are added to the transmitted stock, either by new conditions or by hybridization. Selection regulates the expression of cliaracters, but is not known to have any influence over the transmission of characters or the addition of new characters to the content of transmission. The evolutionary development of new characters should not be confused with changes in the ex- pression of old characters. Mutative changes of expression are not to be con- sidered as new characters or as examples of the evolutionary progress of natural species." "Increased vigor and fertility secured by crossing selected strains is to be considered as a result of returning toward a more normal condition of repro- duction, like that of natural, freely interbreeding species. It should not be iden- tified with the abnormal vegetative or somatic vigor sometimes shown by sterile hybrids between different species. Mendelian combinations of characters of diffe- rent types of cotton are prevented by the fact of coherence. Instead of a Men- delian segregation and recombination, there is a general tendency for characters ■derived from the same parental type to remain together in expression in the liybrids. The transfer of a desired character from one variety to another by Men- delian combination of characters may be possible in cases where the desired character is negative or suppressed, but Mendelian combinations of positive cha- racters are much less frequent, if they occur at all. The evolutionary development of new Organs and functions involves the addition of new characters to the con- tent of transmission, but such new characters are to be distinguished from vari- ations that represent changes in the expression of characters already present in transmission." Pearl (Orono). 199) East, E. M. and Hayes, H. K., Heterozygosis in evolution and in plant breeding. (U. S. Dept. Agr., Bur. Plant Industry Bull. 243, p. 1— .58, 1912, 8 plates.) In: Biol. Centralblatt, Bd. XXXIII, Heft 1, 1913. Ein Autorreferat, das die Ergebnisse von Kreuzungsversuchen wiedergibt, •welche die Verff. seit 1906 an Maisrassen (als Typus von Pflanzen mit Fremd- iDCstäubung) und an verschiedenen Arten von Nicoticüia (als Typus von Pflanzen mit Selbstbestäubung) angestellt haben. — Selbstbestäubung bei Mais in 1—7 Gene- rationen führte immer zu einer Schwächung, d. h. zu geringerer Zellteilung oder langsamerem Wachstum. Die Pflanze und die einzelnen Organe bleiben kleiner ohne pathologische Degeneration. Diese Erscheinung ist universal. Durch die In- zucht wird Homozygosis gefördert. Kreuzt man die durch Inzucht erhaltenen Typen, so erfolgt durchwegs eine bedeutende Kräftigung der ersten Bastard- generation; wie die Verff. annehmen infolge der Heterozygosis, die dabei auf- tritt. — Bei den Kreuzungsversuchen mit Nicotiana zeigten sich eine Reihe von Typen. Am einen Ende stehen Pflanzen, welche sich überhaupt nicht kreuzen lassen. Es folgen solche, bei denen Kreuzbefruchtung zwar gelingt, aber nicht zu keim- fähigen Samen führt. Andere erzeugen Tochterpflanzen, welche schwächer sind als die Eltern, und schließlich gibt es Pflanzen, deren Tochterindividuen kräftiger sind als beide Eltern. Fruchtbare Bastarde sind immer kräftiger als beide Eltern. Dies wird wieder der Heterozygosis zugeschrieben. An Hand der Angaben früherer 76 Vererbung, Variation, Mutation. Autoren über kräftigeren Wuchs der Bastarde, und speziell der Arbeiten Darwins, wird gezeigt, daß es sich um allgemeine Gesetzmäßigkeiten handle. Der Wert der Kräftigung der Heterozygosis im Verlauf der Phylogenie ist folgendermaßen gedacht: Es mußten Varianten auftreten, welche Kreuzbestäubung begünstigten. Diese Varianten erzeugten durch Kreuzbestäubung Nachkommen, welche kräftiger sein mußten als ihre durch Selbstbefruchtung entstandenen Ver- wandten. Weil der Vorteil der Kreuzung fortdauerte, konnte der Kreuzbestäubungs- mechanismus homozygot und fix werden. — Bei Selbstbefruchtern werden neue Charaktere, die das Individuum schwächen, sofort eliminiert; bei Kreuzbefruch- tung können schwache Genotypen erhalten bleiben durch die Kraft, welche sie durch Kreuzung mit anderen Genotypen erhalten. Schüepp (München). 200) Trow, A.H. (Cardiff, University College), Forms of Reduplication — primary and secondary. In: Journ. of Genetics, Bd. 4, S. 313 — 324, 1913. Bateson and Punnett have suggested (Journ. of Gen. 1, p. 293) that ga- metic coupling may be due to reduplication of cells bearing the "coupled" cha- racters, so giving ratios of the general type 2" — 1 : 1 : 1 : 2^" — 1. The author points out that other ratios, e. g. 6 : 1 : 1 : 6 have been found, and that these may be due not to primary coupling between two characters, but to secondary coupling, caused by the fact that each is coupled directly with a third. If there are three pairs of characters, A, a ; B, b, C, c, in which the coupling between A and B (and a and b) is as n : 1, that between A and C is as m : 1, he shows that the apparent coupling between B and C is as um + 1 : n -f m. He works out this idea fully, and points out that almost any type of coupling m^y arise on Bateson and Punnett's hypothesis. Doncaster (Cambridge). 201) Davis, B. M. (Pennsylvania University), Was Lamarck's evening prim- rose (Oenofliera Lamarciciana Seringe) a form of Oenothera grandi- flora Solander? In: Bull. Torrey Bot. Club, Bd. 39, S. 519 — 533, pls. 37—39, 1912. DiscLission of three type herbarium sheets in the Museum d'Histoire Na- turelle, Paris, based second-hand on observations of Miss Eastwood. De Vries (Mutationstheorie) concluded from personal examination that the first two sheets agreed in general, though not in all particulars, with the 0. lamarciciana of his cul- tures, while the third he referred to 0. grandiflora. Davis attempts to show that specimen (l) is a form of 0. grandiflora^ that (2) is a form of 0. hürmis, and (3) he thinks cannot be identified. In 1911 the reviewer (Early histico-botanical re- cords of the Oenotheras. Proc. Iowa Acad. Sei. 1910, p. 111) pointed out certain discrepancies between the Lamarck-Poiret description of 0. lamarcUana and the characters of the 0. lamarcMana of de Vries' cultures. Davis, who falls to refer to this, attempts to show that the specimen (l) in question really belongs in 0. grandiflora Solander and not to the O.Iamarchiana of de Vries. Since however, many races, both of lamarckiana and grandiflora are now known from cultures, the question is a difficult one to decide, depending not merely on the characters of the type specimen but also on the large array of other races, unless, as is highly imi^robable, speciraens (l) and (3) are identical. Regarding specimen (2), Davis has doubtless done well to accept the prin- ciple (suggested some time ago by the reviewer) that flower-size is a character of fundamental importance in delimiting the species, and therefore to refer spe- cimen (2), which has small flowers, to 0. hiennis. The third specimen (3) is obviously from the photograph, to one who is fa- Vererbung, Variation, Mutation. 77 miliar with 0. grandiflora as grown under a variety of conditions, a typical race of 0. gramlitlora, and deVries was doubtless correct in so considering it. Gates (London). 202) Davis, B. M., Mutations in OenotJiera hiennis L. In: Amer. Natural., ßd. 47, S. 116 —121, 1913. Remarks on a recent paper by Stomps. Gates (London). 203^ Shaw, J. K., The effect of fertilizers on Variation in corn and beans. In: Amer. Natural, Bd. 47, S. 57—64, 191;;. The addition of various mineral fertilizers to corn crops did not, in most cases, in- crease the stature of the plants, though nitrates had such an efliect. Combined with phos- phates or potash the effect was more i^ronounced, and still greater when all three were applied together. The Standard deviation is apparently increased by the mineral elements, while nitrates lessen the variability. With beans potash produced the greatest increase in the number of pods, nitrates next. Gates (London). 204) Blaringhem, L., Phenomenes de xenie chez le ble. In: C ß. Academie des Sc, Bd. 156, Heft 10, S. 802—804, 1913. En effectuant du croisements chez diverses especes de ble, l'auteur a obtenu pour la premiere fois, chez le ble, des phenomenes de Xenie. C. L. Gatin (Paris). 205) Buchet, S. (Sorbonne, Laboratoire de Botanique), La pretendue heredite des maladies cryptogamiques. In: Bull. Soc. Bot. de France, Bd. 59, Heft 8, S. 754 bis 762, 1912. Polemikartikel. C. L. Gatin CParis). 206) Dobell, C. (London, Imperial College of Science), Some Recent Work on Mutation in Microorganisms. Part IL Mutations in Bacteria. In: Journ. of Genetics, Bd. 4, S. 325—350, 1913. The author reviews recent work on inherited changes in Bacteria, classi- fying them into (a) physiological, and (b) morphological. A considerable part of the paper deals with apparently adaptive mutations, the power of Bacilli of the coli-typhosus group to give rise to daughter-colonies which can ferment sugars when grown in sugar-containing media. He also gives cases of mutations (usu- ally in colour) induced by chemical means, and notes that the same reagent may give rise to different mutations in the same strain. Many of the mutations des- cribed appeared spontaneously, without any recognisable external cause. The mutations differ from 'modifications' which are induced by change of medium, in being permanent when the organism is restored to its former medium, whereas 'modifications' disappear under such circumstances. Doncaster (Cambridge j. 207) >Vel)ber, H. J., The Effect of Research in Genetics on the Art of Breeding. In: Amer. Breeders' Mag., Vol. III, Nr. 1, S. 29—36, Nr. 2, S. 125 bis 135, 1912. An address given by the retiring chairman of the Plant Section, of Amer. Breeders' Assoc, Dec. 30, 1911. Nvmierous results of both plant and animal breeders are given to show that the greatest weight of evidence is opposed to the origiu of a new unit character through the cumulative action of selection. The author discusses the value of continuous selection to the practical breeder, while at the same time pointing out the fact that each individual case will re- quire careful analysis in order to determine the nature of the advance made and the interpretation of the process or processes concerned. The origin of new unit characters, if not produced by selection, is discussed. The author is inclined to believe that it will be found that hybridization may stimulate the production of new unit characters which mendelize with the parental types. Pearl (Orono). 78 Vererbung, Variation, Mutation. 208) Malde, 0. G., A Metliod of Recording Types aud Variation in Fruits and Vegetables by Direct Printing. In: Amer. Breeders' Mag., Vol. III, Nr. 1, S. 52—56, 1912. Fruits and Vegetables are cut either transversely or longitudinally. The cut surface is gently passed upon an ink päd and is then transferred to recording Cards. By this method accurate records of the general form of different varie- ties are obtained as well as of tlie thickness of the flesh. Pearl (Orono). 209) Marshall, F. K., Evolution of the Standard Bred. In: Amer. Bree- ders" Mag., Vol. III, Nr. 1, S. 45—51, 1912. The American trotters' history is used to show what may be the true role of selection in breed improvement. Nothing new has been originated in bree- ding for fast horses. All the qualities that make up fast horses have been in esistance, but widely scattered. It has been the work of the breeder to combine the different components in one animal and then to breed so as to secure horses strong enough in their inheritance of those qualities as to be similarily strong- in the transmission of them. Pearl (Orono). 210) Oelkersj J., Stiel- und Traubeneichel. Eine variatiousstatistische Untersuchung. In: Zeitscbr. f. Forst- u. Jagdwesen, Jahrg. 45, Heft 1, S. 18 — 45. Quercus pechDicidata, Q. sessüiflora und Q. rohuf. Eckstein (Eberswalde). 211) Dewitz, J., Über die experimentelle Abänderung von Organismen durch die chemische Beeinflussung ihrer Fortpflanzungskörper. In: BioL Centralbl., Bd. XXXIII, Heft 1, S. 10—14, 1913. Der Verfasser versuchte durch chemische und physikalische Beeinflussung der Fortpflanzungskörper eine Veränderung der aus ihnen hervorgehenden Or- ganismen zu erzielen. Positive Resultate wurden bis jetzt erst bei Gurken erhal- ten durch 9tägiges Einlegen der Samen in 0,5 7o ige Borsäure. Die aus ihnen her- vorgegangenen Pflanzen gelangten zur Bildung reifer Samen, zeigten aber einen gedrungenen, stämmigen Wuchs im Gegensatz zu den kriechenden Kontrollpflan- zen. Die Blätter waren groß und häufig unsymmetrisch. Die Wirkung der Bor- säure kann nicht als Giftwirkung gedeutet werden, denn Salic^dsäure, Essigsäure^ Cyankali und Formalin brachten keine solchen Abänderungen hervor. Auch wirkt die Borsäure nicht immer gleichartig: wird Leinsamen dieser Behandlung unter- worfen, so werden die daraus entstehenden Pflanzen gleichmäßiger und höher als die Kontrollpflanzen. Schüepp (München). 212) Morgan, T. (Columbia College), Heredity of body color in Droso- phila. In: Journ. exper. Zool., Bd. 13, Heft 1, S. 27-43, 1912. Bei der als „grau" zu bezeichnenden normalen „Wildform" der Fliege JDro- sopJiila ampelophila ist das Vorhandensein von wenigstens drei Farbfaktoren an- zunehmen, nämlich B-Faktor für schwarz, Y-Faktor für gelb und Br-Faktor für braun. Neue Versuche zeigten in Bestätigung und Ergänzung der früheren Ex- perimente, daß die mit Bezug auf Körper- und Flügelfärbung schwarz, gelb oder braun erscheinenden Mutanten (Verf. gibt eine detaillierte Beschreibung der die viererlei Drosoj)!/ ila-Fovmen kennzeichnenden Färbungs- und Zeichnungscharaktere) aus der grauen Wildform BYBr folgendermaßen entstanden: Fehlt der Faktor für gelb, so erscheint die schwarze Mutation ByBr. Ist umgekehrt der Faktor für schwarz abwesend, treten gelbe Mutanten bYBr in die Erscheinung. Diese zwei Mutanten gelb und schwarz gingen direkt aus der grauen Wildform hervor. Die braunen Mutanten dagegen entstanden aus Kreuzungen zwischen diesen zwei Vererbung, Variation, Mutation. 79 priuiären Mutationen (gelb und schwarz) und stellen eine „Permutation" dar. Der braunen Form fehlt sowohl der Faktor für schwarz als auch derjenige für gelb (braun = byBr). Sämtliche Mutanten erscheinen weniger kräftig als die Wild- form. Am stärksten wird die braune Permutation von dieser Schwächung be- troffen, am wenigsten die schwarze Mutation. Der Faktor für schwarz ist geschlechtsbegrenzt: nur die 5 bestimmenden Spermatozoen führen B mit sich, Parallele Erscheinungen — Vorhandensein von mindestens drei Faktoren zwecks Entstehung der normalen Farbe und geschlechtsbegrenztes Verhalten wenigstens eines derselben ■ — ließen sich bezüglich der Augenfarbe von J)roso- plüla feststellen. Irgendwelche Korrelationen zwischen diesen beiden Faktoren- reihen scheinen jedoch nicht zu bestehen. M. Daiber (Zürichj. 213) Morg'aii, T. H. (Columbia University), Factors and unit-characters in Mendelian theory. In: Amer. Natural, Bd. 47, Heft 1, S. 15—16, 1913. In this paper the Mendelian hypotheses of factors and unit-characters are considered, both as regards the underlying conceptions and the symbolism by which they are to be represented. Morgan points out that a unit-character can not be the product of a particular factor acting alone, but the whole orga- nism is in some way concerned in its production. In his experiments \\\i\\ Drosophüa, Morgan has obtained from a pure wing- less race one iudividual having one normal wing. The condition was not inhe- rited, but such cases lead to the belief that the appearance of a new recessive character is not due to an irretrievable loss from the germ plasm, but rather to a readjustment of the equilibrium. Regarding the symbolism for Mendelian characters, the author points out that when a Single character-difference exists for a given organ the nomencla- ture of Mendel himself may be conveniently used. Thus in Drosophila, R = red eye and V = vermilion eye. But this method breaks down when two new cha- racters of the same organ are involved. The presence and absence hypothesis was invented to cover such cases. In BrosophUa the appearance of a pink-eyed mutant necessitated the use of this hypothesis as follows: red eye = RV, ver- milion = rV, pink = Rv. Thus vermilion X pink = rVRv (red) F^, and in Fg a new type, rv (orange eye), appears, for which the symbol was adopted. The difficulties with this scheme are, (1) that it implies the actual loss of two "fac- tors" from the original germ plasm, PVO, and (2) that the whole System of Symbols must be changed when a new mutation ("eosin") in eye color occurred. The method suggested is as follows: The first letter of the new character shall stand as its symbol. Thus P Stands for the pink "factor", and p for the corre- sponding factor of the pink-eyed fly. The formula for red eye will then be PVE, for vermilion, PvE, etc., new capital letters being added to the formula for red eye a\ heuever a new recessive mutation occurs, and a new small letter whenever a dominant mutation occurs (the character itself being represented by a capital in the latter case). The same symbolism is applied to three mutations for body colour and eight mutations in the wings. Thus P represents the pink "factor", i. e., the thing which has disappeared in the redistribution accompanying the change from red to pink-eye, while p represents the corresponding factor of the pink-eyed fly. The writer points out that, as ordinarily used, a double meaning is attached to the Symbol for a given factor. Thus P in the formula vP meant a residuum gO Vererbung, Variation, Mutation. whicli gives i3ink, while in Vp the letter p stood for the allelomorph of the re- siduum "when V was lost. (Gates London). ^14) Toyama, K. (Japan, University of Tokyo), Maternal Inheritance and Mendelism. (First Contribution.) In: Journ. of Genetics, Bd. 4, S. 351 —405, 1 plate, 1913. The author describes the various egg-colours in Silkworms, and experiments in their inheritance. The egg-colour may be due to pigment in the serosa, in the shell or the yolk. In all cases, with one exception, the colour depends on the femaie parent, and the faculty of producing eggs of one or other colour is mendelian in its inheritance. Thus if a femaie havi ng eggs of a recessive colour is mated with a dominant male, the eggs have the recessive colour, even though the pigment is in the embryo, not in the shell. All the eggs of the next (F^) Generation have the dominant colour, and the eggs of some Fg females will have the dominant, of others the recessive colour. The inheritance of egg-colour thus resembles that of certain seed-colours whicli are determined by the femaie parent. The only exception is a crimson colour, due to a pigment in the serosa. This crimson colour is recessive to the normal, and is embryonic rather than maternal, so that a femaie of the crimson breed mated to a normal male has normal-colou- red eggs. Doncaster (Cambridge). 215) Pearl, R. (Maine Exper. Stat.), The mode of inheritance of fecun- dity in the domestic fowl. In: Journ. exper. Zool., Bd. 13, Heft 2, S. 153 — 268, 1912. Die Vererbung der Fruchtbarkeit (Abscheidung reifer Geschlechtszellen) teim Huhn verläuft nach bestimmten Gesetzen, die sich verstehen lassen unter Annahme folgender Faktoren: 1. F ^ Faktor für normales Ovarium, fällt zusammen mit $ Geschlecht; f = J". 2. Li= erster Fruchtbarkeitsfaktor, bewirkt zusammen mit F die Produktion von Wintereiern in der Zahl unter 30. 3. L2= zweiter Fruchtbarkeitsfaktor, bewirkt zusammen mit F undL^, die Pro- duktion eines Überschusses von Wintereiern, mehr als 30. Die beiden Fruchtbarkeitsfaktoren vererben sich 1. unabhängig von- einander. Dabei bildet L^ das für Entfaltung der Wirksamkeit von Lj unerläß- liche Fundament. Lg ohne L^ (li^g oder L^Lg) vermag keine erhöhte Frucht- barkeit hervorzurufen. 2. Die beiden Fruchtbarkeitsfaktoren sind qualitativ verschieden: L^ in doppelter Dosis vorhanden, ruft keine erhöhte Fruchtbar- keit hervor. 3. Die Vererbung von L^ ist geschlechtsbegrenzt. Gameten von der Zusammensetzung FLg werden nicht gebildet. Beim Huhn ist bekanntlich das $ heterozygot mit Bezug auf den Geschlechtsfaktor (also Ff). Weibchen, die Lg überhaupt besitzen, müssen bezüglich dieses Faktors ebenfalls heterozygot sein. In gewissen Sippen — z. B. bei den im Experiment verwandten Indischen Kämpfern (andere Linien von Kämpfern mögen sich anders verhalten) — scheint Lg überhaupt zu fehlen. Es w^urden folgende Versuche ausgeführt: 1. Kreuzimgen von Plymouth Rocks, 2. Kreuzungen von Indischen Kämpfern — beide in zahlreichen Genera- tionen durchgeführt — , 3. Kreuzungen zwischen diesen zwei Rassen (F^ und Fg bis jetzt erhalten). Diese drei Klassen verhalten sich bezüglich der Vererbung des Fruchtbar- keitsgrades wie drei scharf umgrenzte mendelnde Einheiten. Es enthüllen sich ferner mit Bezug auf die Fruchtbarkeit Gesetzmässigkeiten, die — (und das Vererbung, Variation, Mutation. 81 ist, ganz abgesehen von der Interpretation im einzelnen, von größter Wichtig- keit) — gleicherweise für Reinzuchten zweier verschiedener Rassen Geltung haben, wie für Kreuzungen zwischen diesen beiden Rassen. Es zeigte sich in allen Fällen, daß fortgesetzte Selection mit hoher Fruchtbarkeit begabter Mütter die Durchschnittseierproduktion der Töchter nicht zu beeinflussen imstande ist: die mütterlichen Gameten (F) enthalten niemals den erhöhte Fruchtbarkeit bedin- genden Faktor (Lg). Die geringe Fruchtbarkeit, wie sie Lj bedingt (weniger als 30 Wintereier), kann dagegen vom Vater oder von der Mutter vererbt werden (FLj und fLj ist möglich). — Hohe Fruchtbarkeit (mehr als 30 Wintereier) wird in allen Fällen vom Vater vererbt, ganz unabhängig von der Mutter: Ein und derselbe Hahn erzeugt, mit den verschiedensten Hennen gepaart, mit solchen von hoher und mit solchen von geringer Fruchtbarkeit, Töchter von hoher Fruchtbarkeit stets in demselben proportionalen Verhältnis zur Gesamtnach- kommenschaft. M. Daiber (Zürich). 216) Phillips, J. (Lab. Genet. Bussey Inst.), Size inheritance in Ducks. In: Journ. exper. Zool., Bd. 12, Heft 3, S. 369 — 380, 1912. Bezüglich der Vererbung des Körpergewichts ergab sich bei Kreuzung zweier durch Größe und Gewicht auffallend verschiedener Entenrassen (große französ. Rouenente X kleine Wildente, Anas boschas) folgendes: P^- Individuen aus der Paarung Rouen cT X Wildente $ zeigten mit Bezug auf das Durchschnittsgewicht ein intermediäres Verhalten. Die Variationsbreite der Bastarde sodann ist geringer als bei beiden Elternrassen. Die Gesamtzahl der erhaltenen Individuen betrug allerdings nur 13. — Auch die Fg-Generation verhielt sich bezüglich des Durch- schnittsgewichts intermediär (33 Individuen), zeigte aber vermehrte Variabilität: bei Fj betrug die Differenz zwischen größtem und kleinstem c^ nur 200 g, bei Fg = 887 g. Diese Variabilität der Fg-Generation ist auch größer als bei beiden Elternrassen. Die reciproke Kreuzung, Wildente cT X Rouen $, war ohne Erfolg (J" zu klein?). Ob Aufspaltung eines multiplen Gens zur Erklärung der erhaltenen Ergebnisse — intermediäres Verhalten der zwei ersten Bastardgenerationen, mit vermehrter Variabilität in der Fg-Generation — anzunehmen ist, erscheint nicht entschieden. M. Daiber (Zürich). 217) Klatt, B., Über die Veränderung der Schädelkapazität in der Domestikation. In: Sitz.-Ber. Ges. Naturf. Fr. Berlin, Nr. 3, S. 153 — 179, 9 Abb., 1912. Ganz allgemein findet Klatt, daß gezähmte Tiere (Hauskaninchen, Frettchen, Hausschaf, Hausziege, Hauskatze) gegenüber den wildlebenden Verwandten (Wild- kaninchen, Iltis, Wildschaf, Wildziege, Felis maniculafa) eine Abnahme der Schä- delkapazität aufweisen. Bei dem Vergleich von Hund mit Wolf und Schakal glaubt er aber eine Tendenz der Hirnentwicklung erkennen zu können, die dahin geht, daß neben der allgemeinen durch die Zähmung bedingten Abnahme eine teil- weise Wiederzunahme des Gehirnes einherläuft, die er auf Rechnung der be- sonderen Zunahme des Stirnhirnes setzen zu sollen meint. P. Bartels (Königsberg). 218) Raynor, B. I. and Jones, J. W., Domestication of the Fox. In: Amer. Breeders' Mag., Vol. HI, Nr. 1, S. 37—45, 1912. In breeding foxes, soil, climate and location must be kept in mind. Expe- rience in Prince Edward Island proves that when good dark silver foxes are once Zentralblatt f. Zoologie, aUgem. u. experim. Biologie. Bd. 3. 6 82 Vererbung, Variation, Mutation. secured they ahvays produce dark silver pups. Successful breeding requires a secluded locality because of extreme nervousness of tlie female. During the pro- ductive period of nine years one pair of foxes will produce about 30 young. Pearl (Orono). 219) Hays, W. M., Constructive Eugenics. In: Amer. Breeders' Mag., Vol. III, Nr. 1, S. 5—10; Nr. 2, S. 113—119, 1912. The author conceives eugenic problems to be similar, broadly speaking, to those of plant breeding and animal improvement. Two genetic facts to be squa- rely faced are (l) the need of restraining from the function of reproduction the genetically deficient classes and families, and (2) the loss of genetic values through war. Much stress is laid upon the value of suburban and country life towards producing healthy individuals, and suggestions for improving country life are given. A theoretical scheme for mass improvement suggests the registration of the general efficiency of families so that those families of high efficiency could avoid marrying into those families where the genetic rating is low. Pearl (Orono). 220) Ward, R. De C, Cur Immigration Lawa from the View Point of Euge- nics. In: Amer. Breeders' Mag., Vol. III, Nr. 1, S. 20—26, 1912. 221) Woods, F. A., Alternate Human Inheritance and Eugenics. In: Amer. Breeders' Mag., Vol. lU, Nr. 1, S. 26— 28, 1912. An address given before the American Breeders' Association at Washington in 1911. The author finds many traits of character to be alternative in descent. High intellectual qualities alternate with lesser mentality or mediocrity or men- tal deficiencies of a marked nature. Likewise distinct moral elevation alternates with lower types. In the fact that these differences are not obliterated even among those living in the same house and the same social atmosphere the author finds a strong argument in favor of germ plasm causation and a support to the advocates of eugenics. Pearl (Orono). 222) Brownlee, S., On the Inheritance of Hair and Eye-colour. In: Proc. Royal Soc. Edinburgh, 32, 5, S. 458—474, 1913. A mathematical analysis of the data published by Beddoe, leading to the following conclusions. (l) Many of Beddoe's populations are stable in a Mendelian sense, i. e. the facts are in accord with Mendelian inheritance of hair and eye-colour. (2) There is coupling between hair and eye-colour, the most probable ratio of coupling being 9:1. (3) It is possible that the colour of the hair has some other effect on eye-colour in addition to the coupling factor. (4) The analysis gives no Suggestion of the presence of any race in Britain which had different hair and eye relatiouships from those pertaining to the three races generally considered to form the basis of the European population. Doncaster (Cambridge). 223) Castle, W. E. and Simpson, Q. I., A family of spotted negroes. In: Amer. Natural., Bd. 47, S. 50—56, figs. 4, 1913. Describes an interesting case of the origin and inheritance of Spotting in a negro pedigree. The original spotted individual was born in Louisiana in 1853. Her parents are said to have been both normally coloured negroes, and no spotted negroes had previously existed in that region. She married a "medium dark" negro, and of their 15 children 8 are spotted like the mother, 7 without spots but varying in depth of colour, as is usual in mulatto families. Of the 15 children. Vererbung, Variation, Mutation. 88 6 (3 normal and 3 spotted) married normal negroes. The normals had only nor- mal children, 7 in all. The spotted ones had 9 spotted and 2 normal children. The character for Spotting therefore behaves more or less like a Mendelian do- minant, though there appears to be an excess of spotted individuals. [This would appear to be another case where crossing has induced a germinal Variation or mutation.] Gates (London). /224) Chiari, H,, Über familiäre Chondrodystrophia foetalis. In: Münchn. med. Wochenschrft., 60. Jhrg., S. 248, 1913." Als neues Beispiel für das mehrfache Auftreten der Chondrodystrophia foe- talis in ein und derselben Familie bespricht Verf. einen Fall von zwei chondro- dystrophischen Foeten, die von einem Vater und von zwei Müttern, die Schwestern gewesen waren, abstammen. Der Großvater väterlicherseits der beiden Foeten macht den Eindruck eines Zwerges. Der Vater und die beiden Mütter hatten gemeinsame Urgroßeltern, über deren Körperbau nichts zu erfahren war. Weishaupt (Berlin). /225) MorpurgO, B. und Donati, A., Beitrag zur Frage der Vererbung der Anlage zur Geschwulstentwicklung. In: Münchn. med. Wochenschr., 60. Jahrg., Nr. 12, S. 626, 1913. Die Versuche wurden mit einem Spindelzellensarcom ausgeführt, das sich zuerst anscheinend spontan in einer Ratte entwickelt hatte. Während bei einer Rasse 80% Impf ausbeute (unter 391 Geimpften) erzielt wurde, verhielt sich eine zweite, gleichfalls reingezüchtete Rasse von Ratten sehr viel weniger empfäng- lich (20 7o auf 124 Impfungen). An den Abkommen dieser letzteren Rasse wurde in der Art weiter experimentiert, daß Überimpfungen auf Nachkommen von Tumorträgern und auf Nachkommen von geschwulstfreien Tieren vorgenommen wurden. Bei beiden Versuchsserien (je 29 und 28 Fälle) erfolgte Angehen und Rückbildung der Geschwulst in nahezu gleichem prozentualem Verhältnisse (Serie I: 41 7(, Ausbeute, 80% Rückbildungen, Serie II: 42% Ausbeute, 70% Rückbildungen), woraus die Autoren den Schluß ziehen, daß eine Vererbung der individuellen Anlage zur Fortpflanzung von fertigen Geschwulstzellen nicht be- steht, was aber selbstverständlich keinen Schluß auf die Vererbung der Anlage zur spontanen Geschwulstentwicklung zuläßt. Weishaupt (Berlin). 226) Southard, E. E., Note on the Geographica! Distribution of In- sanity in Massachusetts. In: Amer. Breeders' Mag., Vol. III, Nr. 1, S. 11 bis 20, 1912. The author finds that there are indications of eugenic and cacogenic areas in Massachusetts. The possibly cacogenic townships lie chiefly in the midland county of Worcester and in no case west of the Connecticut river or on the seacoast. A striking numerical disparity was shown by the census of social de- fectives May 1, 1905, viz., 8 per 1000 in the eugenic group to 20 per 1000 in the cacogenic group. The eugenic group has a somewhat higher percentage of native born parents and a still higher percentage of native-born grandparents and may therefore represent somewhat stabler stock than the cacogenic groups. The census of 1905 indicates that the insanities and allied conditions are apt to occur in a background of more general diseases. Pearl (Orono). 227) Pearson, K., On the probable errors of Frequency Constants. In: Bio- metrika, IX, 1, S. 1—10, 1913. 6* 34 Psychologie. 228) Pearson, K., On the probable error of a Coefficient of Correlation as found with a fourfold table. Ibid. S. 22—27. 229) — , Multiple Gases of Disease in the same house. Ibid. S. 28 — 33. 230) — , On the measurement of the influence of "Broad Categories" on Correlation. Ibid. S. 116—139. 231) — , Note on the Honduras Piebald. Ibid. S. 330—331. (4 plates.) 232) Pearson, K. and Heron, D., On theories of association. Ibid. S. 159 — 315. 233) Pearson, K. and Elderton, E. M., On the hereditary Gharacter of General Health. Ibid. S. 320— 329. 234) Harris, J. A., The relationship between the weight of the seed planted and the characteristics of the plant produced. Ibid. S. 11 — 21. 235) Enimons, A. B., A study of the variations of the American Indian Squaw. Ibid. S. 34—57, (7 plates). 236) Snow, E. C, The Intensity of Natural Selection in Man. (Second paper). Ibid. S. 68—68. 237) Greenwood, M. jun., On errors of random sampling in certain cases not suitable for the application of a "normal" Gurve of frequency. Ibid. S. 69 bis 90. 238) Soper, H. E., On the probable error of the correlation coefficient to a second approximation. Ibid. S. 91—116. 239) Anonymons ("Student"), The Correction to be made to the Gorrelation ratio for Grouping. Ibid. S. 316—320. 240) Hirschberg, L. K., Selection and Intermediates in Bacillus coli. Ibid. S. 331—332. Doncaster (Gambridge). Hierzu: Nr. 139, 141, 185, 241, 260, 314, 360. Psycliologie. / 241) Horst, E., Zur Naturgeschichte des Genies, (Humboldt-Bibliothek, Heft 10.) Brackwede i. W. (W. Breitenbach) 1913. 8^. 50 S. JC 0,80. Verf. vertritt die Ansicht, daß die geistigen Erscheinungen restlos auf die physiologische Mechanik des Nervensystems, des Neuro- und Psychoplasmas, zu- rückgeführt werden können. Das Genie nennt er eine Großleistung des Geistes, die durch die Gehirnmechanik bedingt ist. Je höher die physiologische Güte des Psychoplasmas, um so gewaltiger die Summe der möglichen Gedankenmechanik, um so größer der Grad der Genialität. Das über das Mittelmaß hinaus leistungs- fähige Psychoplasma bezeichnet Verf. als „aktiv". Seine günstige physiologische Beschaffenheit kann im Lecithinreichtum bestehen und wird vererbt, aber ohne Differenzierung, d. h. ohne psychische Engramme. Verf. lehnt die Annahme einer angeborenen spezifischen Begabung ab. Die Vererbung des aktiven Psychoplas- mas erfolgt als Rassenanlage. Das aktuellste Problem der Menschheit lautet: Erhaltung der Genieproduktion; die Möglichkeit, es zu lösen, sieht Verf. allein in der Aufstellung einer naturwissenschaftlichen Rassenethik, in der Heranzüch- tung eines rassenhaften Kulturbewußtseins. Das „aktive" Psychoplasma hält er für eine spezifisch germanisch-arische Rassenanlage, weil bisher nur diese Rasse wahrhaft kulturschöpferisch veranlagt war. W. May (Karlsruhe). 242) Kleinsorgen, Fritz, Zum Denkproblem der Tiere, nebst Anhang: Apho- rismen und Gedanken über Denken und Verwandtes. Elberfeld (Erd-Verlag) 1912. 24 S. Verf. bemüht sich, die Frage des Denkproblems der Tiere einer befriedigenden Lösung entgegenzufahren, wobei er auch auf die jetzt in der Tierpsychologie aktuellen Elberfelder denkenden Pferde Bezug nimmt. Hempelmann (Leipzig). Parasiten. Medizinische Biologie. 85 243) Leduc, St., Der Mechanismus des Empfindungsvermögens. In: Kosmos, ßd. 10, Heft 4, S. 127—131, 12 Abb., 1913. Handelt über Tropismen, die auf phy.sikalischem Wege erzeugt wurden und nach der Ansicht des Verf. mit denen der Lebewesen identisch sind. W. May (Karlsruhe), 244) Passkönig, Oswald, Die Psychologie Wilhelm Wundts. Zusammen- fassende Darstellung der Individual-, Tier- und Völkerpsychologie. Leipzig (Siegesmund & Volkening) 1912. 188 S. Geb. M 3,80, br. Ji 3,20. Verf. gibt eine überaus klare und übersichtliche zusammenfassende Dar- stellung der Individual-, Tier- und Völkerpsychologie Wilhelm Wundts, bei der er sich hinsichtlich des Ganges an die entsprechenden Hauptwerke dieses großen Psychologen anschließt. Hempelmann (Leipzig). 245) Schneider, K. C. (Wien), Die rechnenden Pferde. In: Biolog. Cen- tralbl., Bd. 33, Heft 3, S. 170—179, 1913. Verf. führt aus, daß die mathematische Befähigung der Pferde durchaus nicht hinreiche, um Tier und Mensch psychisch anzunähern. Wir kommen bei der Be- urteilung der rechnenden Pferde aus, wenn wir ihnen Zahlensinn zuschreiben; solange dagegen „nicht der Nachweis geführt ist, daß sich die Pferde des Ja und Nein, des Wahr und Falsch bewußt sind, wenn sie rechnen, solange braucht uns um unsere Sondernatur nicht bange zu sein". Auch die Kausalität bleibt den Tieren fremd; „sie sind neugierig und lernen eventuell gern, aber nur: was ge- schieht, nicht: warum etwas geschieht". — Die außerordentliche Bedeutung der Kral Ischen Befunde liegt darin, daß mit der Rechenfähigkeit der Pferde ein aprioristisches Moment (Zahl in der Kant- Schopenhauer sehen Beziehung auf die Zeit) in die Biologie eingeführt wird. Koehler (z. Z. Neapel). Hierzu: Nr. 125, 127, 133, 136, 193, 304, 305, 332. Parasiten. Medizinisclie Biologie. 246) Andr^, E., Recherches parasitologiques sur les Amphibiens de la Suisse. In: Revue Suisse Zool. Bd. 20, S. 471—485, 1912. Verf. stellt sich die Aufgabe, auf statistischem Wege die qualitative und quantitative Variation der in den Amphibien lebenden Parasitenfauna und deren Ursachen zu erforschen. In dieser ersten Arbeit macht er nähere Angaben über das numerische Vorkommen und die Vergesellschaftung der in Biifo vtügaris und Salamandra maculosa parasitierenden Infusorien, Distomeen, Nematoden, Cestoden und Acanthocephalen. An allgemeinen Ergebnissen ist vorläufig nur zu erwähnen, daß bei Bufo vtügaris die Zahl der von keinen Parasiten behafteten Individuen nach Lokalitäten schwankt und beispielsweise in Genf 28%, im Tessin nur 0,27(j beträgt. Unter den parasitenfreien Exemplaren sind die cT etwas zahlreicher als die ?, was sich vielleicht dadurch erklären läßt, daß letztere während der Re- produktionszeit infolge reichlicher Nahrungsaufnahme auch häufigere Infektions- gelegenheit haben. J. Carl (Genf). 247) Kicoll, William, Statistical Note on the Worm Parasites coUected from the Animals dying in the Zoological Gardens from December 1910 tili April 1912. In: Proc. Zool. Soc. London, S. 856—858, 1912. Hierzu: Nr. 191, 258—255, 260, 268, 269, 271, 274, 284, 292. gg Landwirtscliaftliche und forstliche Biologie, Landwirtschaftliclie und forstliche Biologie. 248) Deiigler, A., Die Wälder des Harzes einst und jetzt. Eine bestandsgeschicht- liche Studie. In: Zeitschr. f. Forst- u. Jagdwesen, Jahrg. 45, Heft 3, S. 137—174, 1913. Die frühere Bewaldung des Brockengipfels. Einwirkung des Windes auf den Wuchs der Fichte am Brocken. Heimatberechtigung der Fichte und ihre natürlichen Gebiets- grenzen. Verteilung von Laub- und Nadelholz. Eckstein (Eberswalde). 249) Dewitz, J., Die Bedeutung der Physiologie für die Schädlings- forschung. In: Naturwiss. Zeitschr. f. Forst- u. Landwirtschaft, Jahrg. 11, Heft 3, S. 129—143, 1913. 1. Die Tropismen. Im Jahre 1787 fing Abbe Roberjot die Falter von OenophtUra pilleriana mit Licht oder Holzfeuer. Die roten und grünen Strahlen des Spectrums üben die stärkste Anziehungskraft aus (Perrand). Verhältnis der dem Licht zufliegenden Falter nach dem Geschlecht. Bis zu 40% der anfliegen- den Falter sind Weibchen. Phototropismus und Insektenlarven. Auf Kontaktreizen (Stereotropismus) beruht die Eigentümlichkeit, daß viele Larven sich unter Brettern, Fanggürteln u. dgl. verstecken, ebenso das Zusammensitzen erwachsener Gastropacha neustria- Eaupen. Einfluß des Geotropismus und des Rheotropismus. 2. Der Einfluß äußerer und innerer Faktoren auf das Leben und die Ent- wicklung der Insekten. Einfluß von Feuchtigkeit, Kälte, Tages- und Jahreszeit. Verschiebung des Geschlechtsverhältnisses der Insekten durch Degeneration in- folge des Zustandes der Nährpflanze nach mehrfach wiederholtem Fraß an der- selben Pflanze. 3. Die physiologische Wirkung der Insekticide: Magengifte, Kontaktgifte, ihre Wirkung auf die Organe der Insekten, Eckstein (Ebers walde). 250) Escherich, K. und Baer, W., Tharandter zoologische Miszellen. 4. Reihe. In: Naturwiss. Zeitschr. f. Forst- u. Landwirtschaft, Jahrg. 11, Heft 2, 3, S. 98—109, 121—128, 1913. I. Fachynematus montanus Zadd. ein neuer Fichtenschädling. — Schwächer befressene Bäume sind unterhalb der Spitze ein bis mehrere Meter weit entnadelt. Unterschiede des Einzelfraßes an der Nadel von den durch Nematus abietum verursachten Beschädigungen. Durch die Aufzucht wurde die obengenannte Blattwespe als Schädling bestimmt. Beschreibung der Wespe, Eier, Larven, Puppen und der Cocons. Flugzeit: Mai. Wirtschaftliche Bedeutung der Wespe. H. Ein Fraß von Lophyrus hercyniae Htg. — Über ein starkes, aber lokal beschränktes Massenauftreten der genannten Lophyrus- kxi wird berichtet. Zwölfjährige, stark von Chermes besetzte Fichten waren 1908 und 1909 befallen. Die Bekämpfung geschah durch Sammeln. Merkmale der Art. Die Eiablage er- folgt in einer der scharfen Kanten der Nadel. Die Larven erscheinen 11 — 12 Tage nach der Eiablage. Die Larve ist der Raupe von Panolis griseovariegata ähnlich. Die Nadel wird von der älteren Raupe völlig bis zur Basis aufgefressen. Die Cocons sind nicht sehr derb. Meisen (Parus) und Goldhähnchen {ßegulus) stellen ihnen nach. Die Generation ist doppelt. Die erste Hauptfraßzeit fällt in den Juni und Anfang Juli. Dann fressen die Raupen der zweiten Generation. Ein- wirkung der Höhenlage auf die Generationsfolge. An Fichte frißt außerdem Lophyrus abieücola D. T. Beschreibung der Imago und Larve. Landwirtschaftliche und forstliche Biologie. 87 IIL Die Eizahl von Lyda stellata Christ. — Lyda nemoralis L. legt 50 Eier, L. hypotrophica 25, L. stellata legte während 5 Wochen 79 Eier. IV. Hepialus hu muH an Hickoripflanzen. — Die Raupe des Hopfen- wurzelspinners lebt an den Wurzeln krautartiger Gewächse: Bumex obtusifolius, Petasifes officinalis, Leontodon taraxacum, Solanum, Urtica, Spiraca, auch an Bauens carotta. An Carya alba frißt sie im Mark der Wurzel einen Kanal von 10 — 17 cm Länge, der oben das Einbohrloch, unten ein Ausbohrloch besitzt. Die Hickori- wurzeln sind sehr weich. V. Ergates faber L. als technischer Schädling. — Die Larve lebt in Lichtmasten und Zaunpfählen aus Kiefernholz dicht am Erdboden bis Yg m Höhe. VL Leimringfauna. — Carnivore Schildwanzen, Troilus (Äsopus, Fodiscus) luridus F. und Picromerus bidens L. wurden beobachtet. Pentatoma ist phytophag oder saugt an Leichen. Argyresthia goedarteUa wurde unter Leimringen an Birken in Mengen gefunden, wo sie ähnlich wie Nonnenräupchen spinnen. Sie lebt vom Herbst bis zum Früh- jahr in männlichen Blütenkätzchen der Birke und Erle und wandert zur Ver- puppung abwärts. Puppe zwischen Rindenritzen, am Boden, oder in selbst ge- nagten kleinen Höhlungen in der Rinde. VIL Über ein Massenvorkommen von Palaeococcus fuscipennis (Brm.) Ckll. (Coccide). — Diese Laus und die ihnen sehr ähnliche, ihnen nach- stellende Käferlarve Navms cruentaius (Coccinellide) wurden unter Leimringen gefunden. Geschichtliche Nachrichten über diese Schildlaus seit Burmeister. Beschreibung von Männchen und Weibchen. Vergleich mit Icerya purchasi und ihrem Feind Navius cardinalis in Australien. Einschleppung der ersteren und Einführung der letzteren Art nach Amerika. Beschreibung der Navius -Larve, ihrer Verwandlung und des Käfers. Eckstein (Ebers walde). 261) Fuchs, a., Forstzoologische Ergebnisse einer Sommerreise ins Engadin. In: Naturwiss. Zeitschr. f Forst- u. Landwirtschaft, Jahrg. 11, Heft 1, 2, S. 8 — 13, 65-86, 1913. L Der graue Lärchenwickler Tortrix {Grapholitha) diniana Gn. Ind. (pinicolana Zell). — Meteorologische Verhältnisse des Engadin. Sie bediiigen das massenhafte Auftreten des grauen Lärchenwicklers, welcher Wärme und Trockenheit liebt. Am 5. August wurden alle Entwicklungsstadien gefunden. Die regelmäßigen Winde ver- ursachen die Verbreitung des Falters. Hohe Bergkämme sind kein Hindernis für die Verbreitung. In der Morgendämmerung schwärmt der Falter um Lärchen. Im August begrünten sich die kahl gefressenen Lärchen wieder. II. Spechtringelbäume. — In Höhe von 3049 m werden Spechtringelbäume ge- funden und zwar Rotföhren mit Wulstringen. An Ameisenbäumen und von Borken- käfern besetzten Stämmen fanden sich Spuren der Arbeit des Buntspechtes. III. Die Arven-, Lärchen- und Fichtenborkenkäfer des Engadin. — Fuchs konnte auf Grund seiner Beobachtungen die Mitteilungen Kellers (Die tierischen Feinde der Arve 1910) revidieren. Ips cembrae Heer und I. amitinus Eichh. von Kiefer und Fichte aus Bayern und den südlichen Alpen sind als Arten zu trennen. I. amitinus der Arve, die nach Kellers Untersuchungen der Fühler dem amitinus -l!y\) angehören, wurden neuerdings untersucht und gleichzeitig die Bewohner von Lärche, Arve, Latsche, Fichte, Föhre und Engadinföhre auseinander gehalten. Der Lärchenbewohner ist 1. cem- brae. Von ihm verschieden ist in seiner äußeren Erscheinung und seinem inneren Bau der Arvenkäfer, der in den Formenkreis des amitinus gehört und als /. amitinus montana zu bezeichnen ist. In Arve und aufrechter Latsche brütet regelmäßig auch Pityogenes conjunctus Reitt; (in der Arve findet sich ferner Polygraphus cembrae). An Fichten wurden Pityophthorus micrographus und Hylurgops gJabratus Zebt. gefunden, sowie eine in den Formkreis des cembrae gehörige Art. Ihre Prüfung ergab, daß sie als I. cembrae Heer forma engadinensis Fuchs unterschieden werden muß. Die Form der Muttergänge wird beschrieben. Analytische Tabelle der unterschiedenen Art I. cembrae Heer an Lärche, I. cembrae Heer var. engadinensis Fuchs an Fichte, I. amitinus Eichh. an Fichte 88 Landwirtschaftliche und forstliche Biologie. und Rotföhre, I. amitinus Eichh. var. montana Fuchs an Arye und aufrechter Latsche. Kellers Befund war richtig, nur durfte er beide Arten nicht in eine zusammenwerfen. Eckstein (Eberswalde). 252) Guse, Mitteilungen des Kaiserlichen Forstinstituts in St. Petersburg. Bd. 23. St. Petersburg 1912. In: Zeitschr. f. Forst- u. Jagdwesen, Jahrg. 45, Heft 3, S. 201—205, 1913. Guse referiert über die russisch geschriebenen Abhandlungen : 1. Über Verjüngung der Kiefer (Pinus silvestris) im Gouv. Kasan. 2. Eine Tafel zur Bestimmung der im Programm der dendrologischen Arbeiten der Studierenden enthaltenen Nadelhölzer nach den Zapfen. 3. Über den Ursprung der Sumpf kiefer (Moorkiefer); eine wissenschaftliche Bezeichnung wird nicht gegeben. 4. Die Bohrungen im Revier Ochta. Eckstein (Eberswalde). 253) Escherich, K., Neues über Polyederkrankheiten. Referierendes und Kritisches. In: Naturwiss. Zeitschr. f. Forst- U.Landwirtschaft, Jahrg. 11, Heft 2, S. 86—97, 1913. Knoche, Wahl, Glaser und Chapman haben bestätigt, daß das die Polyederkrankheit der Nonne (Lymanfria monacha) erregende Virus durch Berke- feldfilter nicht geht, daß die Filtrate avirulent sind und (gegen Prowazek und Wolff) die Chlamydozoen nicht Überträger oder Erreger der Polyederkrankheit sind. Äußere Einflüsse sind von großer Bedeutung für den Verlauf des Ver- suches. Die Anwesenheit des Virus genügt nicht, die Krankheit zu tödlichem Verlauf zu bringen; dazu ist eine besondere Disposition notwendig. Der latente Zustand der Krankheit geht nur unter besonderen Bedingungen in die akute Form (Wipfeln) über. Die Übertragbarkeit des Virus auf eine andere Raupenart wurde ähnlich wie durch Wahl festgestellt. Zusammenfassung der verschiede- nen Anschauungen, ob die Polyeder die Krankheitserreger oder Eeaktionspro- dukte sind. Die Gyrococcen sind nach Escherich nicht die Erreger. Die Polyeder der „Wilt disease" des Schwammspinners {Lymantria dispar) und die der „Schlaff sucht" der Nonne sind verschieden; erstere fehlen auch in Deutsch- land nicht. Polyederkrankheiten sind bei Deilephüa, Satiirnia, Harpyia, Lophyrus rufus bekannt. Bei der Flacherie der Seidenraupe treten keine Polyeder auf. — In der Nachschrift geht Escherich auf die Erwiderung Reiffs (vgl. Nr. 255) und auf jene von Prowazek im Centralbl. f. Bakter., I. Abt. (Bd. 67, Heft 6, 1912) ein. Eckstein (Eberswalde). 254) Meves, J., Infektionsversuche mit Nonneneiern. In: Zentralbl. f. d. gesamte Forstwesen, Jahrg. 39, Heft 1, S. 18—25, 1913. Meves stellte Versuche an, um zu ergründen, ob mit Erfolg Eier der Nonne {Lymantria monacha), welche mit dem Krankheitsstoff der Polyederkrankheit be- handelt waren, im Walde ausgelegt werden könnten, um die Krankheit zu för- dern. Die Ergebnisse der Versuche werden folgendermaßen zusammengefaßt: 1. Raupen aus solchen Eiern, die mit vorjährigen polyederbehafteten Raupen- leichen infiziert sind, fressen mit den Eischalen den daran haftenden Ansteckungs- stoff und sterben innerhalb 11 Tagen nach dem Ausschlüpfen. 2. Die Ansteckung kann sich von diesen Räupchen während deren Lebens- zeit auf mit ihnen zusammenlebende gesunde Raupen übertragen. 3. Die Ansteckung kann sich von diesjährigen oder vorjährigen toten Raupen auf in deren Nähe befindliche gesunde Raupen übertragen, auch ohne unmittel- bare gegenseitige Berührung. 4. Vereinzelte Raupen können immun gegen Ansteckung sein. Eckstein (Eberswalde). Protiata. 89 255) ReifF, W., Zur Esche richsclien Auslegung meiner Arbeit über die „Wilt Disease" des Schwammspinners (Liparis disjjcir L.). In: Naturwiss. Zeitschr. f. Forst- u. Landwirtschaft, Jahrg. 11, Heft 1, S. 49—54, 1913. Escherich hatte in Heft 2 und 3 des 10. Jahrgangs einige Thesen Reiffs ange- griflfen, welche letzterer hier widerlegt. Eckstein (Eberswalde). 256) Baiiiier, 0. et Sartory, A. (Paris, Laboratoire de Botanique crypto- gamique de l'Ecole superieure de Pharmacie), Etudes morphologiques et biologiques du Muratella clegans sp. n. In: Bull. Soc. Mycologique de France, Bd. 29, Heft 1, S. 129—137, 1913. Le Muratella elegans n'a produit jusqu'ici qu'une seule forme de fructifi- cations (formes conidiennes) se rapprochant de Celles des Mortierellees, les auteurs la considerent, d'ailleurs, comme une Mucorinee, voisine des Mortierellees. Les essais en vue d'obtenir des sporanges ont ete infructueux. Le Cham- pignon vegete bien sur tous les milieux, il dedouble le glucose, et faiblement le maitose. II parait etre sans action sur le Saccharose, le lactose et le galactose. II ne liquefie pas l'amidon, mais liquefie la gelatine. C. L. Gatin (Paris). 257) Blaringhem, L., Observations sur la Rouille des Guimauves. In: Bull. Soc. Bot. de France, Bd. 59, Heft 8, S. 765—773, 1912. Les stations ^clairees, peu abritees, sont favorables ä la multiplication des taches de rouille et ä Felevatiou du degre de la maladie, ce qui explique l'apparente resistance des plantes abritees par des murs ou des arbres. La secheresse est egalement favorable au developpement de la rouille. C. L. Gatin (Paris). 258) Trabut, Sur la Chlorose infectieuse des Citrus. In: C. R. Acad. des Sc. de Paris, Bd. 156, Heft .S, S. 243—244, 1913. Cette Chlorose est caracterisee par une floraison abondante, suivie d'une carpomanie tres accusee. A ce moment, on note les premiers symptömes de deperissement, les feuilles jamissent le long des nervures, se decolorent et tombent. Cette maladie est ti-ansmissible par la greffe. Elle est donc contagieuse, mais l'auteur n'a pu mettre en evidence Tagent de la maladie qui serait, selon lui une phytotoxine secretee par un organisme qui echappe aux investigations par le microscope, mais qui se revele par les suites de Pinoculation. C. L. Gatin (Paris). Hierzu: Nr. 183, 194, 205, 293, 298, 301. / Protista. 259) Tung, E., L'explosion des Infusoires. In: Arch. Sc. phys. et nat. Geneve Bd. XXXV, No. 1, S. 21. Verf. beobachtete bei verschiedenen Infusorien {Paramaecium caudatum, P. aurelia, Frontonia leucas), die lange Zeit in Kapillarröhrchen gehungert hatten, ein plötzliches explosionsartiges Platzen des Tieres, wobei dessen Teilchen nach allen Richtungen hin geschleudert werden und auch der Kern zerstückelt wird. Yung führt den Vorgang auf Anhäufung von Trichoplasma im Innern der Tiere während des Hungerns in enger Ge- fangenschaft und Explosion dieses Plasmas bei zufälligem Kontakt mit dem umgebenden Wasser durch eine Wunde im Ectoplasma, ähnlich der Explosion der ausgeschleuderten Trichocysten, zurück. J. Carl (Genf). 260) Andre, E., Les Chilodontes parasites des Cyprinides. In: Revue Suisse Zool. Bd. 20, S. 207—212, 1912. Verf. verfügte über ein reiches Material eines auf den Kiemen von Gold- fischen epidemisch auftretenden Infusors, Chilodon cyprini Moroff. Da er an die- sen Tierchen eine große individuelle Variation feststellen konnte, hält er die bis dahin auseinander gehaltenen C. cyprini Moroff und C. hexastichus Kiernik für eine und dieselbe Art. 90 Coelenterata. Nach Andre greift Chilodon nicht das Gewebe der Kiemen selbst an, son- dern lebt nur in dem sie überziehenden Schleim und beeinträchtigt bei massen- haftem Auftreten die Atmung oder vergiftet den Wirt durch seine Abscheidungs- produkte. Wahrscheinlich tritt er häufig nur als sekundärer Parasit an schon durch Bakterien infizierten Fischen schädlich auf. Andere Fischarten nämlich, die in demselben Aquarium lebten wie die Goldfische, blieben vom Parasiten ver- schont. J. Carl (Genf). y/261) Woodruff, L. L., Dreitausend und dreihundert Generationen von Paramaccium ohne Konjugation oder künstliche Reizung. In: Biolog. Centralbl., Bd. 33, Heft 1, S. 34—36, 1 Textfig., 1913. Eine der vom Verf. gezüchteten Rassen von Paramaecimn aurelia erzeugte nach öYgjähriger Zucht am 1. November 1912 die 3340. Generation, ohne daß ^ Conjugation eingetreten wäre; die Vitalität, speziell auch die Teilungsgeschwin- digkeit, sind nicht gesunken. Die Ausgangszelle dieser Rasse hatte demnach die Potenz, „ähnliche Zellen bis zu einer Zahl von 2^^^*^ und eine Masse Protoplasma von mehr als 10^*'°^mal der Masse [es ist beide Male das Volumen, nicht die Masse gemeint (Ref.)] des Erdballes zu erzeugen". Der Verf. schließt, daß die Conju- gation keine „conditio sine qua non" für unbegrenzte Dauer der Fortpflanzung ist. Das Altei'n und das Befruchtungsbedürfnis sind nicht Grundeigenschaften der lebendigen Substanz. Koehler (z. Z. Neapel). 262) Awerinzew, S., Beiträge zur Entwicklungsgeschichte von Lage- nophrys sp. (Vorl. Mitt.). In: Biolog. Centralbl., Bd. 32, Heft 12, S. 714—718, 1912. Verf. beschreibt den Generationszyklus von Lagcnophrys spi, einem auf den Kiemen der Krabbe lelpJiusa schmarotzenden peritrichen Infusor. Er fand sämt- liche Stadien auf den Kiemen frisch gefangener Krabben. Da keine Figuren ge- geben sind und die Darstellung (vegetative Teilung, Bildung von Macro- und Microgameten, Befruchtung, Rekonstitution des Kernapparates) sehr gedrängt ist, ist die Wiedergabe von Einzelheiten im Rahmen eines kurzen Referates un- möglich. Da der Verf. auf den Kiemen frisch gefangener Krabben, d. h. unter na- türlichen Verhältnissen, zahlreiche Degenerationsstadien vorfand, so tritt er für das Vorkommen des natürlichen Todes bei Protozoen ein. Von demselben Indi- viduum können zweimal unmittelbar nacheinander Microgameten gebildet werden. — Im Text sind S. 716 und 717 miteinander vertauscht. Koehler (z. Z. Neapel). Hierzu: Nr. 139, 150, 206, 246. Coelenterata. 263) Bedot, M., Materiaux pour servir ä Fhistoire des Hydroides. In: Revue Suiflse Zool. Bd. 20, S. 213—469, 1912. Es handelt sich um die Fortsetzung der drei früheren Arbeiten des Verfassers über diesen Gegenstand. Hier wird die Hydroidenliteratur für die Periode von 1872 — 1880 zu- sammengestellt und eine kritisch-synonymische Übersicht der darin behandelten Gattungen und Arten gegeben. Den Scbluß der Arbeit bildet ein alphabetisches Verzeichnis der in jener Periode aufgestellten Arten und Gattungen. J. Carl (Genf). 264) Stechow, E., On the occurrence of a northern hydroid Halatractus (Corymorpha) nanus (Alder) at Plymouth. In: Journ. Mar. Bio!. Ass., Vol. 9, Nr. 3, S. 404—406, Taf. VII, 1012. This hydroid has hitherto been regarded as an Arctic species and its only recorded occurrence in England hitherto is in Northumberland. Potts (Cambridge). Plathelminthes. 91 265) Hickson, S. T., On the Hydrocoralline Genus Errina. In: Proc. Zool. Soc. London, S. 876—896, Taf. XCIV— XCVI, 1912. A systematic and anatomical review of the species of the genus Errina (Styla- sterina). Potts (Cambridge). Plathelmintlies, 266) von Hofsten, N., Revision der Schweizerischen Rhabdocölen und Allöocölen. In: Revue Suisse Zool., Bd. 20, S. 543—687, 7 Textfig. und 3 Karten, 1912. In diesem zweiten Teil der gemeinsam mit P. Steinmann unternommenen „Revision der Schweizer Turbellarien" (vgl. Rev. Suisse de Zool. Bd. 19) werden alle Angaben über das Vorkommen von Rhabdocöliden in der Schweiz kritisch gesichtet und von jeder Art die schweizerischen Fundorte zusammengestellt, wo- von sehr viele vom Verf. selbst in neueren Arbeiten festgestellt oder bestätigt worden sind. Auch wird bei jeder Art die allgemeine Verbreitung angegeben; zahlreiche öcologische und morphologische Mitteilungen erhöhen noch den Wert des faunistischen Teils, in welchem außer den 66 sicheren Rhabdocöliden- Arten (63 Rhabdocölen und 3 Allöocölen) der Schweiz auch eine Anzahl zweifelhafte und für die Schweiz unsichere oder bei einzelnen Autoren zweifelhafte Arten be- sprochen werden. Auf diese Weise sind zahlreiche Irrtümer dauernd beseitigt und ist eine neue sichere Basis für die künftige Rhabdocöliden-Forschung in der Schweiz geschaffen. Dieselbe wird noch erleichtert durch die Einführung von Bestimmungstabellen für die Familien, Gattungen und sicheren schweizerischen Arten, obwohl diese, nach des Verfassers eigener Ansicht, auf keinen Fall das Zurückgehen auf die ausführlichen Diagnosen ersparen sollen. Verf. warnt mit Recht davor, die relativ hohe Zahl der Arten als absoluten Reichtum der Schweiz an Rhabdocöliden zu deuten und sieht darin vielmehr das Ergebnis einer im Vergleich zu andern Ländern intensiveren Durchforschung. Auch der ungleiche Reichtum verschiedener Gegenden der Schweiz ist auf die- selben äußeren Umstände zurückzuführen, wie ein Blick auf die Karte zeigt, welche die Lage der bisher auf Rhabdocöliden durchforschten Gewässer der Schweiz veranschaulicht. In einem besonderen Kapitel wird eine Gruppierung der Arten nach öco- logischen Gesichtspunkten versucht und damit auf einen fast jungfräulichen Zweig der Turbellarienforschung aufmerksam gemacht. Verf. unterscheidet folgende öcologische Gruppen: I. Arten temporärer Kleingewässer (Frühlingsarten). Beispiele: Dalyella viridis, Phaenocora unipimdata. n. In konstanten Kleingewässern und am Ufer, bisweilen im Litoral oder in der Tiefe größerer Gewässer (Sommerarten). 1. Zwischen Pflanzen. Beispiele: Castrella truncata^ fast alle grünen Typhlo- planiden, Bothromesostoma personatum. 2. Zwischen Pflanzen und im Schlamm; Ubiquisten; oft auch im Boden- schlamm größerer Gewässer, einige sogar in temporären Tümpeln. Beispiel: Rhynchomesostoma rostratum, Mesostoma lingua. 3. Nur im Schlamm (mehrere nur in Kleingewässern oder am Ufer). Bei- spiele: Prorhynchus stagnalis, Bochmioirema liniicola, Bothrioplana sempcri. III. An den Bodenschlamm größerer Gewässer gebunden. Beispiele: Plagio- stomum lemani, Otomesostoma aiiditivum, Castrada spinulosa. ' Besondere Besprechung erfahren noch zwei Faunengruppen : die Tiefenfauna und die Hochgebirgsfauna. Die Tiefenfauna rekrutiert sich aus Vertretern der 92 Plathelminthes. obigen Hauptgruppen 11 und m, wobei letztere an Häufigkeit weitaus überwie- gen, während das Vorkommen hinabgewanderter Litoralarten in der Tiefe mehr zufällig erscheint. Die Anpassungen an das Tiefenleben sind sehr schwach aus- gebildet, bei manchen Arten überhaupt nicht vorhanden. Die Hochgebirgsfauna der Schweiz weist 24 Rhabdocölidenspecies auf, wo- von die meisten kosmopolitisch sind, 7 vorwiegend oder ausschließlich dem Hoch- gebirge angehören (schweiz. und nordschwed. Hochgebirge). Sie entsprechen Geologisch alle der obigen Hauptgruppe H mit Ausnahme des Grundbewohners Otomesostoma auditivnm, der nach Hof sten kein marin-glaciales Relikt wäre. Be- merkenswert ist das Fehlen von Plagiostomum lemani im Hochgebirge. Verf. be- tont besonders nachdrücklich, daß die echten Gebirgsarten nicht stenotherme Kaltwassertiere sind. J. Carl (Genf). 267) vou Hofsten, A. und Steinmann, P., Die Schweizerische Turbel- larienliteratur. In: Revue Suisse Zool., Bd. 20, S. 689—723, 1912. Nachdem die beiden Verf. je eine Hauptgruppe der Turbellarien von syste- matischen und faunistischen Gesichtspunkten aus behandelt haben, unternehmen sie in diesem 3. Teil ihrer „Revision der Schweiz. Turbellarien" gemeinsam eine Analyse der gesamten schweizerischen Turbellarienliteratur bis 1911 in chrono- logischer Anordnung. Jeder der 140 einschlägigen Publikationen wird ein kurzes Referat gev/idmet, aus welchem sofort die wichtigsten Ergebnisse und der Wert der betr. Arbeit ersichtlich sind. Auch diese Referate sind insoweit kritisch ge- halten, als dem in der besprochenen Arbeit gebrauchten jeweils der in der Re- vision angewandte Name gegenübergestellt wird, sofern jener nicht beibehalten wurde. Durch dieses referierende Literaturverzeichnis wird künftigen Turbellarien- forschern auf dem geographisch bestimmt umgrenzten Gebiet viel undankbare Arbeit abgenommen. J. Carl (Genf). 268) Nicoll, William, On two new Trematode Parasites from the Indian Cobra. In: Proc. Zool. Soc. London, S. 851—856, 1912. 269) Beddard, J. E., Contributions to the Anatomy and Systematic Arrangement of the Cestoidea. VI. On an asexual tapeworm from the rodent, Fiber zibethicus, showing a new form of asexual pro- pagation, and on the supposed sexual form. In: Proc. Zool. Soc. Lon- don, S. 822—850, 1912. Two complete tapeworms found in the hepatic ducts of a Musquash, which are believed to be the sexual and asexual forms of the same species are here described as TJrocysUdium gemmiparum gen. et sp. n. The asexual form has a small bladder and very numerous proglottids, with a rudimentary scolex without hooks. Its most remarkable peculiarity is the possession of a row of buds on each side at the hinder end of the body; the bladders of these are attached to the parent stock. In the sexual form there are no generative ducts, the ovaries are diffuse and an enormous mass of eggs are produced in the anterior as well as the posterior proglottides. The sexes are possibly separate. A very thick layer of muscle surrounds the dorsal excretory vessel. Potts (Cambridge). 270) WynhofF, Gerarda, List of Nemerteans collected in the neighbourhood of Plymouth from May — September 1910. In: Journ. Mar. Biol. Ass., Vol. 9, Nr. 3, S. 407—434, 1912. Nineteen species are here recorded from Plymouth for the ürst time and four of these are new. In the systematic arrangement of the paper Palaeonemertini and He- teronemertini are joined together in one order (Anopla of Max Schnitze) and Nemathelminthes. 93 the terra Enopla Schultze is restored for Burger's Metanemertini = Hubrecht's Hoplonemertini. Potts (Cambridge). Hierzu: Nr. 246. Nemathelminthes. 271) Johusoii, Gilbert E., On the Nematodes of the Common Earth- worm. In: Quart. Journ. Micr. Sei., Vol. 58, S. 605—652, Taf. 37, 1913. lihahditis pellio is found in the living earthworm either (l) as encysted larva inhabiting the coelom or (2) as the active larva living free in the nephridia. When the earthworm dies and decays these forms become sexually mature. The author used various artificial media (peptone Solutions, etc.) for raising the lar- vae but all proved unsuccessful. So earthworms decaying in damp soll were used for raising the sexual forms. For isolated cultures strips of the body wall were allowed to putrefy and all the larvae exceptone removed. Also putrefying earthworms were boiled and the resultant fluid was filtered and used as a culture medium: this was said to give the best results. The larvae removed from freshly killed Worms and reared develop in almost all cases into males and females the latter generally in considerable excess. Sometimes however worms which have the structure of a female are really hermaphrodites, and these are much more com- mon in subsequent generations while males and pure females become very rare. This appears then to be a species like Rhabditis marionis in which there are males, females and hermaphrodites. The sex ratio is very variable and does not respond to alterations in the culture medium. After decay of the earthworm the larvae of the second generation wander into the soll and have been observed existing in the soil fourteen months after the beginning of the experiment. Examination of males and thrushes showed that the larval nematodes swallowed by these did not infect them as alternate hosts. Larvae which were possibly R. pellio were found in cocoons occurring in soil, but the young worms in the cocoon were not found to be infected. It is suggested that larvae infect earthworms entering either by the nephridiopores when they remain as active forms or by the dorsal pores when they are attacked by leucocytes and encyst. Potts (Cambridge). 272) Menzel, R., Über freilebende Nematoden aus der Umgebung von Triest. In: Revue Suisse Zool., Bd. 20, S. 535—542, 2 Textfig., 1912. In einem Stück Moosrasen aus dem Karst fand M. drei Nematoden, deren Beschreibung ergänzt wird. Es sind dies: MonarcJms muscorum (Duj.), Borylaimus macrolaimus (de Man) und B. bastiani Bütschli. Von letzterem wird auch das bis dahin unbekannte cT beschrieben und durch zwei Abbildungen erläutert. D. macro- laimus war bisher nur aus Süßwasser und sehr feuchter Erde bekannt; sein Vor- kommen in Moospolstern ist ein neues aber keineswegs überraschendes Faktum. In biologischer Hinsicht ist bemerkenswert, daß jenes Moosrasenstück fünf Mo- nate lang absolut trocken aufbewahrt worden war und daß die darin enthaltenen Nematoden schon nach Yg bis 1-stündigem Aufweichen des Rasens in Wasser wieder ihre normale Lebendigkeit erlangten. Im Anschluß an die Besprechung der drei genannten Arten wird auch des Vorkommens zweier derselben in der Schweiz Erwähnung getan. J. Carl (Genf). 273) Tung, E., La faune des Nematodes libres du Canton de Geneve. In: Arch. Sc. phys. et nat. Geneve. d., Bd. XXXV, Nr. 3, S. 304—305, 1-913. Verf. gibt eine vorläufige Liste der von seinem Schüler Stefanski bisher im Kan- ton Genf gesammelten frei lebenden Nematoden. Von den 47 Arten stammen 8 aus dem 94 Annelidee. Genfer See, 13 aus fließenden Gewässern und 15 aus Moos. Drei Arten sollen als neu beschrieben werden. J- Carl (Genf). 274) Zacliarias, 0. (Plön), Eine neueVarietät des Pferdespulwurms {Äs- caris megalocephala, var. trivalens). In: Biol. Centralbl., Bd. 32, Heft 12, S. 719—721, 1912. Verf. beobachtete, daß sämtliclie erste Furcbungsspindeln einer früher an- gefertigten Serie von Eipräparaten (offenbar stammten alle Eier von demselben $ ab, Ref.) drei Chromosome enthielten. Ferner wurden „nicht selten", und zwar nur vor „voller Ausbildung der Kernplatte", später niemals, „zwei ganz winzige accessorische Chromosome" gesehen, die „(der Form nach) ganz genau einem Bacterium gleichen". Beide Pronuclei haben fast immer verschiedene Größe, der kleinere bildet ein, der größere zwei Chromosome aus. — Der so naheliegende Gedanke an eine Bastardbefruchtung zwischen univalens und bivalens erscheint dem Verf. so unwahrscheinlich, daß er sich, freilich „mit Vorbehalt", zur Auf- stellung einer neuen Varietät veranlaßt sieht, deren eines Geschlecljt halb so viel Chromosomen führen müßte als das andere. Seine Gründe sind folgende: 1. Alle Eier des betreffenden $ müßten bastardbefruchtet sein, während bisher (Herla, Zoja) nur vereinzelte Fälle von Bastardbefruchtung konstatiert worden seien; 2. und 3. die beiden auffälligen Besonderheiten der „bacilloiden Heterochromo- some" sowie der „konstanten"^) (S. 721) Größendifferenz zwischen den beiden Pronuclei sollen ebenfalls für das Bestehen einer Varietät sprechen. [Nach der Meinung des Ref. können solche Gründe keinesfalls stichhaltig sein: 1. Würde sofort verständlich, wenn das betreffende $ nur einmal, und zwar eben mit einem c? der andern Varietät, copuliert hätte. Daß es sich 2. nicht um Heterochromosomen handeln kann, geht aus den oben in Anführungszeichen wiedergegebenen Angaben des Verf. hervor; die Größendifferenz der Pronuclei endlich erklärt sich ohne weiteres nach der Boverischen Proportion von Kern- oberfläche und Chromosomenanzahl.] Koehler (z. Z. Neapel). Hierzu: Nr. 175, 246. Annelides. 275) Pixellj Helen L. M., Polychaeta from the Pacific Coast of North Ame- rica. Part. I. Serpulidae, with a Revised Table of Classification of the Genus Spirorbis. In: Proc. Zool. Soc. London, S. 784— 805, Taf. LXXXVII— LXXXIX, 1912. Eighteen species are described five of these being new. Potts (Cambridge). 276) Potts, J.A., Stolonformation in certain species of Trypanosyllis. In: Quart. Journ. Micr. Sei., Vol. 58, S. 411—446, Taf. 23 and 23 bis, 1913. In several species of the Syllid Polychaet, Trypanosyllis, the stolons (repro- ductive buds) are produced from a cushion of proliferating tissue at the posterior end of the stock in successive transverse rows of seven or eight individuals. The total number of buds produced by a Single stock is between one and two hundred. New rows are established at the anterior end pushing those already formed backwards so that the oldest buds are most posterior. Ectoderm and mesoderm alone take part in the formation of the buds so that they are without an alimentary canal. Two slightly varying types of the phenomenon are disting- uished. (l) In T. gemmipara and possibly others also from the North Pacific 1) Übrigens bespricht der Verf. auf S. 720 und bildet auf S. 719 einen Fall ab, wo diese Grrößendifferenz der ausgebildeten Pronuclei nicht bestand. Prosopygia. 95 budformation is associated with the rapid addition to the stock of a tail of 40 — 50 Segments. This develops generative glands like the buds but unlike them contains a direct Prolongation of the alimentary canal of the stock. This tail may actually develop eyes and separate off as a reproductive bud with an alimentary canal. (2) In T. crosslandi from Zanzibar bud formation is not accom- panied by regeneration of a posterior tail but there is occasionally an incomplete ingrowth of endoderm from the ventral lip of the anus into the dors almost stolon which is thus in some degree homologous with the tail of T. gemmi2)ara. The following histological changes were found to occur successively in for- mation of buds. (1) The aggrega+ion of leucocytes in the posterior segments of the stock and their invasion of the proliferating cushion. (2) The appearance of centres of proliferation in the epiblast which form stolons. (3) The invasion of the hollow epiblastic processes by mesoblast which proliferates and segments. (4) The Penetration of the bud by two bundles of muscle fibres and a Single ventral nerve cord, all outgrowths of the corresponding structures in the stock. (5) The segmentation of the epiblast and formation of the structures derived from it. With the growth of the buds the proliferating cushion is gradually absorbed. Potts (Cambridge). 277) Piqiiet, E., Notes sur les Oligochetes. In: Revue Suisse Zool., Bd. 21, S. 111 —145, 12 Textfig., 1913. Den Gegenstand der kleinen Abhandlung bilden folgende, größtenteils aus der Schweiz stammende Oligochäten: Aeolosoma hemprichi Ehrenbg., Nais communis Piguet, Aulodrilus pluriseta (Piguet), Bhyacodrüus falciformis Br., Tubifex {Ilyodrilus) bedoti n. sp., T. heuscheri Bretscher, T. hammoniensis (Michaelsen), T. {Peloscolex) velutinus Grube, T. ferox (Eisen), Limnodrilus udekemianus Clap., L. helveticus n. sp., L. hoff'meisteri Clap., L. claparedeanus Ratzel, Stylodrilus heringiamts Clap., Tichodrilus sanguineus Br., Dory- drilus micliaelseni n. gen., n. sp. Die Beschreibungen der schon bekannten Arten werden ergänzt oder berichtigt. Die Abbildungen stellen zum größten Teil Borsten dar. Die neue Gattung Dorydrilus (Lumbriculidae) weicht von Stylodrylus durch die Retractilität des Penis und von allen übrigen Gattungen durch die Lage der Spermatheken ab. Beachtenswert sind noch die Angaben über die Knospung und Kettenbildung bei Nais und Stylaria, sowie die Beobachtung, daß die Tubificiden in der Turbellarie jDero- stomum unipunctatum einen gefährlichen Feind besitzen. J. Carl (Genf). 278) Stäger, R., Einige Lumbricidenfunde mit besonderer Berücksichtigung des Standortes. In: Revue Suisse Zool., Bd. 20, S. 65—71, 1912. Stäger beobachtete, daß mehrere Lumbriciden (5 Arten) mit den Moospolstern bis in die obersten Zweige der Bäume, speziell des Ahorns, hinaufgelangen und in diesen Polstern dauernden Aufenthalt nehmen. Auch in den hochalpinen Polsterpflanzen hausen stellenweise Regenwürmer und zwar bis zum Rand der Gletscher. Ihr gänzliches Fehlen in der sog. Schneetälchenformation der Hochalpen führt Verf auf den hohen Säuregehalt des Bodens in den Schneetälchen zurück. J. Carl (Genf). Hierzu: Nr. 271, 280. Prosopygia. 279) Hasper, M., On a method of rearing larvae of Polyzoa. In: Journ. Mar. Biol. Ass., Vol. 9, Nr. 3, S. 435—436, 1912. A method is described by which larvae are induced to fix on eggshells, fed on cultures of algae and preserved in any required stage for sectioning by means of a So- lution of corrosive Sublimate with acetic acid. Potts (Cambridge). 280) Assheton, Riebard, Loxosoma loxalina and Loxosoma saltans two new species. In: Quart. Journ. Micr. Sei., Voh 58, S. 117—143, Taf. VI— VII, 1912. 96 Chaetognatlii, Crustacea. Botli species were found living as commensals on Polychaet worms belonging to the family Maldanidae from the west coast of Scotland. The specific name of L. saltans indicates its habit of locomotion by jumping. In this action four of the tentacles, which are longer than the others and are moved separately, take part. In L. saltans too the alimentary canal is differentiated more markedly into glandulär, absorptive and excretory regions than in L. loxalina and the glandulär diverticula in particular are highly developed. The excretory organs are a pair of lophophoral and a pair of body kidneys, both being large vacuolated cells. A pair of ducts is probably associated with the lophophore organs but they are not ciliated. There is no evidence of the existence of soleuocytes in the living animal. Potts (Cambridge). 281) Pixell, H. L. M., Two new species of the Phoronidea from Vancouver Island. In: Quart. Journ. Micr. Sei., Vol. 58, S. 257— 284, 16 Textfig., December 1912. Chaetognathi. 282) Michael, E, L. (California, Scripps Institution), Vertical distribution of the Chaetognatha of the San Diego region in relation to the question of isolation vs. coincidence. In: Amer. Nat., Bd. 47, Heft 1, S. 17 — 49, 1913. A study was made of the vertical distribution of the Chaetognatha in the sea-water of the San Diego region, California. This included 18 species of Sa- gitta and certain species belonging to other genera. The plancton hauls yielded in all nearly 70000 specimens, and it was found that the vertical distribution brings together forms which are unlike in morphological characters. Thus as regards characters there are five "couplets" of species of Sagitta, but with one exception only one of each couplet occurs iu the San Diego region. Each species was found to have a definite and specific vertical distribution. It was further found that the most diverse species have the most coincident distribution, and that at a given depth nearly all the mature forms belong to one species. Thus there may be coincident distribution as regards latitude and longitude, yet com- plete isolation as regards vertical distribution. The vertical distribution is found to be as truly specific as the morphological characters. This distribution, it is pointed out, is the exact reverse of that which would be expected if the species are gradually differentiated by natural selection. Gates (London). Crustacea. 283) (xrosTenor, G. H. (the late) and Geoifrey Smith (Oxford), The Life- Cycle of Moina rectirostris. In: Quart. Journ. Micr. Sei. (London), Bd. 58, S. 511, 1913. The authors have tested Weismann's statement that the Cladoceran life- cycle was fixed and independent of external conditions. Using Moina as the sub- ject of the experiments this was found to be not the case. It was shown by iso- lating parthenogenetic females at birth and maintaining them at a temperature of from 25" — 35° C, that no males were produced in the brood: if, however, the parthenogenetic females were crowded together at the same temperature males appeared to the number of 307o while a lower temperature of 14° C gave 52 % Tardigrada. 97 of males. Isolated females at 14° C gave 19^/q of males and at 5°C 5.5% of males, but when crowded together at 5°C the percentage of males rose to 42.5 ^o- It is quite evident that Isolation and a high temperature causes a suppres- sion of sexual forms, but as to tlie exact way in which isolation works the au- thors come to no definite conclusion. Intensity of crowding, as measured by the number of individuals in the same vessel, has not a very constant effect on the percentages of males produced. They are inclined to the view that the sup- pression of sexual forms is caused by the comparative absence of excretory mat- ter and the presence of suitable food in large quantities. The authors State however that females isolated in water, which had been occupied just previously by a crowded brood producing a large percentage of males, were not affected in any way and still failed to produce males at a high temperature. Adding the residue after evaporation from the crowded culture water to pure tap water had no effect on isolated females. The animals were kept in clean tap water and fed by the addition of an infusion of dry horse düng. This Infusion contains large quantities of living mat- ter, but if the food of Moina is only of one kind (and the authors think this may be the case) then the crowded infusion might be very soon depleted of the food useful to the Moina; in this case starvation might be a cause of the production of males. J. T. Saunders (Cambridge). /284) Baumann, F., Parasitische Copepoden auf Coregonen. Ein Bei- trag zur Kenntnis der parasitischen Copepoden der Schweiz. In: Revue Suisse Zool. Bd. 21, S. 147—178, Taf. 5, 1913. Nach einer Zusammenstellung der bisher in der Schweiz beobachteten para- sitischen Copepoden gibt der Verf. sehr eingehende Beschreibungen zweier neuer Arten, ErgasUus surbedci (auf den Kiemen von Coregonus wartmanni compactus und C. scJiinsl palea) und Ächtheres coregoni 5 (an der Basis der Rückenflosse von Coregonen), sowie Ergänzungen zur Beschreibung von Basanistes coregoni Neresh. Erstere Art unterscheidet sich von ErgasUus sleboldi hauptsächlich im Bau der Eurca und der Mundgliedmaßen; sie ist wahrscheinlich von mehreren Autoren, neuerdings auch von Freidenfeld, mit E. sieboldi verwechselt worden. Ächtheres coregoni wird ausführlich mit Ä. percarum verglichen; besondere Aufmerksamkeit schenkt Verf. dem Eierstock und der schnurartigen Anordnung der Eier im Ei- leiter. In Übereinstimmung mit Wilson und im Gegensatz zu Claus vertritt B. die Ansicht, daß die Eizellenschnüre frühzeitig vom Eierstock in den Eileiter ab- gestoßen werden und ihren Zusammenhang mit dem Eierstock verlieren. Verf. betrachtet die parasitischen Copepoden der Coregonen gleich ihren Wirten als stenotherme Glacialrelikte von nordischem Ursprung. J. Carl (Genf). Hierzu: Nr. 262. Tardigrada. 285) Heinis, Fr., Die Tardigraden des Rhätikon. In: Revue Suisse Zool., Bd. 20, S. 775—779, 1912. Verf. stellt zunächst die bisherigen, nicht gerade zahlreichen Funde von Süßwassertardigraden in der Schweiz zusammen. Sodann teilt er die Liste der neuerdings im Lünersee (Rhätikon) gefundenen Tardigraden mit. Es sind nicht weniger als 11 Arten, nämlich 9 Arten des Genus Macrohiohis, ferner Milnesium tardigradum Doy. und Diphascon angustatum Murray. In einer weiteren Liste wer- den 9 moosbewohnende Tardigraden-Species aus dem Rhätikon aufgezählt. Von Zontralblatt f. Zoologie, allgem. u. experim. Biologie. Bd. 3. 7 98 Insecta. den in Heinis' kleiner Arbeit erwähnten Arten sind 5 für die Schweiz neu, näm- lich Macröbiotiis liarmsuortlii, M. coronifa\ M. amhiguus, M. dispar und Dipliascon angustatimi. J. Carl (Genf). liisecta. 286) Zacliarias, 0. (Plön), Zu dem Umfärbungspliänom der Stabheuschrecke Bixippus morosus. In: Biolog. CentralbL, Bd. 33, Heft 2, S. 104, 19l;5. „Anspruchslose" Beobachtungen, vom Verf. mitgeteilt, um die Angaben von v. Dob- kiewicz (Biolog. Centralbl. 1912) zu bestätigen. Koehler (z. Z. Neapel). 287) Krausse, A., Eine merkwürdige Begegnung mit einer Mantis religiosa L. In: Zeitschr. f. wies. Insekteubiol., Bd. IX, Heft 1, S. 24, 1913. Mantis läßt ihre Beute nicht los, sondern schleppt sie mit einer Fangklaue weiter. Eckstein (Eberswalde). 288) Carl, J. (Genf, Museum), Phasmides nouveaux ou peu connus du Museum de Geneve. In: Revue Suisse Zool., Bd. 21, S. 1—56, 1913. Diese aus der Museumspraxis hervorgegangene Publikation ist rein beschreibender Natur und stellt weder in systematischer noch geographischer Hinsicht ein einheitliches Ganzes dar. Es werden 8 neue Gattungen und 49 neue Arten, verschiedenen Subfamilien angehörend, beschrieben und zum Teil abgebildet. Über 8 bekannte Arten macht Verf. morphologische und synonymische Bemerkungen. J. Carl (Genf). 289) Bartenew, A. N., Über eine Kollektion von Odonaten des Kaukasischen Museums. In: Mitteil, des Kaukas. Museums, Bd. VII, Lief. 1, S. 107—116. Tiflis 1912 (russ.). Es werden 6 Genera mit 12 Arten'Libellulidae, 2 Genera mit 5 Arten Aeschnidae, 3 Genera mit 4 Arten Gomphidae, 2 Genera mit 4 Species Caloi^terygidae, 2 Genera mit 3 Species Lestidae, 4 Genera mit 7 Arten Agrionidae aufgeführt. C. Greve (Riga). 290) Bugilion, E., Eutermes lacustris nov, spec. de Ceylan. In: Revue Suisse Zool., Bd. 20, S. 487—505, Taf. 7 und 8, 1912. Verf. beschreibt das Nest der neuen Art, sowie die Art und Weise, wie sie ihre Tunnels baut, zu denen sie als Cement sowohl Speichel als den gelben, flüssigen Inhalt des Rectums verwendet. Mit musterhafter Ausführlichkeit wer- den die Larven, Soldaten, Arbeiter und Geschlechtstiere beschrieben. Die zahl- reichen Abbildungen ganzer Tiere und charakteristischer Einzelheiten sind be- sonders wertvoll im Hinblick auf die äußerst schwierige Unterscheidung der Ar- ten dieses Genus. Zum Schluß werden für die indomalayischen Euterwes-Avten die unterscheidenden Merkmale der Soldaten zusammengestellt. J. Carl (Genf). 291) Eual), F., New Species of Anisopidae (Rhyphidae) from tropical America [Diptera; Nemocera]. In: Proc. Biol. Soc. Wash. Vol. 25, Juni 1912, S. 111 — 114. Neu beschrieben: Anisopus 2ncturatui<, aus Carthago, Costa Rica; A. infumatus, aus Trinidad, Brit. Westindien. Die erstgenannte Art wurde von epiphytischen Bromeliaceen gezogen, ihre Larven leben vermutlich in dem Wasser, das sich an der Basis der Blätter der Pflanze ansammelt. C. E.Hellmayr (München). 292) Friederichs, K., Die neuere, insbesondere die medizinische Literatur über Sand-flies (P/iZefco^owtts, Simulium, Ceratopogoninae). In: Zeitschr. f. wiss. Insekteubiol., Bd. IX, Heft 1 u. 4, S. 26—31, 133—138, 1913. Sammelreferat über 63 Einzelarbeiten. Beschreibung von Larven und Imagines. Bio- logie, Giftigkeit. Eckstein (Ebers walde). 293) Viiiiiiier, A., Ergänzungen zu dem Aufsatz ,,Zur Kenntnis von Phytomyza Xylostei Kaltb." [Dipt. Muse.]. In: Zeitschr. f. wiss. Insektenbiol., Bd. IX, Heft 1, S. 19—21, 1913. Insecta. 99 Die ersten Stadien der Larve werden beschrieben. In den Minen leben gleichzeitig unbekannte Cecidomyiiuenlarveu. In larvenlosen Minen wurden neben Larvenresten Ptero- malinenpuppen gefunden. Phyto)7iyza-hsLT\'en verzehren Pilzmycel, welches in toten Larven und Puppen Sporen trägt; die Pilze sind Parasiten. Beschreibung des Cephalopharyngeal- gerüstes. Mit ihren Muudhaken benagt die Larve das Blattmesophyll (Mundhaken von Pegomyia conformis (Fall.) Neidl., Pegomyia bicolor Wdm., Chlorops taeniopus Mg., CJil. vasuta Schrk.). — Die unter der Haut gelegene schwarzgrüne Masse wird ausgeschieden und dient zum Anheften der strohgelben Puppe. Die Fliegen greifen die Lonieera- und Sy)iiphoricarpus-Strä.nchev nur an der schattigen Nordseite an. Auftreten bei J'rag. Vgl. Bd. V, Heft 10 (1909). Eckstein (Eberswalde). 294) Pictet, A., Nouvelles recherches sur riiibernation des Lepi- dopteres. In: Arch. Sc. phys. et nat. Geneve. T. XXXV, Nr. 3, S. 301—304. 1913. Verschiedene Schmetterlingsarten verhalten sich ungleich gegenüber der künstlichen Abkürzung resp. gänzlichen Ausschaltung der Winterruhe der Raupen. Trotz viel früherer Verpuppung schlüpfen in diesem Fall die Schmetterlinge von Lasiocampa qiiercus zur gewohnten Zeit aus, so daß die Verkürzung des Larven- lebens durch eine längere Puppenruhe ausgeglichen wird. Anders verhält sich hingegen Dendrolimus pini bei künstlicher Beschleunigung der Verpuppung im Herbst; bei ihm ist in diesem Falle die Dauer der Puppenruhe normal und der Züchter bekommt im gleichen Jahre noch eine zweite Generation. Verf. erklärt dieses verschiedene Verhalten damit, daß erstere Art an Laub- blattnahrung gewöhnt ist, die im Winter fehlt, letztere aber an die das ganze Jahr vorhandenen Coniferennadeln, und zieht den weiteren Schluß, „daß die Winterruhe ein Ergebnis der Anpassung an die Existenzbedingungen, aber un- abhängig von der Temperatur ist." [Dann müßte erv.artet werden, daß bei La- siocampa qurrcus die Verpuppung sich überhaupt nicht beschleunigen ließe und daß Dendrolimus pini auch im Freien zwei jährliche Generationen und keine Winterruhe hätte, Ref.] J. Carl (Genf). 295) Rotlike, M,, Ein weiteres Beispiel des Schlüpfen s von Schmetterlingen bei niederer Temperatur. In: Zeitschr. f. wiss. Insektenbiol., Bd. IX, Heft 1, S. 1— 3, 1913. Calamia lutosa Hb. ruht als Puppe im heißen Sommer, der Falter erscheint von Mitte September bis spät in den Oktober und November. Die Schilfeule fliegt um Mitternacht bei naßkaltem Wetter; sie verschmäht den Köder. Die Puppe scheint im Boden oder in Wurzelstöcken zu ruhen. Eiablage an Schilf blättern (Unterseite?). Die Endtriebe der von der Raupe besetzten Stengel verkümmern. Aufzählung der von Puhlmann (Mitt. Verein f. Nat. Krefeld 1910) erzogenen Schmarotzer: 4 Pimpla, je 1 Cryptus, Diadegma, Phyto- dictus, Omorgus, Melohoris, Passus. Eckstein (Eberswalde). 296) Schuster, T>'., Bio- und psychologisches Verhalten von Cliimatohia bo- reata Hb. (Lep., Geom.). In: Zeitschr. f. wiss. Insektenbiol., Bd. IX, Heft 1, S. 24— 25 1913. Verhalten des Falters dem Beobachter gegenüber, dem er in die Höhe fliegend aus- weicht. Eigentümliche Flugbewegung, Aufenthalt am Waldrand. Eckstein (Eberswalde). 297) Schuster, W. , Eurrhypara urticata L., Beiträge zur Geologie und Bio- logie dieser „Lichtmotte" (Farn. Pyralidae) wie der Hydrocampinae über- haupt. In: Zeitschr. f. wiss. Insektenbiol., Bd. IX, Heft 2, S. 42 — 44, 1913. Der Falter fliegt von Anfang Juni bis Mitte Juli. Hochzeitsflug anfangs Juni. Raupen am 27. Juni erwachsen. Beschreibung der Raupe. Die Wohnung ist ein zusammen- gewickeltes grünbleibendes Brennesselblatt, genaue Beschreibung desselben. Was die Raupe frißt, ist noch nicht aufgeklärt. Der Falter sitzt stets auf der Blattunterseite. Be- schreibung des Fluges. Eckstein (Eberswalde). n * 6. \«A IQQ Insecta. 298) Heinrichs und Blum, Bekämpfung der Nonne durch Leimringe. In: Zeit- schr. f. Forst- u. Jagdwesen, Jahrg. 45, S. 48—51, 1913. Der Bericht der Königlichen Regierung zu Lüneburg, an das Ministerium für Land- wirtschaft, Domänen und Forsten vom 9. September 1912 wird abgedruckt. Die Leim- ringe haben keinen Erfolg gehabt. Biologisches über die Nonnenraupe {Lymantria monacha L.). Eckstein (Eberswalde). 299) Jörgensen, P., Zur Kenntnis der Syntomiden Argentiniens (Lep.). In: Zeit- schr. f. wiss. Insektenbiol., Bd. IX, Heft 1, 2, 3, S. 3—7, :-53— 37, 74—77, 1913. Die andinen Provinzen mit ihrer Wüstenvegetation sind arm an Syntomiden: Eurota strigiventris Guer. weitverbreitet, Eu. hermione Burm. Eu. histrio Guer. — Im Territorium Misiones im subtropischen Südamerika finden sich zahlreiche A.rten. Beschreibung von Boden und Vegetation. Die Syntomiden lieben den Wald. ,, Kamptiere" sind die Eurota- Arten; Phüorus opaca kommt im Kamp und Wald, E. histrio ausschließlich im Wald vor. Senecio brasiliensis wird mit Vorliebe besucht; Blütezeit: Frühling und September, Oktober; hier leben Apiden {Triyona amalthea ruficrus Meliponide) und Diplopteren {Polistes, Polibia), welche Löcher in die Pflanzen beißen; den hervorquellenden Saft nehmen auch die Syntomiden. Massenhaft sitzen sie — meist verschiedene Arten — auch auf trocknen Blättern {Argyraeides hraco, A. sanguinea, Diptilon halterata, D. bivittata, Paraethria triseriata, Aetliriopsis barbata, Argyroides lydia, A. flavipes, Diptilon doeri, Eumenogaster pseudopolybia , Tiplodes ima, Callopepla inachia, Cyanopepla jocunda, Aclytia terra, A. lieber, Philoros opaca, Pseudosphex noverca, Ps. sericea, Leucotnemis pleuraemata jjciranen- sis usw.). Sie übernachten auch an Senecio. Aufzählung aller erbeuteten 48 Arten nebst Fundorten und biologischen Angaben, Beschreibung der Raupen, Puppen. — Eurota spe- gazzinii n. sp. Eckstein (Eberswalde). 300) Lengerkeu, H. v., Beitrag zur Lebensgewohnheit von Otiorrhynchiis ro- tundatns Siebold. In: Zeitschr. f. wiss. Insektenbiol, Bd. IX, Heft 1, S. 7—12, 1913. In der Umgebung von Danzig werden Syringen stark befallen, besonders die groß- blätterigen. Die in der Dunkelheit fressenden Käfer lassen sich bei der geringsten Stö- rung fallen; sie graben sich langsam bis 15 cm tief in die Erde ein, indem sie den Boden zur Seite drücken; herausgeworfen wird nichts. Geschlechtsdimorphismus der Weibchen, die entweder ebenso groß sind wie die Männchen, oder von dreifacher Größe. (Dasselbe gilt von Cneorrhinus p)lagiatiis.) Sie befressen die Blätter vom Rande, so daß kleine Aus- buchtungen entstehen, neuer Fraß beginnt nie von einer früheren Fraßstelle aus. In kalten Nächten erscheinen wenige Käfer, bei Tage halten sie sich oft in Klumpen zusammen am Boden versteckt. Eiablage an Fliederwurzeln. Einige Käfer, wohl nicht copulierte, überwintern. Eckstein (Ebers walde). 301) Schulze, P., Scolytus qeoffroyi Goeze (Col. Ipid.) an Walnuß. In: Zeitschr. f. wiss. Insektenbiol, Bd. IX, Heft 2, S. 59, 1913. Beschreibung des Brutganges. Literatur. Eckstein (Ebers walde). 302) Kokujew, N. R., Hymenoptera nova e Caucaso, collecta a dom. A. B. Schelkownikow. In: Mitteil, des Kaukas. Museums, Bd. VII, Lief. 1, S. 1—6. Tiflis 1912 (latein.). Verf. gibt genaue Diagnosen folgender neuer Arten: Xylonomus (s. str.) formosulus, Cremastus schoenobius Thos. var. caucasicus, Bracon schmidtii, Br. vigilax, Bhynchiumi?) caucasicum, Odynerus {Lionottis) herrichii Sauss. var. tricarinatvs, Od. {Ancystrocerus) schmidtii, HaJictus schelkoivnikowi, Pison sus2>icax. G. Greve (Riga). 303) Adjliii, A. und Foerster, E., Die Ameisenfauna Oberbadens. In: Mitteil Bad. Landesver. f. Naturk., Nr. 277—279, S. 205—218, 1913. Die Südwestecke Deutschlands gibt einmal durch die geographische Lage — Nähe der burgundischen Pforte, durch die eine Verbindung mit der südlichen Fauna gegeben ist — dann durch das verhältnismäßig warme Klima, das Ameisen aus wärmeren Zonen auch hier das Fortkommen erlaubt, durch die reiche Ab- wechslung im Charakter der Landschaft und endlich durch das erheblich kältere Klima des hohen Schwarzwaldes gegenüber der E-heinebene, das nördlicheren Zonen entspricht, die denkbar günstigsten Bedingungen für eine reichhaltige Insecta. 101 Ameisenfauna. Bis auf wenige, besonders seltene Formen beherbergt Oberbaden die meisten für Deutschland bekannten Ameisen, dazu noch einige, die sonst rechts des Rheins wohl kaum gefunden worden sind. Die Arbeit gibt einen kurzen Überblick über die oberbadischen Ameisen und ihre Biologie, wobei drei Gruppen unterschieden werden: 1. Formen, die nicht an eine bestimmte Zone des Gebietes gebunden sind, sondern überall und meist häufig vorkommen; 2. Formen, die sich ausschließlich auf die wärmere Zone (Vorberge des Schwarz- waldes, Rheinebene, Kaiserstuhlj beschränken; 3. Formen, die auf die höheren Lagen des Schwarzwaldes beschränkt sind. W. IMay (Karlsruhe). 304) Brun, R., Zur Biologie von Formica rufa und Camponotus hercu- Icanus i. sp. In: Zeitschr. f. wiss. Insektenbiol., Bd. IX, Heft 1, S. 15 — 19, 1913. L Eine Kolonie von Formica fnsca i. sp. ward durch Zufall seiner Königin durch den Beobachter beraubt. Acht Tage später hatten die Ameisen aus einem 50 m höher gelegenen Riesenreich der F. rufa ein nach dem Hochzeitsflug umherirrendes Weibchen adoptiert. Die facultative Adoption befruchteter rufa- Weibchen erfolgt in der Regel wohl nur in weisellosen /?/sfa-Kolonien. — Verf. macht Beobachtungen, aus welchen er den Schluß zieht, daß einem befruchteten r?y/a-Weibchen unter Umständen wohl auch einmal die Adoption bei der sonst so wilden und kampflustigen F. cinerea gelingen kann. IL Camponotus Jicrcukanus i. sp. bewohnt unter Umständen auch Häuser, wie schon früher von C. Ugniperdus bekannt war. Erstere minierte in einem Hause die Balken. Sie findet Nahrung in einer lebhaft betriebenen Schildlauszucht und in den Vorräten der Speisekammer. Die Ameisen sind seit etwa 1847 an dieser Stelle beobachtet worden. Eckstein (Ebers walde). 305) Eruii, K. (Zürich), Beobachtungen im Kemptthaler Ameisenge- biete. Von Edgar Brun (z. Z. Petersburg). In: Biolog. Centralbl., Bd. 33, Heft 1, S. 17—29, 1913. Der Verf. veröffentlicht Notizen seines Bruders, soweit er sie nicht schon früher (Biolog. Centralbl. 1912, S. 154, 308) benutzt hat. Es handelt sich um die Arten Camponotus Ugniperdus (Nachtleben, Beraubung eines Beutezuges von For- mica sanguinea), Formica rufa, sanguinea und pratensis (Mischungsexperiment zwischen sanguinea und pratensis; Kampf zwischen J''. rufa und sanguinea; natür- liche Mischkolonie F. sanguinea mit F. rufa i. sp.), Formica exsecta, Poli/ergus rufescens, Lasius lutiginosus (Nestbau in unterirdischen, wahrscheinlich von klei- nem Raubwilde präformierten Höhlen; ähnliche Anlagen von L. mixtoumbratus, Ähnlichkeit ihres Geruches mit dem fuIiginosus-Geruch; Vorstufe (?) zum Karton- bau bei fulif/inosus), Tapinoma erraticum (d'cT beteiligen sich am Tragen der Brut, befruchten gelegentlich die $5 während des Marsches), Myrmica rubida und rubra (gemischte Kolonien). — Verf. weist auf die Bedeutung der Beobachtungen in freier Natur gegenüber den Experimenten in künstliehen' Nestern hin, wenn es sich um das Studium der normalen Instinkte handeln soll. Koehler (z. Z. Neapel). 306) Forel, A., Descriptions de genres, sous-genres et especes de Formi- cides des Indes orientales. In: Revue Suisse Zool., Bd. 20, S. 761—774, 1912. Enthält vorläufige Beschreibungen neuer Genera, Subgenera und Arten von Ameisen aus Sumatra, Malakka und Ceylon, hauptsächlich aus der Ausbeute von v. Buttel-Reepen. J. Carl (Genf). 307) Santschi, F., Quelques F ourmis de l'Amerique australe. In: Revue Suisse Zoolog., Bd. 20, S. 519—534, 4 Textfig., 1912. 102 Mollusca. Verf. beschreibt eine Anzahl neuer Ameisenarten aus Brasilien, Argentinien und Uruguay und gibt für andere Arten neue Fundorte bekannt. J. Carl (Genf). 308) Bisclioff, H., Ein interessanter Hymenopterenzwitter. In:Zeitschr. f. wiss. InsektenbioL, Bd. IX, Heft 2, S. 53—54, 1913. Myymosa melanocephala F. aus dem zoologischen Museum Berlin. Beschrei- bung. Außer diesem ist auch ein Zwitter von PseudometJ/oca canadensis Bl. be- kannt. (Psyche XVII, 1910, S. I86ff.) Eckstein (Eberswalde). 309) Reuin, "\V., Zur Biologie der Gattung Microgaster Latr. unter besonderer Berücksichtigung der Entwicklung aus der Puppe von Pieris hrassicae L. In: Biol. Centralbl., Bd. 32, Heft 12, S. 722 — 723, 1912. 310) Enslin, E., Tenthredinidae von der Deutscheu Zentralafrika-Expedi- tion 1907 — 1908. In: Wissenschaftl. Ergebnisse d. Deutsch. Zentralafrika- Expedition 1907 — 1908 unter Führung A dolf Friedrichs, Herzog von Mecklenburg, Bd. IV, Zool. II, Lief 4. Leipzig i;K]inkhardt A: Biermann) 1912. gr. 8". S. 58—56, Taf. IV. M —,60. Verf. beschreibt Hylotoma massajae Grib. (1879) neuerdings, weil seither nicht mehr gefunden; dann Sjöstedtia aefhiopica n. sp. Taf. 4 Fig. 1 mit Ergänzung der Genus- Diagnose; dann Duloplianes flavijjcs n. sp. Taf. 4 Fig. 2, ebenso, endlich Athcdia nigripes n. sp., Ä. melanopoda n. sp. Taf. 4 Fig. 3 und A. himantopus Klug; die beiden letzten neuen Arten stammen vom Eiwu-See, Sabinjo, die übrigen vom Albert-Edward-See. V. Dalla Torre (Innsbruck). Hierzu: Nr. 140, 143, 191, 212—214, 249—251, 253—255. Mollusca. 311) OrtOü, J. H., An account of the Natural History of the Slipper Limpet (^Crepidula formicata). With some reraarks on its occurrence on the Oy ster Grounds on the Essex Coast. In: Journ. Mar. Biol. Assoc, VoL 9, Nr!^ 3, S. 437—443, 1912. This gasteropod was introduced into England about 1880 from America along with American oysters. Its rapid spread is due to the abuudance of sui- table food, which is the same as that of the oyster, and possibly also to the spawning which occurs here earlier (March) than in its original home (May). It occurs in long chains of several individuals, eacli shell fitting accurately into the irregularities of the one preceeding it, so that it is never separated from it for long. Old individuals may become permanently fixed by a calcareous secretion the foot. Crepidida is a protandric hermaphrodite. The young male individuals creep about from place to place, eventually settling down either on an oyster or another Crepidula. As it increases in size it begins to change into the female condition but meanwhile another young male may creep on to its back and settle down. Eventually as many as 13 individuals may occur in a chain, the bottom individuals being female, the intermediate hermaphrodite and the end male. Potts (Cambridge). 312) Ortoii, J. H., The mode of feeding in Crepidula with an account of the current producing mechanism in the mantle cavity and some remarks on the mode of feeding in Gasteropoda and Lamellibran- chiata. In: Journ. Mar. Bioh Assoc, Vol. 9, Nr. 3, S. 447—478, 1912. The food of Crepidula, as proved by examination of the gut Contents, con- sists like that of the oyster, of diatoms and small Protozoa. A main food current is produced in the mantle cavity by the cilia on the anterior, posterior and dor- Mollusca. 103 sal surfaces of tlie gill filaments. It enters the mantle cavity on the left in the front, passes between the gill filaments and out at front on the right. I. On entering the inhalent Chamber the velocity of the food current falls and the heavy particles drop to the fioor. They are caught by a forwardly directed stream caused by cilia on the animals head and neck, and the border of the mantle and directed into a pouch on the right hand side of the head (the food pouch). When a sufficient amount of food has been accumulated here it is seized and drawn into the mouth in the manner described below. If this food current contains grains of sand, etc. the entrance to the food pouch may be closed and the offensive particles rejected. IL The gill Stretches across the mantle cavity and separates the lower in- halent from the upper exhalent cavity. On Coming into contact with the gill the s mall er particles (which have been separated from the heavier particles as above) are entangled in mucus secreted by the gill and swept by cilia on the ven- tral and dorsal faces of the filaments towards their tips and dei^osited in a ciliated groove (food groove) which runs forward to the mouth. Here the food is mixed with mucus to form a cylindrical mass which is passed forward to the mouth at intervals. It is seized and drawn into the mouth by the radula and retained by the mandibles. A description of the method of feeding in Östren, Mytilus, Cardium and Pecien is given. It is shown that in Lamellibranchs as well as Crcpidida the main food and respiratory current is caused by the lateral cilia on the gill filaments while the collection and tranportation of the food is effected by the frontal cilia of the filaments. The gill filaments of Nucnla possess similar cilia with a similar function to those in the gills of higher Lamellibranchs. In Nacula nucleus there are even ciliated discs interlocking adjacent leaflets. It is also shown that the gill in Nucula divides the mantle cavity into an upper and lower branchial Chamber and that the ventral surface of the gill is used for food collection. The gill of Nu- cula is thus essentially similar to that of some Filibranchs (e. g. Änomia and Dimya) and in the opinion of the author, the Protobranchia caunot be maintained as a group coequal with the Filibranchiata but only as a subdivision of that group. Most Gastropods have gill filaments essentially similar in structure and func- tion to those of Lamellibranchs, the lateral cilia producing the main current and the frontal collecting food particles. It seems probable that all these forms must feed partly on plancton. Potts (Cambridge). 313) Eliot, Sir Charles, A note on the rare British Nudibranch Hancockia eadactylota Gosse. In: Proc. Zool. Soc, London, S. 770, Taf. LXXXV, 1912. 314) Kobelt, W., Landschnecken aus Deutsch-Ostafrika und Uganda- In: Revue Suisse ZooL, Bd. 21, S. 57—74, Taf. 2, 1913, Carls kleine Landschnecken- Ausbeute im Westen und Norden vom Victoria- See enthielt lauter neue Arten und Varietäten. Kobelt beschreibt: Ennea caroli, Helicarion caroli, Martensia busaensis, Pseudoglessula (?) xissuwiensis , P. ptychaxis E. Sm. var., Subulina victoriae, sowie sechs neue Arten von Limicolaria. Letztere bilden den interessantesten Bestandteil der Sammlung. Sie bestätigen wiederum die große geographische und individuelle Varietät der Limicolarien und bestärken den Verf. in seiner schon früher ausgesprochenen Ansicht, daß die nächste Aufgabe die Aufstellung von Formenkreisen sei und daß die bisherige Artunterscheidung, bei der der Zeichnungscharakter die Hauptrolle spielte, aufgegeben werden müsse ]^04 Cyclostomi. bzw. nur für die Unterarten oder Varietäten gelten könne. Für die Artumgrenzung- der Limicolarien käme nur noch die durchschnittliche Größe, der Umriß, der Charakter der Skulptur und die geographische Verbreitung in Betracht. Die beigegebene Tafel bietet phototypische Reproduktionen aller neuen Arten, die meisten in verschiedener Ansicht dargestellt. J. Carl (Genf). 315) Yung, E., La cecite des Gasteropodes pulmones. In: Arch. Sc. phys. et nat. Geneve, T. XXXV, Nr. 1, S. 77, 1913. Die Blindheit unserer terrestrischen Lungenschnecken ließe sich durch die ellipsoidische Form der Linse und das Fehlen des Accommodationsvermögens er- klären. Allein die Augen dieser Tiere sind überhaupt ganz unempfindlich gegen Licht, selbst gegen das stärkste Licht. Die Ursache hierfür muß in der Be- schaffenheit der Retina bzw. ihren Beziehungen zum Sehnerv gesucht werden. Als Sinneszellen gelten bei den Schnecken die an der Basis spitz auslaufenden pigmentlosen Zellen der Retina. Allein es gelang dem Verf. nicht, auf Schnitten einen Zusammenhang zwischen diesen Zellen und den Endfasern des Nervs auf- zufinden; letztere gehen nicht über die das Auge umgebende bindegewebige Basal- membran hinaus. Demnach kann vorläufig die Unterbrechung der Reizleitung als Ursache der Unempfindlichkeit des Schneckenauges gegen Licht gelten. J. Carl (Genf). 316) Sliigoka, M., Recherches sur Tappareil genital des Gasteropodes pul- mones du genre Physa. In: Revue Suisse Zool., Bd. 21, S. 75—100, Taf. 3 u. 4, 1913. Verf. gibt eine Darstellung des anatomischen und histologischen Baues der bisher wenig bekannten Geschlechtsorgane dreier Physa-Arien: Ph. acuta (Drap.), Ph. fontinalis (Drap.) und Ph. (Aplexa) hypnonim (L.\ In der Zusammenfassung werden die allen drei Arten gemeinsamen Merkmale des Genitalsystems aufgezählt. Die Abbildungen beziehen sich zum größten Teil auf Ph. acuta und stellen, außer drei Situspräparaten, Querschnitte vers